Posts mit dem Label NK Kräuter werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label NK Kräuter werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 2. März 2020

Desinfektionsmittel selbst gemacht mit ätherischen Ölen: Raumspray, Duftmischung, Desinfektion


Geht Euch auch der ganz Zirkus auch auf die Nerven rund um Desinfektion und Corona? Der Ansturm auf Desinfektionsmittel hält unvermindert an wie leere Regale in Supermärkten und Drogerien zeigen. Nach dem Motto viel hilft viel übertreibt es die eine Hälfte und die Andere ist derartig arrogant und dämlich, anders kann man es nicht mehr bezeichnen. Beispiel gefällig: So geschehen beim Metzger. Da steht eine Person mit einer Grippe und hustet und niest und stellt dann noch fest, dass man ja nichts weiter habe. Dabei glüht der Kopf, der Husten hört sich schlimm an, Nase läuft... Das vielleicht irgendjemand mit ansteht, der gerade ein angeschlagenes Immunsystem hat, vielleicht eben genesen ist, eine schwerwiegende Krankheit mit sich herum schleppt, eine Chemo hatte, oder irgendwer ist schwanger und braucht gewiss keine Erkältung, auch das kleine Würmerl, was im Wagen liegt nicht... Sowas fällt diesen arroganten Menschen überhaupt nicht ein. Glasklar, manchmal geht es nicht anders. Aber wenn: Warum bleiben die nicht einfach zu Hause und schicken jemand zum Einkaufen? Besagte Person hatte ihr jugendliches Kind dabei, dass durchaus in der Lage gewesen wären mit Zettel und Geld zum Metzger zu laufen. Zu allem Überfluss muss man sich dann noch über die Menschen lustig machen, den das Ganze vielleicht doch ein wenig ernster sehen (müssen). Was ist nur aus gegenseitiger Rücksichtnahme geworden? Also darüber könnte ich mich wirklich aufregen, jedes Jahr, nicht nur wenn man mal gezwungen ist öffentliche Toiletten zu benutzen. Wäre schon mal gut würde wenigstens neben dem Wasserhahn auch mal ein Stück Seife liegen. Und wie manche Toiletten hinterlassen - pfui Teufel sage ich da bloß, für manche Menschen ist sogar ein Grundmaß an Hygiene ein Unding. 

Dabei müsste man gar nicht mit der chemischen Keule draufhauen und gleich gar nicht sich ängstigen, wenn es mal mit dem Einkaufen nicht so klappt. Die Natur gibt uns hochwirksame Mittel in die Hand, eins davon sind ätherische Öle welche ein absolut zuverlässiges Wirkspektrum aufweisen. Für die Flächendesinfektion kommen folgende ätherische Öle in Frage: 
  • Bergamotte, Myrte, Salbei, Wacholder, Zimt, Lavendel, Teebaum, Cajeput, Niaouli und Zimtrinde. 
Und für die Desinfektion der Luft: 
  • Lavendel, Zitrone, Eukalyptus Globulus, Lemongras, Nelke, Latschenkiefer und Thymian rot. Wobei Nelke Thymian und Zimtrinde als stark keimtötend gelten. 
Angewendet werden diese Öle als sogenannte Trockeninhalation oder als Spray. Dazu zwei bis drei Tropfen einer Duftmischung oder das Öl pur auf ein Taschentuch geben, tief einatmen. Auch ein um den Hals geschlungenes Tuch kann als Träger fungieren. Eine formschöne Möglichkeit ist die Anwendung in einer Duftlampe, die ist in vielen Variationen mit Kerzenbetrieb oder auch elektrisch gibt. Die Dosierung ist abhängig von der Raumgröße. Pro 30 qm benötigt man vier bis zehn Tropfen je nach Duftintensität. 

