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Donnerstag, 5. September 2019

Knoblauchcreme - selbst gemacht


Nachdem die Knoblauchernte dieses Jahr wieder
einmal sehr reichlich ausgefallen ist habe ich mir erneut Gedanken um die Lagerung gemacht. Typischerweise hängt man den Knoblauch an den abgeschnittenen Stielen der Blütenstände an einen kühlen trockenen Ort wo er dann eine Weile noch seine Frische behält. Irgendwann aber schrumpelt er zusammen und verliert sein wunderbares Aroma. Man könnte den Knoblauch klein gehackt im Backofen trocknen, die Zehen in Öl einlegen oder aber in einer fein abgeschmeckten Gewürzbrühe einkochen. Einfrieren bzw. einsalzen kann man ihn auch noch.  Es kann sämtliches Gemüse - auch Kräuter - frisch eingesalzen werden  das Salz die Konservierung übernimmt. Bei der anschließenden Verwendung muss man freilich den Salzüberschuss mit einplanen. Manchmal geht das Ansatzgut in Gährung über, beim Knoblauch ist es sehr wichtig das er einige Tage nach der Ernte abhängen und etwas trocknen kann. in Ungarn gibt es Knoblauchcreme die einen feinen Geschmack hat, wird Zeit diese selbst herzustellen:

500g einige Tage alten Knoblauch schälen, blanchieren und in einen Standmixer mit folgenden Zutaten geben:
80 g Meersalz
1 EL Olivenöl
1 EL Acetico Balsamico
5 g Rosmarin
1 TL Kräuter der Provence wer hat und mag
1 TL frisch gehackte Petersilie hinzufügen.

Nun so lange auf höchster Stufe zerschlagen bis die Masse eine feincremige Konsistenz angenommen hat. Vorsicht bei längerem Schlagen wird es recht heiß. In kochend heiß ausgespülte Gläser füllen und verschließen. Im Kühlschrank sollte sich die Knoblauchcreme nun ca. ein Jahr halten. Wer auf Nummer sicher gehen möchte kann ein wenig Einmachhilfe hinzufügen.

Montag, 16. Februar 2015

Klette – Arcatium Lappa

Volkstümliche Namen: Haarball, Klettball

Beschreibung: 

  • 2jährige, krautige Pflanze, auf kalkhaltigen Böden, 
  • aufrecht verzweigt, bis 2m hoch.
  • große ovale Blätter, oben grün unten weißlich, 
  • Blütenblätter von grünen Hüllblättern umschlossen mit Haken. 
  • blüht im zweiten Jahr Juni / Juli

Sammelgut: Wurzeln (früher Gemüse [Storl])
Inhaltsstoffe: Inulin, Schleime

Wirkung: blutreinigend, schweißtreibend, Gicht- und Rheuma lindernd, harntreibend, nährend

Anwendung:

  • Gicht, Rheuma, alle Hautkrankheiten mit schlecht heilenden Wunden, Furunkel 
Aufguss:

  • 50 g frische  Wurzel waschen, fein hacken, in einem Liter Wasser kochen, seihen, 1 Tasse nüchtern jeden Morgen. 


Sirup:

  • 100g Wurzel in 8 dl Wasser geben, dazu 800 g Zucker, zur Sirupricke einkochen und seihen. Dos.:Davon kann man bei Infektionskrankheiten 3 El in ein Glas warmes Wasser geben, 1 kleine Priese Salz dazu und das Ganze einmal am Tag trinken. 


Öl / Klettenwurzelhaaröl selbst gemacht:

  • 50 g in 100 ml Maiskeimöl ausziehen lassen für 4 Wochen, seihen. Zur Haarpflege in die Spitzen bzw. in die Kopfhaut einmassieren. 

