Mit einer Masche ist das Abnehmen ist eigentlich ganz einfach: Du hängst die Maschen einfach von der Außenkante nach innen um zur Mitte. Wenn du zwei Maschen auf eine Nadel packst, hast du eine Masche abgenommen. Das ist das Einfachste.
Es gibt aber mehr als nur eine Methode, um zwei Maschen auf eine Nadel zu bekommen, und es ist super wichtig, dass du das bei einem Kleidungsstück immer gleich machst. Beständigkeit ist echt das A und O, sonst sieht dein Teil an den Stellen, wo du die Maschen umgesetzt hast, ganz seltsam aus. Denk immer daran: Wenn du mit allen Nadeln in einem Doppelbettmuster (wie zum Beispiel Patentmuster) arbeitest, musst du die Maschen auf beiden Betten verschieben, damit alles synchron bleibt. Wen du eine Masche auf dem VNB und eine auf dem HNB verschiebst – zählt als eine einzige Abnahme. Du kannst jedes der verschiedenen Decker-Werkzeuge nutzen, um Abnahmen zu machen. Abnahmen mit dem 3er-Decker, nennt der Fachmann (Danke Tante Judith) auch „vollständige Abnäher“.
Von der äußeren Nadel ausgehend werden die Nadeln 1, 2 und 3 auf die Nadeln 2, 3 und 4 umgehangen. Diese Methode passt super in den vorhandenen Stoff und fällt echt nicht auf. Wenn du möchtest, dass die Abnahme ein bisschen mehr zur Geltung kommt (da sind wir wieder beim Raglan :-)) verschieb die vierte Masche auf die dritte Nadel und dann die Maschen von Nadel 1, 2 und 3 (wo zwei Maschen sind) auf die Nadeln 2, 3 und 4.
Wenn du die vierte Masche eine Nadel nach außen umhängst und alles nach innen, bekommst du eine schicke Schräge für alle umgehängten Maschen. Bei mehreren Abnahmen (wie Raglan oder V-Ausschnitt) entsteht so ein cooles Band aus richtig scharf definierten Maschen. Und auch hier kannst du den Maschenwendekamm benutzen, dann wird das seht viel deutlicher und am Ausschnitt stabiler. Noch mal der Hinweis auf den variablen Umhängekamm von Paff.
Bei 2 Maschen gleichzeitig
Wenn du 2 Maschen gleichzeitig abnehmen musst, nimm am besten gleich 5 Nadeln dazu her und verteile 2 der Maschen auf 2 Nadeln. Wenn du dann die Nadeln 2 und 3 auf 5 und 4 verschiebst, gibt's eine Falte im Stoff, die du vielleicht nicht haben willst. Es wäre besser und weniger auffällig, die Nadel 4 auf Nadel 5 und dann Nadel 2 auf Nadel 3 zu verschieben, und dann alles so lange zu schieben, bis alle leeren Nadeln mit Maschen belegt sind.
Bei MEHR als 2 Maschen gleichzeitig
Das Abnehmen von mehreren Maschen in einer Reihe (mehr als 2) machst du ganz easy auf der Seite mit den Strickschlössern.
Du nimmst einfach die Randmasche und versetzt sie zur nächsten Nadel.
Zieh beide nach oben, die Maschen fallen hinter die Nadelzunge.
Dann leg das Strickgarn in den Nadelhaken
Strick die beiden Maschen manuell auf der Nadel – und zack, eine Masche weniger! Mach so weiter, bis du die Maschenanzahl abgenommen hast, die du brauchst.
Das geht beim Doppelbett genauso, du musst nur die Maschen vom HNB aufs VNB umhängen und dann mit dem Abketten des Umschlags weiter machen. (Siehe E6000 HB Seite 109, Duo-HB Seite 49)
Strick ein Rippenmuster (1 x 1) nach Anweisung mit 29 Reihen.
Strickschloss steht links.
Erhöhe die MW auf eine weniger als die, die du für das Musterstricken auf dem Doppelbett brauchst. Also, wenn die für dein glatt rechts Garn 5,5 ist, nimm 4,5/4,5.
Strickschloss N/N. Mach die letzte Reihe fertig. Du bist bei 30 Reihen angekommen.
Erhöhe die Maschenweite, weil’s den Übergang zwischen dem engen Rippenmuster und dem fluffigeren Doppelbett- Strickmuster viel einfacher macht. Wenn wir die Maschen nicht vergrößern, werden die ersten Reihen möglicherweise zu eng und unbequem! Außerdem sieht es unfein aus.
So gehts:
Bring mit der flachen Seite vom orange/roten Lineal alle leeren Nadeln im Strickbereich auf beiden Betten in die Arbeitsposition (AP (Arbeitsposition, engl. WP für WORK POSITION). Wenn du die Nadelbetten anschaust, siehst du direkt gegenüber einer leeren Nadel eine Nadel mit Maschen. Das bedeutet, dass alle Nadeln zwischen -25 und 24 in der Arbeitsposition sind.
Wenn wir einfach drauflos stricken und gleich mit dem Doppelbettstoff starten, gibt’s da „Löcher“ oder Leerstellen, wo der Rippenstrick auf den Doppelbettstoff trifft. Testen mal beides, damit der Unterscheid klar ersichtlich ist.
Schau dir mal den Übergang zwischen dem Rippenstrick und dem Stoff an. Siehst du die „Löcher“? Wenn es dir gefällt ist es gut - man kann da auch Zierkordel durchziehen. Wenn´s Dir nicht gefällt - weil es halbfertig ist: füllen wir leeren Nadeln mit Maschen. Es gibt zwei schöne Möglichkeiten, um die „Löcher“ loszuwerden. Beide funktionieren:
Möglichkeit 1: Maschen auffüllen:
Nach dem Bündchen / Rippe alle leeren Nadeln in Arbeitsposition (AP).
Reihenzähler auf NULL
stricken Sie vier Reihen.
Pass auf, dass die leere Nadel eine Garnschlaufe aus der ersten (VNB) und zweiten (HNB) Reihe aufnimmt. Dann wird in der dritten (VNB) und vierten (HNB) Reihe eine richtige Masche daraus gebildet. Diese vier Reihen füllen den Raum aus, sodass keine Löcher zwischen dem Bündchen und dem Stoff entstehen.
Schlösser auf N/N.
Maschenweite 5/5.
Orange Abstreifer.
Versatzkurbel nach unten.
40 Reihen stricken.
Strickstück abwerfen.
Es ist echt wichtig, den Übergang zwischen dem Bündchen und dem darauf folgendem Gestrick gut im Auge zu behalten: Wenn dir eine komisch geformte Masche oder eine runtergefallene Masche auffällt, und das immer an der selben Stelle - dann stimmt da vielleicht etwas mit der Nadel nicht. Wechsle sie -siehe Handbuch.
Ich hänge lieber die Linken auf. Das braucht zwar ein paar Minuten länger, aber das Ergebnis ist es wert. Rippenmuster wie oben beschrieben einrichten und stricken.
Und jetzt kommt was Wichtiges: Vor der letzten Maschenanzahl der Rippe die Maschengröße auf 4,5 / 4,5 erhöhen.
Wir erhöhen die Maschengröße jetzt, weil beim Aufhängen der linken Maschen etwas Garn von den bereits gestrickten Maschen hergenommen wird. Lassen wir die Maschenweite wie sie ist, würden die Maschen viel zu eng werden, und das Ganze könnte schnell zum Desaster führen. Der Schlitten verkanntet, weil das Garn nicht mitarbeiten kann oder noch schlimmer, das Garn reißt und ruiniert alles!
Nach dem Bündchen / Rippe alle leeren Nadeln in (AP) auf beiden Betten bringen und los gehts mit den Aufhängen der linken Maschen.
Dazu schau dir mal die Maschen auf den Nadeln beim VNB an. Siehst du die Fadenschlinge / Masche auf der Nadel? Das ist die letzte Masche, die du gestrickt hast. Schau genauer hin! Siehst du die Fadenschlinge direkt hinter dieser Masche? Die liegt ganz entspannt horizontal zur Masche (Fadenschlinge) auf der Nadel. Das ist die linke Masche.
Schieb das orange Werkzeug einfach mit dem Auge zwischen die linke Masche und die Oberseite vom Abschlagkamm. Das horizontale Maschenstück sitzt jetzt auf deinem Werkzeug. Heb die linke Masche vorsichtig hoch und häng sie auf die leere Nadel gegenüber auf das HNB. Mach weiter und häng die linken Maschen vom VNB auf das HNB über die ganze Breite vom VNB.
Tipp:Wenn du Schwierigkeiten hast, die horizontale linke Masche zu erkennen, zieh die Nadel auf dem VNB, wo die rechte Masche ist, einfach ein bisschen nach unten. So wird die linke Masche ein wenig angehoben und du solltest das orangefarbene Werkzeug viel einfacher zwischen die linke Masche und die Oberseite des Abschlagkammes schieben können. Wenn du die linke Masche aufhängst, schau dir die Strickarbeit nochmal an, und du wirst merken, dass ein Stück Garn von den schon gestrickten Maschen weggenommen wird. Du wirst sehen, dass die benachbarten Maschen etwas kleiner werden.
Na bitte - geht doch, das VNB ist erledigt. Häng nun die Maschen vom Rückenbett einfach in die freien Nadeln vom Frontbett und wende dabei dieselbe Methode an. Vielleicht fällt dir die eine Richtung leichter – vom Rückenbett zum VNB oder vom VNB zum Rückenbett – als die andere. Auch das ist ganz normal :-).
