Samstag, 25. Januar 2014

Hanf heilt: Die Wiederentdeckung einer uralten Volksmedizin

Ich habe mich nie mit Hanf befasst, klar ist ja auch verboten. Was bin ich unwissend und voreingenommen gewesen, weiß ich doch nichts wächst ohne Grund. Das Einzige was ich kannte war das Volkslied von der Flachsernte, die Geschichte des Flachsanbaus und der Niedergang. Dabei ist Hanf eine der ältesten Nutzpflanzen der Menschheit,  eine kraftvolle Heilpflanze, die unendlich viel Leid und Schmerz lindern kann, wie Herr Bruining eindrucksvoll ausführt. Das hinter dem angeblich wohlmeinenden Verbot eine geradezu bösartige Kampange steckt, hätte ich nie erwartet. Aber wie immer ist es auf den ersten Blick niemals so wie es scheint. Wenn nun die Nutzung dieser Pflanze helfen kann, Krankheiten zu lindern, zu heilen, dann muss eine Freigabe unter Aufsicht eines Mediziners, Heilpraktikers ect. erfolgen. Ich sehe nicht ein, warum man Menschen leiden lassen soll. Das ist ja wie im Mittelalter: man kennt ein Mittel und darf es nicht anwenden. Und wieder geht’s nur um Macht und Geld, darum die Massen klein und unwissend zu halten. Gut, dass es dieses Buch gibt, es leistet wichtige Aufklärungsarbeit, das ist keine Fantasterei, es wirkt offensichtlich. Das was uns gesund macht, wächst vor der Haustür, wenn man es nur lässt und nutzt.  Menschlich ist es den Durstigen zu trinken und Hungernden zu essen zu geben und Heilmittel den Kranken zu bringen. 

Hanf heilt: Die Wiederentdeckung einer uralten Volksmedizin
Wernard Bruining (Autor), Steffan Webel (Übersetzer)
250 Seiten
Verlag: Mobiwell; Auflage / 2013
ISBN-13: 978-3981409888

Freitag, 24. Januar 2014

Böhmische Küche: Über 200 Rezepte!

Die Böhmischen Genüsse lernt man irgendwann kennen und bestimmt auch schätzen. Dabei waren die Köchinnen aus dem Böhmischen  um die Jahrhundertwende begehrt, ihre Kochkunst weit über die Grenzen der österreichischen Monarchie gerühmt. Geradezu Mode wurde es, eine Böhmerin zum Kochen angestellt zu haben und das war nicht gerade billig. Herzhaft kochten sie, mit Kreativität, fein und sättigend, dabei beeinflussten sich die österreichische, deutsche und böhmische Küche gegenseitig.  Die Rezepte hatten die Frauen im Kopf, die legendäre M. D. Rettigova  schrieb das erste Buch, dass schnell bekannt wurde und zum Klassiker avancierte. Wer auf der Suche ist nach kräftiger Hausmannskost, mit einem Schuss Raffinesse abgeschmeckt, der ist in Böhmen genau richtig und mit diesem Buch gut beraten. Die Rezepte sind einfach nach zu kochen, Schritt für Schritt erklärt. Sehr schön auch der geschichtliche Abriss, die das Buch zu einem Lesekochbuch machen, interessant und aufschlussreich.  Backobsttorte, Buchteln, Kolatschen, Milchsuppe, Graupensuppe, Hase in Rahmsauce, Knödel in allen Variationen, Knoblauchsuppe, Rouladen oder mährischer  Gulasch, , Manche Gerichte vergisst man nie, genau die, die man als Kind immerzu gegessen hat. Wohlbekannte Düfte erschnüffelt das Näschen, wenn man in Böhmen gastiert, der Heimat meiner Großmama.  Heimisch fühlt man sich gut aufgehoben, satt und rund das Bäuchlein nach einem herzhaften Male. Nach dem Buch gelingt das auch selbstgekocht in der eigenen Küche.

Böhmische Küche: Über 200 Rezepte! - StockerVerlag
Gerd Wolfgang Sievers und Sassi Z. Horinek 
175 Seiten
Stocker Verlag; Auflage: 1., Auflage (21. Oktober 2013)
ISBN-13: 978-3702014230

***

Die Autoren:
Gerd Wolfgang Sievers, gelernter Koch und studierter Publizist, hat im Leopold Stocker Verlag bereits vielbeachtete Kochbücher veröffentlicht (z. B. Schnelle Küche für Genießer, Ausseerland-Kochbuch, Apfelland-Kochbuch, Fleisch einkochen, Kaiserliche Küche). Sein „Genussland Österreich“ wurde mit dem World Cookbook Award als „weltbestes Kochbuch“ ausgezeichnet. G. W. Sievers arbeitet in Wien, im Burgenland und in Italien (Friaul). 

