Montag, 24. April 2017

Haushaltsreiniger, Pflegeprodukte & Co.: Natürlich, ökologisch, selbst gemacht


"Das bisschen Haushalt macht sich von allein, sagt mein Mann..." so heißt es in einem Schlager. Das tut es damals wie heute nicht, wenngleich sich eine Menge geändert hat. Es gibt es eine ganze Armada von Mitteln, nach Einsatzort und Material geordnet, selbsttätig, außerdem großes Gerät. Staubsauger und Waschmaschine sind eine riesen Erleichterung, das ist gar keine Frage. Doch brauchen wir wirklich all das was unser Putzschrank beherbergt? Haben wir nicht einfach nur Bedenken vor dem was unseren Vorfahren noch geläufig war, oder degradieren wir es einfach nur als überholt, nicht mehr zeitgemäß oder zu wenig nützlich? Woher kommt das Unbehagen? Der Sauberkeitswahn und die Angst vor Viren und Bakterien treibt gefährliche Auswüchse. Alles, bloß nicht dreckig. Das Ganze soll dann möglichst noch wenig arbeits- und zeitintensiv sich selbst reinigen. Alle Dinge haben zwei Seiten, auch unsere modernen, hochwirksamen Reiniger. Das diese wahre Chemiebomben sind, für Mensch und Tier schädlich, dass dürfte so ziemlich jedem bekannt sein. Nicht einmal bei empfohlener Dosierung ist eine Wechselwirkung ausgeschlossen. Wie man ganz einfach Allzweckreiniger für Oberflächen und Böden, Desinfektionsmittel, Fensterreiniger, Bohnerwachs und Lufterfrischer, Spülmittel und Seifen, Shampoo und Zahnpasta, Deos und Kosmetika, selbst Waschmittel, Fleckentferner und Weichspüler u.v.m. selbst herstellen kann, all das ist in diesem Buch versammelt. Es ist so einfach, preisgünstig und umweltfreundlich.

Haushaltsreiniger, Pflegeprodukte & Co.: Natürlich, ökologisch, selbst gemacht
Laetitia Royant
Aus dem Französischen übersetzt von Christian Schweiger
Taschenbuch: 96 Seiten
Stocker Verlag, Auflage: 2, deutsch
ISBN-13: 978-3702015077

Donnerstag, 20. April 2017

Lenzembergrüße #01 / 2017

Ich grüße Euch alle, seid willkommen. Nun ist es soweit: 

die allerersten Ausgabe der Lenzembergrüße“, dem Magazin zu meinem seit September 2011 bestehenden Blog "Landeruns Hütte" erscheint. Es ist mir ein sehr wichtiges Anliegen, altes Wissen zu bewahren und weiterzugeben, damit es nicht verloren geht. Die Arbeit am Blog wird immer umfangreicher und nimmt einen großen Teil meiner freien Zeit in Anspruch. Das ist gut und richtig so, doch gibt es immer wieder Anfragen, ob es nicht auch in gedruckter bzw. e-Book-Form die Bloginhalte ausführlicher zu lesen geben könnte. Vom Blog zu Lenzembergrüße war es nur noch ein kleiner Schritt, der letzte Schubs kam von meinem Mann, alles braucht Reifezeit. Doch nun ist es vollbracht und der erste Brief aus der Taufe gehoben. 

Der Name des Magazins ist eine Wortschöpfung von mir. Er setzt sich aus dem Worten „Lenz“ und „Dezember“ zusammen und transportiert das Motto des Magazins: Vom Frühling bis zum Winter überlieferte, erprobte und für gut befundene Fundstücke um Küche und Keller aufzuzeigen. 

