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Dienstag, 21. April 2026

Orangenkonfitüre

ORANGENKONFITÜRE

1 350 g Apfelsinen, Saft von 2 Zitronen, 3/4 | Wasser, 2 700 g Zucker

Apfelsinen gut bürsten und die kleinen dunklen Stellenden entfernen. Früchte halbieren und Saft und Kerne ausdrücken. Schalen vierteln und in feine Streifen schneiden. Zuvor das weiße Mark abschneiden, grob zerkleinern und zusammen mit den Kernen auf ein Stückchen Leinen zu einem Beutel verknoten, damit das Wasser dem Mark und den Kernen das Pektin entziehen kann.

Apfelsinen und Zitronensaft durch ein Sieb in einen großen Kochtopf gießen, Apfelsinenschale, den gefüllten Leinenbeutel und das Wasser zufügen, aufkochen und langsam 11/2 bis 2 Stunden bei schwacher Hitze köcheln lassen, bis die Schalen weich sind. Den Beutel herausnehmen, auf einen tiefen Teller legen, mit einer Schaumkelle über dem Topf gut auspressen. Zucker dazugeben und bei kleiner Flamme auflösen, zum Kochen bringen und etwa 20 Minuten bis zur Geleeprobe bei starker Hitze kochen lassen. Häufig umrühren. Vor dem Einfüllen in die sauberen, trockenen Gläser 10 bis 15 Minuten abkühlen. Nach dem Erkalten zubinden und beschriften


Die Deutschen - Festbräuche / Ostern

Auch das Osterfest war ursprünglich ein Frühlingsfest, obgleich es sich, oberflächlich betrachtet, aus dem jüdischen Passahfest entwickelt hat, dem Fest zum Gedächtnis des Auszugs der Kinder Israel aus Ägypten, das mit zu feiern Jesus nach Jerusalem eingezogen war. Das Passahfest, ist das nachweisbar älteste Fest der Juden, Pagen lange vor der Zeit ihres Auszugs aus Ägypten gefeiert wurde, ist keineswegs als ein den ich redete eigentümliches Fest anzusprechen, sondern war wie die in noch früheren Zeiten in Ägypten und Babyloniern begangenen Festlichkeiten, ursprünglich ein Frühlingsfest, ein Fest, an denen man Gebet an die Götter richtete, Unfruchtbarkeit für Tiere und Pflanzen von Ihnen zu erreichen. Die alten deutschen Kanten gleichfalls ein Frühlingsfest, dass sie zu Ehren ihres Gottes Thor und seiner Schwester Ostara oder Eostra feierten. An seiner Stelle setzt die christliche Lehre das Passahfest. Mit allen Mitteln versucht sie, den von den Juden überkommenen Namen für dasselbe beizubehalten; indem blieb die Erinnerung an die heidnische Göttin in den Bezeichnungen Ostern und Easter beim deutschen und englischen Volke erhalten.

Das heilige Tier der Ostara war der Hase, ihr Lieblingsopfer waren Eier; beide galten als Sinnbilder der wieder erwachenden Natur und der Fruchtbarkeit, die im besonderen derFrühling mit sich bringt. Osterhase und Ostereier sind daher eng mit den deutschen Ostergebräuchen verknüpft. Lange vor dem Fest damit die Hausfrau möglichst viel Eier an, färbten bemalt sie mit schönen Mustern und versteckt sie am Ostermorgen, in kleinen Nestchen gelegt, auf die wiederum ein Osterhäschen gesetzt wird, im Haus, im Garten oder auf der Wiese, wo die Kinder sie dann suchen. Auch Erwachsene beschenken sich gegenseitig mit Ostereiern, wie die heidnischen Altvorderen es bereits taten; indessen sind Einstellen der ursprünglichen Hühnereier jetzt zumeist Schokoladen- oder Zuckereier, auch wohl Eier aus Porzellan oder Metall getreten, die die auserlesen Erzeugnisse des Zuckerbäckers, in wohlhabenderen Kreisen unter Umständen auch Gegenstände kostbarerer Natur, Goldsachen und Juwelen, als Inhalt in sich bergen. Mit den Ostereiern wird von den Kindern mancherlei Kurzweil getrieben. Sehr verbreitet ist das Eier picken zwei Spieler verbergen in der hohlen Hand ein Ei, so dass nur die Spitze er vorsieht, und picken, d.h. stoßen die beiden Eierspitzen aneinander; wessen Ei dabei unversehrt bleibt, der erhält das seines Gegners.