Sassi Z. Horinek, geb. in Mähren (CZ) absolvierte die Hotelfachschule und lebt seit fast 20 Jahren in Kittsee. Sie hat eine Cateringfirma und verwöhnt ihre Gäste mit ihrer „innovativen Monarchieküche“. Fernsehköchin im slowakischen Fernsehen, entwickelt Rezepte für diverse slowakische Zeitschriften, Jurorin bei diversen Foodfestivals.
(Quelle:http://www.stocker-verlag.com/)

Donnerstag, 23. Januar 2014

Eiersalat aufs Brot

Eine Sache erinnert mich immer an zu Hause. Wenn da unverhofft Besuch kam, dann gab es Eiersalat zum Abendbrot. Das wurde aufs Brot geschmiert und war saulecker.

Nimm 4 Eier, koch sie schön hart. Die Schale entfernen und mit dem Eierschneider in Würfeln zerschneiden. Nun Salz und Pfeffer dazugeben. Mit etwas Milch und Johgurt verrühren und zu den Eiern geben. Aber nur soviel Flüssigkeit zugeben, dass die Masse nicht vom Butterbrot läuft. Fertig.


Dienstag, 21. Januar 2014

Ungarische Küche

Ein Hoch auf die Küche der Ungarn. Ich verbinde damit Freundschaft, Liebe und Genuss, tat doch meine Oma väterlicherseits ein wenig so kochen, weswegen mir auch viele Gerichte geläufig sind.


Ungarische Kochbücher nun gibt es ja einige, dieses aber enthält eine Auswahl der geläufigsten kulinarischen Gerichte, die die ungarische Küche weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt und berühmt gemacht haben. Der Ungar Tamás Bereznay, Küchenchef in Budapest, hat es mit viel Liebe zur guten Küche geschrieben. Vorspeisen, Suppen, deftige Hausmannskost, Gebäck, Süßspeisen und Salat, von jedem das Beste. Einen Bereich vegetarisches gibt es auch, er fällt aber recht klein aus. Der ungarische Name steht immer dabei, alle Anleitungen sind klar und verständlich, die Rezepte mit Pfiff und Charme. Ein ganzseitiges Foto zeigt das Ergebnis. Also dann: Ran an die Töpfe und Guten Appetit.


Ungarische Küche - Tamás Bereznay

221 Seiten, Stocker Verlag; Auflage: 1., Auflage (Mai 2013)

ISBN-13: 978-3702014179




Preis 19,90€

Montag, 20. Januar 2014

Kräuterbrot mit Buttermilch - Mühlenrezepte der Suxdorfer Mühle

Zutaten

  • 400 g Weizenvollkornmehl
  • 300 g Weizenmehl (Type 550)
  • 1 Würfel frische Hefe (oder 2 Päckchen Trockenhefe)
  • 1 TL Zucker
  • 350 ml Buttermilch (lauwarm)
  • 1½ TL Salz
  • je 1 TL Petersilie, Basilikum, Thymian, Majoran

Zubereitung

Die beiden Mehlsorten mischen und in die Mitte eine Mulde drücken. Die Hefe mit dem Zucker und etwa 5 EL lauwarmem Wasser verrühren, in die Mulde geben und zugedeckt an einem warmen Ort etwa 30 Minuten gehen lassen, bis die Mischung Blasen wirft.

Nun die lauwarme Buttermilch, Salz und die Kräuter zum Mehl geben und alles mit den Knethaken zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Den Teig erneut zugedeckt etwa 30 Minuten gehen lassen.

Anschließend den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche gut durchkneten, in zwei Stränge teilen, diese zu einer Kordel verdrehen und zu einem Ring formen. Noch einmal abgedeckt gehen lassen, bis sich das Volumen deutlich vergrößert hat.

Den Teigring mit etwas Wasser bestreichen und im vorgeheizten Backofen bei 200 °C etwa 45 Minuten backen.


(Nach einem Rezept der Suxdorfer Mühle, mit freundlicher Genehmigung von E. Oertel und M. Flaig.)