Strickschloss auf N/N einstellen. Maschenweite 5/5. Orange Abstreifer. Versatzhebel nach unten. 30 Reihen stricken & abwerfen.
Schau dir an, wie der Übergang zwischen dem Rippenmuster und dem Kleidungsstück aussieht. Was gefällt dir besser? Das Rippenmuster auffüllen oder die linken Maschen hängen lassen?
Beide Techniken – Maschen auffüllen oder die linken Maschen aufhängen – passen fast zu allen Rippenmustern. Ich persönlich finde das Aufhängen der linken Maschen besser, auch wenn es ein bisschen länger dauert, weil’s einfach schöner aussieht. Je mehr du strickst, desto mehr wirst du herausfinden, was dir gefällt. Sei ruhig pingelig – ein geschickter Übergang von Rippstrick zum Strickmuster ist das Tüpfelchen auf dem I.
Strick ein Rippenmuster (1 x 1) nach den Anweisungen, aber mach nur 29 Reihen.
Das Strickschloss sollte auf der linken Seite sein.
Erhöhe die Maschenweite auf eine weniger als die, die du für das glatt-rechts Stricken brauchst. (Also, wenn die für dein glatt rechts Garn 5,5 ist, nimm 4,5/4,5.)
Strickschloss N/N. Mach die letzte Reihe fertig. Du bist bei 30 Reihen angekommen.
Warum vergrößert man eigentlich die Maschenweite? Wenn man das nicht macht, kann das Rippenmuster dazu neigen, am Kleidungsstück zu wellen. Eine größere Maschenweite sorgt dafür, dass der Übergang zwischen dem engen Rippenmuster und dem lockeren Strickmuster viel besser aussieht.
Bring alle leeren Nadeln auf beiden Nadelbetten im Strickbereich mit der flachen Seite des orange/roten Schieber in die Arbeitsposition (AP). Wenn du die Nadelbetten anschaust, solltest du direkt gegenüber einer leeren Nadel eine mit einer Masche sehen. Das heißt, dass sich alle Nadeln zwischen -15 und 14 in der Arbeitsposition befinden.
Als nächstes überträgst du die Maschen von einem Bett auf die leeren Nadeln des anderen Bettes.
Vom VNB zum HNB:
Wenn du glatt rechts strickst, ist das egal. Ich finde es einfacher, die Maschen vom VNB auf die leeren Nadeln des HNBs zu übertragen, weil ich sie besser sehen kann. Bei gemustertem Stoff, wie Tuck oder Fair Isle, machst du es besser umgekehrt, vom HNB auf den VNB.
AUFPASSEN: Halt das Arbeitswerkzeug einfach in einer Linie mit der Nadel, während du die Masche von der Nadel hebst – ganz einfach. Schau ins Handbuch :-) Wir üben hier, kein Stress. Je öfter du es machst, desto leichter wird's ... einfach üben, üben, üben!
Nimm die Doppelöhrnadel und greif den Nadelhaken von der ersten Nadel mit einer Masche auf der rechten Seite vom hinteren Bett, dann zieh die Nadel einfach raus, bis die Masche hinter dem Zungenverschluss rutscht. Schieb die Nadel wieder zum Nadelbett, bis die Masche auf der Doppelöhrnadel landet. Hinten aushängen, das andere Ende der Doppelöhrnadel Richtung VNB kippen, sodass das Öhr in den Haken der leeren Nadel auf dem VNB einhängt. Nadel hinten hochlupfen, während das Öhr im Nadelhaken festhängt. Jetzt rutscht die Masche auf die neue Nadel.
Die Maschen auf der Rückseite auf die leeren Nadeln des VNBs übertragen.
Maschenweite auf 5,5 stellen.
Jetzt zu den schwarzen Abstreifern wechseln und den Versatzhebel nach unten stellen.
Stricke 40 Reihen.
Wirf das Strickstückab und schau es dir an. Wenn die Rippen noch ein bisschen hängen, sich kräuseln strick sie noch mal mit anderer Maschenweite.
Nachdem du jetzt vom HNB zum VNB gewechselt bist, mach diese Übung einfach noch einmal. Strick ein 1x1 Bündchen, erhöhe die Maschenweite weiter, mach alle Anpassungen, die du brauchst. Übertrage die Maschen vom VNB auf leere Nadeln am HNB.
Du solltest das Übertragen in beide Richtungen üben, denn wie sonst sollst du lernen, gleichzeitig auf beiden Betten Maschen zu jonglieren? Alles wird gut, besser, perfekt...
Mit der gezahnten Seite des orange/roten Schiebers jede 2. Nadeln auf dem VNB in AP bringen
Auf die rechte Randnadel eine Randfeder setzen.
Schwarze Abstreifer, N/N, Maschenweite 1.
1 Reihe rechts stricken.
Die ausgelassenen Nadeln sowie eine Nadel am linken Ende des VNB nach oben holen (auf der Nadel am linken Rand darf sich keine Garnschlaufe befinden – sonst funktioniert das nicht.
Randfeder auf die Nadel ganz links setzen.
Die Maschenweite auf 5 ändern.
2 Reihen langsam rechts stricken.
Zur Maschenweite 5,5 wechseln und
weitere 20 Reihen rechts stricken.
Abwerfen & Anschauen: Wenn du am Faden ziehst, ziehen sich die Maschen zusammen – manchmal ist das echt nützlich. Frag mich nur wann ich das mal gebraucht haben? :-)
Falls du Schwierigkeiten mit der zweiten Reihe hast, schau nach deinen Abstreifern. Vielleicht sind die ja beschädigt oder die Maschenweite passt nicht. (Und hey, manche Wolle macht einfach ihren eigenen Kram...)
Langsames Stricken hilft dir, ein ordentliches Maschenbild hinzukriegen. In der ersten Reihe strickst du jede vierte Nadel (eine Nadel arbeitet, drei bleiben ohne Arbeit), und dann wird die mittlere von den drei Nadel, die nicht arbeiten, für die zweite Reihe am werken sein.
Grundlagen - E 6000 & (auch einiges über DM5 oder „Pinkie“; DM80 oder „Duo 80“ oder „Duomatic 80)
Es ist super wichtig, dass wir alle auf der gleichen Wellenlänge sind, wenn wir über die verschiedenen Teile der Maschine quatschen. Der Erfolg fängt mit den richtigen Infos an. Also schauen wir uns mal drei Maschinen an – vor allem die E6000, denn zu ihren Vorgängern gibt's schon jede Menge Infos im Netz.
Die DM5 oder „Pinkie“; dann die DM80, auch bekannt als „Duo 80“ oder „Duomatic 80“, die mit den grünen Schlossabdeckungen (außer bei der Jubilee-Serie, die waren grau); und die E6000 sehen zwar anders aus, sind aber eigentlich ganz ähnlich.
Die Schlosseinstellungen und die Stößler auf beiden Betten sind gleich, was das Lernen echt einfacher macht.
Erkunden wir sie: Setzen Sie sich vor die Maschine, (mit dem Handbuch) und schauen die Betten an. Von oben nach unten finden wir die weißgrauen Abschlagkämme, auch Fließkämme genannt. Am unteren Ende der Abschlagkämme ist die obere Schiene mit hellgrauen Zahnreihen angebracht.
Unter der oberen Schiene findest du den Nadelbettbereich, der voll mit Nadeln in Metallkanälen ist, und in neunBettabschnitten aufgeteilt ist. Ein bisschen über der Mitte liegt die Nadelschiene mit der Nadelskala, und direkt darunter ist der Stößerbereich. Bei der DM5, DM80 und dem E6000 (nur hintengibt's am unteren Ende des Stößerbereichs eine Sperrschiene, die hilft, den manuellen Stößer zu fixieren.
Die Sperrschiene bewegt sich nach rechts auf dem VORDEREN NADELBETT und nach links auf dem HINTEREN NADELBETT, um die Stößer zu öffnen (verwende den Knopf am linken Ende der Schienen). In Ruhestellung liegen die Stößer des VORDEREN NADELBETTs an der Hilfsführungsschiene an. Diese Nadeln haben zwei Positionen: Ruhestellung (unten an der Nadelschiene) und Arbeitsstellung (oben von der Schiene weg in Strickposition).
Die Stößer haben drei Positionen:
AUßER ARBEIT (in der Sperrschiene verriegelt oder an der Hilfsführungsschiene anliegend),
Ruheposition (außerhalb der Sperrschiene, aber an dieser anliegend, oder beim vorderen Bett der E6000 von der Schiene aus nach oben, aber am unteren Ende des Nadelkanals) und
In Arbeit / Arbeitsposition (etwa auf halber Höhe zwischen der Nadelschiene und dem unteren Ende des Nadelkanals).
Weitere Elemente auf dem Bett sind die Randfedern, jeweils 2 pro Bett, die in der oberen Schiene laufen, und der Schaltnocken, der den Reihenzähler auslöst. Randfedern befinden sich auf der letzten ARBEITSNADEL am Ende des Strickstücks. Der Begriff „Arbeit“ ist wichtig, weil die letzte Arbeitsnadel nicht immer die Randnadel ist. Dazu später mehr.
