Montag, 21. März 2022

Frühlingserwachen und Neubeginn

Die Tagundnachtgleiche ist erreicht. Licht und Dunkel halten sich die Waage – ein kurzer Moment des Gleichgewichts, bevor das Licht endgültig die Oberhand gewinnt. Ostara markiert diesen Übergang, dieses leise Kippen der Welt. Noch ist der Winter spürbar, doch überall regen sich die ersten Zeichen des Lebens. Es ist die Zeit des Aufbruchs. Knospen brechen auf, die Erde atmet, und mit ihr erwacht auch das Innere. Gedanken werden klarer, Bewegungen leichter, als hätte jemand eine unsichtbare Last genommen. Das Alte darf gehen, das Neue zeigt sich zaghaft, aber bestimmt. Seit jeher wurde dieser Zeitpunkt gefeiert. Mit Eiern als Symbol des Lebens, mit Feuer als Zeichen der Sonne, mit Ritualen, die den Kreislauf des Jahres ehren. Vieles davon ist verloren gegangen oder überformt worden, doch der Kern bleibt spürbar, wenn man hinausgeht und hinsieht.

Vielleicht ist es genau das: wieder lernen zu sehen. Nicht nur das Offensichtliche, sondern die feinen Veränderungen. Das erste Grün, das sich durchsetzt. Der Geruch von feuchter Erde. Das leise Summen, das zurückkehrt. Ostara ist kein lautes Fest. Es ist ein Übergang, ein Atemzug zwischen den Zeiten. Wer ihn wahrnimmt, spürt, dass etwas beginnt.

Dienstag, 22. Februar 2022

Bin ich müde – doch stehen will und bleibe ich!

Bei uns gehts auf und ab, wie bei Euch auch. Sonnenklar. Aber jetzt muss ich mal was loswerden, das
ist meine Meinung und wer das nicht mag – bitte scroll weiter.

Ich habe so was von keinen Bock mehr. Alles hat man geduldig mitgetragen, Klappe zu, weitermachen, seinen Beitrag leisten, nicht jammern – klotzen. Kein Stein des Anstoßes sein, nicht den Anderen in Bedrängnis bringen. Aber es ist genug! Was mir wirklich zu schaffen macht seit dem Beginn dieser unseligen Zeit ist das das alles auf die Lebenskraft schlägt.

Was ist das nur geworden, ein Tollhaus? Wo Handreichung, ein stetiges Voranschreiten, ja fachkundliche Führung sein sollte, da überschlägt man sich mit grotesken Vorschlägen. Viele kommen von Personen, die noch nicht so wirklich viel für die Gemeinschaft beigetragen haben, nicht mal wissen wie ein Arbeiterleben aussieht, was Miete oder Benzin für ein riesiger Posten sein können. Oder von solchen, deren Lebensläufe unschöne dunkle Flecken zieren, die natürlich nicht aufgearbeitet werden. Ein Anruf, und der Staatsanwalt schweigt. Keine Reue, kein Rücktritt, kein Versuch der Wiedergutmachung. Nein, man bleibt weiter am Futtertrog und verteidigt sein Tun – und selbstredend das so ergaunerte Hab und Gut noch mit kruden Ausreden. Ausbildung, Erfahrung, Eignungstests, Auswahl der besser Geeigneten – Fehlanzeige. Jeder kann alles, rückt von Posten zu Posten wie beim Monopoli vor und sitzt am Ende in der Schloßallee, während die, die das Ganze bezahlen, nicht mehr wissen wie eng sie den Gürtel noch schnallen sollen. Längst drückt er ihnen die Luft ab. Davon das „mein Großvater ein Stahlwerker war, oder ein Eisenbahner“ ect. kann man sich keinen Lorbeerkranz aufsetzen. Das ist vollkommen egal, wer oder was die Eltern waren. Gemessen wird an dem was DU tust. Mene, mene tekel upharsin – an wessen Wand stehts irgendwann? Denkt wer daran? Ich glaube kaum. Hauptsache die Leute in Angst und Panik halten – aber ist ja nicht wahr, gell. Da gehen Risse durch Familien und Freundschaften, durch die ganze Gesellschaft. Man hetzt und spaltet, allen voran Schreiber der großen Zeitungen. Ja, und auch die Damen und Herren in verantwortlichen Positionen. Sie wissen wohl, wie man die Worte kunstvoll setzt, das Schlagzeilen im Hirn wie faustgeschlagen maligne Blüten treiben. Sie überbieten sich darin eine schlagkräftiger als die Andere zu formulieren. Aber das war ja schon immer so: Was nicht passt wird auf Passend gestutzt oder weggesperrt, totgeschwiegen, dann geschmäht und in Verruf gebracht. Die Etikettierung, die man für simples Nachfragen erhält ist ungeheuerlich. Mach die Schublade auf, kehr alles zusammen, Hauptsache man redet nicht anständig darüber. Ein Skandal ist das. Da werden Zahlen umher jongliert, wichtige Bausteine und Fakten `nicht bis zu Ende` gedacht. Hauptsache in Talkshows sitzen und ständig Mutmaßungen abgeben und niemals von einem guten eintretenden Szenario ausgehen. Die selbstverliebte sogenannte Elite, die andere Meinungen mit Füßen tritt anstatt sie zu diskutieren, dabei aber mit den Fingern auf andere zeigen, sie maßregeln – ich hab’s so satt. Und das ist nicht nur beim C-Thema der Fall. Haben die Geschickelenker so gar nichts gelernt?! Oh wohl: wie man die Gelenkten noch derber an die Wand drängt, wie man sie betiteln kann und noch mehr Abwehr und Hass erzeugt. Divide et impera.

