Donnerstag, 5. Januar 2017

Zitronen-Honig - Ein streichfähiger Zitronen-Aufstrich auf Ei-Basis

Lass dich vom Namen nicht aufs Glatteis führen: Mit echtem Honig hat das hier nichts zu tun. Der „Zitronen-Honig“ ist vielmehr ein feiner, streichbarer Aufstrich, der nur so heißt, weil er am Ende ähnlich weich und geschmeidig daherkommt.

Die Grundlage bilden Eier, Zucker, Fett und Zitronensaft. Im Wasserbad, also ganz sachte und ohne große Hitze, verwandelt sich das Ganze unter Rühren in eine glatte, dickliche Creme. Die Eier geben der Masse Halt, der Zucker sorgt für die nötige Süße und Stabilität, während Butter oder Margarine das Ganze rund und vollmundig machen. Die Zitrone bringt schließlich den frischen, leicht herben Ton hinein, der den Aufstrich so besonders macht.

Am Ende hast du also keinen Honig, sondern eine Art Zitronencreme, die sich wunderbar streichen lässt und irgendwo zwischen süß und angenehm säuerlich spielt.

Weil hier Ei mit im Spiel ist, gehört das Ganze allerdings nicht in die Vorratskammer für die Ewigkeit: kühl lagern und in überschaubarer Zeit verbrauchen.

So wirds gemacht:

  • 3 Eier, 100 g Margarine oder Butter, 180 g Zucker, 2 Zitronen
  • Eier, Fett, Zucker, abgeriebene Zitronenschale und Zitronensaft im Wasserbad bei schwacher Hitze etwa 15 Minuten mit der Holzkelle verrühren. 

  • Wenn die Masse dick zu werden beginnt, den Topf vom Feuer nehmen; sie dickt während des Abkühlens noch nach.

  • Den noch warmen Zitronen-Honig in saubere, vorgewärmte Gläser füllen und erkalten lassen. Mit Klarsichtfolie oder Pergamentpapier zubinden und beschriften. Kühl aufbewahren.


Zitronen-Honig hält sich so mehrere Wochen.

Mittwoch, 21. Dezember 2016

Landeruns Weihnacht

Ich erbitte mir zur Sonnenwendzeit
das es draußen gar nicht schneit,
das alles ruhig und friedlich bleibt,
versteckt im Schnee, bedeckt mit Reif.
Das der Frost das Näschen kneift
Dampf vor dem Gesicht aufsteigt.

Yul, du klare, helle Winternacht,
in der ich meiner Ahnen stets gedacht.
In der ich ruhig sinnend steh´ im Schnee,
dankbar bin für Glück und Weh. 
Das ich wachs an dem was war,
Stark bin für das kommend Jahr.

Das die Ruhe unsrer Welt
nicht in sich zusammen fällt.
Das wir noch lange sind auf Erden,
jeden Tag ein bisschen besser werden.
Das man begreift der Liebe ganzen Wert,
man die Menschen achtet, ehrt.

Sie so sein lässt wie sie sind,
sieht die Wahrheit wie ein Kind.
ohne Schleier, einfach, schlicht,
dass Wut und Hass daran zerbricht.
Und wenn ich gehe einstmals heim,
so soll es aufrecht, ohne Ängste sein.


