Mittwoch, 28. Juli 2021

Eine Gustav - Sockenstrickmaschine vor der Restaurierung

 


In einigen Wochen wird die Aufarbeitung abgeschlossen sein, dann strickt der Gustav wieder. Danke Evelin für deine Bilder. 

 



Eine Gustav Nissen Sockenstrickmaschine - vor der Restaurierung

Das ist kein Schrott. Das ist eine Gustav. Diese alten Sockenstrickmaschinen – meist verbunden mit dem Namen Gustav Nissen – standen früher nicht im Museum, sondern mitten im Leben: in Stuben, Küchen, Werkstätten. Da wurde gearbeitet, nicht ausgestellt. Einmal in Gang gesetzt, strickt so eine Maschine stoisch ihren Schlauch. Runde um Runde. Keine Elektronik, kein Schnickschnack. Nadeln, Garn, Mechanik. Ferse und Spitze entstehen von Hand – Können statt Knopfdruck.

Und genau so sehen sie oft aus, wenn man ihnen nach Jahrzehnten wieder begegnet: verharzt, angerostet, festgesetzt. Als hätte jemand sie einfach stehen lassen – und die Zeit hat ihren Schleier darüber gelegt. Doch der Eindruck täuscht. Diese Maschinen wurden gebaut, um zu bleiben. Gusseisen, klare Konstruktion, nichts Überflüssiges. Unter dem, was sich angesammelt hat, steckt meist noch immer eine Mechanik, die nur darauf wartet, wieder bewegt zu werden.

Gerade das macht solche Bilder so besonders: nicht geschniegelt, nicht hergerichtet für die Vitrine – sondern ehrlich. Ein Fundzustand, der mehr erzählt als jede polierte Oberfläche. Ein Stück Arbeit. Ein Stück Alltag. Ein Stück Geschichte.

In einigen Wochen wird die Aufarbeitung abgeschlossen sein, dann strickt der Gustav wieder. Danke Evelin für Deine Bilder. 

Dienstag, 27. Juli 2021

Kräuter und Heilpflanzen für Frauen: Tees, Tinkturen und Salben aus der Naturmedizin selbst herstellen: Die besten Rezepte für Gesundheit, Schönheit und Wohlbefinden

Ein kleines, gerade mal 128 Seiten umfassendes Büchlein liegt in meinen Händen. Darin abgehandelt alle Beschwerden eines Frauenlebens, die man selbst behandeln kann. Das Ganze ist kurz und knapp beschrieben, so dass frau prompt die Informationen findet die sie braucht und diese auch sofort umsetzen könnte.

Selbstverständlich enthält das Buch eine Einleitung zu pflanzlichen Inhaltsstoffen und ihren Wirkungen, beschreibt die Hormone der Frau, wie man Heilpflanzen und Kräuter sammelt, konserviert und aufbewahrt. 

Es gliedert sich in die verschiedenen Lebensalter der Frau, ihrer Menstruation und deren Begleiterscheinungen, möglichen Hilfestellungen bei Problemen. Anschließend wird der unerfüllte Kinderwunsch und die verschiedenen Erkrankungen der Organe abgehandelt, immer mit  Blick auf die natürliche Behandlung. Die weibliche Brust, die Schilddrüse, die Psyche und das Klimakterium, Haut und Haar, Knochen und Gelenke und deren Bedürfnissen über die Jahre werden in den folgenden Kapiteln dargestellt. 

Das hübsch gestaltete Büchlein habe ich nun schon verschenkt, denn es ist kompakt, erschlägt nicht mit Wissen. Es ist eine Einladung sich selbst zu helfen, zu beobachten, ohne das frau sich dazu nun sofort in umfangreiches Studium stürzen müsste. Es ist perfekt für Neuankömmlinge, die gerade erst die Heilkraft der Natur entdecken. 

Autor: Larena Lambert
Bassermann Verlag; Originalausgabe Edition (17. Mai 2021)
Broschiert, 128 Seiten, ISBN‎ 978-3809443292
Preis 9,99 Euro

Rosen-Sirup nach alter Art „Mariendorn-Sirup“

 Oh, ich bin restlos begeistert, die Farbe haut mich jetzt wirklich um. Wunderschön. Und saulecker.

