Mittwoch, 15. Juni 2016

Essig - selbst gemacht

Ein ganz wichtiges Universalmittel ist Essig, der in der kurzen Anleitung nicht fehlen darf. Wie du ihn aus Obst selbst ziehen kannst erfährst du jetzt:


  • Verwende nur einwandfreies Obst. 
  • Aus diesem stelle, wenn es gewaschen und verlesen ist, eine Maische her. Lass sie zwei Wochen mit einem Mulltuch verschlossen stehen. In dieser Zeit findet eine alkoholische Gärung statt, die man mit etwas Weinhefe beschleunigen kann. 
  • Anschließend gib die Maische durch einen Durchschlag und lasst über einem weithalsigen Gefäß abtropfen. Die Flüssigkeit mußt du mit Wasser vermischen, bis der Alkoholgehalt unter 5% fällt enthält. (Alkoholmeter verwenden, gibt es günstig im Netz Destillatio.com).
Das Behältnis wird nur maximal ¾ befüllt, damit der Ansatz atmen kann. In der Luft befinden sich neben anderen Bakterien auch wilde Essigbakterien. Diese siedeln sich im Behältnis an und wandeln den Alkohol mit Hilfe des Sauerstoffes in Essigsäure um. Man erkennt es am Duft, es fängt an nach Leim zu riechen. Es gibt auch spezielle Reinzuchtbakterien zu kaufen. Zum Schutz vor Fliegen spanne bitte einen frischen, gut ausgewaschenen Damenstumpf darüber, oder einen Mulllappen, den man mit Bindfaden fixiert. Das Glas mit dem Ansatz und den eventuell hinzu gegebenen Bakterien an einen warmen Ort stellen. In den ersten Wochen kannst du täglich am Glase rütteln, das freut die kleinen Helferlein. Etwas Honig im Ansatz tut ebenfalls Wunder.

Nach einiger Zeit haben sich die Bakterien so schön vermehrt, dass man deutliche Schlieren im Gebräu ausmachen kann. Keine Angst, der Essig wird nicht schlecht. Das was man dann zu sehen bekommt ist die „Essigmutter“. Sie wird, aus natürlichen nicht gezüchteten Bakterien geboren, bei entsprechender Pflege wachsen und gedeihen, so dass man sie sogar teilen und verschenken könnte. Fertige Essige als Starter zu benutzen wird sicherlich nicht gehen, denn die meisten sind erhitzt um länger haltbar zu sein und damit tot. Schneekoppe war eine rühmliche Ausnahme bisher. 

Beim Ansetzen bitte immer auf Sauberkeit zu achten. Alles muss richtig heiß ausgespült werden, sonst gammelt der Ansatz nach kurzer Zeit. Essig muß, um haltbar zu sein, mindestens 5 %, Weinessig mindestens 6% Säure haben. Die Essigmutter darf nicht austrocknen, dazu am Glas vorsichtig rütteln. Sie nimmt es nicht übel, wenn sie dabei in einige Teile zerfällt. Der Essig ist nun schon einige Monde alt und reift vor sich hin. Zwischendrin probieren ist erlaubt. Wenn man mit der Kostprobe zufrieden ist, wird der Essig gefiltert auf Flaschen gezogen und ruhig noch länger abgelagert, damit sich das Aroma voll ausbilden kann, am besten in einem kühlen, dunklen Raum, die Essigmutter bewahrt man in einem Teil des hergestellten Essigs auf. Selbst angesetzte Essige enthalten immer noch ein wenig Restalkohol, den man nicht schmeckt, der aber da ist. Auch ist er etwas trüber als gekaufter. Naturtrüb eben. Natürlich und selbst haltbar gemacht. Fermentiert, transformiert . Versuche es ruhig selbst, es wird dich packen und du wirst es merken: einmal gepackt lässt es dich nicht mehr los. Weil es so einfach ist, Lebensmittel haltbar zu machen, weil es gesund ist.