Kurpaste für die Kopfhaut: 



  • 40 g Wurzeln mit anderen Haarkräutern nach Haartyp mit kochenden Wasser übergießen und über Nacht in ziehen lassen, weich kochen, auspressen. Mit etwas Guarkernmehl andicken und vor dem Haarewaschen in die Kopfhaut einmassieren, 2 Stunden einwirken lassen
  • Sonntag, 25. Mai 2014

    Bellis perennis - Gänseblümchen zum Essen

    Wie viele Kränze aus Gänseblümchen zierten unsere Häupter in den Jugendtagen, wie viele Ketten und Armbänder machten wir Mädchen daraus. Später befragten wir die Maßliebchen die Hüllblätter zupfend:

    Er liebt mich, 

    er liebt mich nicht, 

    von Herzen, 
    mit Schmerzen….


    Wie viele aßen wir und dachten uns gar nichts dabei, ganz selbstverständlich schmückten sie die Pausenbrote, die kleinen, zierlichen Blüten. Eine Renaisacne erlebt das wilde Kraut in den Küchen, wie eine Mode, die kommt und sicherlich bald wieder geht, in manche Küchen Einzug hält und auch da bleibt, in andere wieder gar nicht. Die kleine Bellis ist ein besonderes Pflänzchen. Obschon noch bitterkalte Stürme übers Land fegen, warte es dicht an den Boden geschmiegt, die zarten Stängelchen mit den kleinen Knospen weit hinunter geduckt, beim ersten warmen Sonnenstrahl richtet es sich auf und lacht der Sonne entgegen, und dem Winter ins Gesicht. Die ersten drei, die sollst du pflücken und bewahren, heißt es im Volksmund. Es schützt vor Zahnweh, Fieber und mancherlei Gebrechen, auch hätte man das ganze Jahr keinen Durst. Gesammelt werden die kleinen, zarten Blätter, nicht alle von einer Pflanze, bis zum Frost findet man immer neue. Es schmeckt würzig, erdig.

    Salat


    1 Handvoll Blätter verlesen, waschen, etwas hacken und mit Salz, und etwas Milch oder Zitronensaft anmachen. Eine Stunde ruhen lassen. Obenauf ein paar Blüten streuen. Du kannst es auch mischen mit Brennessel und Sauerampfer. Als Würzkraut kleingehackt mit ein bisschen Jogurt an warme, kleingeschnittene, in der Schale gekochte und gepellte Kartoffeln gegeben, schmeckt es sehr gut.

    Gemüse:


    Pro Person 4 Handvoll Blätter sammeln, waschen, verlesen. In leicht gesalzenen Wasser kochen lassen, abgießen, das Kochwasser auffangen. In einem Topfe etwas Butter zergehen lassen, darin 1 kleine feingewürfelte Zwiebel zusammen mit den abgetropften Blättern anschwenken. Mit Mehl bestäuben, langsam Kochwasser auffüllen, dass sich keine Klumpen bilden.

    Suppe:


    Möchte man eine Suppe bereiten, verfährt man wie oben, nur wird vom Kochwasser etwas mehr zugesetzt. Mit dem Zauberstab einmal durchfahren und abschmecken, mit Sahne verfeinern. Mit gerösteten Haferflocken und Schnittlauchröllchen bestreuen.

    Brotaufstrich:


    30 g Fett auslassen, mit 60 g Mehl mischen und leicht anrösten. Ca. 100 bis 125 ml gute Milch zugeben, gut verquirlen und zu einem Brei einkochen. Nun feingehackte Blätter und Blüten untermischen, etwas Salz nicht vergessen. In ein Glas geben kühl lagern. Ggf. mit anderen Kräutern mischen.

    Deutsche Kapern:



    Die geschlossenen Knospen werden in guten Essig mit etwas Estragon eingelegt.


    Dienstag, 10. September 2013

    Reiche Ernte - Gurken in Essig, süß oder milchsauer & aus dem Tontopf


    Es lebt im Gurkenglas. Ich habe nach reichlicher Ernte von Dora A. - dankeschön – aus dem Urlaub Gurken mitgebracht und nach Omas alter Art eingelegt. Mit einem Stück Brot. Also hatten wir am Ende milchsauer vergorene Gurken, der Geruch war natürlich nicht der von Gewürzgurken, sondern irgendwie gurkig-fussig-sauer :-) anders kann man es nicht beschreiben. Der Geschmack freilich auch nicht mit  o.g. zu vergleichen, er war völlig anders, die Gurken selber knackfrisch.

