Mittwoch, 12. November 2014

Kochen mit Resten - Buchbesprechung

Das das Wenige oft noch mehr sein kann, dass wussten noch unsere Großmütter, die gerade in schwierigen Zeiten meist große Familien zu versorgen hatten. Und sie waren erfinderisch. Da wurden kleine Reste zu völlig neuen Kreationen aufgepeppt, die natürlich auch noch satt machten. Das Buch stellt geordnet nach Resteart viele Verwertungsmöglichkeiten vor. Dabei geht’s quer Beet im wahrsten Sinn des Wortes, egal was über bleibt, nichts wird weggeworfen.  Manche Rezepte sind so lecker, dass ich sie auch völlig restelos nachkoche, einfach weils so gut war. Ob nun Aufstriche, Kuchen, Nachtisch oder deftiges Mittagessen daraus geworden ist: für jeden ist etwas dabei. Die schöne Aufmachung des Buches gefällt. So können auch gerade heute sicherlich viele (Reste)Lebensmittel vor dem Müll gerettet werden, wenn denn nur die Köche sich dazu überwinden können, das Alte zu wagen und es neu zu entdecken. Freilich muss so mancher dann eine andere Sichtweise zur Massenware Lebensmittel entwickeln. Dabei hilft dieses Buch. 

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Kochen mit Reste, Autorinenen 
Helene Brandstätter / Dagmar Leitner, ISBN 978-3-7020-1473-5, 144 Seiten, ca. 65 Fotos, 16,5 x 24 cm, Hardcover, Preis € 14,95

Sonntag, 26. Oktober 2014

Zeitumstellung

Wieder mal ne Mütze Schlaf mehr. Wie mir das auf den Nerv geht, diese Umstellerei. Und alles wurde damit begründet, man könne mehr Tageslicht nutzen und damit Energie sparen. Alles Blödsinn, denn lt. Bundesumweltamt spart man in der Sommerzeit zwar abends elektrisches Licht, dafür  wird aber in der Früh mehr geheizt, insbesondere im März, April und Oktober. Also wird nicht gespart sondern mehr verbraucht. Und wer fragt mal nach, wie es den Menschen, insbesondere den Kindern dabei geht? Kein Mensch, dabei tun sich besonders die Kleinen schwer. Der Körper muss seinen Biorythmus erneut anpassen, wer schon Probleme beim Ein- und Durchschlafen hat, für den wird es nicht einfacher. Schlafstörungen, Müdigkeit, depressive Verstimmungen, Schwankungen der Herzfrequenz, Konzentrationsschwäche, Gereiztheit, Appetitlosigkeit, Verdauungsprobleme sind Erscheinungen, die in Verbindung mit der Zeitumstellung auftreten. Vier bis 14 Tage braucht der Menscht um sich anzupassen. Langzeitschäden sind unwahrscheinlich, so die Wissenschaft.

Aber: wo kein Nutzen, da kann man es doch wieder abschaffen und einfach alles so lassen. Man muß ja nicht alles so machen wie die Nachbarn, Deutschland war ja ohnehin ein Nachzügler beim am Stundenzeiger drehen. 

Um abends runter zu kommen hilft ein Melissentee, ein warmes Fußbad, lauschige Musik, keine Aufregung und nicht zu viel futtern. Auch das berühmte Glas warme Milch wirkt schlaffördernd. Und sich über Sachen, so unsinnig sie auch sind, bloß nicht aufregen. Zur Entscheidungsfindung könnte man ja ausnahmsweise die Bevölkerung fragen, ob die das auch will. 


Samstag, 25. Oktober 2014

Erdbeerweihnacht und andere Marmeladen

Ja, ich weiß, es kommt reichlich spät, so mitten im Oktober Erdbeermarmelade, aber ich hatte die Rezepte in irgend eins der vielen kleinen Hefte geschrieben und gerade eben gefunden. Es gab ja soviel Beeren dieses Jahr...



Erdbeermarmeladen-Variationen


Erdbeerweihnacht


600 g Erdbeeren
400 g Äpfel klein geschnitten
150 g Orangensaft frisch gepresst und die abgeriebene Schale
500 g weißen Rohrzucker
1 Vanilleschote, das Mark davon
1 Prise Salz
2 Priesen Lebkuchengewürz

Alles aufkochen mit dem Zauberstab durchfahren, köcheln lassen. In der Zwischenzeit: 

2 EL Rohrzucker mit 
2 EL Guarkernmehl mischen. 
1/2 Glas Orangenlikör dazu geben und dann blitzschnell in die Marmelade quirlen, diese dann kochend heiß in Twist-Off-Gläser füllen. 



Aprikose & Erdbeere


750 g Erdbeeren
400 g Aprikosen
500 g weißen Rohrzucker
1 Vanilleschote, das Mark davon
1 Prise Salz
2 Prisen Rosmarin gepulvert

Alles aufkochen mit dem Zauberstab durchfahren, köcheln lassen. In der Zwischenzeit: 

2 EL Rohrzucker mit 
2 EL Guarkernmehl mischen. 
1/2 Glas Amarettolikör dazu geben und dann blitzschnell in die Marmelade quirlen, diese dann kochend heiß in Twist-Off-Gläser füllen. 

