Montag, 5. Januar 2015

Kosten ist erlaubt in der Dorfkäserei Nussbaumer

J. Nussbaumer bei der Käseolympiade.
Das Bild wurde von Herr Nussbaumer zu Verfügung gestellt.

Es gibt viele Sennereien und Käsereien im Allgäu. Eine davon ist mir besonders ans Herz gewachsen, dass ist die von Johannes Nussbaumer. 

Er und seine Mitarbeiter stellen per Hand Käse in Bestform her, der schon einige Preise gewonnen hat und bei Einheimischen wie auch Touristen sehr begehrt ist.

Ja, auch bei uns kommt er auf den Tisch. Es ist schwere Arbeit die die Käsemeister da verrichten.

Landerun war in der Käserei, hat jeden Käse gekostet, hat vieles gesehen und noch mehr gelernt. Über das Einlaben, das Brennen, das Abschöpfen des Bruchs, das Formen der Käse, das Lagern, das Schmieren, uns noch viel mehr. Es steckt soviel Arbeit, soviel Liebe, soviel Hand und Herz in jedem Stück Käse darin, dass ich gern mein kleines Siegel verleihen möchte. 
Doch lassen wir die Käserei selbst zu Wort kommen: (Quelle: Dorfkäserei Nußbaumer GmbH)

"Am Anfang steht die Kuh Zotti ...

die noch Ihren Kopfschmuck, die Hörner, tragen darf und noch nie im Stall angebunden wurde, auf einer schönen Wiese mitten im Allgäu im saftigen grünen Gras und vielen Kräutern. Und weil das Futter gesund, das Wasser rein und die Luft klar ist, bildet sich eine hervorragende Milch, die reich ist an wertvollen Omega-3-Fettsäuren.
Hier, in über 1000 m Hochlage, werden die Weiden naturnah und extensiv bewirtschaftet, das schmeckt man. Ganz bewusst wird auf künstliche Düngung verzichtet. Es wird keine Silage gefüttert, denn das führt zu Fehlgärungen und verdirbt den Geschmack. Und damit Zotti auch im Winter, den sie im warmen Stall auf weichem Stroh zusammen mit Bobbi und Liesel, Hanchen und Kitty verbringt, diese qualitativ hochwertige Milch produzieren kann, erhalten die Kühe dann bestes Heu auch wieder von den Wiesen. Natürlich auch ohne künstlichen Dünger -ganz nach den Richtlinien des "Bayerischen Kulturlandschaftsprogramms"

Die Bauern haben sich verpflichtet:


  • kein gentechnisch verändertes Pflanzgut oder Grassamen zu verwenden
  • und nur zertifizierte, gentechnikfreie Futtermittel an die Tiere zu verfüttern

Machen wir einen Sprung von Zotti in die Käserei.

Jeden Tag bekommt die Käserei die taufrische Heumilch, die ganz traditionell weiter verarbeitet wird: 

Zuerst wird die Milch mit Lab versetzt. Dadurch dickt sie ein. Danach wird sie mit einen so genannten "Käseharfe" zum "Käsebruch" geschnitten. Von allergrößter Bedeutung für das Gelingen des Käses ist die Beschaffenheit des "Käsebruchs". Daher prüft der Käsemeister immer wieder, wann der beste Zeitpunkt für das "Ausheben" gekommen ist. Der Käsebruch wird in runde Formen gefüllt, und einen Tag gepresst. 
Die nächsten 2 Tage verbringen die jungen Laibe im Salzbad, anschließend reifen sie noch mindestens 3 Monate in den Käsekellern, wo sie natürlich überwacht und gepflegt werden müssen. 

Es gibt viele verschiedene Sorten, und bei jeder Herstellung ist ein kleines Geheimnis dabei: das Rezept. Was aber kein Geheimnis ist: das ist unsere Liebe zur Natur, die Wertschätzung von Werten und Tradition, unsere Leidenschaft für Käse. All unser Bemühen für Genuss, der höchsten Ansprüchen genügt.

