Dienstag, 20. August 2024

Enzephalon - (Aus einer Zeit der Erschütterung)

Aus einer Zeit des Ringens mit Geist und Erinnerung, geschrieben an einem Wendepunkt meines Lebens.


Was wollte mich da treiben? Sollt´ ich vergessen, was mich hielt? 
Doch immer hat das Inneraug´ nach dieser Wund´ geschielt. 
Mitnichten ist der Geist besessen, tentakelhaft verschlungen, 
alter Verse Saitenspiel, Zwiegestalt, nie in Gänz´ besungen.   

Erinnerung, die ich verklärt, mit jedem stillen kaltem Wort.  
Altmustern trieft die Zeit dahin, Gedanken schwimmen fort.  
Bohr´ tief in diesem Seelenleben, bis der Odem dumpf erstirbt,  
im innersten Geschlinge, nur Frohn ist´s was die Seel´ erwirbt.  
 
So find denn Trost in Flüssen, in Wäldern, Höhl und Berg,  
Menschen meid´ ich, so es geht und ihrer Tumpheit Werk.  
Nie könnten sie mich trösten, nie tragen, dies mein Joch!  
Spiegel sind sie, nurmehr Schmerz, verschließe mich ja doch.  
 
Wollt ´vergessen, was gewesen - weißt Du wie dies gelang´?  
Nur bar von MIR, als Ammons Horn mit seinem Spuk begann.  
Erinnerung ein ewger Zwinger? Der fesselt - und ist Bann?  
Hält mich gefangen so ich´s will, und schweigt, weil ich es kann.