Der Hebel zum Versetzen der Nadelbetten - die Versatzkurbel - befindet sich am Ende des vorderen Betts, links darunter und bewegt das hintere Bett bei Drehung horizontal nach links oder rechts - je nach Kurbelrichtung.
Wenn die Versatzkurbel oben ist, stehen sich die Nadeln auf beiden Betten gegenüber und würden sich berühren, möglicherweise verkanten, und sich gegenseitig beschädigen, wenn die dieselben Nadeln auf beiden Betten gleichzeitig stricken würden.
Wenn die Versatzkurbel unten ist, sind die Nadeln versetzt und berühren sich nicht, wenn sie gleichzeitig arbeiten. (Bitte bei ihrer Maschine prüfen, manchmal sind die Versatzkurbeln "komisch" angebaut.)
Der Griff / Knopf rechts unter dem VORDEREN NADELBETT senkt es ab, wenn er nach vorne gezogen wird. Bei neueren Maschinen gibt es einen Ring am Absenkknopf, der verhindert, dass das VORDERE NADELBETT versehentlich herunterfällt.
Die Fadenspannung ist das Teil oben am Fadenmast, durch das der Faden gezogen wird. Eine höhere Zahl bedeutet eine festere Spannung: 1 ist die schwächste (nahezu ohne Zug) und 8 die stärkste (normalerweise nur für sehr dünnes Garn).
Die Maschine hat ein zweiteiliges Strickschloss. Dieses Schloss wird beim Stricken hin- und hergeschoben. Bei Passap heißen sie "Schloss", während sie bei anderen Fabrikaten "Schlitten" genannt werden. Ein kleiner Metallschieber in der oberen linken Ecke des vorderen Schlosses hält die beiden Strickschlossteile zusammen. Wenn man den Bolzen nach unten schiebt, können die Strickschlösser getrennt werden. Jedes Strickschloss hat einen N/X-Hebel sowie eine Buchstaben- und Maschenweiten-Skala. Die Maschenweiten reichen von 1 bis 8, wobei 1 die kleinste und 8 die größte Nadel ist.
Die Einstellungen sind in Vierteln unterteilt: ein Viertel (erster Klick), die Hälfte (zweiter Klick) und drei Viertel (dritter Klick). Wenn die Maschenweite geändert werden soll, dann immer in kleinen Schritten, um ein Viertel, nicht um eine volle Zahl, es sei denn, es wäre sicher nötig ist. Ein weiteres Viertel kann große Unterschiede machen.
N steht für „neutral“, oder „Stricken“. Denn wenn der Hebel auf N ist, spielt die Musterscheibe (Buchstabenskala) keine Rolle, und das Strickschloss aktiviert jede Nadel. Bei Hebelstellung X hingegen entscheidet die Musterscheibe über das Strickschloss. Bei Verwendung von Stößern gilt bei den Einstellungen auf A, B, D, F, H, K, L, O, U: Die Nadel mit einem aktiven Stößer strickt immer. Ist der Stößer in Ruhe, regelt die Musterscheibe die Nadelaktion. Die Musterscheiben variieren je nach Maschine in der Anzahl der Einstellungen und Buchstaben.
Für DM5s, DM80s und das Strickschloss des E6000 sind die gebräuchlichen Buchstaben und ihre Bedeutungen:
Buchstabe
Bedeutung
Stößer oben
Stößer unten
Ohne Stößer
Info
A
Tuck
Alle Nadeln mit einem Stößer in Ruhestellung einziehen
Masche
Henkel
Maschen auf beiden Betten
B
Slip or Skip
Masche oder Henkel bilden
Masche
Keine Masche
Verkürzte Reihen, wenn auf beiden Betten Maschen
C
Tubular
Schlauch / glatt rund
-
-
Rund mit allen glatten Maschen
für die Socken-Strickerei
D
Tubular Tuck
Schlauch
Rund Masche
Rund Henkel
E
Fisherman's Rib
Patent
F
Patterned Fisherman's Rib
Gemustertes Patent
G
Free Move
Leerlauf
K
Tuck
Masche
Henkel
L
Slip or Skip
Masche
Keine Masche
Verkürzte Reihen, wenn auf beiden Betten Maschen
Für DM80 und E6000:
Buchstabe
Bedeutung
Stößer oben
Stößer unten
Ohne Stößer
Info
H
Tubular-Slip or Slip
Schlauch-Slip oder Slip (?)
Rund, Masche
Rund, keine Masche
N
Stickt alle Nadeln
Maschen auf beiden Betten
Maschen auf beiden Betten
Maschen auf beiden Betten
für die Bündchen 1/1 wichtig!
Für das Strickschloss auf der Vorderseite der E6000:
Buchstabe
Bedeutung
Stößer oben
Stößer unten
Ohne Stößer
Info
K
Tuck
Masche
Henkel
L
Slip or Skip
Masche
Keine Masche
verkürzte Reihen: Ferse, Halsaus-schnitt
C
Tubular
O
Tuck going right to left, Slip going left to right
Tuck von rechts nach links, Slip von links nach rechts
Masche von rechts nach links (für rund)
Henkel von rechts nach links (für rund)
Für rundgestrickte Henkelmuster
E
Fisherman's Rib
Patent-Muster
-
-
Patent-Muster
S
Pusher selection, no knitting at any time
NUR Stößer selektieren – Strickt nicht / Siehe HB, Beginn. Ohne Abstreifer und Garn
G
Free Move
Leerlauf
Leerlauf
Leerlauf
Leerlauf
Leerlauf
U
Slip going right to left, Tuck going left to right.
Slip von rechts nach links, Tuck von links nach rechts.
?
?
?
Lt. HB für spätere Verwendung vorgesehen
Alle Strickschlösser haben 3 Tasten. Die rechte, linke und mittlere Taste ist mit 0 gekennzeichnet, was „Aus“ oder „Abbrechen“ bedeutet. Nur das vordere Strickschloss des E6000 hat keine Pfeiltasten.
Pfeiltasten haben eine coole Funktion für den Passap. Die beeinflussen nur die Stößer und sind für viele der automatischen Muster zuständig. Wenn du eine Pfeiltaste drückst, dreht das die Position eines Stößers, wenn das Strickschloss in die Richtung des Pfeils bewegt wird, UM! Wenn die linke Pfeiltaste gedrückt ist und das Strickschloss von rechts nach links wandert, bewegen sich die Stößer aus der Ruheposition in die Arbeitsposition und umgekehrt. Eine wichtige Sache ist, dass die Stößerposition sich ändert, BEVOR das Strickschloss entscheidet, was mit der Nadel abgeht.
Wenn das Strickschloss auf AX eingestellt ist, bleiben alle Nadeln mit Stößern ruhig und stricken nicht, aber wenn du die linke Pfeiltaste drückst, fängt eine Nadel mit einem Stößer trotzdem an zu stricken. Das ist schon korrekt. Die Nadel wird nicht gehalten, weil die Pfeiltaste den Stößer bewegt, der dann in die Arbeitsposition kommt. Danach entscheidet das Strickschloss, was mit der Nadel passiert. Jede Nadel mit einem Stößer in der Arbeitsposition strickt weiter, solange das Strickschloss auf AX steht. Andersherum, wenn der Stößer in der Arbeitsposition war, bringt die Pfeiltaste ihn in die Ruhestellung, und die entsprechende Nadel fängt nur den Strickfaden auf und bildet einen Henkel. Mit den Pfeiltasten strickt das Strickschloss alle Nadeln, die von den Stößern bewegt werden.
ACHTUNG: Das Strickschloss der E6000 arbeitet ein bisschen anders; die Positionen der Stößer ändern sich nicht, weil das Schloß auf die vorherige Reihe eingestellt sind. Denk mal an die leeren Reihen, die du am Anfang eines Designs strickst: Die letzte leere Reihe entscheidet, wo die Stößer für die nächste Reihe stehen.
ÜBUNG:
Trenne das vordere Schloss vom Hinteren.
Bringe 10 Nadeln auf dem VNB in Arbeitsposition (AP).
Strickschloss auf N stellen.
Bewege das Strickschloss und beobachte die (Strick)Bewegung der Nadeln. Beachte, dass beim Strickschloss auf N jede Nadel in Arbeitsposition gestrickt wird.
Jetzt: Stelle die ersten 4 in den Ruhe (ganz nach unten schieben), die nächsten 2 in Arbeit und die letzten 4 in den Ruhezustand. (Keine Pfeiltasten für DM5- und DM80-Stricker.)
N/X-Hebel auf N um die Musterscheibe zu bewegen
Strickschloss auf AX stellen
Bewege das Strickschloss über die Nadeln. Siehst du, wie sich die Nadeln bewegen? Stößer im Ruhestand ziehen sich zurück und greifen eine Garnschlaufe, stricken aber nicht die Masche von der Nadel ab. Es bildet sich ein HENKEL
Nadeln, die in Arbeitsposition sind, werden ganz nach oben bewegt und stricken. Das passiert auch, wenn Sie die Strickschlösser von links nach rechts bewegen. E6000-Stricker haben dabei ein kleines Problem, da die Stößer nach jeder Reihe eingestellt werden müssen. Wir haben ja gerade keine Elektronik an
Probier mal die Pfeiltasten aus und schau, was dabei passiert. E6000-Stricker können das hintere Strickschloss nutzen, aber das ist ein bisschen tricky, weil man nicht so gut sieht, was passiert.
