Donnerstag, 17. Oktober 2019

Mispelkonfitüre - Ein Marmeladen-Rezept

  • Die Mispeln waschen, halbieren und mit Wasser bedeckt weich kochen
  • über Nacht stehen lassen, dann durch eine Passiermühle geben. 
  • Auf ein Kilogramm Fruchtmus rechnet man ein Kilogramm Gelierzucker 1:1. 
  • Sprudelnd heißt aufkochen und sofort in saubere Gläser geben und verschließen.

Donnerstag, 5. September 2019

Knoblauchcreme - selbst gemacht


Nachdem die Knoblauchernte dieses Jahr wieder
einmal sehr reichlich ausgefallen ist habe ich mir erneut Gedanken um die Lagerung gemacht. Typischerweise hängt man den Knoblauch an den abgeschnittenen Stielen der Blütenstände an einen kühlen trockenen Ort wo er dann eine Weile noch seine Frische behält. Irgendwann aber schrumpelt er zusammen und verliert sein wunderbares Aroma. Man könnte den Knoblauch klein gehackt im Backofen trocknen, die Zehen in Öl einlegen oder aber in einer fein abgeschmeckten Gewürzbrühe einkochen. Einfrieren bzw. einsalzen kann man ihn auch noch.  Es kann sämtliches Gemüse - auch Kräuter - frisch eingesalzen werden  das Salz die Konservierung übernimmt. Bei der anschließenden Verwendung muss man freilich den Salzüberschuss mit einplanen. Manchmal geht das Ansatzgut in Gährung über, beim Knoblauch ist es sehr wichtig das er einige Tage nach der Ernte abhängen und etwas trocknen kann. in Ungarn gibt es Knoblauchcreme die einen feinen Geschmack hat, wird Zeit diese selbst herzustellen:

500g einige Tage alten Knoblauch schälen, blanchieren und in einen Standmixer mit folgenden Zutaten geben:
80 g Meersalz
1 EL Olivenöl
1 EL Acetico Balsamico
5 g Rosmarin
1 TL Kräuter der Provence wer hat und mag
1 TL frisch gehackte Petersilie hinzufügen.

Nun so lange auf höchster Stufe zerschlagen bis die Masse eine feincremige Konsistenz angenommen hat. Vorsicht bei längerem Schlagen wird es recht heiß. In kochend heiß ausgespülte Gläser füllen und verschließen. Im Kühlschrank sollte sich die Knoblauchcreme nun ca. ein Jahr halten. Wer auf Nummer sicher gehen möchte kann ein wenig Einmachhilfe hinzufügen.

Wenn einer eine Reise tut - Besuch in München

Manche Dinge muss man einfach gesehen haben z.B. München mit seinen unzähligen Museen - oder nicht? Nachdem ich mich jahrelang erfolgreich geweigert hatte noch einmal München zu besuchen das mir seinerzeit einen äußerst ungünstigen Eindruck hinterlassen hatte, habe ich mich doch breitschlagen lassen. Umweltfreundlich mit dem Zug gab es auf der Hinreise nette Begleitung. Es war gemütlich. Es war ruhig. Und es gab frische Luft. Damit war es dann bei Ankunft sofort und schlagartig vorbei. Der Obhut das Regionalzuges Alex entstiegen fanden wir uns wieder im Gewühl eines Menschenwurms, der uns unaufhaltsam in Richtung Ausgang trieb. Dabei lief alles diszipliniert ab, mit einer seltsamen stoischen Gelassenheit, die leider nicht auf mein Gemüt überschwappen konnte. Auf der Liste stand als erstes das Museum für ägyptische Kunst. Seine Architektur erinnert an einen pharaonischen Tempel, Licht fällt durch den Innenhof durch ewig lange Fenster, die sich mit dicken säulengleichen, hoch aufstrebenden Trennwänden abwechseln. Im Inneren beherbergt es eine riesige Sammlung, der interessierte Besucher verbringt in der ruhigen fast schon mystischen Ruhe entspannte bildungsreiche Stunden, wobei mir die ständig präsente Security schon irgendwie auf die angespannten Nerven ging.


Nach dem Ausflug in die Antike folgte der Besuch des Deutschen Museums, welches schwer beeindruckt hat. In verschiedenen Austellungsbereichen sind unzählige Exponate und tausende Stationen zum Ausprobieren und Mitmachen untergebracht. An vielen prangte die Aufschrift "außer Betrieb". In den allermeisten Fällen aber konnte man selbst Hand anlegen, Zusammenhänge testen und verstehen. Wenn man durch die riesige Ausstellung wandert und die Menschen beobachtet kann man doch eine gewisse Geschlechtertrennung beobachten, insbesondere in dem Bereich Physik / Technik. Hier tummelten sich vorwiegend Männer und Buben, wobei sich die Ersten sich redlich bemühten den Zweiten ihr Wissen näher zu bringen und dabei glänzende Augen hatten. Hin und wieder fand sich auch eine Dame mit Interesse an diesem Gebiet welches über die Zusammenhänge der Erdanziehungskraft und aufgeschlagene Knie der Nachwuchsphysiker hinausging. Oh ja, es gab eine Menge zu entdecken und noch viel mehr auszuprobieren, ein Tag ist für das weitläufige Gelände definitiv zu wenig, denn schließt es um 17 Uhr seine Pforten so ist noch genügend vom Tag übrig. 

