Dienstag, 13. November 2012

Stinkfuß Gewürzseife


Diese Seife wollte nicht so wie ich wollte, trennte sich immer wieder. Dann hat es gereicht, kurzerhand habe ich noch etwas Wasser dran geschüttet und  noch mal heiß werden lassen. Anschließend mit dem Zauberstab bearbeitet und siehe da, es geht. Eigentlich wollte ich eine marmorierte Seife machen, aber Rote Beete wird nicht rot. Am Ende spendierte ich dem Seifenleim Nelkenpulver, Zimt und Cayennepeffer.  Jetzt ist sie schon 4 Wochen alt. 
Das Ergebnis ist eine federleichte angenehm wärmende Seife für die Füße :-))). 


Montag, 12. November 2012

Gurkenseife - Schichtig


Das ist eine zweischichtige Gurkenseife. 

Sehr schön kann man sehen, wie sich nun die Farbe ändert. Das Grüne bleibt i. d. R.
Nur oben sind die Schalen drin. Unten etwas Heilerde. 

Zutaten: 
Palmöl, Rapsöl, Walnußöl und Rizinußöl,
Gurkenschalen, Gurkenwasser, 
Heilerde, Zitronenschale. 

Nun heist es warten, wie sie sich weiter entwickelt.



Samstag, 10. November 2012

Schäfertaschen - Resteverwertung - Liptauer Käse - Liptavský Sýr

Mal was einfaches und nahrhaftes. Lecker ist es auch, je nach Geschmack auch wandelbar, die über gebliebenen Kartoffeln vom Vortag hätte man dann auch noch unter gebracht: 

700 g Kartoffeln reiben. Dazu 
220 g Dinkelmehl, 
60 g Dinkelvollkorngrieß, 
2 Eier, Salz und 
50 g Parmakäse vermischen und zu einem festen Teig verarbeiten. 

3 cm dick ausrollen, Kreise ausstechen. 
1 Packung Hüttenkäse salzen, pfeffern, 
1 fein gewiegte Frühlingszwiebel unterrühren, damit dann die Teigteilchen füllen und verschließen. 

In kochendes Salzwasser einlegen und ziehen lassen. Anrichten mit etwas ausgelassenen Speckwürfeln und grünem Salat. 



Die originalen, slowakischen Schäfertaschen werden mit Liptauer Käse gefüllt. 

Rezept für Liptauer Käse


Um diesem zu zubereiten benötigt man gesalzenen Frischkäse aus Schafsmilch. Alternativ ginge dann trockener Quark, also nicht das komische nasse Zeug aus dem Kühlregal, dass kann man erst einmal abtropfen lassen. 

250 g Quark durch ein Sieb drücken, 
125 g Butter auslassen und schaumig rühren, zum Quark geben.
125 ml saure Sahne unterrühren. Das Ganze vermischen  mit 
1/2 EL ungar. Paprikapulver, 
2 TL gemörserter Kümmel (da kommen die Aromen besser raus finde ich und nicht jeder mag die Körnlein zwischen den Zähnen stecken haben). Außerdem 
1 kleine klein geschnittene Zwiebel und 
1 TL Tafelsenf. Wer mag gibt noch 
1 TL gehakte Kapern zu und  / oder einige klein gehackte Sardellen. 

Zu einer glatten Masse verarbeiten, im Kühlschrank fest werden lassen. Dann stürzen und zu einer (traditionellen) Kuppel formen, mit Schnittlauch bestreuen und zu kräftigen Brot und Bier servieren. 

Liptauer Käse - aus gesalzenen Frischkäse aus Schafsmilch

 

Rezept für Liptauer Käse


Um diesem zu zubereiten benötigt man gesalzenen Frischkäse aus Schafsmilch. Alternativ ginge dann trockener Quark, also nicht das komische nasse Zeug aus dem Kühlregal, dass kann man erst einmal abtropfen lassen. 