Größere Rippenmuster lassen sich ganz easy wie das offene 2x2-Rippenmuster hinbekommen. Fang einfach mit einem simplen 1x1-Rippenanschlag an und verteile dann die Maschen auf die Nadeln, die du möchtest. Du kannst 3x3, 4x4, 5x5 und so weiter erreichen, indem du die Maschen vom 1x1-Muster einfach umhängst. Auch ein breiteres Rippenmuster kriegst du hin, indem du die grundlegenden Schritte des 1x1-Rippenanschlags nutzt. Zum Beispiel kannst du ein Muster machen, bei dem nur jede dritte Nadel aktiv ist - was du willst :-)
Der 1x1-Rippenanschlag ist super, wenn du einen sauberen Rand für dein Einbettgestrick brauchst. Der Trick ist einfach: Strick nur 3 Reihen des Anschlags und übertrage dann alle Maschen für die 4. Reihe auf das VORDERE NADELBETT. Wenn du einen Rand für einen Doppelbettstoff willst, wo nicht alle Nadeln gebraucht werden, aber du mehr Maschen brauchst, als das 1x1-Rippenmuster bietet, dann schau dir mal den geschlossenen Rundstrickanschlag über allen Nadeln an. Wenn dein Stoff eine verrückte Anzahl von Maschen oder Nadeleinstellungen hat, probiere verschiedene Anschlagsarten aus.
Strick genug Reihen, damit du das Muster richtig sehen und entscheiden kannst, ob dir der Anschlag gefällt.
Viele Stricker haben schon gemerkt, dass für den Stoff eines Kleidungsstücks eine andere Rippe besser klappt als die Angedachte. Wenn du ein Teil im Patentmuster stricken willst, ist der geschlossene Rundstrickanschlag über alle Nadeln die beste Wahl. Ansonsten ziehen sich die Rippen für dein Kleidungsstück viel zu stark zusammen.
Bei einer Anordnung sind zwei Nadeln in Arbeit und eine nicht, darf faulenzen "Dichter 2x2"
Bei der anderen sind zwei Nadeln in Arbeit und zwei nicht. "Lockerer 2x2"
Engerer 2x2 Rippstrick: Die erste Version wird als "engerer Rippstrick" benannt. Der Stoff ist schön fest und hat echt coole „Elastizität“.
Lockerer 2x2 Rippstrick: ist viel entspannter, weniger drückend und hat nicht so eine feste Elastizität. Und: sie zieht sich mehr zusammen als die erste Version, aber das liegt nur daran, dass weniger Nadeln verwendet wurden. Daher ist sie nicht so formschön.
Hey Leute, je nach Wolle kann die Maschenweite für die Anschläge natürlich unterschiedlich ausfallen!Hier sind meine Tipps für dünnes Konengarn.
Engerer 2x2 Rippstrick:
Versatzhebel unten,
orange/rote Abstreifer,
Maschenweite 1,5/1,5,
N/N.
VNB 2 Nadeln in Arbeit nehmen und 1 nicht
NHB das Schema unmittelbar rechts von der ersten VNB-Nadel beginnen das Bett verteilen, wie Sie es für das VNB getan haben.
Links von den letzten beiden Nadeln auf dem VORDEREM NADELBETT sollten sich keine Nadeln auf dem HINTEREM NADELBETT befinden.
Durch eine vollständige Drehung des Versatzhebels gegen den Uhrzeigersinn das Bett um eine Nadel nach links versetzen.
1 Reihe rechts stricken.
Schlösser auf: CX / CX
Maschenweite 3,5 / 3,5.
2 Reihen stricken
Durch eine vollständige Drehung des Versatzhebels im Uhrzeigersinn das Bett um eine Nadel nach rechts versetzen.
Schlösser auf: N / N.
1 Reihe rechts stricken.
Der Maschenanschlag ist jetzt beendet. Wenn das Gestick für dich zu eng ist, strick einfach lockerer, indem du die Maschenweite erhöhst.
die erste Masche rechts des VNBs auf die gegenüberliegende Nadel des HNBs umhängen.
Die nächste Masche links des HNBs auf die gegenüberliegende Nadel des VNBs umhängen. (Jetzt sind 2 Nadeln auf dem HINTEREM NADELBETT in Arbeit, gegenüber 2 leeren Stellen auf dem VORDEREM NADELBETT, und 2 Nadeln auf dem VORDEREM NADELBETT gegenüber 2 leeren Stellen auf dem HINTEREM NADELBETT.
Fahren Sie auf diese Weise fort, um die 2 Nadeln gegenüber 2 leeren Stellen auf den Betten zu erhalten.
Achten Sie darauf, dass alle Nadeln, die nicht von Maschen besetzt sind, außer Arbeit stehen (siehe HB) also nicht arbeiten.
Die bereits erwähnte wunderbare „Röhre“ oder Tunnel kann erweitert werden um z. B. ein Kordel durch zu ziehen, dazu darf sie ruhig etwas großzügiger ausfallen:
Die Einstellungen für die ersten 3 Reihen dieses Maschenanschlags werden in mehreren anderen Maschenanschlägen verwendet. Sie sind so aufgebaut, dass:
die erste Reihe mit den Strickschlössern auf N/N gestrickt wird und die
nächsten 2 Reihen mit den Strickschlössern auf CX/CX.
Dadurch entsteht am unteren Rand des Stoffes eine wunderbare „Röhre“ oder Tunnel. Nach dem Stricken sollte der Stoff eine schöne gerade Kante aufweisen.
Mit der geraden Kante des orange/roten Schiebers 30 Nadeln auf beiden Betten in Arbeit nehmen Nadelregel befolgen
Versatzhebel nach unten
orange/rote Abstreifer einsetzen
N/N,
Maschenweite 1,5/1,5.
1 Reihe stricken.
CX/CX, Maschenweite 2,5/2,5.
2 Reihen stricken.
N/N, Maschenweite 3,5/3,5.
1 Reihe rechts stricken.
Der Maschenanschlag ist abgeschlossen. Mehrere Reihen rechts stricken und abwerfen. Die 4. Reihe strickt sich etwas sperrig aber das ist richtig. Andernfalls erhalten Sie einen schlampigen Maschenanschlag, der nicht in Form bleibt.
Wenn Sie Baumwolle verwenden, sollten Sie eine größere Maschenweite wählen, da das Garn sich nicht dehnt und reißen kann. Das wiederum verursacht eine weniger feste Anschlagkante. Eine andere Methode, könnte besser geeignet sein.
Ein kleines Gedicht über Patina, Vergänglichkeit und die Tücken des Spiegels
Steh´ vor der frisch gestrich´nen Gartenbank Und in die Nase steigt der Farbgestank Etwas Neid kriecht da in meine Seele Was ist´s, das mir zu meinem Glücke fehle?!
Habe alten Holz neu Leben eingehaucht Nur Pinsel und Farben dafür gebraucht War mal in Form. Schön wie neue Möbel. Jetzt trag´ ich Patina. wie alter Trödel.
Meine Haut hat nachgelassen Berichtet ungefragt! Ist das zu fassen? Weiche Linien, wo einst Jugend war. Wie schnell - das war mir nicht klar.
Nun ist morgen doch schon wirklich heut´? Ja! So geht´s den Menschen wie den Leut´! Könnt´ ich die süße Kunst wie an der Bank an mir verwenden, stünd´ erneut ich rankeschlank.
Ich wär´ schön glatt, neu ausstrafiert. Nur die Jugend, die mich ziert. Und wenn so runderneuert ich dann glänze? Bin ich dann genau so blöd wie einst im Lenze?
Aus einer Zeit des Ringens mit Geist und Erinnerung, geschrieben an einem Wendepunkt meines Lebens.
Was wollte mich da treiben? Sollt´ ich vergessen, was mich hielt? Doch immer hat das Inneraug´ nach dieser Wund´ geschielt. Mitnichten ist der Geist besessen, tentakelhaft verschlungen, alter Verse Saitenspiel, Zwiegestalt, nie in Gänz´ besungen.
Erinnerung, die ich verklärt, mit jedem stillen kaltem Wort. Altmustern trieft die Zeit dahin, Gedanken schwimmen fort. Bohr´ tief in diesem Seelenleben, bis der Odem dumpf erstirbt, im innersten Geschlinge, nur Frohn ist´s was die Seel´ erwirbt.
So find denn Trost in Flüssen, in Wäldern, Höhl und Berg, Menschen meid´ ich, so es geht und ihrer Tumpheit Werk. Nie könnten sie mich trösten, nie tragen, dies mein Joch! Spiegel sind sie, nurmehr Schmerz, verschließe mich ja doch.
Wollt ´vergessen, was gewesen - weißt Du wie dies gelang´? Nur bar von MIR, als Ammons Horn mit seinem Spuk begann. Erinnerung ein ewger Zwinger? Der fesselt - und ist Bann? Hält mich gefangen so ich´s will, und schweigt, weil ich es kann.