Dienstag, 14. Januar 2014

Rosinen-Mandel-Hefebrot

Zutaten

  • 500 g Weizenmehl
  • 1 Päckchen Trockenhefe
  • 75 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • ½ TL Salz
  • 1 Ei
  • 250 g lauwarme Schlagsahne
  • 100 g Butter, zerlassen und abgekühlt

Für die Füllung

  • 150 g Rosinen
  • 100 g Mandeln, ungeschält, in Scheiben

Zubereitung

Das Mehl in eine Rührschüssel sieben und sorgfältig mit der Trockenhefe vermischen. Zucker, Vanillezucker, Salz, Ei, lauwarme Schlagsahne und die abgekühlte Butter hinzufügen und mit den Knethaken des Mixers zunächst auf niedriger, dann auf höherer Stufe etwa 5 Minuten zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten.

Falls der Teig zu klebrig ist, vorsichtig etwas Mehl zugeben – er soll jedoch weich bleiben. Den Teig abdecken und an einem warmen Ort gehen lassen, bis er sich sichtbar vergrößert hat.

Anschließend den Teig auf der Arbeitsfläche nochmals gut durchkneten. Rosinen und Mandeln zugeben und gleichmäßig unterarbeiten, am besten kurz mit dem Mixer auf mittlerer Stufe.

Den Teig in die Länge einer Kastenform (ca. 35 × 11 cm) bringen, in die gefettete Form legen und erneut gehen lassen, bis sich das Volumen deutlich vergrößert hat. Mit etwas Wasser bestreichen.

Im vorgeheizten Backofen backen:

  • Ober-/Unterhitze: 175–200 °C
  • Heißluft: 160–170 °C
  • Gas: Stufe 3–4

Backzeit: etwa 40 Minuten.

Das fertige Brot sofort nach dem Backen nochmals mit etwas Wasser bestreichen.


(Nach einem Rezept der Suxdorfer Mühle, mit freundlicher Genehmigung von E. Oertel und M. Flaig.)

Samstag, 11. Januar 2014

Bunt gemixt in diesem Winter


Ein bisher kurzes Intermezzo gab der Winter im vorigen
Jahr,  wenig Schnee, mild, nachts freilich bitterkalt, auch in der Silvesternacht. Aber wenn abends der Nebel in den Niederungen wabert und mit Väterchen Frost hochzeitet, dann ist morgens alles mit Eiskristallen bedeckt, die in der Sonne funkeln.  Das was an Schnee da war, floss tauend schwerfällig ob der nächtlichen Kälte die steilen Felsen des Eistobel herab und gebar mannshohe Eiszapfen. Was sich immer noch hartnäckig in den Ecken hält, in die die Strahlen der Wintersonne nicht gelangt ist, ist gefroren, verharscht. Wunderschöne Winterbilder gibt es trotzdem, und immer wieder grün dazwischen. Ob die Pflanzen wissen, wann die Zeit zum Austreiben ist? 


Das Wachsen und Werden wird von der Tageslänge und wesentlich von Frühjahrstemperatursummen und Temperaturschwellenwerten beeinflusst.  Bei meiner Tante im Garten blühen die Primeln und das erste Veilchen schaut blauäugig in die gnädige Wintersonne. Glücklich der, der noch Veilchen findet, vorbei die großen duftenden Kissen meiner Kindheit an den Waldrändern. Den großen Säugetieren jedenfalls macht der wenige Schnee weniger aus, kommen sie doch so leichter an Futter. Die kleineren Säuger, die normalerweise zwischen Schneedecke und Boden geschützt umherhuschen, sind nun dem Zugriff ihrer Fraßfeinde ausgeliefert. Des einen Leid, des andern Freud? 

Eine dauerhafte Verschiebung der Temperaturen(infolge des so heiß diskutierten Klimawandels) hat auf unseren Flora und Fauna mehr Auswirkung als man denkt. 

Einige Beispiele: Die  Puppen der vielen Falterarten bekommen durch die Wärme das Signal zum Schlüpfen, ebenso wie ihre Wirtspflanzen, die zur Eiablage benötigt werden. Durch das jetzt zeitgleiche (früher zeitversetzte) Geschehen ist die Wirtspflanze jedoch noch gar nicht richtig groß um die Eier und Räupchen der Falter ernähren zu können. Mit den wärmeren Temperaturen ändern sich die Lebenszyklen der Insekten, auch die der „schädlichen“.  

