Montag, 16. Februar 2015

Klette – Arcatium Lappa

Volkstümliche Namen: Haarball, Klettball

Beschreibung: 

  • 2jährige, krautige Pflanze, auf kalkhaltigen Böden, 
  • aufrecht verzweigt, bis 2m hoch.
  • große ovale Blätter, oben grün unten weißlich, 
  • Blütenblätter von grünen Hüllblättern umschlossen mit Haken. 
  • blüht im zweiten Jahr Juni / Juli

Sammelgut: Wurzeln (früher Gemüse [Storl])
Inhaltsstoffe: Inulin, Schleime

Wirkung: blutreinigend, schweißtreibend, Gicht- und Rheuma lindernd, harntreibend, nährend

Anwendung:

  • Gicht, Rheuma, alle Hautkrankheiten mit schlecht heilenden Wunden, Furunkel 
Aufguss:

  • 50 g frische  Wurzel waschen, fein hacken, in einem Liter Wasser kochen, seihen, 1 Tasse nüchtern jeden Morgen. 


Sirup:

  • 100g Wurzel in 8 dl Wasser geben, dazu 800 g Zucker, zur Sirupricke einkochen und seihen. Dos.:Davon kann man bei Infektionskrankheiten 3 El in ein Glas warmes Wasser geben, 1 kleine Priese Salz dazu und das Ganze einmal am Tag trinken. 


Öl / Klettenwurzelhaaröl selbst gemacht:

  • 50 g in 100 ml Maiskeimöl ausziehen lassen für 4 Wochen, seihen. Zur Haarpflege in die Spitzen bzw. in die Kopfhaut einmassieren. 

Kurpaste für die Kopfhaut: 



  • 40 g Wurzeln mit anderen Haarkräutern nach Haartyp mit kochenden Wasser übergießen und über Nacht in ziehen lassen, weich kochen, auspressen. Mit etwas Guarkernmehl andicken und vor dem Haarewaschen in die Kopfhaut einmassieren, 2 Stunden einwirken lassen
  • Sonntag, 15. Februar 2015

    Kamille – Matricaria Recutita – Flores Chamomille = Kamillenblüten

    Volkstümliche Namen: 


    • Hagblume, Mutterkraut, Mägdeblume

    Beschreibung:

    • Ausdauernde Pflanze, krautig, 
    • Höhe 20-30 cm, 
    • dünne Stängel, mit wechselständigen, lappig zerteilte Blätter, wie wuschelig, 
    • Blüten wie kleine Pompons

    Sammelgut: Blütenköpfchen

    Wirkung: anregend, wundheilend, antiseptisch, fiebersenkend, krampflösend,

    Inhaltsstoffe:

    • Ätherisches Öl: Kamillenöl (Matricariae aetheroleum), α-Bisabolol
    • Flavonoide, Phenolcarbonsäuren,  Azulen, Chamazulen, Apiin, Bitterstoffe, Flavone, Gerbstoff, Gerbsäure, Harz, Cumarin, Borneol, Farnesol, Herniarin, Hyperosid, Oleanolsäure, Salicylate, Salizylsäure, Schwefel, Thujon, Umbelliferon 

    Wirkung:

    • entzündungshemmend, krampflösend, antibakteriell, antifungal, wundheilungsfördernd, desodorierend


    Anwendung:

    • bei Wunden, Geschwüren, Bindehautentzündungen, Verdauungsstörungen, bei Verdauungsproblemen und Schmerzen der Gesichtsnerven. 

    Aufguss:

    • 1 TL Blüten in eine Tassen geben, mit kochenden Wasser übergießen, seihen. 


    Augenbad: Aufgußkompresse auflegen bei Bindehautentzündungen.

    Auflage bei schlecht heilenden Wunden und (Bein) Geschwüren.
    In das Badewasser bei Kindern und Säuglingen geben.


