Montag, 23. Februar 2015

Salbei – Salvia officinalis

Volkstümliche Namen: Gartensalbei, Scharlachkraut, Zahnblatt, Allheil, salvare bedeutet heilen


Beschreibung:


  • Halbstrauch. 20 -60 cm, 
  • Stängel holzig, vierkantig, wenige Haare, 
  • Blätter gegenständig. Lanzettlich – oval, 
  • Farbe hellgrün, flauschigwollig, wintergrün, 
  • Blüten in den Seitenquirlen, 
  • veilchenblau, bis 4 cm groß, Juni - Juli

Sammelgut: Blätter und Blüten
Inhaltstoffe: ätherische Salbeiöl (Salviae aetheroleum), Salbeiöl ist reich an Thujon, außerdem Isoprenoide, Gerbstoffe und Bitterstoffe.

Wirkung: blutstillend, harntreibend, stärkend, zusammenziehend, magenstärkend, wundheilend, antiseptisch, schweißhemmend,

Anwendung:

Aufguss:


  • 40 g pro l kochendes Wasser, ziehen lassen, seihen, nach den Mahlzeiten eine Tasse bei
- Verdauungsbeschwerden und nächtlichen Schweißausbrüchen während der Wechseljahre,
- regulierende Wirkung auf den weiblichen Zyklus, wirkt menstruationsfördernd und dabei schmerzlindernd im Zyklus, 
- heißer Salbeiwein soll bei Diabetes helfen, 
- Spülungen kräftigen Zahn und Zahnfleisch, 
- fördert den Haarwuchs als Tonikum für die Kopfhaut. 
- Räucherpflanze

Umschlag: 


  • bei Hautabschürfungen und Ausschlägen, als Gurgelwasser bei Problemen mit dem Zahnfleisch und bei Mandelentzündungen.


Sonntag, 22. Februar 2015

Rose – Rosa damascena

Volkstümliche Namen: Hundsrose, wilde Rose, Mariendorn, Hainrose, Heiderose
Beschreibung:

  • Strauch, elliptische Blätter, dunkelgrün, 
  • Rand fein gesägt, unpaarig gefiedert, 
  • Stängel dicht mit kleinen Dornen besetzt, 
  • Scheinfrucht: Hagebutte, leuchtend


Sammelgut: Kronblätter der Blüten (grüne Kelchblätter und Blütengrund bitter), Hagebutten nach
dem Frost
Inhaltsstoffe: ätherisches Rosenöl (Rosae aetherolum)

Wirkung: juckreiztstillend, fördert die Heilung, zusammen ziehend, gerbend

Anwendung:


Tee 

  • aus Blüten wirkt abführend, beruhigt die Nerven, für Rosenwasser, Kronblätter für Gelee, Marmelade, Rosenessig, Sirup, Sorbet, Likör, Tee, Duftkissen

Aufguss: 
  • ½ Hand voll Blüten mit ¼ Liter kaltem Wasser aufsetzten und erwärmen, kurz aufkochen, 15 min ziehen lassen 


Maske:

  • Hagebutten ohne Kerne mit etwas Sahne bei trockener Haut oder etwas Wasser und einen Schuss Apfelessig moussieren, als Maske auftragen. 


Rosenwasser selber machen nach Art eines Auszuges: 


  • 2 Handvoll Blütenblätter von stark duftenden Rosen, ungespritzt mit 
  • 200 ml kochenden Wasser übergießen, über Nacht zugedeckt stehen lassen. Blätter entfernen, Wasser erhitzen, nicht kochen, wieder Rosenblätter zufügen und bis zum Abend zugedeckt ziehen lassen. Blätter entfernen, Wasser erhitzen, erneut frische Rosenblätter zugeben und erneut über Nacht zugedeckt ausziehen lassen.  
  • Seihen, erhitzen. Und noch heiß in saubere Flaschen geben. Kühl lagern. Haltbar machen kann man das Wasser mit „Flavoxan14“.  Das ist ein Konservierungsmittel aus Rosmarin. 0,2 % davon und das Wasser hält sich länger.




