Mittwoch, 20. November 2019

Für uns gefunden: Die Maschinenstrickschule

Die Diva bedienen lernen? Bei: https://maschinenstrickschule.de

Empisal 550 Pullover mit
außen liegenden Nähten nach der
Maschinenstrickschule
Stricken hat was Meditatives solange alles klappt. Wenns schneller gehen soll haben kreative Techniker Maschinen ausgetüftelt, die das Leben leichter machen. Manche davon haben ihre Eigenarten. Strickmaschinen sind solche. In den 50er bis 90er Jahren wurde noch auf Heimstrickern gestrickt. Es ist wirklich unglaublich wie viele verschieden Maschinenhersteller es gab. Von ganz einfachen, die ein Konstrukt aus einer Halterung und nebeneinander aufgelegten Nadel war - sowas nennt man Nadelbett - bis hin zu zwei sich gegenüberstehenden Betten, deren Nadeln computergesteuert kleine Wunderwerke in so viel kürzerer Zeit verbringen als per Hand. Oder ganz runde, noch ältere Maschinchen,auch bekannt als Sockenstrickmaschinen, deren Preise seit den letzten Jahren beständig in die Höhe klettern. Oft weit über 1000 Euro. Natürlich, die Technik ist nicht ohne Tücken, doch meistens sitzt der Fehler vor der Maschine ist übermüdet, abgelenkt, oder ist es schlicht und ergreifend einfach nicht das Strickers Tag. In den Hochzeiten der Heimstrickerei gab es in vielen Handarbeitsgeschäften in auch eine Abteilung für Strickmaschinen. Auch Werksniederlassung der verschiedenen Hersteller hatten sich in vielen Städten angesiedelt. Man war nicht allein und konnte angebotene Kurse besuchen. Das änderte sich im Laufe der Jahre als das Interesse an Heimstrickmaschinen rückläufig wurde. Viele namenhafte Hersteller schlossen für immer die Tore, wenige blieben erhalten. Die alten Maschinen gerieten in Vergessenheit und ruhten auf Dachböden, Schuppen und Keller im Dornröschenschlaf. Seit einigen Jahren ist eine Renaissance zu beobachten, nicht zuletzt befeuert durch soziale Netzwerke. Und dann hat man plötzlich eines diese Wunderwerke der Technik zu Hause und verzweifelt fast daran. Für mein erstes Paar Socken z. B. brauchte ich trotz Videoanleitung der Strickschmiede bei YouTube fast den ganzen Tag, weil einfach die Handgriffe nicht saßen, weil man es noch nie gemacht hatte. Aber ich habe es hinbekommen und später trotzdem manches Mal die Maschine verflucht und mich weil ich damit angefangen habe. Bei den Maschinen ist es so wie mit allem was man neu lernt, man muss unbedingt dabei bleiben und immer wieder grundlegende Sachen üben.
Ein Teil des Pullovers
nach der Machinenstrickschule
Falls jemand eine Strickmaschine zu Hause hat, keine Ahnung von gar nichts und Starthilfe braucht, das Internet ist voll von Foren und Facebook voller Gruppen, die helfen. Wer es fundiert will: schaut bei www. maschinenstrickschule.de vorbei.

  • Die Anleitungen und Videos sind professionell gemacht, 
  • es wird ganz genau erklärt, 
  • Schritt für Schritt aufgebaut, sodass der Schüler nicht nur geführt wird sondern effektiv mitlernt. 
  • Wenn man Fragen hat, per eMail wird sehr schnell geantwortet - ich war ganz überrascht :-) wie schnell. Das ist Kundenservice so wie man sich das wünscht. 
  • Es ist ein Abo, auch monatlich zahlbar - wenn man genug gelernt hat kann man jederzeit auch wider aussteigen.

Der grüne Pullover ist nach Anleitung der Maschinenstrickschule entstanden, war überhaupt nicht schwer. Lediglich den Kragen habe ich geändert. Mal schauen wann ich wieder Zeit habe, die Modelauswahl wächst und meine Fähigkeiten auch :-). Vielen lieben Dank nach Leipzig.

Donnerstag, 14. November 2019

Hüttenkäsebrotaufstrich

Das ist mega lecker und beim Käsehändler meines Vertrauens über Gebühr teuer. Das kann ich selber und ihr auch.

Einen Hüttenkäse mit einer Gabel in einer Schüssel ganz fein zerdrücken. Eine zerdrückte Knoblauchzehe, die abgeriebene Schale einer halben Limette und deren Saft, eine, zwei Prisen getrocknete Kräuter der Provence (wenn vorhanden natürlich gerne frisch) und einen guten Schuss feines Olivenöl miteinander mit der Gabel solange vermischen bis eine streichfähige Paste entstanden ist. Diese ein wenig ruhen lassen damit sich die Aromen entfalten. Ab damit auf Roggenbrot. Guten Hunger 😍. 

Dienstag, 12. November 2019

Von Springerle, Eierschaum und Anisbrötli


Gerade erinnerte mich eine Leserin an ein versprochenes Rezept. Nun da wollen wir nicht zaghaft sein 😊 es ist ja fast Weihnachten.

