Montag, 27. Februar 2017

💜 Lavendelwein - Ruhepol bei Stress und Belastung

Der Hütten-Hinweis: Diese Zusammenstellung stammt aus Omas Erfahrungsschatz und eigenen Versuchen in Landeruns Hütte. Sie dient der Information und ersetzt keine medizinische Beratung. Die Anwendung erfolgt auf eigenes Risiko. Bei gesundheitlichen Beschwerden befragen Sie bitte immer einen Arzt. Aufgrund des Alkohols nicht für Kinder geeignet.

Ein edler Tropfen, der nicht nur gut schmeckt, sondern auch die Nerven sanft umschmeichelt und für Entspannung sorgt.

Die Zutaten

  • 750 ml Weißwein

  • 25 g Lavendelblüten

  • 20 g Kandiszucker

Herstellung Die Lavendelblüten zusammen mit dem Kandiszucker in den Weißwein geben. Alles für 10 Tage gut durchziehen lassen, anschließend filtrieren und in eine saubere Flasche abfüllen.

Anwendung & Dosierung

  • Hilfreich bei: Nervlicher Belastung, Stress und Blähungen. Die Wirkung ist angenehm beruhigend.

🌿 Brennnesselwein -Stärkung aus dem Gurkenglas

Der Hütten-Hinweis: Diese Zusammenstellung stammt aus Omas Erfahrungsschatz und eigenen Versuchen in Landeruns Hütte. Sie dient der Information und ersetzt keine medizinische Beratung. Die Anwendung erfolgt auf eigenes Risiko. Bei gesundheitlichen Beschwerden befragen Sie bitte immer einen Arzt. Aufgrund des Alkohols nicht für Kinder geeignet.

Stärkung aus dem Gurkenglas

Die Brennnessel ist ein wahres Kraftpaket aus der Natur, das uns besonders im Frühling vitalisiert und den Körper unterstützt.

Die Zutaten

  • Frische Brennnesselblätter

  • Apfelwein oder Weißwein

  • 100 g Kandiszucker (für den Geschmack)

Herstellung Ein großes, sauberes Gurkenglas zu etwa 3/4 mit den frischen Blättern füllen. Mit dem gewählten Wein aufgießen und den Kandiszucker hinzufügen. Nach 2 Wochen Standzeit (gelegentlich schütteln) die Mischung seihen und filtrieren.

Anwendung & Dosierung

  • Dosierung: 1 x täglich ein kleines Schnapsglas.

  • Hilfreich bei: Rheuma und zur allgemeinen Stärkung im Frühjahr.

Der Hütten-Hinweis: Diese Zusammenstellung stammt aus Omas Erfahrungsschatz und eigenen Versuchen in Landeruns Hütte. Sie dient der Information und ersetzt keine medizinische Beratung. Die Anwendung erfolgt auf eigenes Risiko. Bei gesundheitlichen Beschwerden befragen Sie bitte immer einen Arzt. Aufgrund des Alkohols nicht für Kinder geeignet.

🌿 Farngeist - Äußerliche Hilfe bei Gliederschmerzen

 Der Hütten-Hinweis: Diese Zusammenstellung stammt aus Omas Erfahrungsschatz und eigenen Versuchen in Landeruns Hütte. Sie dient der Information und ersetzt keine medizinische Beratung. Die Anwendung erfolgt auf eigenes Risiko. Bei gesundheitlichen Beschwerden befragen Sie bitte immer einen Arzt. Aufgrund des Alkohols nicht für Kinder geeignet.

Äußerliche Hilfe bei Gliederschmerzen

Die eingerollten Blattspitzen des Farns bergen im Frühling eine ganz besondere Kraft, die man sich beim Einreiben zunutze machen kann.

Die Zutaten

  • 50 g eingerollte Farn-Blattspitzen (Frühjahrssammlung)

  • Wodka

Herstellung Die Blattspitzen in einem Schraubglas mit Wodka ansetzen. 3 Wochen auf der sonnigen Fensterbank ziehen lassen, bis eine ordentliche Tinktur entstanden ist.