So wirds gemacht:

Drei Doppelhände voll sortierte Rosenblätter ohne Getier und Grünzeug werden in einem großen Gefäß mit dem Saft einer Biozitrone überträufelt, die Schale der Zitrone grob abreiben und mit in das Gefäß geben, alles vermischen.
Nun einen Liter lauwarmes Wasser hinzugeben, 2 Kilogramm Zucker, umrühren und abgedeckt einige Tage stehen lassen. Es muss mindestens so lange stehen, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat. Durch die Zitrone fängt der Sirup ein wenig zu gären an – das ist so gewollt. Immer mal wieder umrühren, die Blätter werden obenauf schwimmen.
Nach vier bis fünf Tagen abseihen, die Blätter gut ausdrücken. Den Sirup durch einen Dauerfilter laufen lassen um eine ganz klare Flüssigkeit zu erhalten. Kurz aufkochen und in vorbereitete Flaschen füllen.

Rosenlimonade: Auf ein Glas eiskaltes Wasser einen Teelöffel Sirup geben, umrühren, fertig. Wer es prickelnd mag nimmt Mineralwasser. Oder ein bisschen Natron hinzu – aber dann wird die Limonade nicht mehr roséfarben sein sondern bläulich schimmern. Schmecken tuts trotzdem 🙂.

Kalte Heimat - Buchbesprechung

Andreas Kossert Kalte Heimat Die Geschichte der deutschen Vertriebenen nach 1945
Im Zuge der Ahnenforschung begann ich mich wiederholt verstärkt mit der Herkunft meiner Großeltern zu befassen. Ich stieß auf noch mehr Widersprüchlichkeiten, auf Ungereimtheiten, fehlende Fakten, die stets einen kleinen Rest Fremdheit und Unverständnis zwischen mir und meinen Großeltern stehen ließen und mich schon als Kind in Teilen beschäftigt hatten. Herr Kosserts Buch „Kalte Heimat“ habe ich regelrecht verschlungen. Es half mir die Geschichte meiner Großeltern von Flucht und Vertreibung zu verstehen, zu begreifen warum von uns als Kindern gewisse Verhaltensmuster erwartet wurden, warum immer und immer wieder die gleichen Sätze wiederholt wurden.

Nicht damit genug, dass die Menschen aus Böhmen, Mähren, Schlesien, Pommern und so weiter ihre Heimat, alles was lieb und vertraut war, verloren hatten, viele Anverwandte in Folge der Strapazen und durch Gewalteinwirkung zu Tode kamen. Bei der Verteilung der Vertriebenen kam es zu einer ungeheuerlichen Unmenschlichkeit, die viele Familien für Jahrzehnte auseinanderriss und bis dato gewachsene soziale Strukturen, vorsätzlich und wissentlich zerstörte. Vor den anrückenden Sowjets und durch die wilden Vertreibungen waren 14 Millionen Menschen auf der Flucht, eine unvorstellbare Zahl.

Willkommen waren die „Neubürger“ nicht.  In der neuen zugewiesenen Heimat als Fremde, als Eindringlinge, als "Rucksackdeutsche“, „Flüchtlingspack“ und „Polacken“,  schlimmstenfalls als „Untermenschen“ aus dem Osten bezeichnet, hallt das kollektive Erlebnis der Vertriebenen in den nachfolgenden Generationen nach. Das Hauptaugenmerk der sowjetischen Besatzer lag in der vollständigen, unauflösbaren Assimilation der Flüchtlingen, die hier ein Viertel der  in die Stammbevölkerung ausmachten. Der große Bruder war nicht zu kritisieren, er war plötzlich der Freund und Befreier. Kossert schreibt, dass den den Vertriebenen in der DDR per se der Opferstatus abgesprochen wurde. Heimattreffen waren ebenso verboten wie die Pflege von Tradition und Brauchtum, wozu auch das Singenden der altbekannten Lieder und Weisen gehörte. 

