nicht so, die Natur ist viel wandelbarer als uns das bewusst ist. Auch die Bäume bewegen sich in ganz anderen Rhythmen, wie Herr Wohlleben erklärt. Er ist draußen, kennt seinen Wald, nimmt soviel wahr, was man als Laie, als gelegentlicher Waldbesucher bestimmt nicht wahrnimmt. Herr Wohlleben hat seinen ganz eigenen Kopf und prangert somit die ungebremste Ausplünderung der Wälder an. Das ist auch ganz gut so. Wo sonst erfährt man noch andere Fakten zur - wie sollte es anders sein - auch hier verfehlten Bewirtschaftungs- und Lobbyismuspolitik. Ob endlich ein Aufwachen, eine Rückbesinnung kommt? Hoffentlich nicht erst wenn der letzte Baum gerodet ist. Auch bei uns hier herum fleißiges Abholzen, so manch schöner Baumriese fiel mit einem unheimlichen, ahnungsvollen, ergeben Ächzen auf das was einmal weicher Waldboden gewesen war. Dieser ist dahin, es dauert Jahrzehnte bis er sich von der Rüpelei der Ernte erholen konnte. Es gab mal eine Zeit, da war der Wald, die Berge heilig. Heute ist nur noch ein Preisetikett dran. So kann es doch unmöglich weiter gehen?! Zeigen sich am Wald selbst die Folgen des geballten Unverstandes schon seit Jahren - und möchte man gegensteuern? Ich glaub noch immer nicht daran, die schweren Erntemaschinen sind unbarmherzig bei der Arbeit. Aber ich hoffe und wünsche es uns so sehr. Der Wald ist Leben, wir brauchen ihn dringender den je, er uns nicht. Er ist besser dran ohne Mensch.
Donnerstag, 13. Januar 2022
Der lange Atem der Bäume - Buchbesprechung
nicht so, die Natur ist viel wandelbarer als uns das bewusst ist. Auch die Bäume bewegen sich in ganz anderen Rhythmen, wie Herr Wohlleben erklärt. Er ist draußen, kennt seinen Wald, nimmt soviel wahr, was man als Laie, als gelegentlicher Waldbesucher bestimmt nicht wahrnimmt. Herr Wohlleben hat seinen ganz eigenen Kopf und prangert somit die ungebremste Ausplünderung der Wälder an. Das ist auch ganz gut so. Wo sonst erfährt man noch andere Fakten zur - wie sollte es anders sein - auch hier verfehlten Bewirtschaftungs- und Lobbyismuspolitik. Ob endlich ein Aufwachen, eine Rückbesinnung kommt? Hoffentlich nicht erst wenn der letzte Baum gerodet ist. Auch bei uns hier herum fleißiges Abholzen, so manch schöner Baumriese fiel mit einem unheimlichen, ahnungsvollen, ergeben Ächzen auf das was einmal weicher Waldboden gewesen war. Dieser ist dahin, es dauert Jahrzehnte bis er sich von der Rüpelei der Ernte erholen konnte. Es gab mal eine Zeit, da war der Wald, die Berge heilig. Heute ist nur noch ein Preisetikett dran. So kann es doch unmöglich weiter gehen?! Zeigen sich am Wald selbst die Folgen des geballten Unverstandes schon seit Jahren - und möchte man gegensteuern? Ich glaub noch immer nicht daran, die schweren Erntemaschinen sind unbarmherzig bei der Arbeit. Aber ich hoffe und wünsche es uns so sehr. Der Wald ist Leben, wir brauchen ihn dringender den je, er uns nicht. Er ist besser dran ohne Mensch.
Montag, 10. Januar 2022
Hütten-Mischbrot
- 600 g Roggenmehl 1150
- 400 g Dinkelmehl
- 60 g Sauerteigpulver
- 1/2 Würfel Hefe (nehme Omas Urhefe)
- 720 bis 740 ml Wasser
- 20 g Salz
So gehts:
Alle Zutaten gut vermischen, 20 Minuten ruhen lassen, dann ordentlich durchkneten und weitere 60 Minuten ruhen lassen.