Und wie ist es mit den amphibischen Lebensgenossen? Ihre Wanderung beginnt bei Temperaturen ab 4 °C, bis zu 5 Wochen sind sie unterwegs zu ihren Laichgewässern, dort verbleiben sie zur Eiablage und wandern in die Sommerquartiere, später wieder zurück in die Winterbehausung. Nach einem milden Winter setzt logischerweise die Wanderung der Frösche und Kröten früher ein und damit auch die Laichzeit.  Starke UV-Strahlung machen den Eiern neben natürlichen Frassfeinden (Molche, Wasservögel, Fische) genauso zu schaffen wie plötzlich auftretender starker Frost. Viele Laichgewässer sind sehr flach, infolge höherer Temperaturen trocknen sie schneller aus, der Laich bzw. die Kaulquappen sterben ab. Auf die großen Gewässer jedenfalls hat der milde Winter auch Einfluss. Das Wasser in Seen ist in der Tiefe kalt und schwer, an der Oberfläche hingegen warm. Im Winter löst sich normalerweise diese Schichtung durch die Annäherung der Temperaturen auf, es kommt zur Durchmischung und damit Anreicherung mit Sauerstoff in den unteren Regionen. 
In diesem Winter nun ist das Oberflächenwasser zu warm, die Zirkulation bleibt aus. Geschieht dies über viele Jahre, kann die Flora und Fauna Schaden nehmen. Den Vögeln macht der milde Winter weniger zu schaffen als schneereiche und kalte Monate. Die Liste lässt sich beliebig fortführen, komisch ist dieser Winter schon. Aber das hat es immer gegeben, so sagen die Alten. Kalt und Warmphasen wechseln sich genau so ab wie sich das Klima ändert. Sehr interessant ist dieser Artikel hier http://www.deutschland-im-mittelalter.de/klima-wetter.php.
  • 1122 / 1123 beispielsweise gab es einen supermilden Winter, an dem nicht ein Flöcklein gefallen sein soll. 
  • 1186 gar sollen im Januar schon die Bäume geblüht haben, Getreide im Mai schnittreif gewesen sein. Dagegen gab es 
  • 443 einen sehr strengen Winter mit einer 6 Monate andauernden Schneedecke. Oder
  • 763 / 764 einen so eisigkalten Winter, dass schon im Oktober alle Flüsse und Seen, ja selbst das Schwarze Meer zufror. Ebenso z.B.
  • 927 / 918 in dem das Heer Kaiser Heinrichs auf der gefrorenen Havel lagerte um Brandenburg zu belagern. Oder 
  • 1076 / 1077, jener Winter in der Heinrich IV den Papst aufsuchte, dass er den Kirchenbann aufhebe, war eisigkalt, so schreiben es die Chronisten. Und während man Anfang 
  • 2013 noch vom 5 kältesten Wintern in Folge sprach, entgegen der Prognosen - natürlich, so schreiben die Gazetten 
  • 2014 vom zu milden Winter. Doch gab es auch schon Aussagen wie: der nächste Extremwinter sei schon überfällig. 
Warten wir es ab und lassen uns überraschen. Meine Tante sagt immer: Wenn es in Amerika so tut, dann triffts uns 14 Tage später. Ob Sie Recht behält?  

Der Volksmund kennt diesen Spruch: Ist bis drei König kein Winter, folgt keiner dahinter. Mild ist es, auch hier, seltsam ist es, alles so grau. Caos kommt mit dem ersten Schnee und mit dem Letzten genauso. Mulmig wird es mir nur, wenn ich mich durch die vielen Berichte wühle, oder sehe, wie es jedes Mal in den Gebieten zugeht, die es eiskalt erwischt. Und wenn ich früh auf Arbeit fahre, das verschneite Panorama der Alpen sehe, ist es wie eine stumme Warnung, der Schnee ist so nah. Der nächste Winter kommt bestimmt.

  




Freitag, 10. Januar 2014

Nussbrot - Mühlenrezepte der Suxdorfer Mühle

Zutaten

  • 30 g frische Hefe
  • 35 g Traubenzucker
  • 100 g geriebene Haselnüsse
  • 250 g Kartoffelstärke
  • 12 ml Bindemittel
  • 8 g Salz
  • 9 g Backpulver
  • 400 ml Wasser
  • 20 g Sesam

Zubereitung

Die Hefe mit dem Traubenzucker und 1–2 EL Wasser verrühren und etwa 15 Minuten stehen lassen, bis sie aktiv wird.