Bio-Käse... was ist so anders? 

Bei der Herstellung verzichtet man ganz bewusst auf Hilfs- und Zusatzstoffe.Es wird ausschließlich Bio-Milch verwendet.Die Futtermittel stammen nur aus ökologischer Erzeugung.


Dies sind die wichtigsten Unterschiede zwischen Bio-Käse und konventionell hergestelltem Käse:

Bei der Milcherzeugung

  • Das Fressverhalten der Tiere fördert deren Gesundheit,daher müssen die Tiere Weidegang haben, dies entspricht dem natürlichen Fressverhalten.
  • Es werden keine Antibiotika eingesetzt.
  • Futtermittel müssen aus ökologischer Erzeugung stammen, meist überwiegend aus hofeigener Erzeugung.
  • Im Sommer fressen die Kühe überwiegend Grünfutter, im Winter muss ein Mindestanteil Heu verfüttert werden.
  • Tierkörpermehle und Masthilfsmittel sind als Futtermittelzusatz untersagt.
  • Gentechnisch veränderte Futtermittel sind ebenfalls nicht zugelassen.
  • Weideflächen und Milchvieh werden nicht mit chemisch-synthetischen Dünge- und Schutzmittel malträtiert.
Bei der Milchverarbeitung 

  • Die Bio-Milch wird in der Molkerei getrennt von konventioneller Milch gelagert.
  • Auch die Produktion der Bio-Milch-Erzeugnisse muss getrennt erfolgen.
  • Die Verarbeitung der Milch muss so schonend wie möglich erfolgen, um die natürliche Qualität und den Geschmack zu erhalten.
  • Der Einsatz von erlaubten Zusatz- und Hilfsstoffen ist eingeschränkt. 

Kontrolle

    Milcherzeuger und Verarbeiter werden von anerkannten Kontrollstellen überprüft werden, ob die Öko-Vorschriften eingehalten werden.

    Preis

    • Eine „konventionell“ mit Kraftfutter gefütterte Kuh gibt bis zu 14.000 Liter Milch jährlich. Eine „Öko-Kuh“ schafft dagegen nur etwa 50 %.
    • Tiere sind keine Produktionsmaschinen, sondern Lebewesen, für die mit Verantwortung gesorgt wird.
    • Es entstehen höhere Produktions- und Kontrollkosten
    • Es wird wertvolleres Futter verfüttert. 
    • Außerdem fallen höhere Milcherfassungskosten an, weil die Höfe verstreut liegen."

    Schaut doch mal vorbei, virtuell auf der Website oder "per Beine" beim Besuch im Allgäu. 
    Kosten ist erlaubt


    Übrigens: Den Nußbaumerschen Käse und noch viele Schmankerl aus dem Allgäu gibt es bei: Berggenuss








    Sonntag, 4. Januar 2015

    Kohlrouladen im Redmond

    Das ist echte Deutschen Hausmannskost: einfach, preiswert und lecker. Typisch für die "Krauts"? Uns schmeckts. Im russischen Laden bekommt man riesige Kohlköpfe, damit geht das wirklich hervorragend. Dabei muss es nicht der klassische Weißkohl sein, auch Wirsing eignet sich zum Füllen.

    Für 4 Personen brauchst du:
    • 1 großen Weißkohl, von dem Rest Rohkost oder Kraut machen.
    • 1 altbackene Semmel
    • 1 Zwiebel,
    • etwas Kümmel,
    • Petersilie frisch gehackt,
    • 500 g Hackfleisch, ich nehme nur Schwein, dass schmeckt uns besser.
    • 1 TL Senf, frisch gemahlener Pfeffer, Salz
    • 1 Eigelb
    Für Kohlrouladen benötigst du die großen Blätter, die sind aber sehr störrisch. Omas Methode war folgende:

      
    •  Strunk unten großzügig herausschneiden. Äußere beschädigte Blätter entfernen. 
    • Den Kohlkopf einen großen Topf geben und mit kochendem Wasser übergießen, leise simmern und darin etwas ruhen lassen. Die äußeren Blätter verändern ihre Farbe, werden glasig. Diese dann entfernen, bei Seite legen, Prozedur wiederholen. Solange, bis du genügend Blätter beisammen hast. Durch das schichtige Ablösen der Blätter gart der Kopf nur oberflächlich und du kannst das restliche Kraut anders verwenden. Der Kohlkopf bleibt die ganze Zeit im leise kochenden Wasser. 
    • Restlichen Kohlkopf bei Seite legen und die abgelösten Kohlblätter ggf. noch mal in das Wasser geben, dass sie richtig glasig und labberig sind. 
    • Den harten Mittelstrunk kannst du keilförmig herausschneiden. Jetzt musst du die Blätter auslegen und dann füllen.

    Die Fülle


    • Dafür das Brötchen in kaltem Milch 10 Minuten einweichen, dann aus ausdrücken, in die Schüssel geben. 
    • Mit der fein gehackten Zwiebel, dem zerstoßenen Kümmel,  Senf, Salz, Pfeffer, Eigelb und der Petersilie vermischen und mit dem Hackfleisch verkneten. 
    • Füllung auf ein Kohlblatt geben, die Seiten einschlagen und zu einer Kohlroulade aufrollen. 
    • Mit Zahnstochern feststecken. Du kannst auch Küchengarn nehmen, ich nehme Zahnstocher aus Holz.

    Kochen
    • "Fry" Funktion auswählen und die Rouladen zusammen mit 1 EL Schweineschmalz in den Multitopf geben und von allen Seiten richtig schon anbraten.
    • Nun das Kochwasser vom Kohlkopf vorsichtig dazu gießen und die Rouladen zugedeckt im "Stew" Programm 30 Minuten schmoren. 
    • Die Milch von der Semmel mit etwas Stärkemehl verquirlen und die Soße ein wenig damit binden. Mit Salz leicht überwürzen. 
    • Nun gib für 4 Personen etwas größere, (natürlich gewaschen und geschält) Kartoffelwürfel in den Topf, die Rouladen befreie vom Zahnstocher und lege sie obenauf, schließe den Topf. 
    • Starte das "Stew"Programm erneut für 10 min. Kontrolliere zwischendrin, ob die Kartoffel gar sind. Wenn ja kannst du servieren. Die Kartoffeln haben das überschüssige Salz aus der Sauce aufgenommen und schmecken auch ein wenig danach. Wenn Du das nicht magst, kochst du eben die Kartoffel separat.



    Samstag, 3. Januar 2015

    Kohlroulade klassisch in der Pfanne

    So, noch mal die Kohlrouladen, diesmal in der Pfanne. Dank des monströs großen Krautkopfs konnte ich das parallel machen und eine Ladung einfrieren. Für 4 Personen brauchst du:

    • 1 großen Weißkohl, von dem Rest Rohkost oder Kraut machen.
    • 1 altbackene Semmel
    • 1 Zwiebel,
    • etwas Kümmel,
    • Petersilie frisch gehackt,
    • 500 g Hackfleisch, ich nehme nur Schwein, dass schmeckt uns besser.
    • 1 TL Senf, frisch gemahlener Pfeffer, Salz
    • 1 Eigelb
    Für Kohlrouladen benötigst du die großen Blätter, die sind aber sehr störrisch. Omas Methode war folgende:


    • Strunk unten großzügig herausschneiden. Äußere beschädigte Blätter entfernen. 
    • Den Kohlkopf einen großen Topf geben und mit kochendem Wasser übergießen, leise simmern und darin etwas ruhen lassen. Die äußeren Blätter verändern ihre Farbe, werden glasig. Diese dann entfernen, bei Seite legen, Prozedur wiederholen. Solange, bis du genügend Blätter beisammen hast. Durch das schichtige Ablösen der Blätter gart der Kopf nur oberflächlich und du kannst das restliche Kraut anders verwenden. Der Kohlkopf bleibt die ganze Zeit im leise kochenden Wasser. 
    • Restlichen Kohlkopf bei Seite legen und die abgelösten Kohlblätter ggf. noch mal in das Wasser geben, dass sie richtig glasig und labberig sind. 
    • Den harten Mittelstrunk kannst du keilförmig herausschneiden. Jetzt musst du die Blätter auslegen und dann füllen.