Auf einem Kuchenblech einen Laib formen. Quer, das Brot wird richtig groß. Oder eben zwei und dann im Gußtopf backen.
Einschneiden. Einmal einsprühen. Noch mal 10 Min gehen lassen.
Jetzt den Backofen vorheizen auf 220 Grad und eine Metallschüssel mit Wasser einstellen.
Blech einschieben, 10 Minuten backen, Temperatur auf 180 Grad herunter regulieren, ca 45 weitere Minuten backen, dabei immer mal wieder einsprühen. Bitte das Brot beobachten wegen des Bäunungsgrades.
Guten Hunger 😂
Montag, 3. Januar 2022
Das große Praxisbuch der energetischen Hausreinigung - Buchbesprechung
Es ist da etwas, was anhaftet. Manche nehmen es wahr, andere nicht. Und wenn sich ein Ort seltsam anfühlt – ein Raum, ein Haus –, man sich nicht wohlfühlt, dann kann man etwas dagegen tun. Das sind Hinterlassenschaften, feinstoffliche Spuren, die es aufzulösen gilt, erklärt Georg Huber.
Das soll mit Räuchern, Ritualen und Meditation funktionieren. Der Autor beschreibt dazu verschiedene Vorgehensweisen, vom Ausräuchern einzelner Räume über das bewusste Abschreiten der Wohnung bis hin zu innerer Ausrichtung und Konzentration. Es geht weniger um spektakuläre Inszenierungen als um ein ruhiges, klares Arbeiten – Schritt für Schritt.
Welche Mittel man dabei einsetzt, bleibt überschaubar: klassische Räucherstoffe, einfache Rituale, Aufmerksamkeit. Vieles ist nachvollziehbar gehalten und lässt sich ohne großen Aufwand umsetzen.
Ob die eigenen Anstrengungen dann von Erfolg gekrönt sind, ob man sich in den eigenen vier Wänden besser fühlt, wird sich zeigen müssen. Der Ansatz ist zumindest einfach genug, um ihn auszuprobieren.
Wer sich für solche Themen interessiert oder das Gefühl kennt, dass Räume eine eigene „Stimmung“ tragen, findet hier einen praktischen Zugang. Wer damit nichts anfangen kann, wird auch dieses Buch nicht überzeugen.
Notfalls kann man ja immer noch den Autor selbst bemühen.
Friede sei mit Euch.
Landerun
- Titel: Das große Praxisbuch der energetischen Hausreinigung
- Autor: Georg Huber
- Verlag: Ansata
- Erscheinungsjahr: 2017
- ISBN-13: 978-3-7787-7530-1
- ISBN-10: 3778775308
- Seiten: 224 Seiten
- Einband: Gebunden (Hardcover)
Samstag, 1. Januar 2022
Wie wäre es bitte mit Zurückhaltung?
Bei manchen Menschen ist das schlicht und ergreifend nicht möglich. Es scheint vollkommen egal welche Argumentation man ins Feld führt, sie müssen immer und überall präsent sein, stets und ständig ihre Meinung verbreiten, ihre Unlust, ihr Unvermögen, für dass sie natürlich Andere verantwortlich machen und natürlich muss man sich dann das Gemecker anhören, ob man will oder nicht. Mir scheint, als nehme diese Unart mehr denn je überhand, mit fortschreiten des Jahres und seiner seltsamen Ereignisketten wird es mehr und mehr. Wie wäre es einfach mal mit Klappe halten? Einfach mal zur Ruhe kommen, mal nichts sagen, Rücksicht nehmen, Zurückhaltung üben, schweigen, nachdenken, dem Anderen raum lassen, aber nein. Es wird, zumindest empfinde ich das so, zunehmend und rücksichtsloser herausgeschrien was man da gerade fühlt oder denkt. Und? Wollte ich das wissen? Scroll doch weiter, blättere um, geh einfach weiter. Aber nein, da muss man - nicht nur in der Anonymität des Netztes seine geballte Wut, seine Abneigung, ja seinen Hass auf seine Mitmenschen loslassen.