In der westlichen Besatzungszone trachtete man danach die Vertriebenen möglichst schnell in neue Behausungen zu bringen, die Einquartierungen der unwillkommenen Menschenmassen geschah notfalls mit Waffengewalt. Die hinterletzten Kammern wurden geräumt, die gute Stube aber nicht, was auch irgendwie verständlich ist, es sind ja völlig Fremde, Deutsche ja, dennoch anders. Es gab auf dem Land in so gut wie jedem Dorf Bemühungen die sich gegen die Neuankömmlinge richteten. Die schiere Masse aber „sprengte alte verkrustete Strukturen“ und war wie Kossert sagt „wie Hefe im sozialen und wirtschaftlichen Gefüge Nachkriegsdeutschlands.“

Die verantwortlichen Alliierten, als auch die spätere Politik der BRD ließen die Menschen lange in der Hoffnung, dass eine Rückkehr möglich wäre, diese wurde mit der späteren Anerkennung der nach dem Krieg gezogenen Grenzen nachhaltig und unmissverständlich vernichtet. Natürlich forderten die Vertriebenen dies ein und auch heute noch ist die Heimat oft die Alte. Dafür wiederum wurden sie als Nationalisten beschimpft, als ewig Gestrige, das Totschlagargument Nummer Eins - es funktioniert immer noch. Es war ja nicht so, dass die Deutschen einfach so in gewissen Gebieten siedelten. Sie wurden von der Obrigkeit gerufen, um sich ihre Fähigkeiten zu bedienen, lebten dort über viele Jahrhunderte im bunten Völkergemisch.

Ich habe durch Andreas Kosserts Buch einen ganz großen Teil von mir selbst gefunden, einen noch größeren meiner Familie und wichtige Fakten ihrer Geschichte. Es ist ein Trauma das endlich aufgearbeitet werden muss, denn es ist eines das generationsübergreifend vorhanden, im Nebel der Zeit verblassend zwar – doch immer noch präsent ist. Über der Tür zum Schlafzimmer meiner Großeltern hing jedenfalls bis zu ihrem Ableben das Bild ihres Heimatortes. Auch nach so vielen Jahren in der neuen Heimat, nach der Gründung neuer Familien, dem Bau eines Hauses war doch das Sehnen und Trachten in einigen Teilen der Familie nach der alten Heimat bis zum Lebensende vorhanden. Ich kann mir nicht helfen – aber ist es uns doch in die Wiege gelegt, woher denn sonst die Rührung, das Glücksgefühl als ich das erste Mal im Riesengebirge war? Welches unfassbare Leid so vielen Menschen durch die Wahnhaftigkeit einiger Weniger zugefügt wird – unfassbar. Reichen wir uns alle zum Bund die Hände, machen wir einen Frieden, wie es ihn noch nie gab. Ich wünsche es mir so sehr.

Andreas Kossert - Kalte Heimat
Die Geschichte der deutschen Vertriebenen nach 1945

Paperback - € 16,00 [D] inkl. MwSt. / ISBN: 978-3-570-55101-1 / Erschienen am  09. November 2009

Montag, 26. Juli 2021

Eine Detex - Sockenstrickmaschine

 Die Firma Detex kannte ich bisher noch nicht. Vielen lieben Dank für die Erlaubnis die Bilder hier zeigen zu dürfen. Wer sie kaufen möchte, hier der Link zur Anzeige, den zu setzen ich versprach. 

    




Freitag, 16. Juli 2021

Erdbeeressig

 

Zutaten

  • frische Erdbeeren
  • milder Essig (z. B. Apfelessig oder Weißweinessig)

Zubereitung

  1. Früchte vorbereiten
    Erdbeeren waschen, verlesen und leicht andrücken.
  2. Ansetzen
    Die Früchte in ein Glas geben und mit Essig vollständig bedecken.
  3. Ziehen lassen
    Gut verschlossen 1–2 Wochen an einem hellen, aber nicht zu heißen Ort stehen lassen.
  4. Bewegen
    Zwischendurch leicht schwenken.
  5. Abseihen
    Durch ein Tuch oder Sieb filtern.
  6. Abfüllen
    In saubere Flaschen füllen und verschließen.

Hinweise

  • ergibt einen mild-fruchtigen Essig
  • gut geeignet für Salate oder als Grundlage für weitere Ansätze
  • kühl und dunkel lagern

Sonntag, 20. Juni 2021

Der Bieber ist wieder da...

