Sonntag, 9. Juni 2013

Rhabarber-Quark-Kuchen / Rhabarber-Saft-Kuchen

Als Grundlage für die beiden Kuchen nehme ich einen Quark-Öl-Teig. Den Belag muss schon am Tag zuvor ansetzen, denn er sollte über Nacht  Saft ziehen: 




  • 1,5 kg Rhabarber putzen, in Würfel schneiden, mit 2 bis 3 El Rohrzucker vermischen und über Nacht stehen lassen. Menge halbieren. 



Belag für den ersten Kuchen: 


  • 400 g Quark mit 
  • 150 g festen Jogurt
  • 1 Ei
  • 80 g Vollrohrzucker und 
  • 1 Bourbon-Vanillezucker gut vermischen.
  • 750 g vom Rhabarber ohne Saft abwiegen, darunterheben und auf den Teig geben. Abbacken. 


Belag für den zweiten Kuchen: 

Den restlichen Rhabarber abtropfen lassen, Saft auffangen. 


  • 1 Becher Schlagsahne auf 400 ml mit Wasser verdünnen, in einen Topf gießen. Dann mit
  • 4 El Vollrohrzucker und 
  • 1 Vanillezucker verquirlen. Hiervon 
  • 3 El abnehmen und mit 
  • 2 1/2 ELl Stärkemehl verquirlen und mit dem aufgefangenen Saft mischen. 


Das Schlagsahne-Wasser-Gemisch aufkochen und mit dem Saftmix unter fleißigem Rühren aufkochen, bei Seite stellen, die Masse wird dicker. Hier nun den abgetropften Rhabarber unterheben und auf den Teig streichen. Darauf Butterstreusel krümeln und abbacken.  


Für den Quark-Öl-Teig:


  • 200 g Quark
  • 200 g Dinkelmehl
  •  80 g Vollrohrzucker
  • 1/4 Backpulver
  • 4 El Milch
  • 4 El Sonnenblumenöl


Alle Zutaten zu einem schönen, geschmeidigen Teig verkneten und in eine Springform drücken. 



Mittwoch, 5. Juni 2013

Das Gute liegt so nah, warum in die Ferne schweifen - bucht Deutschland



Quelle:hdl-ledon
Das Gute liegt so nah, warum in die Ferne schweifen.... Besucht den Norden, den Süden, den Osten und den Westen Deutschlands. 

2004 durfte ich die auf der Erde einmalige "Sächsische Schweiz" bereisen. Natürlich kommt man ins Gespräch, auch über Hochwasser, zu übersehen sind die Pegelmarken an den Häusern nicht. Die Menschen meinten, dass sie danach sofort aufgeräumt und alles neu aufgebaut haben. Leider blieben dann eine Weile die Urlauber aus, dabei lebt diese Region wie viel andere - jetzt geflutete - vom Tourismus. Man sagte mir, dass die potentiellen Besucher nicht glauben konnten, dass alles so schnell wieder funktionieren würde. Das während der Flut die Nachrichten voll seien, dass ist ja auch ganz klar. Dann ist das Wasser fort, die Tagesschlagzeile wird nach und nach eine Andere. Deswegen wär es schön, wenn man die Menschen fragt: Hey wie geht Euch? Wollt bzw. könnt Ihr wieder Gäste aufnehmen? Man freut sich darüber, so war mein Eindruck. Die Menschen in diesen Gebieten haben einen so starken Willen und eine gewaltige Heimatliebe, wie sonst könnten sie mit dieser ständigen Gefahr leben. Und auch die, die es in Gebieten nun auch "erwischt" hat, wo normalerweise nicht so etwas passiert, sie halten alle zusammen, stehen Seite an Seite. All die freiwilligen Helfer, Feuerwehrleute, THW, Polizei, Männer, Frauen, Kinder, jeder hilft mit. Eine Frau aus Dresden hat es auf den Punkt gebracht: Das ist meine Stadt, da gibt es kein wenn und aber. Es ist egal aus welcher Himmelsrichtung stammend sich das Menschenkind sich in dieser Situation ein- und zurechtgefunden hat, ich finde es sehr beeindruckend, das verdient Respekt! Deutschland, deine Bürger stehen zusammen in Zeiten der Not. Es ist egal, wer Dir einen Sandsack reicht, einen Tee oder eine "Bemme" zur Stärkung. Hauptsache, die helfende Hand steht neben dir, alle wie ein Mann. 