Und die Gazetten? Sind wie immer mit von der Partie. Schwardronieren von neuen Krisen, neuen Bedrohungen, neuen Kriegen, anstatt die Freundschaften zwischen den Völkern zu beschwören. Es sind nicht die Unterschiede zwischen den Kulturen die uns trennen, sie machen uns interessant, neugierig auf die Anderen – und sollten uns lehren, dass man sich nicht einmischt, gleich gar nicht unter falscher Flagge und gefälschten Beweisen. War es jemals zum Vorteil, wenn die angeblich höher entwickelte Gruppe plötzlich nur der Schwurhand Zeigefinger ausgestreckt lies? Längst lag in der anderen Faust das Schwert, versteckt hinter doppelzüngiger Moral. Nichts scheint Konsequenzen zu haben. Immer ärger, immer lauter das Gekeife, dabei werden im Hintergrund Weichen für neue Konflikte gestellt. Und wenn’s dann kracht ist wieder keiner (oder nur einer) daran schuld. Die Kinder tun mir unendlich leid, die Alleingelassenen und die die alleine sterben, oder die, die man schwerstkrank noch traktiert mit Unsinnigkeiten und nicht mal im Kreise ihrer Lieben sterben lassen kann. Glücklicherweise hat man unseren „Fall“ nach Haus gelassen. Ich habe ihn trotzdem nicht mehr gesehen…. ist alles nicht machbar gewesen, hunderte Kilometer trennten uns.

Angst vor Ansteckung habe ich nicht, wohl aber vor den staatlichen Zwangsmaßnahmen. Sind mir in unguter Erinnerung solche Übergriffigkeiten aus meiner Kindheit, nur weil meine Eltern anderere Meinung waren. Freilich kann man das nicht gleichsetzen, das will und tu ich auch nicht. Das Gefühl aber bleibt das Gleiche: eine diffuse Ahnung, dass da nicht viel Gutes bei rauskommt.

Dennoch sehe ich das alles als Chance für einen vorsichtigeren Umgang miteinander, auf ein sich Zurücknehmen, Entschleunigen, totales und verbales Abrüsten. Bauen wir eine neue Welt, machen wir einen Frieden, wie es noch keinen gab. Mitmenschen: Lasst uns reden! Lasst uns nicht schweigend aneinander vorüber gehen! Lasst erneut und machtvoller zusammenwachsen, neu erstarken was zusammengehört. Wir, die Friedfertigen sind gemeinsam so stark. Besinnen wir uns auf unsere Stärke und nutzen wir sie – für alle Kinder dieser Erde.