Der geordnete Rückzug zum Hauptbahnhof führt über den Viktualienmarkt, einen mit grünen Bretterbuden bestandenen Platz, auf dem man Obst, Gemüse, Käse, Gewürze und dergleichen in Unmengen findet. Ist irgendwie wird der Wochenmarkt in jedem x-beliebigen Ort - nur eben größer, der Stadt angepasst, grüner als grün, irgendwie knuffig-alt. Der totale Gegensatz dazu ist das Gewimmel ringsherum. Im Hofbräuhaus Anstehreihen fürs leibliche Wohl, welche ich dankend ablehne. Taktgeber für Stop-and-Go sind die Ampeln, mitunter dreispurig stehen da die Fahrzeuge nebeneinander, wie an einem Gummiband flutscht der Verkehr vorüber, oder kommt fast vollständig der vielen Fußgänger wegen zum Erliegen. In der Fußgängerzone wechseln sich Gerüche ebenso ab wie die Edelmarken. Es ist eine Mélange aus Essen, Schweiß, betäubenden Parfum - fast schon Gestank, Kanalisation. Zwischendrin zum Urinal gewandelte schöne gusseisernen Straßenlaternen, welche mit schwungvollen Bogen nächstens zu Erleuchtung bei Erleichterung dieser und anderer ungeeigneter Stellen sorgen.

Absolut unerträglich ist der Geruch der U-Bahn, teilweise nach altem abgestandenen Kondenswasser, welcher eine zwanghafte Handbewegung Richtung Nase auslöst. Man sieht man Menschen im Müll wühlen nach Pfandflaschen, nach Zeitungen die man noch lesen kann, welche wie ein Schatz sorgsam gefaltet in der Jackentasche verschwinden, wird aufmerksam gemustert, ob man da nicht seine Pfandflasche, endlich leer getrunken, vielleicht auch im Müll überantworten möchte, sieht Matratzen liegen wo Obdachlose nächtigen, sieht Menschen auf Knien um Geld bitten, Menschen mit Musikinstrumenten die in dem vorbeiströmenden Pulk Manchen erreichen und zum Innehalten veranlassen, alles beobachtet, videoüberwacht. Unsicher fühlt man sich nicht, eher vom städtischen Ganzen vereinnahmt, gleichsam entrückt von allem was gewohnt ist. Von den reich verzierten Fassaden blicken in Stein gehauene in versteinerte Gesichter, hin und wieder ein Lächeln erhasche ich im Vorbeigehen. Das ist eher die Ausnahme, die Menschen shoppen, sind vollständig in sich selbst versunken auf der Suche nach irgendetwas das ihre Seele erfreut. Wo die Suche erfolgreich war hängt so manches Täschchen triumphal schaukelnd am Arm, bald gesellen sich noch einige mehr hinzu, in einem der vielen Straßencafés sitzt man beieinander, und begutachtet die Ausbeute. Nein, ich hatte kein Verlangen nach irgendetwas was dieser gesichtslose, disziplinierte Moloch in seinen Auslagen feilbot, Babylon klang und roch bestimmt so ähnlich. Nicht einmal Hunger verspürte ich in dieser lärmenden Häuserwüste. Nur das Bedürfnis nach frischer Luft und weichem Waldboden unter den Füßen, heim, nur heim, raus aufs Land. Sowie die Bahn mich nach München brachte so rüttelnd brachte sie mich zurück, leider diesmal nicht so ruhig, denn einige Eltern, denen ihr Handy wichtiger war als ihr Nachwuchs, erlaubten ihren Rangen die Abteiltüre, das Gestühl und den Deckel des Mülleimers einen Dauertest zu unterziehen. Da darf und kann man etwas sagen, auch wenn man dafür mit einem bösen Blick bedacht wird, Ordnung muss sein, wer will schon auf dreckigen Polstern sitzen. Ein Tag Großstadt, und ich weiß wieder wie klein mein Dorf ist in dem ich lebe und wie froh ich bin darum bin, auch wenn’s hier viel zu oft nach Kuhscheiße stinkt, der Regen spült es fort, danach ist wieder eine Weile Ruhe. Hier liegen nicht unzählige Zigarettenkippen, an jeder Ecke, irgendwelches Zeug neben und um den Müllkübel, der zum Gotterbarmen stinkt, kleben nicht tausende breitgetretene Kaugummis auf der Straße. Das eine solche Stadt funktioniert ist auf jeden Fall beeindruckend, weniger schön sind die überquellenden Wertstoffinseln. Ein Tag München - mein Füße bitten um Erbarmen, meine Ohren klingeln, mein Hals brennt, ich komme mir vor als hätte ich Dreck gefressen und das habe ich wahrscheinlich im wahrsten Sinn des Wortes. Nein, München du und ich wir werden keine Freunde und ich werde dich ganz sicher nicht noch mal besuchen. Nein, ich gehe lieber in die Berge, suche dort nach Kleinodien die man für Geld nicht kaufen kann und mir so viel wertvoller sind, hier atmet das Leben selbst in Wasserfällen, satten Wiesen, dunklen Wäldern, schroffer Fels. Danach geht mein Sehnen, und ich bin so bar jeden Verlangens nach materiellen Gütern das eine tiefe Ruhe in meinem Herzen mich voller Dankbarkeit und Zufriedenheit sagen lässt: Ich bin ein Teil des beseelten lebendigen grünen Seins. Ich bin Landerun. 