Und darum Ihr Lieben: Wenn die große Flut vorbei ist, langsam Alltag einkehrt, wir alle uns wieder Gedanken machen um wohlverdienten Urlaub, dann könnte man doch überlegen, ob man seinen Urlaub nicht mal im Land der Dichter und Denker, der Burgen und Schlösser, tiefen Täler und schönen Seen, schwarzen Wäldern und schroffen Felsen, zwischen runden Bergen und flachen Küstenstrand verbringen will. Deutschland ist so schön.

Samstag, 1. Juni 2013

Heilmittel der Sonne. Mythen, Pflanzenwissen, Rezepte und Anwendungen

Die Sonne ist die Spenderin von Wärme und Licht, ohne sie geht es nicht. Dabei ist das Wirken der Sonne in manchen Pflanzen und Tieren komplexer als in anderen. Vereinen diese dann Heil- und Sonnenkraft in sich, dann spricht man von den Heilmitteln der Sonne. Ich gebe zu, ich tat mich etwas schwer mit dem Buch. Dabei ist es wunderbar recherchiert, beschreibt alte mythologische Wurzeln und enthält sehr viele praktische Anweisung zur Selbstanwendung. Es enthält viele über homöopathische Zubereitungen, dazu auch Dossierungen und Rezepturen, die man mit den erhältlichen Mitteln der gängigen Hersteller selbst anmischen kann. Überhaupt finden sich sehr oft die Hinweise auf Spagyra, Weleda und Wala außerdem auf andere Fertigarzneimittel, die in der Apotheke zu bekommen sind. Damit erschöpft es sich aber nicht, glücklicherweise bedachten Autor und Verlag auch Menschen wie mich, die es so mögen: raus auf die Wiese und sammle selbst. Dazu finden sich Rezepte für Tee, Räuchermischungen, Heilsalbe, sogar das legendäre Goldwasser. Wunderbar ist die Beschreibung des Jahreskreislaufes gelungen, mit den dazugehörigen Festen und auch wie man sie feiert. Jeder Jahreszeit sind verschiedene Pflanzen zugeordnet, die detailliert die Wirkungsweise dargelegt werden, ohne Fachsimpelei. Natürlich auch wieder die Verweis auf Urtinktur, Globoli und käufliche Medizin. Was mich aber hier immer wieder freut ist die Darstellung in der nordischen Mythologie, im Brauchtum. Insgesamt ist das Buch eine Fundgrube für naturheilkundlich begeisterte Menschen mit den verschiedensten Ansätzen, für jeden ist etwas dabei.

Gebundene Ausgabe: 336 Seiten,  AT Verlag; Auflage: 1. Auflage (27. Februar 2013)
ISBN-13: 978-3038007449, Preis 24,90 Euro

Freitag, 31. Mai 2013

Duftstoffe in der Naturkosmetik - Buchbesprechung


Diese Buch vereint, was man sonst in vielen Büchern zusammenklauben muss: Nach einem geschichtlichen Abriss, der die Wichtigkeit der Düfte aufzeigt folgt eine pfiffig geschriebene sachkundige Einführung in die Chemie der Öle. Und nun gibt es die ausführliche Herstellungsanleitung für daheim, in bebilderten Arbeitsschritten unter Vorstellung der verschiedenen Bauweisen der Destillen. Nicht vergessen wird die derzeitige Rechtslage, gefolgt vom Kapitel über die Anwendung und Dossierung. Bevor man nun ganz tief in die einzelnen gängigen ätherischen Ölen einsteigt, erfährt der Laie wie man Crems, Öle und Co selber rührt. Wie man Deos, Parfum und Rassierwasser herstellt. Ganz kurz und knapp mit einigen Grundrezepten, die nach Bedarf abgewandelt werden können. Gefolgt von den Ideen rund um Heim und Herd schließt sich hier der Kreis. Man ist nun ausgestattet mit einer Menge Grundwissen, dass dann nach und nach mit den auf den nächsten ca. 80 Seiten folgenden Pflanzenportraits, und Rezeptvorschlägen erweitert wird. Eine gelegentlichen Anweisung zum Anbau im eigenen Garten, wenn es den in unseren Breiten wachsen möchte, Charakterisierung der Öle und Anwendung ist bestens aufgezeigt. So kann man mit Fug und Recht sagen dieses Buch macht den Einstieg leicht. Sachregister und Bezugsquellenaufstellung machen es perfekt. Ein Praxisbuch vom Leopold Stocker Verlag. Eben.