Das Objekt der Begierde sind diesmal Springerl, Springerle, die in der Schweiz auch Anisbrötli genannt werden. Das traditionelle Gebäck aus Eierschaumteig, welches in der Regel mit Anis gewürzt wird. Nicht nur zu Weihnachten wurden diese formschönen Gebilde kredenzt, nein auch an Ostern und Pfingsten, zur Hochzeit, Taufe mit entsprechenden Motiven. Wie die Spekulatius sind auch Springerl ein Bildgebäck, die vor allen Dingen in Süddeutschland, in Teilen der Schweiz und Österreich als auch im Elsass und Ungarn gebacken werden. Die deutsche Namensgebung ist wahrscheinlich der Eigenart des Gebäcks geschuldet, beim Backen aufzuspringen und einen Fuß auszubilden, welche das Gebäck auf die doppelte Höhe aufgehen lässt. Das Bild - sofern der Teig in ein Model gedrückt wurde - bleibt in aller Filigranität erhalten. Die Model selbst bestehen in der Regel aus Holz, meist aus Birne, weil es nicht splittert, überaus hart ist und nicht aufquillt, wenn es feucht wird. Die Modelschnitzerei gehört zur traditionellen Volkskunst, deren Ideenreichtum und Kunstfertigkeit in Museen bewundert werden kann. Ich habe schon traditionelle uralte Model im Antiquitätenladen für wenig Geld gefunden. Die habe ich natürlich ordentlich geschrubbt, auch auf die Gefahr hin diese nur noch zur Dekoration verwenden zu können. Aber sie haben sich wunderbar reinigen lassen und sind nun wieder im Einsatz und schmücken unseren Adventsteller mit wunderschönen alten Motiven. Es gab aber auch Model aus Keramik Stein oder Metall, aus dem Mittelalter sind solch erhalten. Für die Prägung des Teiges können alle Materialien verwendet werden, die ein Bild in entsprechender Struktur aufweisen. Lediglich auf die Lebensmittelechtheit sollte Wert gelegt sein. Die genaue Datierung der erstmaligen Herstellung liegt im Dunkeln der Geschichte, man geht davon aus, dass sie ihren Ursprung in der Hostienbäckerei haben. Diese sind ebenso mit hübschen Bildern versehen. So wundert es nicht, dass auch die Springerle vorerst mit kirchlichen Darstellungen geschmückt waren. Dies änderte sich im Laufe der Zeit. In den traditionellen Motiven wurde dem jeweiligen Anlass Rechnung getragen. So waren es z. B. Hochzeitskutschen, Paaren, Darstellungen von Liebe, Glück und Fruchtbarkeit. Im Nürnberger Raum heißen Springerle auch Eierzucker.

Das Rezept kommt mit wenigen Zutaten aus: 


  • 500g Puderzucker werden mit 4 Eiern schaumig gerührt.
  • 500g Dinkelmehl und zugeben und
  • 3g klumpenfreies Hirschhornsalz welches in
  • 1 -2 EL Kirschwasser aufgelöst wird.

Alles gut verkneten. Den Teig eine Stunde zugedeckt und kühl ruhen lassen. Für die Bearbeitung die Schüssel mit einem feuchten Tuch abdecken. Ein wenig vom Teig abtrennen, nochmals durchkneten. Bis zu 0,5 cm dick auswellen, die Oberfläche leicht mit Stärkemehl einstäuben. Dann das Model mit der Bildseite nach unten mit Kraft fest in den Teig drücken, schließlich senkrecht abheben. Mit einem Teigrädchen die einzelnen Motive voneinander trennen und auf einem Blech ca. 12 Stunden trocknen lassen. Nun auf ein anderes Backblech welches mit Anis bestäubt ist setzen und bei 130 - 160 Grad ca. 25 -30 Minuten abbacken. Ich backe es eher mit wenig Hitze, dafür länger. Probestück backen.

Abwandlungen:


  • Statt mit Hirschhornsalz 10g Natron zugeben.
  • Zugabe von Saft und Schale einer halben Zitrone
  • Limetten oder Orangen eignen sich ebenso.
  • Statt der Zitrone kann der Anis auch gleich in den Teig eingearbeitet werden. Auch kann der Teig mit Lebensmittelfarbe gefärbt oder nach dem Backen angemalt werden. Bitte vorsichtig hantieren damit das Springerle nicht zu weich wird. Springerle eignen sich auch als Behang für Traditionell geschmückte Weihnachtsbäume.
  • Statt mit Kirschwasser kann das Hirschhornsalz auch mit kalter abgekochter Milch angerührt werden. Hierzu nimmt man folgendes Rezept – gefunden im Mutterhausrezeptbuch der Diakonissen:


530g Puderzucker, 7g Hirschhornsalz, ein viertel Liter Milch. Miteinander verrühren und stehen lassen. Darauf gibt man Saft und Schale einer halben Zitrone und eineinhalb Pfund Mehl.

Anstelle des Arnis und den altbekannten weißen Springerle könnte man nun auch die Springerle mit Blüten bzw. Kräutern würzen. In Frage kommt hier Veilchen, Rosen, Wegwarte, Malve oder Lavendel. Die Blüten werden getrocknet und fein gemahlen in den Teig geknetet. 


Freitag, 8. November 2019

Richtige Zahnpflege & Heilende Mundspülungen. Zwei Buchbesprechungen

Mit den Zähnen das ist ja immer so eine ganz besondere Angelegenheit, behaftet mit Ängsten, Horrorgeschichten, Irrtümern, schlechten Erfahrungen. Wenn die Zähne weh tun oder irgendetwas nicht stimmt dann fühlt man sich naturgemäß unwohl. Alles fragen kann man den Zahnarzt fast nicht, weil immer irgendwie das dumpfe Gefühl des nicht unbedingten Vertrauens da ist - zumindest geht es mir so, wenn mir meine Zahnärztin ständig einreden will die Kinder mit e***x-Gelee zu traktieren, obwohl da Fluorid enthalten. Ein gesundes Misstrauen, kritisches Hinterfragen ist in jedem Falle angezeigt. Ein guter Arzt wird sich die Argumentation seines Patienten anhören und bedacht sein zusammen Lösungen zu finden. Es ist wichtig nicht dogmatisch alles hinzunehmen und immer in Frage zu stellen. 


