Sonntag, 15. Mai 2022
Dienstag, 10. Mai 2022
Bushcraft
Einen Erste Hilfe Kurs sollte jeder auch Jahre nach der Führerscheinprüfung besuchen, das jedenfalls stellte ich bei der Lektüre des Buches fest, man vergisst ja doch einiges. Unterm Strich läuft es auf das hinaus: effektiv helfen soweit möglich und dann meistens zum Arzt bringen. Nicht irgendwelcher Hokuspokus und geheimes Survivalwissen. Hin und wieder eingestreut wie man sich mit Gegenständen helfen kann die man draußen findet. Mehr wird auch in unserem Breiten kaum verlangt werden. All das was in dem Buch steht wird man ohnehin auch tun, wenn man daheim ist. Es ist ein Erste-Hilfe-Buch nach heutigem Wissensstand. Ausführlich wird das Prüfen der Vitalfunktionen beschrieben, welche Verletzungen wo auftreten können und wie sie sich möglicherweise äußern. Einige wenige Seiten werden dem provisorischen Bauen eines Unterstandes, dem Entfachen eines Feuers, dem Abkochen des Wassers, der richtigen Ausrüstung und Kleidung gewidmet. Man muss das Wichtigste, das Wahrscheinlichste üben, wie alles was im Ernstfall funktionieren soll. Zusätzlich zu dem was uns zu Hause ereilen kann (Schnittwunden, Stürze, Funktionsstörungen von Herz, Kreislauf…) ist das Kapitel Umwelteinflüsse wirklich wichtig. Einen Hitzschlag oder Sonnenstich unterwegs zu habe ist sehr unangenehm – wie ich aus eigener Erfahrung weiß, da brauchte es nur einen normalen Sommer meiner Jugend, war mir übel.... Ein kleiner kompakter Ratgeber ist es, der für den Rucksack - wie ich finde -zu schwer ist. Also; lernen, wiederholen, üben.
Anaconda Verlag (28. September 2020), Broschiert, 320 Seiten ISBN-13 : 978-3730608852
Preis 7,95
Sonntag, 8. Mai 2022
Favorit Sockenstrickmaschine. Sie strickt – Video
So, na bitte – ohne Schlaufen. Meine alte schwedische Lady strickt. Ballistol sei Dank auch richtig schön geschmeidig. Jetzt heißt es: Fersen üben. Das Maschenbild ist noch sehr fest, ich bin gespannt, wie sich die Socken später tragen lassen. Aber der erste Lauf zeigt: Sie lebt. Und sie kann es noch. Wer sich für diese wunderbaren alten Maschinen interessiert, findet hier mehr: Gebrauchsanweisung der Favorit
Friede sei mit Euch.
Landerun
Donnerstag, 28. April 2022
Freitag, 22. April 2022
FAVORIT: Gamaschen im „FAVORIT“-Stich mit 96er Nadeln
Dies ist MEINE Übersetzung / Anleitung / Meinung: Übersetzt, getestet, für gut befunden – aber trotzdem ohne Gewähr. Jeder strickt auf eigene Gefahr 😏 / Interprätation der Originalanleitung. Ich übernehme keine Garantie für die Richtigkeit.
Gamaschen im „FAVORIT“-Stich mit 96er Nadeln
(für Kinder von 8-10 Jahren – feinere Garne als die 4-fache Nr. 16 sollten nicht verwendet werden).
- Setzen Sie jede fünfte Nadel um die gesamte Maschine herum ein. Der Maschenanschlag erfolgt auf die übliche Weise.
- Stellen Sie den Zeiger (G) auf H und legen Sie den Faden in die Spannfeder.
- 225 Runden stricken. Ziehen Sie 10 Nadelgruppen (=40) auf der hinteren Hälfte der Maschine heraus.
- Die restlichen 9 Gruppen (=36 Nadeln) stricken Sie jeweils 20 Reihen.
- Nehmen Sie auf jeder Seite die Masche von der äußersten Arbeitsnadel ab und legen Sie sie auf die daneben liegende Nadel.
