Montag, 7. März 2016

Die Deutschen - Wochentage

Sieben Tag sind eine Woche :-) 

Sonntag

Sontaggeborene sind Glückskinder, von der Sonne geküst. Sie haben angeblich das zweite Gesicht, können in die Zukunft schauen, Geister sehen.

Montag

hat man dagegen das Licht der Welt am Montag erblickt so ist man weniger mit Glück gesegnet, das Gegenteil von Sonntag. Wechselt man eine Diensstelle am Montag so bringt es Pech. 

Dienstag

Der Dienstag ist dem Gott Tin bzw. Tyr gewidmet, davon zeugt die englische Bezeichnung TUESDAY. In Schwaben heißt man in auch Ziseldi.

Mittwoch

Das ist der Tag des Gottes Wotan, englisch WEDNESDAY, Westfählisch Gauns- oder Godensdag, Im Mittelalter wurde der Mittwoch der Jungfrau Maria gewidmet, er war ein traditioneller Fastentag. 

Donnerstag

Die skandinavische  Brzeichung Thorsdag verrät es schon, der Donnerstag gehört dem Thor bzw. Donar, dem Obersten der Germanischen Götter. Traditionelle Gerichte sind solche aus Erbsen, denn die Erbse ist eine heilige Pflanze und Thor geweit. 

Freitag


Er ist der Freia / Frigga geweiht, sie ist die Gattin Wotans. Der Freitag sei ein Unglückstag ( 13.) so heißt es. Daher wurden keine Reisen angetreten, kein Schiff sollte in See stechen. Die Dänen schreiben den Freitag der Venus zu, darum feiert man viele Hochzeiten. Den Katholiken ist er ein Fastentag. 


Samstag

Mittwoch, 10. Februar 2016

Brimsenkäse

  • 4 Liter Schafsmilch werden mit 
  • 200 ml Ziegenmilch in einen großen Topf gegeben und auf soweit erhitzt, dass man mit der Hand reinlangen kann, ohne sich weh zu tun. Die Milch wird mit
  • ½ Labtablette eingelabt. Erhitzen und Dicklegen geschieht innerhalb von gut 10 Minuten. 
  • Dann fährt man mit sauberen Händen in die Gallerte und zerkleinert sie gründlich, es wird nicht gerührt oder gebrannt. 
  • Der Bruch wird sofort auf ein Tuch geschöpft, mit den Händen zu einer Kugel geformt und dann zum weiteren Entmolken aufgehängt. 
  • Wenn dann nach einiger Zeit das Tropfen stark nachgelassen hat, nimmt man den Bruch wieder aus dem Tuch, walkt ihn unter Zugabe von reinem Salz gehörig mit den Händen durch und gibt ihn in kleine Holzkistchen, wo er an einem kühlem Ort solange reifen darf, bis er salbenartig wird und pikant schmeckt.

Donnerstag, 21. Januar 2016

Lügenpresse - Peter Denk - Buchbesprechung

Wenn man wachen Auges durch die digitalen und papiernen Pressewelten streift, stößt man früher oder später auf Ungereimtheiten, die umso auffälliger werden, je mehr man liest und aufpasst. Beginnt man dann zu hinterfragen, warum das so ist, biete das Buch eine fundierte, gut recherchierte Hilfestellung. Der vorliegende Titel „Lügenpresse“, der auch gleich mal erklärt woher dieses Wort wirklich kommt und in welchen Zusammenhängen es das erste Mal auftauchte, vermittelt gerade Neueinsteigern sachlich und fundiert, wie der Informationsfluss im 21. Jahrhundert funktioniert. Welche Verstrickungen und Verwicklungen die Welt so formen wie sie ist, wie im Hintergrund Fäden gezogen, Geschichte neu gewoben, (Grund)Bedürfnisse ganzer Völker den Interessen anderer Nationen – genauer gesagt deren „Eliten“ geopfert werden. 