Freitag, 16. Dezember 2016

Die heiligen Pflanzen unserer Ahnen - Buchbesprechung

Volksmedizin Pflanzen Zauberer und praktische Anwendung


Es ist ein wirklich schönes Buch das ich da in meinen Händen halte und es ist ausschließlich den Pflanzen unserer Heimat gewidmet, das uns unsere Flora wieder näher bringen möchte. Es ist wunderschön bebildert, die wichtigsten Eckdaten werden zu jeder Pflanze geliefert. Beginnend mit der Gattung und den Namen, wobei die Herkunft des Namens beleuchtet wird, über die Benennung der Pflanzen im Volk. Anschließend wird erläutert wo die jeweilige Pflanze wächst beziehungsweise von wo aus sie zu uns eingewandert ist. Dann folgen die Anwendungen als Heilpflanze oder auch als Gewürz. Darüber hinaus gibt es praktische Hinweise in der Art einiger Rezepte, unter anderem auch die Zubereitung als Wildgemüse, die zur Zeit ja sehr aktuell und populär ist. Damit erschöpft das Buch sich aber bei weitem nicht, denn das Wichtigste ist die Erläuterung der Entsprechung der Pflanze im germanische Götterhimmel. Wir lesen von der Edda, von Räucherpflanzen nicht nur in den Rauhnächten, von Sonnenwendfeuern, von Freya und Odin, von Sehern und weißen Frauen. Bei einigen Pflanzen wird auf die psychoaktive Wirkung hingewiesen, selbst die Poesie kommt nicht zu kurz. Wussten Sie zum Beispiel das als Bierwürze das Bilsenkraut eingesetzt wurde und das die Beimischung 1507 bei Strafe verboten wurde? Es ist von Pflanzenjauchen zu lesen, von Kräutersuppen, allerlei Geschichten werden eingestreut da wo die Überlieferung dem Autor zu Hilfe kam. So erhält der Leser mit diesem Buch einen umfassenden Überblick über an die 90 unseren Vorfahren heiligen Blumen, Bäume , Heilkräuter und ihre Verwendung in den verschiedensten Lebensbereichen. Das Buch spannt Brücken von den Altvorderen, ihrem Wissen, ihrer Art mit der Natur in Achtung und Einklang zu leben zur heutigen Lebensweise und Heilkunde hin zur Homöopathie und Naturheilkunde. Es beleuchtet die Pflanzen unserer Heimat von einer ganz neuen Seite und lässt uns teilhaben an der Mythologie unserer Ahnen. Ein bisschen führt es zurück wenn wir wollen und uns mitnehmen lassen.




ISBN 978-3-7020-1356-1

Autor: Norbert Griebl

Die heiligen Pflanzen unserer Ahnen

Volksmedizin / Pflanzenzauber / Praktische Anwendung

288 Seiten, zahlr. Farbabbildungen, 22 x 22 cm, Hardcover

€ 29,90

Donnerstag, 15. Dezember 2016

Wie man die Wasserstoffperoxidsalbe bzw. das Gel selber einfach und kostengünstig herstellen kann

Das ist so einfach wie Tapetenleim (der auch aus Cellulose besteht, leider einer Anderen als die Geforderte, daher für unseren Zweck nicht nutzbar) anrühren. Sie benötigen ein Cellulose-Pulver, das heißt Hydroxypropylcellulose. Es kann als als „Klucel H“ bei Kremer-pigmente bestellt werden. Dann brauchen Sie Wasserstoffperoxidlösung 10%, diese sollten Sie in der Apotheke erhalten. Beides zusammen in einer Kunststoffschale vorsichtig mit einem Kunststofflöffel verrührt ergibt ein klares Gel, dass sie verwenden können.

  • Geben Sie 1/2 - 1 TL Cellulose in die Schale und darauf etwas Wasserstoffperoxidlösung. Sie werden sehen, wie die Cellulose sofort die Lösung an sich bindet uns stark aufquillt.
  • Gießen Sie weiter vorsichtig Wasserstoffperoxidlösung zu und rühren Sie weiter, bis das Ganze so dick wie Pudding ist.
  • Dann decken Sie es mit Frischhaltefolie ab und stellen es in den Kühlschrank über Nacht. Die Klümpchen, die sich unweigerlich noch in der Masse befinden werden sich über Nacht auflösen, da sie weiter Wasserstoffperoxidlösung an sich ziehen.
  • Morgens rühren Sie noch einmal durch, bitte immer nur in eine Richtung, da sonst immer Luft mit hineingerührt wird. Ist die Masse zu dick, gießen Sie noch etwas Wasserstoffperoxidlösung zu. Ist sie zu flüssig geben Sie noch vorsichtig Cellulose zu und lassen es erneut quellen.  
  • Das fertige Gel füllen Sie bitte in ein geeignetes Behältnis. Meines habe ich in einer sauber ausgewaschenen Plastikflasche für Reisegrößen von Shampoo & Co, gibt es im Drogeriemarkt. Plastikflaschen die vorher Bodylotion, Shampoo ect. beinhalteten sind wegen der Dosieröffnung bestens geeignet, da sich das Gel bei Bedarf einfach rausdrücken lässt.  
  • BITTE: Vergessen Sie nicht, Ihre Flasche entsprechend zu beschriften, alte Etiketten ablösen, damit Verwechslungen ausgeschlossen werden können und bewahren Sie Ihr Gel im Kühlschrank auf, da hält es sich recht lang.