Duftstoffe in der Naturkosmetik: Heilkunde, Körperpflege, Küche und Haushalt 70 Duftpflanzen
Brunhilde Bross-Burkhardt (Autor) 

143 Seiten, Stocker; Auflage: 1., Auflage (März 2013)
ISBN-13: 978-3702014032, Preis 16,90

Montag, 27. Mai 2013

In diesen Jahr keine Fördermittel für die Mühle in Suxdorf - Arbeiten gehen dennoch weiter

Quelle: Abschrift aus Mitteldeutsche Zeitung – Datum unbekannt

Wiederaufbau -Wo der Wind kräftig mit den Flügeln spielt
In diesen Jahr keine Fördermittel für die Mühle in Suxdorf - Arbeiten gehen dennoch weiter

Von unserer Redakteurin UTA FÖRSTER


Suxdorf/MZ. Noch tummeln sich die Enten unter dem im Hof der Suxdorf´schen Mühle aufgebockten Windmühlenflügel, der einer Flugzeugtragfläche ähnelt. „Bis auf die Klappe ist der Flügel komplett“, erklärt Eberhard Oertel und deutet die Scheune, in der sich das Drehheck befindet. Jede freie Minute steckt der Mühlenbesitzer in den Wiederaufbau der im Jahre 1836 erbauten Turmdrehmühle.


Auf Bildern hat er sich die technische Dinge abgekupfert, Modele gebastelt und schließlich. selbst Hand angelegt, so gut es eben geht. Und es muss geben, zumal der gelernte Müller in diesem Jahr keinen Pfennig an Fördermitteln für den Wiederaufbau seiner Mühle erhält. Im vergangenen Jahr steuerten das Land 5000 Mark und der Burgenlandkreis 3000 Mark bei. Das meiste Geld schluckte der obere Drehkranz, der mit Hilfe eines Zahnrades nun wieder das Dach der Mühle bewegt. 


Eberhard Oertel macht auf eine am Boden liegende Welle aufmerksam, die noch montiert werden muss. Sie wurde ebenfalls aus den letzten Geldern finanziert. „Das Mode dafür habe ich entworfen und auch die Dreharbeiten durchgeführt“, erzählt der erfahrene Bastler. Doch bei den größeren Arbeiten - angefangen vom Bleche zuschneiden bis hin zur Anwendung bestimmter Schweißverfahren - mussten Firmen eingeschaltet werden.

Um Materialosten zu sparen, hält der Mühlenbesitzer selbst auf dem Schrottplatz nach wieder verwertbaren Dingen Ausschau. Dabei wird seine Mühe nicht immer belohnt. ‚Das Kugellager habe ich ausgebaut, konnte es aber am Ende nicht verwenden, weil es kaputt war“, ist zu erfahren. Bis Juli nächsten Jahres wollte Eberhard Oertel ursprünglich mit dem Wiederaufbau der Mühle fertig sein. Aber ohne Fördermittel, die sich für das Flügelwellen-Hauptlager und für das große Antriebsrad erforderlich machen - zieht sieh das Ganze wohl noch eine Weile hin, bedauert er.

Die Besucher stört es allerdings stört es wenig, dass sie auf Suxdorf´schen Flur vorerst nur eine „Unvollendete“ vorfinden. Wann immer auch Fremde hier vorbeikommen, lassen sie es sich nicht nehmen, an der Holztür anzuklopfen. Dann führt sie Eberhard Oertel durch sein Reich, das seit dem Kleefest auch eine Ausstellung mit Werken von Volker Thurm beherbergt. Mit Ölfarben bannte der Kaynaer Künstler die Suxdorfer Mühle ins Bild, so wie sie sich in den Jahren zwischen 1936 und 1954 präsentierte. Aber auch Porträts von Johann Christian Schubart und anderen Persönlichkeiten, die die Geschichte des Ortes mitprägten, können bewundert werden. Die ausgestellten Bilder sind Spitze, macht weiter so, dokumentierte Familie Gentzsch neben vielen anderen im Gästebuch ihre Meinung.