Ein Eibe ist entweder weiblich oder männlich, das ist einmalig in der Baumbotanik, kein anderer Nadelbaum weißt diese Eigenschaften auf. Die seit Jahrtausenden nachgewiesenermaßen männliche Eibe im schottischen Fortingall zeigte im Jahre 2015 erstmals an einem der oberen Äste Samenfrüchte - wechselt die Eibe ihr Geschlecht nach einigen Jahrtausenden? Wie oft? Und wann? Wieso? Wer weiß das schon, diese magisch-mystischen Lebewesen haben längst nicht alle Geheimnisse preisgegeben. Gesichert ist: der Baum ist bis auf die Samenhüllen, aus denen in Osteuropa ein süßes Mus gekocht wird, giftig, nicht nur für Menschen. Die Nadeln sicher, ab 50 -100 g wird es für Erwachsene gefährlich (je nach Körperbau) - vorausgesetzt man kaute die überraschend weichen Nadeln kräftig durch - nur schlucken funktioniert zum vergiften scheints nicht. Dann aber stellen sich Magen- und Leibesschmerzen ein, auch Kopfweh, die Herzfunktion wird unregelmäßig, die Haut zeigt purpurne Flecken, der Körper krampft und schließlich folgt der Tot durch Ersticken. Vergiftungen zeigen sich binnen einer halben Stunde nach Einnahme des Sudes durch Erbrechen, Durchfall, Schwindel, Blutdruckabfall und Bewusstlosigkeit. Dennoch spielt(e) sie eine Rolle in der Medizin, gegen Epilepsie im frühen Mittelalter, oder als Absud gegen Krätze, geräuchert nach der Heiligen Hildegard gegen Gebrechen in der Brust und Nase von üblen Säften. Versuche, das in der Eibe befindliche Taxol, welches Krebszellen an der Teilung hemmt, herzustellen begannen in den 1960er Jahren. Um ein 1kg der Substanz zu erhalten braucht es viele hundert Bäume. Da die Eibe aber äußerst langsam wächst - warum auch schnell, sie hat ja Zeit, denn der Tot ist in ihrem Bauplan nicht vorgesehen, entwickelten Forscher 1990 ein Verfahren die Substanz aus den jungen Nadeln, zu gewinnen und schließlich pharmazeutisch aufzubereiten. Das Ergebnis war ein Medikament gegen einige Krebsarten, dessen Zulassung 2002 erfolgte. Es darf aber, und jetzt sträuben sich mir die Nackenhaare - erst angewendet werden, wenn die "Standard-`Therapie´" versagt- weil mit seiner Anwendung schwere Nebenwirkungen (z. B: Haarausfall, Veränderung und Unterdrückung des Knochenmarks, Taubheitsgefühl, allergische Reaktionen, Muskelschmerzen und Durchfall - wie bei Zytostatika meist angegeben) einhergehen.
Bestimmt findet sich die Lösung für das ein oder andere Problem auch in der Eibe. Und so ist der Totenbaum der Europäer, der als Hecke viele Friedhöfe ziert vielleicht irgendwann ein Heilsbringer seines ganzen Wesens wegen, sein Präsenz lehrt uns die Ewigkeit allen Seins. Die Völuspá aus der Edda besingt vermutlich die Eibe - den sie ist die Immergrüne, nicht die Esche. In der der "Weissagung der Seherin", Strophe 19 heißt es:
Ask veit ek standa,heitir Yggdrasill hár baðmr, ausinnhvíta auri; þaðan koma döggvarþærs í dala falla; stendr æ yfir grœnnUrðar brunni.
Zu Deutsch:
Eine Esche weiß ich, sie heißt Yggdrasil, Ein hoher Baum umhüllt mit weißem Nebel; Von ihm kommt der Tau, der in das Tal fällt. Er steht, immergrün, über Urds Brunnen
Wie beschrieben ist die Eibe ein Sonderfall, eine Kuriosum unter den heimischen Bäumen- tituliert man sie nun ihrer geringeren Wuchshöhe wegen bis zu 17 m als Baum oder Strauch (Eibenbaumstrauch ). Das ist völlig egal, wenn man SIE erlebt, fühlt. Sie ist - so würd ich meinen, der Weltenbaum, sein Name Yggdrasil, überdauert Jahrtausende, sich ständig erneuernd, jenseits der Zeit.
Die Anschaffung des Gerätes ist auf jeden Fall eine Überlegung wert - es ist auf Dauer einfach preisgünstiger das Mittel selbst herzustellen als es ständig teuer einzukaufen. Unser Video und unsere Erfahrungen stellen natürlich keine Beratung da, es gilt nach wie vor Arzt, Apotheke und Fachliteratur zu konsultieren ...
Der Geratser Wasserfall liegt im Wald kurz hinter Rieden, nur wenige Gehminuten von der Straße entfernt. Es fließen der "Kranzegger Bach" und die "Geratser Ach" - zum Geratser Wasserfall zusammen. Ersterer fällt über eine etwa 6 Meter hohe Mauer, die Geratser Ach plätschert in mehreren kleinen Stufen bergab.oplus_131104oplus_131072oplus_131072oplus_131072
Seit 1992 steht die bis zu 200 m tiefe Schlucht des Rickenbachs grenzüberschreitend unter Schutz. In der Rohrachschlucht gräbt er sich bei den Scheidegger Wasserfällen immer weiter in den weichen Untergrund der Süßwassermolasse. Glücklicherweise sind durch die extrem steilen Hanglagen viele Bereiche der Schlucht weitgehend unbeeinträchtigt, da sie für Menschen nur schwer zugänglich sind. So sind die feuchten Bergmischwälder dort ein echter Naturschatz: Seltene Tier- und Pflanzenarten, Insekten, Vögel und Amphibien bilden hier in den zum Teil fast urwaldähnlichen Wäldern, reich geschmückt mit Quellaustritten und Felsbänken aus Nagelfluh, stehendem und liegendem Totholz sowie riesigen, teils mehrere hundert Jahre alten Bäumen, eine vollkommene Lebensgemeinschaft. Die Gelbbauchunke, die als stark gefährdet gilt, ist hier zum Beispiel zu Hause. Ein intakter Wald kann nur auf lebendigem Boden wachsen; alle Lebewesen des Waldes, ober- wie unterirdisch, bilden eine faszinierende Symbiose. Das kann man spüren, riechen, hören. Die Scheidegger Wasserfälle gehören zu den schönsten Geotopen Bayerns. Der Rickenbach jedenfalls arbeitet weiter an seinem Bachbett: Beim ersten großen Wasserfall stürzt er 22 m in die Tiefe, und kurz darauf gleich noch einmal 18 m. Beides kann von verschiedenen Plattformen aus beobachtet werden.
Über gut ausgebaute Trittstufen gelangen wir in die Argenschlucht, die kühle Feuchte des Schluchtwaldes umfängt uns. Durch die hohe Luftfeuchtigkeit und die sehr gute Wasserversorgung wachsen hier Mose, Farne, Baumpilze, verschiedene Arten Schachtelhalme und Bärlappe, Rotbuchen, der bis zu 40 m hohe Bergahorn. Auch Eschen die bestens angepasst an nasse und trockene Böden sind gedeihen hier.
Ein weiterer Anpassungskünstler ist die Grauerle, die zwar nur 20 m hoch wird, aber als Pioniergehölz kurzzeitig Überflutungen genauso gut verträgt wie Trockenheit. Weiterhin finden sich Fichten und Weißtannen, man kann sie sehr gut u.a. an den zwei silberweißen Streifen der abgeflachten Nadeln unterscheiden. Weißtannen werden bis zu 50 m hoch und 600 Jahre alt. Eisenhut, Pestwurz und der Waldgeisbart, dessen Blütenrispen über 10000 Einzelblüten umfassen gedeihen hier und später im Jahr die Türkenbundlilie, das Fuchsknabenkraut oder auch das Große Zweiblatt.
Seit 1970 ist dieser Talabschnitt der Oberen Argen ein Naturschutzgebiet und entführt den interessierten Wanderer in eine geologische Zeitreise:
Zum Ende der letzten Eiszeit vor ca. 15.000 Jahren grub sich das Schmelzwasser eines Gletschesees auf dem Gebiet des heutigen Ebratshofen in den Höhenzug zwischen Kugel und Laubenberg ein.
In der Schlucht können die unterschiedlichen Molasseschichten an den steilaufragenden bis zu 130 m hohen Felswänden unaufgefaltet betrachtet werden. Einfach so, wie sie durch das Wasser dort abgelagert wurden. Harte Nagelfluhschichten trotzen der Wasserkraft bis heute, während Sandsteine und Mergel ausgeschwemmt werden.
Das Wasser stürzt kaskadenartig unter ohrenbetäubenden Donnern und Rauschen talwärts, oberhalb der Wasserfälle sind die typischen Strudellöcher zu bewundern.
18m ist der rauscht der Große Wasserfall in eine metertiefe Gumpe. Baden ist hier lebensgefährlich.
Die Höhe Wand aus Sandstein ist fast 50 m hoch, ein Überbleibsel des sich hier vor 20 Millionen Jahren befindlichen Meeres.
Im Winter verwandelt der Frost das stetig nachfließende Wasser in eine weißglitzerne Eiswelt, übermannshohe Eiszapfen wachsen an den Hängen, oder hangeln sich tropfend, stetig nachwachsend übereinander talwärts. Scheint die Sonne funkelt und glitzert es als sei die Eiskönigin selbst hier daheim, im Frühjahr leuchtet das zarte Grün zwischen Fels und azurblauen Wasser, sommers tropft es vom bemoosten Baum- und Buschwerk. Das Funkeln übernehmen dann Libellen und Eisvögel. Im Herbst wiederum leuchtet alles in den schönsten Orange- und Gelbtönen. Der Eistobel kann ganzjährig besichtigt werden, auf das entsprechende Schuhwerk ist unbedingt zu achten. Der Weg ist nicht kinderwagentauglich.