250 g Quark durch ein Sieb drücken, 
125 g Butter auslassen und schaumig rühren, zum Quark geben.
125 ml saure Sahne unterrühren. Das Ganze vermischen  mit 
1/2 EL ungar. Paprikapulver, 
2 TL gemörserter Kümmel (da kommen die Aromen besser raus finde ich und nicht jeder mag die Körnlein zwischen den Zähnen stecken haben). Außerdem 
1 kleine klein geschnittene Zwiebel und 
1 TL Tafelsenf. Wer mag gibt noch 
1 TL gehakte Kapern zu und  / oder einige klein gehackte Sardellen. 

Zu einer glatten Masse verarbeiten, im Kühlschrank fest werden lassen. Dann stürzen und zu einer (traditionellen) Kuppel formen, mit Schnittlauch bestreuen und zu kräftigen Brot und Bier servieren. 

Freitag, 9. November 2012

Antonios Pumpkin Cake - Kürbiskuchen mit Frischkäse

Eine wunderbares Kürbiskuchenrezept habe ich von meinem besten Freund Antonio bekommen. Etwas abgewandelt für einen Geburtstag schaut es dann so aus:


Die Anregung kam von ihm, dann aus Zeitmangel ging es dann fast frei Schnauze :-)) Statt mit Frischkäse mit Hüttenkäse und Haferkleie. 

Aber gut. Hier kommt das Rezept: 

Einen  400 g Kürbis in zwei Hälften teilen, die Kerne rausholen. Die Hälften auf ein Blech im Backofen setzen, dann bei 160 - 180 Grad vor sich in garen lassen. Stichprobe nach 20 Minuten. Wenn er durch ist, den Kürbis herausholen, die Schale mit einem Messer abschneiden und wegwerfen. Das Kürbisfleisch in Würfel schneiden, das müssten dann so 300 g sein, abkühlen lassen. Den Kürbis mit 2 Bechern Schmand mit dem Zauberstab pürieren.  

Knetteig: 
1 Ei, 1 Tl Weinsteinbackpulver, 125 g Butter, 3 EL Rohrzucker, je eine Prise Salz, Nelken und Muskat, 250 g Dinkelvollkornmehl zu einem Teig verkneten, diesen in die gefettete Form drücken und 10 Minuten vorbacken, bis er etwas hochkommt und leicht hellbraun oben wird.

In der Zwischenzeit 3 Eier trennen, das Weiße steif schlagen. Gelbe mit 400 g Gervais Hüttenkäse und 150 g Haferkleie, Honig nach Geschmack sowie 1 EL Zimt, 1 Priese Salz, Ingwer, Kardmom und Muskatnuss vermischen, das Eiweiß unterheben - aber vorsichtig. Das Ganze auf den Kuchenteig geben und für ca. 45 min backen. Nadelprobe nicht vergessen. Fertig.  



Donnerstag, 8. November 2012

Roßkastanien - Rosmarien - Seife


Zutaten: 
Palmöl, Rapsöl, Macadamianußöl, Sonnenblumenöl, Maiskeimöl, 
Shea-Butter, Bienenwachs, Lanolin

pulv. Rosmarien, Roßkastanienauszug
Baumharzöl. 

Die Seife sah so schön aus. Dann dachte ich, man könne ihr noch etwas zusätzlichen Duft schenken, aber neee, der Seifenleim gerann augenblicklich. Hab ich einfach einen Schwapp Apfelsaft dran geschüttet, den trink ich immer beim Sieden. Warum? Keine Ahnung, auf jeden Fall verband sich das Gemisch nach kurzer Rührzeit wieder und nun hab ich eine feine Seife, die angenehm herb duftet. 

