Freitag, 22. April 2022

FAVORIT: Gamaschen im „FAVORIT“-Stich mit 96er Nadeln

 Dies ist MEINE Übersetzung / Anleitung / Meinung: Übersetzt, getestet, für gut befunden – aber trotzdem ohne Gewähr. Jeder strickt auf eigene Gefahr 😏 / Interprätation der Originalanleitung. Ich übernehme keine Garantie für die Richtigkeit. 


Gamaschen im „FAVORIT“-Stich mit 96er Nadeln

(für Kinder von 8-10 Jahren – feinere Garne als die 4-fache Nr. 16 sollten nicht verwendet werden).

  • Setzen Sie jede fünfte Nadel um die gesamte Maschine herum ein. Der Maschenanschlag erfolgt auf die übliche Weise.
  • Stellen Sie den Zeiger (G) auf H und legen Sie den Faden in die Spannfeder.
  • 225 Runden stricken. Ziehen Sie 10 Nadelgruppen (=40) auf der hinteren Hälfte der Maschine heraus.
  • Die restlichen 9 Gruppen (=36 Nadeln) stricken Sie jeweils 20 Reihen.
  • Nehmen Sie auf jeder Seite die Masche von der äußersten Arbeitsnadel ab und legen Sie sie auf die daneben liegende Nadel.
  • Bilden Sie 4 solcher Cluster, mit 5 Reihen zwischen einer jeden Wiederholung.
  • Dann 5 Reihen stricken und alle Nadeln in Arbeitsstellung bringen.
  • In der Runde 4 Reihen stricken, den Faden abnehmen und weiterdrehen, bis die Nadeln die Arbeit freigeben

Säumen sie die Kante ca. 1 cm: einklappen und festnähen.

FAVORIT: Kindergamaschen mit 96 Nadeln

 Dies ist MEINE Übersetzung / Anleitung / Meinung: Übersetzt, getestet, für gut befunden – aber trotzdem ohne Gewähr. Jeder strickt auf eigene Gefahr 😏 / Interprätation der Originalanleitung. Ich übernehme keine Garantie für die Richtigkeit. 


Kindergamaschen mit 96 Nadeln.

Für Kinder im Alter von 3 bis 5 Jahren.

  • 17 Nadeln werden auf der Rückseite der Maschine eingesetzt. Von den verbleibenden Nadeln wird jede zweite Nadel eingesetzt.
  • Stellen Sie den Zeiger (G) auf S.
  • Arbeitsweise wie unter „offenen Stricken beschrieben.

Saum

  • Stellen Sie den Zeiger auf H.
  • Stellen Sie den Reihenzähler auf 12 und stricken Sie, bis er ein Signal gibt.
  • Setzen Sie den Anschlaghebel in die Mitte der 17 Nadel. Drehen Sie in der durch den Pfeil angegebenen Richtung, bis sich die Hebel (A) in der Mitte der ersten Nadel befindet. Ziehen Sie dann den Hebel (A) heraus und drehen Sie weiter in dieselbe Richtung, bis sich der Anschlaghebel in der Mitte des 17 der eingeführten Nadeln befindet.
  • Stellen Sie den Zeiger (G) auf S.
  • Drehen Sie in der gleichen Richtung weiter, bis die zwischen jeder zweiten Nadel eingesetzten Nadeln vollständig in die Arbeitsposition ausgefahren sind.
  • Schieben Sie die Hebel (A) vorsichtig ein.
  • Bringen Sie den Anschlaghebel über die 17 eingesetzten Nadeln zurück.
  • Stellen Sie den Zeiger (G) auf H.

Schaft.

  • Stellen Sie den Reihenzähler auf die Zahl 100, stricken Sie hin und her, bis er ein Signal gibt.

Zunahmen

  • Nehmen Sie die Masche auf beiden Seiten der äußersten Nadel ab und legen Sie sie auf die daneben liegende Nadel.
  •  Ziehen Sie die leeren Nadeln aus der Arbeitsposition.
  • 9 Reihen hin und her stricken.
  • Machen Sie nun eine doppelte Wiederholung wie oben beschrieben und fahren Sie mit fünf doppelten Wiederholungen auf jeder Seite mit 9 Reihen zwischen jeder doppelten Wiederholung fort.
  • Wenn sich die Abdeckung (B) in der Mitte der leeren Nadeln befindet, entfernen Sie die Abdeckung und setzen Sie die leeren Nadeln in die Maschine ein.
  • Bringen Sie dann die Abdeckung (B) wieder an. Stellen Sie den Reihenzähler auf 40 und stricken Sie, bis er ein Signal gibt.

