Freitag, 24. Oktober 2014

Ebereschengelee

Die sauberen Früchte mit wenig Wasser bedecken und weich kochen. Den Saft abseihen und wiegen. Mit Gelierzucker 2:1 zu Gelee kochen.

Ebereschenaufstrich

½ kg mit Ebereschenfrüchte mit 500 ml Apfelsaft weich kochen. Durch ein Sieb passieren, wiegen. Den Saft einer Limette und 1 Priese Lavendelblüten hinzugeben. Mit 3:1 Gelierzucker zu Marmelade einkochen.


Donnerstag, 23. Oktober 2014

Der erste Schnee & Marmeladenrezepte


Hektik, früh schon, wenn der Wecker einen unsanft aus dem schönsten Schlummer reist. Ungnädiges Klingeln, ganz egal, welches Lied er spielt. Es nervt gewaltig. Den ganzen Tag geht das so, hier piept es, da hupt es, klingelt das Telefon, schrillt ein Alarm, heulen Sirenen, brodelt der Verkehr. Mittendrin Kinder, an der elterlichen Hand durchs Gewühl gezogen, die großen Augen staunend den ersten Flocken hinterher schauend, stolpern sie vorwärts. Wie gern würden sie die Flocken betrachten, auf der Hand das Schmelzen spüren, die kleine Zunge frech aus dem Mündchen recken und des Winters weiße, weiche Botschaften darauf zergehen lassen. Keine Zeit. Nicht eine Minute, später ja, in der Pause, da ist Zeit, während die Erwachsenen auf Arbeit sind. Keiner, der nicht an diesem Morgen meckert. „Saukälte“ oder „Eklig nass“. Ich ertappe mich dabei, wie ich trotz der vom ersten winterlichen Intermezzo kalten Finger leise lächeln muss. Was ist denn so schlimm daran? Habe ich nicht warme Sachen und auch Handschuhe, die ich ja nur hätte anziehen brauchen? Gegen Mittag fallen die Flocken immer noch, leis und sacht auf die Wiese vor dem Bürofenster. Der rote Fingerhut beugt demütig unter der Schneelast den mit der Fülle des Spätsommers besetzten Blütenstand, gerade so, als wisse er, dass seine Zeit in diesem Jahr fast herum ist. Die Schnecken sind auch verschwunden. Sie, die jeden Morgen in ganzen Batterien über die Terrasse krauchen, nicht gerade langsam, sie sind verschwunden, haben sich versteckt. Vielleicht unter dem großen Blätterhaufen, der nun feuchtglänzend zu Füßen der riesigen Esche liegt, die der Wind letzte Nacht kahl gerupft hat. Ihr macht der frühe Schnee bestimmt nichts aus, sie ist auf Winter eingestellt. Lege ich mein Ohr lauschend an ihren Stamm ist da nur Stille. Sie schläft schon, trotzt dem Wind der bald böig eisig an ihr zerrt. Der Sommer ist dahin, der Herbst ist schon lang da, mit ihm die Ernte. Und sie fiel reichlich aus, überreich sogar. Holunderbeeren gab es in diesem Jahr, so große, pralle, volle Dolden sah ich noch nie. Auch die Eberesche trug die roten Beeren in Überzahl, der Weißdorn steht in voller Pracht und die Kornelkirschen beschenkten uns üppig. Hier ein paar Marmeladenrezepte:

Herbstmarmelade


200 g Weißdornfrüchte, 200 g Holunderbeeren, 200 g Kornelkirschen, 200 g Birnen, Saft und abgeriebene Schale einer Zitrone in 200 ml Apfelsaft weich kochen, passieren und wiegen. Anschließend mit 3:1 Gelierzucker zu Marmelade kochen

Ebereschenaufstrich

½ kg mit Ebereschenfrüchte mit 500 ml Apfelsaft weich kochen. Durch ein Sieb passieren, wiegen. Den Saft einer Limette und 1 Priese Lavendelblüten hinzugeben. Mit 3:1 Gelierzucker zu Marmelade einkochen.

Ebereschengelee

Die sauberen Früchte mit wenig Wasser bedecken und weich kochen. Den Saft abseihen und wiegen. Mit Gelierzucker 2:1 zu Gelee kochen.

