Dienstag, 11. Februar 2020

Das Öl der vier Diebe und die Pestilenz / Thievesöl

Eins sucht doch wirklich jedes Jahr Mitteleuropa heim, die Influenza, die Grippe. Wer schon mal eine hatte der weiß wie sich das anfühlt. Mich hat es 2018 erwischt und ich habe ewig gebraucht mich davon zu erholen, gleichwohl ich kein hohes Fieber hatte und irgendwie auch nicht so die direkten Symptome einer Influenza. Aber es war eine wie man durch Abstrich unzweifelhaft nachweisen konnte. Und nun kraucht noch eine weitere Pestilenz scheinbar unaufhaltsam über den Erdball, ganz egal wie sie sich nennt und wer sie erschuf: Corona ist in aller Munde. Und wie ich so darüber nachdachte und auch über das Wort Pestilenz (ich mag das irgendwie), da fiel mir das Vier-Diebe-Öl auch Thievesöl ein, dessen Rezeptur angeblich aus dem Mittelalter stammt. Es besteht aus 4, optional 5, hochwirksamen ätherischen Ölen, die zusammengenommen ein unglaubliches Wirkspektrum aufweisen. Nachdem das fertige Ölgemisch ja nun nicht gerade günstig ist, habe ich diverse Literatur gewälzt um Rezepturen zu vergleichen. Schlussendlich habe ich mir für 60 € ätherische Öle beim Händler meines Vertrauens bestellt und nun 9 Flaschen a 50 ml herausgebracht. Das Ganze hat unheimlich Spaß gemacht, die ganze Wohnung riecht wunderbar nach Nelken und Zimt, Rosmarin, Eukalyptus und Zitrone.

Achtung: Die folgenden 
Informationen ersetzen
keinesfalls den Besuch bei Arzt.
 Sie stellen auch keine Beratung
dar sondern  dienen ausschließlich
informativen Zwecken. 

 Im Herbst nun geisterten diverse Schlagzeilen über das Aus der Antibiotika durch die Gazetten, es trat eigentlich genau das ein was Herr Buhner schon vor Jahren gesagt, wovor so viele naturheilkundlich interessierte, der Mutter Erde zugewandte Menschen schon seit Jahren warnen: die Büchse der Pandora ist offen und der Rezeptblock bleibt im jungfräulichen Rosa, es gibt nichts Neues mehr so heißt es. Und während nun die einen versuchen krampfhaft alle Nachrichten irgendwie so hin zu biegen, das keine allgemeine Panik ausbricht, wundern sich die Anderen über den Aufwand der betrieben wird und das Virus einzudämmen.



 Kehren wir zurück zum Vier-Diebe-Öl und schauen uns einmal die Zusammensetzung an. 


Zum Ersten wäre da Eukalyptus, der Baum, dessen Ursprungsland Australien ist. Er ist der höchste Laubbaum der Erde, in seinen Wäldern ist die Luft so rein und Klar als Atme man pure Erdmagie. Schon die Spanier legten damit während der Kolonialzeit Sumpfgebiete trocken und gedachten so der Malariamücke die Lebensgrundlage zu entziehen. Es gibt etwa 500 verschiedene Arten, sein Holz ist recht hart, seine blaugrünen Blätter duften aromatisch. Die Wuchshöhe beträgt bis zu 150m. Eukalyptus wirkt keimtötend und entzündungshemmend auf die Atemwege, außerdem schleimlösend und fiebersenkend. Durch das Einatmen werden die roten Blutkörperchen aktiviert, Eukalyptus belebt und steigert die Konzentration. Er harmoniert gut mit Lavendel, Melisse und Zitrone. 
Innerlich angewendet wird der Teeaufguss der Blätter oder ein bis zwei Tropfen in eine Tasse warmen Wasser zusammen mit einem Teelöffel Honig. Zur Desinfektion der Raumluft versprüht man eine 2 prozentige Emulsion, diese tötet bis zu 70% der in der Raumluft schwebenden Staphylokokken!

Das nächste Öl ist das der Nelke, welches per Wasserdampfdestillation aus den Zweigen und Blüten hergestellt wird. Die Chinesen kannten Gewürznelken schon vor 2000 Jahren. Sie sind außergewöhnlich stark keimtötend, was nach einschlägiger Literatur schon damals bekannt gewesen sein soll. So wurde Nelkenöl gegen Cholera, Diphtherie, Tuberkulose und Milzbrand eingesetzt. Es wirkt auch sehr gut gegen Streptokokken, Staphylokokken und Colibakterien. Es wirkt auch stimulierend bei Schwächezuständen, in jedem Fall desinfizierend und eignet sich zur Verräucherung und in der Duftlampe - auch im freien - denn es hält zuverlässig Insekten fern.

Eine weitere Inkredenz, wenn auch in manchen Rezepten als optional angeführt, wäre das Rosmarinöl, welches ebenfalls per Wasserdampfdestillation des blühenden Krautes hergestellt wird. Rosmarin ist ein immergrüner buschig verzweigter Halbstrauch, es wirkt anregend auf Herz und Kreislauf und bei Erschöpfungszuständen, es stärkt das Nervenkostüm und fördert die Konzentration, es wirkt entzündungshemmend und krampflösend und ist von daher ein gutes Mittel bei allen Erkrankungen der Atemwege, auch bei Influenza und Asthma. Es wird sowohl innerlich (als Tee bei Herzschwäche Verdauungsstörungen und Kopfschmerzen, sowie für Leber- und Gallenstärkung) als äußerlich (als Massageöl, Badezusatz, und Einreibung bei Durchblutungsstörung, Nervenschmerzen und rheumatischen Beschwerden) angewendet. Es soll nicht während der Schwangerschaft eingenommen und bei Epilepsie gemieden werden.

