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Freitag, 18. Juni 2021

Rosen-Essig für Haut & Haar


Auf eine Handvoll Rosenblätter gib 750ml Bio-Apfelessig naturtrüb, verschließe das Gefäß und lass es
vier Wochen stehen, immer mal wieder schütteln nicht vergessen. Danach wird das Ganze abgeseiht, die Blätter ausgedrückt und weggeworfen. Die so gewonnene Flüssigkeit gib in eine dekorative Flasche, etikettieren nicht vergessen, fertig.

Dieser liebliche Essig, der den Duft und heilende Eigenschaften der Rose mit dem des Apfelessig wunderbar vereint lässt sich vielseitig anwenden. Er wirkt desinfizierend und hilft bei unreiner Haut, vergrößerten Poren, trockene Haut wird beruhigt. Natürlich muss der Rosenessig für diese Art der Anwendung als Gesichtswaschung verdünnen. Auf Pickelchen kann man ihn pur mit einem Wattebausch auftragen. Im Verhältnis 1:5 gemischt ein sauberes Leinentuch befeuchten und 10 Minuten auf das Gesicht legen, Augen zu. Danach abwaschen und trocken tupfen. Ein Schuss Rosenessig in das Haarspülwasser schenkt wunderbaren Glanz, entfernt Schuppen und beruhigt die Kopfhaut und wirkt der Neubildung von Schuppen entgegen. Unter der Dusche einfach ein bisschen Rosenessig in die Hand geben und über den Körper reiben. Nicht abspülen. Der Essiggeruch verfliegt und es bleibt nichts als Rose. Angeblich hilft der Rosenessig auch bei Insektenstichen, das werden wir bei Gelegenheit selbstverständlich ausprobieren. Kulinarisch passt Rosenessig zu Blatt- und Obstsalaten. 

Mittwoch, 19. August 2015

Tremocos, Süsslupinen und die Suche nach einer Zutat.

Süsslupinen, Bitterlupinen - Was denn nun? Anfangspunkt war die Suche nach eingelegten
Lupinenkernen für einige Rezepte aus dem Buch „Käse vegan“ vom Stocker Verlag verwendet werden sollen. Tremocos, so steht es im Internet, ist eine Knabberei, die in Südeuropa wohl jeder kennt und mag. Das sind in Salzlake eingelegte Lupinenkerne. 
Nun ist die Lupine mindestens genauso vielseitig wie die Sojabohne. Trotzdem ist sie in Vergessenheit geraten, wird Zeit sie neu zu entdecken. Man unterscheidet Süß- und Bitterlupinen. Die Bitterlupinen sind vor Verzehr unbedingt mehrfach zu wässern, das Einweichwasser muss weg gegossen werden. Süßlupinen bekommt man blitzschnell in hervorragender Qualität zum vernünftigen Preis bei Prohviant.de. 
Lupinen gehören zu den Hülsenfrüchten, man unterscheidet weiße, gelbe und blaue Sorten. Diese sind nahezu bitterstoffrei und können so problemlos mit entsprechender Gerätschaft  zu Hause zu frischen Lupinenmehl gemahlen werden. Auf Prohviant.de. liest man folgende Empfehlung:

 „Zum Keimen die Samen über Nacht in viel Wasser einweichen. Wasser abschütten und täglich wässern. Wenn der Spross so lang ist wie der Same, ist die Süßlupine verzehrsfähig. Allerdings keimen nicht alle Samen, deshalb ist es besser, die eingeweichten Samen mit Wasser zu kochen bis sie weich sind.“

Testweise ausgesähte Samen an einem warmen Donnerstag zeigten die ersten Spitzen bereits am Sonntag Nachmittag. Nachdem es recht heiß war, blieben die Schnecken in ihren Verstecken und die Lupinen wuchsen rasch. Dann kam der Regen, mit ihm eine hungrige Meute schleimiger Nimmersatte. Nur zwei Pflanzen hatten das große Fressen überstanden in der Nähe von Kartoffeln, die aus dem Vorjahr noch im Bode lagen und nun schützend die Lupinen umwuchsen. Also neuen Samen in die Erde und kein „Unkraut“ mehr gezupft. Die Lupinen und die Gurken wuchsen erneut im Schutz der Melde, Kartoffel und Vogelmiere. Ich musste mich wirklich zusammenreißen, nicht zu jäten. Siehe da, die Natur ist schlauer als ich. Ob wir allerdings noch Gurken ernten diese Jahr? Der Hagel kam und schlug große Löcher in die Blätter. Doch zurück zu den Tremocos.