Donnerstag, 13. Januar 2022

Der lange Atem der Bäume - Buchbesprechung

Der Mensch glauben so viel zu wissen, ein großer Teil sei schon er- und durchforscht. Aber dem ist
nicht so, die Natur ist viel wandelbarer als uns das bewusst ist. Auch die Bäume bewegen sich in ganz anderen Rhythmen, wie Herr Wohlleben erklärt. Er ist draußen, kennt seinen Wald, nimmt soviel wahr, was man als Laie, als gelegentlicher Waldbesucher bestimmt nicht wahrnimmt. Herr Wohlleben hat seinen ganz eigenen Kopf und prangert somit die ungebremste Ausplünderung der Wälder an. Das ist auch ganz gut so. Wo sonst erfährt man noch andere Fakten zur - wie sollte es anders sein - auch hier verfehlten Bewirtschaftungs- und Lobbyismuspolitik. Ob endlich ein Aufwachen, eine Rückbesinnung kommt? Hoffentlich nicht erst wenn der letzte Baum gerodet ist. Auch bei uns hier herum fleißiges Abholzen, so manch schöner Baumriese fiel mit einem unheimlichen, ahnungsvollen, ergeben Ächzen auf das was einmal weicher Waldboden gewesen war. Dieser ist dahin, es dauert Jahrzehnte bis er sich von der Rüpelei der Ernte erholen konnte. Es gab mal eine Zeit, da war der Wald, die Berge heilig. Heute ist nur noch ein Preisetikett dran. So kann es doch unmöglich weiter gehen?! Zeigen sich am Wald selbst die Folgen des geballten Unverstandes schon seit Jahren - und möchte man gegensteuern? Ich glaub noch immer nicht daran, die schweren Erntemaschinen sind unbarmherzig bei der Arbeit. Aber ich hoffe und wünsche es uns so sehr. Der Wald ist Leben, wir brauchen ihn dringender den je, er uns nicht. Er ist besser dran ohne Mensch. 

Peter Wohlleben: Der lange Atem der Bäume
Wie Bäume lernen, mit dem Klimawandel umzugehen – und warum der Wald uns retten wird, wenn wir es zulassen
Preis: 22 Euro, 256 Seiten
ISBN : 978-3-453-28094-6



Montag, 10. Januar 2022

Hütten-Mischbrot

So, Hurra ich habe es. Das Brot meiner Kindheit. Kein anderes back´ ich mehr. 

  • 600 g Roggenmehl 1150
  • 400 g Dinkelmehl
  • 60 g Sauerteigpulver 
  • 1/2 Würfel Hefe (nehme Omas Urhefe)
  • 720 bis 740 ml Wasser
  • 20 g Salz

So gehts: 

Alle Zutaten gut vermischen, 20 Minuten ruhen lassen, dann ordentlich durchkneten und weitere 60 Minuten ruhen lassen.

Auf einem Kuchenblech einen Laib formen. Quer, das Brot wird richtig groß. Oder eben zwei und dann im Gußtopf backen. 

Einschneiden. Einmal einsprühen. Noch mal 10 Min gehen lassen. 

Jetzt den Backofen vorheizen auf 220 Grad und eine Metallschüssel mit Wasser einstellen.

Blech einschieben, 10 Minuten backen, Temperatur auf 180 Grad herunter regulieren, ca 45 weitere Minuten backen, dabei immer mal wieder einsprühen. Bitte das Brot beobachten wegen des Bäunungsgrades. 

Guten Hunger 😂

Montag, 3. Januar 2022

Das große Praxisbuch der energetischen Hausreinigung - Buchbesprechung

Es ist da etwas, was anhaftet. Manche nehmen es wahr, andere nicht. Und wenn sich ein Ort seltsam anfühlt – ein Raum, ein Haus –, man sich nicht wohlfühlt, dann kann man etwas dagegen tun. Das sind Hinterlassenschaften, feinstoffliche Spuren, die es aufzulösen gilt, erklärt Georg Huber.

Das soll mit Räuchern, Ritualen und Meditation funktionieren. Der Autor beschreibt dazu verschiedene Vorgehensweisen, vom Ausräuchern einzelner Räume über das bewusste Abschreiten der Wohnung bis hin zu innerer Ausrichtung und Konzentration. Es geht weniger um spektakuläre Inszenierungen als um ein ruhiges, klares Arbeiten – Schritt für Schritt.