Samstag, 21. Februar 2015

Rosmarin – Rosmarinus Officinalis

Volkstümliche Namen: Kranzenkraut, Brutkraut, Kranzenkraut, Marienkraut, Meertau


Beschreibung: 

  • Ausdauernder Strauch, Stängel Holzig, bis 2 m hoch, 
  • gegenständig, schmale, feste Blätter, 
  • Blüten klein weiß, Blühtezeit Januar bis Mai, im dich dochMittelmeerraum wild, 
  • mediterrane Pflanze

Sammelgut: Blätter und Blüten
Inhaltsstoffe: Ätherisches Rosmarienöl (Rosmarini aetheroleum), Gerbstoffe,
Wirkung: anregend, verdauungsfördernd, stärkt, antiseptisch!, lindert Rheuma, gegen Nervenschmerzen, durchblutungsfördernd, krampflösend

Anwendung: 

Absud:

  •  ½ Handvoll Blätter in ½ l kochendes Wasser einlegen und 2 Minuten kochen lassen, abschließend noch 20 min ziehen lassen. Seihen. Bei Fieber tägl. Tassen trinken.  Als Auflage bei Rheuma auf die schmerzende Stelle legen. 

Aufguss: 

  • 15 g auf einem halben Liter kochendes Wasser geben, 20 min ziehen lassen, dann seihen. Davon bei asthmatischem Husten mehrmals tägl. eine Tasse. 


Tinktur bei Verdauungsproblemen: 

  • 30 g Blätter in 100 ml Wodka ziehen lassen, filtrieren.  
  • Dos: 10 Tropfen in einem Glas Wasser. 


Badewasser: 

  • Badesack mit 200 g Blättern füllen, anfangs heißes Wasser über den Sack laufen lassen, dann Badetemperatur einstellen und einlegen


Ringelblume – Calendula officinalis

Volkstümliche Namen: Sonnenwendblume

Beschreibung: 

  • 30-40 cm hoch, Stängel kräftig, behaart, 
  • Blätter länglich, leicht gezähnt, wechselständig, 
  • Blüten gelb oder orange, 
  • als einzelne Köpfchen bis zu 6 cm groß, 
  • von Juli - September

Sammelgut: Blüten und Blätter
Inhaltstoffe: Ätherisches Öl, Saponine, Carotinoide, Flavonoide, Cumarine, Bitterstoffe

Wirkung: 

  • anregend, blutreinigend, fördert die Wundheilung, entzündungshemmend, antimikrobiell 
  • lindernd bei Regelschmerzen (eine Woche vor Termin täglich Aufguss genießen). Außerdem bei Ekzemen, Geschwüren, Windelausschlag als Salbe. 

Anwendung: 

Aufguss:

  • 10 g Blüten in ½ L kochendes Wasser geben und 10 min ziehen lassen.  Doss: tägl. 4 -5 Tassen

Tinktur:

  • 50 g Blütenblätter  in 120 ml Wodka ziehen lassen. Zur Kompresse 20 Tropfen verwenden, auf Furunkel, Warzen, Hühneraugen, Ausschläge auflegen.

Salbe: 

  • 100 ml gutes Öl mit 
  • 20 g frischen Ringelblumenblüten ansetzen und kalt ausziehen für 3 Wochen
  • seihen, und dann etwas erwärmen. 
  • Da hinein 20 g Bienenwachs und etwas guten Bienenhonig geben.  In Kombination mit Johanniskrautblüten noch besser.

Eine Salbe eine Salbe gegen schlecht heilende Wunden und Geschwüre: 
  • Blüten und Blätter werden grob geschnitten, in gutem Schweinefett zwei Stunden vor sich hin simmern gelassen. Die Masse über Nacht abkühlen lassen, am nächsten Tag erneut erhitzen, abseihen und in ein Töpfchen gießen .