Klucel H hat zwar mit Porto und Versand einen stolzen Preis, doch es bindet so viel Wasserstoffperoxidlösung an sich, dass Sie eine sehr große Menge Gel herstellen können. Sie haben bestimmt schon einmal Tapetenleim angerührt. Eine Packung ergibt einen großen Eimer gebrauchsfertigen Kleister. So wie diese Cellulose aufquillt, so tut es auch Hydroxypropylcellulose. Damit haben Sie eine ungefähre Vorstellung, wie viel Gel Sie selbst herstellen können und wie das Quellverhalten der Hydroxypropylcellulose ist. Da ihr Gel keinerlei andere Stoffe enthält wird es sich im Kühlschrank nicht unbegrenzt halten, damit ist es sinnvoll immer wieder kleinere Mengen frisch zuzubereiten. Viel Erfolg.

Mittwoch, 16. November 2016

Wollt ihr dem Volk nicht?


Wollt ihr dem Volk nicht Liebe geben?
Wie eine Mutter es vermag,
die führet ihre Kinderschar fröhlich durch den Tag.

Wollt ihr dem Volk nicht Frieden geben?
Der da kehrt in alle Herzen ein,
dass ein Ende hat sinnlos Not und Pein.

Wollt ihr dem Volk nicht Hoffnung geben?
So wie der Himmel es verspricht,
wenn man sich für alle Zeiten nach sein' Geboten richt'.

Wollt ihr dem Volk nicht Freude geben?
Sodass sie frohen Mutes sind,
 ihre Pflichten zu erfüllen, Mann und Frau bis hin zum Kind.

Wollt ihr dem Volk nicht Ordnung geben?
An der sie halten könnten sich,
dass Recht bleibt Recht und Gesetz nicht brich´.

Wollt ihr dem Volk Geduld nicht geben?
Lasst alle lernen wie das geht,
dass man sich über alle Grenzen zuhört und versteht.

Wollt ihr dem Volk nicht Güte geben?
Das nicht kalt lässt fremdes Leid,
 während ihr noch debattiert macht das Grauen sich schon breit.

Wollt ihr dem Volk nicht Haltung geben?
Das nicht gleich einen Streit entsteht,
an dem ja nur immer das Volk zugrunde geht.

Wollt ihr dem Volk nicht Milde geben?
Da wo jene angebracht,
dass künftig kein Verbrecher mehr über seine Opfer lacht.

Wollt ihr dem Volk nicht Wahrheit geben?
An der man euch erkennt,
dass ihr ehrlich seid, wahrhaftig, ja und da seid, wenns auch brennt.

Wollt ihr dem Volk nicht Anstand geben?
Dass ihr ehrt die Elternschaft,
 und sowie unsre Ahnen unverbrüchlich Werte schafft.

Wollt ihr dem Volk nicht Treue geben?
Dass sie sehen, ihr bleibt da,
keiner tritt sogleich zurück, wie es so oft schon war.

Wollt ihr dem Volk nicht die Demut geben?
Denn wo ihr seid, seid ihr durchs Volk,
nur gemeinsam sind wir fähig zum dauernden Erfolg.

Wollt ihr dem Volk nicht Keuschheit geben?
Das man sieht ihr haltet Maß.
Weh Euch! Unser Fleiß und Arbeit ist nicht eures Lebens Fraß.

Doch was ihr gebt sind hohle Phrasen, Eure Gier ist riesengroß.
Ihr bereut es dann Ende, wenn der Sturm bricht endlich los.

 



Dienstag, 1. November 2016

Pflanzliche Antibiotika. Wirksame Alternativen bei Infektionen durch resistente Bakterien Krankenhauskeime und MRSA: Heilkräuter, die Leben retten, wenn konventionelle Antibiotika nicht mehr wirken.