Ich frage mich, wo er die ganze Zeit war. Es ist imposant zu beobachten wie die Nager in kurzer Zeit mit Wasserkraft und Zähigkeit ganze Landstriche umgestalten, auch im Hochmoorgebiet bei uns. Dabei war er fast ausgerottet und hat nur in einigen wenigen Gebieten überlebt. Er wurde wegen seines fantastischen Fells so stark bejagt, das er fast ausgerottet wurde.

Eine wunderbare Doku findet man in der Mediathek des ZDF:

Freitag, 18. Juni 2021

Rosen-Essig für Haut & Haar


Auf eine Handvoll Rosenblätter gib 750ml Bio-Apfelessig naturtrüb, verschließe das Gefäß und lass es
vier Wochen stehen, immer mal wieder schütteln nicht vergessen. Danach wird das Ganze abgeseiht, die Blätter ausgedrückt und weggeworfen. Die so gewonnene Flüssigkeit gib in eine dekorative Flasche, etikettieren nicht vergessen, fertig.

Dieser liebliche Essig, der den Duft und heilende Eigenschaften der Rose mit dem des Apfelessig wunderbar vereint lässt sich vielseitig anwenden. Er wirkt desinfizierend und hilft bei unreiner Haut, vergrößerten Poren, trockene Haut wird beruhigt. Natürlich muss der Rosenessig für diese Art der Anwendung als Gesichtswaschung verdünnen. Auf Pickelchen kann man ihn pur mit einem Wattebausch auftragen. Im Verhältnis 1:5 gemischt ein sauberes Leinentuch befeuchten und 10 Minuten auf das Gesicht legen, Augen zu. Danach abwaschen und trocken tupfen. Ein Schuss Rosenessig in das Haarspülwasser schenkt wunderbaren Glanz, entfernt Schuppen und beruhigt die Kopfhaut und wirkt der Neubildung von Schuppen entgegen. Unter der Dusche einfach ein bisschen Rosenessig in die Hand geben und über den Körper reiben. Nicht abspülen. Der Essiggeruch verfliegt und es bleibt nichts als Rose. Angeblich hilft der Rosenessig auch bei Insektenstichen, das werden wir bei Gelegenheit selbstverständlich ausprobieren. Kulinarisch passt Rosenessig zu Blatt- und Obstsalaten. 

Freitag, 11. Juni 2021

MMS und CDL – Gedanken jenseits der Schlagzeilen: zwischen Spott, Häme und eigener Erfahrung

Hinweis: Dieser Beitrag stellt meine persönlichen Gedanken, Beobachtungen und Recherchen dar und versteht sich als Ergänzung zu einer Buchbesprechung. Er ersetzt keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Die beschriebenen Inhalte dienen der Information und Einordnung und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder allgemeine Gültigkeit. Jede Anwendung erfolgt eigenverantwortlich.

Hier einige Gedanken, möge sich jeder seine eigenen dazu machen, wenn er mag, und wenden wir uns dem Mittel zu – ohne an den Haaren herbeigezogene Vergleiche, Spott und Häme.

Zu tun haben wir es mit einer Substanz, die in der Not ihrer Erfindungsstunde offensichtlich Leben rettete. Jim Humble durfte ich selbst begegnen, er ist der Urvater von MMS, er machte absolut keinen verqueren Eindruck. Vielmehr schien er mir vor vielen Jahren etwas müde, ein wenig Resignation in der Stimme. Ich war vorsichtig und brauchte noch Zeit, bis ich mich an die äußerliche Anwendung wagte, ja, und ich bin immer noch etwas misstrauisch, gleichwohl ich mit eigenen Augen die Wirksamkeit bei einigen Geschehnissen beobachten durfte.

Natriumchlorit (NaClO₂) ist das Natriumsalz der chlorigen Säure. Seine hauptsächliche Anwendung ist neben dem direkten Einsatz als Oxidationsmittel die Herstellung von Chlordioxid, da dieses zu instabil für Transport und Lagerung ist. Es ist das Mittel der Wahl zur Herstellung von Chlordioxid zur Desinfektion von Wasser. Für die andere Hauptanwendung von Chlordioxid, der Zellstoffbleiche bzw. Papierherstellung, ist es generell zu teuer, es entsteht dort jedoch während des Bleichprozesses.