Spann.

  • Platzieren Sie den Anschlaghebel an der Vorderseite der Maschine und ziehen Sie auf jeder Seite 17 Nadeln heraus.
  • Stellen Sie den Reihenzähler auf 20 und stricken Sie hin und her, bis er ein Signal gibt.

Abnahmen

  • Entfernen Sie die Masche von der äußersten Nadel, auf beiden Seiten, und legen Sie sie auf die Nadel daneben. Ziehen Sie die leeren Nadeln aus der Arbeitsposition.
  • 4 Reihen vorwärts und rückwärts stricken. Machen Sie nun eine Wiederholung wie oben beschrieben und fahren Sie auf diese Weise mit fünf Nadeln auf jeder Seite und 4 Reihen zwischen jeder Wiederholung fort.
  • 5 Reihen stricken. Schieben Sie alle Nadeln in die Arbeitsposition.
  • 4 Reihen vorwärts und rückwärts stricken.
  • Schneiden Sie den Faden ab, drehen Sie weiter bis die Nadeln die Arbeit freigeben. Säumen Sie das Strickstück und bügeln sie es.

Donnerstag, 14. April 2022

Pizzaiola – Grundrezept für echte Pizzasauce

 


Zutaten

  • 5 vollreife Tomaten (mittelgroß)
  • 1 Schalotte
  • 1 kleine Zwiebel
  • 2–3 Knoblauchzehen
  • Olivenöl
  • 1 Glas guter Rotwein
  • ggf. etwas Tomatenmark

Gewürze:

  • 1 TL Zucker
  • 1 TL Meersalz
  • Oregano, Rosmarin, Salbei, Thymian (je ca. ¼ TL, fein gewiegt)
  • Pfeffer

Zubereitung

  1. Tomaten vorbereiten
    Tomaten waschen, blanchieren, häuten.
    Halbieren, Kerne entfernen, Blütenansatz wegschneiden.
    Fruchtfleisch würfeln.
  2. Basis ansetzen
    Schalotte und Zwiebel sehr fein schneiden.
    Knoblauch durchpressen.
    Alles in Olivenöl andünsten – nur leicht Farbe nehmen lassen, nicht bräunen.
  3. Sauce aufbauen
    Tomatenwürfel zugeben.
    Mit Rotwein ablöschen.
    Bei Bedarf etwas Tomatenmark ergänzen (wenn die Tomaten schwach sind).
  4. Würzen
    Zucker, Salz, Kräuter und Pfeffer zugeben.
    Gut umrühren.
  5. Einkochen
    Bei kleiner Hitze langsam reduzieren lassen.
    Geduld – die Sauce braucht Zeit.
  6. Fertigstellen
    Wenn die Masse streichfähig ist:
    kurz mit dem Zauberstab durchgehen.
    Abschmecken.

Ergebnis: dichte, aromatische Pizzasauce 





Freitag, 8. April 2022

Der Wald - Buchbesprechung

Quelle: www.penguinrandomhouse.de/
Jedes Mal, wenn ich den sogenannten Wald betrete, ihn queren muss um zu den wirklich alten Bäumen, zu
den Urwüchsigen, zum Wilden zu kommen, da blutet mir das Herz. Wieder einmal hat sich sein Gesicht verändert, klaffen neue große Lücken. Nein, es ist kein Wald indem wir herumstolpern, vielleicht eine kleine Ahnung von dem was einmal war und was unbedingt wieder sein muss.

Was Wald ist, wie er lebt, atmet, sich fortwährend erneuert, zu unser aller Heil und Gesundheit, davon erzählt Peter Wohlleben. Und davon wie er tatsächlich sein könnte, wenn man ihn den ließe. Wären da nicht Waldbesitzer, Politiker, eine ganze Industrie, die - nun sagen wir mal – die einer wenig auf natürlichen und gesunden Gesetzmäßigkeiten bauenden Bewirtschaftung frönen.