    Die Fülle:


    • Dafür das Brötchen in kaltem Milch 10 Minuten einweichen, dann aus ausdrücken, in die Schüssel geben. 
    • Mit der fein gehackten Zwiebel, dem zerstoßenen Kümmel,  Senf, Salz, Pfeffer, Eigelb und der Petersilie vermischen und mit dem Hackfleisch verkneten. 
    • Füllung auf ein Kohlblatt geben, die Seiten einschlagen und zu einer Kohlroulade aufrollen. 
    • Mit Zahnstochern feststecken. Du kannst auch Küchengarn nehmen, ich nehme Zahnstocher aus Holz.

    Brutzeln:


    • In einer schweren Pfanne 2 EL Schweineschmalz auslassen und die Kohlrouladen hineingeben, von allen Seiten richtig schon anbraten.
    • Nun das Kochwasser vom Kohlkopf vorsichtig dazu gießen und die Rouladen zugedeckt 35 Minuten schmoren. 
    • Die Milch von der Semmel mit etwas Stärkemehl verquirlen und die Soße ein wenig damit binden. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und zusammen mit Kartoffeln servieren


    Freitag, 2. Januar 2015

    Kefir selber machen :-)

    Vor ein paar Wochen erhielt ich plötzlich ein Paket, mit dem ich überhaupt nicht gerechnet hatte. Eine Leserin meines Blogs schickte mir einfach so 24 Gramm Kefirknollen in einer Gefriertüte mit Milch und Milchzucker wohl verpackt, diese wiederum in einer Plastikdose.

    An dieser Stelle möchte ich meinen allerherzlichsten Dank hinausschicken. Dein Paket erreichte mich in einer Phase, in der ich mich verstärkt mit Enzymgetränken befasste, umso mehr als Mann und Kind einen beachtlichen Konsum an denselben haben. Vielen lieben Dank. 


    ***

    Eins noch vorneweg: Der nachfolgende Text bezüglich des Kefir und dergl. beziehen sich auf selbst gemachte Erfahrungen und stellen keinerlei gesundheitliche Beratung dar. 

    ***



    Der Anspruch bei Landeruns Hütte ist möglichst viel selbst zu machen. So war ich sowieso auf der Suche nach Kefir, den ich von zu Hause auch kannte. Mein Vater trank ihn oft kurmäßig ob seines empfindlichen Magens. Man darf rückblickend sagen, dass sich eine beachtliche Besserung seines Zustandes durch den Genuss des selbstgemachten und lebenden  Kefir eingestellt hat. Industriell hergestellter ist wärmebehandelt und damit tot.  Auch dürfte die der Gesundheit so zuträgliche Zusammensetzung nicht mal ansatzweise an den Eigenen heranreichen. Also: Selber machen. 

    Nun ist der Kefir nichts weiter als eine Symbiose verschiedener Bakterien und Hefen, die Milch vergären, wobei eine geringe Menge von Alkohol (bis 2 % bei entsprechender Gärdauer) entsteht. Natürlich ist er aufgrund dieser Tatsache für Alkoholiker, auch für Trockene leider ungeeignet. Schwangere und Diabetiker fragen bitte ihren Arzt.

