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Montag, 28. April 2014

Die Sache mit dem Zahn und Amalgan

Irgendwie ist der April schon wieder fast herum und ich habe weder Zeit noch Lust gehabt irgendwas zu schreiben. Das ganze Jahr wollte schon nicht so richtig in die Gänge kommen. Was solls, dachte ich, wird schon werden. Von wegen, na egal. Was ich eigentlich erzählen will ist die Story vom Zahn. Amalgan im Mund, na klar, Altlasten, die sollten raus. Aber wenn einer Schiss vorm Zahnarzt hat dann bleibt das erst mal drin. Soweit geht es ja, eine Bruchsteinhöhle mit Einschlaglöchern ist es auch nicht gewesen, eben ein paar alte Baustellen. Und eine um die geht’s jetzt: Diese sah man nicht, allenfalls auf einem Röntgenbild. Das lassen wir noch, sagte mein Zahnklemptner vor 2 Jahren, damit quäle ich sie jetzt nicht(?!). Frontzahn unten, Loch im Zahnzwischenraumbereich unterhalb der Zahnfleischkante. Da sollte man schon was machen, eigentlich. Ich wusste aber wo er wohnt  Zeit für Experimente. Das Loch, liebe Freunde, ist alleine zugewachsen, so wahr ich hier schreibe. Alles braucht Zeit, auch ein Zahn, aber die Zeit hatte er. Man kann ja nicht erwarten, dass die Sünderei von ein paar Jahren in ein paar Tagen ausgestanden ist. Meine liebe Sünde waren die ach so feinen Karamellbonbons. Jedenfalls ist dieser Zahn wieder gesund, von alleine. Das Schlüsselwort heißt Vollwert, Zuckerersatzstoffe (Xucker / Xylitol). 
Der reichliche Genuss von gescheitem Käse hat auch ein Kinderzähnchen sich regenerieren lassen, ich hab es gesehen. Meine vielgepriesenen und mittlerweile so sündhaft teuren Schindeles Mineralien (wird da der Berg alle – oder was?), vermischt mit pulverisierten Eierschalen haben ganz bestimmt dazu beigetragen. Ebenso das selbst gemischtes Zahngel und die Mundspüllösung aus angesetzter Beinwelltinktur. Da kann ich es an mir sehen, der Zahn kann sich, wenn er nur Zeit und Ruhe hat, ein bisschen Unterstützung erfährt, selber wieder heilen. Für alles andere gab es eine neue Zahnärztin, die die Amalganbomben durch fein gearbeitete Kunststofffüllungen ersetzte. Ich komme nicht umhin, ihr handwerkliches Geschick zu bewundern. Was mir aufgefallen ist: Seit der Pubertät stellten sich öfter als mir lieb war bohrende Kopfschmerzen ein, pünktlich Mittwoch, bei Wetterumschwüngen, Ärger oder Schlafmangel. Das ist deutlich besser. Selbst das Auge, das nach längerer Arbeit am PC nach Pause schrie, macht keine Probleme mehr, ich sehe auch besser, die Brille habe ich seit 8 Wochen nicht mehr auf. Ist doch erstaunlich, was das bisschen Schwermetall ausmacht. Vielleicht macht mein kurzer Bericht Mut sich das Zeug ausbauen zu lassen, es hat sich total gelohnt. Danke Fr. Dr. Flury! Und danke auch an das gesamte Team.


Rezept für Beinwelltinktur: 


Getrocknete Beinwellwurzeln aus der Apotheke in ein Schraubglas füllen mit 40 - 45 % Wodka übergießen, zuschrauben, dunkel stellen und täglich schütteln. Nach 6 Wochen Auszugszeit das Ganze filtrieren und in dunkle Flaschen Füllen. Beschriften nicht vergessen. Hält sich ca. 5 Jahre.


Hier noch ein Video vom Beinwell :-) von Markus Forster

Donnerstag, 26. Juni 2014

Natron, Natriumbicarbonat - Tausendsassa :-)

Ich kann mich noch gut an Omas zweite Wunderwaffe das Natron erinnern. Auch wenn es zeitweise in Vergessenheit zu geraten schien, so erlebt es wie viele andere Mittel eine
Renaissance. Da kann man bloß wieder sagen: Gut das es das Internet gibt und die Vernetzungen regen Austausch von neuem und altbewährten möglich manchen. Und bei Natron kann man mit Fug und Recht sagen, es ist ein Tausendsassa und kein Hexenwerk.

Die Namen:

  • Natriumbicarbonat 
  • Natriumhydrogencarbonat
  • doppeltkohlensaures Natron
  • Natron
bezeichnen alle ein und dasselbe Mittel. Seine chemische Formel ist NaHCO3.

Diese sind nicht zu verwechseln mit: 

  • Waschsoda =Natriumcarbonat Na2CO3 oder
  • Ätznatron = Natriumhydroxid NAOH+ H2O. 
Das Erste ist ein Reinigungsmittel und das Ätznatron wird unter anderem zur Herstellung von Seife verwendet. 


Natron ist ein recht altes Heilmittel, selbst im alten Ägypten oder in den Aufzeichnung der arabischen Ärzte kann man davon lesen. In dem Buch "Franzensbad und seine Heilmittel in den Krankheiten des Weibes" heißt es:

"Das kohlensaure Natron hat eine wichtige Aufgabe im Haushalte unseres Organismus. Es bewirkt die Alkalescenz des Blutes, bewahrt dasselbe vor Gerinnung, indem es das Eiweiss und den Faserstoff des Blutes in gelöstem Zustande erhält; schützt dasselbe gegen die Anfeindungen aller durch die Nahrungsmittel zugeführten Säuren, indem es die Mineralsäuren durch das Natron neutralisirt und die Umwandlung der Pflanzensäuren mit dem Natron zu kohlensaurem Natron fördert. Es ist im Blute der Träger der Kohlensäure, welche beim Atmungsvorgänge durch die Lungen ausgeschieden wird, vermittelt demnach die Oxydationsvorgänge im Organismus und übt einen mächtigen Einfluss auf den Stoffwechsel aus. Das kohlensaure Natron innerlich genommen, beruhigt die Magennerven, stillt den Durst, neutralisiert die Säuren, fördert den Stoffumsatz und macht den Urin alkalisch. 
Das kohlensaure Natron übt wegen seiner auflösenden Wirkung einen günstigen Einfluss aus auf den chronischen Katarrh der Schleimhäute der Verdauungs-‚ Atmungs- und Harnwege und steuert durch den beförderten Stoffumsatz der Bildung von Harnsteinen und Harngries. Das kohlensaure Natron macht einen Säuerling zum alkalischen Säuerling..."