Kornelkirschenaufstrich

Kornelkirschen

 1 kg Kornelkirschen mit 200 ml Apfelsaft langsam weich kochen, ggf. Apfelsaft zugeben. Dann durch ein Sieb passieren, das Mark einer 1/2 Vanilleschote hinzufügen, mit Rohrzucker abschmecken. Einmal aufwallen lassen und kochendheiß in Gläser füllen. Der Aufstrich wird ziemlich fest, da nur wenig Flüssigkeit enthalten ist. 

Weingelee

Die sauberen, trockenen Beeren in einem Topf ohne Wasser aufsetzen, langsam bei mäßiger Hitze zum Platzen bringen, bis die Beeren schwimmen. Nun in ein mit einem Seihtuch ausgelegtes Sieb geben und abtropfen lassen. Wiegen und mit 250 g Zucker auf 500 ml Saft zum Gelee einkochen.

Und zum guten Schluss: Holundersuppe

500 g Früchte in etwas Wasser weich kochen, durch ein Sieb passieren. 500 ml Wasser aufgießen. 1 großen Apfel klein schneiden,  1 MSP Nelkenpulver und etwas Zimt zugeben, kochen bis der Apfel zergangen ist. Dann mit Stärkemehl in etwas süße Sahne eingerührt binden. Süßen nach Geschmack. 

Joghurt, Käse, Rahm & Co - Buchbesprechung

Die Milch machts - und wie. Was ist drin? Was macht sie so gesund? Welche Milchsorten gibt es? Und wie wird daraus Jogurt, Kefir, Rahm, Butter, Buttermilch, Sauermilch, Quark und Käse, Molke und aus dieser schließlich auch wieder Käse?  Was kann man mit den vorgenannten Köstlichkeiten anfangen? 

All das erzählt dieses Buch. Hunderte Anregungen, Rezept für Rezept, weit über 150 laden zum Ausprobieren, Staunen und Entdecken ein. Wie von einem Stocker Praxisbuch gewohnt ist es übersichtlich und fundiert geschrieben. Besonderes Augenmerk legen die Autorinnen auf Hygiene, was gut und richtig ist, das kann ich aus Erfahrung sagen. Das Jogurt funktioniert mit dem Rezept prima, wenn man einen gescheiten Starterjogurt verwendet. Für Selbstversorger, „Alternative“, Selberkocher und auch für totale Anfänger das perfekte Buch. Auch wer Milch von den eigenen Tieren vermarkten möchte, findet hier das nötige Wissen. 

Was mir sehr fehlt ist der Hinweis auf die sinkende Wertigkeit der Milch, je mehr sie behandelt wird. 

***


Joghurt, Käse, Rahm & Co - Gesundes aus Milch selbst gemacht!
Autorinnen Lotte und Ingeborg Hanreich
ISBN 978-3-7020-1264-9Preis: € 14,95

Herbstmarmelade

 200 g Weißdornfrüchte, 200 g Holunderbeeren, 200 g Kornelkirschen, 200 g Birnen, Saft und abgeriebene Schale einer Zitrone in 200 ml Apfelsaft weich kochen, passieren und wiegen. Anschließend mit 3:1 Gelierzucker zu Marmelade kochen

Mittwoch, 22. Oktober 2014

Stollengewürz

 

Rezept für Stollengewürz: 

  • 7g Muskatblütenpulver
  • 8 g Kardamompulver
  • 2 g Nelkenpulver
  • 10g Muskatpulver
  • 10 g Pommeranzenschalenpulver
  • 70g Vanillezucker selbst gemacht 

Zubereitung

Alle Zutaten sorgfältig miteinander vermischen und luftdicht aufbewahren.


Verwendung

Nach Bedarf zum Backen von Stollen und anderem Weihnachtsgebäck verwenden.

Donnerstag, 2. Oktober 2014

Jogurt & Jogurtkäse: selbst gemacht

Die umherziehenden Völker kannten den Joghurt schon lange, lange bevor die Bulgaren ihn quasi  als Nationalspeise für sich entdeckten. Der Joghurt gilt als das Getränk der Hundertjährigen, Ilja Metschinkoff (1845 – 1916) legte eine Studie vor, wonach in Bulgarien überdurchschnittlich viele gesunde Hundertjährige leben. Dies führte er auch auf den reichlichen Genuss von Jogurt zurück. 