Donnerstag, 8. August 2019

Alpenpflanzen - Die schönsten Bergtouren und Pflanzenportraits. Eine Buchbesprechung


Die Welt in den Bergen ist eine gänzlich andere als drunten im Tal. Hier oben in dieser unwirtlichen Gegend, die von extremsten Bedingungen dominiert wird, gedeihen Pflanzen und Tiere die es sonst nirgendwo sonst gibt. Es gibt eine Unmenge von Blumen und Kräutern in dieser Höhe die sich gegenseitig an Filigranität und Farbenpracht übertreffen. Viele von ihnen haben Verwandte in tieferen Gefilden, doch die Anpassungsfähigkeit dieser in den Höhen wachsenden Pflanzen ist enorm. Wenn man in den Bergen unterwegs ist und die Schönheit der kleinen Dinge sucht und wahrnimmt so erfüllt ein ehrfurchtsvolles Staunen das Herz. Will man mehr wissen findet sich das Gesuchte im Idealfall in einem Bestimmungsbuch. Einen völlig anderen Weg geht das vorliegende Buch "Alpenpflanzen", denn es verbindet die vom Autor erprobten Bergtouren mit den Pflanzen. Hier geht es nicht `nur` um das Wandern und die Aussicht allein, sondern vorrangig um die Auffindung der dort siedelnden den Pflanzen. Zu den nummerierten Tourenvorschlägen wie: "Die Gelbe Platterbse auf den Hohen Freschen." oder "Die Breitblatt-Gockenblume am Weg zum Säbelspitz." ist im Innenteil eine Karte vorhanden. Vorab findet sich die Beschreibung der Pflanze um die es in der Tour geht. Neben
  • der Nennung der Gattung und ihrer Besonderheiten,
  • der Erklärung der Herkunft des botanischen Namens,
  • Aufzeigung möglicher Unterarten, nennt der Autor - wenn vorhanden- interessante
  • Anmerkungen zur Botanik.
In einer Randspalte findet der Leser:
  • die Kurzbeschreibungen,
  • die Verbreitung und den Lebensraum und was ganz wichtig ist:
  • die Verwechslungsmöglichkeiten sind erklärt.

Die "Prachtpflanze der Tour" ist mit wunderschönen Fotos auf einer ganzen Seite dokumentiert. Für die in diesem Gebiet ebenfalls heimischen Pflanzen wurden viele kleinere Bilder eingefügt, ebenso einige Kleinere der möglichen Kandidaten zur Verwechslung. Damit ist eine weitere Bestimmung und Darstellung offensichtlicher Unterschiede farbenfroh aufgezeigt.

Danach folgt die Beschreibung der Wanderroute. Es wird vorab die Geographie und dann anschließend der Wanderweg an sich dargestellt, eingebettet im Text die Hinweise auf die Pflanzen. Es liest sich wie eine liebevolle Beschreibung eines Wanderers für seinen Freund der die Tour nicht erlebt hat, aber gegebenenfalls selbst laufen möchte. Vervollständigt wird der Text durch die Hinweise zur Anreise bzw. öffentliche Verkehrsanbindungen und weitere botanische Ziele und Freizeitangebote im besuchten Ort.

Das Buch ist ein wunderbares botanisches Wanderbuch für alle Freunde der Berge, wanderlustig oder nicht, ein Schmöker in der kalten Jahreszeit mit unzähligen Fotos und zusätzlich eingestreuten Informationen und kurzweiligen Geschichtchen. Rund 1100 Arten sind beschrieben, seltene und weniger bekannte wechseln sich miteinander auf den Routen in Österreich, Südtirol, Italien, Bayern, Liechtenstein, der Schweiz und in Frankreich mit den bekannteren Arten ab. Selten hab ich ein so anheimelndes Buch um ein so farbenprächtiges Thema gelesen. Es spricht der Spirit des Autors aus ihm, seine Fachkenntnis, seine Liebe zu seinen - unseren - Bergen. Vielen lieben Dank dafür.


Autor:  Norbert Griebl
ISBN: 978-3-99025-185-0
Verlag: Freya
Preis: 24,99

Mittwoch, 7. August 2019

Wechseljahre, Wechselzeit: Buchbesprechung Frauenzeiten - Naturheilkunde für die Wechseljahre, Freya Verlag

Das Schreckgespenst der Frauengesundheit in unserer heutigen Zeit heißt Wechseljahre. 
Es ist ja nicht so das man erst zu Beginn der Wechseljahre ein Fall für den Arzt und Therapeuten wird - nein nein. Schon mit dem Einsetzen der ersten Menstruation ist man offensichtlich auch als werdende Frau ein Fall, ein Wesen was ständiger Betreuung bedarf. Wenn man schwanger ist, sowieso. Je älter man ist umso schlimmer wird es. In meinen Wohndorf gibt es eine Dame welche im zarten Alter von 56 Jahren ein Baby ausgetragen und auf ganz natürlichem Wege ohne großes Tamtam darum zu machen, geboren hat. Dafür hat sie meine volle Bewunderung! Nicht aber die ungeteilte Achtung ihrer Zeit- und Geschlechtsgenossinnen. Da heißt es unter gestandenen Gläubigen: "Das hat´s aber jetzt nicht gebraucht. Da hätt´ man sich schon zu helfen wissen müssen. In dem Alter noch...". Da ist es wieder: Pauschalisierung, Versuch der Fremdbestimmung mit der damit einhergehenden Stigmatisierung. Wann darf eine Frau fruchtbar sein, wann nicht. Mit 50 bekommt frau in unseren Kulturkreis keine Babys mehr, viel zu gefährlich, Risikoschwangerschaft. Mit 40 / 45 nicht, mit 50 nicht. Jetzt sind Wechseljahre befohlen, jawohl. Und wehe, wenn nicht, die hat sie doch nicht alle. Jede graust sich davor, jede macht sich Gedanken - warum?