Aus den Blättern bereitet der Aufguss heilt Innere Geschwüre, besonders wirksam bei Magengeschwüren und Magenentzündungen. Dreimal täglich ein bis zwei Esslöffel.


Melisse – Melissa officinalis

Volkstümliche Namen: Zitronenmelisse, Herzkraut, Zitronelle

Beschreibung:

  • Ausdauernd, Stängel vierkantig, verzweigt mit leichtem Flaum, 
  • 60 -801 cm hoch, 
  • ovale gezähnte Blätter, gegenständig, 
  • Oberseite funkelgrün unten heller, 
  • Blüten Juni – September 
  • in den Achsen der Hochblätter als Trugdolden, 
  • weiß (rosa gefleckt), 
  • Duft typisch nach Zitrone, recht scharf, 


Sammelgut: Blüten und Blätter
Inhaltsstoffe: ätherisches Melissenöl (Melissae aetheroleum), Gerbstoffe, Flavonoide, Bitterstoffe,

Wirkung: krampflindernd, stärkt den Magen, entspannend bei nervösen Störungen, antimikrobiell, antiviral, blähungstreibend, beruhigend

Anwendung:

Aufguss:

  • 15 g mit  einem Liter  kochenden Wassers übergießen, 10 min ziehen lassen, nach den Mahlzeiten ein Tasse trinken, hilft bei Magen und Darmkrämpfen. Abends zur Schlafförderung. 

Umschlag:

  • bei Insektenstichen die Blätter zerstoßen und auflegen. 

Kompresse:

  • Aufguss der Blüten bei Migräne und nervösen Störungen. Zur Verbesserung der Hautstruktur kalt auflegen und entspannen.

Melissentinktur

  • kann man selber ganz einfach herstellen: in ein Schraubglas 4-5 Zweige Melisse geben (sauber und trocken) mit Wodka aufgießen, 4 Wochen ausziehen lassen und anschließend filtrieren. 


Freitag, 20. Februar 2015

Brennnesselbier

Nachdem ich im vergangenen Frühjahr endlich dazu kam, das Bier wieder einmal aufleben zu lassen, hab ich natürlich vergessen, das Rezept hier einzustellen. Nun, der Winter liegt hoffentlich in den letzten Zuckungen, das Grün möge sprießen und uns ein Kräuterbier bescheren.

  • 400 g saubere, verlesene Brennnesselblätter (jung = mild, älter = herber) 
  • dazu gib noch 1 Limette oder Zitrone (oder beides) in Scheiben, ungespritzt versteht sich
  • etwas Ingwer in dünnen Scheibchen
  • mit knapp 2 Liter Wasser kochenden Wasser übergießen und  20 min leise köcheln lassen, dann  
  • 120 g Rohrzucker zufügen und auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. 
  • Nun etwas Bierhefe hinzufügen (Bodensatz vom Weißbier - schmeckt würzig und nicht so hefig wie Bäckerhefe) Nochmals umrühren.
  • 3 Tage abgedeckt stehen lassen, dann in Bierflaschen mit Hebelverschluß einfüllen. 
  • Achtung: Heiß auswaschen und gut ausspülen
  • Verschließen und nach 2 -3 Wochen Lagerzeit genießen.
Alternativ dazu kannst du das Ganze in einen Gärballon geben und wenn es dann nicht mehr so heftig blubbert auf Flaschen ziehen. 

Mädesüß – Filipendia Ulmaria

Volkstümliche Namen: Geißbart, Wiesenkönigin, Johanniswedel, Rüsterstaude. Der Name bezieht
sich auf die Verwendung der Blüten und Sprossen zur Automatisierung von Bier, Wein und Met.