Erdbeere  & Kokos


1 kg Erdbeeren mit 
200 g Gelierzucker 3:1 über Nacht ziehen lassen und bis zur Geleedicke kochen lassen. Mit dem Zauberstab zerkleinern. 
100 g Rohrzucker mit 80 ml dicke Kokosmilch verquirlen, das Mark einer Vanilleschote und 2 Priesen Salz dazu geben, unter die Marmelade heben und diese kochend heiß in saubere Gläser füllen. 


Freitag, 24. Oktober 2014

Holundersuppe

500 g Früchte in etwas Wasser weich kochen, durch ein Sieb passieren. 500 ml Wasser aufgießen. 1 großen Apfel klein schneiden,  1 MSP Nelkenpulver und etwas Zimt zugeben, kochen bis der Apfel zergangen ist. Dann mit Stärkemehl in etwas süße Sahne eingerührt binden. Süßen nach Geschmack. 

Weingelee

Die sauberen, trockenen Beeren in einem Topf ohne Wasser aufsetzen, langsam bei mäßiger Hitze zum Platzen bringen, bis die Beeren schwimmen. Nun in ein mit einem Seihtuch ausgelegtes Sieb geben und abtropfen lassen. Wiegen und mit 250 g Zucker auf 500 ml Saft zum Gelee einkochen.

Kornelkirschenaufstrich


Kornelkirschen

 1 kg Kornelkirschen mit 200 ml Apfelsaft langsam weich kochen, ggf. Apfelsaft zugeben. Dann durch ein Sieb passieren, das Mark einer 1/2 Vanilleschote hinzufügen, mit Rohrzucker abschmecken. Einmal aufwallen lassen und kochendheiß in Gläser füllen. Der Aufstrich wird ziemlich fest, da nur wenig Flüssigkeit enthalten ist. 




Ebereschengelee

Die sauberen Früchte mit wenig Wasser bedecken und weich kochen. Den Saft abseihen und wiegen. Mit Gelierzucker 2:1 zu Gelee kochen.

Ebereschenaufstrich

½ kg mit Ebereschenfrüchte mit 500 ml Apfelsaft weich kochen. Durch ein Sieb passieren, wiegen. Den Saft einer Limette und 1 Priese Lavendelblüten hinzugeben. Mit 3:1 Gelierzucker zu Marmelade einkochen.


Donnerstag, 23. Oktober 2014

Der erste Schnee & Marmeladenrezepte


Hektik, früh schon, wenn der Wecker einen unsanft aus dem schönsten Schlummer reist. Ungnädiges Klingeln, ganz egal, welches Lied er spielt. Es nervt gewaltig. Den ganzen Tag geht das so, hier piept es, da hupt es, klingelt das Telefon, schrillt ein Alarm, heulen Sirenen, brodelt der Verkehr. Mittendrin Kinder, an der elterlichen Hand durchs Gewühl gezogen, die großen Augen staunend den ersten Flocken hinterher schauend, stolpern sie vorwärts. Wie gern würden sie die Flocken betrachten, auf der Hand das Schmelzen spüren, die kleine Zunge frech aus dem Mündchen recken und des Winters weiße, weiche Botschaften darauf zergehen lassen. Keine Zeit. Nicht eine Minute, später ja, in der Pause, da ist Zeit, während die Erwachsenen auf Arbeit sind. Keiner, der nicht an diesem Morgen meckert. „Saukälte“ oder „Eklig nass“. Ich ertappe mich dabei, wie ich trotz der vom ersten winterlichen Intermezzo kalten Finger leise lächeln muss. Was ist denn so schlimm daran? Habe ich nicht warme Sachen und auch Handschuhe, die ich ja nur hätte anziehen brauchen? Gegen Mittag fallen die Flocken immer noch, leis und sacht auf die Wiese vor dem Bürofenster. Der rote Fingerhut beugt demütig unter der Schneelast den mit der Fülle des Spätsommers besetzten Blütenstand, gerade so, als wisse er, dass seine Zeit in diesem Jahr fast herum ist. Die Schnecken sind auch verschwunden. Sie, die jeden Morgen in ganzen Batterien über die Terrasse krauchen, nicht gerade langsam, sie sind verschwunden, haben sich versteckt. Vielleicht unter dem großen Blätterhaufen, der nun feuchtglänzend zu Füßen der riesigen Esche liegt, die der Wind letzte Nacht kahl gerupft hat. Ihr macht der frühe Schnee bestimmt nichts aus, sie ist auf Winter eingestellt. Lege ich mein Ohr lauschend an ihren Stamm ist da nur Stille. Sie schläft schon, trotzt dem Wind der bald böig eisig an ihr zerrt. Der Sommer ist dahin, der Herbst ist schon lang da, mit ihm die Ernte. Und sie fiel reichlich aus, überreich sogar. Holunderbeeren gab es in diesem Jahr, so große, pralle, volle Dolden sah ich noch nie. Auch die Eberesche trug die roten Beeren in Überzahl, der Weißdorn steht in voller Pracht und die Kornelkirschen beschenkten uns üppig. Hier ein paar Marmeladenrezepte:

Herbstmarmelade


200 g Weißdornfrüchte, 200 g Holunderbeeren, 200 g Kornelkirschen, 200 g Birnen, Saft und abgeriebene Schale einer Zitrone in 200 ml Apfelsaft weich kochen, passieren und wiegen. Anschließend mit 3:1 Gelierzucker zu Marmelade kochen

Ebereschenaufstrich

½ kg mit Ebereschenfrüchte mit 500 ml Apfelsaft weich kochen. Durch ein Sieb passieren, wiegen. Den Saft einer Limette und 1 Priese Lavendelblüten hinzugeben. Mit 3:1 Gelierzucker zu Marmelade einkochen.

Ebereschengelee

Die sauberen Früchte mit wenig Wasser bedecken und weich kochen. Den Saft abseihen und wiegen. Mit Gelierzucker 2:1 zu Gelee kochen.

Kornelkirschenaufstrich

Kornelkirschen

 1 kg Kornelkirschen mit 200 ml Apfelsaft langsam weich kochen, ggf. Apfelsaft zugeben. Dann durch ein Sieb passieren, das Mark einer 1/2 Vanilleschote hinzufügen, mit Rohrzucker abschmecken. Einmal aufwallen lassen und kochendheiß in Gläser füllen. Der Aufstrich wird ziemlich fest, da nur wenig Flüssigkeit enthalten ist. 

Weingelee

Die sauberen, trockenen Beeren in einem Topf ohne Wasser aufsetzen, langsam bei mäßiger Hitze zum Platzen bringen, bis die Beeren schwimmen. Nun in ein mit einem Seihtuch ausgelegtes Sieb geben und abtropfen lassen. Wiegen und mit 250 g Zucker auf 500 ml Saft zum Gelee einkochen.

Und zum guten Schluss: Holundersuppe

500 g Früchte in etwas Wasser weich kochen, durch ein Sieb passieren. 500 ml Wasser aufgießen. 1 großen Apfel klein schneiden,  1 MSP Nelkenpulver und etwas Zimt zugeben, kochen bis der Apfel zergangen ist. Dann mit Stärkemehl in etwas süße Sahne eingerührt binden. Süßen nach Geschmack. 

Joghurt, Käse, Rahm & Co - Buchbesprechung

Die Milch machts - und wie. Was ist drin? Was macht sie so gesund? Welche Milchsorten gibt es? Und wie wird daraus Jogurt, Kefir, Rahm, Butter, Buttermilch, Sauermilch, Quark und Käse, Molke und aus dieser schließlich auch wieder Käse?  Was kann man mit den vorgenannten Köstlichkeiten anfangen? 

All das erzählt dieses Buch. Hunderte Anregungen, Rezept für Rezept, weit über 150 laden zum Ausprobieren, Staunen und Entdecken ein. Wie von einem Stocker Praxisbuch gewohnt ist es übersichtlich und fundiert geschrieben. Besonderes Augenmerk legen die Autorinnen auf Hygiene, was gut und richtig ist, das kann ich aus Erfahrung sagen. Das Jogurt funktioniert mit dem Rezept prima, wenn man einen gescheiten Starterjogurt verwendet. Für Selbstversorger, „Alternative“, Selberkocher und auch für totale Anfänger das perfekte Buch. Auch wer Milch von den eigenen Tieren vermarkten möchte, findet hier das nötige Wissen. 

Was mir sehr fehlt ist der Hinweis auf die sinkende Wertigkeit der Milch, je mehr sie behandelt wird. 

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Joghurt, Käse, Rahm & Co - Gesundes aus Milch selbst gemacht!
Autorinnen Lotte und Ingeborg Hanreich
ISBN 978-3-7020-1264-9Preis: € 14,95

Herbstmarmelade

 200 g Weißdornfrüchte, 200 g Holunderbeeren, 200 g Kornelkirschen, 200 g Birnen, Saft und abgeriebene Schale einer Zitrone in 200 ml Apfelsaft weich kochen, passieren und wiegen. Anschließend mit 3:1 Gelierzucker zu Marmelade kochen

Mittwoch, 22. Oktober 2014

Stollengewürz

 

Rezept für Stollengewürz: 

  • 7g Muskatblütenpulver
  • 8 g Kardamompulver
  • 2 g Nelkenpulver
  • 10g Muskatpulver
  • 10 g Pommeranzenschalenpulver
  • 70g Vanillezucker selbst gemacht 

Zubereitung

Alle Zutaten sorgfältig miteinander vermischen und luftdicht aufbewahren.


Verwendung

Nach Bedarf zum Backen von Stollen und anderem Weihnachtsgebäck verwenden.