Samstag, 16. August 2014

Apfeltaschen einfach und lecker

Du brauchst Blätterteig, der Einfachheit halber nimm den fertigen (*sorry). Es gibt TK und im

Kühlregal. Aus dem Kühlregalteig bekam ich 6 große Taschen raus.
 
  •  4 mittlere Äpfel waschen, trocknen, vierteln, das Kerngehäuse entfernen. Die Stücke in kleine Würfel schneiden, in eine Schüssel geben und mit Limettensaft beträufeln.
  • Jetzt  1/2 TL Vanillezucker,
  • 2 Priesen Zimt,
  • 1 Prise Nelkenpulver darüber geben und noch
  • 2 EL Sultaninen,  anschließend alles vermischen und kurz ziehen lassen. 

In der Zwischenzeit


  • Den Ofen auf 175 Grad vorheizen, das Backblech mit Backpapier auslegen.
  • Blätterteig ausrollen, einmal längs und zweimal in der Breite teilen, dass sechs Teile entstehen.
  • Nun die Fülle großzügig auf den Mitten der Rechtecke verteilen.
  • Die Ränder mit etwas Wasser anfeuchten. Die Rechtecke zu einem Quadrat zusammenfalten, die Ränder fest drücken und mit einem Messer einschneiden.
  • Dann die Teile etwas biegen und in der Mitte schieben, dass ein leichter Bogen mit eingeschnittenen Rand außen entsteht. Dieser faltet sich durch die Prozedur etwas auf, das sieht  - finde ich besser aus.  
  • Die Apfeltaschen auf das Blech legen und ca. 20-25 Minuten goldbraun backen. 
  • Sofort mit Puderzucker bestäuben und auskühlen lassen. Nicht stapeln.

Mittwoch, 13. August 2014

Pflanzengöttinnen und ihre Heilkräuter: Naturkraft schöpfen, Heilwissen nutzen

Auf der Suche nach der rein weiblichen Interpretation des Jahreskreises hat sich Ursula
Stumpf tief in die europäischen und asiatischen Mythen vorchristlicher Zeiten begeben. Dort hat sie in den alten längst versunkenen Kulturen das Weibliche empor getragen, mit passenden Monaten und Pflanzen vereint. 
12 Göttinnen,  12 Mythen, 12 Botschaften. Alle modern erzählt, wunderschön bebildert, so dass auch die Kleinen gerne zuhören, verstehen und begeistert die floralen Sendboten suchen.  Sind diese gefunden lassen sich spielend leicht heilendes, uraltes Wissen und neue Erkenntnisse vermitteln. Leser und Zuhörer begreifen das Weibliche als Lebensbewahrerin, als Stifterin von Wärme, Licht und Leben.Es geht um ewige Wiederkehr, Anbeginn, Ende, Neubeginn. Das Jahr wird in den Lauf der Natur aufgeteilt, in den Jahreskreis, nicht in Stunden und  Minuten. So wird die Zeit erdnah begreifbar mit der Abfolge von Ruhe, Aussaat, Wachstum und Ernte. Was eingebracht werden kann findet sich in der Zuordnung zum Monat, begleitet von allerlei Rezepturen und Anwendungshinweisen. So ist das Buch eine wahre Fundgrube: Sogar eine Anleitung für das Fermentieren von Brombeerblättern gibt es hier. Bloß gut das erst August ist, dass und vieles andere muss ich unbedingt ausprobieren. 
Ich kann dieses wunderschöne mit unzähligen Ideen und Ratschlägen aufwartende Buch nur jedem ans Herz legen, der Mutter Erde in sich fühlt, mit ihr verbunden ist. Das Einfache, längst Vergessene erwacht zum neuen Leben, als Geschenk für uns, Dankeschön für dieses außergewöhnliche Buch

Gebundene Ausgabe: 160 Seiten
Franckh Kosmos Verlag
ISBN-13: 978-3440122365
Preis 24,90

***

Ursula Stumpf

Dr. Ursula Stumpf ist Kräuterfrau, Heilpraktikerin und gelernte Apothekerin. Sie verfügt über einen Erfahrungsschatz von 20 Jahren eigener Heilpraxis und vereint schulmedizinische und ganzheitliche Zugänge zur Heilkraft von Pflanzen. (Quelle Kosmos Verlag)

Sonntag, 10. August 2014

Vegane „Milch-Produkte" aus Pflanzen. Selbst gemacht!

Anne Brunner gibt dem Leser ein Buch in die Hand, mit dem man tatsächlich in der Lage ist, Alternativen zu Milch mit relativ wenig Aufwand selber herzustellen und damit auch die Folgeprodukte der Milch. Mandeln, Cashewkerne, Sesam, (Pseudo) -Getreide, Kastanien, Reis, Kokos, Soja usw. sind die Basis für milchfreie Joghurts, Käse, Sahne, Tofu Milchdesserts, Smoothies, Milchshakes und Eis. Und das in einer Vielfalt, die nicht erschlägt, sondern zum selbst kreativ werden anregt. Dank des ersten Überblicks über benötigtes Material und Aufwand / Zeit, kann man sich langsam vortasten. Mit dem Schritt für Schritt Anleitungen kann gar nichts schief gehen. Sicher, nicht alles ist vegan, es werden in manchen Rezepten Honig oder Eier verwendet. Die Drinks jedenfalls kommen alle mit Minimalismus aus: Wasser und die Nuss, oder das Getreide... Und was macht man mit dem ausgepressten Rückstand? Richtig, Kuchen backen, der hält mit Ei zusammen und gewinnt dadurch. Lecker auch die Okra-Burger. Ja selbst ein paar Rezepte für vegane Brotaufstriche findet man. Damit wird alles verwendet, auch die "Reste". Wenn es das Buch nicht schon gäbe, dann müsste es unbedingt jemand schreiben! Ich liebe es.