Welche Mittel man dabei einsetzt, bleibt überschaubar: klassische Räucherstoffe, einfache Rituale, Aufmerksamkeit. Vieles ist nachvollziehbar gehalten und lässt sich ohne großen Aufwand umsetzen.

Ob die eigenen Anstrengungen dann von Erfolg gekrönt sind, ob man sich in den eigenen vier Wänden besser fühlt, wird sich zeigen müssen. Der Ansatz ist zumindest einfach genug, um ihn auszuprobieren.

Wer sich für solche Themen interessiert oder das Gefühl kennt, dass Räume eine eigene „Stimmung“ tragen, findet hier einen praktischen Zugang. Wer damit nichts anfangen kann, wird auch dieses Buch nicht überzeugen.

Notfalls kann man ja immer noch den Autor selbst bemühen.

Friede sei mit Euch.
Landerun

  • Titel: Das große Praxisbuch der energetischen Hausreinigung
  • Autor: Georg Huber
  • Verlag: Ansata
  • Erscheinungsjahr: 2017
  • ISBN-13: 978-3-7787-7530-1
  • ISBN-10: 3778775308
  • Seiten: 224 Seiten
  • Einband: Gebunden (Hardcover)

Samstag, 1. Januar 2022

Wie wäre es bitte mit Zurückhaltung?

Bei manchen Menschen ist das schlicht und ergreifend nicht möglich. Es scheint vollkommen egal welche Argumentation man ins Feld führt, sie müssen immer und überall präsent sein, stets und ständig ihre Meinung verbreiten, ihre Unlust, ihr Unvermögen, für dass sie natürlich Andere verantwortlich machen und natürlich muss man sich dann das Gemecker anhören, ob man will oder nicht. Mir scheint, als nehme diese Unart mehr denn je überhand, mit fortschreiten des Jahres und seiner seltsamen Ereignisketten wird es mehr und mehr. Wie wäre es einfach mal mit Klappe halten? Einfach mal zur Ruhe kommen, mal nichts sagen, Rücksicht nehmen, Zurückhaltung üben, schweigen, nachdenken, dem Anderen raum lassen, aber nein. Es wird, zumindest empfinde ich das so, zunehmend und rücksichtsloser herausgeschrien was man da gerade fühlt oder denkt. Und? Wollte ich das wissen? Scroll doch weiter, blättere um, geh einfach weiter. Aber nein, da muss man - nicht nur in der Anonymität des Netztes seine geballte Wut, seine Abneigung, ja seinen Hass auf seine Mitmenschen loslassen. 

Hey, es muss nicht jeder so denken wie alle. Es muss auch nicht jeder zu den gleichen Schlüssen kommen, wir dürfen bitte verschieden sein, in der Art zu leben, zu denken, zu fühlen, zu handeln, immer mit genügend Abstand um dem Anderen Raum zu geben. Ich gebe Acht, bilde ich mir ein, versuche es zumindest, ruf mich zur Ordnung. täglich. Thematik: ist egal, jeder hat das Recht auf seine Meinung. Und mit dem Abstand, das ist ja auch so ein Ding. Gerade lief es noch, dann stockt es, rückt etwas auf. Ampel auf Grün, ich laufe weiter. Möchte zum Bäcker, hab ja Urlaub, da gönne ich uns ein schönes Abendbrot, mal mit Wurzelbrot, Bretzeln, seit einiger Zeit gibt es diese lecker mit Pfeffer, dazu selbstgemachtem Brotaufstrich. Schon habe ich neue Ideen im Kopf, für ein neues Buch, einen Beitrag auf dem Blog. Ich nehme die Menschen um mich freudig wahr. Es ist still, Gemurmel dringt an das Ohr, fühle mich wohl. Es ist wie immer, meine ich, und doch - ich war schon lang nicht mehr in der großen Stadt, komm mir vor als hätte ich Ausgang, bin guter Dinge. 