Falls ihr euer Büro beduften wollt: bitte fragt eure Arbeitskollegen - nicht jeder verträgt es und manch eine ist vielleicht schwanger, Diabetiker, Epileptiker oder sonst irgendwas - bitte vorher miteinander absprechen. Es handelt sich hier um hoch komplexe Mittel, deren Wirkung auch in Verdünnung erstaunlich ist. Teebaum z. B. wirkt 1:200 verdünnt immer noch gegen Streptokokken, die Halsentzündungen hervorrufen, oder in 1:28000 gegen Gonokokkus Bakterium, welche Gonorrhoe hervorruft. Oder Thymian, dieser wirkt in einer Verdünnung von 1: 2000 immer noch gegen E-Coli Bakterien, Nelkenknospen 1:6.000 verdünnt gegen Tuberkulosebakterien und Zimt in einer Verdünnung von 1:300 gegen Typhus. Eine Studie aus den 1970er Jahren erforsche Zitronengrasöl. Dieses ist genauso wirksam ist wie Penicillin, darüber hinaus es ist wesentlich wirksamer als Streptomycin (Antibiotikum). So ist es nicht verwunderlich, dass das Zitronengrasöl  zur Wunddesinfektion benutzt wurde. Die ätherischen Öle sind so hoch wirksam das ist ein Frevel wäre sich ihre nicht zu bedienen. Sie sind selbstverständlich immer mit der nötigen Sorgfalt und Vorsicht anzuwenden, Arzt, Apotheker und Aromatherapeuten geben Auskunft. Vorsicht bei Vorerkrankungen, Schwangerschaften. Dossierungen unbedingt beachten, insbesondere bei Babys und kleinen Kindern. Nochmal: Bitte informiert Euch bevor ihr ein Öl anwendet ganz genau.

Eine Duftmischung für die Desinfektion der Raumluft

Für ein kleines Fläschchen: je 10 Tropfen Eukalyptus, 10 Tropfen Wacholder, 60 Tropfen Lavendel (wer Lavendel nicht mag den Bergamotte). Wenn es noch stärker sein soll: dann jeweils 40 Tropfen von Zimt, Bergamotte und Ysop in ein kleines Fläschchen geben.

Für ein Raumspray:

250 ml Wodka oder Korn als Träger in eine Sprühflasche geben. Dazu 150 Tropfen ätherische Öle – gerne in Kombination. Favorisieren würde ich Zitrone, alle Nadelbäume, Thymian, Eukalyptus… Zuschrauben, gut schütteln – auch vor jeder Anwendung, beschriften nicht vergessen! Alle paar Stunden einen Sprühstoß in die Luft geben – das genügt vollkommen. Mehr ist nicht notwendig. Eine kleine Flasche (Nasenspraygröße) passt auch in die Jackentasche für die duftige Desinfektion der Hände unterwegs.


An dieser Stelle möchte ich auch noch einmal auf das Öl der vier Diebe hinweisen. Es ist auch die Rezeptur eines antiseptischen Essigs überliefert, welcher als vorbeugendes Mittel gegen ansteckende Krankheiten ist. Von diesem Essig wird (ebenso (wie vom Öl der vier Diebe / Thievesöl) berichtet, dass er von Leichenfledderern in den 1630er Jahren während der Pestepidemie benutzt wurde. Um den Feuertod zu entgehen verrieten die Delinquenten das Rezept. Der Essig wird mittels Extraktion der Pflanzen durchgeführt. Angeblich war dieser aus Wermut, Mädesüß, Wacholderbeeren, wildem Majoran, Salbei, Gewürznelken, Alantwurzel, Engelwurz, Rosmarin, Andorn und Kampfer zusammengesetzt. Damit Hände und Gesicht einreiben oder verdunsten lassen.

Nach Jan Valnet: 
1250g weißer Essig in ein weithalsiges Gefäß schütten. Dazu: je 2,5g Knoblauch, Zimt, Muskatnuss, Gewürznelken, je 20g Lavendel, Raute, Pfefferminze, Salbei, Thymian, Rosmarin, kleiner und großer Wermut. Die Kräuter für 14 Tage abgedeckt ziehen lassen, anschließend abgießen, filtrieren und die Kräuter ausdrücken. Den Essig in eine Flasche füllen, beschriften nicht vergessen. Nun noch 5g Kampfer in 20g Essigsäure auflösen und hinzugeben.

Bleibt wachsam, munter und gesund. 
Liebe Grüße
Landi

Sonntag, 29. April 2018

Scharbockskraut & Hämorrhoiden-Kräutersalbe

Nach einem heftigkalten Februar kam der Frühling fast über Nacht. Und mit ihm erschienen blitzartig die Blüten des Scharbockskrautes. 
Man sieht man hier aller Orten, es handelt sich um ein Hahnenfußgewächs das mehrjährig aufscheint. Der Volksmund nennt das Blümlein auch `Dichtblatt` oder `Frühsalat`. In alten Aufzeichnungen wird das Verzehren der jungen Blättchen noch vor Erscheinen der Blüten in Salaten anempfohlen, sie sind dann reich an Vitamin C. Mit der Blüte verändert sich leider der Geschmack der Blätter von würzig nach bitter, eine leicht giftige Wirkung wird ihnen dann auch zugeschrieben.