Hey, es muss nicht jeder so denken wie alle. Es muss auch nicht jeder zu den gleichen Schlüssen kommen, wir dürfen bitte verschieden sein, in der Art zu leben, zu denken, zu fühlen, zu handeln, immer mit genügend Abstand um dem Anderen Raum zu geben. Ich gebe Acht, bilde ich mir ein, versuche es zumindest, ruf mich zur Ordnung. täglich. Thematik: ist egal, jeder hat das Recht auf seine Meinung. Und mit dem Abstand, das ist ja auch so ein Ding. Gerade lief es noch, dann stockt es, rückt etwas auf. Ampel auf Grün, ich laufe weiter. Möchte zum Bäcker, hab ja Urlaub, da gönne ich uns ein schönes Abendbrot, mal mit Wurzelbrot, Bretzeln, seit einiger Zeit gibt es diese lecker mit Pfeffer, dazu selbstgemachtem Brotaufstrich. Schon habe ich neue Ideen im Kopf, für ein neues Buch, einen Beitrag auf dem Blog. Ich nehme die Menschen um mich freudig wahr. Es ist still, Gemurmel dringt an das Ohr, fühle mich wohl. Es ist wie immer, meine ich, und doch - ich war schon lang nicht mehr in der großen Stadt, komm mir vor als hätte ich Ausgang, bin guter Dinge.
Und dann - heiliges Blechle - geht es rund. Blaulicht in Massen, wie aus dem Nichts blockieren plötzlich Polizeiwagen die Straße, noch einer, die Tür fliegt auf, Uniformierte hüpfen heraus, mit Masken und Helmen, zack, zack geht das, wie am Schnürchen. Von hinten rechts hör ich das Stampfen fester Sohlen, die Menschen in der Mitte sehe ich stoppen, umdrehen, Rufe dringen an mein Ohr, hört sich an wie "Achtung Kessel" und dann ein Szenario, wie ich es schon in mir zugesandten Videos sah und nie verstehen konnten wie es so heftig und schnell eskaliert. In Diskussionen, gerade um die Inhalte solcher Videos, war die Quintessenz immer, dass wir nicht dabei waren und nicht wussten was vorher geschehen war, es also nicht beurteilen. Es geht im wahrsten Sinn des Wortes Schlag auf Schlag:
Eine Frau wird aus dem Nichts mit einem Schlagstock vor die Brust geschlagen, ein schmerzverzerrtes Gesicht nehme ich wahr, ein Zusammensinken, Menschen umringen sie. Ich bin hellwach und stocksteif. Links an der Wand in Sichtweite wird eine weitere, recht zarte blonde Frau wird an die Wand gedrückt, zwei Polizisten, viel größer als sie, drehen ihr unsanft Arme auf den Rücken, sie schreit schmerzvoll auf, wird weggebracht. Warum? Was ist auf einmal los?! Mein Herz schlägt bis zum Hals, keine 3 Meter von mir ringen drei oder vier Beamte einen schreienden Mann nieder, ich kann nicht erkennen warum, sehe nur die unfassbar brutale Gewalt. Sie knieen auf ihm, halten ihn, schlagen ihn. Ein älterer Herr, der ihn kennt schreit auf die Beamten ein, sie mögen ihn auslassen, er kennt ihn gut. Auch er bekommt Prügel. Ich schaue hin, bin vollkommen fassungslos, gelähmt, verstehe nicht was auf einmal los ist. Weg, ich muss weg. Ich laufe los, feige komm ich mir vor, mir ist schlecht, mein Herz klopft. Gedanken fliegen durch den Kopf, ich hoffe und bete den Geschundenen geht es einigermaßen. Die, die unfreiwilligen Zuschauer des Geschehens wurden, werden das irgendwie verarbeiten müssen. Sowas sieht man nicht jeden Tag, man ist das nicht gewöhnt. Und ehrlich: Ich möchte da keine Gewohnheit! Bitte nicht!