    Kamillenöl: 

    • 150 g frische trockene Blüten mit 250 ml Sonnenblumenöl übergießen, 4 Wochen am sonnigen Fenster verschlossen ausziehen lassen, tägl. einmal schütteln.
    •  Dann abseihen und in eine dunkle Flasche geben. Zur Kinderpflege noch mit etwas Olivenöl „strecken“. Bei rheumatischen Schmerzen das Öl an Ort und Stelle einsalben. 


    Samstag, 14. Februar 2015

    Johanniskraut – Hypericum perforatum

    Volkstümliche Namen:

    • (Tüpfel – gemeint ist das gefleckte) Hartheu, Sonnenwendkraut, Hexenkraut 
    Beschreibung:
    • Staudengewächs, 
    • ausdauernd, krautig, feste, verzweigte Stängel 
    • 30-60 cm Wuchshöhe, 
    • gegenständige Blätter sind länglich, mit Drüsensäcken, 
    • ins Licht gehalten sehen die Blätter löchrig (perforiert) aus. 
    • Blüten stehen in Trauben zusammen, 
    • Kelch und Kronblätter mit schwarzen Drüsen besetzt, 
    • Blütezeit: Mai bis September 


    Sammelgut: 

    • Blüten 
    Inhaltsstoffe: 
    • Anthranoide, Phloroglucinderivate, Flavonoide, Gerbstoffe, Xanthone, Ätherisches Öl 
    Wirkungen: 
    • antidepressiv, antibiotisch, antiviral, entzündungshemmend (Johanniskrautrotöl),antiseptisch, wundheilend, zusammen ziehend, anregend, 

    Anwendung: 



    als Johanniskrautrotöl bei Hautausschlägen, Verbrennungen, Wunden, Geschwüren. 
    • 1 Handvoll Blüten in ein Glas schichten, mit Olivenöl aufgießen und 4 -5 Wochen ziehen lassen. Das Öl färbt sich rot vom Farbstoff, der in den Blüten enthalten ist. Abseihen und in eine dunkle Flasche füllen. 
    Auch bei Schürfwunden benutzen. Meine Tochter ist einmal fürchterlich auf einer Pflasterstraße gestürzt und hatte im Gesicht sehr schlimme Schürfwunden, die garantiert nicht narbenfrei verheilt wären ohne das Öl. Vor allen die sehr kurze Heilungszeit war beachtlich. 

    • 20g Blüten in einem Liter kochenden Wasser ziehen lassen, seihen, morgens eine Tasse nüchtern und dann noch 2 oder 3 über den Tag verteilt bei Asthmaanfällen. 

    Achtung: Phototoxisch.


    Freitag, 13. Februar 2015

    Johannisbeere schwarze – Ribes Nigrum

    Johannisbeerblüte
    Schwarze Johannisbeere
    Volkstümliche Namen: 
    • Ahlbeere, Gichtbeere, Wanzenbeere 
    Beschreibung:
    • Buschiger Strauch, bis zu 1,5 m hoch, 
    • wild wachsend in feuchten Wäldern, sonst in Gärten kultiviert, 
    • Blätter wechselständig, 
    • ebenso lang wie breit, 39 – 59fach gelappt, 
    • stark duftend, weil an der Unterseite viele Drüsen sitzen, sind mit Haaren besetzt. 
    • Blüten innen rötlich, außen grün, in hängende Trauben, 
    • blüht April – Mai, 
    • Frucht schwarze Beeren mit Resten vom Blütenkelch (mit Nagelschere abschneiden.) 
    Sammelgut: 
    • Blätter und Früchte 

    Inhaltsstoffe: 