Schneeglöckchen und Märzenbecher, die nach einem kaum begonnenen Intermezzo schnell verblühten. Auch die Veilchen hatten heuer nur ein kurzes Stelldichein bei uns, ebenso die Schlüsselblumen. Was mir aber auffällt dieses Jahr sind riesige Mengen an Scharbockskraut. Wahrscheinlich will es mir sagen jetzt beschäftige dich doch mal mit mir - wer weiß. Nun, dann wollen wir doch mal...

Das Scharbockskraut wird in der Volksmedizin als Hausmittel bei den allfrühjährlichen Blutreinigungs-kuren angewendet. Es findet außerdem Verwendung bei Hautleiden, wobei es hier sowohl innerlich als Tee (zwei bis drei Teelöffel auf ein viertel Liter Wasser zum Sieden bringen abseihen und über den Tag verteilt trinken) als auch als warme Waschung mit der gleichen Menge Kamillentee verdünnt benutzt wird. Interessant scheint mir die Wirkung des Aufgusses gegen Hämorrhoiden, traditionell erfolgt die Anwendung als Sitzbad. Aber man kann auch eine Kräutersalbe aus dem Scharbockskraut herstellen. Diese ist sehr wirksam.

Als Grundlage für die Salbe nahm meine Oma immer Schweineschmalz her, welches man mit den klein gehackten Kräutern eine kurze Zeit erhitzt. Rechne rechnet ungefähr 30g frisches Kraut auf 100g. Nach-dem das Scharbockskraut seine wirksamen Bestand-teile an die Trägersubstanz abgegeben hat, wird abgeseiht und in ein sauberes Behältnis abgefüllt. 

Das Ganze lässt man Erkalten und anschließend auftragen. Am Besten verwendet man eine Kompresse über Nacht die man mit einer gut sitzenden Unterhose an Ort und Stelle hält. Wer Schweineschmalz nicht mag kann die Salbe auch mit Vaseline herstellen oder aber mit einem Ölauszug, den man mit Bienenwachs die richtige Konsistenz gibt.

Samstag, 28. Februar 2015

Stiefmütterchen – Viola tricoloris

Volkstümliche Namen: Dreifaltigkeitsblume, Ackerveilchen, Dreifaltigkeitsblume, Feldstiefmütterchen, Freisamkraut, Sinnviole

Beschreibung:



  • einjährige, krautige Pflanze mit 
  • ausdauernder Hauptwurzel, 
  • verzweigte Stängel, 10 -30 cm hoch, 
  • gekerbte Blätter auf langen Stielen, 
  • untere oval, 
  • Blüten aus je 5 Kelch, Staub – und Kronblättern, 
  • Farbe gelb – weiß, 
  • Blütezeit April bis September max. Oktober, 
  • wächst an Wegrändern und auf Feldern,

Inhaltsstoffe: Flavonoide, Salicylate
Sammelgut: Blüten und blühendes Kraut
Wirkung: abführend, blutreinigend!, beruhigend, hustenstillend, stärkend

Anwendung: bei Hauterkrankungen

Aufguss:


  • 20 g Kraut und Blüten in 500 ml Wasser geben und über Nacht ausziehen lassen, seihen, erwärmen, etwas Honig dazu. Morgens nüchtern eine Tasse kurmäßig für zwei bis drei Wochen zur Blutreinigung bei Akne, Flechten,

  • Milchschorf – bei diesem hilft auch das in Milch zerstoßene Kraut als Umschlag

Thymian – Thymus vulgaris

Volkstümliche Namen: Gartenthymian, Hühnerkohl, Quendel, Kuttelkraut

Beschreibung: 


  • Halbstrauch, 10 – 30 cm hoch, 
  • aufrecht, verzweigt, 
  • Stängel holzig, 
  • Blätter klein, eingerollter Rand, Unterseite weich,  
  • Blüten klein, 
  • in den Achsen der größeren Blätter stehend, 
  • Blütezeit Mai - Oktober


Sammelgut: Blütenspitzen zu Beginn der Blütezeit
Inhaltsstoffe: Ätherisches Thymianöl (Thymi aetheroleum), Gerbstoffe, Flavonoide
Wirkung: antiseptisch, wurmtreibend, harntreibend, brustreinigend, krampfstillend, stärkend

Anwendung: 


  • bei Erkrankungen der Luftwege, Schnupfen, Durchfall, Blähungen, Verdauungsschwäche, Angst und Migräne


Aufguss:


  • 20 g Kraut und Blüten in 500 ml kochendes Wasser geben, vor den Mahlzeiten ein Tasse mit etwas Honig dazu.