Die Bemusterung erfolgt mit einem sogenannten Dialogcomputer mit über 600 fest gespeicherten Mustern. Dabei werden Muster und Technik immer miteinander kombiniert – und das hat mich schon manches Mal überrascht. Mit neuen Speichern (EPROMs) kann die Maschine downloadfähig gemacht werden.
Dazu gibt es die Software Journal Six zum Download. Damit lassen sich eigene Muster und Schnitte recht komfortabel auf die Maschine übertragen. Die Software ist mittlerweile frei verfügbar. In der Facebookgruppe um Kirsten Schreiweis von der Strickschmiede wurde das Programm eingedeutscht. Dort erhält man auch fundierte und freundliche Hilfe zu allen Pfaff- und Passap-Maschinen.
Im Detail
Die Nadelbetten
Auf jedem Bett sitzen 179 Nadeln. Die Nadelskala auf dem vorderen Bett zeigt an, wie viele Nadeln links und rechts von der Mitte liegen. L-1 / R+1 markiert die genaue Mitte. Wer braucht schon eine Skala auf dem hinteren Bett – da schaut man ja ohnehin kaum hin. Oder doch? Dann darf man den Kopf verrenken.
Wenn du ohne Konsole strickst, musst du die Nadeln auf dem vorderen Bett selbst auswählen und sie dann entsprechend deiner Anleitung auf dem hinteren Bett anordnen. Benutzt du die Konsole, kannst du dich entspannt zurücklehnen und den E-Schlitten die Auswahl erledigen lassen. Die Nadeln auf dem hinteren Bett richtest du dann nach deinem treuen Handbuch ein.
Die Nadeln
Die Nadeln besitzen Zungen, die sich öffnen und schließen, um die Maschen zu bilden. Jede Nadel entspricht einer Masche. Es gibt zwei Positionen: Nicht arbeitende Nadeln ruhen unten an der Schiene, arbeitende Nadeln stehen etwas darüber, mit den Nadelköpfen an der Oberseite des Nadelbetts, aber nicht darüber hinaus.
Um die Randfedern zu verschieben, werden sie angehoben und gleiten dann entlang der Schiene bis zur Randnadel in Arbeitsposition. Die Zunge bleibt dabei unter der Randfeder geschlossen. Wenn du ohne Gewichte strickst, helfen die Randfedern, die Randmaschen auf den Randnadeln zu halten.
Die Riegelschiene am hinteren Bett ermöglicht das Bewegen der Stößer in und aus der Schiene und sichert ihren Weg. Öffnen lässt sie sich, indem du den Bolzen ganz nach links drückst. Nachdem du die gewünschten Stößer ausgeschoben hast, schließt du sie wieder. Achte darauf, dass sie wirklich geschlossen ist, sonst gibt es Selektionsfehler.
Die Stößer
Der Stößer ist eine kuriose Vorrichtung mit drei Positionen.
NWP – Non-Work-Position: Der Stößer verweilt in der Riegelschiene am hinteren Bett und liegt vorne ganz unten am Bett.
WP – Work-Position: Der Stößer erhebt sich über die Schiene am hinteren Bett und nimmt vorne seinen Platz an der Positionierungskerbe am vorderen Bett ein.
RP – Ruhestellung: Der Stößer bleibt oben auf der Riegelschiene am hinteren Bett und liegt vorne entspannt am unteren Ende des Nadel-/Stößerkanals.
Wenn ein Stößer aus der Riegelschiene herausgefahren ist, kann er leicht aus dem Bett angehoben werden. Und ja: Es gibt zwei Arten von Stößern für das vordere Bett – einen mit rundem Deckel und einen geraden. Skurrile Vorrichtungen, aber sie machen die Welt der Musterung immerhin etwas unterhaltsamer.
Der Versatzgriff
Der Versatzgriff regelt die Positionierung der Nadeln.
Steht der Griff oben, liegen die Nadeln des hinteren Betts direkt gegenüber denen des vorderen Betts.
Zeigt er nach unten, werden sie abwechselnd angeordnet.
Kontrolliere unbedingt, ob das bei deiner Maschine wirklich so ist – bei meiner ist es genau umgekehrt montiert. Wenn dieses Biest nicht richtig eingestellt ist, kann das unerquicklich enden. Also besser vorher prüfen.
Behalte außerdem die Versatzanzeige im Auge. Sie zeigt die Richtung an, in die du zuletzt versetzt hast. Die Versatzskala wiederum zeigt, wie viele Nadelpositionen du von der aktuellen Position aus nach links oder rechts versetzen kannst.
Der Fadenmast mit Fadenspannung
Der Fadenmast hält den Faden fest und sorgt dafür, dass er sich nicht verheddert, während er sich durch die Maschine arbeitet. Für mehr Spannung drehst du in Richtung 7, für weniger Spannung in Richtung 1.
Die Schlösser
Die Schlösser vorne und hinten sind einander recht ähnlich, unterscheiden sich aber in einigen Punkten.
Hinteres Schloss: trägt das Garn, besitzt die von der DUO 80 bekannten Pfeiltasten und eine Musterwählscheibe von A bis H.
Vorderes Schloss: besitzt den Griff, einen Reihenzähler und eine Musterskala mit den Buchstaben K, L, C, O, E, S, G und U.
N-X-Hebel
Der N-X-Hebel ist der kleine Zauberer der Maschine:
N: Grundstrickarten wie Feinripp, Jersey und glattes Gestrick
X: elektronisches Musterstricken
Steht der Hebel auf X, kann die Musterskala nicht bewegt werden.
Maschengröße
Die E6000 besitzt zusätzlich eine weitere Wählscheibe zur Bestimmung der Maschengröße. Die Zahlen 1 bis 8, mit Viertelschritten dazwischen, kennzeichnen die Maschengröße. 1 ist die kleinste, 8 die größte Einstellung. Welche Größe du wählst, hängt von der Strickart und natürlich vom Material ab.
Werkzeuge und Abstreifer
Deine Werkzeuge und die Abstreifer werden im Handbuch hinreichend beschrieben.
Hier findest Du unter dem Video (das ziemlich lange geht) eine kurze schriftliche Anleitung zur großen Reinigung der E6000. Das gesamte Prozedere dauert mehrere Stunden – danach läuft die Maschine jedoch wieder wie geschmiert.
Wichtig: Dokumentiere Dein Tun (Handy, Notizen), damit Du Deine Maschine auch wieder korrekt zusammenbauen kannst.
Achtung: Ich übernehme keine Garantie auf Vollständigkeit, Gelingen oder Richtigkeit. Du bist selbst für Deine Maschine verantwortlich.
Video
Reinigung der E6000
Bitte bereitstellen:
Schraubglas mit Deckel – groß genug für Nadeln
Schraubglas mit Deckel – für die Stößer
2 kleine Eimer für die Nadelkanäle
Tüten für Einzelteile + Kuli zum Beschriften
Reinigungsflüssigkeit (geruchloses Petroleum + einige Spritzer harzfreies Nähmaschinenöl, gut mischen)
Steckschlüssel 5,5 mm (ggf. mit Verlängerung)
Kleine Bürste mit harten Borsten (z. B. alte Zahnbürste)
Der St. Galler Klosterplan ist einfach epochal! Trotz der Vielzahl an Bauwerken, die zur damaligen Zeit errichtet wurden, gibt es keinen anderen Bauplan aus dem frühen Mittelalter, der mit ihm vergleichbar wäre. Es handelt sich um die älteste Architekturzeichnung Mitteleuropas. Mönche zeichneten den Plan 825 n. Chr. auf der Insel Reichenau im Bodensee. Der Klosterplan, mit seinen zahlreichen Gebäuden und vielen faszinierenden Details, hat eine fesselnde Historie. Er besteht aus fünf nach und nach aneinandergefügten Pergamentblättern. Der Bauplan ist nach dem Ort St. Gallen benannt, für den er ursprünglich geschaffen wurde. Bis heute wird er in der Stiftsbibliothek von St. Gallen aufbewahrt. Wie es im Mittelalter in St. Gallen hätte aussehen sollen möchte das das Großprojekt «Campus Galli – Karolingische Klosterstadt Meßkirch» abbilden. Und es geht vorwärts, seit 2013 – mit den Werkzeugen und Materialien wie damals in Rohrbach bei Meßkirch.
Wir sehen uns in Ruhe auf dem weitläufigen Gelände um. Der Gong der Tabula hatte zum Mittagsmahle gerufen, die Besuchten wie auch Besucher saßen bei Speis und Trank, kaum einer war unterwegs. Wir sehen eine Korbmacherei, die Töpferei, einen Kräutergarten, Bienenstöcke, eine hölzerne Kirche, die so viel wärmer strahlt als die Steinernen. Das Licht, das durch die geschabten Ziegenhäute fällt ist milchig sanft. Ein Mitarbeiter des Campus Galli erklärt geduldig auf welche Weise die Schindeln in jeder dritten Reihe angebunden werden, dass sie starken Winden standhalten. Sie hat sogar einen Glockenturm mit daselbst gegossener Glocke und Sonnenuhr. Zu besichtigen ist u. a. auch die Werkstatt der Wagner, eine große Scheune, dann die Spinnerei und Wollfärberei – diese haben es mir verständlicherweise angetan, ebenso das kleine Gärtchen mit den Färberpflanzen, die jetzt im Frühling zu sprießen beginnen. So schöne Farben, lieblich zu den Augen, viele Nuancen, die kleinen Holzschildchen klappern lustig im Wind und schaukeln mit den Garnsträngen um die Wette. In der Küppe tanzen Sonnenfunken auf der Lohe. Nebendran in der Weberei liegen Ballen mit fertigem Tuch und Wollknäule. Etwas weiter ist ein Steinmetz vom Mittagsmahl zur Arbeit zurückgekehrt, in der Schmiede stehen sie und fachsimpeln.