Warum wird so viel abgeholzt, warum wird mit Fleiß und Mutwillen so viel getötet? Nachhaltig ist das nicht, es fördert auch keine Artenvielfalt. Es sind nicht nur die Tiefen der Wälder, die da so rasant verschwinden. Auch an ihren Rändern, da wo das Buschwerk steht, lichtet es sich bedenklich. Und das soll
noch mehr werden. Denn wann ist ein Wald ein Wald? Eine Fichtenplantage in MeckPomm anscheinend nicht. Auch wenn sie in sich funktioniert, überall nur Abholzung, Bodenzerstörung, Raubbau.

Selbst im alten Forst sehe ich neue Fahrrinnen, donnern Biker irgendwo durch, die blanken Wurzeln der Bäume liegen schutzlos wie wundgescheuerte Knochen im Weg. Treten "Besucher" Pilze um, sammeln die Essbaren in rauen Mengen, rupfen Blumen, zerren am Gezweige. Ich wünschte mir, der Wald könnte
Ohrfeigen verteilen, aber kräftige. Leise, vorsichtig, niemand stören, nichts zerstören, ich bin Gast. Oh, wie liebe ich den Wald, den dunklen Tann, die lichten Birkenwäldchen mit Bachlauf, die hochaufstrebenden kräftigen Buchen. Wenn die Menschen doch endlich wieder ein Gespür dafür aufbrächten, es ist so
wertvoll was ihnen verloren ging. Ich werde Wohllebens Buch verschenken, an ein paar Zeitgenossen, wo noch nicht Hopfen und Malz verloren ist. Vielleicht erkennt´s der Eine oder Andere doch: Der Wald ist ein Dom.

Der Wald - Eine Entdeckungsreise von Peter Wohlleben
Erschien am 11. Oktober 2016
256 Seiten, 11,8 x 18,7 cm

ISBN: 978-3453615083, 256 Seiten
Preis 9,99

Donnerstag, 7. April 2022

So ist ein kleiner Trost errungen

 

So ist ein kleiner Trost errungen und eine kurze Frist gegönnt. Fürderhin kommt der Gleißner nicht umhin, für Nachsommer weiteres Unbill anzudräuen. So darf ein jeder freier Denker nicht fürliebnehmen mit Errungenen, denn die hoffärtigen Scharlatane werden weiterhin den garstig Schofel anbieten, zu leicht erwirtschaftet sich klingende Penunze damit. Der Weg hin zum Homunkulus ist bereitet, der ihren Scheffel stetig füllt. Weiterhin werden sie uns schrinnen, bedrängen, meucheln gar, ihre klaftertiefen Ränke schmieden, die ibiziele Rosskur durchzusetzen, was Wunder ihre irrschweifigen Narrenpossen erheben sie über die, die ihnen anvertraut. Derohalben erhebt euch gegen die Rabulisten, geharnischt & geeint für ihr Menetekel, lasst sie Bösmaulgeld entrichten. Bedungen vom erlebten Braste sollt vergangene Zeit uns Lehrer sein, das nicht sinkt der Kopf zum Sorgenmaste, nein aufrecht lasst uns weiter stehn.

Sonntag, 3. April 2022

Ihr Kreaturen, kommet! Los! Kommet all!

Ihr Kreaturen, kommet! Los! Kommet all!
Zur Ausrichtung kommt in Augias’ Stall,
und spürt, was beschlossen in finsterer Nacht
der Oberen Schergen für Kummer euch bracht.


Gedruckt in Gazetten ganz harmlos und rein,
Gesendet im TV für Groß und für Klein,
Versteckt in der Werbung sonnenklar steht -
wie man mit Querulanten am besten umgeht!

Gib Ruhe, Knecht, wärst gern anderswo
Nicht nur der Büttel wär´ da erleichtert und froh.
Jetzt pass dich doch endlich der Herde an
damit man wieder normal leben kann!