Zimtrindenöl gewinnt man aus dem Zimtbaum, welcher auf Sri Lanka, in China und Indien immergrün bis zu 10 m hoch aufstrebt. Für unser Öl brauchen wir unbedingt das der Zimtrinde, nicht das Öl der Blätter. Die Öle unterscheiden sich grundsätzlich in der Zusammensetzung und damit auch in der Wirkungsweise. Das Rindenöl regt Herz und Kreislauf an, ist sehr stark antiseptisch und tötet sogar die Erreger von Typhus in hoher Verdünnung noch ab. Es wirkt krampflösend und zusammenziehend, verdauungsfördernd und magenstärkend. Es stimuliert und er wärmt. Es verströmt einen angenehmen süßen warmen Duft, wirkt leicht anregend und verschafft bei Erkältungskrankheiten und Influenza schnell Linderung. Es harmoniert sehr gut mit allen Ylanh Ylang, Sandelholz Jasmin, Lemongras und auch Bergamotte. Angewendet wird es äußerlich für Massagen, Kompressen bei krampfartigen Magenschmerzen und schmerzhafter Menstruation, als Badezusatz und natürlich bei Grippe und Erkältung. Innerlich ein bis zwei Tropfen auf einen Teelöffel Honig in einer Tasse Wasser aufgelöst ein bis zweimal täglich trinken. Nicht überdosieren da das Kopfschmerzen und Müdigkeit auslösen kann. 

Das letzte Öl ist das der Zitrone, was wir von jeher mit Sauberkeit verbinden, da Reinigungsmittel (synthetisch) mit Zitrone beduftet werden. Freilich kann man diesen Geruch nicht gleichsetzen mit dem, des per Kaltpressung der Fruchtschalen hergestellten ätherischen Öles. Zitronen sind etwa 5 m hohe immergrüne Bäume, die faszinierenderweise fast ganzjährig blühen und ständig Früchte nachproduzieren. Auch das Zitronenöl wirkt sehr stark antiseptisch und bakterizid. Der Saft ist so stark, dass er in kurzer Zeit so viele Keime abtötet, dass sogar abgestandenes Wasser wieder genießbar werden soll. Zitrone desinfiziert sowohl Flächen als auch die Raumluft. Es wirkt erfrischend bei Schwächezuständen, entzündungshemmend und stärkend und unterstützt so die körpereigenen Abwehrkräfte. Äußerlich kann es angewendet werden als Massageöl, in Duschgels und als Badezusatz. Da ist auch auf der Haut seine wohltuenden Eigenschaften entfaltet, wirkt es natürlich alleen entzündlichen Prozessen wie z. B. Akne entgegen. Juckende Insektenstiche geben Ruhe bedröpfelt man sie mit Zitrone. Bei Schnupfen und Stirnhöhlenvereiterung bringt ein kleiner Wattebausch mit Zitrone beträufeln und in das Nasenloch gestopft doch recht schnell Abhilfe. Den Meisten von uns wird die heiße Zitrone als Mittel bei Erkältungen geläufig sein, bei Halsschmerzen auf eine Tasse warmes Wasser den Saft der frischen Zitrone geben und damit gurgeln. So beugt sie vielen Infektionskrankheiten vor und hilft - oh Wunder - auch bei übersäuertem Magen.

Dieses Gemisch ätherischer Öle hat eine ausgesprochen starke Wirkung gegen Viren und Bakterien. Doch wie wendet man es aber nun an? 


·       Zur Desinfektion der Raumluft könnte man es vernebeln bzw. in der Duftlampe verdunsten lassen. Man könnte auch ein kleines Taschentuch mit ein paar wenigen Tropfen auf die Heizung legen.
·       Zur Desinfektion von Böden und Flächen einige Tropfen ins Wischwasser geben.
·       Da in der Küche die größte Bakterienschleuder meist Schwämme, Bürsten und Lappen sind, die man sowieso regelmäßig ersetzen muss, schadet etwas Öl auch hier nicht.
·       Ich habe die Toilettenrolle innen auf der Pappe etwas betropft, so verduftet sich das Öl in Toilettennähe und entfaltet auch dort seine wohltuende Wirkung.
·       Einige Tropfen in der Waschmaschine und in der Geschirrspülmaschine wirken auch hier desinfizieren und beugen schlechten Gerüchen vor.
·       Mit etwas Alkohol verdünnt und in die Schuhe gesprüht wird sicherlich wie eine Verjüngungskur auf diese, man denke nur an die Zimtsohlen. Alkohol deshalb, weil diese zuverlässig trocknet. 
·       Als Badezusatz und zur Inhalation bei Erkältungskrankheiten einige Tropfen ins Wasser geben.

Verdünnte Anwendung auf der Haut: Bitte auf ein Schnapsglas Trägeröl 3 bis 5 Tropfen Thievesöl geben. Als Trägeröle kommen in Frage: Olive, Mandel, Sonnenblume, Jojobaöl, Traubenkern,  auch Kokus, welches man vorher erst aufschmelzen muss.