- Bilden Sie 4 solcher Cluster, mit 5 Reihen zwischen einer jeden Wiederholung.
- Dann 5 Reihen stricken und alle Nadeln in Arbeitsstellung bringen.
- In der Runde 4 Reihen stricken, den Faden abnehmen und weiterdrehen, bis die Nadeln die Arbeit freigeben
Säumen sie die Kante ca. 1 cm: einklappen und festnähen.
FAVORIT: Kindergamaschen mit 96 Nadeln
Dies ist MEINE Übersetzung / Anleitung / Meinung: Übersetzt, getestet, für gut befunden – aber trotzdem ohne Gewähr. Jeder strickt auf eigene Gefahr 😏 / Interprätation der Originalanleitung. Ich übernehme keine Garantie für die Richtigkeit.
Kindergamaschen mit 96 Nadeln.
Für Kinder im Alter von 3 bis 5 Jahren.
- 17 Nadeln werden auf der Rückseite der Maschine eingesetzt. Von den verbleibenden Nadeln wird jede zweite Nadel eingesetzt.
- Stellen Sie den Zeiger (G) auf S.
- Arbeitsweise wie unter „offenen Stricken beschrieben.
Saum
- Stellen Sie den Zeiger auf H.
- Stellen Sie den Reihenzähler auf 12 und stricken Sie, bis er ein Signal gibt.
- Setzen Sie den Anschlaghebel in die Mitte der 17 Nadel. Drehen Sie in der durch den Pfeil angegebenen Richtung, bis sich die Hebel (A) in der Mitte der ersten Nadel befindet. Ziehen Sie dann den Hebel (A) heraus und drehen Sie weiter in dieselbe Richtung, bis sich der Anschlaghebel in der Mitte des 17 der eingeführten Nadeln befindet.
- Stellen Sie den Zeiger (G) auf S.
- Drehen Sie in der gleichen Richtung weiter, bis die zwischen jeder zweiten Nadel eingesetzten Nadeln vollständig in die Arbeitsposition ausgefahren sind.
- Schieben Sie die Hebel (A) vorsichtig ein.
- Bringen Sie den Anschlaghebel über die 17 eingesetzten Nadeln zurück.
- Stellen Sie den Zeiger (G) auf H.
Schaft.
- Stellen Sie den Reihenzähler auf die Zahl 100, stricken Sie hin und her, bis er ein Signal gibt.
Zunahmen
- Nehmen Sie die Masche auf beiden Seiten der äußersten Nadel ab und legen Sie sie auf die daneben liegende Nadel.
- Ziehen Sie die leeren Nadeln aus der Arbeitsposition.
- 9 Reihen hin und her stricken.
- Machen Sie nun eine doppelte Wiederholung wie oben beschrieben und fahren Sie mit fünf doppelten Wiederholungen auf jeder Seite mit 9 Reihen zwischen jeder doppelten Wiederholung fort.
- Wenn sich die Abdeckung (B) in der Mitte der leeren Nadeln befindet, entfernen Sie die Abdeckung und setzen Sie die leeren Nadeln in die Maschine ein.
- Bringen Sie dann die Abdeckung (B) wieder an. Stellen Sie den Reihenzähler auf 40 und stricken Sie, bis er ein Signal gibt.
Spann.
- Platzieren Sie den Anschlaghebel an der Vorderseite der Maschine und ziehen Sie auf jeder Seite 17 Nadeln heraus.
- Stellen Sie den Reihenzähler auf 20 und stricken Sie hin und her, bis er ein Signal gibt.
Abnahmen
- Entfernen Sie die Masche von der äußersten Nadel, auf beiden Seiten, und legen Sie sie auf die Nadel daneben. Ziehen Sie die leeren Nadeln aus der Arbeitsposition.
- 4 Reihen vorwärts und rückwärts stricken. Machen Sie nun eine Wiederholung wie oben beschrieben und fahren Sie auf diese Weise mit fünf Nadeln auf jeder Seite und 4 Reihen zwischen jeder Wiederholung fort.