Anwendung & Dosierung

  • Dosierung: Mehrmals täglich die betroffenen Stellen einreiben.

  • Hilfreich bei: Rheumatischen Muskel- und Gliederschmerzen. Bei Kopfschmerzen kann man damit vorsichtig die Stirn einreiben.

  • Wichtig: Nur zur äußeren Anwendung!

🌸 Arnika-Melissen-Tinktur / Erste Hilfe bei Prellungen und Ischias

 Der Hütten-Hinweis: Diese Zusammenstellung stammt aus Omas Erfahrungsschatz und eigenen Versuchen in Landeruns Hütte. Sie dient der Information und ersetzt keine medizinische Beratung. Die Anwendung erfolgt auf eigenes Risiko. Bei gesundheitlichen Beschwerden befragen Sie bitte immer einen Arzt.

Erste Hilfe bei Prellungen und Ischias

Eine kräftige Tinktur für den Bewegungsapparat, die in jede Wander- oder Gartenapotheke gehört.

Die Zutaten

  • 1/4 Glas frische Arnikablüten

  • 1/4 Glas Melissenblätter

  • Weingeist (für äußerliche Anwendungen)

Herstellung Das Glas zu jeweils einem Viertel mit Arnikablüten und Melissenblättern füllen. Mit Weingeist aufgießen und 14 Tage auf der Fensterbank ziehen lassen. Danach filtrieren, in eine dunkle Flasche füllen und beschriften.

Anwendung & Dosierung

  • Äußerlich: Zum Einreiben bei Ischias, Blutergüssen, Verstauchungen, Prellungen, Zerrungen.

  • Besonderer Tipp: Bei Herzbeschwerden kann ein mit der Tinktur durchfeuchtetes Tuch, auf die Herzgegend gelegt, Abhilfe schaffen.

🌻 Mildes Kamillenöl - ein wunderbar vielseitiger Schatz

 Der Hütten-Hinweis: Diese Zusammenstellung stammt aus Omas Erfahrungsschatz und eigenen Versuchen in Landeruns Hütte. Sie dient der Information und ersetzt keine medizinische Beratung. Die Anwendung erfolgt auf eigenes Risiko. Bei gesundheitlichen Beschwerden befragen Sie bitte immer einen Arzt. Nicht einnehmen!

Wohltat bei Rheuma und zur sanften Hautpflege

Kamille ist die Sanftmut in Blütenform. Dieses Öl ist besonders vielseitig einsetzbar und gehört in jede gut sortierte Hausapotheke, da es die beruhigende Kraft der Sonne speichert.

Die Zutaten

  • 150 g frische, trockene Kamillenblüten

  • 250 ml Sonnenblumenöl

  • Optional: Ein Schuss Olivenöl zum Strecken

Herstellung Die Kamillenblüten in ein sauberes Schraubglas geben und mit dem Sonnenblumenöl übergießen, bis alle Blüten bedeckt sind. Das Glas fest verschließen und für 4 Wochen an einem sonnigen Fensterplatz ziehen lassen. Dabei das Glas täglich einmal sanft schütteln. Danach das Öl durch ein feines Tuch abseihen und in eine dunkle Flasche füllen.

Anwendung & Tipps

  • Bei Beschwerden: Das Öl direkt auf die betroffenen Stellen einmassieren, besonders wohltuend bei rheumatischen Schmerzen.

  • Für die Kleinsten: Zur sanften Kinderpflege kann das fertige Kamillenöl noch mit etwas Olivenöl „gestreckt“ werden, um es noch milder zu machen.

Der Hütten-Hinweis: Diese Zusammenstellung stammt aus Omas Erfahrungsschatz und eigenen Versuchen in Landeruns Hütte. Sie dient der Information und ersetzt keine medizinische Beratung. Die Anwendung erfolgt auf eigenes Risiko. Bei gesundheitlichen Beschwerden befragen Sie bitte immer einen Arzt.