Montag, 5. November 2012

Piep-Show

Ich seh´ ja nicht oft fern, gleich gar nicht Werbung, aber es gibt eine, die legt den Finger an die Wunde. Piep, Piep, Piep, in allen Tönen und Lautstärken. Bestimmt wisst ihr, was ich meine. Und mal eben  abgesehen von der Werbung, es piept wirklich überall. Allerorten. Es hupt, gongt, klingelt, piept und summt künstlich um uns herum. Ungefragt. Jeden Tag. Das nervt. Und am schlimmsten sind die Handys. Nicht das sie nicht praktisch sind, mal eben schnell anrufen, wenn man später kommt, weil man im Verkehr feststeckt. Klick, klack, klick, klack, sogar der Blinker macht mit. Fiep, fiep, die Ampel schaltet auf grün für die Fußgänger, sie hasten vorbei, viele mit dem Kopf gesenkt mit dem Blick auf das Handy. Was sind wir auch alle wichtig. Totale Kontrolle. Hey Schatz wo bist Du? Gibt es eigentlich noch Menschen, die ohne Handy auskommen? Denen ein stinknormales Teil zum Telefonieren langt, bei denen das Handy noch kein Statussymbol ist? Es gibt sie und auch die Handyverweigerer, es gibt jene die auf die Stahlen sehr empfindliche reagieren. Ich gehöre zu den Verweigerern. Ich habe noch nie eins gekauft, hab das alte Gebrauchte bekommen, das reicht. Das kann schon fast zuviel. Ich streike, will nicht lernen, wie es funktioniert. Ich lerne das genauso wenig wie die Abseitsregel beim Fußball. Im Grundprinzip habe ich es kapiert, aber es will gar nicht verstanden sein, weil es Wurscht ist. Mein Handy ist krank. Akku leer, Diagnose: Chronisch. Oh! Ach ja, und dann ist es hungrig, es hat nichts zum fressen, mein Geld meine ich, ich verweigere, bin ein "Vielleicht-lade-ich-dich-mal-auf-Verbraucher". Ja, vielleicht lade ich es auf, wenn ich in den Urlaub fahre. Urlaub, wer will schon in den Urlaub. Ich reg mich jedesmal auf. Es passen einfach nicht genug Bücher in die Reisetasche. Aber das macht ja dem Handy-Nutzer nix aus, er hat ja ne App mit gratis Hörbüchern. Für jedes Wehwehchen, für jede Spielerei gibt es eine App. Du weißt nicht, was du kochen sollst, was im Kino läuft, lies die aktuellen Nachrichten, hab Spaß und füttere den virtuelles Hausvieh. Keine Ahnung, wie du deine Zeit totschlagen kannst? Och dann spiel doch ein Onlinegame. Ein paar Monster abmurksen, eine Runde Auto fahren, Steine stapeln. Dafür gibt es auch Updates, neues Kartenmaterial, Bonus für extra Missionen. Für alles gibt es Apps, nur für mein Handy nicht. Nicht geupdatet. Wie sein Besitzer nicht up-to-date sein will, so ist mein Handy, individuell. Dann bekomme ich keinen SMS-Daumen, keinen Handy-Nacken. Keine i-Pod-Schulter, Handy-Ellenbogen, bestenfalls einen Maus-Arm, wenn ich es übertreibe. Oder ich geh das nächste Mal einfach nach Hause, wenn wieder alle im Kaffee mit ihren Handys spielen, das ist nicht multitasking, wenn man Eis essen und simsen kann, ohne sich dabei vollzusauen. Und wenn doch, dann zaubert man den Fleck-weg-Stift aus der Handtasche. Weiß gar nicht, trägt man die Dinger immer noch als Schweißsammler in der Achsel? Oder liegen die auch schon auf dem Müll, wie die vielen Handys, die irgendwo liegen, ausgemustert, veraltet, wertvoller Müll. Wie wäre es mit recyceln? Wie das geht zeigt das Video.  




Der Herbst steht auf der Leiter

und malt die Blätter an. :-) Einen goldenen Oktober haben wir dieses Jahr wieder gehabt. Flimmernd goldgelb lag ein Schleier Wärme in der Luft, ein letzter Sommergruß, dann kam der Schnee und das Wochenende darauf wieder Temperaturen um die 20 Grad. Wie im Frühling kam man sich vor. Mahnend, warnend, verschenkt die Natur im Farbentanz das letzte bisschen Wärme bevor Großväterchen Frost hier unten im Süden, ein Stück die Berge hinauf alles in seine feste, weiße, kalte Faust presst. Ob er uns Schnee bringt in diesem Jahr? 

Sicher, hier haben wir reichlich davon, 20 km weiter schaut es schon wieder anders aus, ich wundere mich immer, was die paar Höhenmeter ausmachen. Hier schneit es schon und bei meinem Tantchen Waltraud da ist es noch vollkommen herbstlich bunt. Nach den verschwenderischen Bunt kommt das kahle Grau, jeden Herbst. Aber was passiert da draußen eigentlich? Die Tage werden kürzer, das Licht weniger, die Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht setzen diesen Mechanismus in Gang. Der Baum wirft die Blätter ab, weil sie sonst erfrieren würden, durch die große Blattoberfläche würde Wasser verdunsten, das wegen des gefrorenen Bodens nicht ersetzt werden könnte, der Baum würde verdursten. 