- 5 Reihen stricken. Schieben Sie alle Nadeln in die Arbeitsposition.
- 4 Reihen vorwärts und rückwärts stricken.
- Schneiden Sie den Faden ab, drehen Sie weiter bis die Nadeln die Arbeit freigeben. Säumen Sie das Strickstück und bügeln sie es.
Donnerstag, 14. April 2022
Pizzaiola – Grundrezept für echte Pizzasauce
Zutaten
-
5 vollreife Tomaten (mittelgroß)
-
1 Schalotte
-
1 kleine Zwiebel
-
2–3 Knoblauchzehen
-
Olivenöl
-
1 Glas guter Rotwein
-
ggf. etwas Tomatenmark
Gewürze:
- 1 TL Zucker
- 1 TL Meersalz
- Oregano, Rosmarin, Salbei, Thymian (je ca. ¼ TL, fein gewiegt)
- Pfeffer
Zubereitung
-
Tomaten vorbereiten
Tomaten waschen, blanchieren, häuten.
Halbieren, Kerne entfernen, Blütenansatz wegschneiden.
Fruchtfleisch würfeln.
-
Basis ansetzen
Schalotte und Zwiebel sehr fein schneiden.
Knoblauch durchpressen.
Alles in Olivenöl andünsten – nur leicht Farbe nehmen lassen, nicht bräunen.
-
Sauce aufbauen
Tomatenwürfel zugeben.
Mit Rotwein ablöschen.
Bei Bedarf etwas Tomatenmark ergänzen (wenn die Tomaten schwach sind).
-
Würzen
Zucker, Salz, Kräuter und Pfeffer zugeben.
Gut umrühren.
-
Einkochen
Bei kleiner Hitze langsam reduzieren lassen.
Geduld – die Sauce braucht Zeit.
-
Fertigstellen
Wenn die Masse streichfähig ist:
kurz mit dem Zauberstab durchgehen.
Abschmecken.
Tomaten waschen, blanchieren, häuten.
Halbieren, Kerne entfernen, Blütenansatz wegschneiden.
Fruchtfleisch würfeln.
Schalotte und Zwiebel sehr fein schneiden.
Knoblauch durchpressen.
Alles in Olivenöl andünsten – nur leicht Farbe nehmen lassen, nicht bräunen.
Tomatenwürfel zugeben.
Mit Rotwein ablöschen.
Bei Bedarf etwas Tomatenmark ergänzen (wenn die Tomaten schwach sind).
Zucker, Salz, Kräuter und Pfeffer zugeben.
Gut umrühren.
Bei kleiner Hitze langsam reduzieren lassen.
Geduld – die Sauce braucht Zeit.
Wenn die Masse streichfähig ist:
kurz mit dem Zauberstab durchgehen.
Abschmecken.
Ergebnis: dichte, aromatische Pizzasauce
Freitag, 8. April 2022
Der Wald - Buchbesprechung
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| Quelle: www.penguinrandomhouse.de/ |
den Urwüchsigen, zum Wilden zu kommen, da blutet mir das Herz. Wieder einmal hat sich sein Gesicht verändert, klaffen neue große Lücken. Nein, es ist kein Wald indem wir herumstolpern, vielleicht eine kleine Ahnung von dem was einmal war und was unbedingt wieder sein muss.
Was Wald ist, wie er lebt, atmet, sich fortwährend erneuert, zu unser aller Heil und Gesundheit, davon erzählt Peter Wohlleben. Und davon wie er tatsächlich sein könnte, wenn man ihn den ließe. Wären da nicht Waldbesitzer, Politiker, eine ganze Industrie, die - nun sagen wir mal – die einer wenig auf natürlichen und gesunden Gesetzmäßigkeiten bauenden Bewirtschaftung frönen.