    So geht’s nach der Ungarn Art bei warmen Wetter:




    2 kg Gurken sauber waschen, die Enden abschneiden, längs einritzen. Auf den Boden des 
    Glases ein Bündel Dill – legen, die Gurken in das Glas stellen, Salzwasser abkochen, darüber gießen, nochmals etwas Dill und eine Scheibe Brot auflegen.
    Nun das Glas verschließen und an einen warmen Ort – vorzugsweise die sonnige Fensterbank stellen und vor sich hin gären lassen. Nach vier oder fünf Tagen sind die Gurken fertig. Nun entfernt man das Brot, im Kühlschrank lagern.  

    Nach alter Art im Tontopf einzulegen geht natürlich auch. Man braucht nur einen sauberen Tontopf, einen Teller, einen abgekochten Stein und ein sauberes Geschirrtuch: 



    Essiggurken


    • Für den Sud: 1,5 l Würzessig, 10 g Salz, 10 Pfefferkörner, Lorbeer, 10 Piment 
      aufkochen. Bei großen Töpfen eben die Menge verdoppeln

    • Die Gurken sauber waschen, mit Dillblüten im Tontopf schichten, zwischen drin Zwiebelringe schichten. 
    • Nun den kochenden Sud darüber gießen, den Teller auflegen und den abgekochten Stein auflegen. Mit einem sauberen Tuch abdecken
    • Am nächsten Tag den Sud wieder aufkochen und dazugeben, wieder abdecken. 
    • Am dritten Tag in den Tontopf Estragon und 2 EL Senfkörner geben, den Sud ein letzes Mal aufkochen und in den Topf gießen, verschließen.

    Spreewald-Salzgurken 

    Salzgurken


    Kleinere Gurken sauber waschen.
    24 Stunden in kaltes Wasser einlegen. Dann abgießen, in ein Glas schichten.1 Liter Wasser mit 50 g Salz aufkochen über die Gurken gießen, einen Tag stehen lassen. Salzwasser abgießen und durch neues ersetzen. Ein drittes mal die Prozedur durchführen, nur dieses Mal Dill und Loorberblatt hinzufügen, dann das Glas fest verschließen. Das war es schon. 



    Senfgurken:


    Sud: 1 l Weinessig, 1 EL Salz, 5 g Zucker oder 1/2 TL Xylitol,
    Später: 10Pfefferkörner, 1 TL gelbe Senfkörner, Zwiebelchen, 2 Loorbeerblätter.


    Salatgurken waschen, schälen, längs halbieren, Kerne ausschaben, in Stücke schneiden. Nun die Gurkenstücke in Salzwasser kurz aufkochen, abgießen und in Gläser füllen. Dann den Weinessig aufkochen über die Gurken gießen und verschließen. Drei Tage stehe lassen, Essig erneut aufkochen, o. g. Gewürze in das Glas geben und den kochenden Essig dazugeben und verschließen.


    Süße Gurken



    10 große Salatgurken waschen, schälen, längs halbieren, Kerne ausschaben, in Stücke schneiden. Nun die Gurkenstücke in 1,5 l Wasser , 0,5 l Weinessig kochen, bis sie halbweich sind. Nun nimmt man die Gurken heraus, schichtet sie im Tontopf / Glas. Kocht den Sud erneut mit 750 g Zucker, 5 g Gewürznelken und 10 g Zimtrinde auf und gießt dieses zu den Gurken. Fest verschließen nicht vergessen.


    Das Wort zum Schluß:

    In vielen alten Rezepten findet man den Hinweis, Kirschblätter oder Blätter der schwarzen Johannisbeere auf den Gefäßboden zu legen. Dies bewirkt eine längere Haltbarkeit. Eichenblätter erfüllen den selben Zweck. Auch ein Stück Meerrettich tut gute Dienste.