Noch ein letzten Tipp: bei einer gestörten, anfälligen Gesundheit, akuten Darmproblemen, allerlei Gebrechen: hier kann eine Sauerkrautkur Wunder wirken. Die Gesundheit sitzt im Darm, so sagen die Japaner. Und die Helferlein, die sie erhalten sind in allen selbst fermentierten Lebensmittel enthalten, sofern sie nicht erhitzt werden. Pfarrer Künzle schrieb dazu: „Die Sauerkrautkur versucht man bei hartnäckiger Verstopfung: der Kranke bekommt dreimal täglich vor den Mahlzeiten rohes Sauerkraut zu essen. Meistens stellt sich auch hier schon am dritten Tage die Wirkung ein. Das Sauerkraut wird nicht etwa gewaschen sondern so genommen, wie es aus dem Fasse kommt. Man kann ihm noch ein paar Tropfen Olivenöl beifügen.“

Gesundheit und ein langes Leben!

Montag, 13. Juni 2016

Quargeln - Käsespezialität

Um diese herzustellen benötigt man gut abgetrockneten Sauermilchquark. Diesem wird ungefähr 3% der Gesamtmenge an Salz zugesetzt, nach Geschmack auch etwas Kümmel. Den Quark und die Gewürze mit einem Löffel vermischen und anschließend kleine Würfel formen, von der Abmessung ca. eineinhalb cm hoch und vier bis fünf cm breit. Diese werden auf einem Holzbrett zum Trocknen ausgelegt. Die ideale Reise Temperatur beträgt 20 Grad. Nach einigen bis mehreren Tagen, je nach Witterung, werden sie sich recht hart anfühlen. Nun ist es Zeit den Käse mit leicht gesalzener Molke oder mit Bier abzuwaschen. Dann läßt man die Käse etwas abtropfen und setzt sie erneut auf das Holz. Durch das Trocknen werden die Käse etwas kleiner, durch den Reifevorgang nehmen sie eine gelbliche Farbe an. Quargeln können einfach über die Gerichte gerieben werden. Guten Hunger.