Das Ziel ist im Wechsel der Jahreszeiten jeweils einen Brief herauszugeben, sich an den Abläufen der Zeiten haltend, mit alten Rezepten, Überlieferungen, Mythen und Brauchtum unserer schönen Heimat Deutschland und Mitteleuropa. Wir werden über den Tellerrand schauen zu unseren Nachbarn. Geschichten erzählen, Vergessenes ausgraben und auf eine Reise zu unseren Wurzeln gehen. Jedes Mal neu und immer mit dem gleichem Ziel.Gesucht wird das Bewährte, keine Nostalgie, das Gesunde, das Ursprüngliche. Das findest Du in diesen und in den folgenden Briefen, sowie auf weiterhin hier auf dem Blog. Ausführlich, großformatig, natürlich farbig, detailliert. Ziel ist in - hoffentlich bald - regelmäßigen Abständen ein Blogmagazin herauszugeben. 

Wer etwas zu Lenzembergrüße" beisteuern möchte, darf mich bitte per Mail kontaktieren. 

Bleibt mir gewogen.
Landerun

Erste Ausgabe: 70 Seiten. Bezug per Download über Amazon

Inhalt der Ausgabe 01/2017


  • Grete Flach
  • Beifuss
  • Narrenmond & Gerstenwasser
  • Knoblauchtinktur für alle Fälle
  • Gerstenwasser
  • Milchsaure Getränke aus Getreide
  • Bulgarisches Boza
  • Ich hätt  so gerne Frühling
  • Jeder mag Klöße
  • Sojamilch selbst gemacht
  • Frühlings-Tag-und-Nacht-Gleiche , Ostara 21. März
  • Mönchspfeffer bei Unfruchtbarkeit
  • Kopfweh - und was du dagegen tun kannst.
  • Kräuterkissen
  • Kräutergarten anlegen
  • Tag wie dieser – Zitronen
  • Duftlampe
  • Haarspülung
  • Massageöl
  • Teufelskralle  Harpagophytum procumbens
  • Pestwurz
  • Eisenhut - Aconitum napellus
  • Wermut- wermuota (althochdeutsch)
  • Schädlingsbekämpfung im Garten
  • Mythologie
  • Bellis perennis - Gänseblümchen zum Essen
  • Salat
  • Gemüse
  • Suppe
  • Brotaufstrich
  • Deutsche Kapern
  • Gartenflieder
  • Rund um den Nadelbaum
  • Baumharzöl / Baumharzsalbe
  • Die Zähne und das Drumherum
  • Natron, Natriumbicarbonat - Tausendsassa :-) 46
  • Heut soll das große Flachsernten sein
  • Der Mai ist gekommen
  • Freitag-der-13-Torte
  • Osterkuchen
  • Rhabarber-Quark-Kuchen / Rhabarber-Saft-Kuchen
  • Landeruns Orangenkuchen - Frühlingskuchen, saftig und locker
  • Mandelmus selbst gemacht
  • Brotgewürzmischungen für Hausgebackene
  • Wenn ein Schwan fliegt
  • Impressum



Mittwoch, 29. März 2017

Schwarzbuch Superfood: Heiße Luft und wahre Helden

Immer wieder tauchen Exoten auf, denen wahre Wunderkräfte angedichtet werden.  Manchen bleiben, einige zu Recht, wie das Kokosöl z. B., auch nachdem der Hype um sie abzuebben scheint. Andere verschwinden schnell aus den Regalen. Bei genaueren Hinsehen entpuppen sie sich mitunter als ganz normale Nahrungsmittel, die schon lange auf dem Speisezettel der Menschen im Anbaugebiet stehen, bis sie für uns entdeckt und mittels geschickten Marketings zum Superfood aufgeblasen werden. 

Dann wird unter fragwürdigen Bedingungen produziert (Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, Kinderarbeit, lange Transportwege) um die gestiegene Nachfrage zu bedienen. Dabei stehen Exoten die Einheimischen gegenüber, manche wachsen vor der Haustüre. Man muss sie nur pflücken. Selbst wenn der Nährstoffgehalt nicht so hoch sein würde, wie in den zum Vergleich Herangezogenen: Sie sind allemal günstiger zu haben. Wer möglichst selber sammelt kann den gesundheitlichen Effekt durch Bewegung an der frischen Luft und die zusätzlichen Reize durch Sonne und Wind verstärken.