Bad: 


  • 300g  mit 1 Liter kochenden Wasser übergießen, den Absud davon in das Badewasser geben

Freitag, 27. Februar 2015

Baumharzöl / Baumharzsalbe


Wenn bei einem Waldspaziergang etwas Harz, das aufbereitet "Gelbes Pech" genannt wird, findest, nimm es ruhig mit. Achte darauf, dass du den Baum nicht verletzt. Aus diesem kannst du mit Oliven- oder Distelöl Baumöl herstellen.
  • Das Harz wird von Nadeln befreit, anschließend in ein Glas gefüllt und in ein Wasserbad gestellt. 
  • Bei mäßiger Hitze das Harz nun vorsichtig aufschmelzen. Auf 
  • 50 g Harz kommt die gleiche Menge Oliven- oder Distelöl. 
  • Nun das Ganze gut umrühren und ca. 2 Stunden im leise vor sich hin singenden Wasserbad belassen. 
  • Anschließend das Öl-Harzgemisch durch eine Feinstrumpfhose abseihen, in das Glas füllen und wieder in das Wasserbad stellen. Nun ungefähr 
  • 5 g Bienenwachs darinnen aufschmelzen, das Ganze in ein Töpfchen füllen und mit einer Stoffwindel abgedeckt Erkalten lassen. Nach dem Erkalten das Gefäß verschließen. 
  • Das Balsam ist ungefähr drei Jahre haltbar und hilft bei Erkältung, Rheuma, Gicht und Ischiasschmerzen.

ENZIAN & KALMUS

1 Esslöffel geschnittene getrocknete Kalmuswurzel mit 300 ml Enzianschnaps aufgießen, 14 tage ziehen lassen, filtrieren und abfüllen. Dos: 1 Gläschen bei Magenbeschwerden

Dienstag, 24. Februar 2015

Schafgarbe – Achillae Millefolium



Volkstümliche Namen: Achilliskraut, Tausendblatt, Soldatenkraut

 Beschreibung:
  • krautig, aufrecht, 10-80! cm hohen Pflanze, 
  • Stängel längs gerillt, 
  • schmale Blätter aus 30-50 Blättchen zusammen gesetzt, 
  • fein gefiedert,  
  • weiß bis rosafarbene, in Köpfchen zusammenstehende Blüten,  
  • Blütezeit Mai – Oktober. 
  • Auf Brachland, Bachläufen, Bahndämmen, Wiesen 

Sammelgut: Blütenspitzen, Wurzeln, Blätter

Inhaltssstoffe:  ätherisches Öl, Bitterstoffe und Flavonoide.


Wirkung:


  • wundheilend, blutstillend, zusammenziehend, entzündungshemmend, antiseptisch, krampflösend, verdauungsfördernd, gegen Durchfall und Hämorrhoiden, galletreibend,


Anwendung:

Aufguss 
  • bei Durchfall: je 20 g Blüten und Blätter es gibt dochmit einem Liter kochenden Wasser übergießen und ziehen lassen. Der Tee wirkt Blut reinigend, magenstärkend, und fördert die Menstruation, wirkt heilend auf Hämorrhoiden. Dosierung eine Tasse schluckweise

Bei chronischen Leberleiden (Leberkrebs und Leberentzündung) empfiehlt es sich Ihnen mit

Johanniskraut und Schlehdorn vermischt zu trinken, täglich ein bis zwei Tassen.

Bei Erkältungskrankheiten wirkt er erwärmend, bei Entzündungen des Brustfells in Kombination mit
Johanniskraut bestens geeignet.

Der frisch gepresster Saft empfiehlt sich als Frühlingskur, täglich ein bis zwei Esslöffel davon nehmen.

Das zerdrückte Kraut als Kompresse bzw. Auflage auf Geschwulsten. Es wirkt zerteilend.

Äußerlich für Umschläge, Bäder, für Sitzbäder 100 g Kraut auf 20 Liter Wasser.