Ein anderes am Ostertage sehr beliebtes Volksspiel ist Eierkullern oder das Eierwalen. Auf einem Hügelabhang oder einer kleinen, besonders dazu hergerichtete und geglätteten schrägen Bahn lassen die Spieler die Eier hinabrollen; wessen Ei die anderen trifft oder überholt, der hat gewonnen. Vielfach sind die Eier außer Gebrauch gekommen; an ihre Stelle sind Äpfel Pfefferkuchen sogar Würste getreten, die man den Abhang hinab wirft, worauf sich die zahlreich unten versammelten Kinder um sie beiden. In Süddeutschland wie auch in der Schweiz betreibt man das Eier laufen auf eine abgesteckten Bahn, am besten auf einer Wiese, werden ein paar 100 Eier in Abständen von je einem Meter verteilt und am Anfang derselben ein Korb aufgestellt. Ein Teilnehmer an dem Spiel mussten jedes Ei einzeln aufheben, zum Korb zurückgehen und das Ei hineinlegen. Währenddessen läuft ein anderer zu einem etwa eine halbe Stunde entfernten Nachbardorf, um sich hier zu melden, und begibt sich ebenso schnell wieder zu seinen Ausgangspunkt zurück werden seine Aufgabe zuerst gelöst hat, gilt für den „König“. Allerlei Lustbarkeiten schließen sich an dieses Eier laufen an. Die am Gründonnerstag gelegten Eier schätzt das Volk besonders hoch ein. In Süddeutschland behauptet man, dass diese bereits in der Henne geweiht sind, ehe das Tier sie legt, und am Ostertage eine zweite Weihe durch den Priester erhalten, so dass sie nunmehr eine besondere Wirksamkeit besitzen. Am Ostersonntag nüchtern getrunken, verleihen sie außergewöhnliche Kräfte, schützen vor Blitzgefahr, machen stichfest usw. In der Oberpfalz und in der Oberfranken vergisst der Hausherr niemals, ein Gründonnerstagsei zu essen, um gegen allerlei Krankheiten gefeit zu sein. Er gibt ein an diesem Tag gelegtes Ei sogar dem Vieh zu fressen oder teilt ein solches in zwei Hälften, von denen er die eine in ein Läppchen eingewickelt, im Pferde-, die andere im Kuhstall aufhängt, um dadurch Viehseuchen fernzuhalten. In Pommern steckt der Bauer jedem Stück Vieh vor dem ersten Austreiben ein Ei ins Maul uns, dasselbe hinunter zu schlucken; dadurch sollen die Tür so rund wie die Eier werden. In anderen Gegend werden bei dem Beginn der Feldarbeit zahlreiche Gründonnerstagseier über den Ablauf verstreut und unter das Korn gemischt, um große Fruchtbarkeit zu erzielen oder die Saat vorhatten zu schützen. Auch wirft man bei einem losbrechen den Gewitter ein solches Ei über das Dach des Hauses, um dieses vor Blitzen zu schützen. Geht man in die Kirche beim Sonnenschein durch ein solches Ei dann vermag man die in der Gemeinde vorhandenen Hexen zu erkennen, überhaupt kann jeder der ein solches Gründonnerstagsei bei sich trägt, Fehler erkennen, dass anderen Menschen verborgen bleibt. Sehr verbreitet ist in Schwaben der Glaube an die heilende und verschönern den Kraft des Osterwassers an die reinigende des Osterfeuers. Die Sitte des Osterwasserschöpfens hängt wohl mit der Vorstellung zusammen, dass die Erde in derselben Weise, wie sie dir in sich hineingelegten Samen den Trieb zum Sprossen und blühen mitteilt, so auch dem aus ihr fließenden Wasser eine besondere Kraft verleihe um Mitternacht oder wenigstens vor Sonnenaufgang müssen die jungen Mädchen an einem fließenden klaren Bach oder auch an den Dorfbrunnen gehen und daraus schöpfen. Während bei dieser Beschäftigung in den meisten Gegenden das sprechen verpönt ist, wird es in anderen wieder gestattet oder sogar gefordert, insofern man einen bestimmten Spruch beim schöpfen Herr sagen muss. In jenem die Burschen, die die jungen Mädchen bekleiden, sie aus Übermut durch allerhand Leckereien zum Sprechen oder Lachen zu bringen, und werden gegen die Vorschrift des Schweigens verstößt, für den ist die Zauberkraft dahin. Diese aber ist in den Augen des Volkes eine ganz außerordentliche. Osterwasser ist gleichsam ein Allheilmittel gegen alle möglichen Krankheiten. Besonders gern wird es gegen Hautkrankheiten angewendet; es soll dem Gesicht Schönheit und Anmut verleihen. Man kocht auch die Speisen am Ostertage mit solchen Wasser; ferner füllt man es auf Flaschen oder in Fässer, um es später gegen allerlei Gebrechen zu trinken ähnliche Kräfte würden dem Ostertau sowie etwa am ostermorgengefallenen Schnee zugeschrieben.

Die Sitte der Osterfeuer geht auf die reinigende Kraft der Flamme zurück, mit der ursprünglich die Hexen und Dämonen des Winters vertrieben werden sollten. In vielen Gegenden Deutschlands pflegt das Volk am Abend des ersten Ostertages mit Vorliebe auf Anhöhen, alten Opferstädten oder sonst durch Überlieferung geheiligten Plätze haushoch aufgetürmt Haufen Holz und 30 als Osterfeuer anzuzünden. Vielfach wird noch mit Musik und festlichen Zug zu der Steppe hinaus gezogen und getanzt oder sonst wie gefeiert; auch die Kinder beteiligen sich mit allerlei Schabernack dabei. In einzelnen Gegenden lässt man mit sehr gefüllte Tonnen oder flammende Wagenräder die Berge hinunterrollen und begleitet diesen Vorgang mit lauten Gejohle. Der Glaube an die reinigende Kraft des Feuers tritt noch in einer ganzen Reihe anderer Gebräuche zu Tage im Braunschweigischen behauptet man, dass, soweit die helle der Osterfeuerreich oder darauf hin Ziel, die Felder fruchtbar würden und von Hagel und Mißwachs verschont blieben; die Häuser in diesem Umkreis seien vor Feuersbrunst und Blitzschlag, ihre Insassen vor Krankheit geschützt. Man fliegt auch vielfach die Asche des heruntergebrannten Feuers auf die Äcker zu streuen oder unter das Futter bzw. die Saat zu müssen, um gedeihen für Tiere und Pflanzen zu erzielen. In der Altmark malt man mit Kohle das Zeichen des Kreuzes an die Haustür, um seine Bewohner vor Hexen zu schützen, und mehr dergleichen. In katholischen Gegenden werden an Ostersonntagmorgen überall in den Dörfern die Speise geweiht. Nach dem Gottesdienst drängen sich Frauen und Mächte um einen der Seitenaltäre zusammen und setzen ihre Körbchen nieder, in den Osterspeisen liegen, in der Hauptsache mit rosinenreich gespickte Kuchen, ein Stück Schinken und Salz. Der Priester spricht über sie den Siegen aus. Die Speisen werden sodann mit besonderer Andacht zu Mittag gegessen, das Salz aber wird vielfach aufgehoben und muss das ganze Jahr hindurch als Heilmittel gegen Krankheit beim Menschen viel dienen wie zu Weihnachten, so bäckt man auch zu Ostern besondere Gebäcke, die in Sachsen Osterfladen, im Elsass, in Oberbayern und in Böhmen Osterleibe und in Wien Osterflecken genannt werden. Es sind meistens dünne, flache Kuchen, die auf das Sonnenrad an Spielen auch Umzüge finden zu Ostern hier und dort noch statt. In Schlesien zum Beispiel setzten sich die männlichen Dorfbewohner auf reich geschmückten Pferden von der Kirche aus in Bewegung; vor ihrem Aufbruch übergibt der Fahrer den Teilnehmern ein Kruzifix und ein geweihtes Banner, jeder Reiter nimmt noch ein Psalmbuch mit, aus denen während des Rittes, dessen Ziel die umliegenden Dörfer sind, vorgesungen und gelesen wird.