Los! Beugt dich, Bückling! Auf die Knie
fürs Sakrament und danket wie Vieh!
Leb arm unterm Joche! Wer wagts - Wer verneint?
Der richtige Druck und die Scharr ist geeint. (LH)

Montag, 21. März 2022

Frühlingserwachen und Neubeginn

Die Tagundnachtgleiche ist erreicht. Licht und Dunkel halten sich die Waage – ein kurzer Moment des Gleichgewichts, bevor das Licht endgültig die Oberhand gewinnt. Ostara markiert diesen Übergang, dieses leise Kippen der Welt. Noch ist der Winter spürbar, doch überall regen sich die ersten Zeichen des Lebens. Es ist die Zeit des Aufbruchs. Knospen brechen auf, die Erde atmet, und mit ihr erwacht auch das Innere. Gedanken werden klarer, Bewegungen leichter, als hätte jemand eine unsichtbare Last genommen. Das Alte darf gehen, das Neue zeigt sich zaghaft, aber bestimmt. Seit jeher wurde dieser Zeitpunkt gefeiert. Mit Eiern als Symbol des Lebens, mit Feuer als Zeichen der Sonne, mit Ritualen, die den Kreislauf des Jahres ehren. Vieles davon ist verloren gegangen oder überformt worden, doch der Kern bleibt spürbar, wenn man hinausgeht und hinsieht.

Vielleicht ist es genau das: wieder lernen zu sehen. Nicht nur das Offensichtliche, sondern die feinen Veränderungen. Das erste Grün, das sich durchsetzt. Der Geruch von feuchter Erde. Das leise Summen, das zurückkehrt. Ostara ist kein lautes Fest. Es ist ein Übergang, ein Atemzug zwischen den Zeiten. Wer ihn wahrnimmt, spürt, dass etwas beginnt.

Dienstag, 22. Februar 2022

Bin ich müde – doch stehen will und bleibe ich!

Bei uns gehts auf und ab, wie bei Euch auch. Sonnenklar. Aber jetzt muss ich mal was loswerden, das
ist meine Meinung und wer das nicht mag – bitte scroll weiter.

Ich habe so was von keinen Bock mehr. Alles hat man geduldig mitgetragen, Klappe zu, weitermachen, seinen Beitrag leisten, nicht jammern – klotzen. Kein Stein des Anstoßes sein, nicht den Anderen in Bedrängnis bringen. Aber es ist genug! Was mir wirklich zu schaffen macht seit dem Beginn dieser unseligen Zeit ist das das alles auf die Lebenskraft schlägt.

Was ist das nur geworden, ein Tollhaus? Wo Handreichung, ein stetiges Voranschreiten, ja fachkundliche Führung sein sollte, da überschlägt man sich mit grotesken Vorschlägen. Viele kommen von Personen, die noch nicht so wirklich viel für die Gemeinschaft beigetragen haben, nicht mal wissen wie ein Arbeiterleben aussieht, was Miete oder Benzin für ein riesiger Posten sein können. Oder von solchen, deren Lebensläufe unschöne dunkle Flecken zieren, die natürlich nicht aufgearbeitet werden. Ein Anruf, und der Staatsanwalt schweigt. Keine Reue, kein Rücktritt, kein Versuch der Wiedergutmachung. Nein, man bleibt weiter am Futtertrog und verteidigt sein Tun – und selbstredend das so ergaunerte Hab und Gut noch mit kruden Ausreden. Ausbildung, Erfahrung, Eignungstests, Auswahl der besser Geeigneten – Fehlanzeige. Jeder kann alles, rückt von Posten zu Posten wie beim Monopoli vor und sitzt am Ende in der Schloßallee, während die, die das Ganze bezahlen, nicht mehr wissen wie eng sie den Gürtel noch schnallen sollen. Längst drückt er ihnen die Luft ab. Davon das „mein Großvater ein Stahlwerker war, oder ein Eisenbahner“ ect. kann man sich keinen Lorbeerkranz aufsetzen. Das ist vollkommen egal, wer oder was die Eltern waren. Gemessen wird an dem was DU tust. Mene, mene tekel upharsin – an wessen Wand stehts irgendwann? Denkt wer daran? Ich glaube kaum. Hauptsache die Leute in Angst und Panik halten – aber ist ja nicht wahr, gell. Da gehen Risse durch Familien und Freundschaften, durch die ganze Gesellschaft. Man hetzt und spaltet, allen voran Schreiber der großen Zeitungen. Ja, und auch die Damen und Herren in verantwortlichen Positionen. Sie wissen wohl, wie man die Worte kunstvoll setzt, das Schlagzeilen im Hirn wie faustgeschlagen maligne Blüten treiben. Sie überbieten sich darin eine schlagkräftiger als die Andere zu formulieren. Aber das war ja schon immer so: Was nicht passt wird auf Passend gestutzt oder weggesperrt, totgeschwiegen, dann geschmäht und in Verruf gebracht. Die Etikettierung, die man für simples Nachfragen erhält ist ungeheuerlich. Mach die Schublade auf, kehr alles zusammen, Hauptsache man redet nicht anständig darüber. Ein Skandal ist das. Da werden Zahlen umher jongliert, wichtige Bausteine und Fakten `nicht bis zu Ende` gedacht. Hauptsache in Talkshows sitzen und ständig Mutmaßungen abgeben und niemals von einem guten eintretenden Szenario ausgehen. Die selbstverliebte sogenannte Elite, die andere Meinungen mit Füßen tritt anstatt sie zu diskutieren, dabei aber mit den Fingern auf andere zeigen, sie maßregeln – ich hab’s so satt. Und das ist nicht nur beim C-Thema der Fall. Haben die Geschickelenker so gar nichts gelernt?! Oh wohl: wie man die Gelenkten noch derber an die Wand drängt, wie man sie betiteln kann und noch mehr Abwehr und Hass erzeugt. Divide et impera.