Tremocos -selbst gemacht


  • Süßlupinenkerne in einen Durchschlag geben und einige Tage wässern. Dabei täglich das Wasser wechseln.
  • Wenn die Kerne keimen und der Keim schließlich so lang ist wie die Samen, die beachtlich aufquellen, vorsichtig aus der Schale drücken.
  • Die entschalten Samen in das Glas schichten.
  • Salzlake herstellen aus: 1 Liter kochendem Wasser, ca. 300 -350 g Steinsalz unter Rühren auflösen und in das Glas geben, verschließen.
  • Abwandlung: Einige Gläser habe ich mit etwas Kräutersalz versetzt, das schmeckt würziger. 
  • Andere habe ich mit der Schale eingelegt, durch den Keim lässt sich beim Essen die Schale gut entfernen.
  • Das Salz konserviert. Nach einigen Tagen sind die Lupinenkerne gut durchgezogen.



Mittwoch, 10. Dezember 2014

Lebkuchen - Gewürzmischung

  • 1 Tl. Pimentpulver, 
  • 1 Tl. Nelkenpulver, 
  • 3/4 Tl. Kardamompulver, 
  • 1 1/2 Tl. Ingwerpulver, 
  • 3/4 Tl. Muskatnusspulver und 
  • 1 Miniprise Schwarzer Pfeffer.

Montag, 24. November 2014

Stollengewürz

  • 7 g Muskatblütenpulver
  • 8 g Kardamompulver
  • 2 g Nelkenpulver
  • 10 g Muskatpulver
  • 10 g Pommeranzenschalenpulver
  • 70 g Vanillezucker selbst gemacht 
ca. 12 g auf 6 kg Teig

Mittwoch, 19. November 2014

Glühwein - Gewürzmischung

2 Sternanis, 
1 Zimtstange, 
5 Nelken, 
1 El Zitronenschalen, 
1 El Orangenschalen, 
1 Prise Muskat, 
2 Piment, 
1 MSP Anis

 Die Zutaten gut vermischen, in ein Gazesäckchen füllen und in den Wein geben. Die Menge ist ausreichend für 1 Liter Rotwein.

Dienstag, 9. September 2014

Samstag, 2. Juni 2012

Gestatten "Tonka"

Tonkabohne? Noch nie gehört? Na ja, die liegt schon eine Weile in meinem Gewürzschrank und wartet auf ihren Einsatz. Die Böhnchen sehen aus wie zu groß geratene verschrumpelte, schwarze Mandeln. Auf ungefähr 6 cm bringen sie es und kommen ursprünglich aus Südamerika und diente als Vanillersatz. Der Geschmack ist eine aparte Mischung aus Vanille und vielleicht ein bisschen Bittermandel, so wird die Tonkabohne jedenfalls in der Literatur (Gourmet-Handbuch) beschrieben.  Allerdings erinnert mich Geruch und Geschmack eher an Mädesüß, das ist ein großes Gewüchs in Deutschland heimisch, auf vorzugsweise feuchten Böden mit wunderschönen weißen herrlich durfenden Blütenwedeln. Dies Pflanze trägt auch die Bezeichnung "deutscher Vanillezucker". Den Blütenwedel ohne Krabelgetier in Zucker eingelegt, gibt er ihm  jedenfalls ein der Vanille ähnliches Aroma und den Kipfeln einen interessanten Geschmack.  Die Tonkabohne passt an Eis, Gebäck, Puddings usw. Man muß sie auf einer kleinen Reibe frisch reiben, dabei auf die Fingerlein achten. Tonkas enthalten Cumarin, daher muß man ein wenig aufpassen. Die bei uns erhältlichen haben eine Fermentierung hinter sich, dadurch einen niedrigeren Cumaringehalt. Ich habe meine heute in die Waffeln gemacht und ein bisschen experimentiert. Und jetzt habe ich mein Waffelrezept, mein Brüderchen würde sagen: Oh, Alternativwaffel - cool. :-). 

So gehts: 

100g Rohrzucker, 
1 EL Rübensirup, 
3 Eier, 
60g Butter, 
100g körniger Frischkäse in einer Schüssel verschlagen. 
Dazu einen Schuß Arak - warum weiß ich nicht, ich dachte es schmeckt und
 1/3 Tl Tonkabohnenpulver.  
1 Tl Weinsteinbackpulver mit 
200g Dinkel- und 
70g Dinkelvollkornmehl mischen, in die Schüssel geben, ordentlich mischen, davon gehen die Frischkäsekörnlis ein bisschen kaputt. Dann noch 
1/4 Hafermilch (oder Kuhmilch - vom der Bäuerin [Maria] oder Landliebe aus dem  Kühlregal) schön unterschlagen.

 10 min quellen lassen. Wenn der Teig zu dick erscheint noch ein bisschen Milch zugeben.  Im Waffeleisen recht braun abbacken und noch heiß mit Rohrzucker-Zimt-Mischung bekrümeln.