Die Autorinnen verfassten mit dem Schwarzbuch einen recht kurzen Ratgeber, der unbedingt ausbaufähig ist, insbesondere im Kapitel "Heimische Superfoods" Es fehlen z. b. Hagebutten (über 1200mg Vit. C in 100g), Äpfel, Johannisbeeren usw. Dosierungen fehlen leider in diesem Kapitel gänzlich.

Dennoch: das Büchlein regt zum Nachdenken an, wenn man sich von der Einstellung verabschiedet, dass das Exotische, schwer zu beschaffende besser ist, als das, was regional und saisonal erzeugt werden kann. Einen Couchpotatoe wird auch das noch so hoch gepriesene Superfood nicht retten, nur eine gesunde Einstellung zu Mutter Erde und ihren Gaben.

von Daniela Grach (Autor), Caroline Schlinter (Autor), Marlies Wallner (Autor), Nicole Zöhrer (Autor)
87 Seiten
Verlag: Stocker, L; Auflage: 1 (30. Juni 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3702015817

Mittwoch, 15. März 2017

Lehrbuch der biologischen Heilmittel: 3 Bände.

Endlich ist es wieder da! Ich hatte seinerzeit berufsbedingt den Nachdruck aus den 1970er Jahren in den Händen, leider nur bis zum neunten Band.
Gerhard Madaus war ein herausragender Vordenker in Sachen Bewahrung der Volksmedizin. Er maß dem Wissen um die Erhaltung und Wiederherstellung der Gesundheit, das auf den Erfahrungen vieler Generationen fußt, die Bedeutung bei, die es verdient. Er sammelte alles, was je zu einem Heilmittel geschrieben wurde, prüfte es und gab es dem Volk zurück, aus dem dieses Wissen einst entsprang.
Woher rührte die Begeisterung des am 25. Februar 1890 in Nestau geborenen G. Madaus? Wahrscheinlich hat sein christliches Elternhaus dem Buben die entscheidende Prägung mitgegeben: Sein Vater war Pfarrer, die Mutter, Hüterin der Familie und Pflegerin der Kranken, war mit umfangreichen Wissen ausgestattet, das es ihr möglich machte, eigene Mittel zu mischen. 

So studierte Madaus zu Bonn Medizin und promovierte am 30. Mai 1919. Als Dr. med. gründete er mit seinen Brüdern nur zwei Tage später die Firma Dr. Madaus & Co, die wenig später im sächsischen Radeberg unter Selbstanbau der Heilpflanzen hochwertige pflanzliche Heilmittel herstellte. Seinen Überlegungen folgend verwendete er die Hand in Hand mit der Ganzheitlichkeit des Menschen. Die Phytotherapie war seine Passion, mit größter Hingabe versuchte er sämtlichen Quellen alles Wissen seiner Zeit abzuringen und sowohl Fach- als auch Laienkreisen zugänglich zu machen. Dazu gründet er im Jahr 1920 die Zeitschrift Biologische Heilkunst – Monatszeitschrift für Phytotherapie, Medizin und Naturheilkraft, später folgten die Jahrbücher, die seinerzeit in Wartezimmern ausgelegt wurden und die Patienten anregen sollten, sich das Wissen leicht fasslich zunutze zu machen. Er erkundete und erforschte wie kein Zweiter, stets unter den Gesichtspunkten Stärkung des Körpers und Anregung der Abwehrkräfte im Sinne einer gezielten Reiztherapie.
Echinacea purpurea, eine wichtige Heilpflanze der Indigen Bevölkerung Amerikas, ist eine der Pflanzen die der Visionär in Europa zum Erblühen brachte. Die Meisten von uns kennen sie als den Roten Sonnenhut, der das Immunsystem stärkt.

G. Madaus verstarb mit nur 52 Jahren am 26. Februar 1942, er litt in den letzten Lebensjahren an einer schweren Asthmaerkrankung. Geblieben ist sein immenser Wissensfundus um die Heilmittel der Natur, vorliegend als Nachdruck in drei dicken Bänden, vor deren Tiefe ich ehrfürchtig den Hut ziehe. Der Arzt und Wissenschaftler hat seine Forschungen, ja sein Lebenswerk in diesen Büchern zu Papier gebracht, auf das es erhalten bleibe und weiterhin heilbringend sei.

