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Donnerstag, 6. Juni 2024

Pfaff E6000 - Erkundungsgang auf der E 6000

Schweizer Maschine mit wunderbarem Strickbild


Technische Daten

  • Art: Feinstricker
  • Doppelbett: ja
  • Nadelabstand: 5 mm
  • Nadelanzahl: 179 Zungennadeln pro Bett mit Stößern darunter
  • Hersteller / Land: MADAG Maschinen- und Apparatebau, Dietikon, Schweiz
  • Herstellungsjahre: ab 1988
  • Preis:
  • Maße:
  • Gewicht: ca. 30 kg
  • Sonderzubehör: Elektroantrieb, 4-fach-Farbwechsler, Musterschloss U100
  • Software: Journal Six, Creativ

Die Bemusterung erfolgt mit einem sogenannten Dialogcomputer mit über 600 fest gespeicherten Mustern. Dabei werden Muster und Technik immer miteinander kombiniert – und das hat mich schon manches Mal überrascht. Mit neuen Speichern (EPROMs) kann die Maschine downloadfähig gemacht werden.

Dazu gibt es die Software Journal Six zum Download. Damit lassen sich eigene Muster und Schnitte recht komfortabel auf die Maschine übertragen. Die Software ist mittlerweile frei verfügbar. In der Facebookgruppe um Kirsten Schreiweis von der Strickschmiede wurde das Programm eingedeutscht. Dort erhält man auch fundierte und freundliche Hilfe zu allen Pfaff- und Passap-Maschinen.


Im Detail

Die Nadelbetten

Auf jedem Bett sitzen 179 Nadeln. Die Nadelskala auf dem vorderen Bett zeigt an, wie viele Nadeln links und rechts von der Mitte liegen. L-1 / R+1 markiert die genaue Mitte. Wer braucht schon eine Skala auf dem hinteren Bett – da schaut man ja ohnehin kaum hin. Oder doch? Dann darf man den Kopf verrenken.

Wenn du ohne Konsole strickst, musst du die Nadeln auf dem vorderen Bett selbst auswählen und sie dann entsprechend deiner Anleitung auf dem hinteren Bett anordnen. Benutzt du die Konsole, kannst du dich entspannt zurücklehnen und den E-Schlitten die Auswahl erledigen lassen. Die Nadeln auf dem hinteren Bett richtest du dann nach deinem treuen Handbuch ein.

Die Nadeln

Die Nadeln besitzen Zungen, die sich öffnen und schließen, um die Maschen zu bilden. Jede Nadel entspricht einer Masche. Es gibt zwei Positionen: Nicht arbeitende Nadeln ruhen unten an der Schiene, arbeitende Nadeln stehen etwas darüber, mit den Nadelköpfen an der Oberseite des Nadelbetts, aber nicht darüber hinaus.

Um die Randfedern zu verschieben, werden sie angehoben und gleiten dann entlang der Schiene bis zur Randnadel in Arbeitsposition. Die Zunge bleibt dabei unter der Randfeder geschlossen. Wenn du ohne Gewichte strickst, helfen die Randfedern, die Randmaschen auf den Randnadeln zu halten.

Die Riegelschiene am hinteren Bett ermöglicht das Bewegen der Stößer in und aus der Schiene und sichert ihren Weg. Öffnen lässt sie sich, indem du den Bolzen ganz nach links drückst. Nachdem du die gewünschten Stößer ausgeschoben hast, schließt du sie wieder. Achte darauf, dass sie wirklich geschlossen ist, sonst gibt es Selektionsfehler.

Die Stößer

Der Stößer ist eine kuriose Vorrichtung mit drei Positionen.

  • NWP – Non-Work-Position: Der Stößer verweilt in der Riegelschiene am hinteren Bett und liegt vorne ganz unten am Bett.
  • WP – Work-Position: Der Stößer erhebt sich über die Schiene am hinteren Bett und nimmt vorne seinen Platz an der Positionierungskerbe am vorderen Bett ein.
  • RP – Ruhestellung: Der Stößer bleibt oben auf der Riegelschiene am hinteren Bett und liegt vorne entspannt am unteren Ende des Nadel-/Stößerkanals.

Wenn ein Stößer aus der Riegelschiene herausgefahren ist, kann er leicht aus dem Bett angehoben werden. Und ja: Es gibt zwei Arten von Stößern für das vordere Bett – einen mit rundem Deckel und einen geraden. Skurrile Vorrichtungen, aber sie machen die Welt der Musterung immerhin etwas unterhaltsamer.

Der Versatzgriff

Der Versatzgriff regelt die Positionierung der Nadeln.

  • Steht der Griff oben, liegen die Nadeln des hinteren Betts direkt gegenüber denen des vorderen Betts.
  • Zeigt er nach unten, werden sie abwechselnd angeordnet.

Kontrolliere unbedingt, ob das bei deiner Maschine wirklich so ist – bei meiner ist es genau umgekehrt montiert. Wenn dieses Biest nicht richtig eingestellt ist, kann das unerquicklich enden. Also besser vorher prüfen.

Behalte außerdem die Versatzanzeige im Auge. Sie zeigt die Richtung an, in die du zuletzt versetzt hast. Die Versatzskala wiederum zeigt, wie viele Nadelpositionen du von der aktuellen Position aus nach links oder rechts versetzen kannst.

Der Fadenmast mit Fadenspannung

Der Fadenmast hält den Faden fest und sorgt dafür, dass er sich nicht verheddert, während er sich durch die Maschine arbeitet. Für mehr Spannung drehst du in Richtung 7, für weniger Spannung in Richtung 1.