Es war einer dieser Spaziergänge, kein Banner sah ich, kein Schild, kein Ruf, keine Parolen. Nur plötzlich und aus dem Nichts dieser für mich unfassbar brutale Zugriff der Polizei. Im Nachgang betrachtet ist mir die Polizeipräsenz schon aufgefallen, auch die kalten Augen einiger Beamten. Aber ich war so damit beschäftigt mich an den Menschen zu erfreuen, wie sie da schlenderten, miteinander leise sprachen, so friedfertig und still, dass ich dem keine Bedeutung beimaß. Ich habe Gesichter studiert, Mimik und Gestik, neue Ideen für meinen Bleistift, habe ausgefallene Schuhe bewundert, fing Kinderlächeln auf, sah offensichtlich verliebte Pärchen miteinander Hand in Hand, sah in manches ängstliche Augenpaar und junge Menschen, den Blick auf das Handy, mit traumwandlerischer Sicherheit sich durch den Menschenstrom bewegend. Als ich schreibe schießen mir Tränen in die Augen. Etwas in mir ist nun endgültig dahin. Wie kann es sein, dass man mit solch sinnloser brutaler Gewalt seinen Mitmenschen begegnet?
Wenn zukünftig das Gespräch auf die Polizei kommt werde ich leider nicht mehr sagen können, dass ich sie ausnehmend freundlich erlebt habe. Das tut mir wirklich sehr leid, nicht um meiner selbst willen. Ich weiß wohl, dass das Dunkle im Menschen sich Bahn bricht, schließlich habe ich das selbst mehrfach als Kind erleben dürfen. Auch staatliche Gewalt als ich klein war. Gegen meine Eltern, die es durchaus verstanden haben, das Meiste vor uns Kindern zu verstecken oder es zumindest so zu biegen, dass es schon irgendwie ging. Mir tut es leid um die jungen Beamten, die sich in naher Zukunft fragen werden, ob das hat sein müssen und warum sie mitgemacht haben. Schau in den Spiegel, junger Mensch, wer schaut Dich an?
Dienstag, 28. Dezember 2021
Insekten im Wald: Vielfalt, Funktionen und Bedeutung – Buchbesprechung
Es gibt so unglaublich viel zu entdecken auf unserer wunderbaren Erde. Und so vieles, was zu unseren Füßen krabbelt oder uns bei einem Waldspaziergang umsirrt, sich da an Früchten und Blüten labt, Totes zersetzt ist völlig unbekannt. Was weiß ich schon über die Lebensrhythmen ungezählter Lebewesen - einiges und doch noch nicht genug. Einige Arten konnten wir im Laufe des Jahres schon bestimmen, mehr über sie erfahren. Und so schließt das Buch „Insekten im Wald“ von Beate Wermelinger auf unnachahmliche Art und Weise eine große Wissenslücke.
Das Buch erzählt von der Wichtigkeit der Insekten im Pflanzenleben, von der Bestäubung der Blüten bis hin zum Zersetzen von Totholz, von der Transformation tierischer Abfallprodukte, von der Fruchtbarkeit des Bodens, von der Wichtigkeit der Insekten als Nahrung für höhere Lebewesen, ihren natürlichen Feinden. Überaus interessant fand ich das Kapitel über die Borkenkäfer.
Ich bin wirklich dankbar für dieses wunderbare Buch, welches mit unzähligen detaillierten Aufnahmen die größeren und kleineren Bewohner des Waldes zeigt. Jedes nach seiner Art in dem ihm eigenen Lebensrhythmus, seiner Aufgabe gemäß. Wer mehr darüber wissen will, welche Bedeutung Insekten für das Ökosystem Wald und damit auch für uns haben, wie alles miteinander zusammenhängt und deshalb umso mehr geschützt werden muss, wird anhand dieses Buches bestimmt verstehen. Und staunen, denn nichts ist ohne Zweck, nichts ist ohne Sinn. Nichts wird verschwendet und alles wird transformiert. Alles ist genau ausgeklügelt, perfekt miteinander verwoben.
- 2., aktualisierte Auflage 2021, 368 Seiten, 580 Farbfotos. Maße: 18 x 24 cm, 1224 g
- Haupt Verlag, Beat Wermlinger. Preis: 49.90
Insekten im Wald: Vielfalt, Funktionen und Bedeutung - Buchbesprechung
Das Buch erzählt von der Wichtigkeit der Insekten im Pflanzenleben, von der Bestäubung der Blüten bis hin zum Zersetzen von Totholz, von der Transformation tierischer Abfallprodukte, von der Fruchtbarkeit des Bodens, von der Wichtigkeit der Insekten als Nahrung für höhere Lebewesen, ihren natürlichen Feinden. Überaus interessant fand ich das Kapitel über die Borkenkäfer.