Wahrscheinlich weil diesem wichtigen Lebensabschnitt der Frau der Nimbus des letzten Lebensalters, des Alterns und des gebrechlichen Werdens, der Vergänglichkeit anhaftet. Er wird in unsere Gesellschaft als Abschied vom Frau sein dramatisch stilisiert. Dabei ist er etwas ganz Anderes und ganz sicher viel mehr als nur das. Je mehr Nichtwissen aber unter den Damen gestreut wird, um so einfacher ist es diese neuen Fakten in die Köpfe einzubringen und damit auch die angeblich zwangsläufig einhergehenden Nebenwirkungen. Mensch ist nicht gleich Mensch, Frau nicht gleich Frau, das ist ganz klar: doch braucht die Zeit des Wandels nicht als etwas Negatives betrachtet zu werden. Ich tendiere eher dazu es eine Neuausrichtung zu sehen, ein Entlassen aus bestimmten Abfolgen z. B. vom roten Mond und seinen Begleiterscheinungen, der ewigen Frage nach natürlicher Verhütung. Es ist in der Tat ein Neubeginn des Daseins als Frau. Wenn dies mit gewissen Zipperlein verbunden ist - oh bitte dann darf die sanfte Naturmedizin doch einmal zeigen was sie kann. Welche möglichen Beschwerden auftreten können und wie man ihnen begegnet davon erzählt fundiert das Ehepaar Germann. Er ist Heilpraktiker, sie Kräuterkundige, Krankenschwester, Aromatherapeutin. Sie sind u. a. Gründer der PhytoAro- Schule für Pflanzenheilkunde.  Das Buch Frauen-Zeiten, basierend auf der Vier-Säfte-Lehre der heiligen Hildegard von Bingen ist ein fundiertes Nachschlagewerk, indem man sich als Frau aufgehoben und verstanden fühlt.

Zunächst kann man sich in den vier Frauentypen nach Hildegard von Bingen wiederfinden und danach die Richtlinie für sich selbst festlegen. Nach einer Erklärung der Wechseljahre aus schulmedizinischer Sicht, einen Exkurs über bioidentische Hormone, wo sie zu finden sind und wie sie wirken, folgende Hinweise zu Ernährung (basisch oder sauer, säurebildende und ausgleichende Lebensmittel). Anschließend die wichtigsten elf Heilpflanzen mit Bitterstoffen (von denen wir traditionell schon viel zu wenig aufnehmen). Weiter geht es mit den Schüssler-Mitteln und der Aromatherapie. Hier werden 16 verschiedene Öle behandelt, Rezepturen und Anwendungsbeispiele  genannt.
Das folgende Kapitel befasst sich mit den Heilpflanzen für das Klimakterium und nennt hier Pflanzen wie Ackerschachtelhalm, Angelika, Brennnessel, Frauenmantel nicht zu vergessen und viele andere mehr. Insgesamt 27. Das ist eine stattliche Anzahl, die Natur hat für jedes Lebensalter etwas in ihrem Füllhorn. Bei jeder Pflanze steht entweder eine Rezeptur dabei oder eine Empfehlung für ein naturheilkundliches Fertigarzneimittel.
Keine Gesundheit ohne Vitalstoffe: so beschäftigt sich der darauf folgenden Abschnitt mit den Vitaminen und Spurenelementen. Schließlich sind wir auf der Seite 139 bei der Homöopathie angelangt - auf 13 Mittel wird näher eingegangen.
In den das Buch beschließenden 89 folgenden Seite können die Beschwerden herausgesucht und die entsprechenden Mittel gefunden werden. Hier kann man unterscheiden zwischen 
  • Fertigarzneimittel aus der Apotheke,
  • pflanzliche, also phytotherapeutische Zubereitungen die man entweder:
    • in der Apotheke zubereiten
    • oder bei entsprechender Fachkenntnis selbst mischen kann
  • Heilmittel aus der Aromatherapie, 
  • aus der Homöopathie bzw. 
  • Biochemie oder ein 
  • Mittel nach der Hildegard von Bingen.

Es gibt eine unglaublich Fülle von Rezepturen für:

  • Tinkturen
  • Teemischungen
  • Elixiere
  • Massagen
  • Bäder und Zusätze
  • Salben
  • Zäpfchen
  • Sogar Haarwasser
  • Hydrolate, Gesichtswasser & Gesichtsöl & Pflegecremes für die Schönheitspflege (in diesem Zusammenhang ein kleiner Exkurs für die Hautpflege)
  • Ölmischungen
  • Bodylotion
  • Peeling
  • Badeöl

Jeder Frau kann man dies Buch nur wärmstens empfehlen. Nach der Lektüre ist man mittendrin in sich und seiner Wechselzeit und nicht nur Gast. Für gestandene Frauen und Mamas ein liebe - und sinnvolles Geschenk ab einem gewissen Lebensalter.

Buchtitel: Frauenzeiten - Naturheilkunde für die Wechseljahre 
Autoren:  Germann Peter; Zeuge-Germann Gudrun

Sprache: Deutsch
Bindung: Fadenheftung
Einband: Hardcover
Format: 17 x 22 cm
Seiten: 240
ISBN: 978-3-99025-252-9


Weitere Infos über die Autoren: (Quelle Freya Verlag)
Peter Germann

  • 1954 geboren
  • 1987 Heilpraktikerprüfung
  • seit 1992 Fachfortbildungsleiter des BDH
  • 1994 Auszeichnung mit der „Clemens-von-Bönninghausen-Medaille“ 
  • seit 1995 Vizepräsident des BDH
  • 1998 Gründung „PhytAro – Schule für Pflanzenheilkunde“
  • 1997 Gründung „Gyü Zhi“ – Gesellschaft für ethnologische Medizin
  • 2006 Gründung „Viriditas – Das Gesundheitshaus“. 