Nach der Lektüre ist man definitiv um einen Sack Erkenntnisse reicher. Dieser ist nicht schwer erkämpft, denn das Buch ist trotz des trockenen Themas gut zu lesen, strotzt vor Beispielen, anhand derer erklärt wird, wie das System funktioniert. Dennoch war ich überrascht von den Ausmaßen der Manipulationen und Agitation. Entsetzt bin ich darüber, mit welcher Geringschätzung dem eigenen Volke entgegengetreten wird, das ist durchaus kein ausschließlich deutsches Phänomen. Schon immer haben die Herrschenden Mittel und Wege gefunden, die Massen zu lenken und zu leiten. Die Methode passt sich den Möglichkeiten der Technik an. 
Die Frage nach dem Warum stellt sich gar nicht mehr, die nach dem Charakter der Entscheidungsträger ebenso wenig, das was getan wird ist so galleböse, so widerlich und gemein, es offenbart sie vollständig. Doch zu allen Zeiten gab es mutige Menschen die vorangingen und unerschrocken die Wahrheit sprachen, von jenen die dies zur Zeit tun und wie sie verunglimpft werden, davon berichtet das Buch. Auch davon wie man unliebsame Zeitgenossen mundtot macht(e), welcher Schachzüge, Täuschungen und Winkelzüge man sich bedient. Auf der Rückseite wird bei entsprechendem Lichteinfall die schattenhafte Figur des Pinocchio sichtbar. Bei allem was an Presseerzeugnissen konsumiert wird, sei der Schatten der Figur Mahnung und Warnung, ja nichts einfach so unbesehen zu glauben, so mancher Redakteur in verantwortungsvoller Position täte gut daran. Dann müsste man auch nicht – wenn es denn genehm ist  - eine Gegendarstellung drucken bzw. auf der Website einen Vermerk anbringen, welche dann bestimmt von den Meisten ob ihrer Größe übersehen werden dürften. Eine Verbesserung – also eine korrekte, unabhängige Berichterstattung – als Gegengewicht zur Politik in der Demokratie wird kaum zu erwarten sein, denn dann müsste man ja wirkliche Empathie für lebendige Menschen entwickeln und hätte letztlich für Mammon nur noch wenig übrig. Einen Fehler hat das Buch allerdings, das Inhaltsverzeichnis gibt die falschen Seitenzahlen an. Es sei verziehen, niemand ist perfekt. 

Autor:Peter Denk, 304 Seiten
Einband:Gebunden
Stichwörter:Demokratie, Lügenpresse, Presse,
 Meinungsdiktatur

Die Kunst des Fermentierens - Sandor Ellix Katz

Jedwedes Lebensmittel, das per enzymatischer Umwandlung organischer Stoffe geschaffen
wurde fand irgendwann als Kostprobe oder Rezept den Weg zu Sandor Ellix Katz, zu all seinen Bottichen, Krügen, Fässern und Schüsseln, wo es man mehr mal weniger heftig blubbert. Dieser Eindruck entsteht, wenn man das großformatige, sehr umfangreiche Buch in den Händen hält, das erklärt, wie man diese Köstlichkeiten selber fabrizieren kann. Alles wird der Natur überlassen, je nach Eigenart der Ausgangmaterialien mehr oder weniger dem Zufall, aber bloß nicht der (Lebensmittel)Industrie, das ist das große Anliegen des Autors. Er hat eine ansteckende Begeisterung für alles Vergorene, sich Verwandelnde, die mitreißt und neugierig macht. Wegbegleiter und Verkoster, Selberbrauer und studierte Köpfe, wer etwas beitragen konnte kam zu Wort. So wird wertvolles altes Wissen und Können erhalten, der breiten Masse erneut zugänglich gemacht. Zahlreiche Beschreibungen und Rezepturen des Autors und der seiner fermentationsbegeisterter Zeitgenossen laden ein es selbst zu probieren. Das nötige Wissen um die einzelnen Arbeitsschritte und die chemischen Prozesse werden entspannt vermittelt. Denn weiß man um die Wechselbeziehungen der unzähligen uns umgebenden Hefen, Bakterien, Pilze kann man Fehlentwicklungen zeitig begegnen und grobe Fehler vermeiden. Der zitierte Sidney Mintz meinte dazu: „Was fermentiert und was verrottet ist, kann davon abhängen, ob eine Person dazu erzogen wurde, das eine oder andere zu essen.“ 