Ich bin wirklich dankbar für dieses wunderbare Buch, welches mit unzähligen
detaillierten Aufnahmen die größeren und kleineren Bewohner des Waldes zeigt.
Jedes nach seiner Art in dem ihm eigenen Lebensrhythmus, seiner Aufgabe gemäß. Wer
mehr darüber wissen will, welche Bedeutung Insekten für das Ökosystem Wald und
damit auch für uns haben, wie alles miteinander zusammenhängt und deshalb umso mehr
geschützt werden muss, wird anhand dieses Buches bestimmt verstehen. Und
staunen, denn nichts ist ohne Zweck, nichts ist ohne Sinn. Nichts wird
verschwendet und alles wird transformiert. Alles ist genau ausgeklügelt,
perfekt miteinander verwoben.
- 2., aktualisierte Auflage 2021, 368 Seiten, 580 Farbfotos. Maße: 18 x 24 cm, 1224 g
- Haupt Verlag, Beat Wermlinger. Preis: 49.90
Donnerstag, 23. Dezember 2021
Frohes Fest und eine gesundes - vor allem friedvolles 2022
Dienstag, 23. November 2021
Noch ein Blog - Landeruns Hütte Wordpress
nachdem der Blog aus allen Nähten platzt und mir das Durcheinander gar nicht gefällt hab ich beschlossen alle Inhalte auch auf Wordpress zu posten. ich werde trotzdem alle Inhalte auch hier auf bei blogspot weiter posten. Schaut doch mal vorbei - ich glaube das ist um einiges übersichtlicher:
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Landeruns Hütte & Heidi Thaler
Freitag, 17. September 2021
Buchbesprechung: Ganzheitliche Heilung mit Cannabis
- Tammy Sweet - Ganzheitliche Heilung mit Cannabis
- Hardcover, 16,5 x 24 cm. 288 Seiten.
- ISBN 978-3-946245-09-4
- Preis: 39,80
Quelle: Die Autorin.
Tammy Sweet, MS, LMT, ist erfahrene Herbalistin und passionierte Lehrerin. Sie verfügt über ein Masterdiplom in Neurobiologie und Endokrinologie. Mit Begeisterung unterrichtet sie Kräuterkunde, aber auch Leistungssport und Anatomie an Colleges, sowie Massage und Yoga. Sie präsentiert das faszinierende Wunderwerk und die Weisheit des menschlichen Körpers mitreißend und verständlich, ganzheitlich und mit allen Aspekten des Lebens. Häufig gibt sie Workshops im Rahmen von Anatomie- und Physiologie-Kongressen, unterrichtet an Kräuterkundeschulen und bietet Online-Kurse an.
Sie ist derzeit Co-Direktorin des Heartstone Center for Earth Essentials nahe Ithaca, New York. Mit Cannabispflanzen und ihren außergewöhnlichen Heilkräften verbindet sie eine ganz besondere, intensive Beziehung.
Donnerstag, 16. September 2021
Speisekammer aus der Natur: Bevorratung und Haltbarmachung von Wildpflanzen- Buchbesprechung
Der Ursprung der für die Ernährung genutzten Pflanzen legt in ihren Urarten. Sie entstanden
durch Züchtung, Kreuzung, Veredelung. Viele ihrer wichtigen, vielfach auch heilenden Eigenschaften gingen so verloren. Die Heidelbeere ist ein sehr gutes Beispiel dafür. Dabei hat Mutter Erde in ihren Füllhorn so viel mehr zu bieten als im Supermarkt herumsteht. Was liegt näher als diese Pflanzen, da sie ja verfügbar sind, wieder für die menschliche Ernährung nutzbar zu machen. Sicher, Geschmack ändert sich. Oh, bitte gern
Wie das funktioniert, was wann verfügbar sein müsste zusammen mit unzähligen Rezepten, all das steht im Buch. Natürlich nicht ohne das der Autor einmal kräftig mit der Art zu leben in diesen Tagen ins Gericht geht. Er hat ja in Teilen sicherlich Recht – und wem der Schuh passt, der zieht ihn sich an. Ich mir in diesem Fall festes Schuhwerk und gehe hinaus, bewaffnet mit Korb und guter Laune, um es dem Autor gleich zu tun. Ursprünglicher und unbelasteter geht es nicht, das Suchen und Finden, das Auf und Ab erfreut Muskeln und Gelenke, das Experimentieren erhellt den Geist und nicht zuletzt ist dies Tun sinnvoll. Vielen Dank für dieses wunderbare Buch.