Sonntag, 26. Februar 2017

In Topform durch die Wechseljahre - Buchvorstellung

Annette Nellessen
In Topform durch die Wechseljahre
Hardcover, 19 x 24 cm, 174 Fotos, 376 Seiten 

Sprache: Deutsch
ISBN 978-3-946245-02-5
Immer weniger Menschen bejahen und begrüßen die Wandelzeiten in ihren Leben. Vor allem vor körperlichen Veränderungen werden Ängste geschürt, trotz aller Aufgeklärtheit lassen wir uns viel zu oft davon anstecken, statt auf das zu vertrauen, was seit Anbeginn der Zeiten zum Werden, Leben und Vergehen gehört. Dazu gehört sogar eine gewisse Abwertung des Selbst, wenn man sich nicht mehr im fruchtbarem Alter befindet und sich die ersten Fältchen sich zeigen. Man möchte es so lange wie möglich hinausschieben, es geistern Wörter wie Osteoporose oder gar Krebs durchs Hirn, für alles und jedes gibt es eine Vorsorgeuntersuchung, deren Ergebnisse auch mal (vielleicht zu oft) danebenliegen. Es wird dann verordnet, was die Pharmazie auf Lager hat und wieder wird das Wichtigste vergessen: Es geht auch ohne. Es ging immer ohne. Sicher nicht in jedem Fall, nicht für ewig – unsere Art zu leben fordert genauso ihren Tribut wie die oft belächelte vermeintliche Unwissenheit vergangener Generationen.
Wenn wir das Wort Wechseljahre hören, wird es uns Frauen doch schon anders. Wir erinnern uns an die Schilderungen der körperlichen und seelischen Erscheinungen, denken mit Grausen daran, dass wir nun selber an der Reihe sind. Wie viele Frauen freuen sich darauf heute noch – wenn überhaupt eine? Auf einen neuen Abschnitt im Leben, darauf freier zu sein, loslassen? Ich kenne kaum eine Frau, die das tut. Vielmehr sehe ich die meisten ängstlich warten, ob das Schreckgespenst sich zeigt und wenn ja, wie heftig es wird.

Damit ist jetzt Schluss, meint Annette Nellessen. Sie hat mit „In Topform durch die Wechseljahre“ einen fundierten, reich bebilderten Leitfaden verfasst, den der HerbaPress-Verlag in ein hochwertiges Buch mit zwei Lesebändchen verpackt hat. Vornehmlich möchte das Buch helfen, möglichen Problemen mit veganer Ernährung zu begegnen.
Die Autorin steigt zunächst mit ihrer eigenen Erfahrung ein, berichtet also als Betroffene. Das tut sie in einer sehr sympathischen, direkten Art. Sie erklärt das Wesen der Wechselzeit, begrüßt sie als willkommenen Übergang in eine neue Zeit im Leben der Frau. Sie vergleicht die allgemeingültigen Therapievorschläge mit einer gesunden, ausgewogenen Ernährung, die reich ist an hochwertigen Lebensmitteln und eingebettet in eine ganzheitliche Lebensweise. Die ganz großen Probleme unserer Zeit wie Allergien, Unverträglichkeiten, Darmprobleme, Diabetes etc. werden beleuchtet. Eingestreut im Text finden sich Vorschläge für weiterführende Literatur, Bezugsquellen am Ende. Aus dem Buch quillt ein nicht enden wollender Informationsfluss, der sich angenehm liest. Es finden sich wichtige Informationen zum Thema Gewürze, Öle, Obst und Gemüse, Kräuter, Hülsenfrüchte und Co, damit man ja richtig informiert ist, die letzten Fragen geklärt sind. Nach dem Einkauf erfolgt die Lagerung, was dabei zu beachten ist und wie die Vorräte aussehen können, auch davon kann man lesen.
Pflege von innen ist hochwertige Nahrung, doch auch die äußere Hülle kann bei ganzheitlichen Betrachtungen natürlich nicht vernachlässigt werden. So finden sich im Buch allerhand Tipps: Kneip, Ayurveda, Ölziehen, Meditation, Bürstenmassage, Sauna, ja sogar transdermale Magnesiumtherapie als Mittel bei Verspannungen (das funktioniert sehr gut), Basenbäder und viele weitere Anwendungen und Themen werden detailliert beschrieben, etwa das Räuchern, selbstgemachte Kosmetika, die Natur als Heilerin, alternative Heilmethoden (das kann auch mal ein Haustier sein), Langsamzeit für Frau in Haus und Alltag, weniger Chemie, mehr Natur, die Seele öfter baumeln lassen. Wie man Stress vermeidet und sich selbst wichtig nimmt – davon erzählt das Buch. Von all den schönen und wichtigen Kleinigkeiten, die Frauen helfen gesund und quicklebendig zu bleiben. Ganz klar, wer da der Sieger ist: Das wilde Weib, das sich traut FRAU zu sein.