Altes Kräuterbuch & der Schierling

Es ist wirklich unglaublich, was in manchen alten Büchern steht. Sie sind einfach immer wieder eine riesen Überraschung. Eins von meinen Lieblingsbüchern ist das unten abgebildete. Leider kam es ohne Bilderteil an, die hat jemand unbarmherzig aus dem Buchblock gerissen. Nichts desto trotz: die Rezepte und alle Erklärungen sind vorhanden. Ob noch zeitgemäß oder nicht das muss man dann im Einzelfall entscheiden.
Im unten abgebildeten Buch fand ich eine überaus ausführliche Anleitung für die Verwendung von Schierling. Das ist sehr erfreulich, denn das Schierlingskraut wird in einschlägigen Kräuterbüchern als giftig beschrieben. Wissen ist ja bekanntlich Macht.
So steht nur im Buch geschrieben:
Zitat: " ... die Blätter besitzen im frischen Zustand eine heftige, scharf betäubende Wirkung, gelten daher in kleineren Gaben als ein auf die Lebensorgane erregend, auf die Nerven aber beruhigend wirkendes das Heilmittel, welches hauptsächlich gegen Krankheiten des Blut-Wasser-Systems, gegen Geschwülste und Verhärtungen der Drüsen, gegen Skropheln, ferner gegen krebsartige Geschwüre, gegen krampfhafte Leiden usw. empfohlen und in Pulver innerlich, auch äußerlich zu Umschlägen, im Aufguss zur feuchten Umschlägen verordnet wird. 
Gebräuchliche Präparate sind der giftige Auszug aus dem frischen oder aus dem trockenen Kraut, das Pflaster und die Essenz, doch wird die letztere weniger verwendet. Gegenmittel bei Vergiftungen durch Schierling ist Strychnin mit Opium.
In der Homöopathie ist der mit Weingeist vermischte Saft des frischen Krautes nicht nur eine der wichtigsten Arzneien gegen Krätze, Flechten, Krebsgeschwüre, drüsengeschwülste, Drüsen Verhärtungen und skrophulöse Augenleiden, sondern wird auch als wirksam bei Schwindel, Gesichtsschmerz, grauen Star, Bleichsucht, trockenen krampfhusten, Verstopfung, Harnverhaltung, übermäßigen nächtlichen Samenergießungen, unterdrückter Menstruation, ferner bei Traurigkeit, Missgunst, Ängstlichkeit, Umut,Trübsinn, Unlust zur Arbeit, Vergesslichkeit und Schwäche im Kopfe, Ausfallen der Haare auf dem Kopfe, Brausen und  Klingeln in den Ohren, häufiges Aufstoßen, Sodbrennen, Magenkrampf, Leibesverstopfung, vergeblichen Drang zum Stuhle, hartem Stuhle, schneiden in der Harnröhre beim Urinieren, bei Mutternkrämpfen, Husten, Engbrüstigkeit, Kälte der Füße und Hände, bei Schwächezuständen des Greisenalters Komma bei Krämpfen und Anfällen von Schwäche und anderen krankhaften Erscheinungen bei hysterischen Frauen, Fallsucht, Skrofulose, Wassersucht, Gelbsucht, Schlagflüssen, Flechtenausschlägen, Leberflecken, Katarrhalfieber, Leberverhärtung, Zeugungsunfähigkeit, Nachtripper, bei unterdrückter Menstruation, Menstruationsbeschwerden überhaupt, weißem Fluss Komma kurzem Atem, Lungenentzündung und Lungenschwindsucht empfohlen..." 
Das ist ja nun doch eine ganze Menge, für das der Schierling herhalten muß, die Homöopathie kennt ja bekanntlich kein Gift im herkömmlichen Sinne. So ist die Vielseitigkeit dieser äußerst giftigen Heilpflanze in den Händen kundiger und heilkräftiger Ärzte und Heilpraktiker bestens aufgehoben. Für den Laien gilt: Finger lieber weg. 
Zu meinem großen Bedauern muss ich gestehen, dass ich noch nie eines wahrhaften Schierlings ansichtig wurde, wohl weiß ich aber, dass man ihn unbarmherzig verfolgt und wo immer gefunden auch ausgerissen hat. Dabei  - so werde ich fast täglich belehrt- wächst nichts in unserer schönen Heimat, das nicht irgendeinen Nutzen hätte. Sollte sich irgendwann einmal die Gelegenheit ergeben werde ich hier natürlich ein schönes Bild einstellen.



Mittwoch, 4. Mai 2016

Der Regenwurm: der wahre Alchemist

Was wäre der Boden ohne seine meist vor uns verborgenen Bewohner? Richtig: tot. Es ist schon eine
Welt für sich, da unten in der Dunkelheit, eine, die wir kaum verstehen. Wen wir ab und an erblicken ist etwa der Regenwurm, der mit dem Regen an die Oberfläche kommt und dort sehr oft unbarmherzig von der Sonne gegrillt wird. Sein Aufenthalt im Licht ist kurz, er flüchtet sofort zurück. Wenig wissen wir über ihn – zu wenig. Wie lebt er? Was frisst er alles? Wie pflanzt er sich fort? Und warum ist er so elementar wichtig für uns, die wir unsere Nahrungsmittel auf der Erde anbauen, in der er lebt? Welche Feinde hat er? Welche Arten gibt es? Welche Rolle spielt er in der Heilkunde und direkt oder indirekt (Umweg über Nutztiere) für die menschliche Ernährung?

Die Autorin räumt mit Legenden auf, nennt erstaunliche Fakten und gibt wertvolles Wissen zum Besten, das jeder, der isst, intus haben sollte. Dann würden viele den Wurm bestimmt nicht nur mit einem angeekelten „Igitt“ quittieren, sondern ihn retten, wenn er vor lauter bebauter Landschaft nicht schnell genug zurück in die Erde kommt. Lesen und staunen – die kleinen, oft übersehenen Wunderwürmer offenbaren sich bei näherer Betrachtung als etwas wahrhaft Großes.

Der Buchtitel könnte es treffender kaum sagen: Der wahre Alchemist sitzt nicht im Labor – er kriecht unter unseren Füßen.