Metschinkoff entdeckte Bakterien denen er den Namen  „bulgarische Milchbakterien“ gab. Auch heute noch lässt der  Bakterienstamm Lactobacillus bulgaris zusammen mit den Streptococcus thermophilus aus Milch Jogurt entstehen. Der Jogurt, den du im Regal finden kannst,  ist in der Regel relativ fest, manche mehr, manche weniger. Die Industrie erreicht das durch Zugabe von Milchpulver, durch Entzug von Wasser, oder durch die Zugabe von Stabilisatoren. Der Zusatz von Milchpulver muss nicht auf der Packung aufgeführt werden, da es sich um notwendige, technologische Inhaltsstoffe handelt. Bestimmt hast du auch schon Jogurts gesehen, die ohne Lagerung im Kühlregal auskommen. Bei diesen kannst du sicher sein:  sie wurden behandelt, um sie haltbar zu machen. Meistens werden sie dafür nach der Ausreifung erwärmt. In gekauften Jogurts können natürliche und künstlich hergestellte Aromastoffe, Konservierungsstoffe, oder Verdickungsmittel wie zum Beispiel Pektin oder Gelatine enthalten sein. Wenn du wissen willst was in deinem Joghurt drin ist, dann mach ihn doch einfach selbst, du musst nur absolut sauber arbeiten.

Damit ich hier auch nichts Falsches erzähle, habe ich vorher noch einmal einen Fachmann befragt (Vielen Dank Johannes!), außerdem  noch etliche Probeläufe gefahren. 

Wie dein Joghurt beschaffen sein wird, liegt in erster Linie an dem Ausgangsstoff, der Milch. Aus Vollmilch bzw. frischer Milch direkt vom Bauern wird ein sahniger Joghurt entstehen, denn diese Milch enthält bis 3,8 % Fett.  Da die Bakterien bei ungefähr 38° optimal arbeiten, der ganze Vorgang ca. 8 Stunden dauert, kannst du dir vorstellen, dass man die Milch in der Zeit irgendwie warm halten muss. Die Temperatur darf weder steigen noch fallen. 



Kurz durchgerührt - fertig



  • Vielleicht hast du eine Jogurtmaschine, die hier gute Dienste versieht. Alternativ dazu kannst du entweder:
  • Eine große Thermoskanne nehmen. Diese musst du gut einpacken, damit die Temperatur solange wie möglich konstant bleibt.
  • Oder aber du erwärmst deinen Backofen auf fast  50°, stellst das Gefäß hinein und schließt die Tür. Nach ungefähr eine halbe Stunde kannst du den Ofen ausschalten. Lass die Milch darinnen stehen am besten über Nacht.
  • Oder: eine große Styroporkiste (mit Decke) wird mit entsprechend warmen Wasser gefüllt und da hinein wird das Gefäß mit der geimpften Milch gestellt.

Los geht’s:


  1. Als erstes muss die Milch erhitzt werden,  dadurch denaturiert das Eiweiß d. h. die Struktur ändert sich. Idealerweise solltest du die Milch nun ein wenig köcheln lassen, dadurch quillt das Eiweiß genug auf. Nur so kann der fertige Jogurt die entsprechende Festigkeit erreichen. Außerdem werden durch das Erhitzen Milchsäurebakterien und Keime abgetötet. 
  2.  Nun lass die Milch auf ungefähr 40° abkühlen.  
  3. Anschließend gibt nun auf 1 l abgekühlte Milch 125 g aktiven Joghurt. Damit meine ich unbehandelten und solchen der im Kühlregal steht, denn dieser lebt noch. Das nennt man impfen. Du kannst auch aus dem Reformhaus gefriert getrocknetes Jogurtferment kaufen. Ich habe zwei unterschiedliche gefunden: Eins für milden Joghurt und eines für etwas Kräftigeren.
  4. Jetzt musst du darauf achten die geimpfte Milch warm zuhalten. Wähle dazu eine der oben genannten Möglichkeiten aus. Wichtig ist, dass der Joghurt bei 38° ungefähr 8 Stunden braucht. Bei 36° braucht er wesentlich länger, darunter tut sich überhaupt
    nichts mehr, so Johannes. 
  5. Ist die Zeit vergangen stellst du den Joghurt zum Kühlen in den Kühlschrank. Die Molke, die sich oben sammeln kann, gieße ab. (Nachtrag: Bei u. g. Jogurt als Starter enstand kein Molkeüberschuß)


Vergiss nicht, von deinem selbst gemachten Joghurt ein Becher aufzuheben für die nächste Portion:

Hast du bei der Herstellung das Startferment aus dem Reformhaus benutzt, kannst du noch zehnmal davon Joghurt machen. 