Medizinisch wird eine aus Natriumchlorit und Natriumhypochlorit entstehende und als „Reaktionsprodukt“ bezeichnete Verbindung in Form einer stark verdünnten wässrigen Lösung äußerlich zur Behandlung von Wunden und Wundheilungsstörungen verwendet. Die Wirksamkeit gilt als umstritten. Natürlich ist eine hochprozentigere Lösung giftig – das ist Essigessenz auch, und trotzdem wird sie im Supermarkt verkauft. Das BfArM bemerkte dazu: Es bestehe der „begründete Verdacht“, dass sie „bei bestimmungsgemäßem Gebrauch schädliche Wirkungen haben, die über ein vertretbares Maß hinausgehen“. Doch in der Medizin ist die Behandlung von Wunden und die Anwendung bei Wundheilungsstörungen dokumentiert. Selbstverständlich wird das Mittel entsprechend verdünnt. (Es hat auch wirklich gar nichts mit elementarem Chlor (Cl₂) zu tun und verhält sich auch nicht so.)

Im Körper zerfällt es nach längstens 60 Minuten zu Wasser und Kochsalz, zu zwei völlig harmlosen Stoffen also. In der Zwischenzeit – so die Theorie – trifft das Chlordioxid, vom Blut in Kleinstmengen im Körper transportiert, auf krankmachende Keime. Es kommt zu einer chemischen Reaktion, bei der idealerweise pathogene Keime zerstört werden. Die zurückbleibenden Schlacken baut der Körper wie jedes andere Stoffwechselprodukt ab und scheidet sie aus. Bei der verwendeten Lösung handelt es sich vor Verdünnung und Verabreichung um eine 0,3 % Flüssigkeit.

Die Autorin des Buches, Frau Dr. med. Antje Oswald, ist zunächst Ärztin. Sie hat studiert und sie weiß um viele verschiedene Mittel der Gesundheitslehre und deren Kombinations- und Anwendungsmöglichkeiten. Sie hat MMS und CDL selbst ausprobiert und konnte anhand ihres Wissens die gemachten Beobachtungen bei sich selbst und anderen Menschen richtig einordnen und bewerten. Es braucht immer mutige Menschen mit Forschergeist, die vorangehen und das bis dato Unmögliche wagen. Nichts anderes tut die Pharmazie: neue Arzneimittel entwickeln – wohl eher an und mit Labortieren als an sich selbst.

Die Gesetzgebung hat der Ärzteschaft klare Leitlinien aufgezeigt, innerhalb derer sich Frau Dr. med. Antje Oswald bewegt. Das Gesetz ist nicht unfehlbar, es bedarf immer wieder einer kritischen Prüfung, auf dass es den Menschen wirklich diene. Das Mittel ist (noch) nicht, beziehungsweise immer noch nicht, als Medikament zugelassen und darf deshalb auch nicht als solches oder als Heilmittel benannt werden. So trug die Autorin alle wichtigen Informationen und bekannten Fakten zusammen, ordnete sie und setzte sie medizinisch richtig zusammen, damit man als Suchender – vielleicht nach dem letzten Strohhalm – sich eigenverantwortlich selbst helfen kann.

Und bitte schön – wer will es einem Menschen verdenken, gesund werden zu wollen? Manche haben einen jahrelangen Ärztemarathon hinter sich. Ich auch.

Dank dieser mutigen Frau weiß ich jetzt detailliert über MMS (das erste Buch habe ich auch) und CDL Bescheid:

  • Was ist es und wie wirkt es
  • Wie kann ich es selbst herstellen – Selbstversuch erfolgreich 😊 und vor allem preisgünstig 👍
  • Wie wende ich es an, welche Dosierung ist richtig
  • DMSO als Wirkungsverstärker, MMS und CDL im Vergleich

Ein bisschen länger und schöner leben – ja bitte. Dabei lasse ich mir von Mutter Natur helfen, und wenn es mit CDL funktioniert, sehr gerne auch. Schon der ausbleibenden „normalen“ Neben- und Wechselwirkungen wegen.

