Donnerstag, 5. Januar 2023

PFAFF E6000 - Stricktechniken

Dies ist MEINE Übersetzung / Anleitung / Meinung: Übersetzt, getestet, für gut befunden – aber trotzdem ohne Gewähr. Jeder strickt auf eigene Gefahr 😏 / Interpretation der Originalanleitung. Ich übernehme keine Garantie für die Richtigkeit.


Nach meiner geisterhaften Meinung handelt es sich hier um die absolute Königin der halbindustriellen elektronischen Strickmaschinen. Ist zwar ein bisschen gruselig, sich an die Elektronik zu gewöhnen, aber wenn du erstmal den Dreh raus hast... Wenn Du einen Motor dein Eigen nennst - prima. Je größer deine Projekte und je komplizierter die Muster - es strickt sich einfach entspannter. An die tausend Reihen für die Rückseite eines Pullovers sind hier keine Seltenheit! Aber es wird noch besser: Die Maschine kommt mit einem fetten Musterbuch, in dem die verrücktesten Texturen und Stichmuster darauf warten, von dir gestrickt zu werden. Und als Sahnehäubchen gibt es auch noch einen 4-Farbwechsler, damit es (ent)spannend bleibt.  Mit der Passap E6000 können ohne Übertreibung tausende verschiedene Arten von Strickstoffen hergestellt werden. Das sollte ausreichen, um dich eine Weile zu beschäftigen beschäftigen. Damit das funktioniert brauchts verschiedene Techniken.

Je nach Machart des fertigen Gestricks müssen Maschen auf unterschiedliche Weise verarbeitet werden um den speziellen gewünschten Charakter zu erreichen. Das macht die Technik. Das ist wie beim Zeichnen, bestimmte Effekte lassen Elemente eines Bildes plastischer erscheinen, Werden die Stößer auf dem vorderen Bett von der Elektronik auf eine bestimmte Weise bewegt entstehen verschiedene Effekte Es gibt verschiedene Stricktechniken, bei denen die vorderen Stößer auf die gleiche Weise gesteuert werden, aber die Konsolenanzeigen für das hintere Bett sind unterschiedlich. Auch das verändert das Aussehen des fertigen Gestricks. Es sind oft auch nur kleine Nuancen in der Einstellung der Schlösser die die großen Unterschiede produzieren. So kommt es das ein und das selbe Muster in bestimmten Stricktechniken ein ganz anderes Strickbild zeigt. Dabei kannst du auch noch zwischen vorder- und Rückseite wählen, erlaubt ist was dir gefällt. Beachte jeweils die Diagramme im Handbuch. Manche Muster sind mit einem STERN * gekennzeichnet - hier sind sowieso noch weitere Handgriffe vonnöten, auch hier siehe Diagramm im Handbuch.

Du hast die Wahl zwischen verschiedenen Mustern:

    • Grundmuster (84 -bei denen keine zusätzliche Stricktechnik verwendet werden muss )
    • Fangpatent
    • Norweger & Sommernorweger
    • Webmuster
    • Rapportmuster
    • Spitzenmuster
    • Biesen
    • Intarsien
    • Lochmuster mit und ohne Umhängen

Als ob das noch nicht genug wäre, kannst du mit der Passap E6000 wie ein Strick-Zauberer mit Muster und Techniken wild durcheinanderkombinieren! Die Passap E6000 ist wie ein strickender Superheld, der selbst mit den kniffligsten Garnen spielend zurechtkommt - vorausgesetzt, du hast ein bisschen Fachwissen angehäuft und eine ganze Menge Geduld bis du das Wissen hast und darüber hinaus. Denn: Ihr Abstreifersystem erlaubt es dir, sowohl leichte als auch schwere Garne zu verstricken. Diese Maschine ist wirklich etwas besonderes! Man kann sagen: Geht das Garn leicht durch die Fadenleitöse sollte es strickbar sein.

Maschinenstricken kann eine Herausforderung sein, aber keine Panik, du rockst das!


Gruß
Landerun

Mittwoch, 4. Januar 2023

PFAFF E6000 - Wichtige Tipps vorab zu allen elektronischen (Pfaff)-Strickmaschinen

Dies ist MEINE Übersetzung / Anleitung / Meinung: Übersetzt, getestet, für gut befunden – aber trotzdem ohne Gewähr. Jeder strickt auf eigene Gefahr 😏 / Interprätation der Originalanleitung. Ich übernehme keine Garantie für die Richtigkeit.