Was vor einigen Jahren noch selbstverständlich war, wurde nach und nach mit Argwohn beäugt und schließlich ganz und gar in die kalten metallenen Klauen industrieller Fertigung gegeben, fiel der irrigen Annahme zu Opfer, das die häusliche Herstellung zu unhygienisch, zu aufwendig und zu teuer sei. Die propagierte Zeitersparnis und Entlastung brachte sterile Einheit, statt lebendige Vielfalt. Dabei haben wir sie so bitter Not, die unbehandelten ursprünglichen Lebensmittel, die die Botschaft der Heimaterde in unsere Körper tragen. 

Das Handwerkszeug jedenfalls wird hier kenntnisreich dargelegt, sodass alle Fragen beantwortet werden. Ton-, Holz-, Kunststoff-, Glas- oder Metallgefäß, vielleicht auch einen Kürbis oder eine Grube nach alter Methode? Hier finden Sie die Antwort. Weiter geht’s mit der Erklärung der Vergärung des Zuckers und damit der Herstellung von Wein oder Met. Auch hier wieder eine unglaubliche Vielzahl von Anregungen, die beim nächsten Abschnitt, der sich mit Gemüsen und Früchten befasst so bunt weiter geht. Unglaublich, welche neuen Möglichkeiten sich durch Fermentation bieten, jedes Fleckchen Erde hat seiner Natur gemäß regionale Rezepturen, sehr viele sind hier versammelt, selbst vor Pilzen wird nicht halt gemacht. Von Kuriositäten wie Feigenbutter ist zu lesen. Von Erfrischungsgetränken, von Kwas und Kefir, Mauby und Tepache, von selbstgemachter Limonade, gesund und köstlich, statt pappesüss. Mein Kombucha brachte bisher „nur“ ein Getränk hervor, das Buch verrät wie Bonbons daraus werden. Auch Käse und Jogurt sind Fermentationsprodukte, folglich geht es anschließend um Milch und Molke und ganz spezielle Tipps damit. Auch Veganer kommen nicht zu kurz, wie Pflanzenmilch und daraus nun wieder käseähnliche Erzeugnisse entstehen gehört selbstverständlich auch in das Werk.  Dabei betont der Autor, dass es nicht darum geht, einen Ersatz zu finden, vielmehr lässt er uns etwas völlig Neues entdecken. Später vielleicht selbst gemachtes Bier, beliebig variabel nach den Rezepten aus aller Herren Länder, oder Schimmel in Kulturform. Hülsenfrüchte, Samen, Fleisch, Eier, alles wandert in irgendeinen Behälter, notfalls in Mutter Erdes Schoß, von wo sie genommen. 

Fermentierung ist stetige Veränderung, ist eine Konstante in dem Kreislauf des Lebens. Ob im Keller oder auf dem Komposthaufen, im Garten, der Klärgrube oder in des Menschen letzter Ruhestätte, alles ist Fermentation. Das ist das Leben gebunden im ewigen Tanz der Elemente, die Kenntnis vom Wert der Nahrung, der Heimat, der Erde. Lesen, nachschlagen, Anregungen wirken lassen, auf neuaromatische Weltenreise gehen, neckisch dekoriert mit kleinen Anekdoten und schließlich die Küche um nie gekannte Gaumenfreuden bereichern – das ist die Bibel der Fermentationskünste, der zusammengetragene und erlernte Wissensschatz des Sandor Ellix Katz, dem Papst der Verwandlung der Erdgaben zur hedonistischen Vollendung. 

  • Die Kunst des Fermentierens
  • 621 Seiten, zahlreiche Illustrationen + 32-seitiger Farbbildteil
  • Verlag: Kopp Verlag
  • Preis: 29,95 €

Freitag, 8. Januar 2016

Das verflixte Klopapier

Früher zu Großvaters Zeiten
Da hing man seinen Po den breiten
Über ein gar schwarzes Loch
Donnerbalken nannte man es noch.