Nachdem die Synergie von Körper, Seele und Geist, Lebensweise, Umwelt, Werten und Idealen, Religion und Spiritualität in der Medizin lange Zeit unbeachtet blieb, betrachtet man nun den Menschen heute zunehmend in seiner Ganzheit. Damit trägt man auch seinem natürlichen Bedürfnis nach biologischen Heilmitteln Rechnung, denn die Abwesenheit von Gesundheit ist mehr als nur die Summe der Symptome, die es zu behandeln gilt. Das Lehrbuch der biologischen Heilmittel möge einen großen Beitrag dazu leisten, dem Fußabdruck des visionären Dr. Madaus in Geist und Tat zu folgen. Wir haben es so nötig, es ist höchste Zeit.


Taschenbuch: 3036 Seiten
Verlag: Olms, Georg; Auflage: 1., Reprint: Hildesheim 2016. Mit einem Vorwort von Susanne Kallerhoff und Doris G. Zimmermann (1. Oktober 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3487154688
Preis: 258,00 Euro

Dienstag, 14. März 2017

lass die Gedanken spazieren...

Meine Freundin sagt immer: "Unter jedem Dach ein Ach." Das ist wohl wirklich so. Wenn man dann sieht was noch von außen in die Familien und Freundschaften getragen wird, es ist wirklich unglaublich, welche Umwälzungen vor unseren Augen stattfinden. Alles dürfen wir ertragen, egal wie laut die Rufe nach einem Stop schallen. Es ist grauenvoll, egal wo man hinschaut: Die Großen der Welt beten Mammon an, mit aller Konsequenz für die Völkerschaften der Erde. Das Schlachten hört einfach nicht auf. Grund genug sich mehr mit den schönen Dingen zu beschäftigen. Das ist kein Wegsehen, sondern Schutz des Selbst vor dem sich langsam anschleichenden Stumpfsinn, Entmenschung, Verzweiflung. Wie ein Kraken steckt es seine Tentakel in unser Leben, in alle Bereiche. Nichts ist heilig, nichts heil. Ganz. Rund.  
Am Ende war wieder alle Panikmache nur dafür da das Säckel der Gold- und Machtberauschten noch mehr zu füllen, uns zu knechten mit Propaganda, Manipulation und Lügen, demütig gebückt zu halten. Aber sind wir doch ehrlich: War es nicht schon immer so? Sind wir heute nicht nur einfach überinformiert mit all dem Schmutz mit dem die da oben sich gegenseitig bewerfen? Wer kann Lug und Trug unterscheiden? Wie viele Wahrheiten gibt es? Wie viele Pläne wurden ausgeheckt, wie viele Gründe für Hass und Zwietracht gefunden. Wie oft riefen die Kleinen Hurra wieder ihre Brüder und Schwestern, wenn nur eine-r mit Charisma die richtigen Worte oder die richtige Knute fand? Das soll nun die Krone der Schöpfung sein, der Mensch, dieses egozentrische, zufällig sprechende Biotop. Gewiss, einige Exemplare sind herausragend, doch tragen sie nur allzu oft faule Früchte und jene, die vielversprechende Anlagen zeigen, werden kurzerhand willfährig gemacht. Wo das nicht gelingt findet man Mittel und Wege sie zur Strecke zu bringen. Der Tot schließlich beendet alles Trachten und Streben. Wie oft sahen wir den Selben Zeitgenossen zur Unzeit ereilen, fragten uns nach Rat- bzw. Beschluß. Wir, die wir die Verwicklungen und Verquickungen mit bassem Erstaunen sehen, wenn denn doch etwas ans Licht gezerrt, uns als der nächste Skandal präsentiert wird. Unfassbar was man da von Mitmenschen hört und ließt. Selbstredend nur einseitig, abgesprochen, aus dem Kontext gerissen.... Wer steigt, wer fällt, SIE wußten es schon lange, haben nur zur passenden Zeit wieder etwas in unserem Dunstkreis platziert, da ist er wieder der Kraken. Unbegreiflich diese Niedertracht, es schmerzt dies alles mitzuerleben. 