Warum wird so viel abgeholzt, warum wird mit Fleiß und Mutwillen so viel getötet? Nachhaltig ist das nicht, es fördert auch keine Artenvielfalt. Es sind nicht nur die Tiefen der Wälder, die da so rasant verschwinden. Auch an ihren Rändern, da wo das Buschwerk steht, lichtet es sich bedenklich. Und das soll
noch mehr werden. Denn wann ist ein Wald ein Wald? Eine Fichtenplantage in MeckPomm anscheinend nicht. Auch wenn sie in sich funktioniert, überall nur Abholzung, Bodenzerstörung, Raubbau.
Selbst im alten Forst sehe ich neue Fahrrinnen, donnern Biker irgendwo durch, die blanken Wurzeln der Bäume liegen schutzlos wie wundgescheuerte Knochen im Weg. Treten "Besucher" Pilze um, sammeln die Essbaren in rauen Mengen, rupfen Blumen, zerren am Gezweige. Ich wünschte mir, der Wald könnte
Ohrfeigen verteilen, aber kräftige. Leise, vorsichtig, niemand stören, nichts zerstören, ich bin Gast. Oh, wie liebe ich den Wald, den dunklen Tann, die lichten Birkenwäldchen mit Bachlauf, die hochaufstrebenden kräftigen Buchen. Wenn die Menschen doch endlich wieder ein Gespür dafür aufbrächten, es ist so
wertvoll was ihnen verloren ging. Ich werde Wohllebens Buch verschenken, an ein paar Zeitgenossen, wo noch nicht Hopfen und Malz verloren ist. Vielleicht erkennt´s der Eine oder Andere doch: Der Wald ist ein Dom.
Der Wald - Eine Entdeckungsreise von Peter Wohlleben
Erschien am 11. Oktober 2016
256 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3453615083, 256 Seiten
Preis 9,99
Donnerstag, 7. April 2022
So ist ein kleiner Trost errungen
So ist ein kleiner Trost errungen und eine kurze Frist gegönnt. Fürderhin kommt der Gleißner nicht umhin, für Nachsommer weiteres Unbill anzudräuen. So darf ein jeder freier Denker nicht fürliebnehmen mit Errungenen, denn die hoffärtigen Scharlatane werden weiterhin den garstig Schofel anbieten, zu leicht erwirtschaftet sich klingende Penunze damit. Der Weg hin zum Homunkulus ist bereitet, der ihren Scheffel stetig füllt. Weiterhin werden sie uns schrinnen, bedrängen, meucheln gar, ihre klaftertiefen Ränke schmieden, die ibiziele Rosskur durchzusetzen, was Wunder ihre irrschweifigen Narrenpossen erheben sie über die, die ihnen anvertraut. Derohalben erhebt euch gegen die Rabulisten, geharnischt & geeint für ihr Menetekel, lasst sie Bösmaulgeld entrichten. Bedungen vom erlebten Braste sollt vergangene Zeit uns Lehrer sein, das nicht sinkt der Kopf zum Sorgenmaste, nein aufrecht lasst uns weiter stehn.
Sonntag, 3. April 2022
Ihr Kreaturen, kommet! Los! Kommet all!
Ihr Kreaturen, kommet! Los! Kommet all!
Zur Ausrichtung kommt in Augias’ Stall,
und spürt, was beschlossen in finsterer Nacht
der Oberen Schergen für Kummer euch bracht.
Gedruckt in Gazetten ganz harmlos und rein,
Gesendet im TV für Groß und für Klein,
Versteckt in der Werbung sonnenklar steht -
wie man mit Querulanten am besten umgeht!
Gib Ruhe, Knecht, wärst gern anderswo
Nicht nur der Büttel wär´ da erleichtert und froh.
Jetzt pass dich doch endlich der Herde an
damit man wieder normal leben kann!
Los! Beugt dich, Bückling! Auf die Knie
fürs Sakrament und danket wie Vieh!
Leb arm unterm Joche! Wer wagts - Wer verneint?