Wir gehen weiter zur Töpferei, zur Scheune und dergl. mehr. Etwas später sehen wir bei der Herstellung der Schindeln zu, eine zierliche Frau erklärt wie es zu bewerkstelligen ist und schwingt behände den Holzhammer, seufzend reißt das Holz. In seinen natürlich gewachsenen Riß-Rillen wird später das Wasser ablaufen. Über 600 Schindeln stellen sie pro Woche her, eben so viele Holznägel. Weiter weg grunzen friedlich Schweine, blöcken Schafe, reichlich Platz haben sie, genau wie die Hühner….
Es hat schon seine eigene Atmosphäre, man hört entfernt Verkehrslärm, es ist so schön friedlich, Vögel zwitschern… Wir schauen, erspüren, staunen – fühlen uns nicht modern, nicht überlegen, vielmehr nötigt uns die stoische Beharrlichkeit unserer Vorfahren immer wieder Achtung und Bewunderung ab. Ich möchte nicht wissen wie es da ist bei Schlechtwetter, wenn die Nässe in die Glieder kriecht und alles steif werden lässt, der Dreck an den Schuhen klebt.
Mir ist es heute gemütlich da, ich kann ja gehen, wenn ich nicht mehr mag. Überall weht uns ein Hauch Geschichte an, grinst schelmischer Erfindergeist in Holznagel, Schindel und Flechtzaun. Was mir besonders gefällt, immer wieder auffällt, bei derartigen Besuchen und allen Forschen: ist wie wenig Müll anfällt, wenn man mit dem auskommt was da wächst – mit dem was reine Biomasse ist, alles ist vergänglich. Angesichts dieser Plackerei frage ich mich wieviel Müll und wieviel Sinnvolles von mir bleibt, gewiss viel mehr als ein Paar Knochen und einigen Tonscherben. Wir sind ja so modern. Wir kommen wieder, in ein paar Jahren. Vielleicht ist die Schindelmacherin ja noch da, wir werden sehen....
Im Landkreis Ostallgäu in Bayern liegt der Weißensee, ein natürlicher See mit einem Umfang von 6,1 km. Sein Name wird entweder von seinem schimmernden Erscheinungsbild – hervorgerufen durch Kalkablagerungen – hergeleitet oder von der Überlieferung des Alemannen „Wizo“, der sich um etwa 600 n. Chr. an diesen Ort zurückgezogen haben soll. Eingebettet in das Landschaftsschutzgebiet des Faulenbachtals offenbart dieser See eine eigentümliche, beinahe mystische Schönheit.
Auch hier war der Lechgletscher einer der großen Formgeber. Am Weißensee soll zudem sogenanntes Toteis mitgewirkt haben – also Gletschereis, das sich nicht mehr bewegt und den Kontakt zum aktiven Gletscher verloren hat. Es wird nach und nach von Sedimenten des Schmelzwassers überdeckt. So formte das Eis den Weißenseeberg, dessen schattige Wälder man auf wechselnd breiten Wegen, über Wurzeln, Stufen und vorbei an kleineren wie größeren Wasserfällen durchwandern kann. Schließlich führt der Weg über den Hugo-Ludwig-Steg, der eine gemütliche Umrundung ermöglicht. Sogar ein kleines Felsentor findet sich entlang des Pfades.
Bevor dieser Steg errichtet wurde, war eine vollständige Umrundung kaum möglich. An einem Felsvorsprung fällt das Ufer steil ab, was mühsame Kraxelei erforderte. Das Baumaterial sowie die Maschinen wurden damals über die gefrorene Eisdecke des Sees transportiert und von dort aus verbaut. Die beiden Urlauber und Namensgeber des Stegs, Hugo Städtgen und Ludwig Prem, übernahmen die Kosten. Für Kinderwagen ist der Weg bis heute ungeeignet.
Bei den Seewänden des Weißensees liegt einer der ältesten bislang entdeckten Siedlungsplätze im Ostallgäu. Funde aus Ausgrabungen werden auf etwa 12.000 v. Chr. datiert. Solche altsteinzeitlichen Wohnstätten unter Felsüberhängen oder in Felsspalten bezeichnet man als „Abri“.
Mit einer Länge von 2,2 km von Ost nach West, einer mittleren Breite von knapp 600 m und einer Tiefe von bis zu 25 m bedeckt der See eine Fläche von rund 1,35 km². Sein Einzugsgebiet umfasst etwa 15 km². In seinem Wasser leben Renken, Zander, Hechte, Aale, Schleien, Saiblinge, Seeforellen und Karpfen. Auf der Oberfläche tummeln sich Schwäne, Haubentaucher, Blässhühner und verschiedene Wildenten. Gespeist wird der See vom „Bergbach“ im Westen, während der Abfluss im Osten in die Füssener Achen erfolgt.
Drei Fräulein vom Weißensee
Zu alten Zeiten herrschten drei edle Fräulein über das Land um den Aggenstein. Solange sie in Eintracht lebten, war alles wohl. Doch eines Tages entbrannte ein Streit zwischen den Schwestern. Zur Mittagsstunde standen sie auf dem Wehrgang ihrer Burg und blickten über das Land.
„Mir die Burg und das Land gen Mittag“, sprach die Älteste.
„Das will ich für mich!“ rief die Jüngste.
Die Mittlere aber verwünschte beide und sprach:
„Dass euch doch die Erde mitsamt dem Grunde verschlinge!“
Ein gewaltiger Donnerschlag folgte. Die Berge schienen zu bersten, Tannen stürzten talwärts, Felsbrocken prallten gegen die Burg. Dann trat Stille ein. Dunkelheit legte sich über das Land, und aus der Tiefe erklang das Gurgeln wilder Wasser. Als das Licht zurückkehrte, waren die drei Fräulein verschwunden – und an ihrer Stelle lag der See, ruhig und glitzernd.
In stillen Nächten, so heißt es, vernimmt man ihr Klagen aus der Tiefe. Und im Schilf wispert es noch:
„Druje hands g’hött, jeda hauts g’wöllt,
Koina hauts kriat – schenk du mir die Liab!“
Dreien hat es gehört, jede hat es gewollt –
keine hat es bekommen, schenk du mir die Lieb’.
Man sagt, bei Nacht höre man am Weißensee ein wildes Rufen, ein „hau! hau!“, während sich die Baumwipfel unruhig bewegen. So trägt jeder Ort seine Geschichten – und wer sie kennt, geht anders über seine Pfade.
Ein Wermutstropfen bleibt: Am Ostufer verläuft eine große Stromleitung in Richtung Vils, deren Knistern und Knacken deutlich hörbar ist. Zudem begleitet die B310 das Nordufer. Es empfiehlt sich, zügig weiterzuziehen.
Das Geburtstagskind wünschte sie sich – und sie war wirklich köstlich.
Zutaten (für eine mittelgroße Springform)
300 g gekochte Pellkartoffeln (vom Vortag)
100 g Dinkelmehl (oder Vollkornmehl)
5 TL Backpulver
50 g Butter (zimmerwarm)
100 g Rohrzucker
3 Eier (getrennt)
100 g gemahlene Haselnüsse
1 Prise Salz
2 geriebene Bittermandeln
etwas Zitronenschale (abgerieben)
Für die Füllung und Dekoration
200 g gehackte Haselnüsse
1 Tafel Vollmilchschokolade
1 Tafel Zartbitterschokolade
Pflaumenmus
Zubereitung
Pellkartoffeln schälen, durch die Presse drücken und über Nacht abkühlen lassen.
Am nächsten Tag Mehl und Backpulver sieben. Mit den Kartoffeln vermengen.
Gemahlene Haselnüsse, Zucker, Salz, Butter und Eigelbe zugeben und gut verrühren,
bis der Teig geschmeidig wird.
Eiweiß steif schlagen und vorsichtig unterheben.
Teig in eine Springform füllen und etwa 40 Minuten bei mittlerer Hitze backen.
Währenddessen die gehackten Haselnüsse trocken anrösten.
Kuchen abkühlen lassen, nach Wunsch halbieren und großzügig mit Pflaumenmus füllen.
Oberseite ebenfalls mit Pflaumenmus bestreichen.
Schokolade schmelzen und die Torte damit überziehen.
Ränder und Oberfläche mit den gerösteten Haselnüssen verzieren.
Zusätzlich
Aus restlichem Schokoladenguss und Haselnüssen eine weiche Masse herstellen,
in Pralinenformen füllen und fest werden lassen.
Vor dem Servieren Sahnerosetten auf die Torte setzen und die Pralinen darauf platzieren.
Inmitten der malerischen Landschaft, zwischen Obergünzburg und Ronsberg, nur einen Katzensprung vom Parkplatz gegenüber der Abfahrt nach Liebenthann, auf halber Strecke zwischen den Orten, befindet sich eine geologische Sehenswürdigkeit - die sagenumwobene Teufelsküche. Man erreicht sie nach einem kurzen holprigen Fußweg (nicht Kinderwagentauglich!).