    Allen Enzymgetränken gemeinsam ist, dass sie bei regelmäßigem Genuss das Säure-Basen-Gewicht positiv beeinflussen können. Sie unterstützen den Körper durch Verstärkung der Abwehrkräfte, normalisieren den Blutdruck, lindern Kopf- und Gliederschmerzen, ja auch bei Hämorrhoiden können Sie eine Besserung bewirken. Ebenso lindern sie Rheuma, Gicht, Diabetes, Osteoporose, Arteriosklerose oder Allergien. Kefir regt den Stoffwechsel und somit den Kreislauf, die Tätigkeit der Leber, Galle und Nieren an. Außerdem ist Kefir bei Darmgeschwüren sehr hilfreich. Die im Kefir enthaltenen Milchsäurebakterien beeinflussen die Darmbewegung und verhindern Verstopfungen. Außerdem hemmen sie die Entwicklung schädlicher Mikroorganismen und beugen damit Fäulnis und Gärung vor. Kefir gilt außerdem als probates Heilmittel bei Typhus und ähnlichen Erkrankungen, da er in der Lage ist bestimmte Erreger innerhalb von 48 Stunden abzutöten. Er enthält wie die meisten vergorenen, lebenden Getränke unter anderem Calcium, Magnesium, Phosphor, Natrium, Mangan, Kupfer, Eisen, Zink, Vitamin B1 und B2, Folsäure, Pantothensäure, Vitamine der B6-Gruppe und andere. Wie du schon anhand dieser unvollständigen Zusammensetzung sehen kannst ist Kefir ein sehr gesundes Getränk. Meine ersten Gehversuche startete ich mit einem Ferment aus dem Reformhaus, dessen Geschmack trotz kurzer Gärdauer so intensiv war, dass mir der Genuss gründlich verleitet wurde.

    Vielleicht kommst du ja in den Besitz einiger Kefirknollen und möchtest wissen wie du diese pflegen kannst.  Alles was du brauchst ist eben ein Ferment bzw. einige Knollen. Das Ferment reicht für circa 50 Liter, wahrscheinlich ist es deshalb so „geschmacksintensiv“.

    Verwenden kannst du jede Art von Milch, also auch fettarme oder H-Milch. Da ich aber von mehrfach bearbeiteter Milch rein gar nichts halte, verwende ich nur frische Milch, bzw. so wenig wie möglich bearbeitete. Dabei kannst du auswählen, ob du Kuh-, Ziege- oder Schafsmilch nehmen willst, dem Kefir ist das egal.

    Die Standartprozedur geht so:


    1. Die Milch soll bis zum Siedepunkt erhitzt werden.
    2. Danach füllst du sie in einem heiß ausgespülten Glas mit Deckel, und lässt sie auf Zimmertemperatur abkühlen. Lass dabei den Deckel offen. 
    3. Nun gibst du deine Kefirknollen beziehungsweise dein Ferment hinzu, schraub den Deckel zu, wobei zwischen Flüssigkeit und Rand ungefähr noch 4 cm Platz sein sollen um den entstehenden Kohlendioxid im Raum zu geben. 
    4. Nun lässt du deinen Kefir 1 bis 3 Tage Reifen. Wie lange dein Kefir braucht hängt von deinem persönlichen Geschmack ab. Kostet ihn einfach nach einem, nach zwei und dann nach drei Tagen und prüfe selbst welcher dir am besten schmeckt. 
    5. Nimm nun den Kefir heraus und setze ihn erneut an. Vom Ferment nimmst du drei bis vier Esslöffel ab und setze damit ein neues Getränk an. Das geht am besten mit einem zweiten Glas und einem Plastiksieb. 
    6. Gib deinen Kefir in ein extra nur für diesen Zweck zu verwendendes Glas, stelle es in den Kühlschrank. Dort hält es sich ca. 2 Wochen. Innerhalb dieser Zeit solltest du den Kefir aber verbraucht haben. 

    Wenn dein Kefir länger als einen Tag reifen soll, ist es gut, täglich einmal an dem Glas zu schütteln. Ein nicht unwesentlicher Faktor bei der Geschmacksentfaltung des Kefirs ist die Umgebungstemperatur. Unter 18 Grad arbeiten die Hefen stärker, das Ergebnis ist ein festeres Getränk mit süßlicherem Geschmack. Über 18 Grad ist es flüssiger und leicht säuerlich. Wie alles was du selber machst ist Kefir ein Naturprodukt und somit überrascht das Ergebnis hin und wieder.