Von der kleinen Galerie gelangt der Mühlenbesucher - sofern er dies möchte – über eine Leiter durch eine kleine Tür hinaus ins Freie. Mit einer herrlichen Aussicht wird sein Aufstieg belohnt. Und wenn der Wind günstig steht, dreht sich in luftiger Höhe nur wenige. Meter über seinem Kopf die im vergangenen Herbst montierte Windrose.

Sonntag, 12. Mai 2013

GäuFlural - Bäckerei Peter Reiser / Missen OA

Den Anfang bei GäuFlural macht die Brot- und Feinbäckerei Reiser, Missen, Am Freibad 4. 
Herr Reiser und Geselle backen nicht nur grandiose Nusszöpfe von mehr als beachtlicher Länge und überaus fairen Preis, das Brot ist genial, die Semmeln eben Semmeln. Dabei gibt es Dinkelsemmel ebenso wie die Gemüsesemmel, in der Mais, Paprika u. a. Gemüse zu einer leckeren Semmel verbacken wird. Sehr lecker ist auch des ganzjährig erhältliche "Tigerauge" oder das Schokoladenherz. Natürlich führt die Bäckerei das ganze übliche Sortiment und Kuchen am laufenden Meter. Und wenn du um die Weihnachtszeit im Gäu bist, dann gibt es viele Sorten Gebäck für das Fest, bei dessen Geschmack und Preis man sich wirklich überlegen kann, ob man noch selber backen soll. Einfach mal reinschauen. Ortseinwärts von Siebratshofen kommend, die erste Rechts, hinter der Pizzeria la Mama, da steht ist ein altes, großes Haus, unten drin befindet besagte Bäckerei. 




Muttertag - wer braucht das schon



Also ich finde Muttertag voll sinnlos. 
Statt sich Gedanken über ein Geschenk zu machen 
für diesen einen Tag 
wäre es nicht viel schöner, wenn man sich als Kind
 - egal wie groß - so benimmt, 
dass Mamas stolz drauf sein können. 

Was nützt ein Tag mit einem Geschenk 
als "Lohn" für ein Jahr Zirkus. 

Mamas halten viel aus, weil Sie es müssen. 

Der Krug geht solange zum Brunnen bis er bricht sagt der Volkmund

 Heist es nicht im Poesiealbum von früher: 
Ehre ein Mutterherz solange es schlägt, 
wenn es gebrochen ist, ist es zu spät. 

Da solltet ihr mal nachdenken, 
liebe kleine und große Kinder, 

schätzt euch glücklich, 
dass ihr noch eine Mutter habt. 

Ehrt

 sie, indem ihr ihr Respekt erweist 
und schätzt die Arbeit, die sie jeden Tag für euch erledigt.

Eine Mama ist nicht selbstverständlich. 

Eine Mama ist auch nicht euer Knecht.


Helft mit, dann habt ihr eure Mutter: 
 länger, frischer, gesünder, fröhlicher, mutiger, kämpferischer. 

Das ist das größte Geschenk
Die Liebe des Kindes,
das die selbstlose Liebe der Mutter 
erwiedert. 

Ohne Wenn und Aber.

Freitag, 10. Mai 2013

Mönchspfeffer bei Unfruchtbarkeit

(H)agnos - so nannten die Griechen eine im Mittelmeerraum beheimatete, wunderbar duftende, im Sommer lavendelfarbene Blüten zeigende Pflanze. Ein in unseren Breiten geläufiger Name dafür ist Mönchspfeffer oder Keuschlamm, was nun nicht sehr einladend klingt. Ein Blick auf den lateinischen Bezeichnung "Vitex agnus castus" erklärt Herkunft und Bedeutung: "agnus" steht für Lamm und "castus" für keusch.

Dioscurides beschreibt die Pflanze so: "„Agnos, Keuschlammstrauch, … bei den Römern als wilder Pfeffer bekannt, ist ein baumartiger Strauch, welcher an Flüssen und Felsküsten wächst … Er wird Agnos genannt, weil ihn bei den Thesmophorien (Fest zu Ehren der Demeter, bei dem Männer ausgeschlossen waren) die Weiber, welche ihre Keuschheit bewahren, als Lager nutzten … oder weil er, getrunken, den Drang zum Beischlaf mäßigt.