Speisekammer aus der Natur - Bevorratung und Haltbarmachung von Wildpflanzen
Verlag: Böhlau Wien; 2015. Deutsch, 288 Seiten.
ISBN-13 : 978-3205796565
Preis: 33,00 EUR
Donnerstag, 19. August 2021
Du bist nicht allein mit deinen Gedanken – es ist vollkommen normal kritisch zu sein, zu fragen, darüber nachzudenken, mal drüber zu schlafen!
Wichtig ist vor jeder Entscheidungsfindung verschiedene Sichtweisen zu beleuchten, nachzudenken, die Perspektive zu wechseln. Das kann man nur, wenn man keine Fakten vorenthalten bekommt, wenn man nicht belogen wird, und bei gefundenen Widersprüchlichkeiten sich selbst aufmacht und nach Fakten, Warheiten sucht.
Ich bin kein Arzt, doch habe ich während meiner Ausbildung entsprechende Inhalte vermittelt bekommen und mich ein ganzen Leben mit den Pflanzen beschäftigt. Ich bin der Meinung, dass das Wichtigste für uns alle und unser Immunsystem Bewegung, frische Luft, ausreichend Schlaf und eine ausgewogene Ernährung sind. Ganz wichtig auch ist ein ausgewogenes Seelenleben – und das ist wirklich schwierig.
Statt dafür Sorge zu tragen o. g. Grundbedingungen zu schaffen wird – so scheint es – alles getan, die Menschen in Angst zu halten. Dabei ist Angst ein absolut schlechter Ratgeber. Es tut mir leid, ich habe kein Vertrauen mehr, mir genügen schon die großen und kleinen Skandale. Jener um die minderwertigen Masken hat mir wirklich das letzte bisschen Achtung vor den Akteuren genommen, ach, ich will mich gar nicht in Bewertungen verlieren.
Eigentlich müsste man gar nichts weiter wissen darüber und sich selbst fragen was in den letzten Jahren passiert ist:
Haben die, die die Strippen ziehen dafür Sorge getragen:
- dass wir gescheite Nahrungsmittel bekommen, ohne unzählige Zusatzstoffe, Belastungen mit Chemikalien (bestes Beispiel Glyphosat),
- dass die Umwelt wirklich effektiv geschützt wird,
- dass der Weg freigemacht wird für freie Energie und
- eine Medizin die die Ganzheitlichkeit des Menschen in den Vordergrund stellt?
- Werden die Menschen in ihrer Lebensplanung so unterstützt, dass sie eben nicht 3, 4, 5 Jobs haben müssen?
- Haben mittlerweile alle Kinder aus allen Bevölkerungsschichten faire Bildungschancen, die ihren in die Wiege gelegten Fähigkeiten entsprechend sie fördern- oder ist die wirklich gute Bildung für die Kinder der sogenannten Eliten vorbehalten, vielleicht damit diese unter sich bleiben und alles so geordnet bleiben kann wie es ist?
- Haben sie sich bemüht Frieden in Länder zu tragen aus denen sich nun Flüchtlingsströme ergießen oder haben sie lieber interveniert, unter dem Deckmantel der Humanität und der Bekämpfung eines diktatorischen Systems?