Und die Gazetten? Sind wie immer mit von der Partie. Schwardronieren von neuen Krisen, neuen Bedrohungen, neuen Kriegen, anstatt die Freundschaften zwischen den Völkern zu beschwören. Es sind nicht die Unterschiede zwischen den Kulturen die uns trennen, sie machen uns interessant, neugierig auf die Anderen – und sollten uns lehren, dass man sich nicht einmischt, gleich gar nicht unter falscher Flagge und gefälschten Beweisen. War es jemals zum Vorteil, wenn die angeblich höher entwickelte Gruppe plötzlich nur der Schwurhand Zeigefinger ausgestreckt lies? Längst lag in der anderen Faust das Schwert, versteckt hinter doppelzüngiger Moral. Nichts scheint Konsequenzen zu haben. Immer ärger, immer lauter das Gekeife, dabei werden im Hintergrund Weichen für neue Konflikte gestellt. Und wenn’s dann kracht ist wieder keiner (oder nur einer) daran schuld. Die Kinder tun mir unendlich leid, die Alleingelassenen und die die alleine sterben, oder die, die man schwerstkrank noch traktiert mit Unsinnigkeiten und nicht mal im Kreise ihrer Lieben sterben lassen kann. Glücklicherweise hat man unseren „Fall“ nach Haus gelassen. Ich habe ihn trotzdem nicht mehr gesehen…. ist alles nicht machbar gewesen, hunderte Kilometer trennten uns.

Angst vor Ansteckung habe ich nicht, wohl aber vor den staatlichen Zwangsmaßnahmen. Sind mir in unguter Erinnerung solche Übergriffigkeiten aus meiner Kindheit, nur weil meine Eltern anderere Meinung waren. Freilich kann man das nicht gleichsetzen, das will und tu ich auch nicht. Das Gefühl aber bleibt das Gleiche: eine diffuse Ahnung, dass da nicht viel Gutes bei rauskommt.

Dennoch sehe ich das alles als Chance für einen vorsichtigeren Umgang miteinander, auf ein sich Zurücknehmen, Entschleunigen, totales und verbales Abrüsten. Bauen wir eine neue Welt, machen wir einen Frieden, wie es noch keinen gab. Mitmenschen: Lasst uns reden! Lasst uns nicht schweigend aneinander vorüber gehen! Lasst erneut und machtvoller zusammenwachsen, neu erstarken was zusammengehört. Wir, die Friedfertigen sind gemeinsam so stark. Besinnen wir uns auf unsere Stärke und nutzen wir sie – für alle Kinder dieser Erde.

