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Dienstag, 28. Dezember 2021

Insekten im Wald: Vielfalt, Funktionen und Bedeutung - Buchbesprechung

Es gibt so unglaublich viel zu entdecken auf unserer wunderbaren Erde. Und so vieles, was zu unseren Füßen krabbelt oder uns bei einem Waldspaziergang umsirrt, sich da an Früchten und Blüten labt, Totes zersetzt ist völlig unbekannt. Was weiß ich schon über die Lebensrhythmen ungezählter Lebewesen - einiges und doch noch nicht genug. Einige Arten konnten wir im Laufe des Jahres schon bestimmen, mehr über sie erfahren. Und so schließt das Buch „Insekten im Wald“ von Beate Wermelinger auf unnachahmliche Art und Weise eine große Wissenslücke.

Das Buch erzählt von der Wichtigkeit der Insekten im Pflanzenleben, von der Bestäubung der Blüten bis hin zum Zersetzen von Totholz, von der Transformation tierischer Abfallprodukte, von der Fruchtbarkeit des Bodens, von der Wichtigkeit der Insekten als Nahrung für höhere Lebewesen, ihren natürlichen Feinden. Überaus interessant fand ich das Kapitel über die Borkenkäfer. 

 Ich bin wirklich dankbar für dieses wunderbare Buch, welches mit unzähligen detaillierten Aufnahmen die größeren und kleineren Bewohner des Waldes zeigt. Jedes nach seiner Art in dem ihm eigenen Lebensrhythmus, seiner Aufgabe gemäß. Wer mehr darüber wissen will, welche Bedeutung Insekten für das Ökosystem Wald und damit auch für uns haben, wie alles miteinander zusammenhängt und deshalb umso mehr geschützt werden muss, wird anhand dieses Buches bestimmt verstehen. Und staunen, denn nichts ist ohne Zweck, nichts ist ohne Sinn. Nichts wird verschwendet und alles wird transformiert. Alles ist genau ausgeklügelt, perfekt miteinander verwoben.

  • 2., aktualisierte Auflage 2021, 368 Seiten, 580 Farbfotos. Maße: 18 x 24 cm, 1224 g
  • Haupt Verlag, Beat Wermlinger. Preis: 49.90





Dienstag, 23. November 2021

Noch ein Blog - Landeruns Hütte Wordpress

Liebe Leser,

nachdem der Blog aus allen Nähten platzt und mir das Durcheinander gar nicht gefällt hab ich beschlossen alle Inhalte auch auf Wordpress zu posten. ich werde trotzdem alle Inhalte auch hier auf bei blogspot weiter posten. Schaut doch mal vorbei - ich glaube das ist um einiges übersichtlicher:

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Landeruns Hütte & Heidi Thaler

Freitag, 17. September 2021

Buchbesprechung: Ganzheitliche Heilung mit Cannabis

Seinerzeit in der Ausbildung als „Die Hand Gottes“, als eines der ältesten Heilmittel der Menschheit präsentiert ist Cannabis in Verruf geraten und in weiten Teilen der Gesellschaft ist es das noch. Dabei ist der schlechte Ruf der ehemals geschätzten kraftvollen Heilpflanze einer bösartigen Kampagne geschuldet – nicht etwa dem ausufernden Missbrauch und weil die Menschen deshalb vor der Pflanze geschützt werden müssten. Da böten sich wesentlich gefährlichere Kandidaten an: Alkohol, Zigaretten, Zucker z. B. Zäh lösen sich die alten Umklammerung aus Vorurteilen, Ignoranz und Unwissen. Es tut sich etwas, die öffentliche Meinung bewegt sich. In den letzten Jahren erschienen immer wieder Bücher zu diesem Thema.