Schmalzsalbe: 

  • 100 g Schweineschmalz oder Ghee, 
  • 40 g frische, zerkleinerte Schafgarbenblüten. Kombination mit anderen heilungsfördernden Kräutern möglich. 
So geht’s:
  • Fett in einem hohen Topf zergehen lassen. 
  • Wenn es anfängt zu blubbern, vom Herd heben, frische Kräuter nun einfügen, umrühren,
  •  Deckel auflegen und über Nacht stehen lassen. 
  • Anderntags die Paste erwärmen, Kräuter entfernen und seihen, 
  • die Salbe in saubere Gläser füllen und abkühlen lassen. 


Montag, 23. Februar 2015

Salbei – Salvia officinalis

Volkstümliche Namen: Gartensalbei, Scharlachkraut, Zahnblatt, Allheil, salvare bedeutet heilen


Beschreibung:


  • Halbstrauch. 20 -60 cm, 
  • Stängel holzig, vierkantig, wenige Haare, 
  • Blätter gegenständig. Lanzettlich – oval, 
  • Farbe hellgrün, flauschigwollig, wintergrün, 
  • Blüten in den Seitenquirlen, 
  • veilchenblau, bis 4 cm groß, Juni - Juli

Sammelgut: Blätter und Blüten
Inhaltstoffe: ätherische Salbeiöl (Salviae aetheroleum), Salbeiöl ist reich an Thujon, außerdem Isoprenoide, Gerbstoffe und Bitterstoffe.

Wirkung: blutstillend, harntreibend, stärkend, zusammenziehend, magenstärkend, wundheilend, antiseptisch, schweißhemmend,

Anwendung:

Aufguss:


  • 40 g pro l kochendes Wasser, ziehen lassen, seihen, nach den Mahlzeiten eine Tasse bei
- Verdauungsbeschwerden und nächtlichen Schweißausbrüchen während der Wechseljahre,
- regulierende Wirkung auf den weiblichen Zyklus, wirkt menstruationsfördernd und dabei schmerzlindernd im Zyklus, 
- heißer Salbeiwein soll bei Diabetes helfen, 
- Spülungen kräftigen Zahn und Zahnfleisch, 
- fördert den Haarwuchs als Tonikum für die Kopfhaut. 
- Räucherpflanze

Umschlag: 


  • bei Hautabschürfungen und Ausschlägen, als Gurgelwasser bei Problemen mit dem Zahnfleisch und bei Mandelentzündungen.


Sonntag, 22. Februar 2015

Rose – Rosa damascena

Volkstümliche Namen: Hundsrose, wilde Rose, Mariendorn, Hainrose, Heiderose
Beschreibung:

  • Strauch, elliptische Blätter, dunkelgrün, 
  • Rand fein gesägt, unpaarig gefiedert, 
  • Stängel dicht mit kleinen Dornen besetzt, 
  • Scheinfrucht: Hagebutte, leuchtend


Sammelgut: Kronblätter der Blüten (grüne Kelchblätter und Blütengrund bitter), Hagebutten nach
dem Frost
Inhaltsstoffe: ätherisches Rosenöl (Rosae aetherolum)

Wirkung: juckreiztstillend, fördert die Heilung, zusammen ziehend, gerbend

Anwendung:


Tee 

  • aus Blüten wirkt abführend, beruhigt die Nerven, für Rosenwasser, Kronblätter für Gelee, Marmelade, Rosenessig, Sirup, Sorbet, Likör, Tee, Duftkissen

Aufguss: 
  • ½ Hand voll Blüten mit ¼ Liter kaltem Wasser aufsetzten und erwärmen, kurz aufkochen, 15 min ziehen lassen 


Maske:

  • Hagebutten ohne Kerne mit etwas Sahne bei trockener Haut oder etwas Wasser und einen Schuss Apfelessig moussieren, als Maske auftragen. 


Rosenwasser selber machen nach Art eines Auszuges: 


  • 2 Handvoll Blütenblätter von stark duftenden Rosen, ungespritzt mit 
  • 200 ml kochenden Wasser übergießen, über Nacht zugedeckt stehen lassen. Blätter entfernen, Wasser erhitzen, nicht kochen, wieder Rosenblätter zufügen und bis zum Abend zugedeckt ziehen lassen. Blätter entfernen, Wasser erhitzen, erneut frische Rosenblätter zugeben und erneut über Nacht zugedeckt ausziehen lassen.  
  • Seihen, erhitzen. Und noch heiß in saubere Flaschen geben. Kühl lagern. Haltbar machen kann man das Wasser mit „Flavoxan14“.  Das ist ein Konservierungsmittel aus Rosmarin. 0,2 % davon und das Wasser hält sich länger.