Quelle: 
Hans-Nietsch-Verlag, 216 Seiten, Broschur
ISBN: 978-3-86264-827-6

Die Zahnheilkunde unterliegt genau wie jede andere (medizinische) Fachrichtung ständigem Wandel, der auch vom Beobachten, Ausprobieren, Erfolg und Irrtum beeinflusst wird. Die langjährige Erfahrung eines Zahnarztes ist selbstverständlich maßgeblich in Beratungsinhalten wiederzufinden. Natürlich befragt man das Internet, Freunde und Bekannte, die Dame im Drogeriemarkt oder in der Apotheke und ist nachher genauso schlau wie vorher. Insbesondere dann, wenn man die neue Errungenschaft seinem Arzt präsentiert hat und dieser das gute Gefühl komplett mit einem Satz zunichte machen kann. Ob er dabei richtig liegt schwer zu sagen, wenn Hintergrundinformationen fehlen. Stets bleibt aber doch - so meine ich - das dumpfe Gefühl, dass man doch nicht alles fragen kann ohne wie ein kompletter Depp dazustehen. Das liegt wohl am Thema selber den Zähnen (auch Darm und sowieso das Untenrum). Was ist denn nun wirklich richtig und was ist weniger gut, oder gar schädlich? Zugegeben es ist das erste Buch über Zahnheilkunde das ich gelesen habe. Und das auch erst nach einem ausführlichen Gespräch (auch so ein wunderbarer Zufall) mit der Autorin die selbst Zahnärztin ist. Als solche hat sie Dentologie studiert und ist beschlagen in allen Dingen rund um die Mundgesundheit. Ihr fehlte etwas sagte sie. Es machte sie stutzig, dass trotz aller Bemühungen manchmal der Erfolg ausblieb, oder dann der Patient zur Selbsthilfe gegriffen, ein besseres Ergebnis vorweisen konnte. Doch das alleine überzeugt ja nicht, erst die Häufung der Heilungen, die eigenen Beobachtungen und die Fähigkeit sich selbst, sein Können, sein Wissen zu überdenken brachten den Stein in Rollen. So hat sie sich nun naturheilkundlich den Zähnen verschrieben, sie sind ja ein gewachsener Teil von uns. Sie sieht nun genauso wenig wie viele Aufgewachte nicht ein, dass Mund und Zahn mit Chemiebomben und allerhand Gerätschaften traktiert werden müssen. Doch damit nicht genug: sie hat all die großen und kleinen Mittel, die Bürsten, die Zahnseiden, Hölzern und was es sonst noch gibt probiert zusammengetragen, auf Tauglichkeit, Sinn und Unsinn geprüft, kritischen Prüfungen und einem Funktionstest unterzogen. Das Praktikable vom Sinnfreien geschieden  Empfehlungen sowie die richtige Anwendung (Anstellwinkel bei Zahnbürsten!) beschrieben. Auch die Inhaltsstoffe einer ach so modernen Zahncreme wurden kritisch unter die Lupe und auseinander genommen. Hier räumt endlich mal eine Zahnärztin mit diesem ganzen Fluoritunsinn auf. Zur Mundgesundheit gehört auch frischer Atem. Warum es manchmal aus dem Mund riecht und was man dagegen tun kann, wie man vorbeugen bzw. es abstellen kann auch davon berichtet Frau Dr. med. dent. Nicole Wagner.


Leseprobe beim Verlag: Richtige Zahnpflege 

Quelle:
https://nietsch.de/heilende-mundsplungen-p-12406.html
Hans-Nietsch-Verlag, 248 Seiten, Broschur
ISBN: 978-3-86264-826-9

Das zweite Buch `Heilende Mundspülungen´, ebenfalls von Dr. Wagner, geht einen Schritt weiter und erklärt wie man sich selbst mit sanften Mitteln helfen kann. So lernen wir erst einmal etwas über den Speichel und welch vielfältige Funktionen er hat. Weiter geht es mit der ausführlichen Darstellung unsere Mitbewohner und ihrer möglichen unerwünschten Wirkungen auf uns. Schließlich sind wir beim Thema Ölziehen angelangt, einer 3000 Jahre alten traditionellen Methode die Zähne zu reinigen, die hier mit den verschiedenen Ölen die zur Anwendung in Frage kommen vorgestellt wird. Überhaupt wird das Ölziehen in den höchsten Tönen gelobt, Versuch macht auch hier klug. Immerhin die Liste der Vorteile einer Ölziehkur und ihrer Wirkung auf den ganzen Körper scheint enorm zu sein. Geht man davon aus, dass durch diese Methode Gifte aus dem Körper heraus bezogen werden so kann sich selbstverständlich eine allgemeine Besserung einstellen. Und die Liste ist so lang, sie reicht von Verbesserungen der Sehleistung bis zu positiven Wirkungen auf den Verdauungstrakt, Blutdruck usw. Propolis, Honig mit seinen wunderbaren antibakteriellen Eigenschaften wird im Mund mit Erfolg angewendet. Ausführlich vorgestellt auch das Vulkangestein Zeolith, ein in der Wirkung nicht zu unterschätzendes Geschenk der Erde, es freut mich in diesem Zusammenhang davon zu lesen. 


Einen großen Teil des Buches nehmen die Heilpflanzen ein. 
Wir begegnen alten Bekannten wie: Aloe Vera, Eukalyptus, Heidelbeeren, Ingwer, Kamille, Knoblauch, Kurkuma, Lavendel, Zitronengras, Melisse, Minze, Nelken und vielen mehr. Zu jeder Heilpflanze ist eine detaillierte Beschreibung ihre Inhaltsstoffe, der Anwendungsmöglichkeit nebst einfach herzustellenden Rezepten für selbstgemachte Zahnpflegemittel. Wie wäre es z. B. mit einer Aloe-Rose-Mundspülung mit Honig? Oder einem selbstgemachten Mittel gegen Lippenherpes? Oder einem Zahnungshilfe-Öl für Säuglinge? Oder einen Lavendel-Gel, für die Regeneration des Zahnfleisches? Selbst ein Öl für die Schmerzbehandlung bei Kopfschmerzen ist aufgeführt. Oder Massageöl zur Narbenbehandlung, wenn man ohnehin dabei ist eine Salbeispülung fürs Zahnfleisch herzustellen?


So geht es die ganzen Bücher durch: vollgestopft mit praktischem, fundiertem, auch geschichtlichem Wissen, das auch vor den Betrachtungen der in der Zahnarztpraxis angewendeten Spüllösungen wie z. b. Chlorhexidin nicht Halt macht. Selbst Wasserstoffperoxid, das vor Chlorhexedinlösungen in Zahnarztpraxen angewendet wurde und sein möglicher Einsatz detailliert beschrieben. Es wird wirklich alles hinterfragt, alles geprüft und alles so wiedergegeben und so erklärt das man es auch tatsächlich zu Hause nachmachen kann, es nachhaltig im Kopf bleibt. Natürlich kann man mit diesem Hintergrund auch seinen Arzt konfrontieren, es dürfte interessant sein was man so als Antwort bekommt. Es ist durchaus kein Geheimnis, dass u. a. die Zahnreparatur bzw Zahnersatz ein durchaus gewinnbringendes Geschäftsmodell sein kann. Zähneputzen kann jedes Kind und wenn es einmal falsch beigebracht nur schwer ab- oder umgewöhnen. Es sei denn man bekommt es ordentlich erklärt. Umso wichtiger war es diese beiden Bücher zu schreiben, die übrigens auch noch reich bebildert sind. Sie enthalten Rat bei allen Eventualitäten rund um die Mundgesundheit, man kann ja vor der nächsten Behandlung noch mal eine Nacht darüber schlafen. Manchmal wirkt es Wunder.