Warum denn nicht? Meinen Körper kenne ich am besten – ich wohne darin. Darf ich nicht selbst entscheiden, welche Therapie ich anwende? Und was soll der Unfug von wegen: Wenn du das machst und wirst krank, dann dürftest du nicht behandelt werden? Gilt das dann auch für Raucher, die sich wissentlich extrem selbst schädigen? Oder für Sonnenanbeter, die sich brutzelbraun braten lassen?

Da fänden sich noch viele Beispiele, nicht wahr.
Es ist mein Körper, mein Leben.



Das CDL-Handbuch
Dr. med. Antje Oswald
Daniel Peter Verlag
Zum Verlag

Dr. med. Antje Oswald ist Fachärztin für Allgemeinmedizin, Homöopathie und Psychotherapie und in eigener Praxis tätig. Sie verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, der körperliche, geistige und seelische Aspekte verbindet, und arbeitet mit verschiedenen Therapieansätzen aus östlicher und westlicher Medizin.

Sie ist Autorin mehrerer Bücher zu alternativen Heilmethoden, darunter „Das MMS-Handbuch: Gesundheit in eigener Verantwortung“, „Das CDL-Handbuch“ sowie „Heilung für Körper, Geist und Seele“.

Wilde Heidelbeere - Eine Heilpflanze voller kosmischer Intelligenz

Es sind die kleinen Dinge die zu unseren Füßen wachsen, unscheinbar, manchmal in einer schier
unglaublichen Fülle, manchmal weniger bis fast nichts. So auch bei den Heidelbeeren, die an meinen Heimatort an vielen versteckten Stellen gedeihen. Das sie gut schmecken wissen Groß und Klein, schließlich sind viele Rezepte für Saft, Sirup, Brotaufstrich und andere Leckereien überliefert. Weniger bekannt ist wahrscheinlich, dass die Pflanze auch in der Heilkunde vielfach Anwendung findet. Getrocknete Heidelbeeren wirken z. B. wunderbar bei Durchfall, die Blätter und Wurzeln können bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Halsentzündungen, Hämorrhoiden und vielem mehr Linderung verschaffen. Die kleinen dunkellila Beeren enthalten viele verschiedene Vitamine und Mineralien in recht hohen Konzentrationen und sind somit unglaublich gesund. Wie sie wirken, in welcher Dosierung welcher Pflanzenteil angewendet werden muss, darüber berichtet dieses kleine niedliche Büchlein. Um sich der Urkraft der Beeren zu bedienen, müssen Sie sammeln gehen (bitte nicht mit einem Kamm), denn die Früchte aus dem Supermarkt sehen zwar hübsch aus, das war es aber dann auch schon. Die wunderbaren Eigenschaften der wilden Beeren gingen den Kulturheidelbeeren durch Züchtung auf Größe und Haltbarkeit zusammen mit ihrer Färbekraft verloren. Je dunkler desto wirksamer und köstlicher ist das Credo. Die Autorin hat etliche Rezepte hinzugefügt, die stimmungsvollen Fotos machen Appetit auf Bowle, Smoothie, Grütze, Eis, Sorbet, Muffins und Käsekuchen. Absolut genial sieht das blaue Heidelbeer-Risotto aus oder das Risotto mit Pfifferlingen, ich werde es definitiv diesen Sommer probieren. Im Übrigen kann man sich die heilkräftige Wirkung der Beeren auch für die Hautpflege Mittels Peeling oder Maske zunutze machen. Natürlich sind detaillierte Anleitungen vorhanden. Fast tut es mir leid das Gabriela Schwarz das Buch geschrieben hat, manches hängt besser nicht an „der großen Glocke“. Wer weiß, welche Massen dann wieder in die Wälder pilgern, mit Erntekamm und Eimer bewaffnet alles rupfend und niedertrampelnd was da wächst