Samstag, 21. Februar 2015

Rosmarin – Rosmarinus Officinalis

Volkstümliche Namen: Kranzenkraut, Brutkraut, Kranzenkraut, Marienkraut, Meertau


Beschreibung: 

  • Ausdauernder Strauch, Stängel Holzig, bis 2 m hoch, 
  • gegenständig, schmale, feste Blätter, 
  • Blüten klein weiß, Blühtezeit Januar bis Mai, im dich dochMittelmeerraum wild, 
  • mediterrane Pflanze

Sammelgut: Blätter und Blüten
Inhaltsstoffe: Ätherisches Rosmarienöl (Rosmarini aetheroleum), Gerbstoffe,
Wirkung: anregend, verdauungsfördernd, stärkt, antiseptisch!, lindert Rheuma, gegen Nervenschmerzen, durchblutungsfördernd, krampflösend

Anwendung: 

Absud:

  •  ½ Handvoll Blätter in ½ l kochendes Wasser einlegen und 2 Minuten kochen lassen, abschließend noch 20 min ziehen lassen. Seihen. Bei Fieber tägl. Tassen trinken.  Als Auflage bei Rheuma auf die schmerzende Stelle legen. 

Aufguss: 

  • 15 g auf einem halben Liter kochendes Wasser geben, 20 min ziehen lassen, dann seihen. Davon bei asthmatischem Husten mehrmals tägl. eine Tasse. 


Tinktur bei Verdauungsproblemen: 

  • 30 g Blätter in 100 ml Wodka ziehen lassen, filtrieren.  
  • Dos: 10 Tropfen in einem Glas Wasser. 


Badewasser: 

  • Badesack mit 200 g Blättern füllen, anfangs heißes Wasser über den Sack laufen lassen, dann Badetemperatur einstellen und einlegen


Ringelblume – Calendula officinalis

Volkstümliche Namen: Sonnenwendblume

Beschreibung: 

  • 30-40 cm hoch, Stängel kräftig, behaart, 
  • Blätter länglich, leicht gezähnt, wechselständig, 
  • Blüten gelb oder orange, 
  • als einzelne Köpfchen bis zu 6 cm groß, 
  • von Juli - September

Sammelgut: Blüten und Blätter
Inhaltstoffe: Ätherisches Öl, Saponine, Carotinoide, Flavonoide, Cumarine, Bitterstoffe

Wirkung: 

  • anregend, blutreinigend, fördert die Wundheilung, entzündungshemmend, antimikrobiell 
  • lindernd bei Regelschmerzen (eine Woche vor Termin täglich Aufguss genießen). Außerdem bei Ekzemen, Geschwüren, Windelausschlag als Salbe. 

Anwendung: 

Aufguss:

  • 10 g Blüten in ½ L kochendes Wasser geben und 10 min ziehen lassen.  Doss: tägl. 4 -5 Tassen

Tinktur:

  • 50 g Blütenblätter  in 120 ml Wodka ziehen lassen. Zur Kompresse 20 Tropfen verwenden, auf Furunkel, Warzen, Hühneraugen, Ausschläge auflegen.

Salbe: 

  • 100 ml gutes Öl mit 
  • 20 g frischen Ringelblumenblüten ansetzen und kalt ausziehen für 3 Wochen
  • seihen, und dann etwas erwärmen. 
  • Da hinein 20 g Bienenwachs und etwas guten Bienenhonig geben.  In Kombination mit Johanniskrautblüten noch besser.

Eine Salbe eine Salbe gegen schlecht heilende Wunden und Geschwüre: 
  • Blüten und Blätter werden grob geschnitten, in gutem Schweinefett zwei Stunden vor sich hin simmern gelassen. Die Masse über Nacht abkühlen lassen, am nächsten Tag erneut erhitzen, abseihen und in ein Töpfchen gießen .

Aus den Blättern bereitet der Aufguss heilt Innere Geschwüre, besonders wirksam bei Magengeschwüren und Magenentzündungen. Dreimal täglich ein bis zwei Esslöffel.