Bevor wir weitergehen, wollen wir noch kurz der volkstümlichen Gebräuche gedenken, die an den drei Festtagen der Karwoche, am Palmsonntag, am Gründonnerstag und am Karfreitag, geübt werden. In katholischen Gegenden Österreichs und Süddeutschlands legt man die jungen Triebe der Birken, Weiden, Hasselbüsche und andere Sträucher am Sonntag vor Ostern auf feierliche Weise vom Priester einfliegen zu lassen und sie werden dann entweder an die Gläubigen verteilt oder gegen ein paar Pfennig Gotteslohn verkauft. Denn diesen geweihten Zweigen, den so genannten Palmen-in der Schweiz haben solche Palmen die Gestalt vor Bäume angenommen-wohnt eine geheimnisvolle Macht inne. Die Wohnräume, die man mit ihnen schmückt, bleiben von Unheil verschont; man erreicht dasselbe auch, wenn man diese Kätzchen, wie sie auch heißen, auf glühenden Kohlen des Herzens wirft in der Umgebung Prag schlägt man die Knaben und Mädchen mit den Palmbüschel, damit sie in der Schule nicht faul werden in ähnlicher Weise schlagen die badischen Bauern ihr Vieh in der Form eines Kreuzes auf den Rücken, damit es gesund bleibe und reichlich Milch geben.-Eine ganz eigenartige Sitte ist der Tallsackenmarkt, der am Palmsonntag im Warmbrunn in Schlesien abgehalten wird. Was diesen Jahrmarkt zu seinen Namen und zu seiner Beliebtheit bei alten verholfen hat, das sind die Tallsäcker, die in und Masse zum Verkauf gestellten, aus Semmelteig angefertigten menschlichen Figuren beiderlei Geschlechts. Die gern wahrsten diese verschiedenen Gebilde haben Augen auskurieren drücken mit kugelförmigen Armen ein und gefärbtes Ei an die Brust. Damit der Käufer auch müsse, ob es sich um einen männlichen oder weiblichen Tallsack handelt, denkt man im Gesicht des Ersteren als Andeutung des Bartes kleine Teigröhrchen an.

Der Gründonnerstag hat seinen Namen wahrscheinlich von der heidnischen Sitte erhalten, um diese Zeit die Erstlinge der Felder, die ersten grünen Gemüse, den Göttern zu opfern. Diese Sitte kehrt auch in den christlichen Brauch wieder, am Gründonnerstag entweder gänzlich zu Fasten, was wohl mit dem Genuss des Heiligen Abendmahls zusammenhängt, oder doch sich auf den Genuss grünen Gemüses zu beschränken. Daher schreibt die Volkssitte jetzt noch vor, an diesen Tagen Kohl, Rapunzeln, Spinat, Schnittlauch, Sprossenkohl, Brennnesseln, Hauptpersonen, Kerpen, Scharbockskraut, Kind Herr Melle, Malven und andere Frühlingsgewächse zu verspeisen. Sie werden entweder als einziges Gericht (Salat) oder mit Teig verpacken genossen; in Böhmen sind dies die so genannten Spinatkrapfen, Schwaben die Laubfrösche oder Maultaschen. Von sonstigen Gründonnerstag Speisen erfreut sich noch großer Beliebtheit der Honig. Man nimmt an, dass dieser zu den Opfern, die man dem Thor darbrachte, eine große Rolle spielte. Daher schreibt man den Genuss des Honig zur Osterzeit, der besonders am Gründonnerstag auf keinem Tische fehlen darf, besondere Heilkräfte zu. Ein Honigbrot dass man an diesem Tag nüchtern verzehrt, soll vor dem Biss toller Hunde und giftiger Schlangen schützen. In Böhmen werfen die Knechte, nachdem sie sich am Ostermorgen durch waschen an fließendem Wasser gereinigt haben, ein mit Honig gestrichenen Brot Bissen in den Brunnen, um das Wasser vor Ungeziefer zu bewahren, oder spritzen demselben Zweck mit einer Honig im Zimmer umher; auflegen Sie mit Honig gestrichenen Brotscheiben in die junge Saat oder binden vor Sonnenaufgang durch Honig gezogene Fäden, um deren Fruchtbarkeit zu steigern.

Eine in katholischen Fürstenhäusern übliche Zeremonie des Gründonnerstags ist die Fußmarsch, wie sie unter anderem an den Kaiserhof zu Wien in Anwesenheit des ganzen Staates, der Minister Diplomaten am Vormittag dieses Tages in der Hofburg am zwölf Greisen vom Kaiser selbst unter großer Feierlichkeit vorgenommen wird.