Und dann - heiliges Blechle - geht es rund. Blaulicht in Massen, wie aus dem Nichts blockieren plötzlich Polizeiwagen die Straße, noch einer, die Tür fliegt auf, Uniformierte hüpfen heraus, mit Masken und Helmen, zack, zack geht das, wie am Schnürchen. Von hinten rechts hör ich das Stampfen fester Sohlen, die Menschen in der Mitte sehe ich stoppen, umdrehen, Rufe dringen an mein Ohr, hört sich an wie "Achtung Kessel" und dann ein Szenario, wie ich es schon in mir zugesandten Videos sah und nie verstehen konnten wie es so heftig und schnell eskaliert. In Diskussionen, gerade um die Inhalte solcher Videos, war die Quintessenz immer, dass wir nicht dabei waren und nicht wussten was vorher geschehen war, es also nicht beurteilen. Es geht im wahrsten Sinn des Wortes Schlag auf Schlag:

Eine Frau wird aus dem Nichts mit einem Schlagstock vor die Brust geschlagen, ein schmerzverzerrtes Gesicht nehme ich wahr, ein Zusammensinken, Menschen umringen sie. Ich bin hellwach und stocksteif. Links an der Wand in Sichtweite wird eine weitere, recht zarte blonde Frau wird an die Wand gedrückt, zwei Polizisten, viel größer als sie, drehen ihr unsanft Arme auf den Rücken, sie schreit schmerzvoll auf, wird weggebracht. Warum? Was ist auf einmal los?! Mein Herz schlägt bis zum Hals, keine 3 Meter von mir ringen drei oder vier Beamte einen schreienden Mann nieder, ich kann nicht erkennen warum, sehe nur die unfassbar brutale Gewalt. Sie knieen auf ihm, halten ihn, schlagen ihn. Ein älterer Herr, der ihn kennt schreit auf die Beamten ein, sie mögen ihn auslassen, er kennt ihn gut. Auch er bekommt Prügel. Ich schaue hin, bin vollkommen fassungslos, gelähmt, verstehe nicht was auf einmal los ist. Weg, ich muss weg. Ich laufe los, feige komm ich mir vor, mir ist schlecht, mein Herz klopft. Gedanken fliegen durch den Kopf, ich hoffe und bete den Geschundenen geht es einigermaßen. Die, die unfreiwilligen Zuschauer des Geschehens wurden, werden das irgendwie verarbeiten müssen. Sowas sieht man nicht jeden Tag, man ist das nicht gewöhnt. Und ehrlich: Ich möchte da keine Gewohnheit! Bitte nicht! 

Es war einer dieser Spaziergänge, kein Banner sah ich, kein Schild, kein Ruf, keine Parolen. Nur plötzlich und aus dem Nichts dieser für mich unfassbar brutale Zugriff der Polizei. Im Nachgang betrachtet ist mir die Polizeipräsenz schon aufgefallen, auch die kalten Augen einiger Beamten. Aber ich war so damit beschäftigt mich an den Menschen zu erfreuen, wie sie da schlenderten, miteinander leise sprachen, so friedfertig und still, dass ich dem keine Bedeutung beimaß. Ich habe Gesichter studiert, Mimik und Gestik, neue Ideen für meinen Bleistift, habe ausgefallene Schuhe bewundert, fing Kinderlächeln auf, sah offensichtlich verliebte Pärchen miteinander Hand in Hand, sah in manches ängstliche Augenpaar und junge Menschen, den Blick auf das Handy, mit traumwandlerischer Sicherheit sich durch den Menschenstrom bewegend. Als ich schreibe schießen mir Tränen in die Augen. Etwas in mir ist nun endgültig dahin. Wie kann es sein, dass man mit solch sinnloser brutaler Gewalt seinen Mitmenschen begegnet? 

Wenn zukünftig das Gespräch auf die Polizei kommt werde ich leider nicht mehr sagen können, dass ich sie ausnehmend freundlich erlebt habe. Das tut mir wirklich sehr leid, nicht um meiner selbst willen. Ich weiß wohl, dass das Dunkle im Menschen sich Bahn bricht, schließlich habe ich das selbst mehrfach als Kind erleben dürfen. Auch staatliche Gewalt als ich klein war. Gegen meine Eltern, die es durchaus verstanden haben, das Meiste vor uns Kindern zu verstecken oder es zumindest so zu biegen, dass es schon irgendwie ging. Mir tut es leid um die jungen Beamten, die sich in naher Zukunft fragen werden, ob das hat sein müssen und warum sie mitgemacht haben. Schau in den Spiegel, junger Mensch, wer schaut Dich an?