Informationen zur Autorin: Quelle Hans-Nitsch-Verlag


Dr. med. dent. Nicole Wagner

ist Zahnärztin und Heilpraktikerin. Ihr Herzenswunsch ist es, Menschen mit möglichst einfachen und effektiven Mitteln gesund zu erhalten. Bereits in der Schule entwickelte sie ein lebhaftes Interesse an Urheilwissen, wie es seit Jahrtausenden in unterschiedlichen Teilen der Welt praktiziert wird. Sie studierte Zahnmedizin und verfasste ihre Doktorarbeit zum Thema „Angst“ im Fach Psychologie. Es folgten zahlreiche Abschlüsse, unter anderem in Hypnose, ein Masterstudiengang in Wurzelkanalbehandlung, eine Ausbildung zum psychosomatischen Berater bei Dr. med. Rüdiger Dahlke sowie eine Reihe von Fortbildungen bei Dr. med. Dietrich Klinghardt. Eigene Erkrankungen ließen sie noch intensiver nach Krankheitsursachen sowie einfachen, effektiven und erschwinglichen Heilmitteln suchen. Dabei legt sie großen Wert darauf, ihre Erkenntnisse wissenschaftlich zu belegen.

Heute praktiziert die Autorin als Zahnärztin und Heilpraktikerin in Ismaning (Landkreis München).

Dienstag, 5. November 2019

Mein Kräutererbe - uralte Heilrezepte - Buchbesprechung

Blick ins Buch
beim Freya Verlag

Die Idee: die scheidende Urgroßmutter hinterlässt ihrer Urenkelin 12 Briefe - für
jeden Monat einen, die sie als Geschenk zur Verlobung erhalten soll. In jedem Brief erzählt die Großmutter dann eine kleine Anekdote und leitet über zu den Rezepten die nach den Briefen aufgeführt sind. Das kleine 127 Seiten starke Buch erzählt sicherlich den gestandenen Kräuterfrauen unter uns nicht viel Neues, doch wer noch nie mit diesen Themen in Berührung kam für den mag das hübsch bebildert und gut aufgemachte Büchlein ein Einstieg sein, geht es doch Quer-Beet, Wald und Feld, Haus und Hof, Mann, Frau, Kind und rund ums Jahr. Einige Rezepte komplettieren sich über die Monate indem neue Zutaten zugefügt werden.

Es finden sich überlieferte Rezepturen von
  • Hausmitteln gegen Erkältungen, 
  • Magen-Darm-Beschwerden, 
  • Blasen- und Nierenproblemen, 
  • Haartinktur, 
  • Blütenpesto, 
  • Süßspeisen aus Holunder, 
  • dem altbekannten Löwenzahnblütenhonig mit braunen statt mit weißem Zucker, 
  • Allroundmittel Johanniskrautöl, 
  • Heidelbeersirup und getrocknete Heidelbeeren, 
  • Sommerlimonade, 
  • Teemischung gegen Frauenbeschwerden, 
  • Blütenauszugsöle von Ringelblume & Königskerze.
  • er wird verraten was aus Falläpfeln hergestellt wird, 
  • welche Heilpflanze für Zähne und Mund genommen wurde, 
  • wie Suppe aus Dörrobst gekocht wird.  Es gibt Informationen 
  • rund ums Einkochen, 
  • Kräuterwein und
  • Gelenksalbe, 
  • Sirup aus Wacholder Bären, 
  • Likörrezepte, 
  • und der altbewährte Zwiebelhonig.
Wer da nicht selbst einsteigt und neugierig wird - der wird es wohl nie :-). Für jeden etwas, von allen ein bisschen, durchaus ausbaufähig. So wie es ist wäre es auch ein Geschenk für heranwachsende Enkelinnen mit Interesse am Thema.

Blick ins Buch:


Verlagsinformation: Quelle Freya Verlag:


  • Autorin: Grahofer Eunike
  • Sprache: Deutsch
  • Bindung: Fadenheftung
  • Einband: Flexocover
  • Format: 17 x 22 cm
  • Seiten: 128
  • ISBN: 978-3-99025-304-5

Hexenwerk - Wildkräuter-Sammelsurium rund ums Jahr - Buchbesprechung


Ein niedliches Büchlein ist es das ich dann den Händen halte. Quer durchs Jahr von Februar bis Februar wartet es mit unzähligen Rezepten zum Essen, Trinken und Heilen auf, gewürzt mit Geschichten, Meditationsanleitungen und allerhand Ideen zum Selbermachen. Immer finden sich die Zutaten bei einem Spaziergang in der Heimat.


Ungefähr nachgezählt zeigt sich eine beachtliche Auflistung an einfach nachzumachenden Rezepturen und Vorschläge für Körper, Geist und Seele, freilich alles kurz und knapp gehalten:
  • 7 x Buttermischungen
  • 12 x Likör-  oder Heilschnäpse
  • 10 x Heilöle
  • 5 x Kräutersalz, Pilzsalz und dergleichen
  • 14 x Aufstrich Rezepte inklusive Marmelade, Frischkäse und Co, wobei das Hauptaugenmerk eindeutig auf der Verfeinerung von Frischkäse liegt 😁
  • 6 x Brot, Fladen, Brötchen
  • 5 x Tinkturen
  • 12 x verschiedene Getränke wie Limo, Brennesselbier, Bowle usw.
  • 21 verschiedene Teemischungen
  • 10 x irgendwelche Leckereien, Gebackenes usw.
  • 35 x Rezepte zum Essen, Salat und Braten
  • Mehrere Pesto- und Salbenrezepte
  • 10 x Dekoration z. B. Adventskränze, Reisigbesen, Tannenbaumanhänger, Sonnenwendkrone...
  • 5 x Essig
  • 14 x Sirup, Räucherkräuterbüschel usw.
  • 1  Waschmittelrezept
Mitten im Text eingefügt sind die Erklärungen zu den Jahreszeitfesten, dem dazugehörig Brauchtum, zu allerhand Pflanzen die im Buch Verwendung fanden. Wer jetzt nicht raus geht und alles selber macht, dem ist wirklich nicht zu helfen.