Eine Buche bringt es an warmen Tagen um die 400 Liter Verdunstungsfeuchtigkeit (Quelle Gardena.com) - das ist richtig viel, das erklärt auch, warum es im Sommer im Wald so angenehm kühl ist. Was im Sommer ein Segen ist, wird im Winter bei Schneefall zum Verhängnis, der auf den Blättern liegen bleibende Schnee könnte Äste abbrechen, an den Bruchstellen hätten Pilze ein leichtes Spiel. Aber es passiert noch etwas ganz Geheimnisvolles. 

Die ganze Arbeit die der Baum mit dem Ausbilden des Blattwerkes diente dem Zweck der Atmung. Es kostet Energie, die Blätter wachsen zu lassen, wir wissen es ja: freigiebig zeigt sich die Natur aber es wird nichts verschwendet. Die in den Blättern steckenden Nährstoffe können wieder verwendet werden, Rückbau sozusagen, zurück in den Ursprung der Blätter - dem Baum, seinen Wurzeln selbst, als Startkraftpaket für den nächsten Frühling. Das Blattgrün, dessen Hauptbestandteil Stickstoff (dazu noch Wasserstoff, Sauerstoff, Kohlenstoff und Magnesium) ist, wird nun in den Baum zurückgezogen, dadurch kommen die anderen Farben des Blattes zum Vorschein. 

Anschließend verschließt der Baum den Übergang zwischen ihm und dem Blatt, es wird nicht mehr versorgt, es fällt zu Boden und kann dem Baum über den Winter noch als Isolierschicht schützen, später verrottet es und wird somit wieder in den Kreislauf zurück gegeben. Manche Bäume aber zeigen nicht nur Orange- und Gelbtöne sondern auch Rot. Wenn nun das Chlorophyll - also der grüne Farbstoff - frostsicher eingelagert wird, dann belieben die anderen Farben über: Carotinoide kleiden Buchen und Birken wunderschön gelb, Gerbstoffe in Kastanien und Eichen färben das Laub braun. Und dann, ja dann gibt es noch Bäume mit empfindlicheren Blättern wie die vom Ahorn, diese Blätter haben noch den Stoff Anthocyan eingelagert. Dieser fungiert als Sonnenschutz und zeigt sich eben in der roten Farbe. Mein Dank für die schönen Fotos geht diesmal an M.T. Danke Dir.



