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Montag, 2. März 2020

Desinfektionsmittel selbst gemacht mit ätherischen Ölen: Raumspray, Duftmischung, Desinfektion


Geht Euch auch der ganz Zirkus auch auf die Nerven rund um Desinfektion und Corona? Der Ansturm auf Desinfektionsmittel hält unvermindert an wie leere Regale in Supermärkten und Drogerien zeigen. Nach dem Motto viel hilft viel übertreibt es die eine Hälfte und die Andere ist derartig arrogant und dämlich, anders kann man es nicht mehr bezeichnen. Beispiel gefällig: So geschehen beim Metzger. Da steht eine Person mit einer Grippe und hustet und niest und stellt dann noch fest, dass man ja nichts weiter habe. Dabei glüht der Kopf, der Husten hört sich schlimm an, Nase läuft... Das vielleicht irgendjemand mit ansteht, der gerade ein angeschlagenes Immunsystem hat, vielleicht eben genesen ist, eine schwerwiegende Krankheit mit sich herum schleppt, eine Chemo hatte, oder irgendwer ist schwanger und braucht gewiss keine Erkältung, auch das kleine Würmerl, was im Wagen liegt nicht... Sowas fällt diesen arroganten Menschen überhaupt nicht ein. Glasklar, manchmal geht es nicht anders. Aber wenn: Warum bleiben die nicht einfach zu Hause und schicken jemand zum Einkaufen? Besagte Person hatte ihr jugendliches Kind dabei, dass durchaus in der Lage gewesen wären mit Zettel und Geld zum Metzger zu laufen. Zu allem Überfluss muss man sich dann noch über die Menschen lustig machen, den das Ganze vielleicht doch ein wenig ernster sehen (müssen). Was ist nur aus gegenseitiger Rücksichtnahme geworden? Also darüber könnte ich mich wirklich aufregen, jedes Jahr, nicht nur wenn man mal gezwungen ist öffentliche Toiletten zu benutzen. Wäre schon mal gut würde wenigstens neben dem Wasserhahn auch mal ein Stück Seife liegen. Und wie manche Toiletten hinterlassen - pfui Teufel sage ich da bloß, für manche Menschen ist sogar ein Grundmaß an Hygiene ein Unding. 

Dabei müsste man gar nicht mit der chemischen Keule draufhauen und gleich gar nicht sich ängstigen, wenn es mal mit dem Einkaufen nicht so klappt. Die Natur gibt uns hochwirksame Mittel in die Hand, eins davon sind ätherische Öle welche ein absolut zuverlässiges Wirkspektrum aufweisen. Für die Flächendesinfektion kommen folgende ätherische Öle in Frage: 
  • Bergamotte, Myrte, Salbei, Wacholder, Zimt, Lavendel, Teebaum, Cajeput, Niaouli und Zimtrinde. 
Und für die Desinfektion der Luft: 
  • Lavendel, Zitrone, Eukalyptus Globulus, Lemongras, Nelke, Latschenkiefer und Thymian rot. Wobei Nelke Thymian und Zimtrinde als stark keimtötend gelten. 
Angewendet werden diese Öle als sogenannte Trockeninhalation oder als Spray. Dazu zwei bis drei Tropfen einer Duftmischung oder das Öl pur auf ein Taschentuch geben, tief einatmen. Auch ein um den Hals geschlungenes Tuch kann als Träger fungieren. Eine formschöne Möglichkeit ist die Anwendung in einer Duftlampe, die ist in vielen Variationen mit Kerzenbetrieb oder auch elektrisch gibt. Die Dosierung ist abhängig von der Raumgröße. Pro 30 qm benötigt man vier bis zehn Tropfen je nach Duftintensität. 

Falls ihr euer Büro beduften wollt: bitte fragt eure Arbeitskollegen - nicht jeder verträgt es und manch eine ist vielleicht schwanger, Diabetiker, Epileptiker oder sonst irgendwas - bitte vorher miteinander absprechen. Es handelt sich hier um hoch komplexe Mittel, deren Wirkung auch in Verdünnung erstaunlich ist. Teebaum z. B. wirkt 1:200 verdünnt immer noch gegen Streptokokken, die Halsentzündungen hervorrufen, oder in 1:28000 gegen Gonokokkus Bakterium, welche Gonorrhoe hervorruft. Oder Thymian, dieser wirkt in einer Verdünnung von 1: 2000 immer noch gegen E-Coli Bakterien, Nelkenknospen 1:6.000 verdünnt gegen Tuberkulosebakterien und Zimt in einer Verdünnung von 1:300 gegen Typhus. Eine Studie aus den 1970er Jahren erforsche Zitronengrasöl. Dieses ist genauso wirksam ist wie Penicillin, darüber hinaus es ist wesentlich wirksamer als Streptomycin (Antibiotikum). So ist es nicht verwunderlich, dass das Zitronengrasöl  zur Wunddesinfektion benutzt wurde. Die ätherischen Öle sind so hoch wirksam das ist ein Frevel wäre sich ihre nicht zu bedienen. Sie sind selbstverständlich immer mit der nötigen Sorgfalt und Vorsicht anzuwenden, Arzt, Apotheker und Aromatherapeuten geben Auskunft. Vorsicht bei Vorerkrankungen, Schwangerschaften. Dossierungen unbedingt beachten, insbesondere bei Babys und kleinen Kindern. Nochmal: Bitte informiert Euch bevor ihr ein Öl anwendet ganz genau.

Eine Duftmischung für die Desinfektion der Raumluft

Für ein kleines Fläschchen: je 10 Tropfen Eukalyptus, 10 Tropfen Wacholder, 60 Tropfen Lavendel (wer Lavendel nicht mag den Bergamotte). Wenn es noch stärker sein soll: dann jeweils 40 Tropfen von Zimt, Bergamotte und Ysop in ein kleines Fläschchen geben.

Für ein Raumspray:

250 ml Wodka oder Korn als Träger in eine Sprühflasche geben. Dazu 150 Tropfen ätherische Öle – gerne in Kombination. Favorisieren würde ich Zitrone, alle Nadelbäume, Thymian, Eukalyptus… Zuschrauben, gut schütteln – auch vor jeder Anwendung, beschriften nicht vergessen! Alle paar Stunden einen Sprühstoß in die Luft geben – das genügt vollkommen. Mehr ist nicht notwendig. Eine kleine Flasche (Nasenspraygröße) passt auch in die Jackentasche für die duftige Desinfektion der Hände unterwegs.