Samstag, 21. März 2026

Ostara - Aufnahmen um Balderschwang und Sibratsgfäll, sowie Immenstadt i. Allgäu

Die Frühlingstagundnachtgleiche ist kein Fest im üblichen Sinne.  Sie ist ein Zustand. Zwei Kräfte stehen einander gegenüber, exakt im Gleichgewicht. Licht und Dunkel – ohne Übergewicht, ohne Sieg. Gerade deshalb beginnt es zu kippen. Was viele „Ostara“ nennen, ist kein gesicherter alter Brauch, sondern ein später Name, ein Versuch, diesem Wendepunkt ein Gesicht zu geben. Der eigentliche Vorgang liegt darunter.  Er ist leise. Im Boden. In den Wurzeln.
In dem, was sich unter Druck bewegt, lange bevor es sichtbar wird. Man sieht es nicht zuerst am Licht, sondern daran, dass das Alte den Halt verliert. Und plötzlich steht man irgendwo im Gebirge, zwischen Schnee und abgestorbenem Holz, und merkt: Es hat längst begonnen.

Zwischen Balderschwang, Sibratsgfäll und hinüber nach Immenstadt entstanden diese Aufnahmen. Noch liegt stellenweise Schnee. Was hier hörbar wird, ist der Frühling, wie man ihn erwartet. Und es ist der Moment davor –
wenn es unter der Oberfläche bereits arbeitet und sich das Alte nicht mehr behaupten kann. Mehr geschieht nicht. Und genau darin liegt alles.

Freitag, 20. März 2026

Bergfrühling - Gedicht & Lied

 

Eiskristalle, lichter Schimmer,
Funkelnd gleißend hier im Licht.
Erstes Grün, umhüllt vom Froste´,
Regt sich keck und schlafet nicht.

Und der Berg, vom Eis umfangen,
In des Märzen warmen Licht,
Kraftvoll donnernd sich befreiet,
Zeigt dem Maien sein Gesicht

Was klirrend nun erzittert,
Fließend durch der Sonne Strahl,
Trägt rauschend Wasser klingend,
Vom Berg´ begrünts weite Tal.

Wie es tropft, strömt, und spritzet,  
Wenn Schnee als Wasser fließt.
Wenn erwacht der Wald mit Seufzern,
Und endlich, endlich Grünes sprießt.

Duftend, süß erfüllts die Luft,
Grüßend rauschet mir der Tann`.
Und Vöglein singen ihre Weise
Im aller schönsten Lenze´ Klang.

Ja, nun reget sich neu das Leben.
Wenn die erste Blüten sprießen.
Tannen scheinen dunkler mir,
Als sie heut´ hin mich riefen.

Es lauscht ein jedes Menschenkind,
Erschaut was Flüsterwort erweckt,
Wenn sich in des Maien duftger Flut
Des Frühlings Blütenpracht erstreckt.

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Sonntag, 1. März 2026

Bei welchen Krankheiten hilft Cannabis? Cannabis anwenden bei über 200 Krankheiten.



Dieses Buch ist das maßgebliche Werk zur Cannabismedizin: großformatig, exzellent verarbeitet, klar strukturiert und von einer inhaltlichen Tiefe, die ihresgleichen sucht. Es vereint den aktuellen Forschungsstand mit klinischer Praxis und therapeutischer Differenzierung – ohne Vereinfachung, Ideologie oder Belehrung. Wer sich mit Cannabismedizin ernsthaft auseinandersetzen will, findet hier einen belastbaren Referenzrahmen.

Der Einstieg erläutert das Endocannabinoid-System sachlich und nachvollziehbar. Wer über Negativwirkungen urteilt, ohne dieses System zu berücksichtigen, argumentiert nicht fundiert. Wirkungen verhandelt man nicht moralisch, sondern versteht sie pharmakologisch. Der Autor zeigt, dass die Cannabiswirkung aus der Bindung an spezifische Rezeptoren, aus Affinität, Konzentration und Dosis entsteht. Erst dadurch wird verständlich, warum sich natürliche Pflanzenstoffe, isolierte Wirkstoffe und synthetische Cannabinoide in Wirkung, Risiko und therapeutischem Nutzen erheblich unterscheiden.

Uwe Blesching arbeitet konsequent evidenzbasiert und verzichtet auf Verabsolutierung. Zentral ist die Cannabisblatt-Skala: Sechs

 stilisierte Blätter dienen als visuelle Leitlinie zur Einschätzung von Evidenzlage und praktischer Bedeutung. Die Skala bewegt sich entlang der Linie „möglich – wahrscheinlich – tatsächlich“, jeweils ergänzt durch die Anzahl überprüfter Studien sowie einen Cannabisscore. Diese Systematik erzeugt wohltuende Enttäuschungsfestigkeit. Nicht jede Erkrankung erhält viele Blätter, manche sehr wenige. Das Buch vermittelt ein Grundprinzip: Nicht alles ist ein Cannabisthema. Manche Erkrankungen gehören anderen Pflanzen oder Verfahren.

Zu jeder Indikation stellt der Autor klar dar, ob Cannabis sinnvoll sein kann, wann man es einsetzt, in welcher Form, Dosierung und auf welcher Studienlage dies beruht. Strukturierte Fragenkataloge, etwa bei depressiven Erkrankungen, richten den Blick auf innere Prozesse, emotionale Regulation und individuelle Zielsetzungen. Blesching präsentiert Cannabis nicht als Ersatz fürs Denken, sondern stellt es in einen Rahmen, der die eigene Gedankenwelt einbezieht.

Dabei verschweigt er keine Grenzen. Bei bakteriellen und mykotischen Erkrankungen erhält Cannabis nur ein bis zwei Blätter. Der Autor stellt Nebenwirkungen, pulmonale Risiken und toxikologische Fragen differenziert dar. Besonders wichtig: die klare Unterscheidung zwischen natürlicher Pflanze, isolierten Wirkstoffen und synthetischen Cannabinoiden wie Marinol und Nabilon. „Cannabis“ ist kein monolithischer Begriff, sondern ein Feld unterschiedlicher Sub­stanzklassen, Wirkprofile und Risikokonstellationen.