    • Flavonoide, ätherische Öle, Ascorbinsäure, Fruchtsäure 

    Wirkung:
    • harntreibend, stärkend, verdauungsfördernd, zusammen ziehend, 

    Anwendung: 
    • gegen Gicht und Rheuma 25 g Blüten in einen Liter Wein ausziehen lassen und abends ein Gläschen genießen. 
    • Als Kompresse auf Wunden und Geschwüre 100 g Blätter auf einen Liter kochendes Wasser. 
    • Aufguss hilft auch bei Nagelgeschwüren und Zahnschmerzen zum Spülen, dann aber verdünnen 
    • frisches Fruchtmus auf Verbrennungen und Frostbeulen (wo bekommt man im Winter frische Früchte her? In einem alten Buch fand ich schon mal den Hinweis auf Erdbeeren) 




    Donnerstag, 12. Februar 2015

    Holunder – Sambucus nigra

    Volkstümliche Namen: 


    • Elder, Holder, Holler, 
    • Schutzbaum der menschlichen Behausungen, da nach Glauben der Germanen Holla in ihm wohnte, die Hexen und Dämonen abhielt. 
    Beschreibung:
    • 4-6 m hoher Strauch, in ganz Europa heimisch, 
    • Rinde am Stamm borkig, mit Moos bewachsen, furchig, grau –bräunlich, Furchen und Riefen am Stamm und älteren Ästen. 
    • bis zu 30 cm lange Blätter unpaarig gefiedert, aus 5 gleichlangen Blättchen, Oberseite mattgrün, unten heller, 
    • typischer Geruch. 
    • gezähnten Blättern mit deutlichen Blattadern. 
    • Blüten schirmförmige Trugdolden, aus kleinen weißen bis gelblichen, fünfzähligen Blüten, stark duftend, 
    • Blütezeit Juni und Juli 
    Sammelgut:
    • Früchte: August / September, nur reife Dolden pflücken. Marmeladen, Gelees, Holdersuppe
    • Blüten für Tee und Sirup 
    • Blätter: Aufguss 
    • Rinde(grüne) 

    Inhaltsstoffe: 
    • Flavonoide, ätherisches Öl, Triterpene, Lithium, Vitamin c, Vitamine der B-Gruppe und Folsäure in den reifen Beeren. 
    Wirkung: 
    • Blüten Schweißtreibend, 
    • Blätter, Rinde: Harntreibend, leicht abführende Wirkung, blutreinigend. 
    Anwendung: 

    • Atemwegserkrankungen. Entzündungen der Haut (Flechten),
    • Holunderblüten und -beeren traditionell gegen Fieber, Schnupfen und Husten. 
    • Als Aufguss schweißtreibend, löst Schleim in den Nasennebenhöhlen und Bronchien. 
    • Der Saft stärkt die Abwehrkräfte, diesen nur kurz erwärmen. 
    • Beeren harntreibend. 

    Keine unreifen Früchte essen, sie enthalten Sambunigrin, aus dem Blausäure freigesetzt werden kann, was Übelkeit und Erbrechen hervorruft. Durch Erhitzen zerfällt es und ist damit unschädlich. 

    Absud aus Blüten
    • aus 30-35 g Blüten mit kochendem Wasser übergießen und ziehen lasse. abseihen, etwas Honig dazu: heiß trinken bei Erkältungskrankheiten, Angina, Grippe, Bronchitis, Lungenentzündung 

    Absud aus Blättern
    • aus 15 g frische Blätter auf einem Liter Wasser,
    • als Auflage auf Wunden und Nagelgeschwüren, 
    • als Gurgelwasser bei Halsweh, 
    • als Kompresse bei Bindehautentzündungen, 
    • als kalte Kompresse bei müden Augen.
    • Bei Abszessen die frischen Blätter auf betroffene Stelle auflegen. 
    • Blätter getrocknet: Aufguss gegen Durchfall 

    Saftherstellung: 
    • Mit einem breiten Korb sammeln gehen, ganze Dolden abschneiden. 
    • Beeren daheim von den Stielen streifen, alles Grüne muss weg, denn das schmeckt nicht. Die Beeren kurz abbrausen und in den Entsafter geben. Beim Dampfentsaften heiß in Flaschen füllen und fest verschließen. 
    Gelee / Brotaufstrich: 
    • Aus dem Saft mit Zimt und etwas Balasmicoessig verfeinern, mit Gelierzucker einkochen. 