Bei der Verwendung von Jogurt aus dem Kühlregal geht das noch fünfmal. Binnen 3-5 Tagen solltest du deinen Joghurt aufgegessen haben.


Nebenstehenden Jogurt habe ich gestern ausprobiert. Das Ergebnis ist das Beste, was ich je hatte. Beide Bakterienstämme (Lactobacillus bulgaris & Streptococcus thermophilus) sind vorhanden.  







Jogurtkäse: 


Abgetropfter Jogurt.

Aus dem fertigen Joghurt kannst du auch noch eine ganz besondere Köstlichkeit zaubern: den Jogurtkäse. 

Dazu musst du deinen Joghurt, am Besten in einem Seihtuch aufgehängt,  abtropfen lassen. Wenn der Joghurt genügend Flüssigkeit verloren hat, entsteht eine gut formbare Masse. 

Diese kannst du nach eigenem Gusto würzen: z. B.  mit frischen Kräutern,  mit Pfeffer und Salz, mit etwas Tomatenmark, gerösteten, klein gehackten Nüssen, mit kleinen Ananasstückchen oder anderen Früchten… was dir so einfällt. 

Anschließend forme die Masse, lasse sie 2 Stunden ziehen und fertig ist dein Jogurtkäse

Mittwoch, 1. Oktober 2014

Die alte Göttin und ihre Pflanzen - Buchbesprechung

Er sieht gut aus, der neue Storl. Im festen Einband, in sanften Farben und Zeichnungen führt es den Leser durch den Jahreskreis und die damit verbundenen Bräuche und Rituale, die sich heute in allen Bereichen unseres Daseins verstecken. Die Lebensart vergangener Zeiten wird durch Erzählungen, Märchen und Reime lebendig. Wenn man dann noch den Sinn dahinter versteht, dann begreift man seine Wurzeln, seine Heimat und damit erkennt man sich im Gefüge des großen Ganzen. Es sind sehr viele Informationen zusammen getragen, über alltägliche, geläufige Dinge, deren Sinn mir ganz sicher verborgen geblieben wäre. Ein paar alte Legenden und Mythen, Märchen und Sagen, das Buch transportiert das alte Wissen wohl verpackt in unsere Zeit, bereichert und wärmt die Seele. Die Formulierungen sind teilweise gewöhnungsbedürftig, oft sehr gewaltsam: z. B. ... zerhackte ihn mit dem Metzgerbeil  zu Gulasch...", und bedient sich sehr moderner Sprache. Sehr oft muss man auch schmunzeln, beispielsweise über die Geschichte, wie der Tabak zu uns kam und was das mit den heute bekannten Herstellern von Zigaretten zu tun hat. Der Schalk zupfte an der Feder bei vielen Erzählungen. So wechselt sich Erstaunen und Begreifen mit gelegentlichen Unwillen ab. Deshalb komme ich nicht umhin zu sagen, dass das Buch durch eine etwas feinfühligere Diktion beim Nacherzählen der Märchen sehr gewonnen hätte. 

Die Ausführungen über Herkunft unsere Ahnen sind sehr interessant. Ob Herr Storl mit Ausführungen insbesondere über das Matriarchat Recht hat? Ich hin und her gerissen zwischen Glauben und Zweifel über die Beschreibung der Stellung der Mutter und Frau in frühgeschichtlicher Zeit. Nun, man kann sich ja selbst eine Meinung bilden. Lesenswert ist es, ja, auf jeden Fall. 

272 Seiten, Kailash Verlag - 11. August 2014, Deutsch, ISBN-13: 978-3424630800, Preis 16,99 Euro





Dienstag, 30. September 2014

Skarabäus-Kuchen

Es gibt so Tage, da läuft’s einfach anders als gedacht. Diesmal kam ein Kuchen raus, saftig
 

und lecker, ja und dann auch noch so aussehen…

  • Eine viereckige Springform mit Blätterteig auslegen. 