Dachte dann im Sommer gerne
An des Winters kühle Ferne
Wenns doch nur was kälter wäre
Hinge der Gestank nicht gar so schwere
In der Nase, an den Kleiden
Das tat den Besuch verleiden.

Doch des Menschen erster Sinn
Ist es nach dem Mahle hin 
Dem Klosette zu zustreben
Öfter – war man Vortags einen heben
Oder wenn es im Gedärme krachte
Man sich hier Gedanken machte

Kommts erst hinten oder droben,
schon ganz fein oder im Groben.
Ist dann endlich damit Schluss
So folgt was immer folgen muss: 
Man wischt - egal ob groß ob klein -
Den Podex sauber und hübsch rein.

Nun gab es damals nicht wie heute
Weiches Papier für alle Leute. 
Opas lag im schönen Stapel
An der Wand mit viel Gekrakel.
So hatte man denn auch Lektüre
Auf das beim Kacken man erführe

Was noch wichtig ist und war
Kultur, Politik und Klatsch na klar.
Versuch mal das von heut zu falten
So dass es passt in Ritzen, Spalten

Damit es seinen Zweck erfülle
Säuberung der äussren Hülle,
Ohne das es grauslich pickt
Der Deliquent laut hörbar quickt.

Das war und ist schon längst vergangen
Bliebe nunmehr etwas davon hangen
Erzeugt es Krebs, so heißt es heute,
gewarnt sind auch schon alle Leute.

Auch schiens mir weicher da zu sein
Das bildet man sich auch nicht ein.
Heute spült man mit dem Wasser nach,
beherrscht ein jeder, selbst im Schlaf. 
Man hat es öko, chlorfrei oder auch gebleicht
Und wem das alles noch nicht reicht
Der mag die Düfte der Kamille
Einen Schneemann mit ner Brille,

Genoppt, gerippt und auch gestanzt
Begleite es der Speisen letzten Tanz.
Ja man könnt sich auch bequemen
Kleine Läppchen herzunehmen - 
Gebügelt, weich gespült – oh nein
Das könnt schon wieder schädlich sein.

Immerhin man könnts versuchen,
Nur freilich wird man es verfluchen 
Bei der stinkgen Wäscherei
Sich und jedes extra weiche Ei.
Möglich auch ein Sitzwaschbecken,
das erfüllt den gleichen Zwecken.

Doch den Meisten tuts Papier,
hat nicht jeder ein Bidet allhier.
Oh die Mengen dauern mich so sehre
Mit jedem Mal gewinnts an Schwere
Ich such die Alternative für: 
Das verflixte Klopapier


Donnerstag, 7. Januar 2016

Handkäse & Kräuterkrustenkäse

Neue Rezepte und Ergänzungen zu meinem Buch "Alles selbst gemacht: Butter, Käse, Öl & mehr" folgen hier.

Käse machen ist nicht schwer. Wichtig ist, dass alles blitzsauber ist.

Handkäse aus deinem Quark / Frischkäse. Schön trocken und krümelig muss dein Quark sein, je weniger Wasser, desto besser. Wasche die Hände und alle Geräte mit heißem Wasser ab.

Von 500 g selbst gemachten, trocken, Quark, gewürzt mit Kümmel forme nun kleine flache Klopse, 
decke sie mit einem feuchten, in Essigwasser getränkte und ausgewrungenen Tuch ab. 
Nun musst du warten, der Käse reift unter dem Tuch, befeuchte das Tuch hin und wieder mit Essigwasser. Für dein Essigwasser nimm einen mild schmeckenden Essig, 1 El auf 500 ml Wasser. 
Kontrolliere hin und wieder, ob sich Schimmel bildet. Wenn ja, musst du ihn mit Essigwasser säubern. 

Wenn der Käse anfängt glasig zu werden ist er auf einem guten Weg. Gib ihm noch ein, zwei Tage. Drückst du mit dem Finger drauf ist muss es elastisch sein. Der Reifevorgang dauert zwischen 7 und 10 Tagen. Hast du einen Tontopf, kannst du die Käse da auch reinlegen, der Topf ist am Besten im Keller aufgehoben. Zu Warm darf es dem Käse nicht sein. 