    Sonstiges: 
    Aus den Blüten Hydrolat: Wirkung reinigend, hautpflegend. Ölauszug! Oder Sirup herstellen. 

    Huflattich – Tussilago Farfara

    Volkstümliche Namen: 

    • Brustlattich, Pferdefuß, Märzblume, Sandblume, Tabakkraut 
    Beschreibung:

    • Typisch ist der schuppige Stängel mit 
    • gelber einzelner Blüte, 2 cm groß, krautig, ausdauernd, 
    • gern an sonnigen, sandigen Plätzen,
    • 30-40 cm hoch, 
    • Blätter herzförmig, lang gestielt, gezähnt, groß, 
    • Oberseite grün, Unterseite flaumig heller, wachsen nach der Blütezeit 
    • Februar - April 

    Sammelgut: 
    • Blüten, Blätter 

    Inhaltsstoffe: 
    •  Ätherische Öle, Bitterstoffe, Gerbsäure, Hyperin, Insulin, Mineralstoffe, , Salpeter, Saponine, Schleim, Tannine, Zink 

    Wirkung: 
    • stärkt, erfrischt, brustreinigend bei Atemwegserkrankungen, Asthma, Schnupfen, Furunkel, Fußschweiß, 

    Anwendung: 
    • 20 g pulverisierte Blätter in einer Tassen mit kochenden Wasser übergießen und 10 min ziehen lassen, seihen, süßen nach Bedarf mit Honig. Dies mehrmals tägl. bei fest sitzenden Husten trinken. 
    • Frischen Saft auf Wunden auftragen, 
    • Blätter in Wein etwas kochen lassen und zu Brei verarbeiten. Diesen als Umschlag auf Furunkel und Geschwüre auftragen. 
    • Absud für die Schweißfüße: man rechnet 50g getr. Blätter auf 1 L Wasser. 
    • Gesichtslotion bei empfindlicher Haut.

    Mittwoch, 11. Februar 2015

    Heidekraut – Calluna Vulgaris

    Volkstümliche Namen: 


    • Besenheide 
    Beschreibung: 

    • Zwergstrauch, 80-90 cm, 
    • aufrecht, ineinander verschlungen, 
    • schmale kleine Blätter, gegenständig, ausdauernd, 
    • Blüten violett, in Trauben zusammen stehend, 
    • Blütezeit Juli- November 
    • in ganz Europa anzutreffen, 
    • in der Heide, in Mooren und trockenen Wäldern, auf kieselerdehaltigen Boden, 

    Sammelgut: 
    • ganze Pflanze und Blüten 

    Wirkung: 
    • antirheumatisch, blutreinigend, harntreibend, 

    Anwendung: 


    • Aufgüsse bei Blasenentzündungen, Prostataleiden: 5 Gramm trockene Blütenspitzen 10 min in einer Tasse heißen Wasser ziehen lassen, seihen, 3 x tägl. 
    • Bei Gichtanfälle in den Händen selbige in einer Schüssel mit Heidekraut baden. 
    • Da es Tannin enthält, macht eine Lotion die Haut wieder weich und geschmeidig. 

    Dienstag, 10. Februar 2015

    Gänseblümchen – Bellis Perennis

    Volkstümliche Namen: 
    • Maßliebchen, Tausendschön 

    Beschreibung:

    • 5-25 cm hohe Pflanze, in ganz Europa heimisch, 
    • auf Weiden, Rasen, Wegrändern, 
    • grundständige Blätter bilden eine Rosette, 
    • oval, oben breiter, oberes Ende gezähnt, unteres sehr schmal. 
    • Blüten einzelne Köpfchen (in Essig einlegen als falsche Kapern), 
    • Mitte quitschgelb, 
    •  Kronblätter weiß mit rosa Spitzen, 
    • Blütezeit von März bis November. 