30 g Amarant gepufft mit
50 g weicher Butter und
35 g Rohrzucker und
etwas Zimt gründlich vermischen. 

  • Dieses dann auf dem Blätterteig verteilen. Nun entsteinte, halbierte Pflaumen auflegen und bei 220 Grad 20 min Backen.

In der Zwischenzeit:

180 g saure Sahne mit
2 Eiern
2 EL Stärkemehl
30 g Rohrzucker und
1 gestrichenen TL Lebkuchengewürz verquirlen.
  • Das Ganze vorsichtig aber zügig auf dem Kuchen verteilen und bei 200 Grad weitere 20 min  backen.



Donnerstag, 25. September 2014

Tartes & Tartelettes - Buchbesprechung

Ich habe noch nie Tartes gebacken, daher freute ich mich sehr, als ich das vorliegende Buch in den Händen hielt. Leckere, raffinierte Füllung, dünner knuspriger Boden, das sind Tartes. Die kleinen Verwandten heißen Tartelettes. Auf den ersten Seiten (6 &7) findet sich das Vorwort, dann auf Seite 8: Was ist das überhaupt. Auf Seite 9 ist das Inhaltsverzeichnis zu Hause, Seite 10 verrät die 6 Schritte zum Erfolg. Was man braucht steht auf Seite 11. 12 und 13 beschreiben ausführlich das Zuschneiden vom Backpapier und 14 bis 16 enthalten das Grundrezept für den Teig, nebst der Anleitung, wie Selbiger in die Form zu geben ist. Für die, die es noch nicht wussten wird auf der darauffolgenden Seite erklärt, wie man die kleinen Tarteletteringe mit Teig auskleidet. Ab Seite 20 geht es dann mit den Rezepten los (25):

Rosentarte, Franz. Apfeltarte, Erdbeer-Pistazie, Mandel mit Birne, Blaubeertartelettes, Schokoladen-, Walnuss-, Rhabarber-, Salzbutter-Karamell-, Zitronen-, Linzer-, Pfirsich-Lavendel-, Vanillepudding-, Orangen-, Schoko-Kokos-, Pflaumen-Pfirsich-Aprikosen-, Kastaniencreme-, Beeren mit Veilchen-, Gebrannte Mandel-, Aprikosen-Rosmarin-, Quarkcrem,- Passionsfrucht-Schoko-, Pflaume mit Streusel-, Himbeer-Mango- sowie Kaffee-Tarte. 

Also, wer da nicht fündig wird - dann weiß ich auch nicht :-). Die Fotos sind sehr schön, jedes ein wenig anders, machen Appetit auf mehr. Die Kuchen, die wir ausprobiert haben, wurden allesamt für gut befunden. Man muss sich ja nicht sklavisch an das Rezept halten, das kommt mit Minimalismus aus und punktet mit dem fertigen Backwerk. Ich verwende nur kein Weizen- sondern Dinkelmehl, statt Zucker Rohrzucker. Das darf jeder halten wie es beliebt. Bei manchem Gebäck wird man natürlich die Zutaten erst besorgen müssen (Veilchensirup oder kandierte Kastanien z. B.) Das Buch macht einen sehr wertigen Eindruck, ich werde es bestimmt auch einmal verschenken, denn es ist wirklich einfach zuckersüß.

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Gebundenes Buch, Pappband wattiert, alle Rezepte mit Bild, 80 Seiten, 19,0 x 24,0 cm, von Bassermann Inspiration, erschienen am 25. August 2014, deutsch. ISBN: 978-3572081707, Preis 12,99€

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Aurélie Bastian (Quelle )


Aurélie Bastian, eine Französin, die die Liebe nach Deutschland gebracht hat, wollte auch in ihrem neuen Lebensraum nicht auf die gute französische Küche verzichten. Und da ihre Rezepte begeisterten, hat sie unter "franzoesischkochen.de" den wohl bekanntesten deutschen Blog für französische Rezepte aufgebaut. Sowurde auch der MDR auf sie aufmerksam und produziert nun die 5-Minuten-Kochshow „Die fabelhafte Welt der Aurélie“ mit ihr (samstags, 19 Uhr). 