Ob Sie sich nun mit der veganen Ernährung anfreunden können oder nicht, ob sie Ihr Schlüssel ist um vital und fit in der Wechselzeit zu sein, das müssen Sie selbst herausfinden. Kosten ist ausdrücklich erwünscht: Die Seiten 181–300 beinhalten genügend Rezepte um einen Exkurs zu wagen. Eigentlich, finde ich, könnte man das Buch jeder Frau schenken, die sich gerade aufmacht in eine neue aufregende Zeit.

Sonntag, 5. Februar 2017

Meine Heimat


Heidi Thaler

 Ich liebe das sanfte hüglige Land,
Mit Feldern bis zu Dorfes Rand.
Die dichten Wälder nach Pilzen duften,
Wo der Mensch muss emsig schuften.

Ich liebe die Tümpel der Niederungen
Wo Froschgequak ans Ohr gedrungen.
Den schaurig Ruf der Kauze bei Nacht,
Amselgesang, wie die Wildente lacht.

Ich liebe die stillen Gassen und schiefen Zäune,
Hör Hähne schrein wenn ich träume.
Die Rosenhecken beim morschen Zaun,
Wildes Gestrüpp, schön anzuschauen.

Ich liebe des Baches Murmeln im tiefen Grund,
Sein Tosen und Rauschen manche Stund.
Darüber schwankender Steg aus Brettern alt -
Mein Schritt darauf seit Jahren verhallt.

Ich liebe die Quelle im Garten entsprungen,
Die deutschen Weisen die wir gesungen.
die alten Eschen, die stattliche Weide -
Sie barg uns lieblich mit grünem Kleide.
Ich liebe die Bäume überreich an Früchten,
Sind hell leuchtend von Weiten zu sichten.
Der fruchtbaren Ackerfurche herber Duft,
Das stürmisches Keimen der neuen Frucht.

Ich liebe die Würze von Heu und Laub,
Die großen Strohpuppen im Herbste gebaut.
Auf Pflastersteinen holpernde Wagen
Reiche Ernte den Mieten zutragen.

Ich liebe des Nebels wabrige Pracht,
Die laue Luft in der Sommernacht,
Das blubbrige modern im Moor,
Das Quietschen vom ehernen Tor.

Ich liebe das Dröhnen der Glocke im Turm,
Das Jaulen und Orgeln in machem Sturm.
Wie im Gemäuer die Winde wispern,
Manche Dinge heimlich knistern.

Ich liebe die Weite, die Stille der Auen,
Von der Höhe übers Land zu schauen.
Ich sehs im Traume so deutlich und klar:
Es ist nicht mehr, es schmerzt, es war.

Wer hätte es vorher zu sagen vermocht
Wie in der Fremde das Herz sehnsüchtig pocht.
Die Vernunft so manchen in die Ferne zwingt
Die Heimat der Seele tiefen Frieden bringt.

Donnerstag, 5. Januar 2017

Zitronen-Honig - Ein streichfähiger Zitronen-Aufstrich auf Ei-Basis

Lass dich vom Namen nicht aufs Glatteis führen: Mit echtem Honig hat das hier nichts zu tun. Der „Zitronen-Honig“ ist vielmehr ein feiner, streichbarer Aufstrich, der nur so heißt, weil er am Ende ähnlich weich und geschmeidig daherkommt.