    Freitag, 2. November 2012

    Karottenkuchen

    Sehr lecker ist Möhrenkuchen. Hier gibt es die (Fast)Vollwert-Variante. Saftig, trotzdem locker, nicht zu süß.

    So gehts: 5 Eier trennen, das Eiweiß mit 3 EL Wasser und einer Prise Salz schön steif schlagen. Dann 110 g Zuckerrohrgranulat mit dem ausgekratzten Mark einer Vanilleschote, 1/4 TL Ingwerpulver und etwas frisch geriebenen Muskat vermischen, zum Eiweiß geben und weiter schlagen bis es glänzt. 

    Dann das Eigelb dazu geben, außerdem die abgeriebene Schale und den Saft einer Limette. Nur noch vorsichtig weiterrühren. 350 g fein geraspelte Möhren in die Schüssel geben, unterrühren. Je 150 g gemahlene Haselnüsse und Mandeln mit 65 g Dinkelvollkornmehl und 2 TL Weinsteinbackpulver vermischen zu dem restlichen Zutaten in die Rührschüssel geben und alles zu einem schönen Rührteig verarbeiten. Dann in eine gefettete Backform geben und bei 190 Grad ungefähr eine Stunde backen. Auskühlen lassen und mit Puderzucker bestäuben.  

    Mittwoch, 31. Oktober 2012

    Kürbisköppe, Gefüllter Kürbis...

    Kürbisköppe mal anders. Ich versteh ja nix davon, meine sehen immer aus wie gewollt und nicht gekonnt. Ich verbacke das lieber. Oder mach ein Gemüse daraus. 


    Kürbis a´ la Spargel z. B. 


    • Dazu schneidet man 1-1,5 kg Kürbis in ca. 10 cm lange Stücke, so breit wie ein Finger, kocht die Stücke in Salzwasser bissfest. 
    • Heraus heben, abtropfen lassen, in eine Auflaufform schichten, mit 250 ml saure Sahne übergießen. 
    • Dann in 100 g Butter 50 g Semmelbrösel anrösten, auf den Kürbis krümeln und dann im Backofen 1/4 Stunde backen.

    Kürbis kann man auch füllen, und das geht so: 

    • Einen kleinen Kürbis waschen, schälen, halbieren, aushöhlen. 
    • Für die Füllung 3 Semmel in 0,2 L Milch einweichen, durch den Wolf drehen oder mit den Händen zerpflücken, dazu 2 Eier rühren. 
    • 250 g fein gewiegte angeschmorte Pilze mit Salz, Pfeffer und frischem Estragon vermischen, zu der Semmelmasse geben und verknete. 
    • Das ganze in den Kürbis füllen, mit Emmentaler bestreuen und 1/2 Stunde überbacken. 

    Zu dem keltischen Totenfest ist ja eigentlich schon alles geschrieben, weswegen ich mir das hier schenke. Ein Fest gab es dieses Jahr krankheitsbedingt auch nicht. Nur für mich allein, ein wenig räuchern mit Salbei, Wacholder und Rosmarin. Innehalten, in sich gehen, sich zurückziehen, ausklingen lassen. In diesem Sinne: Eine ruhige Nacht ohne "Süßes oder Saures". 

    Samstag, 11. August 2012

    Linsensalat & Grilltütchen

    Heute habe ich eine Salat aus roten Linsen gebastelt. Wir wollten grillen und mir war es nach etwas Anderen als Semmel, Kartoffelsalat oder Folienkartoffeln. Warum nicht mal einen Salat aus Hülsenfrüchten. Das Ergebnis ist echt lecker.