In der Zwischenzeit Kartoffelstärke, geriebene Haselnüsse, Bindemittel, Sesam, Salz und Backpulver gründlich miteinander vermischen.

Die Hefemischung zusammen mit dem Wasser zur Stärkemischung geben und alles mit dem Schneebesen zu einem gleichmäßigen Teig verrühren.

Den Teig in eine gefettete Kastenform (ca. 11–20 cm) füllen. Eine Tasse Wasser mit in den Backofen stellen. Das Brot in den kalten Ofen schieben und bei 200–225 °C etwa 70–80 Minuten backen.


(Mit freundlicher Genehmigung von E. Oertel und M. Flaig, Suxdorfer Mühle)

Donnerstag, 9. Januar 2014

Saatensemmel - Mühlenrezepte der Suxdorfer Mühle

Zutaten

  • 100 g Roggenmehl
  • 500 g Weizenmehl (Type 1050)
  • 50 g Leinsamen (oder andere Körner)
  • 2 TL Salz
  • 2 EL Balsamico-Essig
  • 50 g Olivenöl
  • 20 g frische Hefe
  • 380–400 ml lauwarmes Wasser

Zubereitung

Alle Zutaten zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Den Teig in einer Schüssel abdecken und bei Zimmertemperatur mindestens 1 Stunde gehen lassen.

Anschließend mit bemehlten Händen etwa 12 Brötchen formen. Die Oberseite jedes Brötchens kurz in lauwarmes Wasser tauchen, dann in einer Körnermischung wälzen und auf ein Backblech setzen.

Die Brötchen mit einem Küchentuch abdecken und nochmals etwa 30 Minuten bei Zimmertemperatur gehen lassen.

Den Backofen auf 170 °C Umluft vorheizen und die Semmeln etwa 20–30 Minuten backen, bis sie goldbraun sind.


(Mit freundlicher Genehmigung von E. Oertel und M. Flaig, Suxdorfer Mühle)

Montag, 6. Januar 2014

Mehrnussmouse

Zum Abschluß

Ich wollte eigentlich eine Maronicreme zubereiten, aber nachdem von dem riesigen Beutel nur noch ein kleines brauchbares Häuflein Elend übrig blieb, weil der Rest verschimmelt war, musste eine andere Idee her. Innen, von außen nicht sichtbar, was war ich sauer, die Finger taten weh, einige Schalenteile hatten sich trotz Gewalterwärmung in der Mikrowelle unter den Daumennagel gebohrt. Ohweia, ja ich habe so ein Teil, wahrscheinlich genau für
diese Zwecke und fürs Erwärmen des Dinkelkissens, wenn es mal wieder im Gebälk knackt. Auf jeden Fall reicht eine Minute in der Mikrowelle und die störrischen Dinger lassen sich fast problemlos die Haut abziehen. Aber dann der Schreck, gammelig, erst gab es keine mehr, dann habe ich sauteure beim Gemüseladen erstanden und mich noch mit der Inhaberin über farblose Henna unterhalten, sie war der Meinung es gibt nur schwarz und rote. Schwarz hab ich, unter den Schalen. Man will ja auch keinen Vorwurf machen, die sind schnell verdorben, wer weiß, wer weiß.
Am Ende kam eine brauchbare Mehrnussmouse heraus, das Anrichten muss ich noch mal üben, wenn die Finger sich erholt haben.

So Gehts: 

In ½ l Milch
4 El Maroni zusammen mit
1 aufgeschnittenen Vanilleschote, das Mark herauskratzen, weich kochen. Schote entfernen. Nun  
3 El Haselnüsse gemahlen
3 El Mandeln gemahlen und
3 El Paranuss gemahlen zugeben, kurz aufwallen lassen. Das Ganze mit
250 g grob gehackter Blockschokolade
2 El Rohrzucker
½ TL Zimt und einer Priese Cayennepfeffer in einen Standmixer geben ordentlich durchmischen. 

ACHTUNG: die ganze Sache etwas abkühlen lassen, bevor du das Gerät einschaltest! In eine Schüssel geben, nun noch 3 – 5 El Dinkelvollkorngries einrühren, schön quellen lassen am besten über Nacht. Zum Servieren mit zwei Esslöffeln ein „Häufchen“ formen und eine Scheibe Banane reinstecken. 