Anwendung des verdünnten Thievesöls:

Es kommt zum Einsatz:
  • als Massageöl bei Rückenschmerzen oder bei Gelenkschmerzen verwenden. Es ist hier wohltuend, schmerzlindernd und wärmend.  
  • Bei Erkältungen Brust, Rücken und Fußsohlen einreiben.  
  • Pickelchen, entzündliche Prozesse auch bei Haustieren können ebenfalls mit dem verdünnten Öl betupft werden. 
  • Zur Pflege von Zahn und Zahnfleisch kann es zum Gurgeln und spülen verwendet werden.  Wer es mag und wem es nicht zu scharf ist kann auch seine Zahnpasta damit präparieren. Ein Rezept für ein selbstgemachtes Zahngel findet sich hier. Auch dies kann mit Thievesöl sinnvoll ergänzt werden. 
  • Schließlich darf ein kleines Fläschchen in die Handtasche wandern und wann immer man seiner desinfizierenden Wirkung bedarf ein nützlicher Helfer sein. Der Duft des Öles hält lästige Insekten fern und schützt unsere Zimmerpflanzen vor und bei parasitären Befall. 
Das Vier- Diebe-Öl ist ein wahrer Tausendsassa in seiner Kombination und riecht wunderbar nach Weihnachten.

Und so wird es gemacht: (ich habe die sechzig-fache Menge hergestellt)



·       2 ml (entspr. 40 Tropfen) ätherisches Nelkenöl

·       2 ml (entspr. 40 Tropfen) ätherisches Zitronenöl

·       1,75 ml (entspr. 35 Tropfen) ätherisches  Zimtrindenöl

·       0,75 ml (entspr. 15 Tropfen) ätherisches Eukalyptusöl

·       0,75 ml (entspr. 15 Tropfen) ätherisches Rosmarinöl

Die Öle miteinander in eine saubere dunkle Glasflasche füllen. Braunglasflaschen aus der Apotheke sind hier bestens geeignet. Nimm solche mit Tropfeinsatz. Beschriften nicht vergessen!


Dosierung ätherischer Öle und Ölmischungen:

  • Für Körper- und Massageöle: 25 Tropfen auf 50 ml
  • Für die Inhalation in einer großen Schüssel: 8 bis 10 Tropfen, 10 Minuten lang, zwei bis dreimal täglich. 
  • Für Vollbäder 3 bis 6 Tropfen
  • Bademilch: 100 ml pflanzliche Milch mit drei bis sechs Tropfen vermischen
  • Kompresse: eine Schüssel warmes Wasser und zwei Tropfen Öl, gut umrühren damit sich ein Ölfilm bildet. Nun ein zusammen gefaltetes Leinen- oder Taschentuch oberflächlich eintauchen, nicht vollständig hinein drücken!. So entsteht ein gleichmäßiger dünner Film auf dem Tuch. Dieses mit der feuchten Seite zur Haut auflegen, mit einem Wolltuch, Handtuch o. ä. abdecken. Lassen Sie es zwischen 15 Minuten und einer Stunde liegen.
So wie das selbstgemachte Zahngel mit vier Diebe Öl versetzt werden kann, so können Sie auch eine keimtötende Creme damit herstellen. Alles was Sie brauchen sind 30g lanolinfreie Salbengrundlage, diese erhalten Sie in der Apotheke. Lassen Sie sich die Salbengrundlage gleich in so genannte Unguatorkruken abfüllen. Das sind Salbengefäße mit beweglichem Boden und einer kleineren Öffnung zusätzlich im Deckel. Dadurch ist das Dosieren sehr einfach und es muss nicht immer mit den Finger hineingelangt werden.


Für das Flaschenetikett:


Thieves-Öl / 4-Diebe-Öl
Antibakteriell, antiseptisch, antiviral, immunstärkend, krampflösend, erfrischend durchblutungsfördernd, schmerzstillend.
Zutaten: Eukalyptus radiata, Gewürznelke (Syzygium aromaticum), Rosmarin (Rosmarinus officinalis), Zimt (Cinnamomum verum), Zitrone (Citrus limon). Hergestellt am xxxyyyy0, Kühl & dunkel lagern
Verdünnen in Ölivenö(o.ä.) 3-5 Tr. auf 1 TL. Innerlich das schon verdünnte Öl mit pflanzlicher Milch mischen – 1Tr. auf 120ml.

ANWENDUNG:
Erkältung verdünnt auf oberen Rücken Brustkorbmitte auftragen, Fußsohlen einreiben. Inhalieren. Hals- & Kopfweh: 1 verdünnter Tr. mit 1 EL Wasser gurgeln & schlucken. Zähne / Zahlfleisch – verdünnt in Zahnpasta verwenden, 1 Tr. Zw. 2 Finger Zahnseide durchziehen. Akne: verdünnt auf die betroffenen Stellen auftragen. Massageöl: einige Tr. in Basisöl.(olive, Sonnenblume, Kokus…) Fußpilz: Zehen / Füße mit verdünnten Öl einreiben. Insektenstiche: verdünnt auftragen. Im Haushalt: Duftlame zur Luftreinigung & Konzentrationssteigerung. Desinfektion: einige Tropfen in den Geschirrspüler geben, solo in Waschmaschine, ins Wischwasser. Haustiere: verdünnt auf Wunden auftragen, zum Reinigen von Käfig, Katzenklo. Pflanzen: 10 Tropfen mit 1/2 Tasse Wasser mischen, Pflanzen besprühen um Insekten abzuhalten. Unterwegs: verdünntes Öl auf Reisen als antibakteriellen Schutz verwenden – Hände damit desinfizieren, einige Tropfen auf einem Papiertuch auf den Heizkörper legen.






Vogelschwarzfrei

Ach wenn ich ein Vogel wär’,
So würd’ nicht mehr wundern ich mich,
Wie man so widerlich kann nur denken an sich.
Euch zu verstehen - unmöglich, zu schwer.