Vegane „Milch-Produkte" aus Pflanzen. Selbst gemacht!
Anne Brunner
Broschiert: 108 Seiten, Stocker Verlag, 
ISBN-13: 978-3702014650
14,95 Euro

Freitag, 8. August 2014

Schwarze Johannisbeeren Likör & Essig



Eine Frucht vermisse ich hier, groß war die Freude, als im Kräutergarten des Nachbarortes plötzlich pflücken gegen cash erlaubt war. Die kleine Köstlichkeit hing in dicken Trauben schwer von den Büschen, also beeilte ich mich die süße Last abzunehmen. Die Sonne brannte mir den Schädel auf, 2,5 kg Trauben, dann schlich ich schließlich von dannen, ich würde wieder kommen, keine Frage.



Was tun mit schwarzen Johannisbeeren? Gelee. Logisch. Und ein Likörchen ansetzen. Kosten und gleich noch eine Ladung ansetzen. Das Zeug ist so lecker, das haut mich echt um. Aber nicht weil ich zu viel genossen hätte, der Geschmack ist wirklich einmalig.



Hier nun das Rezept, diesmal frei Schnute – mehr oder weniger: 



Cassislikör Landi



Ein großes 2,5 l fassendes Gurkenglas mit

  • 600 - 800 g sauberen verlesenen Beeren füllen und 
  • 6 El Agavendicksaft 
  • 4 Gewürznelken 
  • 1 Vanilleschote längs aufgeschnitten 
  • 150 g Kandiszucker dazugeben 
  • 2 oder 3 Blätter mit in das Glas geben
  • 1 Flasche weißen Rum aufgießen



Das Glas nun dicht verschließen und an der Fensterbank stehen lassen für 4 Wochen. Hin und wieder umschüttelt, aber vorsichtig, die Früchte sollen heil bleiben. Das Glas steht im Keller, reift vor sich hin. Weihnachten gibt’s dann ein bisschen in etwas Sekt zusammen mit ein Paar der beschwipsten Beeren. 


Du kannst auch die Ansatzflüssigkeit abziehen. Dann hast du einen leckeren Likör für wirklich besondere Gelegenheiten.



Likör 2 von Frau Allestein


1/2 Liter zerquetschte schwarze Johannisbeeren setze mit 3/4  Liter Kirschgeist und 250 g Kandiszucker in einer ausreichend großen Flasche an. Diese wird gut verschlossen und an einem sonnigen Ort für 6-8 Wochen stehen gelassen. Täglich hin und wieder an der Flasche rütteln. Nach der Standzeit filtriere den Likör und fülle ihn in eine schöne Flasche


Johanni-Essig


Davon einen Spritzer in Mineralwasser oder eiskaltes Wasser mit etwas Natron und du hast eine megaleckere Limonade


Eine 250 ml fassende Flasche fülle zur Hälfte mit sauberen, verlesenen Beeren. Fülle Apfelessig auf. Gib eine und ¼ Vanilleschote in die Flasche. Verschließe die Flasche gut und lasse das Ganze  14 Tage ziehen. Die Beeren kannst du im Glas lassen.


Oder: Nimm statt des Apfelessigs Weißweinessig. Außerdem eine Priese Zimt und 2 angequetschte Wachholderbeeren sowie 1 El Ahornsirup.



Kurios:


Johannisbeerwein auf Urgroßmutters Art


Omas Rezept. Ich habe es noch nicht selbst getestet. 


3,5 Kg Johannisbeeren waschen und verlesen. Anschließend zerdrücken und mit  2 Liter kaltem  Wasser übergießen. Für 5 Stunden stehen lassen, dann durch ein Tuch entsaften. Den Rückstand mit 1,5 Liter heißem Wasser übergießen, auspressen. Den gewonnenen Saft zusammen mit der ersten Pressung mit 3,5 Kg Rohrzucker verrühren und solange weiter rühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat.  Warten, bis sich der Satz gesetzt hat, den Saft nun vorsichtig in ein blitzsauberes Fass oder in Flaschen füllen. Achte darauf, dass vom Bodensatz nichts in die Gefäße kommt. Anschließend mit einem Mulllappen verschließen. Diese bleiben im Keller bis Februar stehen.  Dann füllt man alles wieder um in ein großes Gefäß und mischt noch 375 ml Arak hinzu. Nun füllt man ihn abermals in Flaschen und verschließt sie diesmal aber gut. Nach 2 bis 3 Monaten ist der Wein dann fertig. 


Die Roten Beeren sind gerade reif , ich bin sehr gespannt und berichte dann. Wahrscheinlich wird das schimmeln, statt gären. Bestimmt sogar.