Im "Handbuch der praktischen Arzneimittellehre: Band 2" wird es als "rasch wirksames Schmerzmittel in einen hohlen Zahn gebracht" und "äußerlich als Waschungen bei Knochenentzündungen" genannt.

In "Hufeland's Journal der practischen Heilkunde, Band 84" heißt es:

"Zu den wertvollsten Beiträgen der praktischen Medizinern neueste Zeit gehört meinen nach Ansicht kohlensaures Natron als eines der kräftigsten und mächtigsten rückbildenden Mittel gegen die verzweifelsten Unterleibsübel mit Recht angerühmt und zur Prüfung anempfohlen. 

Vorzüglich hilfreich bewertet hat sich dies in der Tat treffliche Heilmittel in der von Fischer vorgeschriebenen Verbindung mit anderen höchst zweckmäßig unterstützten Heilmittel und der darüber hinaus strengen Diät gegen Gicht, hartnäckige Drüsenverhärtungen, besonders der weiblichen Brüste, der Bauchspeicheldrüse, des Gekröses, der Leber, der Milz, der Ovarien, Gebärmutter, Hoden, der Schilddrüse usw." 

Quelle: nexus-magazin.de
In der "Wochenschrift für die gesamte Heilkunde, Band 2 - Johann Ludwig Casper" wird wiederholt auf die Verhinderung der Fettbildung unter Natroneinnahme hingewiesen. Doch Natron kann so viel mehr.

In einigen veröffentlichten Artikel  im kann man sich ein umfassendes Bild darüber nach modernen Maßstäben verschaffen. Überhaupt taucht das Natron immer wieder in zahlreichen Artikeln des Magazins auf. 


Und in dem Buch "Natriumbicarbonat - Krebstherapie für jedermann" des Mobiwell Verlages schildert Dr. med. Sircus eindrucksvoll die Anwendungsmöglichkeiten rund um die Erhaltung der Gesundheit oder Wiederherstellung derselben.  Dabei möchte ich an dieser Stelle noch darauf hinweisen, dass es sich nicht um ein reines Krebsbuch handelt sondern das hier Ratschläge rund ums Natron enthalten sind die auch Diabetes, Nierenproblemen, Allergiene, Hautproblemen und Infektionen Erleichterung verschaffen. Auch in der Hygiene, als Schmerzmittel, bei Insektenstichen kann man Natron anwenden. Selbst basenbildende Lebensmittel und die Anzeichen von Übersäuerung finden sich hier ein. So kann man den Titel ruhig jedem zur Lektüre geben,  der sich für seine Gesundheit interessiert. 

Wenn Natron eingenommen wird, reagiert es mit der im Magen vorhandenen Säuren und spaltet sich auf in Kochsalz und Wasser, welches ausgeschieden wird, sowie in Kohlendioxid welches sich in einem herzhaften Aufstoßen seinen Weg an die Luft bahnt. Damit die aufgenommenen Nahrung aufgespalten werden kann, herrscht im Magen ein saures Milieu. Der Körper produziert zu diesem Zweck Magensäure, die aus Salzsäure besteht. Und er hat natürlich auch das Gegenmittel in Form von Natriumbicarbonat zur Verfügung. So hält er die Balance zwischen beiden im Einklang. Natriumbicarbonat wirkt also als ein so genannter Säurepuffer in unserem Organismus. In der Medizin wird Natriumbicarbonat als 8,4 %ige Lösung bei Übersäuerung des Blutes durch unzureichende Sauerstoffversorgung angewendet. Es ist in der Notfall- und Reanimationsmedizin vom von größtem Nutzen.

Als weißes Pulver kann man Natron unter den Namen Natriumbicarbonat, Kaisernatron, Bullrichsalz oder ähnlichen erwerben. Es ist in Backpulver enthalten welche aber eben neben Natriumbicarbonat noch mit anderen Zusätzen gemischt sind. Natriumbicarbonat ist ein doppeltkohlensaures Natron. In den USA ist es unter dem Namen Baking Soda bekannt. 

Hier nun einige Anwendungen zur Körper und Gesundheitspflege: 


  • Zum Waschen des Gesichts in das halbvolle Waschbecken 4 TL Natron geben, damit das waschen, bei Entzündungen der Haut eine Waschlösung herstellen und damit die betroffenen Gebiete vorsichtig reinigen. 1 TL auf 1 Liter Wasser. 
  • Oder eine Paste herstellen und diese auf entzündliche Pusteln und Pickel auftragen, trocknen lassen. Mit Wasser abnehmen. Augen bitte dabei gut schließen. 
  • Mund-, Zahn- und Zungenpflege: Etwas Natron auf die Zahnbürste geben und damit die Zähne und die Zunge putzen. Alles wird blitzsauber und richt frisch. Zahnbeläge werden deutlich reduziert, die Bildung von Zahnstein eingeschränkt. Gurgellösung: Wasser mit 1 TL Natron versetzen und los gehts. Hilft auch bei Halsweh.
  • Natron bleicht außerdem die Zähne mild bzw. kann Verfärbungen entfernen. Wer viel Tee trinkt könnte es also ruhig ausprobieren. 
  • Zahnprothese über Nacht in Natronlösung erspart teure Reiniger. 
  • Haare waschen: 500 ml handwarmes Wasser mit 2 EL Natron versetzen, damit das Haar einweichen und zwei, drei Minuten abwarten. Schließlich ausspülen, dem letzten Spülwasser einen Schuss Apfelessig zusetzen, das lässt das Haar glänzen. 
  • Deo: 1 Glas Wasser mit 1 TL Natron versetzen. 
  • Basisch baden zur Entschlackung und Hautpflege: Pro Badewanne 100 g Natron auflösen. Bitte keine anderen Badezusätze verwenden. Dauer ca. 1 Stunde. Danach ausruhen. 
  • Deocrem: Etwas Kokosfett mit 1 Tl Natron verreiben und in ein kleines, gut schließendes Döschen füllen. Beides in Kombination wirkt hervorragend. Wenn es sehr heiß ist schwitzt man zwar, aber es richt kein bisschen. 
  • müde Füße freuen sich über ein Fußbad. Dazu 3 El in eine Schüssel geben, Wasser dazu
  • Bei Insektenstichen: Brei aus Natron und Wasser auftragen. Keine Schwellung, kein Juckreiz. Bei Kopfschmerzen, Kater, Sodbrennen: 1 TL in einem Glas Wasser. 