Melisse – Melissa officinalis

Volkstümliche Namen: Zitronenmelisse, Herzkraut, Zitronelle

Beschreibung:

  • Ausdauernd, Stängel vierkantig, verzweigt mit leichtem Flaum, 
  • 60 -801 cm hoch, 
  • ovale gezähnte Blätter, gegenständig, 
  • Oberseite funkelgrün unten heller, 
  • Blüten Juni – September 
  • in den Achsen der Hochblätter als Trugdolden, 
  • weiß (rosa gefleckt), 
  • Duft typisch nach Zitrone, recht scharf, 


Sammelgut: Blüten und Blätter
Inhaltsstoffe: ätherisches Melissenöl (Melissae aetheroleum), Gerbstoffe, Flavonoide, Bitterstoffe,

Wirkung: krampflindernd, stärkt den Magen, entspannend bei nervösen Störungen, antimikrobiell, antiviral, blähungstreibend, beruhigend

Anwendung:

Aufguss:

  • 15 g mit  einem Liter  kochenden Wassers übergießen, 10 min ziehen lassen, nach den Mahlzeiten ein Tasse trinken, hilft bei Magen und Darmkrämpfen. Abends zur Schlafförderung. 

Umschlag:

  • bei Insektenstichen die Blätter zerstoßen und auflegen. 

Kompresse:

  • Aufguss der Blüten bei Migräne und nervösen Störungen. Zur Verbesserung der Hautstruktur kalt auflegen und entspannen.

Melissentinktur

  • kann man selber ganz einfach herstellen: in ein Schraubglas 4-5 Zweige Melisse geben (sauber und trocken) mit Wodka aufgießen, 4 Wochen ausziehen lassen und anschließend filtrieren. 


Freitag, 20. Februar 2015

Brennnesselbier

Nachdem ich im vergangenen Frühjahr endlich dazu kam, das Bier wieder einmal aufleben zu lassen, hab ich natürlich vergessen, das Rezept hier einzustellen. Nun, der Winter liegt hoffentlich in den letzten Zuckungen, das Grün möge sprießen und uns ein Kräuterbier bescheren.

  • 400 g saubere, verlesene Brennnesselblätter (jung = mild, älter = herber) 
  • dazu gib noch 1 Limette oder Zitrone (oder beides) in Scheiben, ungespritzt versteht sich
  • etwas Ingwer in dünnen Scheibchen
  • mit knapp 2 Liter Wasser kochenden Wasser übergießen und  20 min leise köcheln lassen, dann  
  • 120 g Rohrzucker zufügen und auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. 
  • Nun etwas Bierhefe hinzufügen (Bodensatz vom Weißbier - schmeckt würzig und nicht so hefig wie Bäckerhefe) Nochmals umrühren.
  • 3 Tage abgedeckt stehen lassen, dann in Bierflaschen mit Hebelverschluß einfüllen. 
  • Achtung: Heiß auswaschen und gut ausspülen
  • Verschließen und nach 2 -3 Wochen Lagerzeit genießen.
Alternativ dazu kannst du das Ganze in einen Gärballon geben und wenn es dann nicht mehr so heftig blubbert auf Flaschen ziehen. 

Mädesüß – Filipendia Ulmaria

Volkstümliche Namen: Geißbart, Wiesenkönigin, Johanniswedel, Rüsterstaude. Der Name bezieht
sich auf die Verwendung der Blüten und Sprossen zur Automatisierung von Bier, Wein und Met.

Beschreibung:

  • Krautig, ausdauernd, Standort feucht, sumpfig, 
  • bis zu 1m hoch, 
  • große, gezähnte Blätter, aus unterschiedlich großen Einzelblättern, 
  • wechselständig, 
  • Oberseite grün, unten silbrig, 
  • Trugdolden mit intensivem Geruch, 
  • Blütezeit Juli bis August

Sammelgut: Blüten und Blätter
Inhaltsstoffe: Salicylate: Salicin, Flavonoide, Gerbstoffe
Wirkung: harntreibend, stärkend, zusammenziehend, schmerzstillend, wundheilend, gefäßerweiternd, bei Erkältungskrankheiten, Kopfweh, wirksames Mittel bei Cellulite, Einsatz Blutreinigungskuren

Anwendung:
Aufguss: 

  • 3g Blüten oder 5g Kraut werden 150 ml siedendem Wasser übergossen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen, mehrmals täglich eine Tasse frisch, möglichst heiß trinke

Für Süßguschen :-) Blütensahne

  • Blüten über Nacht in Sahne einlegen und dann geschlagen auf Eis geben. Funktioniert auch mit anderen duftenden Blüten. Für Sobeet. 

Ölsauszug der Blüten und Blätter für schmerzende Gelenke.