Dienstag, 28. Dezember 2021

Insekten im Wald: Vielfalt, Funktionen und Bedeutung – Buchbesprechung

Es gibt so unglaublich viel zu entdecken auf unserer wunderbaren Erde. Und so vieles, was zu unseren Füßen krabbelt oder uns bei einem Waldspaziergang umsirrt, sich da an Früchten und Blüten labt, Totes zersetzt ist völlig unbekannt. Was weiß ich schon über die Lebensrhythmen ungezählter Lebewesen - einiges und doch noch nicht genug. Einige Arten konnten wir im Laufe des Jahres schon bestimmen, mehr über sie erfahren. Und so schließt das Buch „Insekten im Wald“ von Beate Wermelinger auf unnachahmliche Art und Weise eine große Wissenslücke.

Das Buch erzählt von der Wichtigkeit der Insekten im Pflanzenleben, von der Bestäubung der Blüten bis hin zum Zersetzen von Totholz, von der Transformation tierischer Abfallprodukte, von der Fruchtbarkeit des Bodens, von der Wichtigkeit der Insekten als Nahrung für höhere Lebewesen, ihren natürlichen Feinden. Überaus interessant fand ich das Kapitel über die Borkenkäfer. 

 Ich bin wirklich dankbar für dieses wunderbare Buch, welches mit unzähligen detaillierten Aufnahmen die größeren und kleineren Bewohner des Waldes zeigt. Jedes nach seiner Art in dem ihm eigenen Lebensrhythmus, seiner Aufgabe gemäß. Wer mehr darüber wissen will, welche Bedeutung Insekten für das Ökosystem Wald und damit auch für uns haben, wie alles miteinander zusammenhängt und deshalb umso mehr geschützt werden muss, wird anhand dieses Buches bestimmt verstehen. Und staunen, denn nichts ist ohne Zweck, nichts ist ohne Sinn. Nichts wird verschwendet und alles wird transformiert. Alles ist genau ausgeklügelt, perfekt miteinander verwoben.

  • 2., aktualisierte Auflage 2021, 368 Seiten, 580 Farbfotos. Maße: 18 x 24 cm, 1224 g
  • Haupt Verlag, Beat Wermlinger. Preis: 49.90
Quelle: Hauptverlag

Insekten im Wald: Vielfalt, Funktionen und Bedeutung - Buchbesprechung

Es gibt so unglaublich viel zu entdecken auf unserer wunderbaren Erde. Und so vieles, was zu unseren Füßen krabbelt oder uns bei einem Waldspaziergang umsirrt, sich da an Früchten und Blüten labt, Totes zersetzt ist völlig unbekannt. Was weiß ich schon über die Lebensrhythmen ungezählter Lebewesen - einiges und doch noch nicht genug. Einige Arten konnten wir im Laufe des Jahres schon bestimmen, mehr über sie erfahren. Und so schließt das Buch „Insekten im Wald“ von Beate Wermelinger auf unnachahmliche Art und Weise eine große Wissenslücke.

Das Buch erzählt von der Wichtigkeit der Insekten im Pflanzenleben, von der Bestäubung der Blüten bis hin zum Zersetzen von Totholz, von der Transformation tierischer Abfallprodukte, von der Fruchtbarkeit des Bodens, von der Wichtigkeit der Insekten als Nahrung für höhere Lebewesen, ihren natürlichen Feinden. Überaus interessant fand ich das Kapitel über die Borkenkäfer. 

 Ich bin wirklich dankbar für dieses wunderbare Buch, welches mit unzähligen detaillierten Aufnahmen die größeren und kleineren Bewohner des Waldes zeigt. Jedes nach seiner Art in dem ihm eigenen Lebensrhythmus, seiner Aufgabe gemäß. Wer mehr darüber wissen will, welche Bedeutung Insekten für das Ökosystem Wald und damit auch für uns haben, wie alles miteinander zusammenhängt und deshalb umso mehr geschützt werden muss, wird anhand dieses Buches bestimmt verstehen. Und staunen, denn nichts ist ohne Zweck, nichts ist ohne Sinn. Nichts wird verschwendet und alles wird transformiert. Alles ist genau ausgeklügelt, perfekt miteinander verwoben.