Weitere Informationen zum downloaden gibt es bei der Firma Holste, Hersteller von Kaiser Natron:

Schulterproblem? Ade - auf hoffentlich nimmer Wiedersehen! 

Ich hatte - irgendwie hängt mir das nach - diesmal in der rechten Schulter eine Sehnenentzündung. Sehr schmerzhaft, normale Therapie half nicht. Jetzt habe ich jeden Abend 1 TL Natron in einem Glas Wasser genommen und siehe da, die Schulter ist nach einer Woche nun fast schmerzfrei. 

(Alle Angaben stellen keinen medizinischen Ratschlag dar. Anwendung auf eigene Gefahr.)


Und sonst...

1 Tasse Natron in die Waschmaschine macht Weichspüler überflüssig.
In Natronwasser eingelegte Gardinen werden schön weiß.
1 Tasse Natron in den Abfluss geben, darauf 1 Tasse Apfelessig. Das macht den Abfluß frei.
Spülbecken, Badewanne ect. anfeuchten, Natron darüberstreuen. Löst Seifenreste, Schmutz und so weiter.
Das Edelstahlbecken in der Küche wird mit dieser Methode tadellos sauber.







Freitag, 8. November 2019

Richtige Zahnpflege & Heilende Mundspülungen. Zwei Buchbesprechungen

Mit den Zähnen das ist ja immer so eine ganz besondere Angelegenheit, behaftet mit Ängsten, Horrorgeschichten, Irrtümern, schlechten Erfahrungen. Wenn die Zähne weh tun oder irgendetwas nicht stimmt dann fühlt man sich naturgemäß unwohl. Alles fragen kann man den Zahnarzt fast nicht, weil immer irgendwie das dumpfe Gefühl des nicht unbedingten Vertrauens da ist - zumindest geht es mir so, wenn mir meine Zahnärztin ständig einreden will die Kinder mit e***x-Gelee zu traktieren, obwohl da Fluorid enthalten. Ein gesundes Misstrauen, kritisches Hinterfragen ist in jedem Falle angezeigt. Ein guter Arzt wird sich die Argumentation seines Patienten anhören und bedacht sein zusammen Lösungen zu finden. Es ist wichtig nicht dogmatisch alles hinzunehmen und immer in Frage zu stellen. 


Quelle: 
Hans-Nietsch-Verlag, 216 Seiten, Broschur
ISBN: 978-3-86264-827-6

Die Zahnheilkunde unterliegt genau wie jede andere (medizinische) Fachrichtung ständigem Wandel, der auch vom Beobachten, Ausprobieren, Erfolg und Irrtum beeinflusst wird. Die langjährige Erfahrung eines Zahnarztes ist selbstverständlich maßgeblich in Beratungsinhalten wiederzufinden. Natürlich befragt man das Internet, Freunde und Bekannte, die Dame im Drogeriemarkt oder in der Apotheke und ist nachher genauso schlau wie vorher. Insbesondere dann, wenn man die neue Errungenschaft seinem Arzt präsentiert hat und dieser das gute Gefühl komplett mit einem Satz zunichte machen kann. Ob er dabei richtig liegt schwer zu sagen, wenn Hintergrundinformationen fehlen. Stets bleibt aber doch - so meine ich - das dumpfe Gefühl, dass man doch nicht alles fragen kann ohne wie ein kompletter Depp dazustehen. Das liegt wohl am Thema selber den Zähnen (auch Darm und sowieso das Untenrum). Was ist denn nun wirklich richtig und was ist weniger gut, oder gar schädlich? Zugegeben es ist das erste Buch über Zahnheilkunde das ich gelesen habe. Und das auch erst nach einem ausführlichen Gespräch (auch so ein wunderbarer Zufall) mit der Autorin die selbst Zahnärztin ist. Als solche hat sie Dentologie studiert und ist beschlagen in allen Dingen rund um die Mundgesundheit. Ihr fehlte etwas sagte sie. Es machte sie stutzig, dass trotz aller Bemühungen manchmal der Erfolg ausblieb, oder dann der Patient zur Selbsthilfe gegriffen, ein besseres Ergebnis vorweisen konnte. Doch das alleine überzeugt ja nicht, erst die Häufung der Heilungen, die eigenen Beobachtungen und die Fähigkeit sich selbst, sein Können, sein Wissen zu überdenken brachten den Stein in Rollen. So hat sie sich nun naturheilkundlich den Zähnen verschrieben, sie sind ja ein gewachsener Teil von uns. Sie sieht nun genauso wenig wie viele Aufgewachte nicht ein, dass Mund und Zahn mit Chemiebomben und allerhand Gerätschaften traktiert werden müssen. Doch damit nicht genug: sie hat all die großen und kleinen Mittel, die Bürsten, die Zahnseiden, Hölzern und was es sonst noch gibt probiert zusammengetragen, auf Tauglichkeit, Sinn und Unsinn geprüft, kritischen Prüfungen und einem Funktionstest unterzogen. Das Praktikable vom Sinnfreien geschieden  Empfehlungen sowie die richtige Anwendung (Anstellwinkel bei Zahnbürsten!) beschrieben. Auch die Inhaltsstoffe einer ach so modernen Zahncreme wurden kritisch unter die Lupe und auseinander genommen. Hier räumt endlich mal eine Zahnärztin mit diesem ganzen Fluoritunsinn auf. Zur Mundgesundheit gehört auch frischer Atem. Warum es manchmal aus dem Mund riecht und was man dagegen tun kann, wie man vorbeugen bzw. es abstellen kann auch davon berichtet Frau Dr. med. dent. Nicole Wagner.