Ein Kapitel ordnet Cannabis überβ-Caryophyllen in größere botanische Zusammenhänge ein – genannt werden Basilikum, Zimtbaum, Gewürznelke, Rosmarin, Schwarzkümmel. Das macht klar: Cannabismedizin ist kein Sonderfall, sondern Teil der pflanzenbasierten Pharmakologie.

Schon während meiner pharmazeutischen Ausbildung begegnete mir Canna­bis als potentes Heilmittel – mal anerkannt, mal mit erhobenem Zeigefinger. Dass diese Pflanze ihren Weg durch die Untiefen menschlicher Blödheit suchen musste, ist nicht poetisch gemeint, sondern die Beschreibung eines geschichtlichen Befundes: Man verdrängte das Wissen aktiv – und die Folgen tragen Kranke, nicht Debattenführer.

Umso wertvoller ist Bleschings Buch: ein tiefgehender, sauber gearbeiteter und ehrlicher Blick auf den Stand der Cannabismedizin, den man gar nicht genug loben kann.

  • Herausgeber ‏ : ‎ Herba Press
  • Erscheinungstermin ‏ : ‎ 20. November 2025
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe ‏ : ‎ 496 Seiten
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 3946245129
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3946245124
  • Abmessungen ‏ : ‎ 22.6 x 3.8 x 28.4 cm

    Über den Autor.

    Uwe Blesching


    Uwe Blesching, Ph.D., macht in seiner Forschung darauf aufmerksam, dass bei vielen chronischen Erkrankungen Funktionsstörungen des Endocannabinoid-Systems vorliegen, und dass Cannabinoide wirksam zur Genesung beitragen können. Dr. Blesching befasst sich seit Jahrzehnten mit der Anwendung von Cannabismedizin im Rahmen eines integrativen Therapiekonzepts, das gleichermaßen schulmedizinische und ganzheitliche Aspekte berücksichtigt. Er ist Fachreferent, Autor mehrerer Bücher
und CEO der Wissensplattform CannaKeys, die evidenzbasierte Entscheidungshilfen für die heilkundliche Praxis zugänglich macht, für Patienten und Heilberufe.

Dienstag, 16. September 2025

Heilende Pilze weltweit – Ein Buch wie ein leises Beben unter der Erde

 Es gibt Bücher, die liest man mit den Augen, andere mit der Seele. Heilende Pilze weltweit von Jürgen Guthmann ist so ein Buch – eines, das mit dem Leser wächst, fast unmerklich. Ganz still, wie ein Myzel, das nach einem warmen Regen aus seinen Fäden fruchtet. Und ehe man sich versieht, entfaltet es seine Wunder, leise und unaufdringlich, wie der Boden im Wald.

Was Jürgen Guthmann hier präsentiert, ist weit mehr als nur eine Sammlung von Informationen über Pilze – es ist ein inspirierender Atlas der Möglichkeiten: Wissen und Wissenschaft, völlig frei von esoterischem Zierrat. Es ist ein Buch, das uns in Staunen versetzt und, wenn wir ganz ehrlich sind, auch etwas beschämt. Denn es zeigt uns, wie wenig wir über diese faszinierenden Wesen wissen, die schon vor uns die Erde bevölkerten und auch weiterhin bestehen werden, wenn wir längst nicht mehr sind. Noch wichtiger: Sie werden es sein, die unsere Spuren in der Welt umwandeln.

Pilze, erklärt Guthmann, sind so viel mehr als nur beiläufige Begleiter; sie sind Heilmittel, Bodenverbesserer, Seelengefährten, Müllvertilger und Zukunftsmaterial. Sie gedeihen in der Steppe, in der Stadt, in den Tropen, im Keller – und natürlich im Wald. Sie verbinden, zersetzen und bewahren.

Guthmann hat Vertrauen in den Leser; er belässt uns nicht mit „Aller-Welts-Wissen“, sondern präsentiert ein Fachbuch, das nicht Lifestyle-Gurus gedacht ist, sondern für all jene, die mehr Fragen haben, die spüren, dass da eine tiefere Wahrheit verborgen liegt. Und für die, die bereit sind, sich auf etwas einzulassen, das viel älter ist als wir alle zusammen. Denn dieses Buch erzählt nicht nur, was Pilze alles leisten können, sondern es offenbart, was sie sind. Nicht nur hübsche Dekoration oder Beigaben der guten Küche. Guthmann zeigt sie als eine dritte Kraft, als ein eigenes Reich – und dieses Reich ist größer, reicher und geheimnisvoller, als wir es in unseren gewohnten Denkweisen erahnen können.

Heilende Pilze weltweit ist ein Werk, das man nicht einfach verschlingt, sondern dessen Tiefe man mit Hingabe durchdringt. Jedes Kapitel ist überreich an Daten – und doch spürt man immer deine stille Ehrfurcht, die für diese uralten Wesen hervorrufen. wird. Guthmann meistert den Balanceakt: wissenschaftlich fundiert, aber keinesfalls trocken, detailreich, jedoch nie überladen. „Heilende Pilze weltweit“ möchte nicht verzaubern, sondern ehrliche Information liefern, und zwar jene, die in ein Fachbuch gehören. Es ist ein wertvolles Nachschlagewerk, ein Forschungsatlas, eine Arbeitsgrundlage – für all jene, die viel tiefer verstehen möchten, was Pilze vermögen. Am Ende legt man es nicht einfach beiseite. Es bleibt im Herzen und im Denken. Wie der vertraute Geruch von feuchter Erde, wie das Bild eines unsichtbaren Netzes, das unsere Welt trägt. Dieses Buch wächst in den Lesern, still, unaufdringlich, unaufhaltsam – genau wie die wunderbaren Wesen, von denen es erzählt.