Der Überlieferung nach fanden die Früchte des an die sechs Meter hohen Strauches bei den Mönchen und Nonnen im Mittelalter rege Verwendung, waren sie ja auch Menschen mit Gelüsten und Bedürfnissen, die sich so gar nicht mit dem zölibatären Leben in Einklang bringen lassen wollten. So nahm man Zuflucht zu Mönchspfeffer, denn eingenommen entpuppt er sich als wirkliche Spaß- Verzeihung Lustbremse. So ist es nicht verwunderlich, dass diese Pflanze auch als Sinnbild für Enthaltsamkeit auch in der Ehe steht. Aber er kann noch viel mehr, deshalb möchte ich ganz besonders den Frauen dies Pflänzelein ans Herz legen. Traditionell in der Frauenheilkunde eingesetzt, beweisen wissenschaftliche Studien die Wirksamkeit bei PMS, u. a. auch bei Fressanfällen, Spannen der Brüste und Blähungen. Ausprobiert hab ich es selber, mein erstes Kind war ein Agnus-Castus-Kind. Nach Fehlstarts nahm ich Agnus-Castus und siehe da, das klappte. Bei etlichen Freundinnen hat es dann nach langer Pillenpause und regelmäßiger Einnahme ebenfalls recht schnell funktioniert. Selbst ein äußerst trauriger, hoffnungsloser Fall kam sicherlich dank diesem Kraut zu einem Kindchen Das ist nun schon lange Zeit her, meiner Überzeugung nach war diese Pflanze mein Glück. Sie wirkt regulierend und stärkend, fördert die Bildung des Gelbkörperhormons. Auch bei Wechseljahrsbeschwerden und eben Störungen im Zyklus kann eine Besserung erfolgen. Im Mönchspfeffer sind u. a. Iridoidglykoside, Flavonoide und Diterpene enthalten, die so ähnlich wie der Botenstoff Dopamin wirken. Unter Einnahme kommt es zu einer Hemmung der Ausschüttung des Hormons Prolactin, weswegen die PMS -Beschwerden abgemildert werden können. Die Funktionen rund ums Fortpflanzen normalisieren sich, bevor man sich langwierigen und teuren Eingriffen unterzieht, könnte man doch die Natur einfach mal machen lassen. Vielleicht klappt es ja doch, ganz ohne Zwang. Bloß nicht kirre machen lassen und wie wild daran arbeiten. Alles braucht Zeit und um die drei Monate regelmäßiger Einnahme sollen es schon sein. Fertige Produkte vom Pharmazeuten gibt es in der Apotheke deines Vertrauens. Nebenwirkungen können Juckreiz und ggf. Hautausschläge sein. Alles Gute.

(Die Inhalte unserer Seiten wurden mit größter Sorgfalt erstellt. Wir weisen dennoch ausdrücklich darauf hin, dass alle Inhalte dieses Blogs ausschließlich Informationszwecken dienen. Es handelt um keine Gesundheitsberatung. Für Schäden, die auf Selbstdiagnose/Selbsttherapie beruhen, übernehmen wir keinerlei Verantwortung. Die publizierten Informationen stellen in keiner Weise einen Ersatz für ärztliche/therapeutische Beratungen oder Behandlungen dar. Die Besucher unserer Webseite sollten sich im Falle einer Erkrankung vom Heilpraktiker oder Arzt ihres Vertrauens untersuchen/beraten lassen.)

Quelle: Heilpflanzenpraxis heute

Dienstag, 7. Mai 2013

Liebeskraut und Zauberpflanzen: Mythen, Aberglauben, heutiges Wissen


Ein faszinierendes Buch ist gelesen, es wird nicht das letzte Mal gewesen sein. Mit " Liebeskraut und Zauberpflanzen " ist Stefan Haag ein sehr interessantes Buch gelungen, das mitnimmt auf eine Reise durch die Zeiten, Kulturen und Jahrhunderte. Zu weisen Männern und Frauen, zu Schamanen und Orakeln, in die Antike, zu den Andenvölkern, in die Weiten der Steppen. Selten habe ich ein Buch so gierig verschlungen, kurzweilig wird der kulturhistorische Hintergrund beschrieben, dass ich mir so manches Grinsen nicht verkeifen konnte. Es wandert mit dem Leser durch die Kontinente, stellt die Pflanzen und mitunter auch gar zu eifrige Nutzer vor. Gespickt ist das Buch mit Versen und Gedichten, welche einen wunderbaren Ausgleich zu wissenschaftlichen Fakten schaffen. Legenden und Mythen, in übersichtliche Kapitel gegliedert, zu jeder Pflanze die Inhaltsstoffe und Wirkung: vom Wein ist die Rede, vom Hanf, Schierling, Efeu und Schlafmohn, Weihrauch, Mistel und Holler, Blinsenkraut, Alraune und Koka, Kaffee und Kakao, Kava-Kava, Schilfrohr, Passionsblume und so viele andere mehr. Sehr interessant ist die Ab- bzw. Herleitung der volkstümlichen Namen, Brauchtum, die Anwendungen in der Heilkunde. Wer nun meint, man findet hier Anleitung für Selbsterfahrungen, der irrt. Einen etwas anderen Einstig in die Welt der Pflanzen erhält man hier und das auf sehr humorvolle Weise. Unbedingt lesen.  