Donnerstag, 19. Februar 2015

Löwenzahn- Taraxacum officinalis

Volkstümliche Namen: Mulchblume (Mulch = Milch), Pusteblume, Kuhblume, Butterblume,

Beschreibung:
  • Winterhartes Staudengewächs, 15 - 30 cm hoch, 
  • auf feuchten Wiesen, Brachland, Wegrändern,  
  • lanzettliche, tief eingekerbte Blätter, 
  • als grundständige Rosette angeordnet. 
  • Blüten leuchtendgelb, untere grüne Zungenblättchen, 
  • lange Pfahlwurzel. 

Sammelgut: Blätter und Blüten, Wurzel, frischer Saft der Pflanze

Inhaltsstoffe: Bitterstoffe, Triterpene, Carotinoide, Phenolische Verbindungen, Kohlenhydrate: Inulin, Mineralstoffe

Wirkung: 

appetitanregend, kräftigend, antirheumatisch, blutreinigend in Frühjahrskuren, bei Erkrankungen der Atemwege, entzündungshemmend, regt Leber und Galle an.

Anwendung: 


Kaltauszug der Wurzel:


  • 1 TL getrocknete Wurzel in eine große Tasse geben, ¼ l kaltes Wasser aufgießen und über Nacht ausziehen lassen. Dann sanft erhitzen, jedoch nicht kochen, abseihen.   
  • Junge, saftige Blätter werden als Salat im Frühjahr genossen, der insbesondere bei Blutarmut empfohlen wird. Die Blätter können wie Spinat zubereitet werden, außerdem kann man die klein gehackten Blätter einer Kräutersuppe beigeben. 

  • Der frisch gepresster Saft der Blätter ist als Reinigungskur bei Leberkranken und bei Gelbsucht zu empfehlen. Dosierung für 3-4 Wochen täglich 2-3 Esslöffel. 
  • Nach einem alten Kräuterbuch ist der aus den Stängel austretende Milchsaft ein stärkendes Mittel für die Augen: täglich ein bis zweimal 2-3 Tropfen. (Heilpflanzen-Taschenbuch Oertel / Bauers)
  •  Der Aufguss aus den getrockneten Blättern wird eingesetzt bei bei Lungen, - Leber- und Magenleiden sowie bei Hämorrhoiden. Davon trinkt man morgens und abends eine halbe Tasse.

  • Die im Spätsommer gesammelte Wurzel wird getrocknet und gemahlen, und eignet sich als Kaffeeersatz. Übrigens macht viel Löwenzahn die Butter gelb :-).

  







Mittwoch, 18. Februar 2015

Weiße Lilie – Lilium Candidum

Volkstümliche Namen: Madonnalilie, Bauernlilie, ist eine der ältesten Kulturpflanzen
„Lil candidum 01EB Griechenland Tembeschlucht
von Ernst Gügel.
Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über
Wikimedia Commons

Beschreibung: 

  • Ursprünglich aus Asien, hier wild wachsend, aufrecht, unverzweigt, bis 1,30 m hoch, 
  • Blätter am Rand gewellt, lanzettlich, wechselständig. 
  • Weiße Blüten in je zwei Tragblättern, besteht aus je drei weißen Kelch- und Kronblättern und sechs gelben Fruchtblättern, 
  • süßlicher, angenehmer Geruch. 
  • Blütezeit Mai bis Juli

Sammelgut: Kronblätter und Wurzelzwiebel (Vermehrung über Teilung), Zwiebeln essbar 
Wirkung: schmerzlindernd bei Rheuma, Verbrennungen, heilungsfördernd bei Abszessen, Geschwüren und Hühneraugen.

Anwendung: 

  • Umschlag von im Milch gekochter Zwiebel, diese vermusen und mit ein wenig Honig auf die betreffende Stelle auflegen. 

Tinktur:

  •  eine halbe Handvoll Blätter in Wodka ziehen lassen, je länger desto besser sagte Oma immer. Machen wir drei Wochen daraus, filtrieren. Bei Schnitten und Schürfwunden (aua, das brennt) auf entzündliche Prozesse. 

Liliensalbe: 

  • Zwiebeln entsaften, 10 ml des Saftes mit ebensoviel Honig vermischen. Dazu ¼ Tl Adeps Lanae anhydricum  und 1 TL weißes Wachs schmelzen und miteinander verrühren. 

Wurzelpulver: 

  • 0,5 g vom Wurzelstockpulver wirkt stark abführend. 

Mit dem Pulver die Zähne geputzt macht diese wieder weiß, gerade die gelblich verfärbten von Rauchern.

Als Trockenshampoo kann man das Pulver ebenso verwenden, dazu das Haar pudern, ca. 10 wirken lassen und dann ausbürsten.