Ach wenn ich ein Vogel wär’,
Ich baute mein Nest mir trotzig neu,
Weit weg von Euch, einsam und scheu,
Wär frei, ohn’ zwinglich Wiederkehr.

Ach wenn ich ein Vogel wär’,
Was störte mich der Eliten ehrlos Betrug?
Lägt Ihr endlich am Boden, ist lange schon genug,
Ich lachte darüber und säng'  nebenher.

Ach wenn ich ein Vogel wär’,
Rabenschwarz, mit wissenden Schrei:
Macht weiter so, ist bald alles vorbei!
Ohn’ Euch ist’s ruhig, friedlich und fair.

Ach wenn ich ein Vogel wär’,
Mit leisen Schwingen brächte den Tod,
Vergiftet das Wasser, verdorbenes das Brot,
Getilgt und vergessen vermisst keiner Euch mehr.
Ach wenn der Totenvogel ich wär’.

Donnerstag, 23. Januar 2020

Buchkind 3: RÖSTEN & BRAUEN mit heimischen Pflanzen - Natürlicher Kaffee-Ersatz

Quelle Freya Verlag
Huraa! Endlich ist es vollbracht, es hat sehr lange gedauert, doch jetzt ist es endlich da, mein drittes Buchkind. Es hört auf den schönen Namen:

RÖSTEN & BRAUEN mit heimischen Pflanzen
Ersatz für Kaffee & mehr


Es erschien beim FreyaVerlag- vielen lieben Dank an das Team für die umfangreiche, herzliche Betreuung. Wollt Ihr reinschauen: hier entlang.


Verlagstext:

"RÖSTEN & BRAUEN mit heimischen Pflanzen" Natürlicher Kaffee-Ersatz


Ersatzkaffee, Surrogat, Arme-Leute-Kaffee, Hutzelwasser – es gibt viele Namen für eine lang ins Vergessen geratene Alltäglichkeit um das Rösten und Brauen eines trinkbaren Ersatz-Kaffees. Viel altes Wissen verschwand im Zuge der technisierten Herstellung unserer Lebensmittel. Manche belächeln die Versuche, der Moderne zum Opfer gefallene Rezepturen und Techniken in unsere Zeit zu implementieren als nostalgische Spinnerei. Doch es ist viel mehr als das: Es ist ein Ausdruck der persönlichen Einstellung zu sich selbst, nicht zuletzt bedeutet die Suche nach solch alten Rezepturen auch eine Rückbesinnung auf verlorengegangene Fertigkeiten unserer Altvorderen, auf Mutter Erde, auf die Heimat mit all dem, was sie uns zu schenken im Stande ist. Damit der tiefe Bezug zur Heimat hergestellt werden kann, wird das Portfolio der verwendeten Pflanzen mit einem Hauch Brauchtum, mythologischem Wissen und manchmal auch mit einer Geschichte gewürzt. Es wurde altbewährtes Wissen zusammengetragen und ausprobiert, was möglich war. Was Ihnen schmeckt, dürfen Sie im Selbstversuch herausfinden, dieses Buch möchte das Handwerkszeug dazu geben.

Sprache: Deutsch
Einband: Klappenbroschur
Format: 17 x 22 cm / Seiten: 200 /
ISBN: 978-3-99025-355-7
Preis: 19,90 € *

Wollt Ihr reinschauen: hier entlang.

Danke fürs Schauen. 

Montag, 30. Dezember 2019

Alles Gute für 2020.

Nach der jüngsten Entgleisung einer Umdichtung eines altbekannten Kinderliedes fällt mir unter den Nachhall der Ansprache unseres Bundespräsidenten einmal mehr auf wie sehr sich die Begrifflichkeiten im Sprachgebrauch in den letzten Jahren so sehr gewandelt haben. Auf der einen Seite eine derbe Rohheit, die unter dem Deckmantel der Satire allerlei Anzüglichkeiten und Beleidigungen ausstößt, andererseits die ständige Mahnung zum Perspektivwechsel und Aufforderung zum Verstehen und vorsichtigen Formulieren, welches auf den Punkt gebracht mit einem wortreich in Rumgeeier beschrieben werden kann.
Da wo es angebracht wäre fehlt eine klare, knappe Benennung, andererseits genügt wiederum ein Wort zur Klassifizierung um Menschen zu Persona non grata zu erklären. Unsere Muttersprache ist so exakt und macht es uns eigentlich doch recht einfach Dinge dar- bzw. klarzustellen, sodass, wenn nicht gerade aus dem Kontext gerissen oder absichtlichen Missverstehen, klar und deutlich gesagt werden kann was zu sagen ist. Effekthascherei und die Buhlerei um die (Leser)Gunst begleiten die Marktschreier, Herolde und Gazetten von jeher. Würden nun Vergleiche angestellt zwischen der Schlagzeile und dem Text einer meinetwegen 100 Jahre alten Thematik und eines aktuellen Themas so würde man sicherlich feststellen, dass die Schlagzeile, die selbstverständlich die Neugier der Leser wecken soll, feinsinniger formuliert war. Wie oft habe ich mich schon über mich selbst geärgert weil ich einen Artikel gelesen habe, der nicht eine Sekunde meiner Lebenszeit verdient hätte. Mittlerweile habe ich mir angewöhnt diese Dinge gar nicht mehr zu lesen, weil am Ende sich weder ein Informationsgewinn noch das Gefühl eines amüsanten Zeitvertreibes einstellen wollte. Unter welche Rubrik verbucht man diesen Ulk bitteschön? Schlimm genug, dass das Internet davon voll ist. Viel schlimmer aber sind die papiernen Ausgaben, was hier an Ressourcen verschwendet wird möchte ich gar nicht wissen. Das Schlimme ist, dass es tatsächlich Menschen gibt, die diesen offensichtlichen Unfug glauben und für bare Münze nehmen. Wäre es nicht Zeit diese Unsitte endlich abzuschaffen? Ständig wird davon geredet was anständig, was sagbar und was unsagbar ist. Dabei spielt es durchaus eine Rolle wer etwas sagt. Das Eine wird Satire und das andere Spaltung genannt. Zweierlei Maß für Beleidigungen. Wenn zwei das Selbe tun ist es noch lange nicht das Gleiche hat mir mal jemand gesagt und tasächlich - auch das ist wahr. So wünsche ich mir für 2020 für uns alle