An dieser Stelle möchte ich auch noch einmal auf das Öl der vier Diebe hinweisen. Es ist auch die Rezeptur eines antiseptischen Essigs überliefert, welcher als vorbeugendes Mittel gegen ansteckende Krankheiten ist. Von diesem Essig wird (ebenso (wie vom Öl der vier Diebe / Thievesöl) berichtet, dass er von Leichenfledderern in den 1630er Jahren während der Pestepidemie benutzt wurde. Um den Feuertod zu entgehen verrieten die Delinquenten das Rezept. Der Essig wird mittels Extraktion der Pflanzen durchgeführt. Angeblich war dieser aus Wermut, Mädesüß, Wacholderbeeren, wildem Majoran, Salbei, Gewürznelken, Alantwurzel, Engelwurz, Rosmarin, Andorn und Kampfer zusammengesetzt. Damit Hände und Gesicht einreiben oder verdunsten lassen.

Nach Jan Valnet: 
1250g weißer Essig in ein weithalsiges Gefäß schütten. Dazu: je 2,5g Knoblauch, Zimt, Muskatnuss, Gewürznelken, je 20g Lavendel, Raute, Pfefferminze, Salbei, Thymian, Rosmarin, kleiner und großer Wermut. Die Kräuter für 14 Tage abgedeckt ziehen lassen, anschließend abgießen, filtrieren und die Kräuter ausdrücken. Den Essig in eine Flasche füllen, beschriften nicht vergessen. Nun noch 5g Kampfer in 20g Essigsäure auflösen und hinzugeben.

Bleibt wachsam, munter und gesund. 
Liebe Grüße
Landi

Dienstag, 17. Februar 2015

Echter Lavendel- Lavendula Officinalis

Volkstümliche Namen: Speik, Schwindelkraut

Beschreibung:

  • Halbstrauch, 50 – 60 cm hoch, Blätter lanzettlich, gegenständig, etwas härtere Blättchen. Blüten Lavendelfarben in Ähren zusammenstehend, angenehmer Duft. 

Sammelgut: Blüten, Kraut
Inhaltstoffe: Ätherisches Öl: Lavendelöl (Lavandulae aetheroleum)

Wirkung: beruhigend, krampfstillend, harntreibend,  stärkt den Magen, antiseptisch,

Anwendung: 

  • Migräne, Kopfschmerzen, Unruhe, Insektenstiche, Rheuma, Gicht, nervösem Magen, Schlafstörungen


Aufguss: 

  • 30 g Blüten auf 1 Liter kochendes Wasser, ziehen lassen

Bei Erkältungen tägl. 3 Tassen (Bronchitis, Schnupfen,  Asthma)
auch bei Migräne – (Eigenerfahrung:) 4 Tr. ätherisches Lavendelöl auf einen Würfelzucker und im Mund zergehen lassen. Mund ausspülen, runterschlucken nicht vergessen wegen Zucker. Hilft mir bei Migräne mit Aura. Wer das kennt, mag vielleicht dies probieren, bevor er zur Chemiekeule greift. Vorher bitte noch den Arzt befragen.

Lavendel entspannt den Kopf. 2 Tr. Bei normalem Kopfweh mit ein wenig Mandelöl mischen und die Stirn und Nacken einreiben. Oder 2 Tropfen pur nehmen.)

Bei Schlaflosigkeit trinkt man vor den Schlafen gehen eine Tasse Tee.

Tinktur:

  • 40 g Blüten in 500 ml Wodka 2 Wochen auslaugen lassen, filtrieren. Bei Quetschungen und rheumatischen Schmerzen auftragen. Essenz hilft auch gegen übermäßige Schweißbildung. 


Lavendelöl:

  • 40 g Blüten in 500 ml Rapsöl ziehen lassen. Filtrieren. Davon einige Tropfen auf einem Stück Zucker helfen ebenfalls gegen Kopfweh. 


Trocknen: über Kopf in Sträußen

Lavendelblütenkissen pur oder in Kombi mit anderen Kräutern als Beigabe ins Bett fördert gesunden Schlaf. Anleitung zum Kräuterkissen im Anhang.





Freitag, 1. Februar 2013

Schwanger - na und :-) Teil 1: Rund um die Brust / Stillzeit

Lange lange ist es her, die Erinnerung aber ist wacher denn je, viele Fragen der Jüngeren bewirken dies. Aber wie ist das noch, wenn man schwanger ist - fast automatisch wird man, wenn man bisher sich selten bis gar nicht bei den Ärzten blicken ließ, zum therapierbaren Individium, obwohl alles ganz von selber gehen könnte, wenn man es denn ließe. Zumindest ging es mir so. Freilich gibt es eine schier unendliche Liste von Büchern, in jedem steht alles ein bisschen anders. So habe ich mir gedacht, hier an dieser Stelle für die typischsten Beschwerden natürliche Mittel wieder zugeben, die unseren Großeltern noch geläufig waren.

Eins möchte ich noch vorwegschicken: Die nachfolgenden Texte erheben keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit, bin ja kein Therapeut. Auch muss jede werdende Mami selber entscheiden, ob sie das Eine oder Andere testen mag.

Es gibt einige ätherische Öle, die man in der Schwangerschaft unbedingt meiden sollte, da sie gebärmutterwirksam sind. Diese sind u. a.: Basilikum, Zimtrinde, Poleiminze, Ysop, Myrrhe, Bohnenkraut, Salbei, Thymian, Oregano.

Das man sich gesund ernährt, nicht raucht und ungebührlich Alc zu sich nimmt setze ich voraus. Daher gehe ich darauf an dieser Stelle nicht ein. Allerspätestens könnte man nun damit aufhören. Zu den typischsten Anzeichen einer Schwangerschaft gehören z. B. Spannen der Brust, Geruchsempfindlichkeit, Übelkeit und Erbrechen. All diese Erscheinungen haben ihren Sinn, schließlich soll Frau ja wissen, was Sache ist. Bis auf die Speierei, da kann man wirklich drauf verzichten :-), alles andere lässt sich ertragen. Die hormonellen Veränderungen sind Auslöser hierfür. Fangen wir beim Brustspannen an. Beachte: wenn du Fiber bekommst und die Lymphdrüsen der Achsel druckempfindlich sind, suchst du besser deine Hebi bzw. einen Doc auf. Überhaupt ist eine gute Hebamme immer gern für Dich da, wenn du Fragen hast.

Rund um die Brust - In der Schwangerschaft

  • Ätherisch:
Auflage aus Lavendelöl: Dazu in 3/4 l Wasser 2 Tropfen Lavendelöl geben, ein sauberes Mulltuch einweichen und auswringen, auflegen.
  • Homöophatisch:
Conium D6 (bei Brustbeschwerden, verursacht durch die Vergrösserung)
Bryonia D6 (bei harten, gespannten Brüsten)
Belladonna D6 (harte und gespannten Brüsten, mit roten Steifen

Dosierung: 3-mal täglich 3 Globuli vor dem Essen unter die Zunge legen.