Corinna Lichtfelder-Schlegel
Brigid-Verlag
87 Seiten
ISBN: 978-3-867332-63-7
€ 16,80

Die Mineralwasser- und Getränkemafia


Mir ist schlecht! Ich hatte mich ja auf einiges gefasst gemacht, aber was ich dann las, übertraf alles.
Die Autorin deckt schonungslos auf, wie uns Nestlé, Coca-Cola, Pepsi und Co. vergiften und berauben. Kann es denn sein, dass wir alle dermaßen hinters Licht geführt werden? Werden wissentlich, mit purer Absicht, um nicht zu sagen aus Boshaftigkeit, die offensichtlichen und versteckten Schlupflöcher im System genutzt, mit Wissen und Duldung derer, die dem widerlichen Treiben einen Riegel vorschieben könnten? Ja, sagt Marion Schimmelpfennig. Und ganz ehrlich: Ich glaube ihr. Alles. Es ist ekelhaft, was uns tagtäglich serviert wird, bar jeder Verpflichtung und ohne einen Funken Verantwortungsbewusstsein. Die Industrie scheint nichts übrig zu haben für die „Verbraucher“ – und nichts weiter sollen wir sein: die Verbrauchenden, Aufbrauchenden. Dabei kommt Verbraucher von brauchen. Was wir benötigen, darf keinerlei Manipulation und Spekulation anheimfallen. Es muss für alle unverfälscht verfügbar sein. Davon aber sind wir meilenweit entfernt.

Durch die Machenschaften gewissenloser global agierender Konzerne und ihrer Helfershelfer ist sauberes Wasser für so viele Menschen unerreichbar(er) geworden. Der Industrie ist es egal, ob wir durch ihr Gepansche krank werden, uns dumm und dusselig trinken. Keine Transparenz, nur der Anstrich zählt – so wird etwa Frische vorgaukelt, wenn der Inhalt doch eigentlich ungenießbar ist. Bitter schmeckt die Wahrheit über Wasser, Milch, Säfte, Wein, Bier, Zusatzstoffe, E-Nummern und sogenannte Nichtzutaten, die enthalten, aber auf keinem Etikett zu finden sind – gallebitter. Das ist also der Fluch unseres Fortschritts, aller Aufgeklärtheit: dass wir am Ende nur von einem weit fortgeschritten sind – von gesunden Lebensmitteln, die diesen Namen auch verdienen.

Wir alle können, nein, wir müssen uns wehren: Jeden Tag haben wir die Wahl, Produkte entweder zu kaufen oder sie im Regal stehen lassen – und sie im besten Fall sogar selbst herzustellen. Ein altes Sprichwort weiß: Wenn ein starker Arm es will, stehen alle Räder still. Sorgen wir dafür, dass nur das Geld aus dem Loch in den Börsen der Magnaten sprudelt, und sonst nichts; zwingen wir sie dazu, neue Wege zu gehen oder als Produzent von der Bildfläche zu verschwinden. Es wird höchste Zeit dem Spuk ein Ende zu bereiten. Wir Verbraucher sind Millionen. Nutzen wir die uns gegebenen Mittel: lesen – etwa das vorliegende Buch –, aufklären, boykottieren.

Marion Schimmelpfennig hat meinen Respekt und meine Bewunderung für dieses mutige Werk. Alles Gute uns und unserer Gesundheit.




Marion Schimmelpfennig
J. K. Fischer Verlag
384 Seiten
ISBN: 978-3-941956-63-6
€ 21,95

Freitag, 15. April 2016

Soup & Co: Holunderkaltschale

 ¼  Kilo Holunderbeeren von den Stielen zupfen, in den Behälter geben. ¼  l Wasser und dazu etwas Zimtpulver, Nelkenpulver, Anis. 30 min Kochen lassen. Dann ½ l guten Rotwein zufügen, aufkochen für weiter 10 min köcheln lassen bei 90 Grad P3. 

3 Schreiben Burger Knäckebrot Urtyp zugeben, pürieren, abkühlen lassen. 500 Sahne aufschlagen und unter den Holunder heben.