Mit Kruste:

Du kannst auch etwas mehr als faustgroße Laibe formen und diese vor dem Trocknen in getrockneten Kräutern wenden. So bekommt er eine schöne Rinde und schimmelt auch nicht. Die Kräuter konservieren den Käse. Du kannst den Käse auch in Salz und Pfeffer wenden.

Freitag, 1. Januar 2016

EMPISAL 260 / 360



Fotos von: Würmeltalshop - Lieben Dank dafür.

Name

Jahr / LAND
EMPISAL 260 / 360


Art:
Einbett -
mit Erweiterung Empisal SRP-305  zweibettig / Heimstrickapperat
Nadelabstand
4,5 mm
Nadelanzahl
200
Gestrickabzug
Gewicht
Garnstärke
 
Fadenführung
ja
PDF 
 http://machineknittingetc.com/knitmaster-360-260-operation-knitting-machine-manual.html
 Zubehör







Dienstag, 22. Dezember 2015

Wie der Vater sauer wurde

Der Herr hat einst die Welt geschaffen,
Mit allem drauf, nicht nur mit Affen.

Die gingen aufrecht, sprachen später dann,
"Was für eine Entwicklung - sieh mal an!"

Nicht jeder erntet was er sät,
Der Herrgott erkannte es zu spät.

Dabei er hatte größte Mühe,
6 Tage schon ab morgens frühe.

Hat gewerkelt und geformt
Das Menschenbild exakt genormt.

Doch ließen sie sich gar nicht lenken,
Man war da - begann zu denken.

Er sahs mit Schaudern ganz erschreckt:
Des Menschen Dünkel war geweckt.

Er mahnt sie wie ein liebend' Vater tut,
Bald verließ ihn Hoffnung und auch Mut.

So spricht der Herr nun von dem Ganzen,
Indes sie auf sein' Nase tanzen:

"Ich will doch sehen was das wird,
ob ich mich habe ganz geirrt,
ob sich da nicht Gerechte finden,
ob sie das Schlechte überwinden,
Das in ihren Seelen heimisch ist,
Das verborgen an ihr nagt und frisst."

Ja, er sieht es langsam ein:
auf Erden könnts kaum schlimmer sein.

Als dann begibt er sich zur Ruhe,
zieht Kittel aus und auch die Schuhe.

In Ruhe steht der Götterberg,
Unten sieht's der Menschen, der Zwerg.

"Der Vater hat sich abgewandt!"
Schnell macht er es im Land bekannt.

Es tanzt das Volk und frisst und säuft,
Schnell alles aus dem Ruder läuft.

Keiner klopft mehr auf die Flossen,
Alle treiben wüste Possen.

Jeder tut was ihm beliebt,
nimmt sich mehr als das er gibt.

Ist am lügen, huren, zechen,
Stehlen, morden und Gesetze brechen.

Endlich! Gott erwacht aus seinem Schlafe,
schaut der Schöpfung schwarze Schafe.

Zwischendrin das weiss' Getier
Erhebet Klag' von Mord und Gier.

Ihr: "Herr, erbarm', so viel Gewalt!"
Zu seinem Vaterohre schallt.

Ich will sie alle gleich ersäufen,
Weil sie nur Greul und Schand' anhäufen.

Doch reut ihm sein' vergeblich Mühe,
es ist so klar wie Kloßes Brühe:

Ein paar von ihnen lasse ich leben,
will sehen ob sie zum Besseren streben.

Die kalte Flut spült alles fort,
nur Noa überlebt in seinen Pott.

Und Gott der Herr macht einen Bund:
ertränkt keinen mehr seit jener Stund.

Das alles ist so lang schon her
und Gott erkannte tränenschwer:

"Wär gut gewesen alle zu ertränken,
nie werden alle Lieb' mir schenken".

Das hat er nun vom freien Willen,
heut' gibts dafür die bunte Pillen.