  • Massageöl: 
In 100 ml Ringelblumenöl (Das Öl bzw. den Auszug = Mazerat kannst du dir selber herstellen: aus voll erblühten Ringelblumenblüten die Blättchen zupfen und in ein sauberes Marmeladenglas einlegen und mit Maiskeimöl auffüllen. Gut verschließen. Für 4 Wochen ausziehen lassen) gib 20 Tropfen Lavendel fein und 10 Tropfen römische Kamille. Gut schütteln. Von der Brustwarze weg ganz sanft massieren.

Nach der Geburt / Stillzeit


Nicht umsonst heißt es "Stille Zeit". In dieser Zeit muss man sich Ruhe gönnen, es ist am Partner, Aufregung und Streß von der Mutter genauso wie in der Schwangerschaft nun auch in der Stillzeit fernzuhalten. Dazu gehört auch, dass man der Schwiegermutter und sonstigen angeheirateten Individuen im Notfall zeigt, was "ne Harke ist". Wer nervt fliegt raus. Punkt.


Stillen ist und bleibt das Beste für das Baby, das hat Mutter Natur schon so eingerichtet wie es richtig ist. Die meisten Frauen können es, wer es möchte: Herzlichen Glückwunsch zu so viel Mutterliebe und Verstand. Wer nicht möchte, der soll es lassen, aber bitte die Mamas in Ruhe lassen, die es tun. Auch wenn es über das vermeintliche "übliche" Maß weit hinausgehen sollte. Das Wichtigste ist, dass sich Mutter und Kind wohlfühlen. Es spielt überhaut gar keine Rolle, was irgendwer dazu zu plappern hat. Es ist völlig egal, was die Werbung suggeriert und für was irgendwer mit seinem Namen steht. Lasst euch bloß nicht ins Boxhorn jagen, hört auf euer Bauchgefühl.

Einige Zeit nach der Geburt kommt es zum Milcheinschuss, dieser kann unter Umständen recht schmerzhaft sein. Die Brust wird warm, groß und rund, sehr fest und tut dann doch etwas weh. Je nach Temprament und Kraft des Kindes kann das Stillen doch gerade am Anfang etwas zwicken. Die Hebamme zeigt gern, wie das Baby gehalten und angelegt wird. Kann sein, du hast einen ungeduldigen Schreihals :-) dann bleib selbst ruhig und gefasst, immer dran denken, jeder fängt mal an, in einigen Tagen bist du Profi. Das wird schon, du schaffst das, denn du bist nun eine Mama. Um den Milchfluss zu erleichtern, mach dir warme Umschläge mit einem großem Mulltuch. Die Wärme tut gut.

Medela
Stillhütchen
  • Milchbildungstee: 
je 10 g von Kümmel, Eisenkraut, Basilikum, Fenchel und je 5 g von Anis, Taubnessel, Gänsefingerkraut, isländ. Moos, sowie 15 g Zinnkraut

Pro Tag 2 gestrichenen EL mit 1/2 l kochenden Wasser übergießen, 5 -10 min ziehen lassen. Kann bis auf einen Liter gesteigert werden.


  • Massageöl zur Milchbildung: 
in 100 ml gutes Mandelöl gib bitte je 1 Tropfen folgender ätherischen Öle: Rose marok. Abs., Fenchel, Karottensamen, Koriandersamen und je 2 Tropfen folgender ätherischen Öle: Lavendel extrafein, Anis, Kreuzkümmel

Gut verschütteln. 2-3 mal täglich nach dem Stillen massiere die Brust damit, aber nicht die Brustwarze. Das Öl vorher in den Händen anwärmen. Reste abwischen. Sparsam sein. 

Medela
Brustwartzenschutz

Wunde Brustwarzen: 

  • Nach dem Stillen die Brustwarzen mit etwas Muttermilch an der Luft trocknen lassen. Die Muttermilch unterstützt die Heilung. (auch bei wunden Babypo). Beim Stillen nicht verkrampfen, atme den Schmerz weg. 
  • Brusthütchen verwenden, wenn es arg schlimm sein sollte von Medela z. B. gibt es aus Silikon welche, die werden einfach aufgelegt und man kann weiter Stillen. 
  • Das Baby mal anders anlegen, wie einen Baseball an der Talie vorbei, ein (Still- oder Seitenschläfer-) Kissen erleichtert das Halten des Kindes.  
  • Massageöl bei wunden Brustwarzen: 1 Tr. Rose auf 20 ml süßes Mandelöl nach dem Stillen sanft auftragen.
  • Manche Hebamme schwört auf gereinigtes Wollfett = Lanolin, ob es hilft muß man selber testen.

Abstillen


Das Abstillen geschieht eigentlich automatisch, wenn man der Natur ihren Lauf lässt. Da man sowieso stillt nach Bedarf ist Mamas Busen auf Anpassen trainiert. Wie lange du stillst und wann Schluss damit ist, entscheidest du zusammen mit deinem Baby. Bloß kein Theater und klein schlechtes Gewissen, freu dich, wenn es lange und reichlich fließt. Wenn du dich entschlossen hast: Pfefferminze und Salbei unterstützen beim dich Abstillen, falls es nötig sein sollte. Den Aufguß bereitest du so: Auf 1 TL Kräuter  250 ml kochendes Wasser geben, zugedeckt 5-10 min ziehen lassen. Ein maximal zwei mal pro Tag eine Tasse trinken für 3 - Wochen. Auch hier gilt: in der Ruhe liegt die Kraft. Es dauert seine Zeit, bis die stille Zeit zu Ende geht. 

So und noch was: ich bin das Paradebeispiel dafür, dass Langzeitstillen eben nicht schadet, dass das Kind pumperlgesund ist, sich prächtig entwickelt hat. So wie es sein soll. Wer Fragen dazu hat und nicht gehippt werden will, der wende sich an lalecheliga. Hier geht es nur ums Stillen. Die Pro´s fürs Stillen liegen auf der Hand. 