    Ich mache meinen Kefir so: 

    Er wiegt nun 100 g. Diese gebe ich in 1 Liter frische Milch mit natürlichem Fettgehalt und stelle es verschlossen in die Speisekammer. Im Winter herrschen hier drin 17,5 Grad, im Sommer etwas mehr. Die Milch habe ich ebenfalls in der Kammer stehen. Ich setze immer morgens vor dem Frühstück neu an, am nächsten Morgen gibt es den fertigen Kefir wieder zum Frühstück. Das Gefäß steht dunkel und relativ kühl. Ich erwärme die Milch auch nicht, ich verwende auch Rohmilch ab Hof, mein Kefir lebt. 

    Die Mengen und Gärzeiten sind unterschiedlich. Mit den erhaltenen 22,5 Gramm (was ca. 1 EL voll ist) brauchte die Milch 3 Tage. Da die Geschmäcker verschieden sind, kann ich dir wirklich nur raten: Setz den Kefir an und koste. Das geht wirklich von allein und ist total unkompliziert.



    Wie viel?

    Wenn du das erste Mal Kefir trinkst, kann es sein, dass dein Magen freudig mit vermehrter Tätigkeit reagiert, das gibt sich nach einigen Tagen. Anfangs sollten es 250 ml täglich zur Eingewöhnung sein. Verzichte in der Kurphase auf Alkohol und schweres, fettiges oder scharf gewürztes Essen. Wenn Du unter Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts leidest frage deinen Arzt und / oder Heilpraktiker. Besserungen des Befindens sollen sich frühestens nach zwei bis drei Monaten einstellen.   
    Wenn Du Kefir magst kannst Du täglich bis zu 800 ml zu dir nehmen. Kinder allerdings nicht mehr als 1/2 l pro Tag. Kleinere Kinder noch weniger.  


    Die Pflege


    • Bewahre deinen Pilz niemals über 30 Grad Celsius auf. 
    • Du musst ihn auch nicht nach jeder Entnahme aus dem fertigen Getränk abspülen. Das Abspülen kann, je nach Qualität des Leitungswassers, die Symbiose zwischen Hefe und Bakterien stören und damit deinen Pilz unbrauchbar machen. 
    • Wenn Du feststellst, dass der Kefir gelbliche Knöllchen oder schleimige Absonderung produziert ist er leider nicht mehr zu gebrauchen. 
    • Manchmal reagiert er auch auf die Milch mit Siechtum. Das könnte an dem Futter der Kühe liegen, dass ggf. mit Antibiotika oder anderen unerwünschten Zusatzstoffen versetzt ist. Das beeinflusst natürlich die Qualität der Milch. Gib ihn mit neuer Milch und etwas Milchzucker in das gesäuberte Glas, lass ihm zwei Tage Zeit, dann gib die Knöllchen nochmals in frische Milch. Die alte Milch weggießen. Beobachte, ob sich der Kefir erholt. Wenn wieder alles in Ordnung ist, kannst du neue Milch ansetzen und diese dann auch genießen. 
    • Dein Kefir lebt und arbeitet solang du ihn gut behandelst und sich keine Verunreinigungen an ihm breit machen. 

    Aufbewahren in der Kefirpause 

    Wenn du einmal keine Lust mehr auf Kefir hast, kannst du ihn im abgekochten Wasser ungefähr drei Wochen im Kühlschrank aufbewahren. Danach musst du ihn unbedingt wieder etwas zu essen geben also Milch, der du einen gute Portion Milchzucker hinzufügen kannst. Nach drei Ansätzen wird er sich wieder soweit regeneriert haben, dass du ihn notfalls erneut im Wasser gelegt aufbewahren kannst. Auch kann er in Milch eingelegt eine Dauer von 3 Wochen unbeschadet überstehen. 

