Neblig´ Dunst im flüchtig´ Schein,
silber´ Schleier. So nah?! wie fern!!
Enthüllt´s mir vergessene Pfade,
Neues Licht! Entführ´ mich gern.
Im Befinden sprießen Ängste,
ungefragt und ganz ohne Scheu,
nehmen leis´ sich meiner an.
Schwinden und erscheinen neu.
Immer dies´ Gedankenwispern,
Immer dann, geb´ ich nicht acht!
Im dunkl´ Brunn´ meiner Seel´.
Uumgarnt's mich Tag und Nacht.
Wie nur könnte ich entkommen?
Wenn ich nach den Sternen greif´?
Überzieht´s alles nur mit alten Staube.
Ist hohe Zeit, dass ich drauf pfeif!
Ja, mein Wille ist am schwanken,
wie volltrunken, hin und her.
Heute schmied´ ich neue Pläne,
Morgen ist der Geist nur leer.
Auf und ab und hin und her!
All das, was ich zu wissen glaub´,
drückte mir das Herz so schwer,
ward der schwankend Seele Raub.
Fall ich tief, so falle ich weiter,
bis der Aufschlag neu mich gebiert.
Steig' empor, trag´ meine Wunden,
weil das alles dies mein Feuer schürt.
Weiß bewahrt mich´, voller Leben
neu erstrahlt mein Selen´ Licht.
Keiner Torheit will ich weichen,
Und altes Muster hält mich nicht.
Immer weiter, trotz der Zweifel,
Ja, grad´ zum Trotz´e aller Pein.
Steh´ droben auf den Trümmern
und werd´ wie flüssig Eisen sein.
Jeder Sturz ist mir nur Lehre,
spreng´ der Kette spröd´stes Stück.
Denn ich lasse mich nicht fesseln,
Es wogt stets vorwärts und zurück.
Mag es endlos mir erscheinen,
mag die Angst mich binden heut',
So bin ich Funke, bin ich Donner,
Schau! Ich loder´- voller Freud!