Guthmann zeigt präzise, dass Pilze weit mehr sind als „essbar“ oder „giftig“. Sie bergen ein kaum erschöpfliches Reservoir an medizinisch relevanten Substanzen und eröffnen neue Wege in der Behandlung unterschiedlichster Erkrankungen. In sorgfältig ausgearbeiteten Porträts führt er dies aus: – detailliert, fundiert, verständlich und zugleich eindrucksvoll. Für Fachleute aus Medizin, Naturheilkunde, Naturwissenschaft und Mykologie ist das Buch ein Schatz aus klar aufbereiteten Daten, chemischen Formeln und ethnomykologischen Hintergründen. Für alle anderen Leser bleibt es ein Werk, das Wissen greifbar macht und Begeisterung weckt. So wächst Heilende Pilze weltweit über die Grenzen einer bloßen Fachlektüre hinaus. Es wird zu einem Erlebnis, das sich einprägt – wie der Geruch von feuchter Erde mit seinem unsichtbaren Netz unter unseren Füßen. Ein Buch, das bleibt. Still, unaufdringlich, unaufhaltsam. Genau wie die Wesen, von denen es erzählt.

 

Heilende Pilze weltweit: Beschreibung – Inhaltsstoffe – Wirkung
Gebundene Ausgabe – 28. März 2024, 3. erweiterte Auflage
Autor: Jürgen Guthmann
Verlag: Quelle & Meyer
592 Seiten, über 700 Abbildungen
ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3494019604

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Montag, 21. April 2025

Bettlerbier

 

Zutaten

  • Kräuter oder Brennnesseln
  • 2 l Wasser
  • 230 g Puderzucker
  • 10 g Weinstein
  • 1 Päckchen Hefe
  • 1 Limette
  • 1 Orange

Zubereitung

Kräuter aufkochen und 1 Stunde ziehen lassen, dann abseihen. Zucker, Weinstein und Hefe mischen, Zitrussaft zugeben und alles in den Ansatz einrühren.

4 Tage an einem warmen Ort gären lassen. In Flaschen füllen und gut verschließen. Nach etwa einer Woche trinken.

Freitag, 21. Juni 2024

Apfel-Petersilien-Limonade

 

Zutaten

  • 1 Bund Petersilie
  • 1 kleiner Apfel
  • Ingwer
  • Sellerie
  • Saft 1 Limette
  • 200 ml Wasser
  • Mineralwasser

Zubereitung

Alle Zutaten außer Mineralwasser fein pürieren. In eine Karaffe geben und mit Mineralwasser nach Belieben auffüllen.

Label: Limonade

Donnerstag, 6. Juni 2024

PFAFF E6000 – Erkundungsgang auf der E 6000

Schweizer Maschine mit wunderbarem Strickbild


Technische Daten

  • Art: Feinstricker
  • Doppelbett: ja
  • Nadelabstand: 5 mm
  • Nadelanzahl: 179 Zungennadeln pro Bett mit Stößern darunter
  • Hersteller / Land: MADAG Maschinen- und Apparatebau, Dietikon, Schweiz
  • Herstellungsjahre: ab 1988
  • Preis:
  • Maße:
  • Gewicht: ca. 30 kg
  • Sonderzubehör: Elektroantrieb, 4-fach-Farbwechsler, Musterschloss U100
  • Software: Journal Six, Creativ

Die Bemusterung erfolgt mit einem sogenannten Dialogcomputer mit über 600 fest gespeicherten Mustern. Dabei werden Muster und Technik immer miteinander kombiniert – und das hat mich schon manches Mal überrascht. Mit neuen Speichern (EPROMs) kann die Maschine downloadfähig gemacht werden.

Dazu gibt es die Software Journal Six zum Download. Damit lassen sich eigene Muster und Schnitte recht komfortabel auf die Maschine übertragen. Die Software ist mittlerweile frei verfügbar. In der Facebookgruppe um Kirsten Schreiweis von der Strickschmiede wurde das Programm eingedeutscht. Dort erhält man auch fundierte und freundliche Hilfe zu allen Pfaff- und Passap-Maschinen.


Im Detail

Die Nadelbetten

Auf jedem Bett sitzen 179 Nadeln. Die Nadelskala auf dem vorderen Bett zeigt an, wie viele Nadeln links und rechts von der Mitte liegen. L-1 / R+1 markiert die genaue Mitte. Wer braucht schon eine Skala auf dem hinteren Bett – da schaut man ja ohnehin kaum hin. Oder doch? Dann darf man den Kopf verrenken.

Wenn du ohne Konsole strickst, musst du die Nadeln auf dem vorderen Bett selbst auswählen und sie dann entsprechend deiner Anleitung auf dem hinteren Bett anordnen. Benutzt du die Konsole, kannst du dich entspannt zurücklehnen und den E-Schlitten die Auswahl erledigen lassen. Die Nadeln auf dem hinteren Bett richtest du dann nach deinem treuen Handbuch ein.

Die Nadeln

Die Nadeln besitzen Zungen, die sich öffnen und schließen, um die Maschen zu bilden. Jede Nadel entspricht einer Masche. Es gibt zwei Positionen: Nicht arbeitende Nadeln ruhen unten an der Schiene, arbeitende Nadeln stehen etwas darüber, mit den Nadelköpfen an der Oberseite des Nadelbetts, aber nicht darüber hinaus.

Um die Randfedern zu verschieben, werden sie angehoben und gleiten dann entlang der Schiene bis zur Randnadel in Arbeitsposition. Die Zunge bleibt dabei unter der Randfeder geschlossen. Wenn du ohne Gewichte strickst, helfen die Randfedern, die Randmaschen auf den Randnadeln zu halten.