Leseprobe beim Verlag: Richtige Zahnpflege 

Quelle:
https://nietsch.de/heilende-mundsplungen-p-12406.html
Hans-Nietsch-Verlag, 248 Seiten, Broschur
ISBN: 978-3-86264-826-9

Das zweite Buch `Heilende Mundspülungen´, ebenfalls von Dr. Wagner, geht einen Schritt weiter und erklärt wie man sich selbst mit sanften Mitteln helfen kann. So lernen wir erst einmal etwas über den Speichel und welch vielfältige Funktionen er hat. Weiter geht es mit der ausführlichen Darstellung unsere Mitbewohner und ihrer möglichen unerwünschten Wirkungen auf uns. Schließlich sind wir beim Thema Ölziehen angelangt, einer 3000 Jahre alten traditionellen Methode die Zähne zu reinigen, die hier mit den verschiedenen Ölen die zur Anwendung in Frage kommen vorgestellt wird. Überhaupt wird das Ölziehen in den höchsten Tönen gelobt, Versuch macht auch hier klug. Immerhin die Liste der Vorteile einer Ölziehkur und ihrer Wirkung auf den ganzen Körper scheint enorm zu sein. Geht man davon aus, dass durch diese Methode Gifte aus dem Körper heraus bezogen werden so kann sich selbstverständlich eine allgemeine Besserung einstellen. Und die Liste ist so lang, sie reicht von Verbesserungen der Sehleistung bis zu positiven Wirkungen auf den Verdauungstrakt, Blutdruck usw. Propolis, Honig mit seinen wunderbaren antibakteriellen Eigenschaften wird im Mund mit Erfolg angewendet. Ausführlich vorgestellt auch das Vulkangestein Zeolith, ein in der Wirkung nicht zu unterschätzendes Geschenk der Erde, es freut mich in diesem Zusammenhang davon zu lesen. 


Einen großen Teil des Buches nehmen die Heilpflanzen ein. 
Wir begegnen alten Bekannten wie: Aloe Vera, Eukalyptus, Heidelbeeren, Ingwer, Kamille, Knoblauch, Kurkuma, Lavendel, Zitronengras, Melisse, Minze, Nelken und vielen mehr. Zu jeder Heilpflanze ist eine detaillierte Beschreibung ihre Inhaltsstoffe, der Anwendungsmöglichkeit nebst einfach herzustellenden Rezepten für selbstgemachte Zahnpflegemittel. Wie wäre es z. B. mit einer Aloe-Rose-Mundspülung mit Honig? Oder einem selbstgemachten Mittel gegen Lippenherpes? Oder einem Zahnungshilfe-Öl für Säuglinge? Oder einen Lavendel-Gel, für die Regeneration des Zahnfleisches? Selbst ein Öl für die Schmerzbehandlung bei Kopfschmerzen ist aufgeführt. Oder Massageöl zur Narbenbehandlung, wenn man ohnehin dabei ist eine Salbeispülung fürs Zahnfleisch herzustellen?


So geht es die ganzen Bücher durch: vollgestopft mit praktischem, fundiertem, auch geschichtlichem Wissen, das auch vor den Betrachtungen der in der Zahnarztpraxis angewendeten Spüllösungen wie z. b. Chlorhexidin nicht Halt macht. Selbst Wasserstoffperoxid, das vor Chlorhexedinlösungen in Zahnarztpraxen angewendet wurde und sein möglicher Einsatz detailliert beschrieben. Es wird wirklich alles hinterfragt, alles geprüft und alles so wiedergegeben und so erklärt das man es auch tatsächlich zu Hause nachmachen kann, es nachhaltig im Kopf bleibt. Natürlich kann man mit diesem Hintergrund auch seinen Arzt konfrontieren, es dürfte interessant sein was man so als Antwort bekommt. Es ist durchaus kein Geheimnis, dass u. a. die Zahnreparatur bzw Zahnersatz ein durchaus gewinnbringendes Geschäftsmodell sein kann. Zähneputzen kann jedes Kind und wenn es einmal falsch beigebracht nur schwer ab- oder umgewöhnen. Es sei denn man bekommt es ordentlich erklärt. Umso wichtiger war es diese beiden Bücher zu schreiben, die übrigens auch noch reich bebildert sind. Sie enthalten Rat bei allen Eventualitäten rund um die Mundgesundheit, man kann ja vor der nächsten Behandlung noch mal eine Nacht darüber schlafen. Manchmal wirkt es Wunder.




Informationen zur Autorin: Quelle Hans-Nitsch-Verlag


Dr. med. dent. Nicole Wagner

ist Zahnärztin und Heilpraktikerin. Ihr Herzenswunsch ist es, Menschen mit möglichst einfachen und effektiven Mitteln gesund zu erhalten. Bereits in der Schule entwickelte sie ein lebhaftes Interesse an Urheilwissen, wie es seit Jahrtausenden in unterschiedlichen Teilen der Welt praktiziert wird. Sie studierte Zahnmedizin und verfasste ihre Doktorarbeit zum Thema „Angst“ im Fach Psychologie. Es folgten zahlreiche Abschlüsse, unter anderem in Hypnose, ein Masterstudiengang in Wurzelkanalbehandlung, eine Ausbildung zum psychosomatischen Berater bei Dr. med. Rüdiger Dahlke sowie eine Reihe von Fortbildungen bei Dr. med. Dietrich Klinghardt. Eigene Erkrankungen ließen sie noch intensiver nach Krankheitsursachen sowie einfachen, effektiven und erschwinglichen Heilmitteln suchen. Dabei legt sie großen Wert darauf, ihre Erkenntnisse wissenschaftlich zu belegen.

Heute praktiziert die Autorin als Zahnärztin und Heilpraktikerin in Ismaning (Landkreis München).