Buchdaten (Quelle Freya Verlag): 
  •  Janascheck Ulla; Richer Elise

  •  Deutsch

  •  Fadenheftung
  •  Hardcover

  •  17 x 22 cm

  •  01.12.2015

  •  224

  •  978-3-99025-215-4

Montag, 4. November 2019

wider der Unwissenheit


Es ist unglaublich was man manchmal für Leute durch puren Zufall kennen lernen darf, jüngst geschehen durch ein zufällig entstandenes Telefonat mit einer sehr beeindruckenden Dame aus München. Ich lasse mich ja nicht gleich ins Bockshorn jagen, aber das was ich da am Telefon von Frau Evelin J. Lenz hörte veranlasste mich Ihre Webseite zu besuchen. Viele Verwandte, Freunde und Bekannte wurden mit der Diagnose Krebs konfrontiert und viele davon sind entweder nach kurzer Leidenszeit oder nach langem Siechtum heimgegangen. Nur wenigen ist die Gesundung gelungen, einige Wenige haben den Krebs immer wieder niedergekämpft, bis sie ihm schließlich erlegen sind. Das Erlebte bringt mich immer wieder zum Nachdenken. 
  • Was ist die Ursache für die jeweilige Krebserkrankung zu finden - ich glaube nicht an Zufälle, vielmehr an Zusammenhänge. Beispiel: Bauchspeicheldrüsenkrebs - Nach Dr. Hamer ausgelöst durch Erbstreitigkeiten, und in diesem Fall scheint es mir absolut zustimmen. 
  • Auch spielt die Art der Übermittlung der Diagnose an den Patienten eine nicht zu unterschätzende Rolle im Verlauf der Krankheit. Warum geschieht das oft mit dem Unterton der Endgültigkeit
  • Wo können wir als Verwandte oder Freunde helfend eingreifen damit sich eben nicht dieser Gedanke einnistet und dann doch nur Angst und Schrecken schürt, die die eigene Aufnahmefähigkeit und die eigene Entscheidungsfähigkeit lähmt, das wichtige Chancen Heilung zu erfahren womöglich vertan werden. Unsere eigene Unsicherheit wird sich unweigerlich auf den Patienten übertragen. Es ist absolut (über)lebenswichtig Bescheid zu wissen.
  • Welchen Einfluss haben familiären Vorgeschichten nicht nur in Bezug auf eine mögliche Krebserkrankung. Welchen Einfluss haben Geschehnisse auf uns, unser Denken und damit auf unseren eigenen Weg?

Deine Tugenden sollen sein: Gewissenhaftigkeit, Entgegenkommen, Verantwortungsbewusstsein, sozial veranlagt, helfend, stets einspringend. Deine Untugenden sollst du ablegen: Angst, Bedenken vor allem was anders ist als Du, aggressive Gefühle, Feindseligkeit. So wills die Zeit in der Du lebst. Ja nicht auffallen, mitlaufen. Wie Du dich dabei fühlst fragt dich keiner. Du verbiegst Dich, über Jahre wirst du getrimmt, beschnitten, wie ein Bonsai, geschaffen, geformt, genormt wie deine Formgeber es so gerne hätten. Gesunde Emotionen - Fehlanzeige. Du krümmst dich und buckelst, suchst ein Ventil. Wenn es nicht zu finden ist, schafft der Körper selber eins was dich zur Ruhe, zum Nachdenken zwingen wird. Die Frage ist was man dann tun möchte. Als Erstes den eigenen Urkräften Raum geben, sich nicht mehr einzwängen lassen. Und genau da braucht es Hilfe, denn das Erkennen alter Muster, das Abschütteln von Zwängen, ist Schwerstarbeit, die in Angriff zu nehmen, durchzuhalten viel Kraft und Mut einfordert.  Das muss man aber erst einmal wissen.



Evelin J. Lenz Quelle: https://www.evelinlenz.de
Und nun kam da dieses Telefonat mit Evelyn J. Lenz, was mich wirklich fasziniert hat. Sie ist Psychoonkologin mit eigener Praxis in München. Bis dato wusste ich nicht einmal, dass es so was gibt. Die Psychookologie schaut auf die psychischen und sozialen Belastungen von Krebspatienten. Frau Lenz sprach mit so viel Zuversicht, Kompetenz, Energie und Liebe, sie riß mich förmlich mit, gab meinen Gedanken Raum, das war ein so intensiver Austausch - vielen herzlichen Dank dafür. Frau Lenz sagt die Leute müssen unbedingt über diese Krankheit Bescheid wissen bevor irgendetwas passiert. Der Meinung bin ich auch, Nichtwissen macht ja doch nur Angst. Ich jedenfalls bin schwer beeindruckt, von ihr, ihrer ganzen Art, der Vollumfänglichkeit ihres Sachverstandes, deshalb hier dieser Post. Die reißerischen Schlagzeilen, die man oft genug irgendwo, wenn auch nur im Vorbeigehen erhascht, sind wie stete Tropfen die das Angstfaß immer voller machen. Ob als betroffener Patient oder als Angehöriger: Wissen ist auch hier Macht, Kraft, Zuversicht und Heilung. Wer mehr darüber wissen möchte, ggf. gerade selbst in einer schwierigen Phase ist: bitte besucht unbedingt Frau Lenz´ Webseite. Die Einheit von Körper, Geist und Seele findet den für den jeweiligen Patienten besten Weg.

Link zur 

Alles Gute Euch Allen
Landerun

Montag, 21. Oktober 2019

Spirit ins Leben bringen - 1. Deutscher Channeling Kongress in Taufkirchen (München) 02. & 03.11.2019

Suchst Du auch neue Wege? Andere Informationen? Findest Du auch das sich etwas tun muss? Oder spürst Du das bereits alles im Umbruch begriffen ist? Aber vielleicht sind Dir die alten Mittel und Wege einfach nicht genug, vielleicht sind sie zu laut, zu schrill, nicht nachhaltig, zu wenig durchdacht, zu trennend? Wie wäre es mit einem spirituellen Weg? Einem GEMEINSAMEN? Dann kommt hier ein Veranstaltungstipp für Euch - wer weiß, vielleicht laufen wir uns ja über den Weg.
Eure Landerun
Transformation gemeinsam erleben
1. Deutscher Channeling Kongress in Taufkirchen bei München