  • 2., aktualisierte Auflage 2021, 368 Seiten, 580 Farbfotos. Maße: 18 x 24 cm, 1224 g
  • Haupt Verlag, Beat Wermlinger. Preis: 49.90





Dienstag, 23. November 2021

Noch ein Blog - Landeruns Hütte Wordpress

Liebe Leser,

nachdem der Blog aus allen Nähten platzt und mir das Durcheinander gar nicht gefällt hab ich beschlossen alle Inhalte auch auf Wordpress zu posten. ich werde trotzdem alle Inhalte auch hier auf bei blogspot weiter posten. Schaut doch mal vorbei - ich glaube das ist um einiges übersichtlicher:

Bildunterschrift hinzufügen

Landeruns Hütte & Heidi Thaler

Freitag, 17. September 2021

Buchbesprechung: Ganzheitliche Heilung mit Cannabis

Seinerzeit in der Ausbildung als „Die Hand Gottes“, als eines der ältesten Heilmittel der Menschheit präsentiert ist Cannabis in Verruf geraten und in weiten Teilen der Gesellschaft ist es das noch. Dabei ist der schlechte Ruf der ehemals geschätzten kraftvollen Heilpflanze einer bösartigen Kampagne geschuldet – nicht etwa dem ausufernden Missbrauch und weil die Menschen deshalb vor der Pflanze geschützt werden müssten. Da böten sich wesentlich gefährlichere Kandidaten an: Alkohol, Zigaretten, Zucker z. B. Zäh lösen sich die alten Umklammerung aus Vorurteilen, Ignoranz und Unwissen. Es tut sich etwas, die öffentliche Meinung bewegt sich. In den letzten Jahren erschienen immer wieder Bücher zu diesem Thema.

Ein weiteres Wichtiges ist das von Tammy Sweet, die ein Masterdiplom in Neurobiologie und Endokrinologie ihr Eigen nennt. Was konnte dem Cannabis Besseres passieren, als das sich die begeistere Kräuterfrau seiner annimmt und den grundlegenden Wirkmechanismen nachforscht. Bevor ich das Buch las wusste ich beispielsweise nichts von unserem körpereigenem Endo-Cannabinoid-System, das mit seinen Rezeptoren perfekt zum Cannabis passt und welcher nicht nur bei Erkrankungen wie z. B. Demenz, Epilepsie, Depression, Multiple Sklerose Migräne, Entzündungen, Schmerzen uvm. Linderung verschaffen kann.

Also Bitte: DAS kann doch nun wirklich kein Zufall sein, dass Mensch und Pflanze wie Schloss und Schlüssel für einander geschaffen scheinen, welch unendlich weiser Ratschluss in der Schöpfung. Nun heißt es aufgewacht und den Kranken das Mittel gereicht, dass Ihnen womöglich helfen kann. Tammy Sweet wirbt für den Einsatz dieser kraftvollen Pflanze, da wo sie gebraucht wird. Sie erläutert wie man sie anbauen und Kräutermedizin selbst herstellen kann. Dieses Buch ist – ganz typisch wie alle Herba Press -Titel - fundiert, sachlich, ein Vermittler zwischen Wissenschaft und Urmedizin, ein Wandler zwischen den Welten, ein Brückenbauer. Die Vorurteile sind so fest in den Köpfen der Menschen verankert, dass es sehr schwer ist dagegen anzuargumentieren. Dabei gibt es längst neue Erkenntnisse, die jedem verantwortungsvollem Mediziner neue Therapiemöglichkeiten eröffnen könnten. Möge diese wunderbare Buch Ärzten in die Hände fallen, die sich beständig weiterbilden, die alles hinterfragen und somit nach der bestmöglichen Behandlung für ihre Patienten suchen.