    Sammelgut: 

    • Blüten und Blätter 

    Wirkung: 
    • beruhigend, erfrischt, desinfiziert, zieht zusammen, hustenstillend

    Anwendung: 
    • Aufguss: 30 - 40 g Blüten und Blätter in einem Liter kochendes Wasser. Etwas ziehen lassen. 

    Dos.: 
    • täglich 2 -3 Tassen täglich bei Leberleiden, 
    • gleicher Aufguss als Gurgelmittel bei Entzündungen im Mund und im Rachen, 
    • bei Leberbeschwerden frischer Saft in Smoothies, 
    • bei Verstopfung: einige gekochte Blätter im Salat leicht abführende Wirkung
    • Wunden: Umschläge aus frischen zerstoßenen Blättern auf Wunden und Geschwüre, als Kompresse bei Akne

    Eiche – Quercus robur

    Volkstümliche Namen: 
    • Donareiche, Druidenbaum, Masteiche, Thingbaum, Orakelbaum
    Beschreibung:
    • Stattliche wunderschöne, den Kelten einst heilige Bäume, 
    • werden bis 1000 Jahre alt, wenn sie doch reden könnten hab ich mir manches Mal gedacht. 
    • Höhe bis 50m, 
    • graue, riesige Rinde, mit Furchen, 

    Sammelgut: 
    • Rinde – Cortex Quercus, Rinde borkenfrei von Jungen Ästen sammeln, 
    • Früchte nur am Boden liegend, ohne Löcher, heil 
    Wirkung: 
    • zusammenziehend, kräftigt, antimikrobiell, antiviral, entzündungshemmend, blutstillend. 
    Inhaltsstoffe: 
    • Gerbsäuren, Öl, Stärke, 

    Anwendung: 

    Umschläge
    • 1-2 Esslöffel Eichenrinde in einem Liter kaltem Wasser ansetzen, erwärmen bis zum Siedepunkt, 15-20 Minuten köcheln, abseihen, als Umschlag bei Hautausschlägen, Ekzemen, offenen, entzündeten Wunden, Flechten usw.
    Sitzbad
    • Ausfluss, Hämorrhoiden, Analfissuren, zu Beginn täglich, dann bis zu drei mal pro Woche, 32 -37 °C . 
    • Die Rinde in Alkohol zur Tinktur ausziehen und diese dann in eine Salbengrundlage einarbeiten hilft gegen Hämorrhoiden. 
    • Tinktur mit Kakaobutter und Lanolin zu Zäpfen gießen und in den Po stecken.
    Außerdem: 
    • Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut. - Gurgeln 
    • Erfrierungen, Frostschäden an Hand und Fuß, im Absud baden 

    Schweißfüße – Fußbad

    Gegenanzeigen: Nicht anwenden bei Fiber, Bluthochdruck, bei großflächigen Hautdefekten.

    Sonstiges:

    • Eichelkaffee: 
    Früchte sammeln, ohne Löcher. Teilen und 2 Wochen trocknen lassen. Die Kerne in eine schwere Eisenpfanne geben und hellbraun rösten, ohne Fett. Sofort mahlen und in einer Büchse verschließen. 1 TL auf eine Tasse heißes Wasser geben. Löwenzahnkaffee kann ebenso hergestellt werden (Wurzel) und mit Eichelkaffee gemischt werden. (Durch vorheriges fortgesetztes Wässern können Bitterstoffe ausgespült werden, anschließend trocknen,mahlen...).