Es ist wirklich wichtig, deine Strickmaschine gut zu pflegen, damit sie lange hält und immer bestens funktioniert. Das ist kein Hexenwerk – aber ein bisschen Aufmerksamkeit braucht sie schon. Hier sind ein paar liebevolle Tipps, wie du dich um deine Maschine kümmern kannst:

Netztrennung:
Es ist wichtig, dass du deine Strickmaschine vom Stromnetz trennst, indem du den Stecker ziehst, wenn du sie nicht benutzt. Dadurch sicherst du deine Maschine vor potenziellen Problemen durch Stromstöße. Vergiss nicht, dies regelmäßig zu tun, um die Gesundheit deiner Maschine zu erhalten.

Batterie / Akku-Wartung:
Deine Strickmaschine verfügt über einen Akkumulator (auch Batterie genannt), der aufgeladen wird, während die Konsole in Betrieb ist. Nach etwa 3 Wochen Inaktivität kann der Akku entladen sein oder die Ladung nicht mehr aufrechterhalten. Um Datenverlust und Probleme zu vermeiden, schalte die Konsole alle 3 Wochen für etwa 6 Stunden ein. So bleibt der Akku geladen und deine gespeicherten Informationen bleiben erhalten.

Staubschutz:
Verwende eine Stoffhülle, um deine Strickmaschine vor Staub zu schützen. Achte darauf, dass du den Bezug so auflegst, dass der Schriftzug nach unten zeigt. Decke auch den Mast der Strickmaschine mit einem Kopfkissenbezug ab und lege einen zusätzlichen Stoffbezug über die Konsole. Durch diese einfachen Maßnahmen bleibt deine Strickmaschine sauber und geschützt.

Wenn Du die Maschine längere Zeit nicht im Gebrauch hast kannst du Sie auch wegpacken:
Brother, Empisal und Silver Reed Maschinen verschwinden gern im Koffer, vorausgesetzt - die haben keinen Motor montier

Montag, 2. Januar 2023

PFAFF E6000 - Erkundungsgang

Dies ist MEINE Übersetzung / Anleitung / Meinung: Übersetzt, getestet, für gut befunden – aber trotzdem ohne Gewähr. Jeder strickt auf eigene Gefahr 😏 / Interprätation der Originalanleitung. Ich übernehme keine Garantie für die Richtigkeit.

Schweizer Maschine mit wunderbarem Strickbild

  • Art: Feinstricker
  • Doppelbett: ja
  • Nadelabstand: 5mm
  • Nadelanzahl: 179 Zungennadeln pro Bett mit Stößern darunter
  • Hersteller / Land: MADAG Maschinen- und Apparatebau, Dietikon, Schweiz
  • Herstellungsjahre: ab 1988
  • Preis:
  • Maße: , Gewicht ca. 30 kg
  • Sonderzubehör: Elektroantrieb, 4-fach Farbwechsler, Musterschloss u100
  • nun kostenfreie Software Journal Six, Creativ

Bemusterung mit sogn. Dialogcomputer mit über 600 festgespeicherten Mustern, wobei hier immer Muster und Technik kombiniert werden und ich schon so manches Mal eine Überraschung erlebte. Sie kann mit neuen Speichern (Eproms) downloadfähig gemacht werden.

Dazu gibt es eine Software, Journal Six, zum Download, damit können eigene Muster und Schnitte komfortabel auf die Maschine übertragen werden. Die Software ist mittlerweile frei verfügbar. In der Facebookgruppe um Kirsten Schreiweis von der Strickschmiede wurde das Programm eingedeutscht. Hier erhält man auch fundierte, freundliche Hilfe zu allen Pfaff & Passap Maschinen.

Im Detail:

Die Nadelbetten. 179 Nadeln sind auf jedem Bett. Die Nadelskala auf dem vorderen Bett zeigt an, wie viele Nadeln links und rechts von der Mitte liegen. L-1 R+1 markiert die genaue Mitte – aber wer braucht schon ’ne Skala auf dem hinteren Bett, da schaust du eh nicht -oder doch? Dann musst du den Kopf verrenken. Wenn du ohne die Konsole strickst, musst du die Nadeln auf dem vorderen Bett selbst auswählen und sie dann entsprechend deiner Anleitung auf dem hinteren Bett anordnen. Wenn du die Konsole benutzt, lehne dich entspannt zurück und lass den E-Schlitten die Nadeln auswählen, die er verwenden möchte. Dann richte die Nadeln auf dem hinteren Bett nach deinem treuen Handbuch ein.