Gerade bei Cannabismedizin zeigt sich, wie wichtig Differenzierung ist. Zwischen medizinischer Anwendung, unkontrolliertem Konsum, isolierten Wirkstoffen und synthetischen Cannabinoiden bestehen erhebliche Unterschiede – pharmakologisch ebenso wie therapeutisch. Ebenso spielt die Form der Anwendung eine wesentliche Rolle. Das kontrollierte Verdampfen unterscheidet sich deutlich vom klassischen Verbrennen pflanzlicher Stoffe und wird insbesondere bei Patienten ohne Raucherfahrung häufig besser vertragen. Eine seriöse Betrachtung von Cannabismedizin kann daher weder ideologisch noch pauschal erfolgen, sondern nur auf Grundlage von Pharmakologie, klinischer Erfahrung und sorgfältiger Abwägung. Es muss sich ein Wandel vollziehen, hin zum wahren menschlichen Sein, zum allumfassenden MenschSein, fußend auf Liebe und Respekt sämtlichen Kreaturen gegenüber.

  • Tammy Sweet - Ganzheitliche Heilung mit Cannabis
  • Hardcover, 16,5 x 24 cm. 288 Seiten.
  • ISBN 978-3-946245-09-4
  • Preis: 39,80


Quelle: Die Autorin.

Tammy SweetTammy Sweet, MS, LMT, ist erfahrene Herbalistin und passionierte Lehrerin. Sie verfügt über ein Masterdiplom in Neurobiologie und Endokrinologie. Mit Begeisterung unterrichtet sie Kräuterkunde, aber auch Leistungssport und Anatomie an Colleges, sowie Massage und Yoga. Sie präsentiert das faszinierende Wunderwerk und die Weisheit des menschlichen Körpers mitreißend und verständlich, ganzheitlich und mit allen Aspekten des Lebens. Häufig gibt sie Workshops im Rahmen von Anatomie- und Physiologie-Kongressen, unterrichtet an Kräuterkundeschulen und bietet Online-Kurse an.

Sie ist derzeit Co-Direktorin des Heartstone Center for Earth Essentials nahe Ithaca, New York. Mit Cannabispflanzen und ihren außergewöhnlichen Heilkräften verbindet sie eine ganz besondere, intensive Beziehung.

Donnerstag, 16. September 2021

Speisekammer aus der Natur: Bevorratung und Haltbarmachung von Wildpflanzen- Buchbesprechung

Der Ursprung der für die Ernährung genutzten Pflanzen legt in ihren Urarten. Sie entstanden


durch Züchtung, Kreuzung, Veredelung. Viele ihrer wichtigen, vielfach auch heilenden Eigenschaften gingen so verloren. Die Heidelbeere ist ein sehr gutes Beispiel dafür. Dabei hat Mutter Erde in ihren Füllhorn so viel mehr zu bieten als im Supermarkt herumsteht. Was liegt näher als diese Pflanzen, da sie ja verfügbar sind, wieder für die menschliche Ernährung nutzbar zu machen. Sicher, Geschmack ändert sich. Oh, bitte gern 😊. Ob nun mariniert oder fermentiert, getrocknet oder zu Pasten verarbeitet, als Tee, als Gewürz, als Tinktur angesetzt, in Alkohol ausgezogen oder in Essig eingelegt, auf herkömmliche Art eingeweckt, auch mit Zucker versüßt, ja könnten wir das noch?

Wie das funktioniert, was wann verfügbar sein müsste zusammen mit unzähligen Rezepten, all das steht im Buch. Natürlich nicht ohne das der Autor einmal kräftig mit der Art zu leben in diesen Tagen ins Gericht geht. Er hat ja in Teilen sicherlich Recht – und wem der Schuh passt, der zieht ihn sich an. Ich mir in diesem Fall festes Schuhwerk und gehe hinaus, bewaffnet mit Korb und guter Laune, um es dem Autor gleich zu tun. Ursprünglicher und unbelasteter geht es nicht, das Suchen und Finden, das Auf und Ab erfreut Muskeln und Gelenke, das Experimentieren erhellt den Geist und nicht zuletzt ist dies Tun sinnvoll. Vielen Dank für dieses wunderbare Buch.

Autoren: Elisabeth Mauthner, Michael Machatschek 
Speisekammer aus der Natur - Bevorratung und Haltbarmachung von Wildpflanzen
Verlag: Böhlau Wien; 2015. Deutsch, 288 Seiten. 
ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3205796565
Preis: 33,00 EUR