Beschreibung:

  • Krautig, ausdauernd, Standort feucht, sumpfig, 
  • bis zu 1m hoch, 
  • große, gezähnte Blätter, aus unterschiedlich großen Einzelblättern, 
  • wechselständig, 
  • Oberseite grün, unten silbrig, 
  • Trugdolden mit intensivem Geruch, 
  • Blütezeit Juli bis August

Sammelgut: Blüten und Blätter
Inhaltsstoffe: Salicylate: Salicin, Flavonoide, Gerbstoffe
Wirkung: harntreibend, stärkend, zusammenziehend, schmerzstillend, wundheilend, gefäßerweiternd, bei Erkältungskrankheiten, Kopfweh, wirksames Mittel bei Cellulite, Einsatz Blutreinigungskuren

Anwendung:
Aufguss: 

  • 3g Blüten oder 5g Kraut werden 150 ml siedendem Wasser übergossen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen, mehrmals täglich eine Tasse frisch, möglichst heiß trinke

Für Süßguschen :-) Blütensahne

  • Blüten über Nacht in Sahne einlegen und dann geschlagen auf Eis geben. Funktioniert auch mit anderen duftenden Blüten. Für Sobeet. 

Ölsauszug der Blüten und Blätter für schmerzende Gelenke.




Donnerstag, 19. Februar 2015

Met-Essig selbst gemacht

  • Nimm zum Ansetzen einfach Met, welcher verdünnt werden muss, der Alkoholgehalt darf nicht über 5 % betragen. 
  • Schütte das Gemisch in ein großes Weckglas, es soll nicht mehr als ¾ voll sein, damit genügend Sauerstoff im Glas ist. 
  • Nun gib einen kleinen Schluck Apfelessig hinein. Dieser muss naturbelassen, auf keinen Fall geschwefelt sein. Wenn du einen hast, wo schon Schlieren drin sind, super: dass was du da siehst, sind ganz viele aktive Essigbakterien, in ihrer sichtbaren Gesamtheit auch Essigmutter genannt. Davon also einen Schwapp in das Glas geben. 
  • Dieses dann mit einem Mulllappen verschließen. In der Küche am besten in Kühlschranknähe stehen lassen, um Temperaturschwankungen zu vermeiden. Die Essigbakterien vergären den Alkohol, dass dieser Prozess im Gange ist erkennst du am leimartigen Geruch. 
  • Hin und wieder rütteln, die Essigmutter mit einem wirklich sauberen Stab untertunken. Der Prozess dauert schon mal mehrere Wochen, ob er fertig ist, erkennst du am Geruch und Geschmack. Orientiere dich geruchlich am gekauften Essig, dann merkst du bald, ob der Essig schon fertig ist. 
  • Nach der Gärung filtriere den Essig in dunkle Flaschen und lagere ihn gut verschlossen dunkel und kalt. So werden die Bakterien ihre Aktivität fast einstellen, das Aroma wird sich voll ausbilden, insgesamt wird der Essig runder, er reift nach. 
Diesen Essig kannst du zur Haut- und Haarpflege ebenso verwenden wie für Salate & Co. Wenn du den Essig über 30 °C erhitzt, sterben die Bakterien ab.

Löwenzahn- Taraxacum officinalis

Volkstümliche Namen: Mulchblume (Mulch = Milch), Pusteblume, Kuhblume, Butterblume,

Beschreibung:
  • Winterhartes Staudengewächs, 15 - 30 cm hoch, 
  • auf feuchten Wiesen, Brachland, Wegrändern,  
  • lanzettliche, tief eingekerbte Blätter, 
  • als grundständige Rosette angeordnet. 
  • Blüten leuchtendgelb, untere grüne Zungenblättchen, 
  • lange Pfahlwurzel. 

Sammelgut: Blätter und Blüten, Wurzel, frischer Saft der Pflanze

Inhaltsstoffe: Bitterstoffe, Triterpene, Carotinoide, Phenolische Verbindungen, Kohlenhydrate: Inulin, Mineralstoffe

Wirkung: 

appetitanregend, kräftigend, antirheumatisch, blutreinigend in Frühjahrskuren, bei Erkrankungen der Atemwege, entzündungshemmend, regt Leber und Galle an.