357 Seiten, Kosmos Verlag, 1., Aufl. (8. Februar 2010)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3440122310, 


Donnerstag, 18. April 2013

Kleefest in Würchwitz - Müller ließ die Puppen tanzen

Quelle: Mitteldeutsche Zeitung – Abschrift vom Montag, 22. Juni 1998
Kleefest in Würchwitz - Müller ließ die Puppen tanzenVom „Therapiezentrum“ trafen sich Anders- und Weiterdenkende zum 22. Mühlengespräch


von unserer Redakteurin MEINARDT


Würchwitz/MZ. Arabischer Kaffee, libanesischer Bauchtanz, kubanische Entwicklungshilfe und kulinarische Kostbarkeiten boten die diesjährigen traditionellen Mühlengespräche im Rahmen des Würchwitzer Kleefestes. Die Mühle als Ort um sich über Gott und die Welt auszutauschen, um verrückte Ideen nach zujagen, oder um sich einfach wieder zusehen. Insider und Querdenker, Stars und noch nicht entdeckte Talente hauchten der alten Mühle Leben ein, verwandelten sie ein „Therapiezentrum‘ der Moderne.

Alte Bekannte in der 22. Auflage. So kamen Puppenspieler Frieder Simon, Filmemacher Klaus Dörrer und Historiker Wolfgang Velcherling kamen nach gut 20 Jahren wieder. Frieder Simon ließ seine Puppen tanzen, nahm den Aufschwung Ost und die Fußball-WM aufs Korn: Im Unterschied zum Fernsehen sind meine Akteure käuflich.“

Klaus Dörrer begab sieh auf Fröbels Spuren, besuchte den erster Garten der Kinder der Welt in Blankenburg, und bannte Fröbels Aktualität auf Zelluloid.“ Es ist die Frage nach neuen Spielformen und Lernmethoden für Heranwachsende in einer medienüberfluteten Zeit“, philosophierte Dörrer über sein Werk. Doch längst hielten die neuen Medien auch in der Mühle Einzug. So entführte Hendrik Wahl die Zuschauer in eine virtuelle Computerwelt, flimmerten Videos und Filme über die Leinwand. Die Zeitzer Band „Down Town“ stellte ihren neuesten Song vor. Die Lukaer Tanzmäuse um Steffi Pöschel brachten Glanz ins alte Gemäuer, in Palliettenbestickten Kleidern gaben sie sich den heißen Rhythmen hin. Und für Sängerin Michaela Sangl aus Neuseeland war die Mühle praktisch die Generalprobe zum Turneeauftakt. Rhythmenwechsel hin zur Klassik.

Den eigentlichen Ohrenschmaus boten Prof. Mathilde Erben (Klavier) und Cornelia Erben (Flöte). „Sonst fahren wir ins Gewandhaus nach Leipzig, um die Erbens zu hören“, so Bürgermeister Friedrich-Karl Steinbach nach der Darbietung sichtlich gerührt. Unscheinbar auf der Treppe sitzend beobachtete Müller Eberhard Oertel das bunte Treiben. Wie der Gastgeber erzählte, sollen sich die Flügel der Windmühle im Jahr 2000 wieder drehen. Gleichzeitig nutzte er die Gelegenheit, um den anwesenden Spendern für ihre finanzielle Unterstützung zu danken.

Brechend voll war am Abend der Würchwitzer Saal zum Kleefesttanz. Alte deutsche Schlager lebten mit „German Dance House“ auf. Arnulf Wenning und seine beiden Tänzerinnen ließen den Saal beben, die Fangemeinde sang und tanzte mit. Danach spielte die CHE-Formation zum Tanz auf.