Gudrun Zeuge-Germann 

  • 1956 geboren
  • Ausbildung und Tätigkeit als Krankenschwester
  • Mitarbeit in der Heilpraktikerpraxis ihres Ehemannes Peter Germann
  • Ausbildung in Phyto- und Aromatherapie
  • Gründung der „PhytAro-Schule für Phyto- und Aromatherapie“ mit Ehemann Peter Germann 
  • Übernahme der Schulleitung
  • Anlegen und Eröffnung des „Dortmunder Heilpflanzengartens“
Kontakt zu den Autoren:  PhytAro Heilpflanzenschule 44329 Dortmund  Tel.: 0231-880 866 13 Fax: 0231-880 866 15 Email: info@phytaro.de Web: www.phytaro.de Web: Www.aromatherapieausbildung.de





Mittwoch, 31. Juli 2019

Alte vegetarische Kochbücher - eine Auswahl



 Autor/in: Baltzer Eduard
Titel: Baltzers vegetarisches Kochbuch für Freunde der natürlichen Lebensweise.
Jahr: 1903, 21 Aufl.
Seiten: 198








Autor/in: Kurt Klein
Titel: Die fleischlose Küche Antiquariat
Jahr: 1935
Seiten: 270





Autor/in: Ida Klein
Titel: Neuzeitliche Küche - Fleischlose Gerichte für alle Verhältnisse
Seiten: 144
Jahr: 1939








Autor/in: Eduard A. Brecht
Titel: Brecht Kochbuch für schlemmerhafte Anti-Krankheitskost
Seiten: 212
Jahr: 1976








Autor/in: Berta Brupbacher-Bircher
Titel: Das Wendepunkt-Kochbuch. 580 fleischlose Rezepte und 420 Speisezettel
Seiten: 210
Jahr: 1929






Autor/in: Lorch-Holzäpfel, Anna
Titel: Holzäpfels Diät-Kochbuch., Früherer Vorsteherin der Städtischen Kochschule in Ulm und langjährige Kochlehrerin des Schwäbischen Frauenvereins. Durchgesehen und begutachtet von Eugen Heil. Über 400 Rezepte.
Seiten: 72
Jahr: 1927






Autor/in: Frieda Rausch
Titel: Vegetarisch für alle. Neuzeitliche Küche einschl. Rohkost und Krankendiät. 3 Teile: Gesundenkost, Krankenkost, Praktische Winke.
Seiten: 92
Jahr: 1937






Autor/in: Lisbeth Ankenbrand
Titel: Gesunde fleischlose Küche
Seiten: 152
Jahr: 1929

Holunderblütenessig

So wirds gemacht:

  • Zwei Handvoll Holunderblüten ohne Krabbeltiere in einem Topf schichten, 
  • 2 Biozitrone in Scheiben schneiden und dazugeben. 
  • Eineinhalb Flaschen Bioessig darüber schütten, gerade so dass die Blüten bedeckt sind. Umrühren, eine Woche stehen lassen.
  • Hin und wieder mal umrühren. Dann durchseihen, filtrieren, Reste auspressen und in Flaschen geben. Gut verschließen.


Davon kann ein wenig in Mineralwasser gegeben werden, das schmeckt fantastisch und ist zuckerfrei.

Mittwoch, 3. Juli 2019

Die Wespe - ein Nützling


Ein Arschloch mit Flügeln sei die Wespe, so gesehen auf https://www.nabustade.de Wer das nicht glaubt nebenstehend ein Screenshot dazu. Zugegeben, beim Kaffee trinken umschwärmt zu werden vermittelt mir  auch nicht gerade ein wohliges Gefühl. Alles was ich bisher über Wespen wusste war, dass sie Überträger von Krankheiten sein können, denn sie fliegen so ziemlich alles an: verrottendes Obst, totes Getier, Mülleimer und auch unsere Kaffeetafel. Dennoch würde es mir nie in den Sinn kommen eine der geflügelten Grazien zu erledigen, weil ich der felsenfesten Überzeugung bin, dass jedes Individuum, gleich welcher Art seinen festen Platz in der Natur hat und einen Nutzen sowieso. Dies mag auf den ersten Blick nicht erkennbar sein, es muss auch nicht unbedingt der Mensch sein der Nutzen daraus zieht. Aber diese Äußerung auf der NABU- Seite
Quelle:
https://www.nabustade.de/wissenswertes/staatenbildung-bei-wespen/
brachte mich dazu doch einmal genauer hinzuschauen.
Nur zwei Wespenarten von elf heimischen, namentlich die Deutsche Wespe und die Gemeine Wespe, haben Appetit auf unserer Speisen. Die Gemeine Wespe wird auch Erdwespe genannt, sie legt ihre Nester meist unterirdisch in ausgedienten Maulwurfbauten oder Mäusegängen an. Auch die Deutsche Wespe baut ihr Nest unterirdisch, auch hier überwintert nur die junge Königin, die dann ein neues Volk gründet das aus ca. 3000 bis 4000 Tieren bestehen kann. Ich finde es faszinierend, dass aus den wenigen Brutzellen heraus in so großer Staat sich innerhalb einer kurzen Wärmeperiode bildet und jeder weiß was er zu tun hat. 
Die Hornissen gehören zu den Wespen, hier überwintert ebenfalls die junge Königin, die im Frühjahr einen neuen Staat bildet. Zu den Eigenheiten der Hornissen gehört, dass sie mit ihrem gesamten Stara in ein neues Nest umziehen können, wenn das Alte zu eng wird. Auch tragen die Arbeiterinnen Wasser ins Nest, wenn es dort zu warm ist. Die Arbeiterin der Hornissen lebt ungefähr 20 Tage. Ein Hornissenvolk umfasst ca. 600 Tiere, wenngleich in Deutschland auch schon Völker mit über 2500 Tieren gezählt wurden.
Für die Aufzucht ihres Nachwuchses benötigen Wespen eiweißreiche, tierische Nahrung, also Larven von anderen Käfern, deren Raupen, Blattläuse und andere sogenannte Pflanzenschädlinge. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass der Schutz der Wespen auch ein Schutz unserer Kulturpflanzen ist, dass die Duldung von Wespenvölker in unserer unmittelbaren Umgebung mehr Nutzen als Schaden bringen. Bis zu 2 Kilogramm Insektenmasse kann ein großes Wespenvolk pro Tag erlegen. Die filigranen Flugkünstler laben sich auch gern an Pollen und sind damit wie die Bienen für die Bestäubung zuständig. Sie sind ungleich belastbarer als Bienen, sie trotzen selbst Wind und Regen. Wespen verteidigen sich, die Hornissen gelten als besonders wehrhaft, i
hr imposantes Fluggeräusch verursacht mir Gänsehaut. Doch geben sie bei einem Stich genau nicht mehr Gift ab als andere Wespen, sie haben nur den größeren Stachel, daher tut es mehr weh. Der Stich einer Biene hingegen ist dreimal so giftig - ein Allergiker sieht das natürlich anders, denn für ihn kann schon ein Stich tödlich sein. Bisher bin ich zweimal gestochen worden: Die Wespe ist im Lebensmittelladen durch eine an der Seite offene Wandersandale in den Schuh geraten und hat meinen Zeh für die Applikation ihres Unbehagens über die Beengtheit auserkoren. 