Hier noch ein altes Rezept für Johannisbeerwein, genauso abenteuerlich wie das o. g.


  • Vollreife Früchte waschen und verlesen, von den Stielen pflücken und auspressen. Diesen Saft verdünnen. Pro 1/2 l Saft kommen noch 3/4 l Wasser hinzu.  
  • Zum Süßen rechnet man auf ein 1 1/3 Liter Flüssigkeit 375 g Kandiszucker.

Nun fülle den Saft in ein großes Gefäß. Dieses stellst du in ausreichend große Schüssel. Beides zusammen an einen kühlen Ort.  Am ersten und zweiten Tag mehrmals an der Flasche kräftig rütteln. Nun füllt man noch etwas Saft auf, so dass das Saftgefäß randvoll ist. Darauf legst du ein kleines Stück Fettpapier, nicht mehr rütteln. Es wird bald die Gärung einsetzen, nach Omas Aussage fließt nun der Schaum und alles Unreine von selbst in das Auffanggefäß ab. Man muss nun täglich das Ganze etwas säubern, sonst bekommst du Besuch von Essigfliegen. Lass die Flasche solange stehen bis der Saft ganz hell geworden ist, dies dürfte ungefähr nach 6-8 Wochen so weit sein. Nun hatte Großmutter besonderes Sieb, mit dem sie alles was oben schwamm abnahm, dieser war aus Silber. Mit so einem Teil also alles Unreine oben entfernen, den so vergorenen Saft auf Flaschen ziehen und diese gut verschließen, kühl aufbewahrt im Keller dürfen sie noch nachreifen.

Samstag, 2. August 2014

Wunderschöner Riesenbärenklau - Stattliche, verhasste Schönheit

Hinter unserem Garten gibt es ein sehr unwegsames Gelände, es wachsen einige Weiden, verschiedene Kräuter wild durcheinander, es werden Steine abgeladen, kurz es ist ein Ort der von Menschen eher selten aufgesucht wird. Und genau an diesem Ort wächst eine der gigantischsten Pflanzen unserer Heimat. Zugegeben, sie ist eine Wanderpflanze, ein so genannter Neophyt. Eigentlich,  so möchte man meinen, gehört sie gar nicht so recht hierher, denn eigentlich ist sie im Kaukasus einheimisch. Der russische Zar Alexander I. schenkte eine Vase mit den Samen dem Fürsten von Metternich, der sie in seinem Garten aussähen ließ. So kannst du es nachlesen Wolf Dieter Storls Buch über wandernde Pflanzen. Weiterhin heißt es, dass die Pflanze lange Zeit an den ihr zugewiesenen Orten wuchs, sich plötzlich Mitte des letzten Jahrhunderts spontan sich über Europa verbreitete.

Es gibt wohl kaum eine Pflanze die mit einem derartigen Hass verfolgt wird wie die Herkulesstaude. Im Jahre 2008 wurde sie sogar zur Giftpflanze des Jahres gekürt. Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass diese Pflanze die am meisten gehasste eingewanderte Pflanze in Deutschland ist. Man findet sie an Flussufern und Bachauen, auf Müllplätzen und auf feuchten Wiesen, an den Säumen unserer Wälder. Man findet ihn auf belasteten Böden, die mit schweren Maschinen bearbeitet und stark bedüngt werden, denn der Riesenbärenklau liebt überdüngte Böden. Da diese auch mit dem Wind fort getragen und an anderen Stellen angereichert werden, findet der Bärenklau immer wieder neue Lebensräume. Mit seiner Verfolgung und dem Versuch der Ausrottung in unseren Breiten ist nicht etwa die Ursache für seine massenhafte Verbreitung abgestellt, sondern bekämpft wird nur das Symptom einer kränkelnden Natur, die Verantwortung dafür trägt der Mensch.

Doch anstatt Verantwortung dafür zu übernehmen, wird das Fremde zum verhassten Objekt und bekämpft wo immer möglich. Wäre es nicht viel besser diese wahrhaft wunderschöne, imposante und überlebensfähige Pflanze als Zeiger, als Mahnung, ja als Warnung anzusehen? Das ganze Gleichgewicht der Natur ist aus den Fugen geraten durch extreme Bewirtschaftung ohne Rücksicht auf das natürliche Gleichgewicht. Was der Boden nicht mehr hergeben kann wird ihm trotzdem mit Überdüngung abgerungen, bis am Ende nichts mehr bleibt. Ein interessanter Aspekt, jüngst gelesen im oben genannten Buch von Herrn Storl, ist die Überlegung von einigen Ökologen: Sie sind der Auffassung, dass der Riesenbärenklau eine Art pflanzliches Testosteron abgibt, dass der zunehmenden Verweiblichung von Amphibien und Fischen entgegenwirken könnte, sozusagen die Antwort der Erde auf all den Menschen gemachten Irrsinn.

Es gibt verschieden Arten: 

Der Mantegazza-Bärenklau (Heracleum mantegazzianum) ist im Westkaukasus beheimatet. Er ist der bestimmt der Berühmteste und gefürchtetste der Riesenbärenklaupflanzen. 