Die Grundlage bilden Eier, Zucker, Fett und Zitronensaft. Im Wasserbad, also ganz sachte und ohne große Hitze, verwandelt sich das Ganze unter Rühren in eine glatte, dickliche Creme. Die Eier geben der Masse Halt, der Zucker sorgt für die nötige Süße und Stabilität, während Butter oder Margarine das Ganze rund und vollmundig machen. Die Zitrone bringt schließlich den frischen, leicht herben Ton hinein, der den Aufstrich so besonders macht.

Am Ende hast du also keinen Honig, sondern eine Art Zitronencreme, die sich wunderbar streichen lässt und irgendwo zwischen süß und angenehm säuerlich spielt.

Weil hier Ei mit im Spiel ist, gehört das Ganze allerdings nicht in die Vorratskammer für die Ewigkeit: kühl lagern und in überschaubarer Zeit verbrauchen.

So wirds gemacht:

  • 3 Eier, 100 g Margarine oder Butter, 180 g Zucker, 2 Zitronen
  • Eier, Fett, Zucker, abgeriebene Zitronenschale und Zitronensaft im Wasserbad bei schwacher Hitze etwa 15 Minuten mit der Holzkelle verrühren. 

  • Wenn die Masse dick zu werden beginnt, den Topf vom Feuer nehmen; sie dickt während des Abkühlens noch nach.

  • Den noch warmen Zitronen-Honig in saubere, vorgewärmte Gläser füllen und erkalten lassen. Mit Klarsichtfolie oder Pergamentpapier zubinden und beschriften. Kühl aufbewahren.


Zitronen-Honig hält sich so mehrere Wochen.

Mittwoch, 21. Dezember 2016

Landeruns Weihnacht

Ich erbitte mir zur Sonnenwendzeit
das es draußen gar nicht schneit,
das alles ruhig und friedlich bleibt,
versteckt im Schnee, bedeckt mit Reif.
Das der Frost das Näschen kneift
Dampf vor dem Gesicht aufsteigt.

Yul, du klare, helle Winternacht,
in der ich meiner Ahnen stets gedacht.
In der ich ruhig sinnend steh´ im Schnee,
dankbar bin für Glück und Weh. 
Das ich wachs an dem was war,
Stark bin für das kommend Jahr.

Das die Ruhe unsrer Welt
nicht in sich zusammen fällt.
Das wir noch lange sind auf Erden,
jeden Tag ein bisschen besser werden.
Das man begreift der Liebe ganzen Wert,
man die Menschen achtet, ehrt.

Sie so sein lässt wie sie sind,
sieht die Wahrheit wie ein Kind.
ohne Schleier, einfach, schlicht,
dass Wut und Hass daran zerbricht.
Und wenn ich gehe einstmals heim,
so soll es aufrecht, ohne Ängste sein.