- Mut, Fakten klar und deutlich zu benennen,
- Kraft Argumente auszuhalten, die nicht der eigenen Meinung entsprechen,
- Größe um die eigene Meinung kritisch zu hinterfragen und Fehler zuzugeben,
- Ruhe und Sachlichkeit zur Analyse aller vorgebrachten Argumente,
- Verstand und Weisheit um die richtigen Schlüsse aus der Analyse zu ziehen.

Wenn wir ehrlich sind wird heute alles mit der Dampfhammermethode angefasst, dabei ist es egal ob es sich um verbale oder physische Übergriffe handelt. Gewalt ist keine Lösung, das bringen wir unseren Kindern von klein auf bei. Eine Ohrfeige aber ist ebenso Gewalt wie eine Bombe - der Unterschied liegt im Wirkungsgrad nicht aber in der Sache selbst, denn beides dient dazu etwas durchzusetzen.
Es bringt uns als Gesellschaft nicht voran, wenn das Bild jeglicher Thematik verzehrt wird. Kehrt endlich zu faktenbasierten Diskussionen zurück, denn am Ende zahlen wir alle die Zeche.

Mittwoch, 20. November 2019

Für uns gefunden: Die Maschinenstrickschule

Die Diva bedienen lernen? Bei: https://maschinenstrickschule.de

Empisal 550 Pullover mit
außen liegenden Nähten nach der
Maschinenstrickschule
Stricken hat was Meditatives solange alles klappt. Wenns schneller gehen soll haben kreative Techniker Maschinen ausgetüftelt, die das Leben leichter machen. Manche davon haben ihre Eigenarten. Strickmaschinen sind solche. In den 50er bis 90er Jahren wurde noch auf Heimstrickern gestrickt. Es ist wirklich unglaublich wie viele verschieden Maschinenhersteller es gab. Von ganz einfachen, die ein Konstrukt aus einer Halterung und nebeneinander aufgelegten Nadel war - sowas nennt man Nadelbett - bis hin zu zwei sich gegenüberstehenden Betten, deren Nadeln computergesteuert kleine Wunderwerke in so viel kürzerer Zeit verbringen als per Hand. Oder ganz runde, noch ältere Maschinchen,auch bekannt als Sockenstrickmaschinen, deren Preise seit den letzten Jahren beständig in die Höhe klettern. Oft weit über 1000 Euro. Natürlich, die Technik ist nicht ohne Tücken, doch meistens sitzt der Fehler vor der Maschine ist übermüdet, abgelenkt, oder ist es schlicht und ergreifend einfach nicht das Strickers Tag. In den Hochzeiten der Heimstrickerei gab es in vielen Handarbeitsgeschäften in auch eine Abteilung für Strickmaschinen. Auch Werksniederlassung der verschiedenen Hersteller hatten sich in vielen Städten angesiedelt. Man war nicht allein und konnte angebotene Kurse besuchen. Das änderte sich im Laufe der Jahre als das Interesse an Heimstrickmaschinen rückläufig wurde. Viele namenhafte Hersteller schlossen für immer die Tore, wenige blieben erhalten. Die alten Maschinen gerieten in Vergessenheit und ruhten auf Dachböden, Schuppen und Keller im Dornröschenschlaf. Seit einigen Jahren ist eine Renaissance zu beobachten, nicht zuletzt befeuert durch soziale Netzwerke. Und dann hat man plötzlich eines diese Wunderwerke der Technik zu Hause und verzweifelt fast daran. Für mein erstes Paar Socken z. B. brauchte ich trotz Videoanleitung der Strickschmiede bei YouTube fast den ganzen Tag, weil einfach die Handgriffe nicht saßen, weil man es noch nie gemacht hatte. Aber ich habe es hinbekommen und später trotzdem manches Mal die Maschine verflucht und mich weil ich damit angefangen habe. Bei den Maschinen ist es so wie mit allem was man neu lernt, man muss unbedingt dabei bleiben und immer wieder grundlegende Sachen üben.
Ein Teil des Pullovers
nach der Machinenstrickschule
Falls jemand eine Strickmaschine zu Hause hat, keine Ahnung von gar nichts und Starthilfe braucht, das Internet ist voll von Foren und Facebook voller Gruppen, die helfen. Wer es fundiert will: schaut bei www. maschinenstrickschule.de vorbei.

  • Die Anleitungen und Videos sind professionell gemacht, 
  • es wird ganz genau erklärt, 
  • Schritt für Schritt aufgebaut, sodass der Schüler nicht nur geführt wird sondern effektiv mitlernt. 
  • Wenn man Fragen hat, per eMail wird sehr schnell geantwortet - ich war ganz überrascht :-) wie schnell. Das ist Kundenservice so wie man sich das wünscht. 
  • Es ist ein Abo, auch monatlich zahlbar - wenn man genug gelernt hat kann man jederzeit auch wider aussteigen.

