Mittwoch, März 21, 2012

Frühlings-Tagundnachtgleiche - Ostara 21. März 2012

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Das die Tage länger werden, hat wohl nun schon jeder mittlerweile mitbekommen. Am 21. März nun ist heuer die Frühlings- Tag und Nachgleiche, d. h. Tag und Nacht haben die gleiche Länge, ab jetzt sind die Nächte wieder kürzer als die Tage, der Frühling wird wiedergeboren, die Sonne gewinnt an Kraft, die Wachstumsphase beginnt, Fruchtbarkeit macht sich breit, Licht und Dunkelheit sind im Einklang. Das Ostarafest wird gefeiert und damit Tod und die Fruchtbarkeit. Es ist das Fest der Freude, des Überschwangs, der Sexualität - die Natur erwacht aus dem Winterschlaf, von all dem kündet Ostara, Ostern, das Fest der Bäume auch Eosar-Ritus oder Alban Eilir genannt. Ob nun die Wurzeln des Wortes Ostern in dem germanischen Fest für die Göttin des Lichts und des Lebens - Ostera liegen, oder ob die Angelsächsin Eostre - die Göttin der Morgenröte, des Frühlings und der Fruchtbarkeit Namenspatin war, weiß ich nicht. Bei den Römern finden wir die Göttin unter dem Namen Aurora und den alten Griechen war sie als Eos bekannt. 

Für unsere Vorfahren jedenfalls war Ostern das erste Sonnenfest nach dem Winter, es trug den schönen klingenden Namen Alban Eilir und wurde zur  Frühlings-Tagundnachtgleiche  (Equinox) gefeiert. Es gibt zwei Tagundnachtgleichen, im März und im September, die Frühlings-Tagundnachtgleiche fällt zwischen den 20. und den 22. März. Man huldigte den Göttern und erbat für Haus und Hof Segen. 

Auch das christliche Osterfest hat seine Wurzeln im keltische Sonnenfest zurück. Seit dem Konzil von Nizäa im Jahr 325, bei dem entschieden wurde, das das christliche Pessachfest „nach dem ersten Frühlingsvollmond zu begehen sei“, wird das christliche Ostern immer am Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond gefeiert, als frühestens am 22. März, spätestens am 25. April. Sicherlich haben Sie auch das Singen und Jubilieren der Vögel vernommen - die Zugvögel kommen nach und nach wieder, wenn sie da sind, dann ist dies ein sicheres Zeichen, dass der Winter vergangen ist.

Anregung zur Ostarafeier:  
  • Hütte aufräumen, lüften und frühlingsmäßig dekorieren
  • Honigkuchen backen 
  • sich mit Quellwasser waschen - ein blumiges Wässerchen  tut es auch 
  • Natürliche Eier färben und verstecken, sie sind das Symbol der Fruchtbarkeit, wobei der Dotter das Männliche und das Eiweiß das Weibliche symbolisierte. Und wenn Sie schon mal eben Eierfärben, dann probieren Sie es ruhig mal natürlich. Es gibt wunderschöne satte Farben, am Ende das Ei mit ein wenig Olivenöl polieren - fertig. Lesen Sie bitte Fabenpracht natürlich mit Pflanzenfarben weiter. Sie gelangen auf die Seite des Ministeriums für ländlichen Raum und Verbraucherschutz BW. Dort finden Sie detaillierte Anleitung für Ihre natürliche Farbenpracht am Osterei.
  • einen Spaziergang im Wald machen und das Erwachen der Natur spüren
  • mit Familie und Freunden Eier suchen und lecker Essen schnappen 
  • ein kleines Osterfeuer anzünden, wenn man will, dann bastelt man eine kleine Strohpuppe, die den Winter symbolisiert, sie verbrennt und der Winter gilt als ausgerieben :-)
  • Traditionell wurden die Felder gesegnet, wer ein Garten oder auch eine kleine Kräuterzucht auf dem Küchenfenster hat, bittet die Pflänzlein gut zu wachsen
Das man die Eier noch auf unterschiedliche Weise bemalen und  bekleben kann, weiß jeder. 
Manch eine Region hat es zu größerer Bekanntheit geschafft - die Eier der Sorben zum Beispiel, reich verziert mit unterschiedlichen Techniken. Das steht ganz oben auf meiner to-do-Liste für diese Jahr. Ob meine Geduld reicht? Vielleicht möchtest Du es ja mal probieren: Eine detaillierte Anleitung findest Du hier: Sorbische Eier
Am liebsten von allen Eiern sind mir doch die aus Kindertagen gehüteten in der Kita dekorierten.



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