Als Contra wird z. B. angeführt: 
Medela
Milchauffangschalen
  • Mama wird wieder unabhängiger, das Baby kann auch mal jemand Anderer betreuen: Pump halt ab, dass geht auch, wenn Baby dann aus der Flasche trinken mag. 
  • Mama weiß wie viel das Baby getrunken hat. Wenn es denn sein muß, kannst du es wiegen, vorher und nachher. Dann weißt du es auch. 
  • Papa kann in die Mahlzeiten einbezogen werden und fühlt sich nicht ausgegrenzt. Es gibt auch noch andere Aufgaben rund um die Kinderpflege. Da kann der Papa auch helfen, Bäuerchen machen z. B. oder bei Blähungen auf Papas großer Schulter liegen, baden, Fingerspiele nach Alter, in den Schlaf wiegen...  
  • Das Kind nimmt schneller zu. Da frag ich mich: Muss es dass denn? Kann es nicht zunehmen, wie es Mutter Natur vorgesehen hat? 
  • Mama kann normal essen und auch mal Alkohol trinken und rauchen. Man kann sich doch auch so normal ernähren und auf Alc &Co verzichtet man doch bestimmt gern - oder nicht?
  • In der Stillzeit keine Diät. Aha, Stillen ist die schönste Art Gewicht zu verlieren finde ich. 
  • Keine auslaufenden Brüste und nasse Pullover. Es gibt Still -BH und Stilleinlagen bzw. Milchauffangschalen, da heilt sogar noch eine wunde Warze ab.  
  • Keine Brustentzündungen / Schmerzen beim Anlegen. Brustentzündungen haben verschiedene Ursachen. Es bekommt doch nicht jede Frau automatisch eine Entzündung. Das Anlegen ist nicht schmerzhaft, wenn man es richtig macht. 
  • Brustwachstum wird durch Nichtstillen angehalten, daher keine (weiteren) Dehnungsstreifen. Von wegen, bei vielen Frauen gibt es mit Schwangerschaftsbeginn und / oder noch (mehr) mit dem Milcheinschuß den Vergrößerungsschub. Dehnungsstreifen begegnet man am Besten von vornherein mit guter Pflege. 


    Weiter im Teil 2 (folgt noch)
Bezugsquellen für ätherische Öle & Co: z. B.





Freitag, 8. November 2019

Richtige Zahnpflege & Heilende Mundspülungen. Zwei Buchbesprechungen

Mit den Zähnen das ist ja immer so eine ganz besondere Angelegenheit, behaftet mit Ängsten, Horrorgeschichten, Irrtümern, schlechten Erfahrungen. Wenn die Zähne weh tun oder irgendetwas nicht stimmt dann fühlt man sich naturgemäß unwohl. Alles fragen kann man den Zahnarzt fast nicht, weil immer irgendwie das dumpfe Gefühl des nicht unbedingten Vertrauens da ist - zumindest geht es mir so, wenn mir meine Zahnärztin ständig einreden will die Kinder mit e***x-Gelee zu traktieren, obwohl da Fluorid enthalten. Ein gesundes Misstrauen, kritisches Hinterfragen ist in jedem Falle angezeigt. Ein guter Arzt wird sich die Argumentation seines Patienten anhören und bedacht sein zusammen Lösungen zu finden. Es ist wichtig nicht dogmatisch alles hinzunehmen und immer in Frage zu stellen. 


Quelle: 
Hans-Nietsch-Verlag, 216 Seiten, Broschur
ISBN: 978-3-86264-827-6

Die Zahnheilkunde unterliegt genau wie jede andere (medizinische) Fachrichtung ständigem Wandel, der auch vom Beobachten, Ausprobieren, Erfolg und Irrtum beeinflusst wird. Die langjährige Erfahrung eines Zahnarztes ist selbstverständlich maßgeblich in Beratungsinhalten wiederzufinden. Natürlich befragt man das Internet, Freunde und Bekannte, die Dame im Drogeriemarkt oder in der Apotheke und ist nachher genauso schlau wie vorher. Insbesondere dann, wenn man die neue Errungenschaft seinem Arzt präsentiert hat und dieser das gute Gefühl komplett mit einem Satz zunichte machen kann. Ob er dabei richtig liegt schwer zu sagen, wenn Hintergrundinformationen fehlen. Stets bleibt aber doch - so meine ich - das dumpfe Gefühl, dass man doch nicht alles fragen kann ohne wie ein kompletter Depp dazustehen. Das liegt wohl am Thema selber den Zähnen (auch Darm und sowieso das Untenrum). Was ist denn nun wirklich richtig und was ist weniger gut, oder gar schädlich? Zugegeben es ist das erste Buch über Zahnheilkunde das ich gelesen habe. Und das auch erst nach einem ausführlichen Gespräch (auch so ein wunderbarer Zufall) mit der Autorin die selbst Zahnärztin ist. Als solche hat sie Dentologie studiert und ist beschlagen in allen Dingen rund um die Mundgesundheit. Ihr fehlte etwas sagte sie. Es machte sie stutzig, dass trotz aller Bemühungen manchmal der Erfolg ausblieb, oder dann der Patient zur Selbsthilfe gegriffen, ein besseres Ergebnis vorweisen konnte. Doch das alleine überzeugt ja nicht, erst die Häufung der Heilungen, die eigenen Beobachtungen und die Fähigkeit sich selbst, sein Können, sein Wissen zu überdenken brachten den Stein in Rollen. So hat sie sich nun naturheilkundlich den Zähnen verschrieben, sie sind ja ein gewachsener Teil von uns. Sie sieht nun genauso wenig wie viele Aufgewachte nicht ein, dass Mund und Zahn mit Chemiebomben und allerhand Gerätschaften traktiert werden müssen. Doch damit nicht genug: sie hat all die großen und kleinen Mittel, die Bürsten, die Zahnseiden, Hölzern und was es sonst noch gibt probiert zusammengetragen, auf Tauglichkeit, Sinn und Unsinn geprüft, kritischen Prüfungen und einem Funktionstest unterzogen. Das Praktikable vom Sinnfreien geschieden  Empfehlungen sowie die richtige Anwendung (Anstellwinkel bei Zahnbürsten!) beschrieben. Auch die Inhaltsstoffe einer ach so modernen Zahncreme wurden kritisch unter die Lupe und auseinander genommen. Hier räumt endlich mal eine Zahnärztin mit diesem ganzen Fluoritunsinn auf. Zur Mundgesundheit gehört auch frischer Atem. Warum es manchmal aus dem Mund riecht und was man dagegen tun kann, wie man vorbeugen bzw. es abstellen kann auch davon berichtet Frau Dr. med. dent. Nicole Wagner.