Donnerstag, 13. Januar 2022

Der lange Atem der Bäume - Buchbesprechung

Der Mensch glauben so viel zu wissen, ein großer Teil sei schon er- und durchforscht. Aber dem ist
nicht so, die Natur ist viel wandelbarer als uns das bewusst ist. Auch die Bäume bewegen sich in ganz anderen Rhythmen, wie Herr Wohlleben erklärt. Er ist draußen, kennt seinen Wald, nimmt soviel wahr, was man als Laie, als gelegentlicher Waldbesucher bestimmt nicht wahrnimmt. Herr Wohlleben hat seinen ganz eigenen Kopf und prangert somit die ungebremste Ausplünderung der Wälder an. Das ist auch ganz gut so. Wo sonst erfährt man noch andere Fakten zur - wie sollte es anders sein - auch hier verfehlten Bewirtschaftungs- und Lobbyismuspolitik. Ob endlich ein Aufwachen, eine Rückbesinnung kommt? Hoffentlich nicht erst wenn der letzte Baum gerodet ist. Auch bei uns hier herum fleißiges Abholzen, so manch schöner Baumriese fiel mit einem unheimlichen, ahnungsvollen, ergeben Ächzen auf das was einmal weicher Waldboden gewesen war. Dieser ist dahin, es dauert Jahrzehnte bis er sich von der Rüpelei der Ernte erholen konnte. Es gab mal eine Zeit, da war der Wald, die Berge heilig. Heute ist nur noch ein Preisetikett dran. So kann es doch unmöglich weiter gehen?! Zeigen sich am Wald selbst die Folgen des geballten Unverstandes schon seit Jahren - und möchte man gegensteuern? Ich glaub noch immer nicht daran, die schweren Erntemaschinen sind unbarmherzig bei der Arbeit. Aber ich hoffe und wünsche es uns so sehr. Der Wald ist Leben, wir brauchen ihn dringender den je, er uns nicht. Er ist besser dran ohne Mensch. 

Peter Wohlleben: Der lange Atem der Bäume
Wie Bäume lernen, mit dem Klimawandel umzugehen – und warum der Wald uns retten wird, wenn wir es zulassen
Preis: 22 Euro, 256 Seiten
ISBN : 978-3-453-28094-6



Montag, 10. Januar 2022

Hütten-Mischbrot

So, Hurra ich habe es. Das Brot meiner Kindheit. Kein anderes back´ ich mehr. 

  • 600 g Roggenmehl 1150
  • 400 g Dinkelmehl
  • 60 g Sauerteigpulver 
  • 1/2 Würfel Hefe (nehme Omas Urhefe)
  • 720 bis 740 ml Wasser
  • 20 g Salz

So gehts: 

Alle Zutaten gut vermischen, 20 Minuten ruhen lassen, dann ordentlich durchkneten und weitere 60 Minuten ruhen lassen.

Auf einem Kuchenblech einen Laib formen. Quer, das Brot wird richtig groß. Oder eben zwei und dann im Gußtopf backen. 

Einschneiden. Einmal einsprühen. Noch mal 10 Min gehen lassen. 

Jetzt den Backofen vorheizen auf 220 Grad und eine Metallschüssel mit Wasser einstellen.

Blech einschieben, 10 Minuten backen, Temperatur auf 180 Grad herunter regulieren, ca 45 weitere Minuten backen, dabei immer mal wieder einsprühen. Bitte das Brot beobachten wegen des Bäunungsgrades. 

Guten Hunger 😂

Montag, 3. Januar 2022

Das große Praxisbuch der energetischen Hausreinigung - Buchbesprechung

Es ist da etwas, was anhaftet. Manche nehmen es wahr, andere nicht. Und wenn sich ein Ort seltsam anfühlt – ein Raum, ein Haus –, man sich nicht wohlfühlt, dann kann man etwas dagegen tun. Das sind Hinterlassenschaften, feinstoffliche Spuren, die es aufzulösen gilt, erklärt Georg Huber.

Das soll mit Räuchern, Ritualen und Meditation funktionieren. Der Autor beschreibt dazu verschiedene Vorgehensweisen, vom Ausräuchern einzelner Räume über das bewusste Abschreiten der Wohnung bis hin zu innerer Ausrichtung und Konzentration. Es geht weniger um spektakuläre Inszenierungen als um ein ruhiges, klares Arbeiten – Schritt für Schritt.