    Gurke – Cucumis sativus

    Herstellung von Gurkenwasser
    Beschreibung: 
    • Wird 2-3 Meter lang, rankend, 
    • Blätter wechselständig, fein gezähnt, 
    • Blüten gelb, männliche zusammen unten an der Pflanze, 
    • 5 Staubblätter, weiblich oben, einzeln, Juli - September 

    Sammelgut: 
    • Früchte und Samen 
    Wirkung: 
    • abführend, harntreibend, anzuwenden bei allen Krankheiten, wo Ausleitung erwünscht ist wie z. B. bei Gicht, Arthritis, Rheuma. 
    • Samen gegen Bandwurm 

    Anwendung: 
    • Umschläge bei Juckreiz, 
    • Kosmetik: Gurkenmilch, Masken 

    Fenchel - Foeniculum vulgare

    Volkstümliche Namen: 
    • Brotsamen, Kinderfenchel, Frauenfenchel, Finchel

    Beschreibung:
    • Man unterscheidet zwei Unterarten: der scharf schmeckende Esels- bzw. Pfefferfenchel und Gartenfenchel. man unterteilt hier wiederum in Gemüsefenchel, Süß- bzw. Bitterfenchel 
    • zwei oder mehrjährig, manchmal über zwei Meter hoch, 
    • fleischig verdickter Grundachse, 
    • Stängel aufrecht, 
    • kahl oben verästelt, 
    • kleine, gelbe Blüten in großen Dolden,
    • Blätter drei- oder vierfach gefiedert, 
    • Blütezeit von Juli bis September, in großen Dolden, 
    • Der Gemüsefenchel einjährig, bis zu 50 cm hoch. Geerntet wird die Knolle als Gemüse Süßfenchel weichen, hohlen Stängel und helle Früchte, 
    • Die Früchte des Süßfenchels werden als Gewürz verwendet. 
    • Bitterfenchel harter Stängel, mit Mark gefüllt, Früchte klein, dunkel, aus diesen wird ätherisches Öl gewonnen 
    Sammelgut: 

    • Früchte & Knolle 

    Inhaltsstoffe: 
    • Phenolcarbonsäuren, Cumarine, Flavonoide, Fette Öle und ätherisches Öl in unterschiedlicher Konzentration, je nach Pflanzenart (süßer oder bitterer Fenchel) 

    Wirkung: 
    • auswurfffördernd, bei Husten. Blähungen, Verdauungsproblemen. 
    • Augenwasser
    • Mund und Gurgelwasser bei Zahnfleischentzündungen. 

    Anwendung: 
    • Aufguss: Samen anreiben. 1 TL auf eine Tasse Wasser aufkochen, 10 min ziehen lassen. Keine Kinder mögen den Tee auch mit etwas Milch und Honig.

    Montag, 9. Februar 2015

    Brombeere - Rubus Fructicosus

    Volkstümliche Namen: 

    • Feldschwarzbeere, Frombeere, Rahmbeere, Schwarze Hausbeere, Gestrüpp

    Beschreibung:

    • Ausdauernder Halbstrauch, 
    • lange rötliche Stängel mit Stacheln / Dornen, 
    • verwindend wachsend, 
    • Blätter wechselständig, runzelig, aus 3 -5 Blättchen zusammengesetzt, oval gezähnt, oben dunkelgrün unten weißlich, flaumig,
    • Stiel stachelig, 
    • Blüten fünfzählig, weiß oder rosa, 
    • Blütezeit: Juni – August, 


    Inhaltsstoffe: 
    • Gerbstoffe, Organische Säuren, Flavonoide 
    Wirkung: 
    • zusammenziehend, gerbend, harntreibend, stopfend, 
    Sammelzeit: 

    • im September die Früchte, sowie die jungen Triebe im Frühjahr, Blätter fast ganzjährig. 


    Anwendung: 
    • Blätter: Entzündungen im Mund- und Rachenraum, bei Halsweh, Durchfall Entzündungen im Dickdarm 
    • Sirup: Die Früchte pressen, mit der gleichen Menge Zucker zu Sirup einkochen. Hilft auch bei Durchfall der Kinder 
    • Aufguss: 50 -60 g Kraut, Blätter in einem Liter Wasser kochen. 4-5 Tassen pro Tag bei Durchfall und Darmentzündung