Samstag, 13. April 2013

Beim Windmüller in luftiger Höh´ Eine kleine Plauderei über Wind und Mühlen von Gerhard Albrecht, Zeitz

Beim Windmüller in luftiger Höh´
Eine kleine Plauderei über Wind und Mühlen von Gerhard Albrecht, Zeitz


Es gibt noch Windmühlen in unserem Heimatkreise. Viele führen ein behagliches Dasein und werden nur gelegentlich zum Schroten aus ihrer Ruhe geweckt. Doch sie beleben die Landschaft und geben ihr einen romantischen Reiz. Manche Windmühlen sind ihres Wahrzeichens. ihrer Flügel beraubt, der Elektro- oder Dieselmotor treibt jetzt die Mahlgänge in ihrem inneren. Andere jedoch sind bereits zerfallen und blicken Sterbenden gleich trostlos in die Weite. Man tollte sie ganz abbrechen, oder — als technische Denkmale erhalten.

Wer aber einmal die Gleinaer- oder Geußnitzer Straße entlang wandert, wird am Horizont eine Windmühle entdecken, die so lustig ihre Flügel dreht, als gebe es kein Windmühlensterben. Es ist die Bockwitzer Mühle. Sie steht auf einer Anhöhe 260 in über dem Meeresspiegel, dem Galgenberg.

Die Überlieferung berichtet, dass dort Freitag nach Pfingsten 1570 die Hexe von Suxdorf, Eva Geißler, eine "alte Fedtell" verbrannt wurde. Diese Berge, die den Galgen trugen, sind Plätze des Schreckens für die vielen unschuldig Verurteilten gewesen, denn Richter waren die Feudalherren; hier die Gutsherren von Wildenborn.

In dem vaterländischen Freiheitskriege 1813 gewann die Höhe am 28. September für die von dem Kosakenkorps Platow bei Altenburg zurück gedrängte und vom .Reiterkorps Thielemann hei Spora in der Flanke gefasste französische Garde unter Lefèbre Bedeutung. Die 2 Batterien der Franzofen waren auf diesem beherrschenden Punkt in Stellung gegangen und versuchten durch lebhaftes Feuer vergeblich den Rückzug zu decken.

Erst seit dem Jahre 1826 trägt die Höhe eine Mühle. Zunächst wurde eine Bockwindmühle errichtet; jetzt steht dort eine Holländermühle. Sie ist wahr wahrscheinlich 1836 erbaut worden, denn die Windfahne trägt diese Jahreszahl. Suxdorfer Mühle heißt sie auch, weil sie auf Suxdorfer Flur, obwohl in unmittelbarer Nähe von Bockwitz steht.

1947 wurde das nunmehr 3 stöckige Steinhaus um 3 1/2 Meter erhöht, darüber wölbt sich das 3,60 m hohe Turmwindmühlendach, dass die Flügelwelle mit den gewaltigen Flügeln trägt. Das gesamte Bauwerk ist somit etwa 16 m hoch. Der Windmüller hat mit dem Fortschreiten der Technik Schritt gehalten. Das Windkreuz, das Flugzeugtragflächen ähnelt. hat einen Durchmesser von 20 m. die Flügelflächenlänge beträgt 8 m und die Breite 1,90 m. Es ist ein nach den modernem aerodynamischen Erkenntnissen gebautes Bilau-Ventikantenkreuz mit Drehheck und erlaubt Ausnutzung geringerer Windstärken bereits ab 2 1/2 m/sec. Häufig kann die erzeugte Energie gar nicht voll ausgenutzt werden.Bei Windstärke 4 (10 m/sec) leistet das Flügelkreuz etwa 30 PS und bei Windstärke 6 (15 m/sec) zwischen 40 und 60 PS. Das bedeutet eine jährliche Stromersparnis von ungefähr 33%, was 15000 kwh entspricht.


Bei Windstille - man rechnet im Allgemeinen in unserer Gegend mit 2/3 Windtagen und 1/3 windstillen Tagen im Jahr - wird die Mühle natürlich elektrisch angetrieben. Dem Flügelkreuz gegenüber ist eine Windrose angebracht, das sind kleine Flügelräder, die senkrecht zum Hauptkreuz stehen, sie steuern das Flügelkreuz selbständig in die Hauptwindrichtung.