Was aber können wir tun? Ausschalten. 
Selber denken. Stehen lassen. Selber machen. Wir-Sein.

Kommt, wir wollen uns da nicht (mehr) mit hineinziehen lassen, es lebt sich so herrlich unbeschwert ist man nicht medienkonform informiert. Man hat den Blick so weit offen, für all das Schöne das uns umgibt, immer noch da ist, sehen wir hin. Lernen wir es zu fühlen, zu begreifen. Schütteln wir die Beklemmung ab, die uns selbst nachts in den Träumen heimsucht. Selbstredend wollen wir nicht blauäugig durch die Gegend torkeln, uns in Gefahr begeben, nein, nein. Ein bisschen Vorsicht schadet nicht, Angst aber lähmt. Zuallererst den Geist. Diesen aber geben viele Flügel in Wort, Werk und Schrift. Manchmal, ja manchmal  schwappt etwas richtig Schönes über den großen Teich, von Seelenverwandten, die die Erde, das Leben als Geschenk erleben und achten. Wie wir. Das neulich besprochenen Met-Buch ist so eine Flaschenpost.

Ich grüße Euch, passt gut auf Euch  und die Euren auf.
Herzlichst
Landerun

Das grosse Buch vom Heu: Richtiges Mähen, Trocknen & Verwenden

Heu ist der Futtergarant für den Winter, sichert damit das Überleben des Viehs und der Menschen.
Kein Wunder, dass sich um die Herstellung und Verwendung neben der als Futtermittel viel Wissen und Brauchtum erhalten hat. Dieses Wissen ist nun in einem umfassenden Ratgeber zusammengefasst. Zu Beginn des Buches geben sich die grünen Bewohner der heimatlichen Wiesen ein bebildertes Stelldichein, damit man sicher Futtergräser und die häufigsten krautigen Vertreter bestimmen kann. Auch giftige Pflanzen sind aufgezeigt - im vollem Saft, als auch im getrocknetem Zustand mitten im Heu.

Wie und mit welchen Werkzeugen die Mad von statten geht verraten die folgenden Seiten, die wiederum reich - teils stimmungsvoll - bebildert sind. Ob nun mit der Sense per Hand, Fuhrwerk oder gar Traktor mit Mähbalken, es wird von der Pike auf erklärt: Mad und Schnittzeiten, Aufwerfen, Trocknen (auf Heinzen, Harfen, Heureitern u. v. m.), Wenden, Einfuhr und Lagerung (Brandschutz, Gärung, Brandentstehung Qualitätsverlust). Hier werden die unterschiedlichen Methoden mit Schritt-für-Schritt Anleitungen einander gegenübergestellt.

Nach der Herstellung des Heus erfährt der Leser wie man es als Futtermittel anwendet, wie viel Heu man einplanen muss für Kuh, Pferd, Rotwild, Schaf, Alpaka. Lama und kleine Nager, wie es gefüttert werden kann (Heuraufe, Fressgitter), traditionelles Heu oder Silage, Vor- und Nachteilen, wie man es besser auf die Bedürfnisse des Tieres abstimmt.

Natürlich kann man auch basteln mit Heu, oder Kochen und darin schlafen - nicht nur therapeutisch. Welch Duft, welche Weichheit, wie kuschelig und warm. Da werden Kindheitserinnerungen wach. Dieses Buch ist ein bildgewaltiger Ratgeber rund ums Heu. Es bleiben keine Fragen offen.