Die Riegelschiene am hinteren Bett ermöglicht das Bewegen der Stößer in und aus der Schiene und sichert ihren Weg. Öffnen lässt sie sich, indem du den Bolzen ganz nach links drückst. Nachdem du die gewünschten Stößer ausgeschoben hast, schließt du sie wieder. Achte darauf, dass sie wirklich geschlossen ist, sonst gibt es Selektionsfehler.

Die Stößer

Der Stößer ist eine kuriose Vorrichtung mit drei Positionen.

  • NWP – Non-Work-Position: Der Stößer verweilt in der Riegelschiene am hinteren Bett und liegt vorne ganz unten am Bett.
  • WP – Work-Position: Der Stößer erhebt sich über die Schiene am hinteren Bett und nimmt vorne seinen Platz an der Positionierungskerbe am vorderen Bett ein.
  • RP – Ruhestellung: Der Stößer bleibt oben auf der Riegelschiene am hinteren Bett und liegt vorne entspannt am unteren Ende des Nadel-/Stößerkanals.

Wenn ein Stößer aus der Riegelschiene herausgefahren ist, kann er leicht aus dem Bett angehoben werden. Und ja: Es gibt zwei Arten von Stößern für das vordere Bett – einen mit rundem Deckel und einen geraden. Skurrile Vorrichtungen, aber sie machen die Welt der Musterung immerhin etwas unterhaltsamer.

Der Versatzgriff

Der Versatzgriff regelt die Positionierung der Nadeln.

  • Steht der Griff oben, liegen die Nadeln des hinteren Betts direkt gegenüber denen des vorderen Betts.
  • Zeigt er nach unten, werden sie abwechselnd angeordnet.

Kontrolliere unbedingt, ob das bei deiner Maschine wirklich so ist – bei meiner ist es genau umgekehrt montiert. Wenn dieses Biest nicht richtig eingestellt ist, kann das unerquicklich enden. Also besser vorher prüfen.

Behalte außerdem die Versatzanzeige im Auge. Sie zeigt die Richtung an, in die du zuletzt versetzt hast. Die Versatzskala wiederum zeigt, wie viele Nadelpositionen du von der aktuellen Position aus nach links oder rechts versetzen kannst.

Der Fadenmast mit Fadenspannung

Der Fadenmast hält den Faden fest und sorgt dafür, dass er sich nicht verheddert, während er sich durch die Maschine arbeitet. Für mehr Spannung drehst du in Richtung 7, für weniger Spannung in Richtung 1.

Die Schlösser

Die Schlösser vorne und hinten sind einander recht ähnlich, unterscheiden sich aber in einigen Punkten.

  • Hinteres Schloss: trägt das Garn, besitzt die von der DUO 80 bekannten Pfeiltasten und eine Musterwählscheibe von A bis H.
  • Vorderes Schloss: besitzt den Griff, einen Reihenzähler und eine Musterskala mit den Buchstaben K, L, C, O, E, S, G und U.

N-X-Hebel

Der N-X-Hebel ist der kleine Zauberer der Maschine:

  • N: Grundstrickarten wie Feinripp, Jersey und glattes Gestrick
  • X: elektronisches Musterstricken

Steht der Hebel auf X, kann die Musterskala nicht bewegt werden.

Maschengröße

Die E6000 besitzt zusätzlich eine weitere Wählscheibe zur Bestimmung der Maschengröße. Die Zahlen 1 bis 8, mit Viertelschritten dazwischen, kennzeichnen die Maschengröße. 1 ist die kleinste, 8 die größte Einstellung. Welche Größe du wählst, hängt von der Strickart und natürlich vom Material ab.

Werkzeuge und Abstreifer

Deine Werkzeuge und die Abstreifer werden im Handbuch hinreichend beschrieben.

Freitag, 17. Mai 2024

Passap E6000 - Große Reinigung der Passap E6000

PFAFF E6000 – Große Reinigung der Passap E6000

Hier findest Du unter dem Video (das ziemlich lange geht) eine kurze schriftliche Anleitung zur großen Reinigung der E6000. Das gesamte Prozedere dauert mehrere Stunden – danach läuft die Maschine jedoch wieder wie geschmiert.

Wichtig: Dokumentiere Dein Tun (Handy, Notizen), damit Du Deine Maschine auch wieder korrekt zusammenbauen kannst.

Achtung: Ich übernehme keine Garantie auf Vollständigkeit, Gelingen oder Richtigkeit. Du bist selbst für Deine Maschine verantwortlich.

Video


Reinigung der E6000

Bitte bereitstellen:

  • Schraubglas mit Deckel – groß genug für Nadeln
  • Schraubglas mit Deckel – für die Stößer
  • 2 kleine Eimer für die Nadelkanäle
  • Tüten für Einzelteile + Kuli zum Beschriften
  • Reinigungsflüssigkeit (geruchloses Petroleum + einige Spritzer harzfreies Nähmaschinenöl, gut mischen)
  • Steckschlüssel 5,5 mm (ggf. mit Verlängerung)
  • Kleine Bürste mit harten Borsten (z. B. alte Zahnbürste)
  • Lappen (z. B. altes Handtuch)
  • Druckluft