Leseprobe beim Verlag: Richtige Zahnpflege 

Quelle:
https://nietsch.de/heilende-mundsplungen-p-12406.html
Hans-Nietsch-Verlag, 248 Seiten, Broschur
ISBN: 978-3-86264-826-9

Das zweite Buch `Heilende Mundspülungen´, ebenfalls von Dr. Wagner, geht einen Schritt weiter und erklärt wie man sich selbst mit sanften Mitteln helfen kann. So lernen wir erst einmal etwas über den Speichel und welch vielfältige Funktionen er hat. Weiter geht es mit der ausführlichen Darstellung unsere Mitbewohner und ihrer möglichen unerwünschten Wirkungen auf uns. Schließlich sind wir beim Thema Ölziehen angelangt, einer 3000 Jahre alten traditionellen Methode die Zähne zu reinigen, die hier mit den verschiedenen Ölen die zur Anwendung in Frage kommen vorgestellt wird. Überhaupt wird das Ölziehen in den höchsten Tönen gelobt, Versuch macht auch hier klug. Immerhin die Liste der Vorteile einer Ölziehkur und ihrer Wirkung auf den ganzen Körper scheint enorm zu sein. Geht man davon aus, dass durch diese Methode Gifte aus dem Körper heraus bezogen werden so kann sich selbstverständlich eine allgemeine Besserung einstellen. Und die Liste ist so lang, sie reicht von Verbesserungen der Sehleistung bis zu positiven Wirkungen auf den Verdauungstrakt, Blutdruck usw. Propolis, Honig mit seinen wunderbaren antibakteriellen Eigenschaften wird im Mund mit Erfolg angewendet. Ausführlich vorgestellt auch das Vulkangestein Zeolith, ein in der Wirkung nicht zu unterschätzendes Geschenk der Erde, es freut mich in diesem Zusammenhang davon zu lesen. 


Einen großen Teil des Buches nehmen die Heilpflanzen ein. 
Wir begegnen alten Bekannten wie: Aloe Vera, Eukalyptus, Heidelbeeren, Ingwer, Kamille, Knoblauch, Kurkuma, Lavendel, Zitronengras, Melisse, Minze, Nelken und vielen mehr. Zu jeder Heilpflanze ist eine detaillierte Beschreibung ihre Inhaltsstoffe, der Anwendungsmöglichkeit nebst einfach herzustellenden Rezepten für selbstgemachte Zahnpflegemittel. Wie wäre es z. B. mit einer Aloe-Rose-Mundspülung mit Honig? Oder einem selbstgemachten Mittel gegen Lippenherpes? Oder einem Zahnungshilfe-Öl für Säuglinge? Oder einen Lavendel-Gel, für die Regeneration des Zahnfleisches? Selbst ein Öl für die Schmerzbehandlung bei Kopfschmerzen ist aufgeführt. Oder Massageöl zur Narbenbehandlung, wenn man ohnehin dabei ist eine Salbeispülung fürs Zahnfleisch herzustellen?


So geht es die ganzen Bücher durch: vollgestopft mit praktischem, fundiertem, auch geschichtlichem Wissen, das auch vor den Betrachtungen der in der Zahnarztpraxis angewendeten Spüllösungen wie z. b. Chlorhexidin nicht Halt macht. Selbst Wasserstoffperoxid, das vor Chlorhexedinlösungen in Zahnarztpraxen angewendet wurde und sein möglicher Einsatz detailliert beschrieben. Es wird wirklich alles hinterfragt, alles geprüft und alles so wiedergegeben und so erklärt das man es auch tatsächlich zu Hause nachmachen kann, es nachhaltig im Kopf bleibt. Natürlich kann man mit diesem Hintergrund auch seinen Arzt konfrontieren, es dürfte interessant sein was man so als Antwort bekommt. Es ist durchaus kein Geheimnis, dass u. a. die Zahnreparatur bzw Zahnersatz ein durchaus gewinnbringendes Geschäftsmodell sein kann. Zähneputzen kann jedes Kind und wenn es einmal falsch beigebracht nur schwer ab- oder umgewöhnen. Es sei denn man bekommt es ordentlich erklärt. Umso wichtiger war es diese beiden Bücher zu schreiben, die übrigens auch noch reich bebildert sind. Sie enthalten Rat bei allen Eventualitäten rund um die Mundgesundheit, man kann ja vor der nächsten Behandlung noch mal eine Nacht darüber schlafen. Manchmal wirkt es Wunder.




Informationen zur Autorin: Quelle Hans-Nitsch-Verlag


Dr. med. dent. Nicole Wagner

ist Zahnärztin und Heilpraktikerin. Ihr Herzenswunsch ist es, Menschen mit möglichst einfachen und effektiven Mitteln gesund zu erhalten. Bereits in der Schule entwickelte sie ein lebhaftes Interesse an Urheilwissen, wie es seit Jahrtausenden in unterschiedlichen Teilen der Welt praktiziert wird. Sie studierte Zahnmedizin und verfasste ihre Doktorarbeit zum Thema „Angst“ im Fach Psychologie. Es folgten zahlreiche Abschlüsse, unter anderem in Hypnose, ein Masterstudiengang in Wurzelkanalbehandlung, eine Ausbildung zum psychosomatischen Berater bei Dr. med. Rüdiger Dahlke sowie eine Reihe von Fortbildungen bei Dr. med. Dietrich Klinghardt. Eigene Erkrankungen ließen sie noch intensiver nach Krankheitsursachen sowie einfachen, effektiven und erschwinglichen Heilmitteln suchen. Dabei legt sie großen Wert darauf, ihre Erkenntnisse wissenschaftlich zu belegen.

Heute praktiziert die Autorin als Zahnärztin und Heilpraktikerin in Ismaning (Landkreis München).

Donnerstag, 5. März 2015

Buchkind 2: Natürliche Pflege selbst gemacht - Alles für Mutter und Kind

Selbermachen als Lebensprinzip
? Mir geht es um eine grundsätzliche Haltung zum Leben, zu dem, was wir verwenden, und zu dem, was wir weitergeben. Ich bin damit aufgewachsen. Auf dem Land, in einer großen Familie, in der es normal war, Dinge selbst herzustellen, Vorräte anzulegen, Kräuter zu kennen und zu nutzen, und in der das Wissen darüber erklärt und gelebt wurde. Dieses Fundament habe ich später durch meine Ausbildung in der Apotheke ergänzt, und das Leben selbst lässt mich bis heute hinterfragen. Gerade in der Familienplanung, Schwangerschaft ect. wurde mir jedoch auch deutlich, wie weit sich vieles von dem entfernt hat, was ich als Qualität begreife. Ein Großteil dessen, was heute in Tuben, Tiegeln und Flaschen angeboten wird, folgt nur industriellen Maßstäben: vereinheitlicht, überladen und oft weit entfernt von dem, was sinnvoll und notwendig wäre. Mir war klar, dass ich diesen Weg nicht weitergehe. Ich wollte wissen, was ich verwende, und ich wollte entscheiden, was an meine Kinder gelangt.
Dieses Buch ist aus genau dieser Konsequenz entstanden und darauf ausgelegt, Zusammenhänge verständlich zu machen, Dinge eigenständig herzustellen und zu beurteilen. Im Zentrum steht die Rohstoffkunde. Öle, Fette und Wachse werden nicht nur benannt, sondern in ihrer Wirkung und Verarbeitung nachvollziehbar erklärt. Dazu kommt das Wissen um die richtige Aufbereitung von Pflanzen, sei es als Tinktur, Mazerat oder Dekokt. Auch die Destillation von Hydrolaten wird so dargestellt, dass sie nicht als abstrakte Technik stehen bleibt, sondern praktisch umsetzbar wird.