Anwendung: 


Kaltauszug der Wurzel:


  • 1 TL getrocknete Wurzel in eine große Tasse geben, ¼ l kaltes Wasser aufgießen und über Nacht ausziehen lassen. Dann sanft erhitzen, jedoch nicht kochen, abseihen.   
  • Junge, saftige Blätter werden als Salat im Frühjahr genossen, der insbesondere bei Blutarmut empfohlen wird. Die Blätter können wie Spinat zubereitet werden, außerdem kann man die klein gehackten Blätter einer Kräutersuppe beigeben. 

  • Der frisch gepresster Saft der Blätter ist als Reinigungskur bei Leberkranken und bei Gelbsucht zu empfehlen. Dosierung für 3-4 Wochen täglich 2-3 Esslöffel. 
  • Nach einem alten Kräuterbuch ist der aus den Stängel austretende Milchsaft ein stärkendes Mittel für die Augen: täglich ein bis zweimal 2-3 Tropfen. (Heilpflanzen-Taschenbuch Oertel / Bauers)
  •  Der Aufguss aus den getrockneten Blättern wird eingesetzt bei bei Lungen, - Leber- und Magenleiden sowie bei Hämorrhoiden. Davon trinkt man morgens und abends eine halbe Tasse.

  • Die im Spätsommer gesammelte Wurzel wird getrocknet und gemahlen, und eignet sich als Kaffeeersatz. Übrigens macht viel Löwenzahn die Butter gelb :-).

  







Mittwoch, 18. Februar 2015

Kartoffelkuchen

aus dem Redmond

Den kennen alle Sachsen. Nachdem bei uns am Wochenende etwas sehr fester Kartoffelbrei – selbst gestampft versteht sich – über geblieben war, gabs Resteverwertung in Kuchenform.

So gehts: 

  • 300 g Kartoffelbrei mit
  • 2 Eiern verschlagen, ggf. mit dem Zauberstab durchgehen, damit alles ganz zart ist.
  • 300 g Dinkelmehl hinzugeben, außerdem
  • 1 Vanillezucker,
  • 1 Pack Weinsteinbackpulver, die abgeriebene Schale von
  • 1 Zitrone,
  • 160 g weiche  Butter und
  • 150 g Rohrzucker.

Aus den genannten Zutaten einen standfesten Rührteig herstellen. Diesen in den Topf geben, ein wenig glatt streichen und das „Bake“ Programm starten. Nach Ablauf mit dem Holzstäbchen prüfen. Wenn nichts am Stäbchen haftet, den Kuchen auf ein mit Zimt und Rohrzucker bestreutes Geschirrtuch stürzen. Vorsichtig umdrehen. Auskühlen lassen.
Wer es noch etwas festlicher mag, schneidet den Kuchen in der Mitte einmal durch, streicht die untere Teigplatte mit Heidelbeerkonfitüre ein und setzt die Andere passgenau auf. Nun mit Puderzucker bestäuben.

Weiße Lilie – Lilium Candidum

Volkstümliche Namen: Madonnalilie, Bauernlilie, ist eine der ältesten Kulturpflanzen
„Lil candidum 01EB Griechenland Tembeschlucht
von Ernst Gügel.
Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über
Wikimedia Commons

Beschreibung: 

  • Ursprünglich aus Asien, hier wild wachsend, aufrecht, unverzweigt, bis 1,30 m hoch, 
  • Blätter am Rand gewellt, lanzettlich, wechselständig. 
  • Weiße Blüten in je zwei Tragblättern, besteht aus je drei weißen Kelch- und Kronblättern und sechs gelben Fruchtblättern, 
  • süßlicher, angenehmer Geruch. 
  • Blütezeit Mai bis Juli

Sammelgut: Kronblätter und Wurzelzwiebel (Vermehrung über Teilung), Zwiebeln essbar 
Wirkung: schmerzlindernd bei Rheuma, Verbrennungen, heilungsfördernd bei Abszessen, Geschwüren und Hühneraugen.