Es kommt etwas auf uns zu, genau genommen ist es mitten unter uns: eine stetig wachsende 
Bedrohung, wenn man es direkt beim Namen nennt. Wir sehen es nicht, doch die Wirkung auf jeden Einzelnen von uns kann verhängnisvoll sein. Das Tragische daran ist, dass so gut wie jeder bewußt oder unbewusst mitgeholfen hat, diese Gefahr heraufzubeschwören. Sicherlich, man konnte kaum wissen, dass es so schnell ungemütlich werden würde, doch der Erfinder des Penicillins warnte bereits in den späten 1920er Jahren davor. Heute weiß man, dass die Reproduktionsrate von Bakterien um das fünfhunderttausendfache höher ist als die Unsrige, das heißt, dass alle 20 Minuten eine neue Generation entsteht. Eine, die von ihren Eltern alle Informationen zum Überleben bekam einschließlich jener, was ihnen den Garaus gemacht hat. Und diese Informationen tauschen sie munter aus, stammübergreifende Koexistenz. 

Wir züchten sie selbst, die gefürchteten Resistenzen in unseren Krankenhäusern und Arztpraxen. In riesigen stinkenden Ställen, die blutig das ausspucken, was wir Nahrung nennen möchten, versetzt mit chemischen Antibiotika, die in jedem Lebewesen weiterarbeiten. Sie werden in Fliegen und anderen Ungeziefer, dass sie an solchen Orten pudelwohl fühlt, transportiert rund um den Erdball, an jeden Ort der Welt. Wir verseuchen den Planeten, nehmen ihm durch Isolation bestimmter Stoffe aus Pilzen, Pflanzen (das nennen wir das Antibiotika und verpacken es in bunte Schachteln) die Möglichkeit alles im Gleichklang zu halten und stehen mit pharmazeutisch leeren Händen da, wenn das Leben - denn auch das bakterielle ist Leben - zurückschlägt und uns in Form von megaaggressiven Keimen, Epidemien schlimmstenfalls Pandemien heimsucht. All dies sind Fakten. Diese und viele weitere Tatsachen belegt der Autor eindrucksvoll. Ich bin mir sicher das es so weit kommen wird, ja unweigerlich muss, weil der Mensch nicht mit sondern gegen seine Umwelt lebt.

Was also ist zu tun? Dieses Buch lesen und daraus lernen. Wer willens ist, sich vertrauensvoll auf das zu verlassen, was die Lebensgemeinschaft Erde seit Anbeginn hervorbrachte um das Leben zu erhalten, ist bestens beraten. Es sind die Pflanzen um uns herum, die den Schlüssel für unser Überleben in sich bergen. Diese werden detailliert vorgestellt, ihre Anwendungen über unseren Kulturkreis hinaus erörtert, Überlieferungen und Fachinformationen ausgewertet. Der Autor - erfahren in der Anwendung seit über 20 Jahren - hat sie auf Tauglichkeit und Wirksamkeit getestet und weit über 260 Rezepturen aus über 20 Kräutern für ihre gefahrlose Anwendung im Ernstfall aufgezeigt. Es sind es alte Bekannte, viele kennt und verwendet man ohnehin schon. Ingwer, Wermut, Berberitze sind einige von ihnen, weniger bekannt sind Cryptolepis, Usnea oder Ashwaganda. Die Anweisungen sind so gestaltet, dass Sie sich im Notfall selbst helfen können, bevor es zu spät ist. Seien Sie vorbereitet! Mit diesem fundierten Nachschlagewerk gelingt es Ihnen bestimmt. Nehmen Sie es unbedingt mit zu Ihrem Arzt, Heilpraktiker, Apotheker ect. Empfehlen Sie es weiter. Dieses Wissen MUSS unter die Menschen, Herr Buhner hast einen wichtigen Teil dazu beigetragen und forscht weiter, denn es ist überlebenswichtig.