    Meine Mutter hat den Kefir kurzerhand eingefroren, er nahm diese Prozedur überhaupt nicht übel und funktionierte danach tadellos. Allerdings brauchte er nach dem Auftauen eine längere Erholungsphase. 


    Sonstige Hinweise: 



    Es wird auch immer wieder empfohlen, den Kefir nicht mit Metall in Berührung kommen zu lassen. Das habe ich nun getestet und dabei festgestellt dass er bei mir nicht eingegangen ist. Ich spülte meinen Kefir in einem ausrangierten Metallsieb ab. Meine Mutter hat es früher auch immer so gehalten, es ist nie etwas passiert. Auch hat sie den Kefir bei jedem neuen Ansatz abgespült, was umstritten ist.

    Wenn dein Kefir gut gewachsen ist, kannst du ihn, sofern er nicht von selbst zerfällt mit einem Kunststoffmesser oder dergl. teilen und verschenken. Manchmal zieht der Kefir Fäden, das ist kein Zeichen eines Qualitätsmangels. Nur wenn das Getränk anders als gewohnt schmeckt ist Vorsicht  geboten, vertraue auf deine Sinne.

    Wenn Du merkst, dass dein Kefir strenger als sonst schmeckt, ist es Zeit, sich von einigen alten Knollen zu trennen und mit dem neu Gewachsenen weiter zu machen.

    Um dem Kefir geschmacklich eine neue Note zu geben, kannst du ihn mit Kräutern oder Gewürzen etwas Pepp verleihen. Wenn du einen sehr dicken Kefir erhalten hast kannst du ihn mit Kräutertee deiner Wahl verdünnen. Kefir schmeckt auch im Dressing deines Salates vorzüglich. In sämtlichen Kuchen und Torten, in dem Milch angegeben ist kannst du Kefir nehmen. Wohl bekommts. 


    Donnerstag, 1. Januar 2015

    Mutter Elkes Hirschhornkuchen

    Bitte das schlechte Foto zu entschuldigen.
    Der Kuchen fuhr mit in den Urlaub und
    war dann so schnell weg,
    dass ich kein neues machen konnte. 
    Der Hirschhornkuchen ist der Renner bei den Kindern. Die angegeben Menge reicht für ein Blech, für die Springform die Zutaten halbieren. 

    250 g Butter mit
    200 g Rohrzucker 
    4 Eiern schaumig rühren. anschließend 
    1 Tasse Milch hinzugeben. Mit 
    500 g Dinkelmehl und
    2 TL Hirschhornsalz (Salmiak) verrühren, bis der Teig schön cremig ist. 

    Sollte der Teig noch zu steif sein etwas Milch zugeben. Ein Ofenblech einfetten und den Teig darauf verteilen. 

    Nun bei Mittelhitze 15 - 20 Minuten backen, mit Holzstäbchen Garprobe machen. 

    Nach dem Erkalten mit Schokoladenglasur und bunten Streuseln verzieren. Alternativ kannst du auch zwei Springformen abbacken und beide Teile aufeinanderlegen, in die Mitte Scholokadencreme oder Buttercreme, Marillenmarmelade ect. Und dann oben mit Zitronenglasur dekorieren. 

    Im Original stehen 400g Zucker,  das ist - Danke für den Hinweis,  Zana - bestimmt manchem zu viel. Also etwas vorsichtig sein. 

    Regina Schnellstricker - 1933

    Liebe Evelin, auch Dir ein herzliches Dankeschön für das Herzeigen Deines Schätzchens.












    Wirkuna

    Von Margot, der Bloggerin von isa-kreativ.blogspot.com kommen die nachfolgenden wunderschönen Fotos.
    Herzlichen Dank dafür.





















    Gerhard Sockenstrickmaschine - ca. 1920


    Alte Sockenstrickmaschine in stark resaturationsbedürftigem Zustand. 

    Fotos von auctionsway2sell - Thanke you.