- Haben sie nicht versucht Demokratien in Gesellschaftssysteme zu tragen, die dafür noch gar nicht reif sind- oder vielleicht gar nicht so leben wollen wir in Mitteleuropa? Und warum haben sie das getan, ganz sicher nicht um den Menschen vor Ort zu helfen, da sind ganz andere Interessen dahinter, da geht es einfach nur um Ressourcen, Bodenschätze – schlicht ums Geld verdienen. Macht.
- Sind Entscheidungen transparent, oder werden Akten unter Verschluss gehalten – wenn ja – da muss man sich ja doch auch wieder fragen aus welchen Gründen!
- Wird sachlich und fundiert berichtet oder wird polarisiert und einseitig Stimmung gemacht?
Wer nichts zu verbergen hat, der wird sich sicherlich freudig einer Diskussion stellen und seine Meinung ehrlich kundtun. Es wäre doch so einfach sogenannte Verschwörungstheorien aus der Welt zu schaffen, indem man sie öffentlich widerlegt und zwar zusammen mit denen die gegensätzlicher Meinung sind. Und dann wird man ja sehen wie weit man kommt.
Am Ende erinnert mich das doch sehr an das vielgescholtene im Mittelalter:
Rüttel nicht an der gottgegebenen Ordnung, akzeptiere es und arbeite und nimm das was du von ihnen bekommst, die Brosamen ihrer Tafel, denn mehr hast du nicht verdient. Du bist ja bloß ein Angestellter, Bauer, ein Arbeiter, einer der sich ein Leben lang abrackert um gewissen ‚Eliten‘ ihren Lebensstandard zu ermöglichen. Und während du buckelst und knechtest, deinen Mund hältst weil die Allmacht des Staates nun weit in dein Privatleben hinein reicht und du ja nicht auffällig werden willst – immerhin hat man ja nur dieses eine Leben und möchte es doch irgendwie halbwegs sinnvoll verbringen, da sitzen sie und verpacken die nächste bittere Pille in bunte Glasur und verkaufen es dir als Bonbon. Wie krank das alles ist.
Natürlich passiert das nicht ohne dir vorher richtig Angst zu machen, immer schön auf dich einhämmern, überall, immer, bei allem was du tust. Und wenn die ganzen „Aluhutträger“ Recht haben, dann bald auch noch wenn du schläfst.
Frag dich doch mal selbst: Was hält Menschenmassen auf Linie bis das Fass überläuft und sich die ganze Angst, die Wut und die Frustration in einem gewaltigen großen Knall entlädt: Angst. Was fürchtest du?
Eigenverantwortung, Selbstbestimmung, Augenmaß tut not. Und ein bisschen Liebe zu seinem Mitmenschen, ob er nun hustet oder nicht. Ja, ich glaube, es ist Zeit, alles hinwegzufegen und einen Frieden zu machen, wie es noch keinen gab. Mensch, Pflanze, Tier, der ganze Erdball - im Miteinander und nicht gegeneinander.
Seid gesegnet!
Landerun
Mittwoch, 4. August 2021
Nahrhafte Landschaft Bände 1-4, Michael Machatschek / Buchbesprechung
gewandelt, nicht unbedingt zum Besseren. Das vielfach verloren gehende Wissen hat der Autor zur nunmehr vier Bänden zusammengetragen, die sich alle ein bisschen wie eine Erzählung lesen, gerade so als wandere man mit ihm durch Wald und Flur. Alle vier Bände enthalten das gesammelte Wissen von Menschen, die ihre Umgebung noch zu nutzen verstanden. Es ist ursprünglich, überliefert von einer Generation zur Nächsten, vielfach erprobt, selbstverständlich von Herr Machatschek selbst. Einiges war mir geläufig, anderes ist völliges Neuland. Die Bücher sind reich illustriert, es finden sich Fotos von den Pflanzen in Großaufnahme und auch von einzelnen Zubereitungsschritten. Der Autor gibt neben Impulsen auch detaillierte Rezepturen vor, die der eigenen Experimentierfreude Raum geben. Die Pflanzen werden dann genau beschrieben: es ist genauso wie ich das gerne hätte: die botanischen Namen, die volksmundliche Benennung, Beschreibung, Standort und ihre vergessen und neu entdeckten Verwendungsmöglichkeiten sowie immer der Verweis zu möglichen heilkundlichen Verwendungen.