Toll, das hört sich ja an …  in Anbetracht der Farbe sollte sich eine besser Formulierung bzw. Idee finden lassen… 

Bitte servieren Sie die Mouse in einem Weinglas mit etwas Obst und geben Sie einen Sahneros(ette)e als Dekoration oben auf. Dekorieren Sie das Ganze apart mit ein wenig Himbeersirup.



Ich hoffe das steht nun ganz deutlich vor deinem inneren Auge, so dass dich mein brauner Haufen nicht stört. Ist schon spät, ich glaube ich geh ins Bett. Das war es auch dann zum Thema Weihnachtsfresserei und Landeruns Hütte widmet sich ab jetzt wieder dem Ernsthaften. HaHa. 

Sonntag, 5. Januar 2014

Russische Lebkuchen

Pfefferkuchen zählen zu den ältesten Leckereien in Russland. Man bug sie ausschließlich mit Honig, Zucker war teuer, es gab sie in allen möglichen Formen und Größen, kunstvoll verziert. Ein Rezept wird mit saurer Sahne gemacht. Das musste unbedingt aus der Versenkung auftauchen und neu getestet werden. Mit einer Mondkekspresse erhielten sie dann eine hübsche Form, eine kleine Homage an die russischen Kollegen. Hier nun die Abwandlung mit Vollrohrzucker.

Rezept:


180 g Rohrzucker
160 g saure Sahne
1 Ei und
½ TL Pfefferkuchengewürz - zusammen ordentlich schlagen.
130 g Dinkelvollkornmehl mit
½ Tl gesiebten Natron vermischen und mit den restlichen Zutaten zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten.


Die Pefferkuchen formen und bei 200 – 220 °C ca. 15 Minuten backen. Nach dem Abkühlen können sie glasiert werden. 

Samstag, 4. Januar 2014

Liegnitzer Bomben „Landeruns Art“

Lignitzer Bombe, Autor Skopp, Quelle Wikipedia
"Die Liegnitzer Bombe ist eine Pfefferkuchen-Spezialität aus Liegnitz in Niederschlesien. Es
handelt sich um kleine runde Kuchen aus braunem Lebkuchenteig mit einer Frucht-Marzipan-Füllung. Die Füllung kann zum Beispiel kandierte Kirschen, Orangeat, Rosinen und gehackte Mandeln enthalten. Vor 1945 wurde dieses Gebäck tatsächlich vor allem in Liegnitz und Umgebung hergestellt und von dort aus weltweit exportiert, aber mit der Vertreibung der deutschen Bevölkerung kam diese Pfefferkuchentradition im polnischen Teil Niederschlesiens zum Erliegen. In der Oberlausitz sind sie weiterhin verbreitet". (Quelle Wikipedia)

Hier sind nun meine:

Für den Teig:

150 g brauner Honig mit 
2 Eiern
60 g Rohrzucker und
50 g zimmerwarmer Butter ordentlich verschlagen. 

***
  • Nun je einen Teelöffel Zimt- und Nelkenpulver,
  • 2 MSP Kardamom
  • 1 Priese Meersalz
  • (wer mag 50g Kakaopulver, gesiebt)
  • 200 g Dinkelmehl vermischen und zu den o. g. Zutaten in die Schüssel geben, gut vermischen.

Anschließend
  • 40 ml Rum
  • 20 ml Arak
  • 50 g Haselnuss gemahlen
  • 50g Mandeln gemahlen und 
  • 1 El Rosenwasser einarbeiten



***

  •  15g Pottasche in einem Esslöffel kochend heißen Wasser auflösen, rühren, durch ein feines Sieb die Flüssigkeit in die Schüssel laufen lassen und mit dem Teig verkneten. 


***

Füllung:

  • 1 Packung Fruchtmix kandiert mit
  • 100 g Marzipan und
  • 1 EL Quittenmarmelade vermischen, Vorsicht das klebt ganz schön.


***

Eine für Kleingebäck geeignet Form ausbuttern, mit Mehl bestäuben. Ich habe ein Blech mit 12 Vertiefungen. In diese habe ich den Teig ca. einen kleinen Fingerbreit eingefüllt. Nun die Füllung auflegen und wieder Teig obenauf geben, dass die Füllung bedeckt ist, glatt streichen.  Bei 180°C backen. Die Backzeit ist abhängig von der gewählten Form, also Größe und Höhe der Bomben. Nach dem Backen sofort mit Quittenmarmelade bestreichen, die mit 1 EL Orangenlikör verrührt wird. Anschließend mit Zartbitterschokolade überziehen. Eine Ruhezeit von einer Woche tut den Bomben gut.