Weiterhin den Sosnowski-Bärenklau (Heracleum sosnowskyi). Dieser gedeiht in Mittel-und Osteuropa, dem Kaukasus, in Transkaukasien und der Türkei. Er wurde erstmals im Jahre 1944 beschrieben und in Europa wegen seiner hohen Produktivität als Futtersilage eingesetzt. Anscheinend verändert er aber bei Fütterung Geruch und Bekömmlichkeit der Milch und wahrscheinlich auch des Fleisches der Masttiere. 

Und es gibt noch den Persian-Bärenklau (Heracleum persicum), er wächst in der Türkei, sowie im Iran und Irak.

Die Herkulesstaude ist ein wahrer Überlebenskünstler. Sie ist mehrjährig, speichert in ihrem Wurzelstock alle Nährstoffe und  treibt ziemlich schnell im Frühjahr aus.  Dabei wächst sie in einer immensen Geschwindigkeit und kann unter sehr günstigen Bedingungen bis zu 5 Metern Wuchshöhe erreichen. Ihre Blätter sind gigantisch groß. Mit ihren riesigen, weißgelben Doldenblüten kann eine einzige Pflanze mehr als 10.000 Samen hervorbringen, die so leicht sind,  dass sie mit dem Wind zu neuen Standorten fliegen. Dort angekommen können Sie jahrelang im Boden bleiben und irgendwann bei günstigen Bedingungen auskeimen. 

Man rückt der robusten Schönheit mit Flammenwerfern, Macheten und Sensen zu Leibe. In Anbetracht des oben Genannten werden aber all die Bemühungen kaum erfolgreich sein, wenn man nicht endlich die Ursachen abstellt, die zu ihrer massenhafte Verbreitung wirklich beitragen. Ihre Bekämpfung erfolgt oft von Nichtprofis, auch hier in unserem Heimatort, mehr als stümperhaft. Gut zu wissen: Nach der Blüte stirbt die Pflanze. Daher die Blüten vor der Samenausbildung - aber nach dem Blühen - mittels geeigneten Werkzeugs vorsichtig abschneiden. Die Pflanze ist hartnäckig, vor der Blüte abgeschnitten, treibt sie wieder und wieder aus, ein unbändiger Lebenswille treib sie an. 

Ungefährlich ist die Pflanze in keinem Fall. Sie enthält Substanzen, die in Verbindung mit Sonnenlicht zu schweren Hautausschlägen führen kann. Außerdem kann es zu Schwellungen der Atemwege und der Lunge kommen. Bei Kontakt unbedingt sofort mit klarem Wasser, dem in Russland etwas Natron beigefügt wird abspülen und einen Arzt aufsuchen. Allerdings schafft dies der kleinere Bruder der Herkulesstaude, der einheimische Bärenklau, auch, nur anscheinend nicht so aggressive. Natürlich kann man den Riesenbärenklau sich nun wirklich nicht massenhaft verbreiteten lassen, ein bisschen Platz braucht ja schließlich jedes Lebewesen zum Gedeihen. Ihr Einfluss auf die heimische Pflanzenwelt ist nach neuesten Erkenntnissen überbewertet. Lediglich bei massenhaftem Auftreten kann durch ihre riesigen Blätter und den damit verbundenen Schattenwurf der Bewuchs mit anderen Pflanzen stark zurückgehen. An Bach und Flussläufen soll sie zur Bodenerosion beitragen und damit den Flussverlauf verändern können.

Ich habe lange gesucht, ob es denn nicht doch etwas für den Menschen Nutzbringendes aus dieser Pflanze zu fertigen gibt und bin fündig geworden. Mancherorts werden die kräftigen Stiele geerntet und nach einer langen Trocknungszeit vollständig ausgehöhlt, geschliffen und versiegelt. Daraus stellt man Bärenklau-Didgeridoo her.
Und so klingt das: 



Wie auch immer; in allen Erdteilen wachsen giftige Pflanzen und leben Tiere, die dem Menschen schaden können. Aber selbst den Kleinen der Kleinsten kann man beibringen, eben diese Lebewesen zu meiden. Nur weil sie uns schaden könnten, haben wir doch noch lange nicht das Recht, sie mit einem derartigen Hass zu verfolgen. Das Einzige, was wirklich Bestand hat, ist der beständige Wandel, ob nun von Menschen gemacht oder als Folge natürlicher Prozesse.

(Quellen: Wandernde Pfalnzen, Storl, Борщевик - Дикий Дачник, "Die Zukunft der Arten: Neue ökologische Überraschungen" , J. H. Reichholf, Wikipedia)

Dienstag, 8. Juli 2014

Rhabarber-Erdbeerkonfitüre

 

Zutaten

  • 1,5 kg Erdbeeren
  • ca. 1 kg Rhabarber
  • 2,5 kg Zucker

Zubereitung

  1. Früchte vorbereiten
    Erdbeeren waschen, verlesen und zerschneiden.
    Rhabarber waschen, schälen und in feine Streifen schneiden.
  2. Mischen
    Erdbeeren, Rhabarber und Zucker in einem großen, breiten Topf vermengen.
  3. Kochen
    Die Mischung unter Rühren etwa 7 Minuten sprudelnd kochen lassen.
  4. Gelierprobe durchführen
    Prüfen, ob die gewünschte Konsistenz erreicht ist.
  5. Abfüllen
    In kochend heiß ausgespülte, saubere Gläser füllen und sofort verschließen.