Der grüne Pullover ist nach Anleitung der Maschinenstrickschule entstanden, war überhaupt nicht schwer. Lediglich den Kragen habe ich geändert. Mal schauen wann ich wieder Zeit habe, die Modelauswahl wächst und meine Fähigkeiten auch :-). Vielen lieben Dank nach Leipzig.

Donnerstag, 14. November 2019

Hüttenkäsebrotaufstrich

Das ist mega lecker und beim Käsehändler meines Vertrauens über Gebühr teuer. Das kann ich selber und ihr auch.

Einen Hüttenkäse mit einer Gabel in einer Schüssel ganz fein zerdrücken. Eine zerdrückte Knoblauchzehe, die abgeriebene Schale einer halben Limette und deren Saft, eine, zwei Prisen getrocknete Kräuter der Provence (wenn vorhanden natürlich gerne frisch) und einen guten Schuss feines Olivenöl miteinander mit der Gabel solange vermischen bis eine streichfähige Paste entstanden ist. Diese ein wenig ruhen lassen damit sich die Aromen entfalten. Ab damit auf Roggenbrot. Guten Hunger 😍. 

Dienstag, 12. November 2019

Von Springerle, Eierschaum und Anisbrötli


Gerade erinnerte mich eine Leserin an ein versprochenes Rezept. Nun da wollen wir nicht zaghaft sein 😊 es ist ja fast Weihnachten.

Das Objekt der Begierde sind diesmal Springerl, Springerle, die in der Schweiz auch Anisbrötli genannt werden. Das traditionelle Gebäck aus Eierschaumteig, welches in der Regel mit Anis gewürzt wird. Nicht nur zu Weihnachten wurden diese formschönen Gebilde kredenzt, nein auch an Ostern und Pfingsten, zur Hochzeit, Taufe mit entsprechenden Motiven. Wie die Spekulatius sind auch Springerl ein Bildgebäck, die vor allen Dingen in Süddeutschland, in Teilen der Schweiz und Österreich als auch im Elsass und Ungarn gebacken werden. Die deutsche Namensgebung ist wahrscheinlich der Eigenart des Gebäcks geschuldet, beim Backen aufzuspringen und einen Fuß auszubilden, welche das Gebäck auf die doppelte Höhe aufgehen lässt. Das Bild - sofern der Teig in ein Model gedrückt wurde - bleibt in aller Filigranität erhalten. Die Model selbst bestehen in der Regel aus Holz, meist aus Birne, weil es nicht splittert, überaus hart ist und nicht aufquillt, wenn es feucht wird. Die Modelschnitzerei gehört zur traditionellen Volkskunst, deren Ideenreichtum und Kunstfertigkeit in Museen bewundert werden kann. Ich habe schon traditionelle uralte Model im Antiquitätenladen für wenig Geld gefunden. Die habe ich natürlich ordentlich geschrubbt, auch auf die Gefahr hin diese nur noch zur Dekoration verwenden zu können. Aber sie haben sich wunderbar reinigen lassen und sind nun wieder im Einsatz und schmücken unseren Adventsteller mit wunderschönen alten Motiven. Es gab aber auch Model aus Keramik Stein oder Metall, aus dem Mittelalter sind solch erhalten. Für die Prägung des Teiges können alle Materialien verwendet werden, die ein Bild in entsprechender Struktur aufweisen. Lediglich auf die Lebensmittelechtheit sollte Wert gelegt sein. Die genaue Datierung der erstmaligen Herstellung liegt im Dunkeln der Geschichte, man geht davon aus, dass sie ihren Ursprung in der Hostienbäckerei haben. Diese sind ebenso mit hübschen Bildern versehen. So wundert es nicht, dass auch die Springerle vorerst mit kirchlichen Darstellungen geschmückt waren. Dies änderte sich im Laufe der Zeit. In den traditionellen Motiven wurde dem jeweiligen Anlass Rechnung getragen. So waren es z. B. Hochzeitskutschen, Paaren, Darstellungen von Liebe, Glück und Fruchtbarkeit. Im Nürnberger Raum heißen Springerle auch Eierzucker.

Das Rezept kommt mit wenigen Zutaten aus: 


  • 500g Puderzucker werden mit 4 Eiern schaumig gerührt.
  • 500g Dinkelmehl und zugeben und
  • 3g klumpenfreies Hirschhornsalz welches in
  • 1 -2 EL Kirschwasser aufgelöst wird.

Alles gut verkneten. Den Teig eine Stunde zugedeckt und kühl ruhen lassen. Für die Bearbeitung die Schüssel mit einem feuchten Tuch abdecken. Ein wenig vom Teig abtrennen, nochmals durchkneten. Bis zu 0,5 cm dick auswellen, die Oberfläche leicht mit Stärkemehl einstäuben. Dann das Model mit der Bildseite nach unten mit Kraft fest in den Teig drücken, schließlich senkrecht abheben. Mit einem Teigrädchen die einzelnen Motive voneinander trennen und auf einem Blech ca. 12 Stunden trocknen lassen. Nun auf ein anderes Backblech welches mit Anis bestäubt ist setzen und bei 130 - 160 Grad ca. 25 -30 Minuten abbacken. Ich backe es eher mit wenig Hitze, dafür länger. Probestück backen.