Donnerstag, 7. April 2016

Die Super-Suppe: Nährstoffwunder Knochen- und Fleischbrühe

Jahrhundertealtes Ernährungswissen und neue Rezepte- November 2015
von Sally Fallon Morell (Autor), Kaayla T. Daniel (Autor), VAK Verlag
ISBN 978-3867311731

Wenn Oma feststellte, dass eine Erkältung im Anmarsch war, da gab es eine Suppe, kräftig, heiß, wärmend. Oft bekam man so noch „die Kurve“ bzw. kam schneller wieder auf die Beine. Völlig zu Unrecht führen Suppen ein recht stiefmütterliches Dasein, zur Vorsuppe degradiert, zum Appetitmacher auf das Hinterher. Dabei ist die Suppe eines der schätzenswertesten Nahrungsmittel überhaupt, wenn sie mit frischen Zutaten richtig gekocht wird. Wie unterschiedlich diese sein können, so dass jeder Gaumen etwas den Suppen abgewinnen kann, zeigt sich am reichhaltigen Fundus von über 140 Rezepten für Suppen, Saucen, Pesti & Co. Damit gelingt die Zubereitung zu Hause sicher. Es wird Zeit Altbewärtes neu zu entdecken, Kranken zur Stärkung und Gesunden zur Erhaltung.
Das Buch ist viel mehr als ein Kochbuch, es beschreibt wissenschaftlich fundiert, was die Suppen so wertig macht, das sie selbst bei schwerwiegenden Krankheitsbildern im Stande sind, Linderung zu verschaffen und Genesung zu fördern, ja zu heilen. Es kommen Ärzte, Therapeuten und Anwender zu Wort, untermauert werden die beschriebenen Erfolge anhand von Fallbeispielen und Berichten. Versuchen Sie es selbst, ich bin mir sicher, es wird Ihnen gut tun.

Montag, 28. März 2016

Vegetarischer Käse

Vegetarischer Käse

  • 1 l Sojamilch aufkochen und mit dem 
  • Saft einer Zitrone unter langsamen Umrühren vermischen. 
  • Nun vom Feuer nehmen und noch etwas weiter rühren, bis sich eine gewisse Dicke einstellt. Der Masse eine viertel Stunde Ruhe gönnen. Dann wie bei jeder Quarkgewinnung den Käse über Nacht abtropfen lassen, das gibt dann ca. 450-500 g Frischkäse. 
  • Abschließend würzen nach Geschmack und im Kühlschrank aufbewahren.

Dienstag, 15. März 2016

Liptauer Käse selbst gemacht

Um diesem zu zubereiten benötigt man gesalzenen Frischkäse aus Schafsmilch. Alternativ ginge dann trockener Quark, also nicht das komische nasse Zeug aus dem Kühlregal, dass kann man erst einmal abtropfen lassen. 


250 g Quark durch ein Sieb drücken, 
125 g Butter auslassen und schaumig rühren, zum Quark geben.
125 ml saure Sahne unterrühren. Das Ganze vermischen  mit 
1/2 EL ungar. Paprikapulver, 
2 TL gemörserter Kümmel (da kommen die Aromen besser raus finde ich und nicht jeder mag die Körnlein zwischen den Zähnen stecken haben). Außerdem 
1 kleine klein geschnittene Zwiebel und 
1 TL Tafelsenf. Wer mag gibt noch 
1 TL gehakte Kapern zu und  / oder einige klein gehackte Sardellen. 

Zu einer glatten Masse verarbeiten, im Kühlschrank fest werden lassen. Dann stürzen und zu einer (traditionellen) Kuppel formen, mit Schnittlauch bestreuen und zu kräftigen Brot und Bier servieren. 

Montag, 14. März 2016

Der Tannen Tau - Gedicht

Im gleißend Morgenlichte
da hab ich es gesehen:
An dunklen, grünen Tannen
viel Wassertröpfchen stehen.