Montag, 26. September 2022

Favorit: Zum Geleit - Aufstellen, Pflege, Wartung

Dies ist MEINE Übersetzung / Anleitung / Meinung: Übersetzt, getestet, für gut befunden – aber trotzdem ohne Gewähr. Jeder strickt auf eigene Gefahr 😏 / Interprätation der Originalanleitung. Ich übernehme keine Garantie für die Richtigkeit.

 Beachte bitte genau die Vorschriften in deiner Anleitung!

  • Ziehe den Strickschlauch nach unten und halten ihn mit einer Hand gut am Maschinen-Standfuß fest, damit die Maschen nicht von den Nadeln fallen - bzw. die Maschen hinter die Nadelzungen gleiten und gut abstricken.
  • Wichtig: Die Spitze des Maschengrößenreglers (G) darf niemals zwischen die Buchstaben S und L zeigen.

 

Aufstellen der Maschine

  • Die Klemme (Abb. l) wird an der Kante eines stabilen Tisches oder einer anderen geeigneten Unterlage angeschraubt.
  • Der Anschlagkorb (Abb. 2) wird mittig den um den Standfuß gelegt
  • „Anslag“ nach vorn zeigend auf den Standfuß stellen, dabei auf die Führungsnut im Standfuß achten, damit steht die Maschine sicher

Pflege und Wartung der Favorit

  • Pflege Deine betagte Maschine und setze sie keinen Stößen oder anderen Beschädigungen aus. Decke sie bei Nichtbenutzung gegen Staub ab oder verstaue sie in ihrem Kistchen.

Reinigung:

Die gesamte Maschine sollte von Zeit zu Zeit gereinigt und geschmiert werden.

  • Drehe die Fadenspannung nach rechts
  • Löse die drei Schrauben in der Mitte der Maschine und entferne die obere Abdeckung, anschließend kann die Handkurbel abgenommen werden.
  • Hebe die Führungsplatte ab
  • Entferne die Nadeln, lege sie in Petroleum ein. Mit einer feinen (Zahn)Bürste können sie ebenso wie die Rillen des Nadelbetts gesäubert werden. Anschließend trocknen und etwas Fett (Ballistol fest) auf Nadelbett und Nadelkläppchen auftragen
  • Nadelbett wieder auf den Standfuß stellen.
  • dann Nadeln in die Maschine soweit wie möglich Richtung Mitte einlegen und in den Nadelkanal drücken,
  • Die Führungsplatte ebenso reinigen und fetten, dann aufsetzen
  • Handkurbel aufsetzen, Abdeckung auflegen und festschrauben
  • Darauf achten, dass sich keine Garnreste unter der Befestigungsmutter am Zeiger G und um die Schraube des Gestänges A sowie in der Fadenspannung sammeln. 

Montag, 23. Februar 2015

Salbei – Salvia officinalis

Volkstümliche Namen: Gartensalbei, Scharlachkraut, Zahnblatt, Allheil, salvare bedeutet heilen


Beschreibung:


  • Halbstrauch. 20 -60 cm, 
  • Stängel holzig, vierkantig, wenige Haare, 
  • Blätter gegenständig. Lanzettlich – oval, 
  • Farbe hellgrün, flauschigwollig, wintergrün, 
  • Blüten in den Seitenquirlen, 
  • veilchenblau, bis 4 cm groß, Juni - Juli

Sammelgut: Blätter und Blüten
Inhaltstoffe: ätherische Salbeiöl (Salviae aetheroleum), Salbeiöl ist reich an Thujon, außerdem Isoprenoide, Gerbstoffe und Bitterstoffe.

Wirkung: blutstillend, harntreibend, stärkend, zusammenziehend, magenstärkend, wundheilend, antiseptisch, schweißhemmend,

Anwendung:

Aufguss:


  • 40 g pro l kochendes Wasser, ziehen lassen, seihen, nach den Mahlzeiten eine Tasse bei
- Verdauungsbeschwerden und nächtlichen Schweißausbrüchen während der Wechseljahre,
- regulierende Wirkung auf den weiblichen Zyklus, wirkt menstruationsfördernd und dabei schmerzlindernd im Zyklus, 
- heißer Salbeiwein soll bei Diabetes helfen, 
- Spülungen kräftigen Zahn und Zahnfleisch, 
- fördert den Haarwuchs als Tonikum für die Kopfhaut. 
- Räucherpflanze

Umschlag: 


  • bei Hautabschürfungen und Ausschlägen, als Gurgelwasser bei Problemen mit dem Zahnfleisch und bei Mandelentzündungen.


Freitag, 2. Mai 2014

Schaschlik: Grillen einmal östlich - Buchbesprechung

Der Spieß als Träger diverser Zutaten von dem das Fett mit Würzmitteln aromatisch zischend im Fett verrauchend eine duftige Botschaft an die Nase sendet, begleitet mich von Kindesbeinen an. „Schaschlik“, Inbegriff lecker-saftiger Kreationen, (natürlich nicht zu vergleichen mit dem lieblos aneinander gesteckten Spießlein mancher Fleischtheken), kann man immer wider neu entdecken. Und dazu braucht man nicht unbedingt riesenhafte Spieße und einen besonderen Grill, obwohl es ungleich viel mehr Spaß macht, man kann auf einem größeren Holzkohlegrill richtig schöne Spieße brutzeln. Groß ist natürlich etwas Besonderes, das traditionelle Mangal auch. Derweil gibt es gute Kombigeräte oder man baut eins selber, ein wenig handwerkliches Geschick vorausgesetzt. Etwas Vorarbeit ist vonnöten, beim Grill und bei der Vorbereitung des Grillgutes, viel Vorarbeit, wenn es etwas raffinierter wird. Gute Zutaten,  die richtige Temperatur, eine Portion Liebe und Kreativität. So war es schon immer und so wird es auch bleiben. Den Weg vom bewährten Paprika-Zwiebel-Fleisch-Speck-Spieß ebnet das Buch für alle Andersgriller, endlich mal nicht nur bekannte Varianten und „bloß“ Wurst und Steak, inklusive einer perfekten Beschreibung und anschaulichen Experimenten a la: was passiert wenn…?