ISBN 978-3-7020-1397-4
Veronika Dielacher
DAS GROSSE BUCH VOM HEU
Richtiges Mähen, Trocknen & Verwenden
Kochen - Wellness - Basteln
156 Seiten, zahlreiche Farbabbildungen und Grafiken, Hardcover
€ 24,90

Mittwoch, 8. März 2017

Met brauen wie ein Wikinger: Traditionelle Techniken für das Brauen natürlicher, wild-fermentierter, Honig-basierter Weine und Biere

Quelle: www.mobiwell.com


Taschenbuch: 300 Seiten
Verlagstext: 

Zufälle soll es ja bekanntlich geben oder nicht: Im Urlaub 2016 in der Sächsischen Schweiz teilten wir Brot und Wort mit einen polnischem Tourist, der uns zu Bekräftigung der beiderseitigen Sympathie ein 1kg Glas Bio-Honig vom Bienenvolk seiner Tante schenkte. Nun was tut man mit diesem unverhofften golden Segen: Richtig, man experimentiert. Das wollte ich schon lange mal wieder tun, auf alte Art. Informationen gibt es reichlich, die Brauer-Gemeinde wächst und wächst, man kann sich behelfen, belesen, Tipps holen.

Wer gerne was in der Hand hat, geschrieben von einem der es wirklich drauf hat, der ist mit "Met brauen wie ein Wikinger" bestens ausgerüstet. Das Lesen alleine ist ein Gaudi, immer wieder entlocken Wortwahl und Satzbau ein vergnügtes Grinsen. Es ist geschrieben um zu sagen: Ziere dich nicht, es gibt keinen Grund dafür. Tu´ es einfach, belohne dich, du hast es verdient den besten Met zu trinken, den es gibt - Deinen. Es regt dermaßen die Fantasie an, das man sofort losspringen und alles testen möchte. Und was da alles vergoren wird, unglaublich. Honig pur oder im Duett mit Kraut, Blume, Baum und sogar Pilz. Beeren, Äpfel und Gewürze, alle wonnigen Freuden Mutter Erdes wandern in Faß / Gärballon. Möglichkeiten ohne Ende.

Nach einigen Monaten warten ist nun mein Met nach einem Rezept aus dem Buch fertig, ich bin stolz, es schmeckt und ich möchte mehr. Mehr probieren. All die anderen Rezepte mit so hübschen Namen wie "Der wahnsinnige Mönch", der u. a. mit Rosmarin und Salbei, Nessel und Eichenblättern angesetzt wird. Oder "Odins goldene Tränen der Honigfreude" mit Vanille und Zimt. Ein Hoch auf die Bienen, die der Kirchenvater Augustinus ein Sinnbild der Liebe Gottes nennt und denen Jereme Zimmermann mit Recht ein ganzes Kapitel widmet.

Oh, ich liebe dieses Buch, es ist so voller Legenden, Überlieferungen und Magie, voller Ideen, fühlbarer Begeisterung die mitreist. Es teilt das Wissen um Selbstfabrikation (Gerätschaften, Zutaten, Zeitplan, Fehlervermeidung, Glossar, Bezugsquellen) und Ursprung nicht nur in Europa. Auch in China und anderen großen Kulturen weiß man um die Möglichkeiten aus Honig trinkbare Geselligkeit zu machen. Es ist uns etwas verloren gegangen in all der Hektik und Terminierungswut unserer Zeit. Der Met aber liebt Geduld und Ruhe beim Werden wie beim Genießen, am besten mit Freunden. Ob nach Wikingerart, auch dazu gibt es Vorschläge, die auf unzähligen Treffen Gleichgesinnter beruhen, oder auf der Couch bei guter Lektüre bleibt dem Leser überlassen.

Verlag: MobiWell; Auflage: 1 (1. Oktober 2016)
ISBN: 978-3944887333
Originaltitel: Make Mead like a Viking
Preis: 19,80

Leseprobe vom Verlag


Entdecken Sie zusammen mit Jereme Zimmerman, Siedler und Farmer, Brau-Enthusiast und selbsternannter „Yeti Wikinger aus den Appalachen“, die Geheimnisse des Met-Brauens der alten Nordmänner. In seinem Buch „Met brauen wie ein Wikinger“ zeigt uns der Autor, wie wir die traditionelle Nordische Kultur und ihre Met-Rituale durch eigenes Ausprobieren beim Brauen und bei der Auswahl der Aromen wieder aufleben lassen können. Ob Sie gerade mal mit dem Hobbybrauen angefangen haben oder sich auf der Suche nach neuen Anregungen für Ihre eigenen Brau- und Gärtechniken befinden: Dieses Buch wird Ihnen dabei helfen, Ihren Met mit einer Note wilder Echtheit und Individualität zu brauen – von süßen, halbsüßen, trockenen Meten, Fruchtmeten und Gewürzmeten, bis hin zu Honigbieren, Grog und vielem mehr. Das Buch gibt Ihnen darüber hinaus auch weiter reichende Informationen an die Hand:


◊ Welche Bedeutung regionale und unpasteurisierte Honigsorten für Geschmack und Gesundheit haben;
◊ warum das Brauen mit modernen Methoden, Materialien und Chemikalien zwar funktioniert, aber nicht notwendig ist;
◊ wie man Kräuter und Wildpflanzen für die Zubereitung heilsamer, nährstoffreicher Gebräue einsetzt;
◊ und vieles mehr.
„Met brauen wie ein Wikinger“ ist ein praktisches und unterhaltendes Buch für jedermann – auf Geschichte und Mythologie gegründet, doch auf eine natürliche und genügsame Herangehensweise fokussiert. Skål!


Donnerstag, 2. März 2017

Des Mäusleins Wanderschaft - Gedicht übers aufgeben und sterben

Es wollt ein Menschlein neu beginn´
nach einem Schicksalsschlag.
Es erhob mit Weh und Ach
von Einsamkeit die Klag´.

Zu seines Herzens stiller Freude
da wollt es sich begeben.
Doch wie so oft kommts anders
als gedacht in einem langen Leben.

Es sah mit Graus und Schaudern
Das Land und Leute nicht sein Ding,
Die Sehnsucht nach Verlorenem, 
der Kummer zu feste an ihm hing.

Was nützte es zu tun, was stand
in des Freundes Macht,
Wenn keiner ständig da zum Troste
tags ja, doch nicht bei Nacht.

Des Herzens Weh mit Eisenfäusten
Fest das Menschlein hielt umfangen,
Es wehrte sich, es kämpfte kurz
Und ist ganz heim gegangen.

Nun ruhet in der Erde Schoß
was über blieb von ihm. 
Am Ende war es doch umsonst
Im Tod ists uns verziehn. 

Update: besagte Person starb ein dreiviertel Jahr später. Ruhe in Frieden Elke, ich denk so oft an Dich.



Montag, 27. Februar 2017

💜 Lavendelwein - Ruhepol bei Stress und Belastung

Der Hütten-Hinweis: Diese Zusammenstellung stammt aus Omas Erfahrungsschatz und eigenen Versuchen in Landeruns Hütte. Sie dient der Information und ersetzt keine medizinische Beratung. Die Anwendung erfolgt auf eigenes Risiko. Bei gesundheitlichen Beschwerden befragen Sie bitte immer einen Arzt. Aufgrund des Alkohols nicht für Kinder geeignet.

Ein edler Tropfen, der nicht nur gut schmeckt, sondern auch die Nerven sanft umschmeichelt und für Entspannung sorgt.

Die Zutaten

  • 750 ml Weißwein

  • 25 g Lavendelblüten

  • 20 g Kandiszucker

Herstellung Die Lavendelblüten zusammen mit dem Kandiszucker in den Weißwein geben. Alles für 10 Tage gut durchziehen lassen, anschließend filtrieren und in eine saubere Flasche abfüllen.

Anwendung & Dosierung

  • Hilfreich bei: Nervlicher Belastung, Stress und Blähungen. Die Wirkung ist angenehm beruhigend.

🌿 Brennnesselwein -Stärkung aus dem Gurkenglas

Der Hütten-Hinweis: Diese Zusammenstellung stammt aus Omas Erfahrungsschatz und eigenen Versuchen in Landeruns Hütte. Sie dient der Information und ersetzt keine medizinische Beratung. Die Anwendung erfolgt auf eigenes Risiko. Bei gesundheitlichen Beschwerden befragen Sie bitte immer einen Arzt. Aufgrund des Alkohols nicht für Kinder geeignet.