Der richtige Druck und die Scharr ist geeint. (LH)
Montag, 21. März 2022
Frühlingserwachen und Neubeginn
Die Tagundnachtgleiche ist erreicht. Licht und Dunkel halten sich die Waage – ein kurzer Moment des Gleichgewichts, bevor das Licht endgültig die Oberhand gewinnt. Ostara markiert diesen Übergang, dieses leise Kippen der Welt. Noch ist der Winter spürbar, doch überall regen sich die ersten Zeichen des Lebens. Es ist die Zeit des Aufbruchs. Knospen brechen auf, die Erde atmet, und mit ihr erwacht auch das Innere. Gedanken werden klarer, Bewegungen leichter, als hätte jemand eine unsichtbare Last genommen. Das Alte darf gehen, das Neue zeigt sich zaghaft, aber bestimmt. Seit jeher wurde dieser Zeitpunkt gefeiert. Mit Eiern als Symbol des Lebens, mit Feuer als Zeichen der Sonne, mit Ritualen, die den Kreislauf des Jahres ehren. Vieles davon ist verloren gegangen oder überformt worden, doch der Kern bleibt spürbar, wenn man hinausgeht und hinsieht.
Vielleicht ist es genau das: wieder lernen zu sehen. Nicht nur das Offensichtliche, sondern die feinen Veränderungen. Das erste Grün, das sich durchsetzt. Der Geruch von feuchter Erde. Das leise Summen, das zurückkehrt. Ostara ist kein lautes Fest. Es ist ein Übergang, ein Atemzug zwischen den Zeiten. Wer ihn wahrnimmt, spürt, dass etwas beginnt.
Dienstag, 22. Februar 2022
Bin ich müde – doch stehen will und bleibe ich!
ist meine Meinung und wer das nicht mag – bitte scroll weiter.
Ich habe so was von keinen Bock mehr. Alles hat man geduldig mitgetragen, Klappe zu, weitermachen, seinen Beitrag leisten, nicht jammern – klotzen. Kein Stein des Anstoßes sein, nicht den Anderen in Bedrängnis bringen. Aber es ist genug! Was mir wirklich zu schaffen macht seit dem Beginn dieser unseligen Zeit ist das das alles auf die Lebenskraft schlägt.
Was ist das nur geworden, ein Tollhaus? Wo Handreichung, ein stetiges Voranschreiten, ja fachkundliche Führung sein sollte, da überschlägt man sich mit grotesken Vorschlägen. Viele kommen von Personen, die noch nicht so wirklich viel für die Gemeinschaft beigetragen haben, nicht mal wissen wie ein Arbeiterleben aussieht, was Miete oder Benzin für ein riesiger Posten sein können. Oder von solchen, deren Lebensläufe unschöne dunkle Flecken zieren, die natürlich nicht aufgearbeitet werden. Ein Anruf, und der Staatsanwalt schweigt. Keine Reue, kein Rücktritt, kein Versuch der Wiedergutmachung. Nein, man bleibt weiter am Futtertrog und verteidigt sein Tun – und selbstredend das so ergaunerte Hab und Gut noch mit kruden Ausreden. Ausbildung, Erfahrung, Eignungstests, Auswahl der besser Geeigneten – Fehlanzeige. Jeder kann alles, rückt von Posten zu Posten wie beim Monopoli vor und sitzt am Ende in der Schloßallee, während die, die das Ganze bezahlen, nicht mehr wissen wie eng sie den Gürtel noch schnallen sollen. Längst drückt er ihnen die Luft ab. Davon das „mein Großvater ein Stahlwerker war, oder ein Eisenbahner“ ect. kann man sich keinen Lorbeerkranz aufsetzen. Das ist vollkommen egal, wer oder was die Eltern waren. Gemessen wird an dem was DU tust. Mene, mene tekel upharsin – an wessen Wand stehts irgendwann? Denkt wer daran? Ich glaube kaum. Hauptsache die Leute in Angst und Panik halten – aber ist ja nicht wahr, gell. Da gehen Risse durch Familien und Freundschaften, durch die ganze Gesellschaft. Man hetzt und spaltet, allen voran Schreiber der großen