Hinweis

  • Die Fruchtstücke sollen sichtbar bleiben
  • Während des Kochens regelmäßig umrühren

Montag, 7. Juli 2014

Erdbeersirup aus der Sonne gezogen

 

Zutaten

  • 350 g roher Erdbeersaft
  • 650 g Zucker

Zubereitung

  1. Saft und Zucker ansetzen
    Erdbeersaft und Zucker in ein großes, sauberes Glas geben.
  2. Gut vermengen
    Durchrühren oder verschließen und schütteln, bis sich der Zucker verteilt hat.
  3. In die Sonne stellen
    Das Gefäß gut verschlossen an einen warmen, sonnigen Platz stellen (Fensterbank, geschützter Außenbereich).
  4. Täglich bewegen
    Ein- bis zweimal am Tag schwenken oder rühren, damit sich der Zucker vollständig löst.
  5. Reifen lassen
    Nach etwa 2–4 Tagen ist der Sirup klarer geworden und der Zucker vollständig aufgenommen.
  6. Abfüllen
    In saubere Flaschen füllen und kühl lagern.

Hinweise

  • ergibt einen besonders weichen, runden Geschmack
  • keine starke Hitzeeinwirkung → mehr Frucht bleibt erhalten
  • nur bei sauberem Arbeiten und ausreichend Zucker stabil
  • nach dem Öffnen kühl aufbewahren

Kurzcharakter

Ein langsam gezogener Sirup:
weniger scharf, mehr Frucht, getragen von Wärme statt Feuer.

Samstag, 5. Juli 2014

Erdbeersirup ohne Kochen (kalt angesetzt)

 

Zutaten

  • 350 g Erdbeersaft
  • 650 g Zucker

Zubereitung

  1. Saft und Zucker in ein Gefäß geben.
  2. Gut verrühren oder schütteln.
  3. Mehrere Stunden bis über Nacht stehen lassen.
  4. Zwischendurch rühren, bis sich der Zucker vollständig gelöst hat.
  5. In Flaschen füllen.

Hinweise

  • deutlich fruchtiger Geschmack
  • gekühlt lagern
  • schneller verbrauchen

Kurzvergleich

VarianteGeschmackHaltbarkeit
gekochtrundgut
mit Zitronensäurefrischerbesser
kaltsehr fruchtiggering

Donnerstag, 3. Juli 2014

Erdbeersirup mit Zitronensäure (haltbarer, frischer Geschmack)

 

Zutaten

  • 350 g Erdbeersaft
  • 650 g Zucker
  • 5–8 g Zitronensäure (≈ 1–1½ TL)

Zubereitung

  1. Saft und Zucker erhitzen und unter Rühren lösen.
  2. Einmal kurz aufkochen lassen.
  3. Vom Herd ziehen, Zitronensäure einrühren.
  4. Schaum abschöpfen.
  5. Heiß in saubere Flaschen füllen und verschließen.

Ergebnis

  • kräftiger, frischer Geschmack
  • etwas bessere Haltbarkeit

Mittwoch, 2. Juli 2014

Erdbeeren einmachen - Zweite Methode

 

Zutaten

  • Erdbeeren
  • Zucker (ca. 200 g pro Liter Glas)

Zubereitung

  1. Früchte vorbereiten
    Erdbeeren waschen und verlesen.
  2. Erster Ansatz
    Erdbeeren in Gläser füllen, leicht zuckern und abgedeckt über Nacht stehen lassen.
  3. Zusatzfrüchte vorbereiten
    Weitere Erdbeeren separat mit Zucker mischen.
  4. Gläser auffüllen
    Am nächsten Morgen die Gläser leicht rütteln, damit sich die Früchte setzen.
    Mit den vorbereiteten Erdbeeren auffüllen.
  5. Zucker zugeben
    Pro Liter Glas etwa 200 g Zucker rechnen.
  6. Einkochen
    Wie bei der ersten Methode etwa 20 Minuten bei 80 °C einkochen.

Hinweise

  • Gläser müssen sauber und möglichst heiß ausgespült sein
  • Früchte sollten vollständig von Flüssigkeit bedeckt sein
  • kühl und dunkel lagern

Erdbeersirup 1

Zutaten

  • 350 g roher Erdbeersaft
  • 650 g Zucker

Zubereitung

  1. Saft und Zucker mischen
    Erdbeersaft und Zucker in einen Topf geben und bei mittlerer Hitze erwärmen.
  2. Zucker lösen
    Unter ständigem Rühren erhitzen, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat.
  3. Kurz aufkochen
    Die Mischung einmal aufkochen lassen.
  4. Schaum abschöpfen
    Entstehenden Schaum mit einem Schaumlöffel entfernen.
  5. Abfüllen
    Den heißen Sirup in saubere, möglichst vorgewärmte Flaschen füllen und gut verschließen.