Abwandlungen:


  • Statt mit Hirschhornsalz 10g Natron zugeben.
  • Zugabe von Saft und Schale einer halben Zitrone
  • Limetten oder Orangen eignen sich ebenso.
  • Statt der Zitrone kann der Anis auch gleich in den Teig eingearbeitet werden. Auch kann der Teig mit Lebensmittelfarbe gefärbt oder nach dem Backen angemalt werden. Bitte vorsichtig hantieren damit das Springerle nicht zu weich wird. Springerle eignen sich auch als Behang für Traditionell geschmückte Weihnachtsbäume.
  • Statt mit Kirschwasser kann das Hirschhornsalz auch mit kalter abgekochter Milch angerührt werden. Hierzu nimmt man folgendes Rezept – gefunden im Mutterhausrezeptbuch der Diakonissen:


530g Puderzucker, 7g Hirschhornsalz, ein viertel Liter Milch. Miteinander verrühren und stehen lassen. Darauf gibt man Saft und Schale einer halben Zitrone und eineinhalb Pfund Mehl.

Anstelle des Arnis und den altbekannten weißen Springerle könnte man nun auch die Springerle mit Blüten bzw. Kräutern würzen. In Frage kommt hier Veilchen, Rosen, Wegwarte, Malve oder Lavendel. Die Blüten werden getrocknet und fein gemahlen in den Teig geknetet. 


Freitag, 8. November 2019

Richtige Zahnpflege & Heilende Mundspülungen. Zwei Buchbesprechungen

Mit den Zähnen das ist ja immer so eine ganz besondere Angelegenheit, behaftet mit Ängsten, Horrorgeschichten, Irrtümern, schlechten Erfahrungen. Wenn die Zähne weh tun oder irgendetwas nicht stimmt dann fühlt man sich naturgemäß unwohl. Alles fragen kann man den Zahnarzt fast nicht, weil immer irgendwie das dumpfe Gefühl des nicht unbedingten Vertrauens da ist - zumindest geht es mir so, wenn mir meine Zahnärztin ständig einreden will die Kinder mit e***x-Gelee zu traktieren, obwohl da Fluorid enthalten. Ein gesundes Misstrauen, kritisches Hinterfragen ist in jedem Falle angezeigt. Ein guter Arzt wird sich die Argumentation seines Patienten anhören und bedacht sein zusammen Lösungen zu finden. Es ist wichtig nicht dogmatisch alles hinzunehmen und immer in Frage zu stellen. 


Quelle: 
Hans-Nietsch-Verlag, 216 Seiten, Broschur
ISBN: 978-3-86264-827-6

Die Zahnheilkunde unterliegt genau wie jede andere (medizinische) Fachrichtung ständigem Wandel, der auch vom Beobachten, Ausprobieren, Erfolg und Irrtum beeinflusst wird. Die langjährige Erfahrung eines Zahnarztes ist selbstverständlich maßgeblich in Beratungsinhalten wiederzufinden. Natürlich befragt man das Internet, Freunde und Bekannte, die Dame im Drogeriemarkt oder in der Apotheke und ist nachher genauso schlau wie vorher. Insbesondere dann, wenn man die neue Errungenschaft seinem Arzt präsentiert hat und dieser das gute Gefühl komplett mit einem Satz zunichte machen kann. Ob er dabei richtig liegt schwer zu sagen, wenn Hintergrundinformationen fehlen. Stets bleibt aber doch - so meine ich - das dumpfe Gefühl, dass man doch nicht alles fragen kann ohne wie ein kompletter Depp dazustehen. Das liegt wohl am Thema selber den Zähnen (auch Darm und sowieso das Untenrum). Was ist denn nun wirklich richtig und was ist weniger gut, oder gar schädlich? Zugegeben es ist das erste Buch über Zahnheilkunde das ich gelesen habe. Und das auch erst nach einem ausführlichen Gespräch (auch so ein wunderbarer Zufall) mit der Autorin die selbst Zahnärztin ist. Als solche hat sie Dentologie studiert und ist beschlagen in allen Dingen rund um die Mundgesundheit. Ihr fehlte etwas sagte sie. Es machte sie stutzig, dass trotz aller Bemühungen manchmal der Erfolg ausblieb, oder dann der Patient zur Selbsthilfe gegriffen, ein besseres Ergebnis vorweisen konnte. Doch das alleine überzeugt ja nicht, erst die Häufung der Heilungen, die eigenen Beobachtungen und die Fähigkeit sich selbst, sein Können, sein Wissen zu überdenken brachten den Stein in Rollen. So hat sie sich nun naturheilkundlich den Zähnen verschrieben, sie sind ja ein gewachsener Teil von uns. Sie sieht nun genauso wenig wie viele Aufgewachte nicht ein, dass Mund und Zahn mit Chemiebomben und allerhand Gerätschaften traktiert werden müssen. Doch damit nicht genug: sie hat all die großen und kleinen Mittel, die Bürsten, die Zahnseiden, Hölzern und was es sonst noch gibt probiert zusammengetragen, auf Tauglichkeit, Sinn und Unsinn geprüft, kritischen Prüfungen und einem Funktionstest unterzogen. Das Praktikable vom Sinnfreien geschieden  Empfehlungen sowie die richtige Anwendung (Anstellwinkel bei Zahnbürsten!) beschrieben. Auch die Inhaltsstoffe einer ach so modernen Zahncreme wurden kritisch unter die Lupe und auseinander genommen. Hier räumt endlich mal eine Zahnärztin mit diesem ganzen Fluoritunsinn auf. Zur Mundgesundheit gehört auch frischer Atem. Warum es manchmal aus dem Mund riecht und was man dagegen tun kann, wie man vorbeugen bzw. es abstellen kann auch davon berichtet Frau Dr. med. dent. Nicole Wagner.