Es gibt einige Verhaltensregeln, die zu beachten eine gute Idee ist:



  • Das Wichtigste:  hab Respekt, lass die Tiere in Ruhe. 
  • Trinken und Essen nicht offen stehen lassen.
  • beim Dinner im Freien kann man gerne in etwas Abstand von der gedeckten Tafel ein Teller für die Wespen hinstellen wenn sie schon da sind. 
  • im Garten Blattläuse möglich biologisch bekämpfen, sind ihre süßen Ausscheidungen locken nicht nur Ameisen sondern auch die Wespen an.
  • Fallobst unbedingt aufsammeln und nicht im Gras verrotten lassen.
  • Reifes Obst ernten.
  • Auf starke Duftstoffe und grelle Farben verzichten
  • Nicht nach den Tieren schlagen, dadurch fühlen sie sich bedroht. 
  • Vom Nest wegbleiben, von Hornissennestern zwischen zwei und sechs Metern Abstand halten und Erschütterungen vermeiden.
In diesem Sinne, uns allen einen schönen brummigen Sommer. 




Montag, 1. Juli 2019

Bartflechte, Isländisch Moos und Co. Wundermittel der Natur - Buchbesprechung

Das vorliegende 128 Seiten starke Buch eröffnete mir einen völlig neuen Zugang zu der mich

umgebenden Fauna und Flora. Es beschreibt hübsch bebildert und anschaulich die vielen Arten der Flechten, die nur aufgrund der symbiotischen Lebensweise von Alge und Pilz sowie besten Umweltbedingungen gedeihen können. So ist das Vorhandensein von Flechten immer auch ein Indikator für vorherrschende Luftgüte, den Grad der menschgemachten Verschmutzung. Sie gehören damit zu den Zeigerpflanzen, zu den Pionieren, besiedeln sie doch unter auf den ersten Blick widrigsten Bedingungen. Da Flechten nur sehr langsam wachsen ist das Vorhandensein größerer Exemplare in der freien Natur schon fast ein Glücksfall, denn vor nicht allzu langer Zeit sammelt man sie noch rigoros ein um aus ihnen nicht nur Arzneimitteln, sondern auch Notnahrung oder stärkende Grützen für Genesende und Kranke zu bereiten. Einige Arten kommen in den vormals angestammten Gebieten überhaupt nicht mehr oder nur noch selten vor und sind mitunter geschützt.

In alten Überlieferungen finden sich etliche Pflanzen, die den gleichen Namen tragen wie z. B. Pulmonaria - was eine eindeutige Identifizierung schwierig macht. Versuche der eindeutigen Klassifizierung der Flechten und die bildhafte Darstellung reichen in das späte 16. Jhd. zurück. Nach und nach folgten Publikationen, in denen die beschriebenen Flechtenarten deutlich an Umfang gewannen. Mitte des 17. Jhd. waren es schon 204. Damit ist eine eindeutige Bestimmung und Zuordnung möglich. Im Laufe der Zeit geriet das Wissen um die Flechten zunehmend in Vergessenheit, auch in der Medizin werden heute nur wenige Arten – wie z. B. das Isländische Moos angewendet. Dabei haben Flechten aufgrund der enthaltenen Flechtensäure und ihrer spezifischen Zusammensetzung ein einzigartiges Wirkspektrum welches es unbedingt zu erforschen gilt. Der Cocktail der Flechtensäuren kann mehr, wirkt er doch äußerst effektiv gegen Viren, Pilze und Bakterien. So ist es nicht verwunderlich, dass die Flechten bei allen Erkrankungen der Atemwege und der Haut zur Anwendung kommen. Die enthaltenen Bitterstoffe wirken zudem aktivierend und reinigend. Daher auch die Verwendung der Flechten in der pflegenden Kosmetik und in der Parfümherstellung als Fixateur. Das vorliegende Buch beinhaltet sowohl eine große Fülle von Rezepturen zur Zubereitung individueller auf den jeweiligen Hautzustand abgestimmten Pflegeprodukte als auch volksheilkundliche Heilmittel.

Es gestattet einen Exkurs in die lange Geschichte der Verwendung der Flechten, gespickt mit Fundstücken aus alten Schriften, die wieder einmal eindrucksvoll die Kreativität, die Beobachtungsgabe und das Verstehen der Menschen aus früheren Zeiten dokumentieren. Mich fasziniert die Symbiotic zweier so unterschiedlicher Lebensformen hin zu einer ganz eigenen Kreation der Natur - einer Doppelnatur, deren Geheimnisse noch immer nicht gelüftet sind und im Nebel der Zeit teilweise verloren gingen. Das ist vielleicht auch gut so, denn die Gier gewisser Menschen kennt kaum Grenzen.