Ergebnis

  • ergibt etwa 1 kg Sirup

Verwendung

  • zu Vanillepudding
  • zu Flammeri oder Grießbrei
  • als Grundlage für Erdbeerlimonade

Hinweise

  • kühl und dunkel lagern
  • nach dem Öffnen im Kühlschrank aufbewahren
  • je sauberer gearbeitet wird, desto länger hält sich der Sirup

Dienstag, 1. Juli 2014

Erdbeeren - Köstliche Sommerfrucht

Die Erdbeere gehört zu der Gattung der Rosengewächse. Viele wachsen kultiviert in unseren Gärten, die wilden Vertreter finden ihren Lebensraum an alten Bahndämmen und im Wald. Beiden gemeinsam ist die köstliche Frucht, gibt es Erdbeeren dann ist der Sommer da. Von Mai bis Juli erhält man die frischen, einheimischen, regionalen Erzeugnisse.

Bevor es aber soweit war dauerte es eine gewisse Zeit. Immerhin wurde die einheimische Walderdbeere erst im 14. Jahrhundert zu einer Kulturpflanze. 1712 brachte der Franzose Frezier die Chile-Erdbeeren nach Frankreich mit. Man pflanzte die Virginia-oder Moschus-Erdbeere dazwischen, da es sich nur um weibliche Exemplare handelte. Aber die Chile-Erdbeeren vertrugen das europäische Klima nicht, der Winter bekam ihnen mehr als schlecht, sie gingen ein. Auch bildeten sie oft überhaupt keine Früchte aus.

1750 plötzlich gab es die Ananas-Erdbeere, von der wahrscheinlich immer noch keiner weiß, wie sie entstanden ist. Diese war winterfest und schenkte ihrem Besitzer große, feste Früchte mit einem herrlichen Geschmack. Die Ananas-Erdbeere begann ihre Wanderung in Holland und sie verbreitete sich ziemlich schnell über den gesamten Erdball. 

1790 war sie dann endlich in Amerika angekommen. Der nordamerikanische Pächter Samuel Cooper entdeckte schließlich am 28. September 1928 in seinem Erdbeerfeld eine Erdbeere mit Ausläufern. Er gab ihr den Namen "Pan Amerika". Sie ist die Urmutter der von Frühsommer bis zum Herbst Früchte tragenden heutigen Sorten. Trotzdem schmecken mir die neuen Sorten bei weitem nicht so gut, wie die schnell verderblichen älteren Sorten. Zugunsten der Haltbarkeit hat man leider Einbußen beim Geschmack. Die kleinen Walderdbeeren haben ein wesentlich besseres Aroma als ihre Gartengenossen. Um die 1000 Sorten sind bekannt. Die Monatserdbeere ist eine Abart der Walderdbeere.

Wenn du Erdbeeren in deinem eigenen Garten anbauen willst, kannst du bereits im Jahr nach der Pflanzung ernten. Ohne Schwierigkeiten lassen sich die Erdbeeren in die Fruchtfolge des Gartens einbinden. Die Erdbeeren bevorzugen ein gemäßigtes und ausgeglichenes Klima, sowie eine wind- und frostgeschützte Lage. Sie gedeihen am besten auf kräftigen, frischen, humushaltigen und mittelschweren Boden. Sie haben einen hohen Anspruch an die Bodenfeuchtigkeit und den Nährstoffgehalt, dennoch sind sie, je nach Sorte, relativ anpassungsfähig. Ab dem dritten Ertragsjahr geht die Ausbeute stark zurück, daher muss man die aussenkernden Jungpflanzen abklipsen und auf ein neues Beet verpflanzen.

Zu den Schädlingen an den Erdbeeren gehört der Erdbeerblütenstecher. Abgeknickte und verwelkte Blattknospen können auf einen Befall hindeuten. Der Erdbeerblütenstecher ist ein 3-4 mm großer, dunkelbrauner Rüsselkäfer, er legt seine Eier an den Blütenkelch ab. Ein weiterer Schädling ist der Erdbeersterngeelstecher, er ist blaumetallic bis grünfarben, ungefähr 4-5 mm groß und ebenfalls ein Rüsselkäfer. Seine Eier legte er ab Ende April an Blütenständen und Blättern ab, die er zuvor durchnagt, so dass sie abknicken und verwelken.

Ein weiteres, dem Ernteertrag abträgliches Übel, ist der bei zu feuchter Witterung auftretende Grauschimmel. Ein Abdecken des Bodens mit Stroh oder Heu verhindert das die Früchte auf dem Boden liegen. Auch Holzwolle ist geeignet.

***

Am besten pflückst du Erdbeeren in den Morgenstunden, dann sind sie am aromatischsten. Sollen sie noch einige Tage aufgehoben werden, dürfen sie noch weiße Spitzen haben. Ansonsten werden sie voll reif geerntet. Erdbeeren sind wirklich sehr gesund. 100 - 150 g decken den Tagesbedarf an Vitamin C, daher verzerrt man sie möglichst frisch. Man kann Erdbeeren zu Marmelade, Konfitüre, Saft, und Gelee aber auch zu Wein verarbeiten. Auf Tortenboden ergibt sie zusammen mit einem Sahneberg die Sommertorte schlechthin. Und Erdbeereis ist sowieso die Sommersorte.