Die Nadeln haben Zungen, die sich öffnen und schließen, um die Maschen zu bilden. Jede Nadel entspricht einer Masche. Die Nadeln haben zwei Positionen. Nicht-arbeitende Nadeln ruhen unten an der Schiene, während sich die arbeitenden Nadeln etwas über der Schiene befinden, mit den Nadelköpfen an der Oberseite des Nadelbetts, aber nicht darüber hinaus. Um die Randfedern zu verschieben werden sie angehoben und gleiten dann entlang der Schiene, um an der Randnadel in Arbeitsposition zu landen. Die Zunge bleibt dabei unter der Randfeder geschlossen. Wenn du ohne Gewichte strickst, helfen die Randfedern, die Randmaschen auf den Randnadeln zu halten. Die Riegelschiene am hinteren Bett ermöglicht das Bewegen der Stößer in und aus der Schiene und sichert ihren Weg. Du kannst die Schiene öffnen, indem du den Bolzen ganz nach links drückst. Nachdem du die gewünschten Stößer ausgeschoben hast, schließe sie wieder. Schau drauf, dass sie wirklich geschlossen ist, sonst gibt´s Selektionsfehler.

Der Stößer ist die kuriose Vorrichtung mit 3 Positionen. Wenn er faul sein darf – also im Ruhezustand (NWP – „Non-Work-Position“), verweilt der Stößer gemütlich in der Riegelschiene am hinteren Bett und kuschelt sich vorne ganz unten ans Bett. In der Arbeitsposition (WP – „Work-Position“) erhebt sich der Stößer stolz über die Schiene am hinteren Bett und nimmt auch vorne seinen Platz an der Positionierungskerbe am vorderen Bett ein. Wenn es Zeit zum Ausruhen ist – Ruhestellung (RP), bleibt der Stößer oben auf der Riegelschiene am hinteren Bett bequem und entspannt am unteren Ende des Nadel-/Stößerkanals am vorderen Bett.

Wenn ein Stößer aus der Riegelschiene herausgefahren ist, kann er leicht aus dem Bett angehoben werden Und wusstest du schon? Es gibt zwei Arten von Stößern für das vordere Bett – einen mit rundem Deckel und den anderen, nun ja, der ist einfach nur gerade. Prost auf diese skurrilen Vorrichtungen, die die Welt der Musterung ein bisschen unterhaltsamer machen!

Oh,Stickerin, lass uns über die zauberhafte Welt des Versatzgriffs sprechen! Diese schicke Vorrichtung dreht sich ganz um die Positionierung von Nadeln, wie eine Tanzparty auf einer Strickmaschine.

Der Versatzgriff kann entweder die Nadeln auf dem hinteren Bett direkt gegenüber denen auf dem vorderen Bett platzieren – dann ist der Griff oben. Oder sie in einer abwechselnd anordnen, dann zeigt er nach unten. Kontrolliere, ob das bei dir so ist, meine ist genau umgekehrt montiert. Wenn dieses Biest nicht richtig eingestellt ist, kann es zu einer unschönen Katastrophe führen. Also, vergewissere dich, dass er in der richtigen Position ist.

Behalte die Versatzanzeige im Auge (zeigt die Richtung an, in die du zuletzt versetzt hast) und ebenso die Versatzskala (zeigt an, wie viele Nadelpositionen du von der aktuellen Position aus nach links oder rechts grooven kannst),

Der Fadenmast mit Fadenspannung hält den Faden fest und sorgt dafür, dass er sich nicht verheddert, während er sich durch die Maschine wuselt. Für ein bisschen mehr Spannung, drehe in Richtung der 7, und für etwas Lockerheit, zur Nummer 1.

Die Schlösser vorne und hinten sind einander ganz ähnlich, nur mit ein paar kleinen Unterschieden. Das hintere Schloss trägt das Garn, hat außerdem (die von der DUO 80 bekannten) ein paar freche Pfeiltasten und eine Musterwählscheibe von A bis H. Das vordere Schloss hingegen hat einen coolen Griff, einen reizenden Reihenzähler und eine Musterskala mit den Buchstaben K, L, C, O, E, S, G und U.

N – X Hebel ist der Zauberer: Bei N erhältst du die Grundstrickarten wie Feinripp, Jersey und glattes Gestrick. Steht er auf X kannst du die kreative Kraft des (elektronischen) Musterstrickens entfesseln. Wenn der Hebel auf X steht, kann die Musterskala nicht bewegt werden.

Die E6000 hat neben den o. g. eine weitere Wählscheibe, welche die Maschengröße bestimmt. Die Zahlen 1 bis 8, mit Viertelschritten dazwischen, beziffern die Maschengröße, 1 ist die Kleinste und 8 die Größte. Die Maschengröße richtet sich nach der Strickart und natürlich dem Material.