Der Nebel brachte sie dahin
und auch auf Wald und Wiesen.
Aus funkelnd Kugeln wurde Eis,
aus Kleinen wurden Riesen.

Sie hängen da wie Eine,
zusammen sind sie groß,
an der gewaltgen Tanne
all aus der Erde Schoß

So wie es über Nacht gekommen
verschwand es mit dem Lichte,
Doch fühlbar ist ein Neubeginn,
so wars schon oft in der Geschichte.

Mit jedem neuen Nebel
werden ihrer immer mehr
Wenn genug beisammen sind,
Vertreibt kein Flimmern mehr das Heer.

Hetze, Lüge, Kriegsgeschrei,
der Schrecken aller Mütter,
aus vielen tausend Kehlen schallt
Tosend wie ein Gewitter.

Nicht das Klagen unsrer Kinder,
nicht das Mahnen unsrer Alten
nicht das Wehe! unsrer Mütter
wird vom Kampfe uns abhalten.

Falsch Zeugnis bringet Hass,
und schrecklichste Gefechte.
Wenn sie all' gefallen sind,
weiß keiner: wer war denn nun der Rechte?

Schuldig ist, wer es getan,
und die, die sahen auch nur zu,
Unter einem Leichentuche
finden endlich alle Ruh'.

Montag, 7. März 2016

Die Deutschen - Wochentage

Sieben Tag sind eine Woche :-) 

Sonntag

Sontaggeborene sind Glückskinder, von der Sonne geküst. Sie haben angeblich das zweite Gesicht, können in die Zukunft schauen, Geister sehen.

Montag

hat man dagegen das Licht der Welt am Montag erblickt so ist man weniger mit Glück gesegnet, das Gegenteil von Sonntag. Wechselt man eine Diensstelle am Montag so bringt es Pech. 

Dienstag

Der Dienstag ist dem Gott Tin bzw. Tyr gewidmet, davon zeugt die englische Bezeichnung TUESDAY. In Schwaben heißt man in auch Ziseldi.

Mittwoch

Das ist der Tag des Gottes Wotan, englisch WEDNESDAY, Westfählisch Gauns- oder Godensdag, Im Mittelalter wurde der Mittwoch der Jungfrau Maria gewidmet, er war ein traditioneller Fastentag. 

Donnerstag

Die skandinavische  Brzeichung Thorsdag verrät es schon, der Donnerstag gehört dem Thor bzw. Donar, dem Obersten der Germanischen Götter. Traditionelle Gerichte sind solche aus Erbsen, denn die Erbse ist eine heilige Pflanze und Thor geweit. 

Freitag


Er ist der Freia / Frigga geweiht, sie ist die Gattin Wotans. Der Freitag sei ein Unglückstag ( 13.) so heißt es. Daher wurden keine Reisen angetreten, kein Schiff sollte in See stechen. Die Dänen schreiben den Freitag der Venus zu, darum feiert man viele Hochzeiten. Den Katholiken ist er ein Fastentag. 


Samstag

Mittwoch, 10. Februar 2016

Brimsenkäse

  • 4 Liter Schafsmilch werden mit 
  • 200 ml Ziegenmilch in einen großen Topf gegeben und auf soweit erhitzt, dass man mit der Hand reinlangen kann, ohne sich weh zu tun. Die Milch wird mit
  • ½ Labtablette eingelabt. Erhitzen und Dicklegen geschieht innerhalb von gut 10 Minuten. 
  • Dann fährt man mit sauberen Händen in die Gallerte und zerkleinert sie gründlich, es wird nicht gerührt oder gebrannt. 
  • Der Bruch wird sofort auf ein Tuch geschöpft, mit den Händen zu einer Kugel geformt und dann zum weiteren Entmolken aufgehängt. 
  • Wenn dann nach einiger Zeit das Tropfen stark nachgelassen hat, nimmt man den Bruch wieder aus dem Tuch, walkt ihn unter Zugabe von reinem Salz gehörig mit den Händen durch und gibt ihn in kleine Holzkistchen, wo er an einem kühlem Ort solange reifen darf, bis er salbenartig wird und pikant schmeckt.