Um jedoch dem Druck übergroßer Windstärken zu begegnen, wurden bei Windmühlenflügeln die Jalousien gezogen, das Ventikantenkreuz ist aber mit einem Drehheck versehen, durch welches bei zu hoher Drehzahl durch Schleudergewichte eingewinkelt wird und dadurch der Drehbewegung entgegenstellt. Die ersten Versuche mit solchen Flügelkreuzen sind natürlich nicht ohne Bruch abgegangen - jetzt ist die Konstruktion sturmsicherer. ….

Donnerstag, 11. April 2013

Ein bisschen Rauch

In allen Kulturen quer durch die Jahrhunderte sind Räucherungen mit den verschiedensten auch das Bewusstsein erweiternden Pflanzen traditionell überliefert. Einst von der Kirche verteufelt fand das Räucherwerk doch seinen festen Platz im Ritus. Alle Wohlgerüche Arabiens erfüllen zu bestimmten Zeiten die alterwürdigen Gemäuer so manchen Gotteshauses. Und nicht nur Arabien hat seine Pflanzen, auch in unseren Gefilden wachsen Pflänzlein, die sich zum Räuchern eignen. Warum Du nun räuchern möchtest, ist deine Sache. In den alten Zeiten gedachte man so Kontakt zu seinen Gottheiten aufzunehmen, Rat zu erhalten, zu sehen, was sonst verborgen ist. Aber auch Bitten wurden mit dem Rauch transportiert, etwa dass das ersehnte Kindlein bald unterm Herzen wachse, der Liebste behütet würde, die Angebetete seine Liebe erwidert, gute Absichten und Wünsche, für die Mitmensch, sich selbst. Alles was wichtig ist, Ereignisse wir Geburt, Initiation, Heirat, Krankheit, Tot, wurden mit Beräucherungen begleitet. Jetzt mit dem Fortschreiten der Vegetation könntest Du Dir Gedanken machen, ob Du vielleicht einheimische Pflanzen sammeln und trocknen möchtest. Einige findest Du bestimmt im Wald, im Garten, auf der Heide. Mit diesen Pflanzen können erste Erfahrungen gesammelt werden. Ich habe einige Wenige ausgesucht, die alle Schutz, Heil und Reinigung bringen. Gemeinhin stopfen wir vom Europ. Beifuss in die Weihnachtsgans, denn er macht fette Speisen leichter verdaulich. Diese Pflanze begleitet die Menschen seit langer Zeit, er wird traditionell zur Schutzräucherung zur Sommer- und Wintersonnenwende eingesetzt. Dabei ist seine entspannende Wirkung auf die Nerven legendär (frechgrins), er bringt Ruhe und Entscheidungskraft, er hilft uns, uns selbst zu helfen, schützt unser Heim. Genauso schützend ist der Rauch aus Fichtenharz, er wirkt erdend, stärkend, ordnend. Eine weitere Pflanze ist der Holunder, dessen Blüten trocken verräuchert schützend und unterstützend wirken. Eine Sonnenpflanze, ein Lichtbringer in dunklen Stunden sind die Blüten des Johanniskraut, zu diesen gesellt sich das Mädesüß. Seine Blüten fördern Erkenntnis, Ruhe und Gelassenheit, es erdet, bringt Kraft, Entscheidungen zu treffen.

Du brauchst:

Ein Gefäß
Sand
Pflanzenmaterial
Räucherkohle
Kerze und  Feuer zum Anzünden
Eine olle Zange um die Kohle zu halten 

Zum Räuchern selbst werden die Pflanzen zerkleinert, in einem Mörser zu Pulver zerrieben. Fülle das Gefäß mit Sand.Zünde die Kerze an und mit der Kerzenflamme die Räucherkohle. Nun lege die Kohle auf den Sand, warte bis sie gut durchgeglüht ist, wie beim Grillen mit Holzkohle. Es soll eine weiße Ascheschicht zu sehen sein. Nun gib von Deinen Kräutern ein wenig auf die Kohle, nicht zuviel, damit die Glut noch Luft bekommt. Das war es schon, gleich düftelt es. Wenn Du im Haus räucherst, vergiss nicht zu Lüften und ggf. Rauchmelder aus- und anschließend wieder einzuschalten.