Welche Mittel man dabei einsetzt, bleibt überschaubar: klassische Räucherstoffe, einfache Rituale, Aufmerksamkeit. Vieles ist nachvollziehbar gehalten und lässt sich ohne großen Aufwand umsetzen.

Ob die eigenen Anstrengungen dann von Erfolg gekrönt sind, ob man sich in den eigenen vier Wänden besser fühlt, wird sich zeigen müssen. Der Ansatz ist zumindest einfach genug, um ihn auszuprobieren.

Wer sich für solche Themen interessiert oder das Gefühl kennt, dass Räume eine eigene „Stimmung“ tragen, findet hier einen praktischen Zugang. Wer damit nichts anfangen kann, wird auch dieses Buch nicht überzeugen.

Notfalls kann man ja immer noch den Autor selbst bemühen.

Friede sei mit Euch.
Landerun

  • Titel: Das große Praxisbuch der energetischen Hausreinigung
  • Autor: Georg Huber
  • Verlag: Ansata
  • Erscheinungsjahr: 2017
  • ISBN-13: 978-3-7787-7530-1
  • ISBN-10: 3778775308
  • Seiten: 224 Seiten
  • Einband: Gebunden (Hardcover)

Samstag, 1. Januar 2022

Wie wäre es bitte mit Zurückhaltung?

Bei manchen Menschen ist das schlicht und ergreifend nicht möglich. Es scheint vollkommen egal welche Argumentation man ins Feld führt, sie müssen immer und überall präsent sein, stets und ständig ihre Meinung verbreiten, ihre Unlust, ihr Unvermögen, für dass sie natürlich Andere verantwortlich machen und natürlich muss man sich dann das Gemecker anhören, ob man will oder nicht. Mir scheint, als nehme diese Unart mehr denn je überhand, mit fortschreiten des Jahres und seiner seltsamen Ereignisketten wird es mehr und mehr. Wie wäre es einfach mal mit Klappe halten? Einfach mal zur Ruhe kommen, mal nichts sagen, Rücksicht nehmen, Zurückhaltung üben, schweigen, nachdenken, dem Anderen raum lassen, aber nein. Es wird, zumindest empfinde ich das so, zunehmend und rücksichtsloser herausgeschrien was man da gerade fühlt oder denkt. Und? Wollte ich das wissen? Scroll doch weiter, blättere um, geh einfach weiter. Aber nein, da muss man - nicht nur in der Anonymität des Netztes seine geballte Wut, seine Abneigung, ja seinen Hass auf seine Mitmenschen loslassen. 

Hey, es muss nicht jeder so denken wie alle. Es muss auch nicht jeder zu den gleichen Schlüssen kommen, wir dürfen bitte verschieden sein, in der Art zu leben, zu denken, zu fühlen, zu handeln, immer mit genügend Abstand um dem Anderen Raum zu geben. Ich gebe Acht, bilde ich mir ein, versuche es zumindest, ruf mich zur Ordnung. täglich. Thematik: ist egal, jeder hat das Recht auf seine Meinung. Und mit dem Abstand, das ist ja auch so ein Ding. Gerade lief es noch, dann stockt es, rückt etwas auf. Ampel auf Grün, ich laufe weiter. Möchte zum Bäcker, hab ja Urlaub, da gönne ich uns ein schönes Abendbrot, mal mit Wurzelbrot, Bretzeln, seit einiger Zeit gibt es diese lecker mit Pfeffer, dazu selbstgemachtem Brotaufstrich. Schon habe ich neue Ideen im Kopf, für ein neues Buch, einen Beitrag auf dem Blog. Ich nehme die Menschen um mich freudig wahr. Es ist still, Gemurmel dringt an das Ohr, fühle mich wohl. Es ist wie immer, meine ich, und doch - ich war schon lang nicht mehr in der großen Stadt, komm mir vor als hätte ich Ausgang, bin guter Dinge. 