Anwendung: 

  • Umschlag von im Milch gekochter Zwiebel, diese vermusen und mit ein wenig Honig auf die betreffende Stelle auflegen. 

Tinktur:

  •  eine halbe Handvoll Blätter in Wodka ziehen lassen, je länger desto besser sagte Oma immer. Machen wir drei Wochen daraus, filtrieren. Bei Schnitten und Schürfwunden (aua, das brennt) auf entzündliche Prozesse. 

Liliensalbe: 

  • Zwiebeln entsaften, 10 ml des Saftes mit ebensoviel Honig vermischen. Dazu ¼ Tl Adeps Lanae anhydricum  und 1 TL weißes Wachs schmelzen und miteinander verrühren. 

Wurzelpulver: 

  • 0,5 g vom Wurzelstockpulver wirkt stark abführend. 

Mit dem Pulver die Zähne geputzt macht diese wieder weiß, gerade die gelblich verfärbten von Rauchern.

Als Trockenshampoo kann man das Pulver ebenso verwenden, dazu das Haar pudern, ca. 10 wirken lassen und dann ausbürsten.

Dienstag, 17. Februar 2015

Echter Lavendel- Lavendula Officinalis

Volkstümliche Namen: Speik, Schwindelkraut

Beschreibung:

  • Halbstrauch, 50 – 60 cm hoch, Blätter lanzettlich, gegenständig, etwas härtere Blättchen. Blüten Lavendelfarben in Ähren zusammenstehend, angenehmer Duft. 

Sammelgut: Blüten, Kraut
Inhaltstoffe: Ätherisches Öl: Lavendelöl (Lavandulae aetheroleum)

Wirkung: beruhigend, krampfstillend, harntreibend,  stärkt den Magen, antiseptisch,

Anwendung: 

  • Migräne, Kopfschmerzen, Unruhe, Insektenstiche, Rheuma, Gicht, nervösem Magen, Schlafstörungen


Aufguss: 

  • 30 g Blüten auf 1 Liter kochendes Wasser, ziehen lassen

Bei Erkältungen tägl. 3 Tassen (Bronchitis, Schnupfen,  Asthma)
auch bei Migräne – (Eigenerfahrung:) 4 Tr. ätherisches Lavendelöl auf einen Würfelzucker und im Mund zergehen lassen. Mund ausspülen, runterschlucken nicht vergessen wegen Zucker. Hilft mir bei Migräne mit Aura. Wer das kennt, mag vielleicht dies probieren, bevor er zur Chemiekeule greift. Vorher bitte noch den Arzt befragen.

Lavendel entspannt den Kopf. 2 Tr. Bei normalem Kopfweh mit ein wenig Mandelöl mischen und die Stirn und Nacken einreiben. Oder 2 Tropfen pur nehmen.)

Bei Schlaflosigkeit trinkt man vor den Schlafen gehen eine Tasse Tee.

Tinktur:

  • 40 g Blüten in 500 ml Wodka 2 Wochen auslaugen lassen, filtrieren. Bei Quetschungen und rheumatischen Schmerzen auftragen. Essenz hilft auch gegen übermäßige Schweißbildung. 


Lavendelöl:

  • 40 g Blüten in 500 ml Rapsöl ziehen lassen. Filtrieren. Davon einige Tropfen auf einem Stück Zucker helfen ebenfalls gegen Kopfweh. 


Trocknen: über Kopf in Sträußen

Lavendelblütenkissen pur oder in Kombi mit anderen Kräutern als Beigabe ins Bett fördert gesunden Schlaf. Anleitung zum Kräuterkissen im Anhang.