Die Herstellung von Gelee


Zur Herstellung von feinem Gelee eignet sich der aus dem Dampfentsaften gewonnene Fruchtsaft, den man durch ein Seihtuch laufen lässt, um ihn möglichst klar zu erhalten. Auch frisch ausgepresster oder mittels einer Zentrifuge gewonnener Saft eignet sich auf diese Weise zum Geleekochen.

Auf einen halben Liter Fruchtsaft nimmst du für das Erdbeergelee ca. 500 g Zucker. (Bei pektinreichen anderen Früchten entsprechend weniger.) Natürlich kannst du deinen Fruchtsaft auch verkosten, mit Xylitol süßen und mit gekauften oder selbst hergestellten Pektin bis zur Geleedicke einkochen.

 


Extrafeines Gelee


Es gibt allerdings noch eine weitaus feinere Methode um an den Saft der Erdbeeren und somit an das Gelee zukommen:

Die Früchte werden gewaschen, verlesen und nun mit weisem Rohrzucker in einen Topf gegeben vorsichtig umgerührt. Nun lässt du die Pflanzen über Nacht ordentlich Saft ziehen und gibst sie in ein Seihtuch, welches du an einem geeigneten Haken auffängst. Unter das Seihtuch stellst du eine große Schüssel, diese fängt den Saft auf. Auf diese Weise erhältst du einen ganz feinen Saft, mit einer angenehmen Süße, der sich für rohes Gelee wunderbar eignet. 
Diesen Saft kannst du mit pflanzlichem Bindemittel andicken. Nach meiner Erfahrung eignet sich dazu am besten Guarkernmehl, welches du vorher natürlich in etwas kaltem Saft auflösen musst. Dann gibst du die Mischung zu dem Erdbeersaft und erhitzt ihn unter fleißigem Rühren, warte bis der Saft andickt und fülle das Gelee anschließend sofort in Sturzgläser und verschließe sie. 

Die Menge des pflanzlichen Bindemittels ist abhängig von deiner Saftmenge und natürlich von den Angaben des Herstellers auf der Packung. 

Noch feiner wird dein Gelee, wenn du die abgezupften Blüten von Holunder hinzu gibst. Sie stehen dann wie kleine Sterne im klaren Gelee und geben ihm noch einmal einen ganz anderen aparten Geschmack.

Erdbeermarmelade

 Eine alte Methode


Die gewaschenen und verlesenen Früchte werden zerkleinert und dann ähnlich wie Pflaumenmus in einem ausreichend großen Topf unter öfteren umrühren etwas eingedampft. Noch besser geht das im Backofen bei mäßiger Wärme, da braucht man kaum umrühren. Auf 600 g übrig gebliebenen Obstmasse rechne ungefähr 500 g Zucker, verkosten nicht vergessen, bis zur Gelierprobe wird nun weiter eingekocht. Mir gefällt diese Methode nicht so gut denn die Erdbeeren kochen viel zu lang. Der Vollständigkeit halber sei sie aber hier erwähnt gewesen.

Mit Gelierzucker

Wer Gelierzucker mag, freut sich bestimmt über die verschiedenen Sorten, mit denen man auch die Süße der Marmeladen steuern kann. 1:1, 2:1 und 3:1 gibt es ja mittlerweile.

Landeruns Erdbeerkokos-Marmelade


1 kg Erdbeeren werden gewaschen und verlesen. (Ich habe die von der Geleeherstellung übrig gebliebenen verwendet. Dann brauchte ich keinen Zucker dazu geben, der anschließende Schritt enfällt.) Zerkleinere sie grob (Zauberstab) und vermische sie mit Gelierzucker 3:1. Lass sie ein wenig stehen damit sie Saft ziehen. Dazu gibst du 80 g Instandpulver für Kokosmilch, (plus etwas Apfelsaft, falls du die Früchte von dervGeleeherstellung verwendest.), das Mark einer halben Vanilleschote und eine Prise Salz. Lass das Ganze sprudelnd aufkochen nach Anweisung auf der Gelierzucker Packung, fahre mit den Zauberstab einmal durch und fülle es in saubere Gläser.

Ausnahmsweise bedienen wir uns hier einmal einer Tüte. Du kannst natürlich auch aus Kokosflocken eine richtig dicke Kokosmilch kochen.


Landeruns Aprikosen-Erdbeermarmelade


750 g Erdbeeren, 400 g Aprikosen, 500 g Zucker, das Mark einer Vanilleschote, eine Prise Salz, eine Priese Rosmarin, ein Schnapsglas voll Amaretto-Likör, zum Eindicken zwei Esslöffel Rohrzucker und zwei Esslöffel Guarkernmehl.

Die Erdbeeren und die Aprikosen waschen und klein schneiden anschließend pürieren. Mit dem Zucker und dem Mark der Vanilleschote mischen Salz und Rosmarin hinzufügen. Diese Mischung ca. 2 Stunden stehen lassen, dann zieht sie Saft.  Gib nun den Amaretto-Likör hinzu, vermische den Rohrzucker mit den Guarkernmehl und rühre die Mischung so ein,  dass keine Klumpen entstehen. Lass das Ganze nun sprudelnd aufkochen, bis es dick wird, vergiss dabei das Umrühren nicht. Fülle es sofort in saubere Gläser die du gut verschließt.