Freitag, 16. Dezember 2016

Die heiligen Pflanzen unserer Ahnen - Buchbesprechung

Volksmedizin Pflanzen Zauberer und praktische Anwendung


Es ist ein wirklich schönes Buch das ich da in meinen Händen halte und es ist ausschließlich den Pflanzen unserer Heimat gewidmet, das uns unsere Flora wieder näher bringen möchte. Es ist wunderschön bebildert, die wichtigsten Eckdaten werden zu jeder Pflanze geliefert. Beginnend mit der Gattung und den Namen, wobei die Herkunft des Namens beleuchtet wird, über die Benennung der Pflanzen im Volk. Anschließend wird erläutert wo die jeweilige Pflanze wächst beziehungsweise von wo aus sie zu uns eingewandert ist. Dann folgen die Anwendungen als Heilpflanze oder auch als Gewürz. Darüber hinaus gibt es praktische Hinweise in der Art einiger Rezepte, unter anderem auch die Zubereitung als Wildgemüse, die zur Zeit ja sehr aktuell und populär ist. Damit erschöpft das Buch sich aber bei weitem nicht, denn das Wichtigste ist die Erläuterung der Entsprechung der Pflanze im germanische Götterhimmel. Wir lesen von der Edda, von Räucherpflanzen nicht nur in den Rauhnächten, von Sonnenwendfeuern, von Freya und Odin, von Sehern und weißen Frauen. Bei einigen Pflanzen wird auf die psychoaktive Wirkung hingewiesen, selbst die Poesie kommt nicht zu kurz. Wussten Sie zum Beispiel das als Bierwürze das Bilsenkraut eingesetzt wurde und das die Beimischung 1507 bei Strafe verboten wurde? Es ist von Pflanzenjauchen zu lesen, von Kräutersuppen, allerlei Geschichten werden eingestreut da wo die Überlieferung dem Autor zu Hilfe kam. So erhält der Leser mit diesem Buch einen umfassenden Überblick über an die 90 unseren Vorfahren heiligen Blumen, Bäume , Heilkräuter und ihre Verwendung in den verschiedensten Lebensbereichen. Das Buch spannt Brücken von den Altvorderen, ihrem Wissen, ihrer Art mit der Natur in Achtung und Einklang zu leben zur heutigen Lebensweise und Heilkunde hin zur Homöopathie und Naturheilkunde. Es beleuchtet die Pflanzen unserer Heimat von einer ganz neuen Seite und lässt uns teilhaben an der Mythologie unserer Ahnen. Ein bisschen führt es zurück wenn wir wollen und uns mitnehmen lassen.




ISBN 978-3-7020-1356-1

Autor: Norbert Griebl

Die heiligen Pflanzen unserer Ahnen

Volksmedizin / Pflanzenzauber / Praktische Anwendung

288 Seiten, zahlr. Farbabbildungen, 22 x 22 cm, Hardcover

€ 29,90

Donnerstag, 15. Dezember 2016

Wie man die Wasserstoffperoxidsalbe bzw. das Gel selber einfach und kostengünstig herstellen kann

Das ist so einfach wie Tapetenleim (der auch aus Cellulose besteht, leider einer Anderen als die Geforderte, daher für unseren Zweck nicht nutzbar) anrühren. Sie benötigen ein Cellulose-Pulver, das heißt Hydroxypropylcellulose. Es kann als als „Klucel H“ bei Kremer-pigmente bestellt werden. Dann brauchen Sie Wasserstoffperoxidlösung 10%, diese sollten Sie in der Apotheke erhalten. Beides zusammen in einer Kunststoffschale vorsichtig mit einem Kunststofflöffel verrührt ergibt ein klares Gel, dass sie verwenden können.

  • Geben Sie 1/2 - 1 TL Cellulose in die Schale und darauf etwas Wasserstoffperoxidlösung. Sie werden sehen, wie die Cellulose sofort die Lösung an sich bindet uns stark aufquillt.
  • Gießen Sie weiter vorsichtig Wasserstoffperoxidlösung zu und rühren Sie weiter, bis das Ganze so dick wie Pudding ist.
  • Dann decken Sie es mit Frischhaltefolie ab und stellen es in den Kühlschrank über Nacht. Die Klümpchen, die sich unweigerlich noch in der Masse befinden werden sich über Nacht auflösen, da sie weiter Wasserstoffperoxidlösung an sich ziehen.
  • Morgens rühren Sie noch einmal durch, bitte immer nur in eine Richtung, da sonst immer Luft mit hineingerührt wird. Ist die Masse zu dick, gießen Sie noch etwas Wasserstoffperoxidlösung zu. Ist sie zu flüssig geben Sie noch vorsichtig Cellulose zu und lassen es erneut quellen.  
  • Das fertige Gel füllen Sie bitte in ein geeignetes Behältnis. Meines habe ich in einer sauber ausgewaschenen Plastikflasche für Reisegrößen von Shampoo & Co, gibt es im Drogeriemarkt. Plastikflaschen die vorher Bodylotion, Shampoo ect. beinhalteten sind wegen der Dosieröffnung bestens geeignet, da sich das Gel bei Bedarf einfach rausdrücken lässt.  
  • BITTE: Vergessen Sie nicht, Ihre Flasche entsprechend zu beschriften, alte Etiketten ablösen, damit Verwechslungen ausgeschlossen werden können und bewahren Sie Ihr Gel im Kühlschrank auf, da hält es sich recht lang.