Es wird längst nicht nur Schwein, Lamm und Rind gewürfelt, gewolft als Hack oder mariniert, gefüllt, aufgerollt und aufgespießt. Innereien wie Leber, Zunge oder Fisch z. B.  Sterlet, Hecht oder Barsch, gefülltes Gemüse oder solo, Kartoffeln, Hühnchen, Ente, Pferd alles landet auf dem Grill. Natürlich entsprechend gewürzt mit fein abgestimmten Marinaden, dazu werden Saucen und  Beilagen gereicht. Finessen und Ideen mannigfach, das man sich echt fragt: Wer kommt auf solche Einfälle:  Herr Stalic. Die Rezepte sind im Text eingebunden, dass man das ganze Buch lesen kann und wird wie eine Lobeshymne aufs Grillen, eine Schwelgerei am Spieß. Das wird nicht langweilig, das macht Hunger, gut dass Mai ist und die Grillzeit beginnt. Schon beim Betrachten der Bilder tropft der Zahn. Das Buch macht sich auch sehr gut als Geschenk an alle Freunde des Kochens im Freien in seiner Vollendung: Grillen. 


Der Autor
STALIC ist ein russischer Bestseller-Autor im kulinarischen Bereich. Von seinem Schaschlik-Buch wurden binnen weniger Monate mehr als 50.000 Exemplare verkauft. Am 20. März 2014 tritt er in der Kochshow der Deutschen Welle auf, außerdem erscheinen Artikel von Stalic im ersten deutschen Grill- und Barbecue-Magazin „Fire & Food“.



ISBN 978-3-7020-1446-9
STALIC
SCHASCHLIK
Grillen einmal östlich
Aus dem Russischen übersetzt von Christina Brock
248 Seiten, durchgehend farbig bebildert, Großformat, Hardcover
€ 19,90

Dienstag, 11. Februar 2020

Das Öl der vier Diebe und die Pestilenz / Thievesöl

Eins sucht doch wirklich jedes Jahr Mitteleuropa heim, die Influenza, die Grippe. Wer schon mal eine hatte der weiß wie sich das anfühlt. Mich hat es 2018 erwischt und ich habe ewig gebraucht mich davon zu erholen, gleichwohl ich kein hohes Fieber hatte und irgendwie auch nicht so die direkten Symptome einer Influenza. Aber es war eine wie man durch Abstrich unzweifelhaft nachweisen konnte. Und nun kraucht noch eine weitere Pestilenz scheinbar unaufhaltsam über den Erdball, ganz egal wie sie sich nennt und wer sie erschuf: Corona ist in aller Munde. Und wie ich so darüber nachdachte und auch über das Wort Pestilenz (ich mag das irgendwie), da fiel mir das Vier-Diebe-Öl auch Thievesöl ein, dessen Rezeptur angeblich aus dem Mittelalter stammt. Es besteht aus 4, optional 5, hochwirksamen ätherischen Ölen, die zusammengenommen ein unglaubliches Wirkspektrum aufweisen. Nachdem das fertige Ölgemisch ja nun nicht gerade günstig ist, habe ich diverse Literatur gewälzt um Rezepturen zu vergleichen. Schlussendlich habe ich mir für 60 € ätherische Öle beim Händler meines Vertrauens bestellt und nun 9 Flaschen a 50 ml herausgebracht. Das Ganze hat unheimlich Spaß gemacht, die ganze Wohnung riecht wunderbar nach Nelken und Zimt, Rosmarin, Eukalyptus und Zitrone.

Achtung: Die folgenden 
Informationen ersetzen
keinesfalls den Besuch bei Arzt.
 Sie stellen auch keine Beratung
dar sondern  dienen ausschließlich
informativen Zwecken. 

 Im Herbst nun geisterten diverse Schlagzeilen über das Aus der Antibiotika durch die Gazetten, es trat eigentlich genau das ein was Herr Buhner schon vor Jahren gesagt, wovor so viele naturheilkundlich interessierte, der Mutter Erde zugewandte Menschen schon seit Jahren warnen: die Büchse der Pandora ist offen und der Rezeptblock bleibt im jungfräulichen Rosa, es gibt nichts Neues mehr so heißt es. Und während nun die einen versuchen krampfhaft alle Nachrichten irgendwie so hin zu biegen, das keine allgemeine Panik ausbricht, wundern sich die Anderen über den Aufwand der betrieben wird und das Virus einzudämmen.



 Kehren wir zurück zum Vier-Diebe-Öl und schauen uns einmal die Zusammensetzung an. 


Zum Ersten wäre da Eukalyptus, der Baum, dessen Ursprungsland Australien ist. Er ist der höchste Laubbaum der Erde, in seinen Wäldern ist die Luft so rein und Klar als Atme man pure Erdmagie. Schon die Spanier legten damit während der Kolonialzeit Sumpfgebiete trocken und gedachten so der Malariamücke die Lebensgrundlage zu entziehen. Es gibt etwa 500 verschiedene Arten, sein Holz ist recht hart, seine blaugrünen Blätter duften aromatisch. Die Wuchshöhe beträgt bis zu 150m. Eukalyptus wirkt keimtötend und entzündungshemmend auf die Atemwege, außerdem schleimlösend und fiebersenkend. Durch das Einatmen werden die roten Blutkörperchen aktiviert, Eukalyptus belebt und steigert die Konzentration. Er harmoniert gut mit Lavendel, Melisse und Zitrone. 
Innerlich angewendet wird der Teeaufguss der Blätter oder ein bis zwei Tropfen in eine Tasse warmen Wasser zusammen mit einem Teelöffel Honig. Zur Desinfektion der Raumluft versprüht man eine 2 prozentige Emulsion, diese tötet bis zu 70% der in der Raumluft schwebenden Staphylokokken!