Am 2. und 3. November 2019 gibt es ein Jubiläum im deutschsprachigen Raum: Die Verlage AMRA und EchnAton laden zum 1. Deutschen Channeling Kongress in Taufkirchen bei München ein. Durch Channeling werden medial Botschaften empfangen, die von Sternenwesen, Aufgestiegenen Meistern, hilfreichen Geistwesen oder Verwandten aus dem Jenseits an besonders reine Kanäle weitergegeben werden. So erhalten wir Wissen und Unterstützung, die dabei helfen, sich selbst, die eigenen Beziehungen und den geliebten Heimatplaneten durch Liebe zu heilen.
Am 2. November finden die Veranstaltungen auf der Bühne steht. Die Highlights sind das bedeutende Plejaden-Medium Pavlina Klemm sowie Kerstin Simoné, die Thoth den Atlanter channelt. Bei ihnen geht es um die momentane energetische Situation auf der Erde und die unerlässliche Transformation im Herzen der Menschen. Pavlina wird dabei - genau wie auf ihren CDs - musikalisch durch den Klangheiler Sayama unterstützt. Die Schauspielerin und Heilerin Sylvia Leifheit berichtet von der Reise der Seele, die durch Übungen erfahren werden kann. Außerdem channelt Christine Woydt musikalisch begleitet von Dennis O'Neill - den Aufgestiegenen Meister Saint Germain und Peter Herrmann berichtet über die lebensnotwendigen Lichtphotonen, die allen Menschen den Kontakt ermöglichen. Bei einer Talkrunde mit Varda Hasselmann, Bettina Büx und Siglinda Oppelt, die von Thomas Schmelzer (von Mystica TV) moderiert wird, geht es um das ganz normale Leben und die praktische Arbeit eines Mediums.
Am 3. November haben die Teilnehmer dann Gelegenheit, Workshops und Einzelsitzungen zu besuchen, nicht nur bei Pavlina Klemm, Kerstin Simoné, Christine Woydt und Peter Herrmann, sondern auch bei den Medien Susanne Hirsch und Siglinda Oppelt, die auf die Akasha-Chronik spezialisiert ist.

Eine solche Veranstaltung gab es wirklich noch nie. An diesem ersten Wochenende im November kommen die besten Channelmedien Deutschlands zusammen, um die transformativen Energien der geistigen Welt zu vereinen. Die gemeinsame Erfahrung der medialen Durchsagen, die sich entfaltende positive Energie und ihre aufbauende Wirkung erhöht die Durchlichtung des Planeten Erde und all seiner energetischen Ebenen, so dass Heilung für jeden Einzelnen und die gesamte Welt leichter geschehen kann. Wer dabei ist, hat die einmalige Gelegenheit, sich anzubinden und Werkzeuge zu erhalten, die sie oder ihn nachhaltig stärken.

Genaueres über die Vorträge, Workshops und Einzelsitzungen:
www.Channeling-Kongress.de | Tel. +49 (0) 61 81 – 18 93 92 |
kontakt@channeling-kongress.de

Donnerstag, 17. Oktober 2019

Nummerierte Schamottsteine, das Buch "Totsein für Anfänger" und ich

Bin ich schon alt? Oder eine ewig Gestrige? Das frage ich mich nach etlichen Gesprächen mit Bekannten und Nachbarn. Wo ist mein Platz, wo soll ich hin? Was ist Heimat - da wo ich geboren und aufgewachsen bin? Oder nur da wo ich z. Zt. mein Leben verbringe? Oder im Herzen? In einem Glas Erde das ich von daheim mitgebracht habe, in einem Stein aus dem Bach hinter meines Vaters Garten, der sich in meinen Händen seltsam vertraut anfühlt? Was ist das, das uns in jungen Jahren vortreibt und uns dann in der Mitte des Lebens heimwärts zieht? Flügge werden, auf eigenen Beinen stehen, zeigen man kann es allein. Das ist gut und wichtig, aber irgendwie schmeckt es nirgends so wie daheim, riecht es so, atmet der Acker Heimat, singen die Vögel so suß Willkommen, stürmt der Wind um die Hausecke im ewig altvertrauten Liede. Heim, ja heimwärts zieht es mich. Ich kann beim besten Willen nicht verstehen, wie jemand so fern der Heimat auf ewig verweilen möchte, womöglich in fremder Erde begraben werden wird. Das möchte ich bitte ganz sicher nicht, wenn es Zeit für den endgültigen Heimgang ist, dann bitte in heimatlichen Gefilden, den Ahnen zur Seite, da wo die alten Weiden rauschen. Bis dahin sehe ich hoffentlich noch mindestens 50 Sommer, jetzt den Löffel abgeben, unvorstellbar. Es ist noch so viel Arbeit. Trotzdem habe ich mir Gedanken gemacht um die Nachhaltigkeit von Bestattungen und um unsere neue Bestattungskultur. Das frühe Christentum verlangte eine Bestattung des intakten Körpers in der Umarmung der Erde. Es erfolgte die Feuerbestattung parallel dazu bis zum Verbot im Jahre 789 durch Karl den Großen. Erst um die Jahrhundertwende kam die Frage nach der hygienischen Beseitigung der Leichname nach dem Fortschreiten der medizinischen Kenntnisse und den Cholera- und Typhusepidemien wieder auf. So geschah es, dass 1878 in Gotha das erste Krematorium auf deutschen Boden seinen Betrieb aufnahm. Die Vorarbeit leisteten deutsche und italienische Ofenbauer, sie nutzten die technischen Möglichkeiten der Industrie und ihre Kenntnisse zur Leichenverbrennung. Der italienische Pathologieprofessor Lodovico Brunetti zeigte schließlich einen Feuerbestattungsapparat 1873 auf der Wiener Weltausstellung. Die Katholische Kirche erlaubte die Kremierung erst ab 1963, die Evangelische schon um 1920. Feuerbestattungen sind nach wie vor auf dem Vormarsch, gestorben wird vielfach im Krankenhaus, Gebeine sind aus unserem Alltag verschwunden, bestenfalls als stilisierte Dekoration auf unserer Kleidung finden wir sie. Doch gehört der Tot zum Leben dazu und das angemessene Bestatten mit allem was dazu gehört. Es bleiben nach der Verbrennung zwei bis vier Kilogramm Asche über, über 750 Grad in der Einäscherungskammer und knapp zwei Stunden später, dann ist alles weißer Staub. Was grob ist wird durch die Knochenmühle gegeben, alles landet in einer Aschekapsel, dazu ein Schamottstein mit der laufenden Nummer um Verwechslungen auszuschließen. Die Aschekapsel wird in eine Schmuckdose eingefasst und verschlossen. Schließlich wird dann zur letzten Ruhe gebettet, nicht im Garten, auf dem Gottesacker in vorgeschriebener Tiefe. Damit wäre das Aufräumen beendet, zumindest dessen was sichtbar ist. 