Klucel H hat zwar mit Porto und Versand einen stolzen Preis, doch es bindet so viel Wasserstoffperoxidlösung an sich, dass Sie eine sehr große Menge Gel herstellen können. Sie haben bestimmt schon einmal Tapetenleim angerührt. Eine Packung ergibt einen großen Eimer gebrauchsfertigen Kleister. So wie diese Cellulose aufquillt, so tut es auch Hydroxypropylcellulose. Damit haben Sie eine ungefähre Vorstellung, wie viel Gel Sie selbst herstellen können und wie das Quellverhalten der Hydroxypropylcellulose ist. Da ihr Gel keinerlei andere Stoffe enthält wird es sich im Kühlschrank nicht unbegrenzt halten, damit ist es sinnvoll immer wieder kleinere Mengen frisch zuzubereiten. Viel Erfolg.

Mittwoch, 16. November 2016

Wollt ihr dem Volk nicht?


Wollt ihr dem Volk nicht Liebe geben?
Wie eine Mutter es vermag,
die führet ihre Kinderschar fröhlich durch den Tag.

Wollt ihr dem Volk nicht Frieden geben?
Der da kehrt in alle Herzen ein,
dass ein Ende hat sinnlos Not und Pein.

Wollt ihr dem Volk nicht Hoffnung geben?
So wie der Himmel es verspricht,
wenn man sich für alle Zeiten nach sein' Geboten richt'.

Wollt ihr dem Volk nicht Freude geben?
Sodass sie frohen Mutes sind,
 ihre Pflichten zu erfüllen, Mann und Frau bis hin zum Kind.

Wollt ihr dem Volk nicht Ordnung geben?
An der sie halten könnten sich,
dass Recht bleibt Recht und Gesetz nicht brich´.

Wollt ihr dem Volk Geduld nicht geben?
Lasst alle lernen wie das geht,
dass man sich über alle Grenzen zuhört und versteht.

Wollt ihr dem Volk nicht Güte geben?
Das nicht kalt lässt fremdes Leid,
 während ihr noch debattiert macht das Grauen sich schon breit.

Wollt ihr dem Volk nicht Haltung geben?
Das nicht gleich einen Streit entsteht,
an dem ja nur immer das Volk zugrunde geht.

Wollt ihr dem Volk nicht Milde geben?
Da wo jene angebracht,
dass künftig kein Verbrecher mehr über seine Opfer lacht.

Wollt ihr dem Volk nicht Wahrheit geben?
An der man euch erkennt,
dass ihr ehrlich seid, wahrhaftig, ja und da seid, wenns auch brennt.

Wollt ihr dem Volk nicht Anstand geben?
Dass ihr ehrt die Elternschaft,
 und sowie unsre Ahnen unverbrüchlich Werte schafft.

Wollt ihr dem Volk nicht Treue geben?
Dass sie sehen, ihr bleibt da,
keiner tritt sogleich zurück, wie es so oft schon war.

Wollt ihr dem Volk nicht die Demut geben?
Denn wo ihr seid, seid ihr durchs Volk,
nur gemeinsam sind wir fähig zum dauernden Erfolg.

Wollt ihr dem Volk nicht Keuschheit geben?
Das man sieht ihr haltet Maß.
Weh Euch! Unser Fleiß und Arbeit ist nicht eures Lebens Fraß.

Doch was ihr gebt sind hohle Phrasen, Eure Gier ist riesengroß.
Ihr bereut es dann Ende, wenn der Sturm bricht endlich los.