Das nächste Öl ist das der Nelke, welches per Wasserdampfdestillation aus den Zweigen und Blüten hergestellt wird. Die Chinesen kannten Gewürznelken schon vor 2000 Jahren. Sie sind außergewöhnlich stark keimtötend, was nach einschlägiger Literatur schon damals bekannt gewesen sein soll. So wurde Nelkenöl gegen Cholera, Diphtherie, Tuberkulose und Milzbrand eingesetzt. Es wirkt auch sehr gut gegen Streptokokken, Staphylokokken und Colibakterien. Es wirkt auch stimulierend bei Schwächezuständen, in jedem Fall desinfizierend und eignet sich zur Verräucherung und in der Duftlampe - auch im freien - denn es hält zuverlässig Insekten fern.

Eine weitere Inkredenz, wenn auch in manchen Rezepten als optional angeführt, wäre das Rosmarinöl, welches ebenfalls per Wasserdampfdestillation des blühenden Krautes hergestellt wird. Rosmarin ist ein immergrüner buschig verzweigter Halbstrauch, es wirkt anregend auf Herz und Kreislauf und bei Erschöpfungszuständen, es stärkt das Nervenkostüm und fördert die Konzentration, es wirkt entzündungshemmend und krampflösend und ist von daher ein gutes Mittel bei allen Erkrankungen der Atemwege, auch bei Influenza und Asthma. Es wird sowohl innerlich (als Tee bei Herzschwäche Verdauungsstörungen und Kopfschmerzen, sowie für Leber- und Gallenstärkung) als äußerlich (als Massageöl, Badezusatz, und Einreibung bei Durchblutungsstörung, Nervenschmerzen und rheumatischen Beschwerden) angewendet. Es soll nicht während der Schwangerschaft eingenommen und bei Epilepsie gemieden werden.

Zimtrindenöl gewinnt man aus dem Zimtbaum, welcher auf Sri Lanka, in China und Indien immergrün bis zu 10 m hoch aufstrebt. Für unser Öl brauchen wir unbedingt das der Zimtrinde, nicht das Öl der Blätter. Die Öle unterscheiden sich grundsätzlich in der Zusammensetzung und damit auch in der Wirkungsweise. Das Rindenöl regt Herz und Kreislauf an, ist sehr stark antiseptisch und tötet sogar die Erreger von Typhus in hoher Verdünnung noch ab. Es wirkt krampflösend und zusammenziehend, verdauungsfördernd und magenstärkend. Es stimuliert und er wärmt. Es verströmt einen angenehmen süßen warmen Duft, wirkt leicht anregend und verschafft bei Erkältungskrankheiten und Influenza schnell Linderung. Es harmoniert sehr gut mit allen Ylanh Ylang, Sandelholz Jasmin, Lemongras und auch Bergamotte. Angewendet wird es äußerlich für Massagen, Kompressen bei krampfartigen Magenschmerzen und schmerzhafter Menstruation, als Badezusatz und natürlich bei Grippe und Erkältung. Innerlich ein bis zwei Tropfen auf einen Teelöffel Honig in einer Tasse Wasser aufgelöst ein bis zweimal täglich trinken. Nicht überdosieren da das Kopfschmerzen und Müdigkeit auslösen kann. 

Das letzte Öl ist das der Zitrone, was wir von jeher mit Sauberkeit verbinden, da Reinigungsmittel (synthetisch) mit Zitrone beduftet werden. Freilich kann man diesen Geruch nicht gleichsetzen mit dem, des per Kaltpressung der Fruchtschalen hergestellten ätherischen Öles. Zitronen sind etwa 5 m hohe immergrüne Bäume, die faszinierenderweise fast ganzjährig blühen und ständig Früchte nachproduzieren. Auch das Zitronenöl wirkt sehr stark antiseptisch und bakterizid. Der Saft ist so stark, dass er in kurzer Zeit so viele Keime abtötet, dass sogar abgestandenes Wasser wieder genießbar werden soll. Zitrone desinfiziert sowohl Flächen als auch die Raumluft. Es wirkt erfrischend bei Schwächezuständen, entzündungshemmend und stärkend und unterstützt so die körpereigenen Abwehrkräfte. Äußerlich kann es angewendet werden als Massageöl, in Duschgels und als Badezusatz. Da ist auch auf der Haut seine wohltuenden Eigenschaften entfaltet, wirkt es natürlich alleen entzündlichen Prozessen wie z. B. Akne entgegen. Juckende Insektenstiche geben Ruhe bedröpfelt man sie mit Zitrone. Bei Schnupfen und Stirnhöhlenvereiterung bringt ein kleiner Wattebausch mit Zitrone beträufeln und in das Nasenloch gestopft doch recht schnell Abhilfe. Den Meisten von uns wird die heiße Zitrone als Mittel bei Erkältungen geläufig sein, bei Halsschmerzen auf eine Tasse warmes Wasser den Saft der frischen Zitrone geben und damit gurgeln. So beugt sie vielen Infektionskrankheiten vor und hilft - oh Wunder - auch bei übersäuertem Magen.

Dieses Gemisch ätherischer Öle hat eine ausgesprochen starke Wirkung gegen Viren und Bakterien. Doch wie wendet man es aber nun an? 


·       Zur Desinfektion der Raumluft könnte man es vernebeln bzw. in der Duftlampe verdunsten lassen. Man könnte auch ein kleines Taschentuch mit ein paar wenigen Tropfen auf die Heizung legen.
·       Zur Desinfektion von Böden und Flächen einige Tropfen ins Wischwasser geben.
·       Da in der Küche die größte Bakterienschleuder meist Schwämme, Bürsten und Lappen sind, die man sowieso regelmäßig ersetzen muss, schadet etwas Öl auch hier nicht.
·       Ich habe die Toilettenrolle innen auf der Pappe etwas betropft, so verduftet sich das Öl in Toilettennähe und entfaltet auch dort seine wohltuende Wirkung.
·       Einige Tropfen in der Waschmaschine und in der Geschirrspülmaschine wirken auch hier desinfizieren und beugen schlechten Gerüchen vor.
·       Mit etwas Alkohol verdünnt und in die Schuhe gesprüht wird sicherlich wie eine Verjüngungskur auf diese, man denke nur an die Zimtsohlen. Alkohol deshalb, weil diese zuverlässig trocknet. 
·       Als Badezusatz und zur Inhalation bei Erkältungskrankheiten einige Tropfen ins Wasser geben.