Die Schlösser

Die Schlösser vorne und hinten sind einander recht ähnlich, unterscheiden sich aber in einigen Punkten.

  • Hinteres Schloss: trägt das Garn, besitzt die von der DUO 80 bekannten Pfeiltasten und eine Musterwählscheibe von A bis H.
  • Vorderes Schloss: besitzt den Griff, einen Reihenzähler und eine Musterskala mit den Buchstaben K, L, C, O, E, S, G und U.

N-X-Hebel

Der N-X-Hebel ist der kleine Zauberer der Maschine:

  • N: Grundstrickarten wie Feinripp, Jersey und glattes Gestrick
  • X: elektronisches Musterstricken

Steht der Hebel auf X, kann die Musterskala nicht bewegt werden.

Maschengröße

Die E6000 besitzt zusätzlich eine weitere Wählscheibe zur Bestimmung der Maschengröße. Die Zahlen 1 bis 8, mit Viertelschritten dazwischen, kennzeichnen die Maschengröße. 1 ist die kleinste, 8 die größte Einstellung. Welche Größe du wählst, hängt von der Strickart und natürlich vom Material ab.

Werkzeuge und Abstreifer

Deine Werkzeuge und die Abstreifer werden im Handbuch hinreichend beschrieben.

Donnerstag, 19. Oktober 2023

Pfaff E6000 - Die Konsole – Dein Begleiter beim elektronischen Stricken!

 Dies ist MEINE Übersetzung / Anleitung / Meinung: Übersetzt, getestet, für gut befunden – aber trotzdem ohne Gewähr. Jeder strickt auf eigene Gefahr 😏 / Interprätation der Originalanleitung. Ich übernehme keine Garantie für die Richtigkeit.

Das Gepiepse ist eventuell nervig und kann nicht abgestellt werden.

Die Konsole kann nach vorne gezogen und auf dem Nadelbett abgelegt werden . Oh man – ich brauchte Jahre und das zu merken  was hab ich mich über das Licht aufgeplustert. Jetzt zieren meine Maschinen schicke LED-Leuchtstäbe. Dennoch das Vorklappen erleichtert das Ganze ungemein. Auf der Konsole ist ein LED-Anzeigefenster. Es stellt dir nicht nur Fragen, sondern sagt dir auch was du als nächstes zu tun hast.

Die nummerierten Tasten teilen der Konsole mit , welchen Anschlag oder Maschenmuster du auswählen möchtest. Wenn du dich für eine bestimmte Stricktechnik entscheidest, gibt er dir genaue Anweisungen. Passap-like: hier kommt der Clou: Du kannst sogar ein spezielles Formprogramm eingeben, um deine Strickstücke in maßgeschneiderte Formen zu bringen! Und das Beste daran – Du kannst die Strickbreite sowie die Anzahl der gestrickten Reihen ganz nach deinen Wünschen angeben / verändern. Die Konsole hat einen elektronischen Reihenzähler und einen Manuellen an dem vorderen Strickschloß. Die Schaltnocke für den Reihenzähler ist das schwarze (manchmal auch grüne oder weiße) Teilchen, das sich auf der oberen Schiene des vorderen Bettes befindet. Es ist der Chef, der den Reihenzähler bei jedem Überfahren auslöst. Es gleitet elegant auf der Schiene entlang und ermöglicht es dir, es genau dort zu positionieren, wo du stricken willst.

Weiter gehts mit dem Tastenfeld für das große und kleine Palaver:

  • MINUS-Taste ist für die Strickbreite links von der Mitte und zur Angabe der Anzahl der Reihen die im Falle eines Problems aufgelöst werden müssen
  • PLUS-Taste ist für die Strickbreite rechts von der Mitte
  • PUNKT-Taste aktiviert den Kartenleser auf der Konsole und dient zur Eingabe von Nachkommastellen
  • ABC-Taste ruft das ausgewählte Maschenmuster auf – dafür müssen die Schlösser müssen sich rechts befinden. Die Reihenanzahl wird im Anzeigefenster angezeigt
  • COR-Taste wird verwendet, um die Strickbreite oder die gestrickten Reihen zu korrigieren. Auch dafür müssen die Schlösser rechts stehen. Im Fenster wird eine Reihenzahl angezeigt
  • R-Taste wird verwendet, um in der Programmierung einen Schritt zurück zu gehen.
  • Schnellvorlauftaste (>>>) wird PROGR, ANSCHLAG / CAST On im Anzeigefenster angezeigt. Es wird verwendet, um ein neues Programm zu beginnen, ein Programm zu überprüfen, zu ändern…
  • CLR wird verwendet, um eine falsche Zahl zu löschen, bevor die Taste ENT gedrückt wurde und zur Korrektur der FORM-Frage in der Programmierung
  • ENT-Taste wird verwendet, um mit JA zu antworten oder eine Antwort zu bestätigen
  • NO-Taste wird verwendet, um eine Frage mit NEIN zu beantworten. Sie wird auch im Programmteil z. B. bei der Positionierung des Musters verwendet, oder um falsch eingegebene Informationen zu korrigieren.
  • In den Schlitz an der Oberseite der Konsolenbox wird die Hülle und die selbst gestaltete Karte in die Konsole eingeführt wird, um gelesen zu werden: Der Leseknopf gleitet von links nach rechts, um jede Zeile der Karte zu lesen, das Transportrad schiebt die Karte vorwärts und die Karte kommt unten aus der Konsole heraus.

Fortsetzung folgt…