Montag, 21. Dezember 2015

Yulgruß

Landes Weiten sind verschneit,
Lichtlein, Räucherwerk es steht bereit.
Von Jahr zu Jahr - ich freu mich drauf
Vollendet ist des Jahres Lauf.
Vollendet auch der Neubeginn
bis zu seinem Ende hin.
Um wiederum erneut zu starten
Sammelt Euch an stillen Orten.
Besinnt Euch, kehrt in Euch hinein
fühlt beglückt mit Gaia eins zu sein.
Schaut auf Midgard leuchten Sterne,
rings um Euch der Stille Ferne.
Atmet  Duftvon Harz und Feuer
Jedes Leben sei Euch teuer.
Ein Geschenk an Euch von ihr,
ach Ihr alle, bleibt lang noch hier.
Schwer zur Feude ihr zu leben,
Das Beste jeden Tag zu geben.
Gezerre an uns Tag und Nacht
bis alles auseinander kracht.
Meine Freunde will ich warnen:
Vor jenen die sich freundlich tarnen,
die belauschen, täuschen, lügen
die Euch wollen nur verbiegen.
Bleibt Euch treu hier auf Erden
So werden ewig EINS wir werden.


Donnerstag, 17. Dezember 2015

Weihnachtsmarmelade mit Bananen

Regelmäßig verkauft der örtliche Rewe hier Bananen, die schon die beste Zeit hinter sich haben. Aus diesem Bananen kann man eine leckere Konfitüre bereiten, die nicht nur zu Weihnachten schmeckt. Die Grundlage der Konfitüre sind eben Bananen, wodurch die Zugabe von zusätzlichen Zucker auf ein Minimum reduziert werden kann.
So wird es gemacht
2 Kilogramm Bananen werden geschält und mit einer Gabel breit gedrückt, bis ein feines Muß entsteht. 4 Zitronen und 2 Limetten werden heiß abgewaschen, die Schale wird abgerieben und  beigegeben. Der ausgepresste Saft wird ebenfalls unter das Muß gemischt. Außerdem fügt man Zucker nach Geschmack hinzu, hier darf es auch gerne das Xylitol sein. Abschmecken nicht vergessen. Klassisch gebunden binden kann man den Aufstrich mit einem Päckchen Geliermittel, den Geschmack verfeinert man mit ein bis zwei Teelöffel Zimt. Alle Zutaten werden miteinander vermischt in einen Topf gegeben und drei Minuten lang köcheln gelassen. Anschließend füllt man die fertige Konfitüre in heiß ausgespülte Gläser, verschließt sie und lässt sie umgedreht auskühlen.
Da ich nun nicht unbedingt ein Verfechter von Gelierzucker bin, habe ich auf einen Kilo Bananen 2 Esslöffel Chia-Samen gegeben. Diese Samen haben die großartige Fähigkeit Wasser zu binden und zwar in nicht unerheblicher Menge. Dadurch dick die Marmelade fast von selbst ein, und hat durch die knackigen Kerne auch noch eine aparte Note. Etwas Vanille gebe ich auch gerne hinzu, das schmeckt einfach besser.
Man kann ein Viertel der Bananen auch mit anderen Obst ersetzen zum Beispiel Kirschen oder Erdbeeren. Dann lässt man natürlich den Zimt weg da er mit den beiden Beispielefrüchten nicht unbedingt so gut harmoniert.

Dienstag, 6. Oktober 2015

Die Deutschen

"In Europas Mitte, da lebt ein Volk, zwischen Romanen und Slawen. In Marsch- und Heideland, in den sanften Bergen der Mittelgebirge, in den Tälern der Alpen. Gewalttätige Auseinandersetzungen mit den sie umgebenden Völkern soll die Deutschen kennzeichnen, ja ihr ganzes Geschick und Streben nach Höheren bestimmen. Im Laufe der Jahrhunderte wuchsen sie zusammen, aus vielen Stämmen zu einem. Schöpferisch, herrisch, das geistige Schlachtfeld Europas, anpassungsfähig."