Pflanzliche Antibiotika. Wirksame Alternativen bei Infektionen durch resistente Bakterien Krankenhauskeime und MRSA: Heilkräuter, die Leben retten ... konventionelle Antibiotika nicht mehr wirken. Gebundene Ausgabe – 1. Dezember 2015
Autor Stephen Harrod Buhner  


560 Seiten, Herba Press (1. Dezember 2015), Sprache: Deutsch, ISBN-13: 978-3946245001


Dienstag, 18. Oktober 2016

Schwedische Schönheit


Da ist es wieder, ein Fundstück in den Weiten des Internets, durch das man nette Menschen kennen
lernt und geradezu außergewöhnliche Hilfsbereitschaft.
Der Schatz der diesmal gefunden wurde, ist eine schwedische Sockenstrickmaschine "Favorit". Sie kommt mit verschiedenen Ribber-Scheiben einher, es können somit unterschiedliche Umfänge gestrickt werden. Aufgrund der Konstruktion sind natürlich Rechts-Links-Bündchen nicht möglich. Das ist aber auch gar nicht notwendig, man muss dann zur Formung eines Bündchens nach den Stricken einiger Runden, doppelt so breit als wie das Bündchen werden soll, die Maschen hoch hängen. Durch das Weiterstricken wird das Bündchen gleich festgestrickt.

Sie ist schon eine besondere Schönheit, die schwedische Sockenstrickmaschine - oder nicht? Der Dank für die Bilder geht an Viola und Evelin.




Danke Evelin für dein Bild. 

Mittwoch, 5. Oktober 2016

Alpenpflanzen in ihren Lebensräumen - Buchbesprechung

Quelle: Hauptverlag

Ich habe die Berge entdeckt, wie wunderbar die Ruhe, die ins Herz einkehrt, wie klar die Luft und wie gewaltig die  Fauna hoch droben.  Im Alpenblumengarten am Hahnenkamm auf 1700 - 1800 Meter Höhe, da hat es mich wirklich umgehauen. Leider wird der Garten nicht mehr bewirtschaftet, nach und nach  wieder ganz das werden was er einst war: ein Stück der wilden Schönheit der Berge.

Mit dem Buch "Alpenpflanzen in ihren Lebensräumen" konnte ich nun sehr viele Pflanzen, die mir hoch droben sowohl in den Deutschen als auch Österreichischen und Schweizer Alpen in ihrer natürlichen Umgebung im Winde nickend "Grüß Gott" sagten bestimmen. Dieses Buch ist perfekt für Einsteiger und Fortgeschrittene. Es ist viel mehr als ein reines Bestimmungsbuch. Zuerst verschafft es dem Leser einen Einblick in die Vielfältigkeit der geologischen Eigenheiten der Alpen, denn Berg ist nicht gleich Berg. Und nur ein Berg macht noch lange keine Alpen. Dazu gehören die Bergwälder und die tiefen Täler, Flussläufe und Hochmoore, Staudenfluren und alpinen Rasen, wo die Senn mit ihren Tieren den Berg gestalten und ihn Jahr für Jahr aufs neue bewirtschaften. Es gehören die höchsten Höhen dazu, zerklüftete Formationen mit extremen Bedingungen, denen so manche Pflanze in filigraner, zerbrechlicher Schönheit trotzt, die nur hier überleben kann. Das Buch lehrt zu beobachten, zu erkennen und innezuhalten, zu staunen und zu verstehen. Es lehrt die Lebensräume zu erkennen und die Zusammenhänge um die Höhenstufen zu begreifen.  Anschließend werden die wichtigsten Arten im Verbund ihres Lebensraumes vorgestellt (z.B. Wälder, Krummholz, Urwiesen, Feuchtwiesen usw.) Das erfolgt klassisch mit einem Bild und beschreibenden Text, der sich auf das Wesentliche beschränkt, doch trotzdem noch Platz für etwas Wissenswertes lässt. Als Beispiel sei das Federmoos angeführt, Zitat: "....früher gerne zum Modellbau und zum Ausschmücken von Krippen verwendet. Es wurde 1753 von Linné erstmals beschrieben." Die Bilder sind meist detailliert genug, um eine allgemeine Vorortbestimmung durchzuführen. Freilich können auf  480 Seiten nicht alle Pflanzen vorstellig werden, die Wichtigsten aber finden sich hier.