Zeitungen. Ja, und auch die Damen und Herren in verantwortlichen Positionen. Sie wissen wohl, wie man die Worte kunstvoll setzt, das Schlagzeilen im Hirn wie faustgeschlagen maligne Blüten treiben. Sie überbieten sich darin eine schlagkräftiger als die Andere zu formulieren. Aber das war ja schon immer so: Was nicht passt wird auf Passend gestutzt oder weggesperrt, totgeschwiegen, dann geschmäht und in Verruf gebracht. Die Etikettierung, die man für simples Nachfragen erhält ist ungeheuerlich. Mach die Schublade auf, kehr alles zusammen, Hauptsache man redet nicht anständig darüber. Ein Skandal ist das. Da werden Zahlen umher jongliert, wichtige Bausteine und Fakten `nicht bis zu Ende` gedacht. Hauptsache in Talkshows sitzen und ständig Mutmaßungen abgeben und niemals von einem guten eintretenden Szenario ausgehen. Die selbstverliebte sogenannte Elite, die andere Meinungen mit Füßen tritt anstatt sie zu diskutieren, dabei aber mit den Fingern auf andere zeigen, sie maßregeln – ich hab’s so satt. Und das ist nicht nur beim C-Thema der Fall. Haben die Geschickelenker so gar nichts gelernt?! Oh wohl: wie man die Gelenkten noch derber an die Wand drängt, wie man sie betiteln kann und noch mehr Abwehr und Hass erzeugt. Divide et impera.
Und die Gazetten? Sind wie immer mit von der Partie. Schwardronieren von neuen Krisen, neuen Bedrohungen, neuen Kriegen, anstatt die Freundschaften zwischen den Völkern zu beschwören. Es sind nicht die Unterschiede zwischen den Kulturen die uns trennen, sie machen uns interessant, neugierig auf die Anderen – und sollten uns lehren, dass man sich nicht einmischt, gleich gar nicht unter falscher Flagge und gefälschten Beweisen. War es jemals zum Vorteil, wenn die angeblich höher entwickelte Gruppe plötzlich nur der Schwurhand Zeigefinger ausgestreckt lies? Längst lag in der anderen Faust das Schwert, versteckt hinter doppelzüngiger Moral. Nichts scheint Konsequenzen zu haben. Immer ärger, immer lauter das Gekeife, dabei werden im Hintergrund Weichen für neue Konflikte gestellt. Und wenn’s dann kracht ist wieder keiner (oder nur einer) daran schuld. Die Kinder tun mir unendlich leid, die Alleingelassenen und die die alleine sterben, oder die, die man schwerstkrank noch traktiert mit Unsinnigkeiten und nicht mal im Kreise ihrer Lieben sterben lassen kann. Glücklicherweise hat man unseren „Fall“ nach Haus gelassen. Ich habe ihn trotzdem nicht mehr gesehen…. ist alles nicht machbar gewesen, hunderte Kilometer trennten uns.
Angst vor Ansteckung habe ich nicht, wohl aber vor den staatlichen Zwangsmaßnahmen. Sind mir in unguter Erinnerung solche Übergriffigkeiten aus meiner Kindheit, nur weil meine Eltern anderere Meinung waren. Freilich kann man das nicht gleichsetzen, das will und tu ich auch nicht. Das Gefühl aber bleibt das Gleiche: eine diffuse Ahnung, dass da nicht viel Gutes bei rauskommt.
Dennoch sehe ich das alles als Chance für einen vorsichtigeren Umgang miteinander, auf ein sich Zurücknehmen, Entschleunigen, totales und verbales Abrüsten. Bauen wir eine neue Welt, machen wir einen Frieden, wie es noch keinen gab. Mitmenschen: Lasst uns reden! Lasst uns nicht schweigend aneinander vorüber gehen! Lasst erneut und machtvoller zusammenwachsen, neu erstarken was zusammengehört. Wir, die Friedfertigen sind gemeinsam so stark. Besinnen wir uns auf unsere Stärke und nutzen wir sie – für alle Kinder dieser Erde.