So schreiben es der die Professoren und Doktoren im Buch "Völkerkunde". Aber was steckt nun hinter solcherlei Ruhm, der freilich bei Drucklegung des Schinkens um 1939 noch jubilierend in die Massen gestreut werden durfte? Wer waren unseren Ahnen? Wie lebten sie? Welche Traditionen, Feste und Abläufe bestimmten den Lauf des Tages, des Jahres, des Lebens? Wie viel davon ist noch in unserem Dasein verankert?

Das wollte ich wissen und wühlte tief in den literarischen Untiefen, um das zu finden, was für dieses - unser Volk so typisch sein soll. Dabei, und das möchte ich hier gleich mal loswerden - geht es nicht um irgendwelche ideologischen Standpunkte. Es geht schlicht darum, wie das Volk lebt(e), der Weg des Individuums von der Wiege bis zu Bahre. Und da es naturgemäß für jeden Abschnitt des Lebens gewisse Vorschriften und Regeln gab und gibt, baut eins auf den anderen auf, dass uns am Ende ein gesamtdeutsches Ahnenbild entsteht. Ob ich mit allem richtig liege, dafür lege ich nicht die Hand ins Feuer. Wer also etwas hinzufügen kann beziehungsweise etwas berichtigen möchte, der darf mich gerne anschreiben.

Nach und nach folgen unter der Rubrik "Die Deutschen" Beiträge dazu.

Landerun



Mittwoch, 30. September 2015

Leberwurstrezept: Ich bin unter die Wurstmacher gegangen :-)

Neulich bin ich im Supermarkt meines Vertrauens - haha - an einem Putzeimer vorbeigegangen, der vorher als Verpackung für den Landleberwurst herhalten musste. Abgesehen davon, dass mir diese komische Leberwurst überhaupt nicht schmeckt, konnte ich schon ausführlich und in aller Ruhe die Zutaten studieren. Und natürlich, wie sollte es anders sein, waren ein Haufen Sachen drin, die ich überhaupt nicht in meiner Wurst haben möchte und auch sonstwo nicht. Unter anderem auch Mononatriumglutamat. Es ist wirklich nicht zu fassen wo dieses verdammte Zeug überall rein gefummelt wird. Dazu noch zahlreiche Aromastoffe und Färbemittel, damit das Ganze ja auch ansprechend aussieht. Schmecken tuts deswegen trotzdem nicht, also habe ich mir gedacht, das kann doch nicht so schwer sein es selbst zu machen und diese dann im Glas einwecken. Meine Oma hat hin und wieder ein Schweinchen verwurstet und in der hauseigenen Kammer geräuchert. Auch Leberwurst gab es bei ihr, selbstgemacht mit einem fantastischen Geschmack.
Alles was man dazu braucht ist ein gutes Stück Fleisch vom Schwein, ein bisschen Bauch vom Schwein und Leber, ja und dann natürlich noch Gewürze, also Peffer und Salz, Liebstöckel, Piment. Wer mag Majoran.

Und so wird es gemacht:

  • Gut 2 Kilogramm Schweinefleisch und 500 Gramm Fett in Schweinebauch in wenig Wasser weich kochen. 
  • Kochwasser mit Salz, Pfeffer Lorbeerblatt und Piment würzen. 
  • Nach dem Abkühlen in Stücke schneiden und durch den Fleischwolf geben. Ich nehme immer die mittlere Scheibe.
  • 500 Gramm frische Leber abwaschen und säubern. Dann so lange in der heißen Brühe liegen lassen, bis ich die Oberfläche verfärbt.
  • Danach in Stücke schneiden und zusammen mit 
  • zwei großen Zwiebeln durch den Fleischwolf drehen.
  • Die beiden Massen miteinander vermischen und 
  • mit Salz, Pfeffer, Majoran und so weiter gut abschmecken. 
  • Anschließend in heiß ausgespülte Gläser füllen, aber nur dreiviertel voll
  • Die Gläser in den Einwecktopf schichten und ungefähr 90 Minuten vor sich hin kochen lassen.
Das war es dann auch schon. Im Keller aufbewahren.