Ein weiterer
Schwerpunkt liegt auf dem Verständnis von Haut als individuellem System. Es wird nicht mit pauschalen Lösungen gearbeitet, sondern differenziert nach Zuständen und Bedürfnissen. Welche Stoffe sinnvoll sind, wie sie eingesetzt werden und wo Grenzen liegen, wird so erklärt, dass daraus eigenständige Entscheidungen möglich werden. Emulgatoren, Tenside und ätherische Öle werden dabei nicht als Schlagworte behandelt, sondern in ihrem tatsächlichen Nutzen und ihrer Funktion.

Die Kapitel zu Frauen, Schwangerschaft und Kindern sind unmittelbar aus der Praxis entstanden. Sie greifen Themen auf, die im Alltag tatsächlich eine Rolle spielen, und verbinden Erfahrung mit fachlicher Grundlage. Es geht um Begleitung, nicht um Vorgaben, und um Lösungen, die tragfähig sind, ohne unnötige Zusätze und ohne das, was heute vielfach als selbstverständlich gilt.

Auch die
Haar- und Körperpflege folgt diesem Ansatz. Statt austauschbarer Anwendungen geht es um funktionierende Pflege, die sich am tatsächlichen Zustand orientiert. Wer versteht, was hier beschrieben wird, ist nicht mehr darauf angewiesen, sich an Werbeversprechen zu orientieren.

Eine besondere Rolle nimmt die
Seifensiederei ein. Es bildet eine Grundlage, weil hier Verständnis, Berechnung und praktische Umsetzung zusammenkommen. Wer Seife selbst herstellen kann und ihre Zusammensetzung versteht, hat einen entscheidenden Schritt in Richtung Unabhängigkeit getan.

Dieses Buch will verstanden und benutzt werden. Es ist darauf ausgelegt, Wissen zu vermitteln, das trägt, und Fähigkeiten zu fördern, die im Alltag entgegen allen Scheins immer Bestand hatten und haben. Es geht nicht darum, etwas „nachzumachen“, sondern darum, wieder zu können, was lange selbstverständlich war.

Die ergänzenden Inhalte auf dem Blog führen dieses Wissen weiter und vertiefen es dort, wo es im Alltag gebraucht wird. Sie sind kein Zusatz, sondern Teil eines Systems, das darauf ausgerichtet ist, Selbstständigkeit wieder möglich zu machen.

Beachten Sie bitte auch die vielen Zusätzlichen Rezepturen auf meinem Blog zum Buch

Viel Freude beim Nachmachen
Landerun

Gebundene Ausgabe / Erscheinungsdatum 05.03.2015
Verlag Buchverlag Leipzig
Seitenzahl 168
Maße (L/B/H) 23,8/17,9/2 cm
Gewicht 631 g
ISBN 978-3-89798-457-8

Übersicht der enthaltenen Rezepturen (ggf. unvollständig)

BEREICH 1: LEBENSPHASEN & SPEZIALPFLEGE
BEREICH 2: HAUTTYPEN, HAAR & SEIFEN
Frau sein, Geburt & Stillzeit

Hildegard-Teemischung • Mönchspfeffer • Lavendelöl-Auflage • Homöopathische Hausapotheke • Massageöl • Ringelblumenöl • Brustwarzenöl • Dammmassageöl 1 & 2 • Kokos-Mandelbutter-Balsam • Mami-Balsam • Dekolleté-Pflegeöl • Babybauchöl • Massageöl gegen Schwangerschaftsstreifen 1 & 2 • Bodybutter gegen Schwangerschaftsstreifen • Body-Öl Vanilletraum • Natürliche Geburt • Plazenta • Kaiserschnitt • Milchbildungs-Rezept • Milchbildungs-Massageöl • Massageöl bei wunden Brustwarzen • Kräutermischung zum Abstillen

Normal bis Trockene Haut


•Reinigungsmilch 1 & 2 • Reinigungsöl-Gel • Hafermehl-Maske • Karottenmaske • Hefemaske • Gesichtsöl 1 & 2 • Zuckerpeeling • Rosen- & Lavendelreinigungsmilch • Reinigungsmilch für trockene Haut 1 & 2 • Reinigungsöl • Hamamelis- & Aloe-Vera-Wasser • Kamillenessig-Wasser • Rotklee-Gänseblümchen-Gel • Bananen-Limetten-Maske • Einfache Honigmaske • Heilerdemaske • Weizenkleie-Peeling • Mandelpeeling • Aprikosenkernöl-Ziegenmilchcreme • Nachtcreme • Schutzsalbe

Babypflege (Komplett)


Babys Badeöl • Kräuterbad (Wunder Popo) • Badezusatz bei Erkältungen • Nabelpflege • Nagelpflege • Babyöl 1 & 2 • Babys Öl-Gel • Basis-Salbe • Ziegenmilch-Creme • Lanolinhaltige Creme (Grundrezept) • Babymassageöl • Kräutersalbe • Weiche Zinkpaste • Zinkpaste als Heilsalbe • Heilsalbe mit Johanniskrautmazerat • Bienenwachssalbe • Creme gegen Ausschlag am Po • Bauchwehöl • Ziegenmilch-Creme

Fettfeuchte & Reife Haut


Reinigungspulver • Waschcreme mit Apfelessig • Kamillenwasser-Waschgel • Elisabeths Gesichtswasser • Reinigungsmilch • Honigreinigungsmilch • Fenchel-Minze-Buttermilch • Zitronen-Pfefferminzwasser • Melissenwasser-Gel • Hafer-Gurkenmaske • Gartentomaten-Tonic • Rosenguss-Wasser • Heilerde-Maske 1 & 2 • Gesichtsöl 1 • Aloe-Vera-Maske • Löwenzahnmaske • Joghurt-Honig-Creme • Nachtcreme • Mandelchen-Creme • Honigblütenwasser • Beinwell-Gel • Früchte-Beinwell-Maske • Sonnenmaske • Antifaltenmaske • Pfirsichcremechen • Feuchtigkeitscreme