    500g rote Linsen nach Vorschrift kochen.
    In der Zwischenzeit drei kleine Lauchzwiebeln in feinste Ringlein schneiden, 1 rote Paprika fein würfeln.
    In eine Schüssel geben, dazu 2-3 EL Feigenessig, Salz, bisschen Pfeffer, Bockshornklee, ein wenig Mönchspfeffer (im Mörser zerstoßen), 2 EL Maiskeimöl sowie 4 - 5 Priesen schwarzen Sesam. Dann die gekochten, abgetropften und etwas abgekühlten Linsen dazu geben, umrühren. Wer mag kann noch 1/2 Räuchertofu würfeln und mit unterheben.


    Die Grilltüten: (12 Stück)

    12 Alufolienanbschnitte bereitlegen.
    3 Feta-Käse teilen und dann die Hälften längs teilen, immer eins auf jede Folie legen. Darauf ein Stück Räuchertofu, darauf dann Paprikawürfel, Champignon im groben Stücken und Lauchzwiebelchen. Mit Paprikapulver bestäuben, Kräuter der Provence und etwas getrocknetes Bockshornkleekraut auflegen. Die Folie zusammendrücken wie ein Säcklein, oben verdrehen. Auf dem Grill 10 min drauf lassen. Fertig.








    Mittwoch, 7. März 2012

    Suppe im Vegan Star


    Dieses Süpplein schmeckt richtig krass nach Brokkoli: 
    Einen Brokkoli  ganz klein klein schnippeln in den Vegan Star einfüllen. Etwas Gemüsebrühe dazu geben, Salz, Pfeffer, bisschen Muskat, eine Priese Ingwer. Vegan Soup Programm starten. 
    In einer Pfanne währenddessen ein paar Semmelwürfel mit Ghee anrösten, dabei einige Rosmarien-nadeln mitbrutzeln, salzen, bei Seite stellen. 1 El Ghee auslassen, 1 El Mehl dazu geben, anbräunen. Damit die Suppe binden. Auf einen Teller anrichten, dabei etwas saure Sahne in die Mitte , darauf die Semmelwürfel geben und auffuttern.

    Donnerstag, 1. März 2012

    Löwenzahngemüse

     

    Zutaten

    • 250 g Löwenzahnknospen
    • 2 EL Butter
    • 3 EL süße Sahne
    • Salz, Pfeffer

    Zubereitung

    Knospen waschen und abtropfen lassen. In heißer Butter etwa 4 Minuten andünsten. Sahne zugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

    Mittwoch, 9. November 2011

    Schwarzwurzel - Winterspargel

    Der Spätherbst erinnert mich an ein Gemüse, dass man hier in Supermärkten fast vergeblich sucht: die Schwarzwurzel. Schade, denn mit ihrem feinen Geschmack passt die fast überall dazu und ist eine wunderbare Abwechslung. Und die Wurzel hat es in sich: 
    • Vitaminen A, B1- B3, C und E 
    • Kalium, Magnesium, Kalzium, Phosphor, Eisen, 
    • Glykoside, Asparagin 
    • Allantoin (Zellerneuerung - desinfiziert und bringt Wunden zum schnelleren Abheilen.)
    • Im Milchsaft: Bitterstoffe und Inulin. 
    Auch die Germanen kannten und aßen die wahrscheinlich aus Spanien stammende Wurzel, die früher als Heilmittel gegen Schlangenbisse und Pest galt. Es dauerte aber noch bis zum 18. Jahrhundert, bis die Schwarzwurzel, die nicht holzig wurde, die Haferwurzel in unseren Gärten ablöste.  Die Schwarzwurzel ist ausdauernd und winterhart. Natürlich ist die Zubereitung etwas mühsam; Oma machte es so: 
    • Nur ordentliche, möglichst gerade Stangen, unverletzte Stangen kaufen.
    • Unter fließendem Wasser das Gemüse gründlich abbürsten, mit dem Sparschäler schälen und  sofort in Essigwasser legen, dann verfärben sie sich nicht. Und dann nach Rezept verarbeiten.
    • Oma schnitt die Wurzeln niemals klein, damit der Milchsaft nicht ausläuft und der aromatische Geschmack erhalten bleibt.
    Die etwas spöttische Bezeichung "Winterspargel" kommt nicht von ungefähr: Man kann Schwarzwurzeln genauso wie Spargel weiter verarbeiten. 