 

Freitag, 3. Januar 2014

Sonnenblumenkernbrot mit Schmand - Mühlenrezepte der Suxdorfer Mühle


Zutaten

  • 100 g Sonnenblumenkerne
  • 25 g Sesam
  • 250 g Weizenvollkornmehl
  • 150 g Weizenmehl (Type 1050)
  • ½ EL Salz
  • 100 g Crème fraîche oder Schmand
  • ½ Würfel frische Hefe
  • 1 TL Honig
  • 150–200 ml lauwarmes Wasser

Zubereitung

Die Hefe zusammen mit dem Honig im lauwarmen Wasser auflösen.

Sonnenblumenkerne, Sesam, beide Mehlsorten und das Salz in einer Schüssel mischen. Crème fraîche bzw. Schmand und die Hefemischung hinzufügen und alles zu einem glatten, geschmeidigen Teig verkneten.

Den Teig abdecken und an einem warmen Ort gehen lassen, bis er sich nahezu verdoppelt hat.

Anschließend den Teig nochmals kräftig durchkneten, zu einem Brot formen und ein weiteres Mal etwa 30 Minuten gehen lassen.

Das Brot im vorgeheizten Backofen wie gewohnt backen, bis es eine schöne Kruste hat.


(Mit freundlicher Genehmigung von E. Oertel und M. Flaig, Suxdorfer Mühle)

Mittwoch, 1. Januar 2014

Nusskracher

Für Nussfreunde gibt es hier ein Rezept, das zwischen den Zähnen kracht und trotzdem auf der Zunge zergeht. Zugegeben, der Teig ist störrisch wie ein altes Maultier und hat mich gewaltig geärgert, das Ergebnis aber hat mich versöhnt.


120 g ganze Haselnüsse mit ein klein wenig Sonnenblumenöl anrösten, mit einem Schuß Wodka ablöschen und fleißig weiter rühren, bis die Nuss wider trocken ist, abkühlen lassen. 

In der Zwischenzeit einen Teig aus: 

300 g Dinkelvollkornmehl
200 g Rohrzucker
100 g Butter 
1 Vanillezucker
etwas abgeriebene Zitronenschale
1 Priese Meersalz  und

1 Eigelb bereiten.

Die Nüsse zugeben alles miteinander verkneten, dann eine Rolle formen und in Folie eingeschlagen einfrieren. Nun in Scheiben schneiden und auf ein Blech geben. Ggf. etwas nachhelfen und die Plätzchen zusammendrücken. Bei 180 °C 9 -10 Minuten backen, sie sollten schön goldbraun sein. 

Vollkorndinkelbrot - Mühlenrezepte der Suxdorfer Mühle

Zutaten

  • 500 g Vollkorndinkelmehl
  • 2 EL Weizenmehl (glatt)
  • 4 EL Sesam
  • 4 EL Kürbiskerne
  • 4 EL Leinsamen
  • 4 EL Sonnenblumenkerne
  • 1 EL Honig
  • 1 TL Salz
  • 1 Päckchen Trockenhefe
  • 500 ml lauwarmes Wasser

Zubereitung

Das Mehl in eine Schüssel geben und in die Mitte eine Mulde drücken. Die Hefe hineingeben, mit dem Honig vermischen und mit etwas warmem Wasser sowie etwas Mehl zu einem Vorteig verrühren. Diesen etwa 15 Minuten gehen lassen, bis sich Bläschen bilden.

Dann die restlichen Zutaten – Körner, Salz und das übrige Wasser – hinzufügen und alles zu einem geschmeidigen Teig verkneten.

Den Teig abgedeckt an einem warmen Ort gehen lassen, bis er sich deutlich vergrößert hat.

Anschließend den Teig in eine gefettete Kastenform (ca. 30 cm) füllen und im vorgeheizten Backofen backen, bis das Brot durchgebacken und goldbraun ist.


Abwandlung

  • statt Trockenhefe: ½ Würfel frische Hefe
  • Salzmenge leicht erhöhen (knapper EL)
  • Honigmenge auf 1 TL reduzieren

(Mit freundlicher Genehmigung von E. Oertel und M. Flaig, Suxdorfer Mühle)