Stärkung aus dem Gurkenglas

Die Brennnessel ist ein wahres Kraftpaket aus der Natur, das uns besonders im Frühling vitalisiert und den Körper unterstützt.

Die Zutaten

  • Frische Brennnesselblätter

  • Apfelwein oder Weißwein

  • 100 g Kandiszucker (für den Geschmack)

Herstellung Ein großes, sauberes Gurkenglas zu etwa 3/4 mit den frischen Blättern füllen. Mit dem gewählten Wein aufgießen und den Kandiszucker hinzufügen. Nach 2 Wochen Standzeit (gelegentlich schütteln) die Mischung seihen und filtrieren.

Anwendung & Dosierung

  • Dosierung: 1 x täglich ein kleines Schnapsglas.

  • Hilfreich bei: Rheuma und zur allgemeinen Stärkung im Frühjahr.

Der Hütten-Hinweis: Diese Zusammenstellung stammt aus Omas Erfahrungsschatz und eigenen Versuchen in Landeruns Hütte. Sie dient der Information und ersetzt keine medizinische Beratung. Die Anwendung erfolgt auf eigenes Risiko. Bei gesundheitlichen Beschwerden befragen Sie bitte immer einen Arzt. Aufgrund des Alkohols nicht für Kinder geeignet.

🌿 Farngeist - Äußerliche Hilfe bei Gliederschmerzen

 Der Hütten-Hinweis: Diese Zusammenstellung stammt aus Omas Erfahrungsschatz und eigenen Versuchen in Landeruns Hütte. Sie dient der Information und ersetzt keine medizinische Beratung. Die Anwendung erfolgt auf eigenes Risiko. Bei gesundheitlichen Beschwerden befragen Sie bitte immer einen Arzt. Aufgrund des Alkohols nicht für Kinder geeignet.

Äußerliche Hilfe bei Gliederschmerzen

Die eingerollten Blattspitzen des Farns bergen im Frühling eine ganz besondere Kraft, die man sich beim Einreiben zunutze machen kann.

Die Zutaten

  • 50 g eingerollte Farn-Blattspitzen (Frühjahrssammlung)

  • Wodka

Herstellung Die Blattspitzen in einem Schraubglas mit Wodka ansetzen. 3 Wochen auf der sonnigen Fensterbank ziehen lassen, bis eine ordentliche Tinktur entstanden ist.

Anwendung & Dosierung

  • Dosierung: Mehrmals täglich die betroffenen Stellen einreiben.

  • Hilfreich bei: Rheumatischen Muskel- und Gliederschmerzen. Bei Kopfschmerzen kann man damit vorsichtig die Stirn einreiben.

  • Wichtig: Nur zur äußeren Anwendung!

🌸 Arnika-Melissen-Tinktur / Erste Hilfe bei Prellungen und Ischias

 Der Hütten-Hinweis: Diese Zusammenstellung stammt aus Omas Erfahrungsschatz und eigenen Versuchen in Landeruns Hütte. Sie dient der Information und ersetzt keine medizinische Beratung. Die Anwendung erfolgt auf eigenes Risiko. Bei gesundheitlichen Beschwerden befragen Sie bitte immer einen Arzt.

Erste Hilfe bei Prellungen und Ischias

Eine kräftige Tinktur für den Bewegungsapparat, die in jede Wander- oder Gartenapotheke gehört.

Die Zutaten

  • 1/4 Glas frische Arnikablüten

  • 1/4 Glas Melissenblätter

  • Weingeist (für äußerliche Anwendungen)

Herstellung Das Glas zu jeweils einem Viertel mit Arnikablüten und Melissenblättern füllen. Mit Weingeist aufgießen und 14 Tage auf der Fensterbank ziehen lassen. Danach filtrieren, in eine dunkle Flasche füllen und beschriften.

Anwendung & Dosierung

  • Äußerlich: Zum Einreiben bei Ischias, Blutergüssen, Verstauchungen, Prellungen, Zerrungen.

  • Besonderer Tipp: Bei Herzbeschwerden kann ein mit der Tinktur durchfeuchtetes Tuch, auf die Herzgegend gelegt, Abhilfe schaffen.