Leseprobe beim Verlag: Richtige Zahnpflege 

Quelle:
https://nietsch.de/heilende-mundsplungen-p-12406.html
Hans-Nietsch-Verlag, 248 Seiten, Broschur
ISBN: 978-3-86264-826-9

Das zweite Buch `Heilende Mundspülungen´, ebenfalls von Dr. Wagner, geht einen Schritt weiter und erklärt wie man sich selbst mit sanften Mitteln helfen kann. So lernen wir erst einmal etwas über den Speichel und welch vielfältige Funktionen er hat. Weiter geht es mit der ausführlichen Darstellung unsere Mitbewohner und ihrer möglichen unerwünschten Wirkungen auf uns. Schließlich sind wir beim Thema Ölziehen angelangt, einer 3000 Jahre alten traditionellen Methode die Zähne zu reinigen, die hier mit den verschiedenen Ölen die zur Anwendung in Frage kommen vorgestellt wird. Überhaupt wird das Ölziehen in den höchsten Tönen gelobt, Versuch macht auch hier klug. Immerhin die Liste der Vorteile einer Ölziehkur und ihrer Wirkung auf den ganzen Körper scheint enorm zu sein. Geht man davon aus, dass durch diese Methode Gifte aus dem Körper heraus bezogen werden so kann sich selbstverständlich eine allgemeine Besserung einstellen. Und die Liste ist so lang, sie reicht von Verbesserungen der Sehleistung bis zu positiven Wirkungen auf den Verdauungstrakt, Blutdruck usw. Propolis, Honig mit seinen wunderbaren antibakteriellen Eigenschaften wird im Mund mit Erfolg angewendet. Ausführlich vorgestellt auch das Vulkangestein Zeolith, ein in der Wirkung nicht zu unterschätzendes Geschenk der Erde, es freut mich in diesem Zusammenhang davon zu lesen. 


Einen großen Teil des Buches nehmen die Heilpflanzen ein. 
Wir begegnen alten Bekannten wie: Aloe Vera, Eukalyptus, Heidelbeeren, Ingwer, Kamille, Knoblauch, Kurkuma, Lavendel, Zitronengras, Melisse, Minze, Nelken und vielen mehr. Zu jeder Heilpflanze ist eine detaillierte Beschreibung ihre Inhaltsstoffe, der Anwendungsmöglichkeit nebst einfach herzustellenden Rezepten für selbstgemachte Zahnpflegemittel. Wie wäre es z. B. mit einer Aloe-Rose-Mundspülung mit Honig? Oder einem selbstgemachten Mittel gegen Lippenherpes? Oder einem Zahnungshilfe-Öl für Säuglinge? Oder einen Lavendel-Gel, für die Regeneration des Zahnfleisches? Selbst ein Öl für die Schmerzbehandlung bei Kopfschmerzen ist aufgeführt. Oder Massageöl zur Narbenbehandlung, wenn man ohnehin dabei ist eine Salbeispülung fürs Zahnfleisch herzustellen?


So geht es die ganzen Bücher durch: vollgestopft mit praktischem, fundiertem, auch geschichtlichem Wissen, das auch vor den Betrachtungen der in der Zahnarztpraxis angewendeten Spüllösungen wie z. b. Chlorhexidin nicht Halt macht. Selbst Wasserstoffperoxid, das vor Chlorhexedinlösungen in Zahnarztpraxen angewendet wurde und sein möglicher Einsatz detailliert beschrieben. Es wird wirklich alles hinterfragt, alles geprüft und alles so wiedergegeben und so erklärt das man es auch tatsächlich zu Hause nachmachen kann, es nachhaltig im Kopf bleibt. Natürlich kann man mit diesem Hintergrund auch seinen Arzt konfrontieren, es dürfte interessant sein was man so als Antwort bekommt. Es ist durchaus kein Geheimnis, dass u. a. die Zahnreparatur bzw Zahnersatz ein durchaus gewinnbringendes Geschäftsmodell sein kann. Zähneputzen kann jedes Kind und wenn es einmal falsch beigebracht nur schwer ab- oder umgewöhnen. Es sei denn man bekommt es ordentlich erklärt. Umso wichtiger war es diese beiden Bücher zu schreiben, die übrigens auch noch reich bebildert sind. Sie enthalten Rat bei allen Eventualitäten rund um die Mundgesundheit, man kann ja vor der nächsten Behandlung noch mal eine Nacht darüber schlafen. Manchmal wirkt es Wunder.




Informationen zur Autorin: Quelle Hans-Nitsch-Verlag


Dr. med. dent. Nicole Wagner

ist Zahnärztin und Heilpraktikerin. Ihr Herzenswunsch ist es, Menschen mit möglichst einfachen und effektiven Mitteln gesund zu erhalten. Bereits in der Schule entwickelte sie ein lebhaftes Interesse an Urheilwissen, wie es seit Jahrtausenden in unterschiedlichen Teilen der Welt praktiziert wird. Sie studierte Zahnmedizin und verfasste ihre Doktorarbeit zum Thema „Angst“ im Fach Psychologie. Es folgten zahlreiche Abschlüsse, unter anderem in Hypnose, ein Masterstudiengang in Wurzelkanalbehandlung, eine Ausbildung zum psychosomatischen Berater bei Dr. med. Rüdiger Dahlke sowie eine Reihe von Fortbildungen bei Dr. med. Dietrich Klinghardt. Eigene Erkrankungen ließen sie noch intensiver nach Krankheitsursachen sowie einfachen, effektiven und erschwinglichen Heilmitteln suchen. Dabei legt sie großen Wert darauf, ihre Erkenntnisse wissenschaftlich zu belegen.

Heute praktiziert die Autorin als Zahnärztin und Heilpraktikerin in Ismaning (Landkreis München).