Sonntag, 4. November 2012

Wandernde Pflanzen

Ich bin bekennender Wolf-Dieter Storl-Fan. Seine Bücher sind ein Quell unendlichen Wissens, welches meinen Horizont immens erweitert. Er hat es geschafft wie kein Zweiter naturgegebene Fakten, die mir bewusst waren, in Worte zu kleiden und mir dadurch noch bewusster zugänglich zu machen. Wenn man ihm folgt, dann lernt man andere Wahr- und Wirklichkeiten über die Flora vor unserer Haustür.
Eins der wunderbarsten Bücher ist der Titel "Wandernde Pflanzen". Bisher habe ich nicht gewusst, dass so viele Pflanzen, die wir von klein auf kennen, Einwanderer sind. Nehmen wir als Beispiel die allen bekannte Kornblume, deren Bild fest verbunden ist mit den unendlichen bis an den Horizont reichenden Weizenfeldern auch meiner Kindheit. Da gab es sie noch, diese blaue Schönheit, mit den filigranen Blütenblättern, die sich im Winde im wogenden Getreidemeer von Weiten sichtbar auf und nieder wiegte. Vermisst habe ich sie hier im Allgäu, und doch fand ich sie, nicht im Weizen, den gibt es in "meiner" Ecke hier nicht, da Weideland, sondern in einer bunten Mischung auf einer Verkehrsinsel stehend, nun lese ich, sie ist eingewandert. Oder die Echte Kamille, auch sie ist eingewandert und geblieben. Selbst der Gute Heinrich, den viele als Wildkräuterlein in diversen Gerichten schätzen, ist mit den Römern mitgereist und einheimisch geworden, Schöllkraut, Katzenminze, Kalmus, Hopfen, sie alle sind Neophyten. Die Liste ist sehr lang. Wir erfahren Wanderpflanzen als Bereicherung, als Ergänzung, lernen wie wichtig sie in ihrer Heimat sind, es werden Fakten widerlegt: wie z. B. die Mähr vom Essigbaum - Rhus typhina, der angeblich giftig sein soll, für die Indianer ist er eine der wichtigsten Heilpflanzen, von der Wichtigkeit kann man ihn gleichsetzen mit dem Schwarzen Holunder, so kann man lesen. Die aufgeführten Anwendungen, Heilmittel und Rezepturen sind so vielschichtig. Bleibt man beim Beispiel des Essigbaumes so erfahren wir, dass er unter anderem gegen Soor, Durchfall, innere Blutungen, Zahnschmerzen, Hämorrhoiden, Halsschmerzen, Rheuma, fiebrigen Erkrankungen, entzündlichen Hautproblemen und Tripper hilft. Und das ist längst noch nicht alles. Z. B. kann man pinkfarbene Limonade mit reichlichem Vitamin-C-Gehalt kann man aus den Früchten zubereiten, wie das geht und alles Wichtige um Mythologie, weitere Anwendungsmöglichkeiten rund um den Erdball sind akribisch genau zu jeder Pflanze aufgeschrieben. Das Buch ist absolut lesenswert. Die Natur macht es uns vor, nicht das "Fremde" ist zu fürchten, sondern nur die Unart, wie zu oft damit umgegangen wird. Wenn ich heute im Wald z. B. das so unbeliebte Springkraut sehe, das Herr Storl Himalajabalsam nennt, dann schau ich es, dank ihm mit, anderen Augen an. Eine Leseprobe und noch viel mehr gibt es auf seiner Website.


AT-VerlagISBN: 978-3-03800-680-0
Einband: Gebunden
Umfang: 250 Seiten
Format: 15.5 cm x 23.5 cm


PMS

Also irgendwie ist es doch jeden Monat der gleiche Ablauf. Rauf und runter mit der Stimmung, Fressanfälle, Wassereinlagerungen, Gewichtszunahme, Kopfweh, dämliche Pickel die auf einmal über Nacht wie Pilze aus der Epidermis sprießen um nur einige wenige Symptome zu nennen. Jede Frau kennt das, mehr oder weniger stark. Die meisten Frauen und Mädchen die ich kenne und befragt habe, singen das gleiche Lied. Eine Bemerkung meiner Hebamme machte mich stutzig. Sie erzählte mir, dass sie auf Ihren Reisen mit ihrem Mann, der passenderweise Gyn war, in Nepal, China und Mongolei Frauen entbunden habe, die sich wirklich leicht taten, das soll wohl die Mehrzahl von ihnen gewesen sein. Auch hätten sie nicht so stark mit PMS zu kämpfen wie beispielsweise Europa. Verantwortlich für PMS sind, so die Wissenschaft, Hormonschwankungen, die vermehrte Anzahl der Zyklen im Leben einer Frau und die wenigen Schwangerschaften. Dazu  noch die ständig anhaltende Reizüberflutung im Alltag kommen, kaum Rückzugsmöglichkeiten Ruhephasen,  welche die Beschwerden verschärfen. Untermauert werden soll diese These durch Beobachtungen die man bei den so genannten Naturvölkern machte. Da gibt es mehr Schwangerschaften und weniger menstruierende Frauen. Klingt logisch, wenn man schwanger ist, kann man nicht an PMS leiden. Aber soll das schon alles sein? Dann müssten ja solcherlei Erscheinungen bei Frauen, die z. B. die Pille nehmen oder mit Hormonspirale verhüten gar nicht bzw. vermildert auftreten. Wenn man sich aber nun umhört, dann erzählen die Meisten trotzdem, dass nicht alles passt. Was, wenn es aber zum größten Teil an unserer Ernährung liegt?  Was, wenn unser Essen daran schuld ist? Oder das, was ihm beigemischt wird, dessen wir uns gar nicht bewusst sind? Zwar gibt es seit 1988 ein Hormonverbot im Futtermittel und seit 2006 sind Antibiotika als Futtermittelzusatzstoff ebenfalls verboten, aber wenn man nun überlegt, dass bereits Ende der 60er Jahre Diskussionen um dieses Thema gab, dann ist ja sonnenklar, dass man so lange schon davon gewusst hat. Skandale gab und gibt es leider immer wieder. Und wer weiß, was man sonst noch im Futter / Essen hat, was da nicht hingehört. Stoffe, die eine hormonähnliche Wirkung auf den Organismus haben nennt, heißen in der Fachsprache "endokrine Disruptoren". Schau mal hier das Video:


Weiterführende Literatur, die hier auch als Quelle für o. g. Fakten genannt wird ist das Buch "Futter fürs Volk" vom Kopp-Verlag. Man kann ja ein kleines Experiment machen und versuchen sich über mehrere Monate bewusst vollwertig zu ernähren, das heißt auch weniger (Tafel)Salz, dafür Meersalz, denn das ist ein Naturprodukt. Der Rest an Vitaminen und Mineralien kommt mit einer gesunden, obst- und gemüsereichen Nahrung fast von alleine. Frauenkräuter bei PMS mit hormonregulierender Wirkung sind z. B. Himbeere, schwarze Johannisbeere und die Hagebutte, welche man am Anfang des Zyklus nehmen kann. In der zweiten Hälfte gibt man Mönchspfeffer, Frauenmantel und Steinsamen. Melisse und Baldrian sind ebenfalls zu empfehlen.

Teemischung von Oma: 

  • Je einen Teil Kamillenblüten, Mönchspfeffer und Melissenlätter, sowie zwei Teile Frauenmantel und Brennnessel.
  • Davon 3 mal tägl. 1 Tasse. Mama trank nur den Frauenmantel mit Schafgarbe genommen.
Die Hl. Hildegard hat unter anderem ein Rezept hinterlassen, welches man ruhig mal testen kann:

  • 1 EL Galgantwurzel soll mit einem Glase Wein für drei Minuten gekocht werden.
Dann soll der Wein warm schluckweise getrunken werden. (Quelle: Die Heilkunde der Hildegard von Bingen - Wighard Strehlow).

Ich würde das Ganze eher simmern / köcheln lassen, nach 3 min Kochzeit wird das meiste verdunstet sein. Zum guten Schluss habe ich noch einen kleinen Tipp, der mir auch hilft: ätherisches Muskatellersalbeiöl. 

In die Duftlampe geben und die Füße mal hoch. Unterwegs einfach auf ein Taschentuch geben und daran schnuppern. 










Freitag, 2. November 2012

Karottenkuchen

Sehr lecker ist Möhrenkuchen. Hier gibt es die (Fast)Vollwert-Variante. Saftig, trotzdem locker, nicht zu süß.

So gehts: 5 Eier trennen, das Eiweiß mit 3 EL Wasser und einer Prise Salz schön steif schlagen. Dann 110 g Zuckerrohrgranulat mit dem ausgekratzten Mark einer Vanilleschote, 1/4 TL Ingwerpulver und etwas frisch geriebenen Muskat vermischen, zum Eiweiß geben und weiter schlagen bis es glänzt. 

Dann das Eigelb dazu geben, außerdem die abgeriebene Schale und den Saft einer Limette. Nur noch vorsichtig weiterrühren. 350 g fein geraspelte Möhren in die Schüssel geben, unterrühren. Je 150 g gemahlene Haselnüsse und Mandeln mit 65 g Dinkelvollkornmehl und 2 TL Weinsteinbackpulver vermischen zu dem restlichen Zutaten in die Rührschüssel geben und alles zu einem schönen Rührteig verarbeiten. Dann in eine gefettete Backform geben und bei 190 Grad ungefähr eine Stunde backen. Auskühlen lassen und mit Puderzucker bestäuben.  

Ghassoul - Milchpulverseife


Zutaten:
Olivenöl, Palmkernöl, Rapsöl, 
Mandelöl, Ghassul und ordentlich Milchpulver.