Verdünnte Anwendung auf der Haut: Bitte auf ein Schnapsglas Trägeröl 3 bis 5 Tropfen Thievesöl geben. Als Trägeröle kommen in Frage: Olive, Mandel, Sonnenblume, Jojobaöl, Traubenkern,  auch Kokus, welches man vorher erst aufschmelzen muss.

Anwendung des verdünnten Thievesöls:

Es kommt zum Einsatz:
  • als Massageöl bei Rückenschmerzen oder bei Gelenkschmerzen verwenden. Es ist hier wohltuend, schmerzlindernd und wärmend.  
  • Bei Erkältungen Brust, Rücken und Fußsohlen einreiben.  
  • Pickelchen, entzündliche Prozesse auch bei Haustieren können ebenfalls mit dem verdünnten Öl betupft werden. 
  • Zur Pflege von Zahn und Zahnfleisch kann es zum Gurgeln und spülen verwendet werden.  Wer es mag und wem es nicht zu scharf ist kann auch seine Zahnpasta damit präparieren. Ein Rezept für ein selbstgemachtes Zahngel findet sich hier. Auch dies kann mit Thievesöl sinnvoll ergänzt werden. 
  • Schließlich darf ein kleines Fläschchen in die Handtasche wandern und wann immer man seiner desinfizierenden Wirkung bedarf ein nützlicher Helfer sein. Der Duft des Öles hält lästige Insekten fern und schützt unsere Zimmerpflanzen vor und bei parasitären Befall. 
Das Vier- Diebe-Öl ist ein wahrer Tausendsassa in seiner Kombination und riecht wunderbar nach Weihnachten.

Und so wird es gemacht: (ich habe die sechzig-fache Menge hergestellt)



·       2 ml (entspr. 40 Tropfen) ätherisches Nelkenöl

·       2 ml (entspr. 40 Tropfen) ätherisches Zitronenöl

·       1,75 ml (entspr. 35 Tropfen) ätherisches  Zimtrindenöl

·       0,75 ml (entspr. 15 Tropfen) ätherisches Eukalyptusöl

·       0,75 ml (entspr. 15 Tropfen) ätherisches Rosmarinöl

Die Öle miteinander in eine saubere dunkle Glasflasche füllen. Braunglasflaschen aus der Apotheke sind hier bestens geeignet. Nimm solche mit Tropfeinsatz. Beschriften nicht vergessen!


Dosierung ätherischer Öle und Ölmischungen:

  • Für Körper- und Massageöle: 25 Tropfen auf 50 ml
  • Für die Inhalation in einer großen Schüssel: 8 bis 10 Tropfen, 10 Minuten lang, zwei bis dreimal täglich. 
  • Für Vollbäder 3 bis 6 Tropfen
  • Bademilch: 100 ml pflanzliche Milch mit drei bis sechs Tropfen vermischen
  • Kompresse: eine Schüssel warmes Wasser und zwei Tropfen Öl, gut umrühren damit sich ein Ölfilm bildet. Nun ein zusammen gefaltetes Leinen- oder Taschentuch oberflächlich eintauchen, nicht vollständig hinein drücken!. So entsteht ein gleichmäßiger dünner Film auf dem Tuch. Dieses mit der feuchten Seite zur Haut auflegen, mit einem Wolltuch, Handtuch o. ä. abdecken. Lassen Sie es zwischen 15 Minuten und einer Stunde liegen.
So wie das selbstgemachte Zahngel mit vier Diebe Öl versetzt werden kann, so können Sie auch eine keimtötende Creme damit herstellen. Alles was Sie brauchen sind 30g lanolinfreie Salbengrundlage, diese erhalten Sie in der Apotheke. Lassen Sie sich die Salbengrundlage gleich in so genannte Unguatorkruken abfüllen. Das sind Salbengefäße mit beweglichem Boden und einer kleineren Öffnung zusätzlich im Deckel. Dadurch ist das Dosieren sehr einfach und es muss nicht immer mit den Finger hineingelangt werden.


Für das Flaschenetikett:


Thieves-Öl / 4-Diebe-Öl
Antibakteriell, antiseptisch, antiviral, immunstärkend, krampflösend, erfrischend durchblutungsfördernd, schmerzstillend.
Zutaten: Eukalyptus radiata, Gewürznelke (Syzygium aromaticum), Rosmarin (Rosmarinus officinalis), Zimt (Cinnamomum verum), Zitrone (Citrus limon). Hergestellt am xxxyyyy0, Kühl & dunkel lagern
Verdünnen in Ölivenö(o.ä.) 3-5 Tr. auf 1 TL. Innerlich das schon verdünnte Öl mit pflanzlicher Milch mischen – 1Tr. auf 120ml.

ANWENDUNG:
Erkältung verdünnt auf oberen Rücken Brustkorbmitte auftragen, Fußsohlen einreiben. Inhalieren. Hals- & Kopfweh: 1 verdünnter Tr. mit 1 EL Wasser gurgeln & schlucken. Zähne / Zahlfleisch – verdünnt in Zahnpasta verwenden, 1 Tr. Zw. 2 Finger Zahnseide durchziehen. Akne: verdünnt auf die betroffenen Stellen auftragen. Massageöl: einige Tr. in Basisöl.(olive, Sonnenblume, Kokus…) Fußpilz: Zehen / Füße mit verdünnten Öl einreiben. Insektenstiche: verdünnt auftragen. Im Haushalt: Duftlame zur Luftreinigung & Konzentrationssteigerung. Desinfektion: einige Tropfen in den Geschirrspüler geben, solo in Waschmaschine, ins Wischwasser. Haustiere: verdünnt auf Wunden auftragen, zum Reinigen von Käfig, Katzenklo. Pflanzen: 10 Tropfen mit 1/2 Tasse Wasser mischen, Pflanzen besprühen um Insekten abzuhalten. Unterwegs: verdünntes Öl auf Reisen als antibakteriellen Schutz verwenden – Hände damit desinfizieren, einige Tropfen auf einem Papiertuch auf den Heizkörper legen.