Die Örtlichkeit besteht aus einem bizarrem Ensemble bald haushoher, bald mittlerer und kleinerer Blöcke, die während der Mindelkaltzeit vor ca. 475.000 bis 370.000 Jahren durch den Illergletscher geformt wurden. Sie sind wild übereinander gestapelt, daher sind sie mit unzähligen Spalten, Durchgängen, Rissen und Höhlen durchsetzt. Die umliegenden steilen Wände bestehen aus Nagelfluh, einem Konglomerat aus Schotterablagerungen, welches typisch für diese Region ist. Es sieht aus als wären unzählige Kieselsteine, große und kleine Brocken miteinander durch gewalkt und fest zusammen gepappt. Dieses Gestein wurde auch zum Bauen verwendet und wird im Volksmund Herrgottsbeton genannten Gestein. In der Teufelsküche lösten sich also, lösten sich in der Nacheiszeit unterschiedlich große Blöcken aus der darüberliegenden steil aufragenden Abbruchkante und glitten auf dem rutschigen Untergrund talwärts.
Der Wald in der Umgebung zeichnet sich durch eine hohe Artenvielfalt aus, alle charakteristischen Baumarten des Alpenvorlandes sind hier zu finden: Buche, Esche, Bergahorn, Bergulme, Fichte, Weißtanne, Kiefer und Eibe. Bei unserer Wanderung fanden wir u. a. Buschwindröschen, Schlüsselblumen, Leberblümchen, Lerchensporn, Alpenpestwurz, Hirschzungen und sogar eine Morchel. Eine Wanderung durch diesen Wald punktet mit sowohl geologischen als auch botanischen Höhepunkten. Friedliche Waldesruhe freilich - wie das Paar, dessen Geschichte auf einem Schild gedichtlich verewigt ist - wird man hier nicht haben, denn der Ort ist gut frequentiert.
"Als hier vor vielen hundert Jahren Manch wild Getier und Bären waren Erkor ein Mann als sichren Hort Für Frau und Kind sich diesen Ort Weil er gekannt noch nicht das Haus Grub er sich eine Höhle aus Sie lebten gut in jenen Tagen Mit Pfeil und Bogen ging er jagen Viel junges Wild und frische Fische Gab es in seiner Teufelsküche Des Nachts wenns kalt und sternenhell Sie wärmten sich am Bärenfell So lebten sie hier viele Jahre Gesund und ohne Müh und Plage Zum trinken gab es Beerenwein Und so schlich sich das Unheil ein Der blauen Kirschen giftger Saft Hat Weib und Kind dahingerafft Bevor das Gift auch ihn zernagte Er bitterböse Worte sagte Dem so berichtet die Legende War der "Teufelsküche" Ende."
Es gibt echt viele Möglichkeiten, wie man Zunahmen und Abnahmen machen kann. Einige Methoden brauchen Gewichte an den Rändern, damit der Stoff sich nicht zusammenzieht und alles Krumm und schief wird. Das ist wie mit der MaPro: Testen!
Bei Doppelbettstoffen musst du sowohl am HNB als auch am VNB Zunahmen/Abnahmen machen, damit die Nadeln im Einklang bleiben (das zählt aber als eine einzige Zunahme/Abnahme, selbst wenn du an beiden Betten rumfummelst). Bei Einbettstoffen, wenn eine extra Nadel am HNB für die bessere Säumung mitarbeitet, musst du sie natürlich den Bewegungen der Nadeln auf dem VNB folgen. Die äußere Nadel bleibt immer die Äußere. Wenn du Stoffe mit stillgelegten Nadeln (also mit Nadeln behängten aber z. Zt. nicht strickend) machst, solltest du Methode 1 oder 2 verwenden.
Am Einbett: Zunehmen:
1. Die einfachste und schnellste Methode:
Um die Anzahl der Maschen zu erhöhen, bringst du einfach eine zusätzliche Nadel an der Außenseite des Gestricks in die Arbeitsposition. Das machst du auf der Seite mit dem Strickschloss, was einen ziemlich unschönen Rand (so ne längliche Schlaufe) erzeugt, die sich nur schwer von Hand nähen lässt. Der Vorteil? Die Fair Isle-Musterung bleibt ungestört und wenn die Ränder umsäumt werden sollen, ist das echt ne gute Methode. Du kannst das auch machen, wenn der Stoff ne unebene oder nicht so schicke Kante hat, die später in einer tieferen Naht verborgen wird.
2. Eine zweite Methode beinhaltet ebenfalls die Randmasche.
Versetz die Randmasche mit der Doppelöhrnadel nach außen. Dann mit der Doppelöhrnadel die Maschenschlaufe, die zum Gestrick zeigt, auf die freie gewordene Nadel hängen. Oder häng die Maschenschlinge der Nachbarnadel (von der eben Umgehängten) auf die nun freie Nadel. So schließt du ein mögliches Loch und der Stoff sieht gut aus.
Für Schnelle Zunahmen (eine Masche pro Reihe), solltest musst du die Maschenschlaufe von der Nadel verwenden, die versetzt wurde, und nicht von der benachbarten Nadel (wie oben geschrieben). Das zieht sonst alles an der Stelle nach oben weil die ja nie richtig gestrickt wird – die wird ja ständig wieder auf die leere Nadel gehängt. Bei dieser Zunahme kann es sein, dass du Gewichte brauchst, damit sich die Kante nicht nach oben zieht. Egal auf welcher Seite das Strickschloss ist, das spielt keine Rolle.
3. Sichtbare Zunahmen.
Das ist die häufigste Methode, wenn du willst, dass die Zunahmen sichtbar sind. Beim Raglan sieht man es eigentlich immer. Du kannst den 2er, 3er, oder den 5-Decker-Werkzeuge verwenden – nutz einfach das, was passt. Passap hat einen variablen Umhängekamm produziert, da kann man auch die Zwischenräume anordnen wie man mag. Ist ein tolles Teil.
Häng die Maschen auf die leere(n) Nadel(n) um und achte darauf, dass du das immer gleich machst. Du kannst die Maschen entweder von der inneren Nadel (die ist zur Mitte des Kleidungsstücks hin) oder von der äußeren Nadel (die zeigt zur Nahtkante) aufnehmen, aber bleib beim gleichen Stil, sonst sieht’s bei manchen Stoffen komisch aus. Diese Zunahme kann dem Design ein bisschen in die Quere kommen und funktioniert am besten mit glatten Stoffen oder solchen ohne Muster (z. B. Glatt oder Rippenmuster). Außerdem strafft sie die Ränder nicht so sehr. Auf welcher Seite das Strickschloss sitzt, ist wie bei Methode 2 egal. Alles darf nichts muss. Ich achte auf Symmetrie.
4. Mehrfachzunahmen - 2 Maschen
Wenn du nur zwei Maschen zunehmen musst, benutz Methode Nr. 3. Fang zuerst mit dem 3er oder 5er Decker an (verschieb 3 oder 5 Nadeln), und dann nimm den 1er- oder 3er Decker, um die Nadeln, die du gerade verschoben hast, nochmal zu verschieben. So bekommst du zwei leere Nadeln in einem einzigen Schwung. Füll die leeren Nadeln einfach mit Maschen aus den Nachbarmaschen und schon bist du fertig!
Mehrfachzunahmen - mehr als 2 Maschen
4.1. Aufhängestück. Dies ist ein Strickstück, das man zuerst anfertigt (ja, Planung ist wichtig), bevor man mit dem Hauptstück anfängt, und es wird einfach über die nötigen Nadeln gehängt. Wenn du deinen Anschlag mit einem Restfaden abwirfst, kannst du die dann noch offenen Maschen auf die Zunahmenadeln hängen und den Restfaden einfach rausziehen.
4.2. Anhäkeln. Dies ist eine Flachbetttechnik. Sie ist zeitaufwendig, erzeugt aber einen fertigen, sicheren Maschenanschlag für die erhöhte Anzahl an Nadeln.
4.3. Doppelter Wickelanschlag („Double E-Wrap“): Das ist eine coole Flachstricktechnik, die dir einen schönen stabilen Maschenanschlag gibt und super für die Passap ist. ("Single e-wrap") also Einer-Wickelanschlag “-Techniken sind echt nicht der Hit. Methoden 4.2 und 4.3 könnten ein bisschen Gewicht brauchen, bis du ein paar Reihen gestrickt hast.
Am Doppelbett: Zunehmen: so einfach :-)
das es schon fast grotesk ist. Hihi, ich liebe Passap :-)
Schieb die Nadeln auf beiden Betten einfach nach oben und strick dann eine Reihe. Das Garn sollte sich um jede Nadel der zusätzlichen Nadeln schlingen.
Jetzt nimm die Schlaufe von jeder Zunahmen-Masche mit deinem Hilfswerkzeug ab, dreh sie um, dass sich die Fäden überkreuzen und setz sie wieder auf die Nadel.
Das Verdrehen und Kreuzen der Schlaufenfäden sorgt für einen festen Maschenanschlag. Strick die nächste Reihe ganz langsam, um sicherzugehen, dass alle Nadeln Maschen bilden. Stell die Stößer für die neuen Maschen (sofern du Muster strickst und Stößer gerade verwendest) für 2 Reihen bei den Zunahme-Nadeln unbedingt in Arbeitsposition.