Und dann - heiliges Blechle - geht es rund. Blaulicht in Massen, wie aus dem Nichts blockieren plötzlich Polizeiwagen die Straße, noch einer, die Tür fliegt auf, Uniformierte hüpfen heraus, mit Masken und Helmen, zack, zack geht das, wie am Schnürchen. Von hinten rechts hör ich das Stampfen fester Sohlen, die Menschen in der Mitte sehe ich stoppen, umdrehen, Rufe dringen an mein Ohr, hört sich an wie "Achtung Kessel" und dann ein Szenario, wie ich es schon in mir zugesandten Videos sah und nie verstehen konnten wie es so heftig und schnell eskaliert. In Diskussionen, gerade um die Inhalte solcher Videos, war die Quintessenz immer, dass wir nicht dabei waren und nicht wussten was vorher geschehen war, es also nicht beurteilen. Es geht im wahrsten Sinn des Wortes Schlag auf Schlag:

Eine Frau wird aus dem Nichts mit einem Schlagstock vor die Brust geschlagen, ein schmerzverzerrtes Gesicht nehme ich wahr, ein Zusammensinken, Menschen umringen sie. Ich bin hellwach und stocksteif. Links an der Wand in Sichtweite wird eine weitere, recht zarte blonde Frau wird an die Wand gedrückt, zwei Polizisten, viel größer als sie, drehen ihr unsanft Arme auf den Rücken, sie schreit schmerzvoll auf, wird weggebracht. Warum? Was ist auf einmal los?! Mein Herz schlägt bis zum Hals, keine 3 Meter von mir ringen drei oder vier Beamte einen schreienden Mann nieder, ich kann nicht erkennen warum, sehe nur die unfassbar brutale Gewalt. Sie knieen auf ihm, halten ihn, schlagen ihn. Ein älterer Herr, der ihn kennt schreit auf die Beamten ein, sie mögen ihn auslassen, er kennt ihn gut. Auch er bekommt Prügel. Ich schaue hin, bin vollkommen fassungslos, gelähmt, verstehe nicht was auf einmal los ist. Weg, ich muss weg. Ich laufe los, feige komm ich mir vor, mir ist schlecht, mein Herz klopft. Gedanken fliegen durch den Kopf, ich hoffe und bete den Geschundenen geht es einigermaßen. Die, die unfreiwilligen Zuschauer des Geschehens wurden, werden das irgendwie verarbeiten müssen. Sowas sieht man nicht jeden Tag, man ist das nicht gewöhnt. Und ehrlich: Ich möchte da keine Gewohnheit! Bitte nicht! 

Es war einer dieser Spaziergänge, kein Banner sah ich, kein Schild, kein Ruf, keine Parolen. Nur plötzlich und aus dem Nichts dieser für mich unfassbar brutale Zugriff der Polizei. Im Nachgang betrachtet ist mir die Polizeipräsenz schon aufgefallen, auch die kalten Augen einiger Beamten. Aber ich war so damit beschäftigt mich an den Menschen zu erfreuen, wie sie da schlenderten, miteinander leise sprachen, so friedfertig und still, dass ich dem keine Bedeutung beimaß. Ich habe Gesichter studiert, Mimik und Gestik, neue Ideen für meinen Bleistift, habe ausgefallene Schuhe bewundert, fing Kinderlächeln auf, sah offensichtlich verliebte Pärchen miteinander Hand in Hand, sah in manches ängstliche Augenpaar und junge Menschen, den Blick auf das Handy, mit traumwandlerischer Sicherheit sich durch den Menschenstrom bewegend. Als ich schreibe schießen mir Tränen in die Augen. Etwas in mir ist nun endgültig dahin. Wie kann es sein, dass man mit solch sinnloser brutaler Gewalt seinen Mitmenschen begegnet? 

Wenn zukünftig das Gespräch auf die Polizei kommt werde ich leider nicht mehr sagen können, dass ich sie ausnehmend freundlich erlebt habe. Das tut mir wirklich sehr leid, nicht um meiner selbst willen. Ich weiß wohl, dass das Dunkle im Menschen sich Bahn bricht, schließlich habe ich das selbst mehrfach als Kind erleben dürfen. Auch staatliche Gewalt als ich klein war. Gegen meine Eltern, die es durchaus verstanden haben, das Meiste vor uns Kindern zu verstecken oder es zumindest so zu biegen, dass es schon irgendwie ging. Mir tut es leid um die jungen Beamten, die sich in naher Zukunft fragen werden, ob das hat sein müssen und warum sie mitgemacht haben. Schau in den Spiegel, junger Mensch, wer schaut Dich an?