Kinder & Teenager


Kinderseife 1 & 2 • Sanftes Gesicht- & Körperpeeling • Körperpeeling Rose, Lavendel, Ringelblume & Kräuter • Auflage für fettige Haut • Salbe für unreine Haut • Pflaster gegen Mitesser

Empfindliche & kranke Haut


Reinigungsmilch bei Couperose • Gesichtswasser für Couperose • Erdbeermaske • Waschgel-Grundrezept (Seifenersatz) • Kartoffelwasser • Gänseblümchen-Gel • Holunderblütenwasser • Gesichtsöl 1 & 2 • Couperose-Öl 2 • Weizenkleie-Peeling • Aloe-Vera-Kräuterpeeling • Aloe-Heilgel • Blumencreme • Reismehl-Sheabutter

Allgemeine Reinigung & Gesichtswässer


Mandelmilchreinigung • Abschminköl • Reinigungscreme 1 & 2 • Reinigungssalbe • Gurkenwasser • Reinigungsöl-Gel • Kräuterwasser • Erfrischendes Gesichtswasser • Drei-Blütenwasser • Honigwasser nach Wilson • Süß-saures Gesichtswasser 1 • Gel-Grundrezept 2 • Gelmaske auf Agar-Agar-Basis

Haarpflege (Komplett)


Honig-Shampoo • Natron-Wäsche • Basis-Shampoo (veränderbar) • Basis-Shampoo mit Betain • Trockenshampoo aus Kräuterwurzeln • Rum-Ei-Shampoo-Mousse • Wascherde • Waschnuss-Shampoo • Beinwellwurzel-Shampoo • Gurken-Shampoo • Zitrusfrüchte-Shampoo • Basis-Shampoo aus Seife • Kräuter-Shampoo aus Seife • Kräuteressig mit & ohne Wasser • Lause-Shampoo • Haarkuren (Joghurt, Olive, Honig, Avocado, Sesam, Knoblauch) • Zwiebelkur • Eiölkur

Cremegrundlagen & Spezialsalben


Kamille-Hefemaske • Tomaten-Avocado-Maske • Bäckermaske • Lanolin-Cremegrundlage (100g) • Lanolin-Cremegrundlage 2 • Sheabutter-Grundsalbe • Obst-Creme • Creme ohne Lanolin • Sommercreme (Cold Cream) • Sanddornsalbe • Karottencreme • Honigblütenheilsalbe

Bäder & Wohlbefinden


Entspannungs-Massageöl • Milchbad • Sahne-Honigbad • Erkältungsbad 1 & 2 • Erfrischungsbad • Belebendes, Euphorisierendes & Pflegendes Badeöl • Belebendes Badesalz • Algenbad • Badepralinen 1 & 2 • Badebomben • Milchbadsäckchen

Seifensieden (Start & Basics)


Grundlagen Fette & Öle • Laugeneinstellung • Startrezeptur • Grundrezept (Fettstangen) • Reine Olivenölseife • Babyseife 1 & 2 • Kinderseife 1 & 2 • Kräuterseife 1

Seifensieden (Spezialitäten)


Olivenöl-Gewürzseife (Heilerde/Molke) • Herbstsinfonie (Bierhefe) • Joghurt-Seife • Mohn-Vanille-Kamutseife • Lavendel-Jogi-Seife • Elfenmund • Milchpulver-Seife • Ziegenmilchseife • Salzseife Olive • Pflegeseife • Haarseife • Gärtnerseife




Freitag, 28. Februar 2020

Der Feind ist eingedrungen, vor dem uns lang gegraut ... Von Knoblauch, Kampfer, Pfeffer, Pestwurz, Salbei, Lavendel, Rosmarin, Zwiebeln, Johanniskraut, Pimpinella

Seuchen gab und gibt es immer wieder, das haben wir schon im Geschichtsunterricht gelernt. Der Mensch wusste schon früh Seuchen für sich zu nutzen und gezielt hervorzurufen. Bei der Belagerung der Burg Karlstein im 15. Jhdt. - so schreibt der Chronist Hayek - sollen um die 1800 Behälter mit Exkrementen und auch Leichen mittels Katapult in die Befestigungsanlage gefeuert worden sein. Von anderen Belagerungen wird ähnliches berichtet. Traten Seuchen unabhängig von Kriegen auf so waren die Auslöser Einschleppung (durch Wanderungen, Handel), befeuert wir das Szenario durch Hunger, Mangelernährung, unzureichende Hygiene. Doch wie gingen die Völker mit solchen Ereignissen um? Leben Menschen in Einklang mit ihrer Umgebung so lernen sie durch Beobachtung, sich anzupassen, das Vorhandene effektiv zu nutzen unter dem Gesichtspunkt des Erhalts und der Mehrung. Das erworbene Wissen (auch das in der
Erbsubstanz der „Herde“ verankerte) wird über Generationen weitergegeben. In Ermangelung wissenschaftlicher Untersuchungsmethoden war zu früheren Zeiten die Krankheit entweder eine Strafe für Fehlverhalten oder das Werk böser Geister, die den Körper des Erkrankten heimsuchten, ihn besetzten. Zur Wiederherstellung der Gesundheit behalf man sich man sich mit allerhand Kräutern, Tränken und Gebräuen. Unsere Vorfahren beherrsch(t)en eine Medizin die sowohl den mythologischen, magischen als auch den naturheilkundlichen Bereich umfasst(e). Allein mit Erstarken der christliche Mythologie und ihrer Gottergebenheit, nach der alles Leiden und selbstverständlich auch die darauffolgende Genesung von Gott kommt, wurde vielfach die Behandlung und die Linderung der Leiden verboten, statt dessen im Gebet Heilung gesucht, was ein hohes Maß an Duldungsfähigkeit und festem Glauben erforderte. Trat eine Krankheit blitzartig und völlig unvorhersehbar auf, so war die logische Erklärung das hier übernatürliche, bösartige Kräfte am Werk waren, Dämonen, der Satan selber und / oder seine Werkzeuge - Hexen und Ketzer. Es wussten sich wenigstes Teile der Bevölkerung auf die ein oder andere Weise zu helfen, einiges ist überliefert, viel zu viel im Nebel der Geschichte und im Rauch der Inquisitionsfeuer verloren gegangen.