Band Eins behandelt nach einem Exkurs in die
Nachhaltigkeit der Landschaftspflege einiges an Wissen über altbekannte
Pflanzen die von Anbeginn der Zeiten an für die Ernährung und Heilung von
Menschen und Vieh genutzt wurden. Der Autor spinnt den Faden altbekannte
Pflanzen wie Ampfer, Kümmel, Löwenzahn, Rapunzel, Rapotik, Nachtkerze, Waldgeißbart,
Hopfen, Thymianweiter zu einigen Bäumen wie Rotbuche, Eiche, Ahorn, Linde, Schwarzpappel,
Balsam Pappel, Fichte, einige Futterlaubsorten, schließlich Hagebutten, Kornelkirschen,
Lampionblume. Nachfolgend wird die Verwendung von Pilzen flechten und Farnen
als Mineralstofflieferant und Würzmittel dargelegt. Hierbei erklärt der Autor
ganz genau wie man trocknet, dörrt, röstet, einmacht, einlegt. Im Buch
eingestreut sind stets die Hinweise auf die mögliche Verwendung als Viehnahrung
Der zweite Band knüpft da an wo der Erste
endete und teilt sich in die vier Jahreszeiten.
- Der Frühling beschäftigt
sich mit Schneerosen, Schlüsselblumen, Sanikel, Bärlauch, Waldmeister
sowie der Herstellung von Essigansätzen und Kapernersatz.
- Im Sommer geht es um Brennnessel,
Wiesen-Knöterich, Gundelrebe, Mädesüß Wasserlinse, Rotklee und Meisterwurz.
- Den Herbst versüßen uns Heidekraut,
Heidelbeeren, Mahonie, Mispel, Schopftintlinge, Totentrompete.
- Austernseitlinge und
Keulenbärlapp beschließen den Winter. Zusätzlich sind Vogelbeere und
Eberesche sowie die Walnuss und Zirbe beschrieben.
Band drei gliedert sich genauso auf wie Band
2, wobei der Autor hierüber die Nutzung der
- Birke der Vogelmiere und
des Wiesenschaumkrautes im Frühling erzählt,
- der Sommer Fetthenne, Rosenwurz, Springkräuter, Holunder und Silberwurz vorbehalten ist.
Ein ganz eigenes Kapitel ist "delikates Wildgemüsepfandl für die schnelle
Küche". Es ist sehr erstaunlich an was man alles vorüber geht das doch da
in rauen Mengen wächst und nur gepflückt werden musste.
- Im Herbst schließlich kommen
Hohlzahn, Berberitze, Brombeere, Nelkenwurz und Eicheln auf den Tisch, und
im
- Winter u.a. Judasohr.
Es ist so traurig, dass das `Überkommene` so wenig Anklang findet, erlebe es ja selbst immer wieder. Dabei ist es höchste Zeit den Einkaufswagen gegen einen Sammelkorb zu tauschen. Das was wir zum Konsumieren angeboten bekommen – kann das noch gesund sein mit einen ungezählten Bearbeitungsschritten, Zusatzstoffen, Beimischungen? Ist denn es notwendig Salat oder Somthie zum Mitnehmen zu haben, ein Toastschnitzel oder ein Hühnchen als Snack? Herr Machatschek geht hart ins Gericht mit der dem Zeitgeist leider immer noch entsprechenden exzessiven Ausbeutung von Land, Getier und Pflanze. Diese Traurigkeit, Weh-Mut schwingt im Tenor aber mit, es muss, es wird und es soll bitte endlich besser, gerechter werden. Es ist keine Nostalgie, sondern eine unumkehrbare Notwenigkeit grundlegend etwas zu ändern. Mit dem Wissenden stürbe das Wissen, schriebe es niemand auf. Es sagt ja keiner, dass man sich nun ausschließlich von der Wiese ernähren kann oder soll, das wird in den wenigsten Fällen möglich sein. Doch begönne der Leser nach der Lektüre mit der Umsetzung, so würde solches Tun nicht nur kulinarisch bereichern. Jeder ist sind eingeladen, sich selbst zu beschenken.