Bartflechte, Isländisch Moos und Co. Wundermittel der NaturAndrea TripplStocker VerlagISBN 978 3 70 20 17880

Natürlich färben mit Pflanzen Farbenpracht aus Wurzeln Blätter und Blüten

Wie von den Büchern des Stocker Verlag gewohnt ist auch dieses Buch sehr ausführlich und bringt eine Fülle von Rezepten mit, nicht ohne vorher mit der Geschichte der Färberei Appetit auf mehr und einen wunderbar-farbigen Einstieg zu liefern. Danach geht es um das Färben selbst, um die Materialien, um das Waschen u. a. von Wolle und Seide - ja auch das ist eine Kunst und will gelernt sein. Nachfolgend widmen sich die Autorinnen dem Beizen, den verschiedenen Beizmitteln, welches vonnöten ist um Farben haltbar zu machen oder erst erscheinen zu lassen. Dann bitte hinaus in den Garten, Wald und Flur: es werden die Färberpflanzen mit ihren verschiedenen Farbnuancen in vorgestellt. Dies geschieht idealerweise mit der Darstellung von Farbmustern am Seitenrand. Das beeindruckendes Farbenspiel von hellem Gelb bis dunklem Violett wird mit folgenden Pflanzen erzielt: 

  • Färbende Ochsenzunge
  • Blaue Färberhülse
  • Dahlie
  • Färberdistel
  • Färberginster
  • Färberkamille
  • Frauenmantel
  • Krapp
  • Mädchenauge
  • Reseda oder Färberwau
  • Rhabarber
  • Rittersporn
  • Stockrose oder schwarze Malve
  • Studentenblume
  • Krems Beere
  • Heidelbeeren
  • Holunderbeeren
  • Färberwaid
  • Ackerschachtelhalm
  • GoldruteBuch
  • Johanniskraut
  • Mädesüß
  • Schafgarbe
  • Eiche
  • Esche
  • Faulbaumrinde
  • Birke
  • Stieleiche
  • Eichengallenäpfel
  • Blauregen
  • Walnuss
  • Rotkraut
  • Blaukohl
  • Kaffee
  • Hibiskus
  • Karotte
  • Tee
  • Zwiebel
Exoten
  • Blauholz
  • Cochenille Schildlaus
  • Henna
  • Indigo
  • Färberakazie
  • Curcuma


Eine ganz besondere Überraschung ist das Solarfärben, dass ich ganz gewiss bei meinem kürzlich auf der Maschine gestrickten Baumwollpullover anwenden werde. Es gibt interessante Effekte durch die Verwendung von frischem Blattwerk, welches frei angeordnet mit Hilfe der Sonne einzigartige Muster zaubert. Was man mit gefärbter Wolle noch anstellen kann, die Fertigkeit des Filzens und Kardierens (was ist das überhaupt :-) wurde im Folgenden beschrieben. Für die Freunde der natürlichen Lebensweise und Anhänger althergebrachter Traditionen wird das färben von OSTEREIERN in verschiedenen Techniken und Filigranitäten erläutert. Vielen Dank für diese Zugabe und überhaupt herzlichen Dank für dieses wundervolle Buch. 


Die schönsten Frisuren einfach selbst gemacht - Buchbesprechung

Nach einem zugegebenen etwas sehr dünnen einleitenden Teil über Pflege und Farbe erwarten uns auf den folgenden Seiten einige Frisuren die recht und unkompliziert nachzumachen sind. Von komplizierten Flechtwerk wurde in diesem Buch abgesehen, ebenso von keltischen Knoten und dergleichen, für diese durchaus tragbaren Kunstwerke ist eine Haarlänge ab Mitte Rücken vonnöten. Die Vorschläge sind sehr detailliert dargestellt und ausführlich beschrieben sodass jeder Anfänger diese Frisuren Nacharbeiten kann.

Fazit: das Buch ist ein willkommenes Geschenk für junge Mädchen und Frauen und ganz sicher ein kleines Plädoyer für etwas mehr Haarlänge. Lange Haare sind weder fad noch langweilig und wenn sie mit einer pfiffigen, kecken oder romantischen Frisur hübsch arrangiert sind, verleihen sie eine gewisse persönliche Note. Bliebe nur noch zu sagen, dass für die meisten Frisuren mehrere Gummibänder und oder Klemmen unabdingbar sind damit es hält. Ab einer gewissen Haarlänge genügt dann ein Haarstab, eine Forke oder dergleichen. Falls Sie die Geduld und Mut haben ihr Haare fraulich lang zu tragen und noch wenig oder keinerlei Erfahrung haben, was Sie mit Ihrer Häupterzierde anstellen können, dann kann ich in dieses Buch wärmstens empfehlen.


  • Ein Dutt gedreht aus zwei Zöpfen
  • Ein durchgezogener Pferdeschwanz
  • Ein halber Kranz aus Kordel Zöpfen
  • Ein halber Kranz aus Keulen Zöpfen
  • Eine Abendfrisur aus einem mehrteiligen durchgezogenen Pferdeschwanz.
  • Einem Hinterkopf fixiertes halbes Pferdeschwänzchen
  • Eine halbe Schleife
  • Der klassische Dutt
  • Eine griechische Welle
  • Ein Dutt mit einer Duttspange
  • noch einen aufgesteckten Dutt dessen Basis ein locker geflochtener französischer Zopf ist.
  • Der klassische Flechtkranz - das Flechtwerk liegt hier bei obenauf.
  • Noch mal eine Art Knotenkranz aus Kordelzöpfen, locker ineinandergesteckt

Wenn die Haare gerade mal bis zur Schulter gehen - was als mittellang deklariert wird, dann gibt es den Vorschlag

  • einer Frisur aus drei Zöpfen ineinandergesteckt.
  • Eine Banane, die leider der fehlenden Länge wegen nicht ohne etliche Haarklemmen auskommen kann.