Und dann? Wie und dann? Ja was ist mit dem Rest? Ist da noch was da, etwas Geistiges? Wer will schon weg sein, für immer, das Ich, das Sein - weggefegt? Manchmal in Sekundenbruchteilen. Im Leben geht's rauf und runter, das ist kein großes Geheimnis, hat jeder von uns schon mitbekommen. Wichtig ist ,dass in gewissen Situationen etwas da ist einen aufzurichten, zu trösten, Hoffnung zu geben. Als im August diesen Jahres meine liebe Tante starb - immerhin hat sie es bis in die 70er trotz einer ständig wiederkehrenden Krebserkrankung mit unerschütterlicher Willensstärke geschafft, hatte ich einen papiernen Trost an meiner Seite. Da wir ziemlich weit auseinander wohnen sah ich sie das letzte Mal 2018 im Sommer. Irgendwie war es mir damals schon klar, dass dies das letzte physische Zusammentreffen sein wird. Wie sie da so zerbrechlich neben den großen Sandsteinpfeilern stand, die die verrosteten, schön geschmiedeten, ehemals stolzen Tore des großen Gutes, indem sie seit Kinderzeiten eine Wohnung mit einem von ihr liebevoll gehegten Garten bewohnte, hielten, da wusste ich es. Wir hatten noch viele Telefonate und das Letzte wollte und wollte kein Ende nehmen, sie war so in Erinnerungen schwelgend wie kaum sonst. Ja, ich wusste es schon. 

In der Woche als sie starb lag ich unter meinem vertrauten Haselnuss und lass zufälligerweise das Buch 'Tot sein für Anfänger - ein Handbuch für Nichtgestorbene' von Anja RiviniusUnd während ich mich über Anja Rivinius´ Formulierungen und ihren saloppen, manchmal spöttischen, aber stets lustigen, niemals belehrenden Ton amüsierte, ging meine Tante aus dieser Welt in die Nächste.

Am Donnerstag hatte ich das Buch fertig gelesen und am Donnerstag so gegen Mittag hatte ich plötzlich das starke Gefühl der Anwesenheit meiner Tante, ich musste ständig an sie denken bei allen Dingen die ich an diesem Tage tat. Da ich das schon ein paar mal erlebt habe hielt ich also inne und sprach mit ihr als wäre sie da. Das Gefühl der Anwesenheit wurde schließlich im familiären Lauf des Tages verschluckt,  und ich erfuhr von ihren Heimgang erst am Samstag per WhatsApp. Gruselig nicht wahr? Die Gefühle, die einen überwältigen wenn ein geliebter Mensch verstirbt, kennt sicherlich jeder von uns, doch die tiefe Trauer, das Verlorensein blieb diesmal aus und das, meine ich, ist im Buch von Anja Rivinius´ geschuldet, die in ihrer unnachahmlichen Art einen möglichen Weg der Seele nach dem Tod beschreibt. Sterben ist wie auswandern - sagt die Autorin. Ja und irgendwie hat sie recht. Aber was kommt danach, wo gehen wir hin, wer holt uns ab, werden wir wirklich abgeholt? Was hat es mit dem Licht am Ende des Tunnels auf sich, und was ist wenn wir uns entscheiden hierzubleiben? Bekommt man es mit wenn man stirbt? Was wenn nicht? Wer bleibt hier und spuckt weiter, ist ein Geist? Tut das weh wenn man hier bleibt? Ich meine nicht körperlich aber irgendwie anders.
Gehen wir mal davon aus, dass der Mensch eine Art Seele hat, oder ein Bewusstsein, das sich vom irdischen Hier und Jetzt trennen muss um in die nächste Welt, in die nächste Abteilung, nächste Bewusstseinsstufe, zu gelangen, meinethalben auch um sich dem göttlichen Mene-Tekel zu unterwerfen. Dann gibt es danach definitiv mehr als nichts, viel mehr als nichts, schreibt auch die Autorin, die selbst schon ein Nahtoterlebnis hatte. Ganz genau kann es freilich nicht benannt und beschrieben werden, dazu müsste man ja ganz tot, mausetot sein, Tote schreiben nicht. Wenn sie das doch tun, dann spuken sie herum, benehmen sich von ihrem Standpunkt aus ganz genau so als wären sie am Leben. Das muss total frustrierend sein, sind doch alle Bemühungen nicht von Erfolg gekrönt. Wenn man dann sauer wird als Gestorbener, dann wäre es doch nachvollziehbar - oder nicht? Kommen vielleicht daher die ganzen Spukgeschichten, weil doch etwas, jemand dableibt? Ja, sagt Anja Revinius, und sie ist nicht allein mit ihrer Ansicht. Jeder Nichtgestorbene wird einen großen Teil ihrer Ausführungen bestätigen (können). Nach dem was ich schon alles in den über 40 Sommern gesehen, erlebt und gefühlt habe weiß ich das danach etwas kommt und wir definitiv nicht allein sind. Ich habe das Buch schon zweimal verschenkt an Menschen wo Hilfe Not tat, und auch hier hat es geholfen. Anja, ich danke Dir! Ich danke Dir von ganzen Herzen, das Du dieses kniffelige Thema so natürlich anpackst - und das im wahrsten Sinn des Wortes. Das Buch sollte beim Bestatter, in der Kirche und beim Seelentröster liegen, es ist eins was wirklich wichtig ist. Anja Revinius ist Christin, das merkt man selbstverständlich im Text. Alles kommt vom himmlischen Vater und wirkt durch den Sohn Jesus Christus. 