Abwandlung: Mit eigen Löffeln selbstgemachten Mandelmus wird das Ganze noch feiner.

Landeruns Erdbeerweihnacht


Eine gar köstliche Mischung ergibt Erdbeermarmelade kombiniert mit den typischen Weihnachtsgewürzen. 1 kg Erdbeeren werden gewaschen und verlesen. Nach dem Zerkleinern vermischst du sie mit Gelierzucker 3:1. Lass sie ein wenig stehen damit sie Saft ziehen. Dazu gibst du ein Paket Lebkuchengewürz und eine Prise Salz. Lass das Ganze sprudelnd aufkochen nach Anweisung auf der Gelierzuckerpackung und fülle es in saubere Gläser.

Konfitüre

Es sollten noch Fruchtstücke zu sehen sein, deshalb entfällt hier das Zerkleinern. 

Rhabarber-Erdbeerkonfitüre


Du benötigst 1,5 kg Erdbeeren, ungefähr 1 kg Rhabarber und 2,5 kg Zucker. Die Früchte werden gewaschen, verlesen, zerschnitten. Den Rhabarber ebenfalls waschen und schälen. Nun schneide ihn in sehr feine Streifen. Anschließend mischst du die Früchte und den Zucker in einem großen, breiten Topf und koche das Ganze ca. 7 Minuten lang. Vergiss die Gelierprobe nicht. Fülle nun die Marmelade in kochend heiß ausgespülte und saubere Sturzgläser und verschließen sie gut. 

Erdbeerbowle


 Nach der Erdbeerernte am Morgen die Erdbeeren waschen und verlesen. Zum Saft ziehen etwas Rohrzucker hinzugeben. So bleiben sie bis zum Abend stehen. Ungefähr eine halbe Stunde vor dem Servieren der Bowle schütte die Erdbeeren in den Grundwein für den Bowleansatz. Ein Pfund Erdbeeren reicht für ungefähr 2 l Bowle.


Einmachen



Natürlich kann man Erdbeeren auch Einmachen, sie wirken fiebersenkend.

Erste Methode


Die vorbereiteten Erdbeeren werden in Einmachgläser gefüllt. Darauf gibt man eine Zuckerlösungen die aus 150 g Zucker und 100 g Wasser besteht. Nun verschließt man die Gläser und kocht sie 20 Minuten bei 80° im Einkochtopf ein.

Eine zweite Methode:


Die vorbereiteten Erdbeeren werden in Gläser gefüllt, etwas Zucker hinzugeben und abgedeckt über Nacht stehen lassen. In einer weiteren Schüssel zuckerst du noch eine weitere Menge Erdbeeren ein.  Am nächsten Morgen leicht an den Gläsern rütteln, so dass die Früchte zusammenfallen und die Gläser mit den Beeren aus der Schüssel auffüllen. Auf 1 l Glas rechne 200 g Zucker. Einkochen wie oben.

Erdbeersirup


Auf 350 g rohen Erdbeersaft rechne ungefähr 650 g Zucker. Erhitze beides in einem Topf, rühre dabei fleißig um bis sich der Zucker gelöst hat. Lass das Ganze noch einmal kurz aufkochen, entstehenden Schaum kannst du mit einem Schaumlöffel abschöpfen. Fülle den Sirup in Flaschen und verschließe sie gut. Du erhältst ungefähr 1 kg Sirup, welchen du wunderbar zu Vanillepudding, Flammeris oder Grießbrei verwenden kannst, auch lässt sich daraus Erdbeerlimonade herstellen.

Erdbeerlimonade mit feinem Prickeln aus Sirup


Nimm einen großen Krug und fülle 2 l kaltes, weiches Wasser ein. Gib dazu Erdbeersirup nach Geschmack, eine leichte Note ist am besten. Nun gib ½ EL Natron hinzu.

Erdbeerlimonade aus Saft


Verfahre nach der gleichen Methode wie bei o. g. 


Vergorener Erdbeersaft nach uralter Methode



Die vorbereiteten gewaschenen und ein wenig zerkleinerten Früchte werden in eine hohe, nicht weite Schüssel gegeben und dort 5-6 Tage stehen gelassen. Es setzt dann die Gärung ein.

Die sich bildende Schimmelhaut wird nach der Standzeit vorsichtig abgenommen. Nun wird der klare Saft von der darunter stehenden trüben Flüssigkeit vorsichtig abgezogen, mit einer Blasenspritze aus der Apotheke geht das wunderbar. 

Diesen Saft lässt man einmal aufkochen, nimmt den sich bildenden Schaum mit einem Schaumlöffel ab. Unsere Urgroßmutter empfahl den Saft mit etwas Salicylsäure zu konservieren, ihn in Flaschen zu füllen und mit flüssigem Pech oder Siegellack zu verschließen. Wenn man den Saft gebrauchen will, süßt man ihn mit etwas Rübensaft, Xylitol oder Zucker.

Auch der zurückgebliebene trübe Saft kann verwendet werden, aber er sollte recht bald aufgebraucht werden da er sich nicht so gut haltbar machen lässt.

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Durch das Erdbeereiweiß können leider Unverträglichkeiten auftreten, was sich in Nesselfieber und Hautausschlag äußert.