    Gebackene Schwarzwurzeln


    ca.750 g Wurzeln gründlich waschen, schälen in eine Schüssel mit Essigwasser  (auf 1L 1 Tasse Essig) legen. Möglichst im Ganzen in Salzwasser weich kochen, heraus nehmen und abtrocknen lassen. 
    Aus 200g  Dinkelmehl, 2 Eiern, 1 EL Öl und 1/4 l Milch einen zähflüssigen Teig bereiten, durch diesen zieht man die angetupften Schwarzwurzeln und bäckt sie in heißem Fett schwimmend aus. 


    Nach dieser Behandlung dürfte es mit den guten Inhaltsstoffen fast vorbei sein, daher hier ein  anderes Rezept:


    Schwarzwurzelsuppe


    Die Wurzeln wie gehabt vorbereiten. In Gemüsebrühe mit einem Schuß Zitrone oder Essig weich kochen. Dann die Wurzeln durch ein Sieb passieren und mit Muskat und Petersilie abschmecken. 
    (Gemüsesuppen im VeganStar geht total easy und das Gemüse wird auch nicht tot gekocht.)

    Gekocht als Gemüsebeilage



    800g Wurzeln waschen, schälen in langen Stücken lassen und in Salzwasser mit einem Schuß Essig garen.  50 g Butter in einer Pfanne auslassen und etwas Semmelbrösel anbrutzeln. Diese dann über die angerichteten Schwarzwurzeln geben. 





    Gedünstet


    Die Schwarzwurzel waschen und  in Scheiben oder kleine Stücke scheiden, mit einer kleinen in Würfeln geschnittenen Zwiebel  in etwas Fett dünsten, mit 1/4 L saurer Sahne aufgießen und mit Mehlschwitze binden - wer´s mag. Abschmecken mit Pfeffer oder Paprika. 


    Und das Gute kommt zum Schluß:


    Salat


    Schwarzwurzeln wieder vorbereiten aber im Ganzen 30 min Garen, dann abtropfen lassen und in Scheiben geschnitten in eine Schüssel geben. Marinade aus Wasser und Essig zu gleichen Teilen, etwas Öl dazu, Salz,  Pfeffer und etwas Zucker. 
    Wer es bunter mag kann mit feingewürfelten Paprika und Kräutern variieren. Auch Champis, Erbsen oder Schinken passen gut. Den Salat kann man auch noch mit einem gewürfelten gekochtem Ei verfeinern.Mit wenig Marinade in einen nicht süßen Crêpe angerichtet hat man ein feines Abendessen, dass sehr lecker ist und die Figur schont.

    Schwarzwurzel - gedünstet

    Die Schwarzwurzel waschen und  in Scheiben oder kleine Stücke scheiden, mit einer kleinen in Würfeln geschnittenen Zwiebel  in etwas Fett dünsten, mit 1/4 L saurer Sahne aufgießen und mit Mehlschwitze binden - wer´s mag. Abschmecken mit Pfeffer oder Paprika. 

    Schwarzwurzel - gekocht als Beilage

     800g Wurzeln waschen, schälen in langen Stücken lassen und in Salzwasser mit einem Schuß Essig garen.  50 g Butter in einer Pfanne auslassen und etwas Semmelbrösel anbrutzeln. Diese dann über die angerichteten Schwarzwurzeln geben. 



    Gebackene Schwarzwurzeln

    ca.750 g Wurzeln gründlich waschen, schälen in eine Schüssel mit Essigwasser  (auf 1L 1 Tasse Essig) legen. Möglichst im Ganzen in Salzwasser weich kochen, heraus nehmen und abtrocknen lassen. 

    Aus 200g  Dinkelmehl, 2 Eiern, 1 EL Öl und 1/4 l Milch einen zähflüssigen Teig bereiten, durch diesen zieht man die angetupften Schwarzwurzeln und bäckt sie in heißem Fett schwimmend aus. 