Am Ende jeden Kapitels werden zwei  Reiseziele vorgestellt und einige Wanderungen vorgeschlagen. Das Buch ist jedem Bergwanderer ans Herz zu legen, man muss es einfach mögen und immer wieder studieren. Was Silikatschneeböden sind, wie viele unterschiedlichen Enzian  es gibt, was Rehntierflechten in den Alpen suchen und wo der kleinste Baum der Welt wächst - das und noch viel mehr steht in diesem wunderbaren Buch. Das Glossar beschließt es mit der Erklärung der Fachbegriffe.  Danke für dieses schöne Buch.

***


Alpenpflanzen in ihren Lebensräumen: Ein Bestimmungsbuch, mit über 850 Farbabbildungen und ca. 30 Grafiken, Broschiert: 480 Seiten, Haupt Verlag; Deutsch, ISBN-13: 978-3258071954
Preis: 34,90

Inhaltsverzeichnis PDF vom Verlag
Leseprobe / Blick ins Buch

Dienstag, 6. September 2016

Des Säufers Ende


 Auf einer stillen Wiese da lag ein löchrig Strumpf,
dessen trauriger Besitzer versank gerad im Sumpf.
Es fragten sich die Sylphen: Was macht der Kerl denn hier? 
Nur eine fand die Antwort: Er stank ganz arg nach Bier.

Zuvor laut grölend hat er Haus und Hof verzockt,
fuhr auf seinem Suffe: Oh, nein! Ich habs verbockt.
Sprang von der Kneipenbank, schlug an sich seine Birne, 
sah fortan nur noch tausende funkelnde Gestirne.

Es wankt der Säufer taumelnd durch die Hütte
es quält ihn und er spricht: "Herr, ich hätte eine Bitte.
Wie bring ichs meiner Alten bei - vielleicht wie ein Poet?
Damit sie mich nicht gleich mich erschlägt, sagst du mir wie das geht?"

Doch sein Gott hüllt sich in Schweigen, so wie er es immer tut, 
da bemächtigt sich des Säufers riesenhafte Wut.
Von neuen latscht er in die Kneipe, säuft alle Reste aus,
bis seine Zechkumpane zur Tür ihn werfen raus.

Noch mehr hat er geladen, noch wilder wollt er sein, 
doch fängt er an zu greinen: will nur noch heim, ach heim. 
Sein drohend Weib erscheint in nebligen Gedanken, 
"Darauf hab ich kein Bock, mit der jetzt noch zu zanken."

Es treibt ihn etwas vorwärts, dass ihm schon lange nachgeht,
eins von dem Schrecknis, von dem im Buch der Bücher steht. 
Es ist das schlecht´ Gewissen, das auf bergeshöh anwächst,
welches das stärkste Stamperl niemals ganz weghext.

So rennt er weiter tief in die Nacht hinein,
es grinst der Teufel Alkohol: "Auf gehts, so soll es sein!" 
Die Würfel sind gefallen, versoffner armer Tor, 
wart nur noch ein Weilchen, stehst Petrus Tore vor.

Da übersieht er eine Wurzel, schlägt lag hin auf den Leib, 
ein Kobold hielt sie in den Lauf zu seinem Zeitvertreib. 
Davon ihm tut so schrecklich der Leib so dolle weh. 
Benommen wankt er weiter, taumelt vorwärts, übergibt sich da am See.

Er schlägt sich wimmernd durch den Wald und durch dürre Binsen, 
des Moores Wasserpfützen im Mondelicht dunkel grinsen. 
Schon stolpert er, kraucht bald auf allen Vieren. 
"Was schwankst du Welt? Wer greift nach mir? Kommt's nur von den Bieren?"

Laut erschallt sein Wehgeschrei, im Moor er nun versinkt. 
Aus des stillen Sees Nebeln des Todes Knochenhand ihm winkt. 
Die Sylphen sehen schaudernd zu - um den Säufer wars nicht schad´.
Im Moor da findet er nun Ruh´, sein Odem blubbrig Blase ward.

Sie flochten ihm ein Kränzchen und legtens an jene Stell, 
von Distel und Vergiß-nicht-mein, an der das End kam schnell.