Und für ganz kurze Haare:

  • eine Flechtfrisur für das Deckhaar, das frech ausschaut.

Eine Frisur für jedes Haar sind

  • seitlich geflochtene oben aufliegende Zöpfe, die dann wieder zu einem Kranz festgesteckt werden.
  • Noch einmal ein locker aufgesteckter Knoten, dessen Basis ein halber Pferdeschwanz ist.

Für sehr langes Haar die

  • Frisur Veronika, ebenfalls mit rechts und links geflochtenen Zöpfen bis in den Nacken, dort mit einer Haarschleife vollendet.
  • Sehr elegante Abendfrisur Adele, bei der das Haar am Hinterkopf ohne großen Aufwand kunstvoll drapiert wird.
  • Dann noch eine Frisur im Hippie-Style besteht aus mehreren kleineren Flechtzöpfen.
  • Eine umgedrehte Banane, die nach unten auslaufen darf was sie zu einer Kombinationsmöglichkeit für alle Outfits macht.
  • Schließlich noch die Anleitung für Hollywood Wellen mit einem Lockenstab.

Und dann endlich gelangen wir zu einer Haarlänge die bis auf die Brust reicht.


  • Hier wird der wunderschöne Ährenzopf vorgestellt, der einfach zu flechten ist aber sehr kompliziert ausschaut.
  • Ein voluminöser Knoten aus mehreren Flechtzöpfen, in Anlehnung an die Haartracht der Helenen locker aufgebauschte Zöpfe, die man gut und gerne auch als Einzelne tragen kann bzw. dieser Art und Weise auch um den Kopf herum drapieren könnte.
  • Schließlich noch der holländische Zopf, der toll aussieht aber etwas Übung braucht.
  • Noch einmal die Übung mit dem Lockenstab und etwas Flechtwerk, diese schöne Frisur heißt Rapunzel.
  • Für ganz besonders lange Haare ist der Wasserfall eine romantische Möglichkeit die Haare zu bändigen und trotzdem ihre Schönheit in der vollen Länge zu zeigen.


Für mittellange Haare gibt es noch mal

  • Pferdeschwänze und Dutts in einigen Variationen,
  • sowie die Frisur Chloe die ein Angefangener, auf der Hälfte geteilter und zu zwei Zöpfen geflochtener und schließlich hochgesteckter Bauernzopf ist.

Zu dem Buch gibt es Videoanleitungen auf Youtube.


Die schönsten Frisuren einfach selbst gemacht

Praxisbuch DMSO - Buchbesprechnung. Mein Auszugsmittel für Heilkräuter

Kurz und knapp mit den notwendigsten Informationen kommt dieses Büchlein vom Kopp Verlag
daher. Nach einem geschichtlichen Abriss über die Entdeckung von Dimethylsulfoxid kurz DMSO beschreibt Frau Schwarz die breitgefächerten Anwendungsmöglichkeiten. Gestolpert bin ich über DMSO als mögliches Auszugsmittel für Heilkräuter. Da wo Alkohol oder Essig kontraindiziert sind bietet sich DMSO als Lösungsmittel direkt an, verstärkt es nach Frau Schwarz die Wirkung der Kräuter zusätzlich und fügt den Wirkprinzipien dieser Auszüge noch seine eigenen hinzu. Darüber hinaus dauert das Ausziehen mit DMSO nur einige wenige Tage. Damit wäre ein Heilmittel von der Wiese viel schneller verfügbar.

DMSO kann allein angewendet werden bei allen Beschwerden des Bewegungsapparates inklusive der gefürchteten frozen shoulder oder Kalkschulter. Auch bei Prellungen, Krampfadern und Muskelschmerzen helfen Beschwerden schnell zu lindern. Seine entzündungshemmende Wirkung entfaltet sich sowohl in der Tiefe des Körpers als auch auf der Haut, hier ist es hilfreich bei Ekzemen, schlecht heilenden Wunden, Nagelpilz, Neurodermitis, ja sogar bei Sonnenbrand. Innerlich angewendet soll es einen günstigen Einfluss auf Magen-Darm-Probleme und Bluthochdruck haben. Damit nicht genug, es scheint ein wahrer Tausendsassa zu sein wie Frau Schwarz als studierte Chemikerin zu berichten weiß, transportiert es doch Wirkstoffe (egal welcher Art) an den Ort des Geschehens. Wer heilt hat recht, wenn das Eine nicht hilft, so mag das Andere zeigen was es kann. Der Selbstversuch mit DMSO jedenfalls verlief oft genug erfolgreich, so dass ich jedem empfehlen möchte es wenigstens äußerlich zu versuchen.

Ich bin mir sicher das dieses durch Zufall gefundene und seit den 1960 er Jahren gut erforschte Mittel auch in ihren Arzneischrank seinen festen Platz finden wird. Immerhin gibt es zahlreiche Veröffentlichungen die die Wirksamkeit einwandfrei bestätigen. Es bedarf kaum Fantasie wenn man die Antwort auf die Frage stellen wollte, warum diese so günstige und hochwirksame Substanz gar nicht (mehr) als Heilmittel präsent ist. Dimethylsulfoxid jedenfalls ist ab sofort ein weiteres Auszugsmittel für Heilkräuter das ich anwende.