    Donnerstag, 3. November 2011

    Kürbisgenuß fast mit Stumpf und Stiel

    Allerheiligen ist vorbei, auch wir haben eine kleine Feier im Garten gehabt, allen die anwesend waren, danke ich fürs Kommen und die gute Laune sowie die schönen Stunden. 
    Zeit den durch Halloween eine Art Renaisance erlebenden Kürbis etwas näher zu betrachten, ist er doch eine der ältesten Kulturpflanzen, die den Menschen schon seit Jahrtausenden als Nahrungsmittel dient. Alte kernige Funde aus prähistorischer Zeit werden auf etwa 10.000 v. Ch datiert. Das Fruchtfleisch musste gleich verwertet werden, da es sich bekanntlich schnell verdirbt, die eiweißhaltigen Kerne allerdings kann man länger aufheben und verschieden einsetzen. Süß-sauer eingelegt, als Füllung, Pie, Kuchen, Suppe und als Plätzchen - dafür kennt sicher jeder ein Rezept, daher habe ich etwas herausgesucht, was bestimmt nicht jeder kennt: 

    Mazedonischer Kürbis-Spargel

    Man benötigt einen 1,5 kg schweren Kürbis, den man aushöhlt und dann in fingerdicke lange Stücke schneidet. Mit Küchengarn bindet man sie paketweise zusammen und kocht sie in Salzwasser, dem ein TL Zucker zugefügt wird, bis sie glasig sind. Dann nimmt man den Kürbis heraus, lässt ihn abtropfen, nimmt das Garn ab und schichtet alles in eine Auflaufform und gießt 1 Becher Sauerrahm darüber. Darauf krümelt man 4 EL Semmelbrösel, die man in Butter gelbbraun anbrät. Das Ganze schiebt man in den Herd und backt es bei 120 Grad 15 min.

    panierter Kürbis

    1,5 kg zarten Kürbis aushöhlen, waschen, in 6 cm lange und gut 1cm dicke Streifen schneiden, salzen und 1/2 Stunde ziehen lassen. Dann in 2 verschlagenen, gepfefferten und gesalzenen Eiern wenden, anschließend in Semmelbrösel. Dann in heißem Fett (was auch immer Man sonst zum Braten nimmt) ringsherum braun braten und mit Tomatensauce servieren.

    Zum guten Schluss, da wir nichts wegwerfen wollen: 

    Die Kerne heben wir auf und bereiten eine leckere Knabberei: Die Kerne sämtlich von Fruchtfleisch lösen und waschen, bis sie nicht mehr so klebrig sind. Auf ein mit Backpapier ausgelegeten Bleche können sie gesalzen oder ungesalzen bei 200 Grad geröstet werden, wobei man sie mit dem Pfannenwender nach gut 10 Minuten wenden kann, damit man eine schöne gleichmäßige Bräunung erreicht. 

    Und wer die Knabberei vom Jahrmarkt vermisst, der kann sie karamelisieren. Dazu Rohrzucker und 1 EL Rübensirup in einer Pfanne auslassen die Kerne dazu und gut umrühren. Dann auf einem Backpapier ausgebreitet abkühlen lassen, eventuell in Stücke brechen. 

    Ungeröstet und getrocknet kann man sie im Müsli genießen oder zu Gemüseriegeln, Gemüseleder und zum Backen sowie für Salate verwenden. 

    Auch Kürbismilch läßt sich leicht selbst herstellen: Kürbiskerne in Mixer zerkleinern, mit warmen Wasser aufgießen, 20 min ruhen lassen, seihen und mit Honig abschmecken. 

    Frischkäse übrigens kann man mit gerösteten Kernen, die man nach dem Erkalten in der Mühle bzw. Küchenmaschine fein zerkleinert zu neuen Ehren als Herbstbrotaufstrich verhelfen. Abgeschmeckt wird mit Pfeffer, Salz. Eine Schalotte in feinen Ringen rundet das Ganze geschmacklich ab.