Schritt für Schritt – Kurzbeschreibung

  1. Abstreifer, Fadenleitösen, Zählerkulisse, Randfedern, Fadenmasten usw. entfernen
  2. Verbindungskabel ziehen, Strickschlösser entfernen
  3. An beiden Nadelbetten die 4-Kant-Metallstange und Bremsfedern entnehmen
  4. Alle Nadeln und Stößer entfernen (Handbuch beachten), in vorbereitete Gläser geben und gelegentlich schwenken
  5. Maschine umdrehen, Füße abschrauben
  6. Alle Schrauben lösen – Muttern, Schrauben und Federringe getrennt aufbewahren
  7. Maschine wieder zurückdrehen
  8. Aluschiene vorne nach rechts, hinten nach links gerade herausziehen – hintere Schiene einweichen (heißes Wasser + Spüli)
  9. Kunststoffkämme entfernen und ebenfalls einweichen
  10. Untere Vierkantstange vorne von links herausziehen (Achtung: Feder aushängen)
  11. Platten der Nadelkanäle entnehmen, Metallkanäle in Reinigungsflüssigkeit legen, Platten zu den Kunststoffteilen geben
  12. Kunststoffteile gründlich bürsten, abspülen und vollständig trocknen lassen (am besten über Nacht)
  13. Metallteile trocknen (optional in Spiritus schwenken und verdampfen lassen)
  14. Federn reinigen und auf Beschädigung prüfen (ggf. ersetzen)
  15. Vorderes Bett wieder aufbauen:
    • Kunststoffteile einsetzen
    • Obere Feder einlegen
    • Schrauben einsetzen
    • Aluschiene einschieben
    • Maschine drehen und Muttern festziehen
  16. Hinteres Bett identisch montieren
  17. Nadelkanäle vorne einsetzen, untere Schiene montieren (Zahlenskala beachten)
  18. Stößer und Nadeln einsetzen (Handbuch beachten, auf Schäden prüfen)
  19. Dasselbe am hinteren Bett wiederholen
  20. 4-Kant-Stangen einschieben – Nadeln dabei nach unten drücken (nicht zu fest einstellen)
  21. Prüfen:
    • Nadeln bleiben in Arbeitsposition
    • Feder korrekt eingesetzt
    • Versatzkurbel funktioniert
  22. Schlösser reinigen (auspusten, bürsten, leicht mit Ballistol einreiben)
  23. Schlösser einzeln testen (gleiten ohne Kratzen?)
  24. Schlösser gemeinsam testen
  25. Wenn alles sauber läuft: Probestrick

Wenn Du Dir unsicher bist: lieber einmal mehr nachsehen als Gewalt anwenden.

Dienstag, 23. April 2024

Kartoffeltorte - mit Pellkartoffeln vom Vortag. Saftig und lecker.

Das Geburtstagskind wünschte sie sich – und sie war wirklich köstlich.

Zutaten (für eine mittelgroße Springform)

  • 300 g gekochte Pellkartoffeln (vom Vortag)
  • 100 g Dinkelmehl (oder Vollkornmehl)
  • 5 TL Backpulver
  • 50 g Butter (zimmerwarm)
  • 100 g Rohrzucker
  • 3 Eier (getrennt)
  • 100 g gemahlene Haselnüsse
  • 1 Prise Salz
  • 2 geriebene Bittermandeln
  • etwas Zitronenschale (abgerieben)

Für die Füllung und Dekoration

  • 200 g gehackte Haselnüsse
  • 1 Tafel Vollmilchschokolade
  • 1 Tafel Zartbitterschokolade
  • Pflaumenmus

Zubereitung

Pellkartoffeln schälen, durch die Presse drücken und über Nacht abkühlen lassen.

Am nächsten Tag Mehl und Backpulver sieben. Mit den Kartoffeln vermengen. Gemahlene Haselnüsse, Zucker, Salz, Butter und Eigelbe zugeben und gut verrühren, bis der Teig geschmeidig wird.

Eiweiß steif schlagen und vorsichtig unterheben. Teig in eine Springform füllen und etwa 40 Minuten bei mittlerer Hitze backen.

Währenddessen die gehackten Haselnüsse trocken anrösten.

Kuchen abkühlen lassen, nach Wunsch halbieren und großzügig mit Pflaumenmus füllen. Oberseite ebenfalls mit Pflaumenmus bestreichen.

Schokolade schmelzen und die Torte damit überziehen. Ränder und Oberfläche mit den gerösteten Haselnüssen verzieren.

Zusätzlich

Aus restlichem Schokoladenguss und Haselnüssen eine weiche Masse herstellen, in Pralinenformen füllen und fest werden lassen.

Vor dem Servieren Sahnerosetten auf die Torte setzen und die Pralinen darauf platzieren.

Video

Guten Hunger.

Montag, 6. November 2023

PFAFF E6000 - Spielerei für den Hals

 https://landerunshuette.wpcomstaging.com/pfaff-e6000-bilder-beschreibung-details/

1:1 Anschlag (siehe Handbuch) über die gesamte Breite. Dann mit Maschenweite 3 - 50 Reihen stricken.
Nadeln auf das vordere Bett umhängen. Vorne LX und hinten Leerlauf.
Maschenweite auf 6 stellen
Unter die ersten 10 Nadeln Stößer stellen und 40 Reihen stricken. Faden 10 cm lang ziehen und mit einer Wäscheklammer beschweren.
Nun die eben benutzten Stößer außer Arbeit stellen und die nächste Zehnergruppe in Arbeit. Wieder 40 Reihen stricken....

So weiter fortfahren bis zum Ende des Gestricks. Man musss da ein bisschen austüfteln und probieren wie viel Gewicht reingehängt werfen muss, mit den Händen zwischen die Nadelbetten fassen um immer ein bisschen zu ziehen damit die Maschen nicht von den Nadeln hopsen. Ich habe einige Stücke Vollstahlteilzylinder, das kann man in verschiedenen Längen im Baumarkt kaufen und diese dann in die entstehenden Schlaufen einfädeln.

Wenn Ihr am Ende angelangt seid müssen alle Maschen wieder so auf die Nadelbetten verteilt werden wie sie am Anfang waren also in 1:1.
Maschenweite wieder auf 3 stellen, vorsichtig drüber stricken.
50 Reihen in 1:1 stricken und dann abketten.
Damit der Zopf entsteht muss man die Schlaufen ineinander führen. Am Ende ein bisschen ziehen damit sich das gleichmäßig verteilt. Die zuletzt entstandene Schlaufe fungiert dann auch gleich als Öse für den Dekoknopf, der das Ganze dann zusammen hält. Hier habe ich es für den Hals einfach mal so hintrappiert.