Wenn Aurélie nicht gerade für ihre Familie oder das Fernsehen backt oder kocht, perfektioniert sie französische Rezepte für den deutschen Markt und macht sie in wunderschönen Fotos auf ihrem Blog sichtbar. Außerdem hat die studierte Pädagogin ein Koch- und Backatelier, in dem sie Koch- und Backkurse für Kinder und Erwachsene gibt. Und in ihrem Internetshop bietet sie ausgewählte französische Spezialitäten an.



Samstag, 13. September 2014

Was bleibt (kriegerische Geschichte der jüngeren Vergangenheit)


An manchen Tagen da wird die kriegerische Geschichte der jüngeren Vergangenheit gegenwärtiger als sonst.  Deutsche Geschichte, die unserer Vorfahren, deine, meine, unsere. Fühlbar, greifbar, begreifbar. Unlängst besuchte ich Peenemünde. Von Karlshagen aus führte ein Feldweg vorbei an Kuhherden mit Jungtieren und Zuchtbullen. Friedlich lagen oder standen sie wiederkäuend im Gras. Bienen summten, Falter flogen, eine Raupe kreuzte geschäftig den Weg. Die Haare auf ihrem Körper glänzten im Sommerlicht. Eilig hatte sie es. Auf dem Deich standen Riesenschirmpilze, ein Kutter fuhr tuckernd über das Wasser. In der Ferne tauchten seltsame Gebilde auf. Beim Näherkommen erkannten wir die Reste von Mauerwerk. Die Infotafel informierte: Hier befanden sich die Bunker der Versuchsanstalt für die V2. Reste, Mauerteile, manch dunkles Loch zwischendrin, nein, hier ist kein Ort zum Verweilen. Hier 
fielen Bomben, starben Menschen. Der gesamte Weg zurück nach Karlshagen führt durch die Anstalt. Immer wieder Infotafeln, Gebäudereste, Fragmente, zugewuchert, begrünt. Hier ist Sperrgebiet. Ein Zaun trennt das befriedete Stück Fußweg vom munitionsbelasteten Territorium. Hin und wieder ein Loch im Zaun, im Gras ist an diesen Stellen ein Pfad zu erkennen, Tierspuren auf dem feuchten Waldboden. Pilze wachsen da. Rotkappen, Steinpilze, Maronen. Alles für die Schnecken. Kein Mensch sammelt hier. Nie mehr wieder. Die Natur hat alles zugedeckt mit einem grünen Teppich, alles friedlich. Hat sich alles zurückgeholt, mit Lebengefüllt, dass nicht zur Zerstörung neigt, Gleichgewicht. Heute ist das Geschrei nach einem Umsturz in Europa wieder laut geworden. Längst liefert man sich einen Abtausch, spricht vom Krieg. Als ich da durch das Areal lief, das in der Tat beeindruckend ist, war das Geschrei allgegenwärtig. Das von damals und das von heute. Wie viele Worte gibt es für das was dem Kriege folgt?


Am Abgrund das Unglück
Vor Hunger sterben mehrfachen Tot
verlassen, sehr bald verwaist 
unbewohnt, wo Leben war,  
Kummer, Beileid  inhaltsleer
Erbarmungsloses Leiden in der Misere
Entseelt Bedrückung Anteilnahme
Tragik der Beschränkung, bankrott, im Elend gottverlassen, Bürdevolle Depression Freudlosigkeit 
Krise Hoffnungslosigkeit Harm Herzleid Herzweh Jammer geisterhaft Knappheit Armut
Sorge schauerlich Kondolenz Martyrium unmenschlich,  geisterhaft Wunden Krankheit
Siechtum heimgegangen abgelebt unbevölkert still Traurigkeit Pein Schwermut Not
seelenlos  Seelenschmerz 
verschollen tonlos 
atemlos erloschen
Drangsal Marter 
verödet leblos
reglos fort
Gestorben steif
Menschenleer
Totenstille Qual
Ausgestorben
Kümmernis Leid
leer unbesiedelt 
 trist trostlos 
verlassen verwaist
Einsam gefühllos
Stumpfsinn Schmerz
mutlos Trübsal
Trauer Schrecknis
Trübsinn Unglück Verlust
Gram Schuld Sühne
Verzagtheit Verzweiflung



Besinnt Euch, ehe es zu spät ist!

Dienstag, 9. September 2014