Arteriosklerose, Herzinfarkt, Schlaganfall, Demenz - Nein danke. Buchbesprechung: Gutes Cholesterin - Böses Homocystein

Manche Dinge fühlen sich instinktiv seltsam, unnatürlich an. Die ganze inszenierte Aufregung um das Cholesterin und das dazu aufgestellte Regelwerk ist so eine komische Sache. Mein persönliches Beispiel: Wie kann es sein, dass man im Alter von 21 Jahren bei bester Gesundheit, gesunder Ernährung und Idealgewicht vom Arzt mitgeteilt bekommt man hätte ab sofort auf seine Cholesterinwerte zu achten, weil die Werte „nicht so gut seien“? Zu dieser Zeit war gerade der Hype um cholesterinsenkende Margarine in aller Munde und Ohren. Wahrscheinlich war es diesem Umstand und meiner Dickköpfigkeit geschuldet das ich mich nicht beeindrucken ließ. Die Überlegung dazu: Wenn etwas perfekt aufeinander abgestimmt funktioniert, warum soll dann bitte ein Teil davon per se schlecht sein? Der Kardiologe Mikael Rabaeus hat es so ausgedrückt: „Es muss mir mal einer erklären, warum es nach zwei Millionen Jahren Evolution des Menschen ein schlechtes und ein gutes Cholesterin geben sollte.” So sieht es auch Dr. med. Eberhard J. Wormer, Autor des vorliegenden Buches. Und ich bin froh, dass er Arzt ist - jemand vom Fach also. Er weiß wovon er redet und er unterwirft sich nicht allgemeingültigen Doktrin, sondern stellt diese in Frage. Seine und die Erkenntnisse vieler Forscher und Wissenschaftler hat er glücklicherweise gut verständlich zusammengefasst, so kann sich jeder fundiert über die gezielten Desinformationen bezüglich Cholesterinsenker und Co. informieren.

In den 1960er Jahren erschien ein neues Zugpferd am „Bunte-Pillen-Himmel”. Es zog und zieht immer noch so gut, dass der Mythos vom bösen Cholesterin um jeden Preis weiter genährt werden muss. Auch wenn das heißt, dass Studien verändert und Forscher diskreditiert werden, mit groß angelegten Kampagnen die öffentliche Meinung in die richtige Richtung gelenkt wird. Offene Diskussion und das Gegenüberstellen der Fakten werden tunlichst vermieden. Hier verdient nicht nur der Pharmariese, sondern auch die Lebensmittelindustrie mit ihren Light-Produkten und cholesterinsenkende „Am-Leben-Erhaltungs-Mitteln”. Ein Milliardengeschäft das nicht einfach so angestellt werden kann, auf das man gar nicht verzichten kann und will. 


Wandern wir mit Dr. Wormer etwas in der Medizingeschichte zurück, so landen wir mittendrin in dem spannenden Medizinkrimi um den amerikanischen Forscher Kilmer McCully. Er arbeitete ab 1965 als Wissenschaftler und Patologe am „Massachusetts General Hospital” in den USA. Dort entdeckte McCully 1968, dass erhöhte Homocysteinwerte im Blut und nicht hohe Cholesterinwerte maßgeblich zur Entstehung von Arteriosklerose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen beitragen. Homocystein ist eine Aminosäure, ein körpereigenes Stoffwechselprodukt. Homocystein ist nicht von Natur aus „böse“, wenn es dortbleibt, wo es hingehört – zum naturgemäß optimierten Stoffwechsel von Zellen. Es hat aber auch toxische Wirkungen und daher im Blut nichts zu suchen. Das heißt, je niedriger der Homocystein-Wert im Blut ist, desto besser. Darauf kommt es an! Das sollten alle Menschen erfahren. Hat man das einmal verstanden, verlieren die Schreckgespenster des Älterwerdens - wie Arteriosklerose, Herzinfarkt und Demenz - die angeblich schicksalhaft für unsere Wohlstandsgesellschaft sind, ihren Schrecken. Liebe, Licht und Luft braucht das Kind / der Mensch um zu gedeihen!“ Diese Binsenweisheit schreibt sich heute so: Bewegung, gesunde Ernährung und weniger Stress. Das hält uns und unsere komplizieren Soffwechselprozesse im Gleichklang. Nichts ist ausschließlich schlecht, nichts ist nur gut. Die unendliche Weisheit des Lebens selbst straft uns unerbittlich, wenn wir nicht auf unseren eigenen Körper hören. Wie ein Teil davon, der Homocystein-Stoffwechsel wirklich funktioniert und was Sie selbst tun können um sich gesund zu erhalten, davon handelt dieses Buch. Nach Dr. Wormer ist es ziemlich einfach sich selbst zu helfen, denn einen hohen Homocysteinspiegel im Blut kann man kostengünstig mit den B-Vitaminen B12, B6 und Folsäure senken. Es widerlegt den Mythos vom schlechten Cholesterin und rückt das unterschätzte Homocysteinrisiko im Blickpunkt. Es erzählt davon, wie Informationen verdreht und umgedeutet werden. Zu weit hergeholt? Mitnichten! Es geht schlicht und ergreifend wie immer nur um‘s Geld und da ist ja vielen sowieso alles egal und jedes Mittel recht. Das Einzige, das wir dem entgegensetzen könnten, was uns aus den Krallen dieser Gierschlunde befreit ist die stete Bereitschaft alles zu hinterfragen und neu zu bewerten.


Dr. med. Eberhard J. Wormer
Gutes Cholesterin - Böses Homocystein
Hardcover, 24 x 16,5 cm, 304 Seiten
Mit vielen farbigen Abbildungen und informativen Grafiken
Sprache: Deutsch
ISBN 978-3-946245-06-3

Orangen-Mispel-Gelee - Ein Marmeladen-Rezept

  • 250 ml Mispelsaft
  • 150 ml frischen Orangensaft. 
  • Die abgeriebene Schale der Orange sowie 
  • die abgeriebene Schale einer Limette
  • 250g Gelierzucker 2:1 
  • und eine Priese Salz in einen Topf geben. 
Sprudelnd aufkochen und kochend heiß in saubere Sturzgläser füllen.

Mispelkonfitüre - Ein Marmeladen-Rezept

  • Die Mispeln waschen, halbieren und mit Wasser bedeckt weich kochen
  • über Nacht stehen lassen, dann durch eine Passiermühle geben. 
  • Auf ein Kilogramm Fruchtmus rechnet man ein Kilogramm Gelierzucker 1:1. 
  • Sprudelnd heißt aufkochen und sofort in saubere Gläser geben und verschließen.