Wilde Heidelbeere - Gabriela Schwarz
12,99 €, Kopp Verlag, ISBN  978-3864458125

Mittwoch, 2. Juni 2021

Das CDL-Handbuch, Gesundheit in eigener Verantwortung, mit Corona_update

Gilt Paracelsus’ Grundsatz noch: „Alle Dinge sind Gift und nichts ist ohne Gift; allein die Dosis
macht, dass ein Ding kein Gift ist
“? Und was ist mit dem Satz des Hippokrates: „Wer heilt, tut Recht?“ Bis heute tobt ein Feldzug gegen MMS und seine Weiterentwicklung CDL – aber warum eigentlich? Ja, es sind chemische Mittel – das ist Paracetamol, das in dauernden oder zu hohen Dosen nachweislich nierenschädigend ist, auch. Oder Arsen, welches zerebrale Krämpfe und gastrointestinale Beschwerden auslöst, aber in homöopathischer Verdünnung gegen Angst, Ruhelosigkeit und Beschwerden des Magen-Darm-Traktes Anwendung findet. Warum also dieser unmögliche Gebaren? Weil es keine wissenschaftlichen Studien gibt? Warum werden dann keine anberaumt? Angesichts der seit Jahren wachsenden Erfolgsberichte ist das tatsächlich die große Frage.

Die nüchternen Fakten hält dieses Buch nun schon in der 7. Auflage fest. CDL ist eine Weiterentwicklung des aus den gleichen Komponenten bestehenden MMS – nur wird das bei MMS entstehende Chlordioxid hier an Wasser gebunden, sodass eine bereits aktivierte ca. 0,3-prozentige wässrige Lösung entsteht. Die lässt sich nach der bebilderten Anleitung im Buch auch wunderbar selbst herstellen. Der Vorteil: Der dem MMS eigene chlorige Geschmack und der intensive Geruch geht der Lösung vollständig ab, sodass die Einnahme weniger problematisch ist. Die Wirkung von CDL ist ähnlich und kann mit DMSO verstärkt werden.

Die Autorin Dr. med. Antje Oswald ist Ärztin, hat MMS und CDL selbst ausprobiert und konnte so die gemachten Beobachtungen bei sich selbst und anderen Menschen einordnen und bewerten. Die Indikationsliste ist beachtlich: Nach eigener Aussage hat sie unter anderem bei allen Arten von Infektionen, auch bei Lebensmittelvergiftungen, bei Allergien, Blasen- und Augenentzündungen, Bronchitis, Borrelien, Herpes, Pilzbefall, selbst bei Heuschnupfen, Schlafapnoe, bei Entzündungen des Zahnfleisches und Parodontose signifikante Besserung und Ausheilung beobachten können. Auch Risiken und Nebenwirkungen – ja auch diese gibt es – werden detailliert aufgezeigt. Lassen Sie besondere Vorsicht walten bei Leber- und Nierenerkrankungen, bei Überempfindlichkeit oder Allergie auf Chlor, bei Erkrankungen des Herzens und bei der Einnahme von Blutverdünnern.

Die 7. Auflage des Buches enthält zudem ein Update zum Coronavirus, wobei hier das Hauptaugenmerk auf der Stärkung des Immunsystems und der Psyche liegt. Dr. Oswald beschreibt, wie CDL vorbeugend eingenommen werden könnte und was bei der Individualisierung der Verabreichung in die Entscheidungsfindung einfließen muss. Was im Fall einer Covid-Erkrankung zu tun wäre, wird ebenfalls ausführlich beschrieben. Leider enthält das Buch an dieser Stelle keinen Hinweis auf die vielversprechenden Studien der Universität El Alto in Bolivien, laut denen sich Chlordioxid als äußerst wirksam gegen Covid-19 erwiesen hat. Es wurde bereits im September 2020 als einsatzfähiges Mittel bestätigt und wird dort in großen Mengen hergestellt.

Womit wir wieder bei der Ausgangsfrage sind: Warum werden hierzulande keine Studien anberaumt? Eine Antwort könnte die sein, die schon Entdecker Jim Humble geliefert hat: Richtig angewendet, sind die üblichen Neben- und Wechselwirkungen von Medikamenten so gut wie ausgeschlossen, und zudem ist eine Resistenzbildung gegen CDL/MMS so gut wie ausgeschlossen. Das Mittel könnte ein einfacher, viel zu günstiger und nicht patentierbarer Deckel zu Pandoras offener Keimkiste und die Antwort auf die monströse Verschwendung von Antibiotika sein.

Das CDL-Handbuch, 7. Aufl. mit Corona-Update, Dr. med. Antje Oswald, Daniel-Peter-Verlag, 262 Seiten

ISBN: 978-3-9819954-4-2, € 24,-