Selbstverständlich lernten die Menschen mit dem Auftreten der Seuchen auch ein wenig das Wesen derselben kennen, sie lernten durch Beobachtung und versuchten entsprechende Abwehrmaßregeln zu installieren. Zu den primitivsten und gleichzeitig zweckmäßigsten Mitteln zählen nun mal die einfachste Hygiene und die Separierung der Kranken von den Gesunden, sowie die schnellstmöglich Beseitigung der sterblichen Überreste. Das Entfernen der Kranken aus der Gemeinschaft, ihre vollständige Isolierung, davon berichten Chronisten ebenso wie die Bibel z. B. von Aussätzigen, die in eigens zugewiesenen Gebieten zu leben hatten, bis das Schicksal sie ereilte. Eine weitere Maßnahme war die Absperrung der Ortschaften nach außen, eine Grenzsperre, die sowohl den bösen Geist als auch bereits Erkrankten am Betreten des Dorfes hindern sollte. Sichtbare Zeichen am Wege warnten vorm Weitergehen. An solchen Grenzsperren wurden auch Opfergaben hinterlegt, um die Krankheitsgeister gnädig zu stimmen. So ist von den Tungusen und Burjäten bekannt, dass sie beim Ausbruch von Pockenepidemien Milch, Tee und Fleischspeisen vor ihre Jurten stellten, um so die Krankheit dazu zu bewegen ihre Wohnung zu verschonen. Von den Winnebagoindianer weiß man, dass Hunde sowohl als Opfertier als auch zur Nahrungsgewinnung genutzt wurden. Zum ersten Zweck wurden die Tiere in der Nähe des Dorfes an Bäumen aufgehängt oder Pfähle damit bestückt. Auch Hühner und anderes Getier wurde geopfert, auch in Europa, stets verbunden mit der Bitte diesen Ort zu verschonen. Um
die Bitte nachhaltig zu unterstreichen, auch um eine abschreckende Wirkung zu erzielen, standen den Opfergaben figürliche, oft bewaffnete Mitstreiter bei, an deren Verwendung sich fast nahtlos Magie und Zauberei anschloss. Mit dieser wichtigen Aufgabe war meist ein heilkundlich bewanderter Mitbewohner nebst seinen Gehilfen des betreffenden Siedlungsgebietes betraut. Dabei bediente man sich allerhand geweihter Gerätschaften und einem festgelegten Zeremoniell. Krankheiten wie Typhus, Fleckfieber, Malaria, Gelbfieber, Pest und Cholera mach(t)en den Menschen nicht nur in Europa immer wieder zu schaffen. Die Pest vermochte ein ganzes Gesellschaftssystem in seinen Grundfesten zu erschüttern, alte Regeln und Dogmen hinweg zu fegen und damit Platz zu schaffen für die Weiterentwicklung und Neuausrichtung des gesellschaftlichen Zusammenlebens. Mit dem Auftreten von Epidemien ging also auch immer die Erneuerung des Denkens einher, verbunden mit einer Rückbesinnung und, je nach Schwere des Ausbruchs - die Suche nach einer höheren Macht, in deren Hände man seinen Geist und Schicksal, Ach und Weh befehlen konnte. Doch fußte die Hoffnung der Menschen nicht nur auf Gottvertrauen, sondern auch wie gesagt auf allerlei pflanzlichen, tierischen oder magischen Mitteln. Dabei war man durchaus sehr erfinderisch. An den an Cholera Erkrankten z.B. wurden Essigwaschungen durchgeführt, in welchem Knoblauch zerstoßen war, zur Vorbeugung empfahl sich das Räuchern mit Wacholderbeeren. Selbstverständlich der Verzehr von Knoblauch und anderen stark riechenden Pflanzen. Allerhand Kräuter wurden beim Auftreten von Seuchen

angewandt, Knoblauch, Kampfer, Pfeffer, Pestwurz, Salbei, Lavendel, Rosmarin, Zwiebeln, Johanniskraut, oder Pimpinella sind einige davon. Beim Auftreten der Seuche kündet immer irgend etwas das bevorstehende Unheil an, das kann ein Wetterphänomen, ein kosmisches Ereignes und der Gleichen mehr sein. Der Volksmund berichtet vor Ausbruch der Cholera von Sichtungen eines dürren, abgezehrten, weinenden Weibes, welches nur mit einem Hemd bekleidet, an dem Ort erschien, an denen die Seuche schließlich ausbrach. Nun suchte man sich mit allen zu Verfügung stehenden Mitteln im Vorfeld gegen die Krankheit zu wappnen. Doch wo geht der Kelch vorüber und wen rafft die Seuche dahin? Keiner weiß es und keiner kann es vorhersagen. Überliefert ist die Mähr einer Gasse in einer Stadt, in der die Wäscherinnen und Gerber ansässig waren. In dieser Gasse gab es nicht einen Erkrankten und nicht einen Toten. Ob nun der abscheuliche Gestank - und jeder der schon einmal an einem Gerberbottich unfreiwillig gerochen hat weiß was ich meine - dazu beigetragen hat oder ob einfach die Leute in besagter Gasse wegen des ständigen Kontaktes mit Keimen eine sehr gute Immunabwehr  besaßen - wer weiß es schon. Aber überliefert ist der Brauch altes Lederzeug beim Auftreten einer Seuche zu verbrennen. Überliefert ist auch das "Öl der vier Diebe", mit dem eine Diebesbande der Pest getrotzt haben soll. Bei allem Schrecken für die Betroffenen, solche Ereignissen haben immer einen sehr großen Einfluss auf Kunst und Kultur, stellvertretend sei hier das Gedicht "Worte des Trostes beim Ausbruch der Cholera - Simrock" Leipzig 1844, aufgeführt:

Der Feind ist eingedrungen,
Vor dem uns lang gegraut,
Noch starrt auf allem Zungen,
Der Schreckenskunde Laut;
Ihn wehrten keine Schranken, 
Kein Heer gebot ihm Halt, 
Frei schritt er, gleich Gedanken, 
Durch dichter Lanzen Wald...
Wirst du dir einst im Herzen
Bewusst der Gotteskraft,
Die siegreich über Schmerzen
Im Glücke nur erschlafft,
Und kannst du sie erwecken, 
Gewiss, dann stirbst du nicht:
Dem Tod und seinen Schrecken
Lachst du ins Angesicht.
Was ringst du deine Hände
Und lässt sie müßig ruhn?
Es ist an manchen Ende
Gar viel für dich zu tun;
Du sollst die Furcht ertöten
Und anderen Mut verleihen,
Ein Helfer in den Nöten
Sollst du den Brüdern sein.
Willst du dich selber retten,
So lindere fremde Not
Und lern an Krankenbetten
Zu ringen mit dem Tod;
Wo Lieb' und Treue rufen,
Da fürchte dich kein Haar:
Du bringst an Altarsstufen
Kein frommer Opfer dar.


Nun denn, bleibt alle gesund und munter. Legt Euch ein paar Vorräte an, dann müsst ihr nicht raus wenn ihr einmal krank seid.