Deine Werkzeuge und die Abstreifer werden hinreichend im Handbuch beschrieben.

 

Sonntag, 1. Januar 2023

PFAFF E6000 - Rund um deine Motivation – grrr! Ich schieb die Olle aus dem Fenster!

 Dies ist MEINE Übersetzung / Anleitung / Meinung: Übersetzt, getestet, für gut befunden – aber trotzdem ohne Gewähr. Jeder strickt auf eigene Gefahr 😏 / Interprätation der Originalanleitung. Ich übernehme keine Garantie für die Richtigkeit.


Ach, der allseits bekannte Frust eines jeden Strickers – nichts will so recht klappen, Zweifel kommen auf, ob man überhaupt jemals dahinterkommen wird. Aber hey, nimm dir Zeit, die Bedienungsanleitung deiner Maschine zu studieren und die verschiedenen Funktionen zu erfassen. Und wirklich jetzt, lies sie bitte, bevor du überhaupt irgendwas anfängst. Die E6000 kommt mit einem Handbuch daher, das sich anfühlt, als wäre es für eine außerirdische Raumfähre geschrieben worden, vollgestopft mit elektronischem Kauderwelsch.

Es gliedert sich so: Die Seiten 1-17 sind nicht farbcodiert und behandeln einige Grundlagen der Maschine. Die dunkelblauen Seiten (18-33) gehen auf grundlegende Programmierungen ein. Die hellblauen Seiten (34-54) widmen sich u. a. dem Kombinieren von Mustern. Die Seiten (55-71) handeln von Vergrößerungen- / Positionierungen. Die Seiten 72-77 sind nicht farbcodiert und bieten Informationen zur Verwendung des Kartenlesers. Die dunkelgrauen Seiten (78-87) enthalten Informationen zum Formularprogramm, und die hellgrauen Seiten (88-124) behandeln grundlegende Stricktechniken, die Seiten (125-132) sollen Informationen zur Erstellung eigener Strickmusterkarten liefern. Auf den Seiten mit dem schwarzem Rand (134-181) findest du Musterdiagramme und zusätzliche Informationen zu Abnahmen und Stricktechniken. Die Seiten 182-191 enthalten eine Liste mit Fehlermeldungen, die im Display angezeigt werden können, sowie Informationen zur Fehlerbehebung. Auf Seite 192 findest du ein Register für die meisten Anzeigen, die im Anzeigefenster sichtbar sind.

Es gibt Hoffnung, eine klare Anleitungen zu erhalten- natürlich nicht für die E6000 direkt. Aber für die Duomatic 80, die die "kleine Schwester", der elektronischen E6000 ist. Diese gibt es online (einfach nach "Rette-Strickmaschinen - Alfred Menzi / schweizer Seite" suchen), sie enthält einen detaillierten Leitfaden ohne diesen ganzen elektronischen Wahnsinn. Zum Lernen ist das ausgezeichnet, denn alles Grundlegende zur Funktionalität, anschlagen, abketten, zu- und abnehmen, auch Bemusterung mittels Wählscheibe, Pfeiltasten und Stößer wird hier gezeigt. Eine Sorge weniger! 

Sobald du das verinnerlicht hast, geht’s weiter. Klar, das könnte anfangs verwirrend sein, aber mach dir keinen Kopf. Stell dir einfach vor, wie du mit Begeisterung jemandem von deiner sagenhaften Strickmaschine vorschwärmst (auch wenn dieser Jemand die Augen rollt und gar nicht wusste/ wissen will das es sowas gibt…).

Das ist DEIN Hobby, mein Freund! Dabei geht es darum, dein Selbstvertrauen aufzubauen. Je mehr du dich mit den Informationen beschäftigst, desto klarer wird alles werden. Bald fühlst du dich wie ein Strickzauberer und kreierst deine eigenen fantastischen Meisterwerke. Geduld ist das Geheimnis. Lerne, mit dem Kauderwelsch klarzukommen und tanz im Rhythmus der mysteriösen Konsole. Ja, es ist eine steile Lernkurve, aber Kopf hoch! Schließlich wirst du die Passap-Maschine beherrschen wie ein wahrer Strickmeister. Fang einfach mit den Basics an und schrittweise wirst du zum Maschenkünstler.

Oh bitte: Wenn du Fragen hast, versuche erst mal auf eigene Faust zu knobeln – nicht nur für dein Lernen, sondern auch um die Anderen vor einem Frage-Marathon zu verschonen.

Hab Spaß beim Stricken und lass die kreativen Maschen springen!