Ein weiteres Wichtiges ist das von Tammy Sweet, die ein Masterdiplom in Neurobiologie und Endokrinologie ihr Eigen nennt. Was konnte dem Cannabis Besseres passieren, als das sich die begeistere Kräuterfrau seiner annimmt und den grundlegenden Wirkmechanismen nachforscht. Bevor ich das Buch las wusste ich beispielsweise nichts von unserem körpereigenem Endo-Cannabinoid-System, das mit seinen Rezeptoren perfekt zum Cannabis passt und welcher nicht nur bei Erkrankungen wie z. B. Demenz, Epilepsie, Depression, Multiple Sklerose Migräne, Entzündungen, Schmerzen uvm. Linderung verschaffen kann.

Also Bitte: DAS kann doch nun wirklich kein Zufall sein, dass Mensch und Pflanze wie Schloss und Schlüssel für einander geschaffen scheinen, welch unendlich weiser Ratschluss in der Schöpfung. Nun heißt es aufgewacht und den Kranken das Mittel gereicht, dass Ihnen womöglich helfen kann. Tammy Sweet wirbt für den Einsatz dieser kraftvollen Pflanze, da wo sie gebraucht wird. Sie erläutert wie man sie anbauen und Kräutermedizin selbst herstellen kann. Dieses Buch ist – ganz typisch wie alle Herba Press -Titel - fundiert, sachlich, ein Vermittler zwischen Wissenschaft und Urmedizin, ein Wandler zwischen den Welten, ein Brückenbauer. Die Vorurteile sind so fest in den Köpfen der Menschen verankert, dass es sehr schwer ist dagegen anzuargumentieren. Dabei gibt es längst neue Erkenntnisse, die jedem verantwortungsvollem Mediziner neue Therapiemöglichkeiten eröffnen könnten. Möge diese wunderbare Buch Ärzten in die Hände fallen, die sich beständig weiterbilden, die alles hinterfragen und somit nach der bestmöglichen Behandlung für ihre Patienten suchen.

Es muss sich ein Wandel vollziehen, hin zum wahren menschlichen Sein, zum allumfassenden MenschSein, fußend auf Liebe und Respekt sämtlichen Kreaturen gegenüber.

  • Tammy Sweet - Ganzheitliche Heilung mit Cannabis
  • Hardcover, 16,5 x 24 cm. 288 Seiten.
  • ISBN 978-3-946245-09-4
  • Preis: 39,80


Quelle: Die Autorin.

Tammy SweetTammy Sweet, MS, LMT, ist erfahrene Herbalistin und passionierte Lehrerin. Sie verfügt über ein Masterdiplom in Neurobiologie und Endokrinologie. Mit Begeisterung unterrichtet sie Kräuterkunde, aber auch Leistungssport und Anatomie an Colleges, sowie Massage und Yoga. Sie präsentiert das faszinierende Wunderwerk und die Weisheit des menschlichen Körpers mitreißend und verständlich, ganzheitlich und mit allen Aspekten des Lebens. Häufig gibt sie Workshops im Rahmen von Anatomie- und Physiologie-Kongressen, unterrichtet an Kräuterkundeschulen und bietet Online-Kurse an.

Sie ist derzeit Co-Direktorin des Heartstone Center for Earth Essentials nahe Ithaca, New York. Mit Cannabispflanzen und ihren außergewöhnlichen Heilkräften verbindet sie eine ganz besondere, intensive Beziehung.

Donnerstag, 16. September 2021

Speisekammer aus der Natur: Bevorratung und Haltbarmachung von Wildpflanzen- Buchbesprechung

Der Ursprung der für die Ernährung genutzten Pflanzen legt in ihren Urarten. Sie entstanden


durch Züchtung, Kreuzung, Veredelung. Viele ihrer wichtigen, vielfach auch heilenden Eigenschaften gingen so verloren. Die Heidelbeere ist ein sehr gutes Beispiel dafür. Dabei hat Mutter Erde in ihren Füllhorn so viel mehr zu bieten als im Supermarkt herumsteht. Was liegt näher als diese Pflanzen, da sie ja verfügbar sind, wieder für die menschliche Ernährung nutzbar zu machen. Sicher, Geschmack ändert sich. Oh, bitte gern 😊. Ob nun mariniert oder fermentiert, getrocknet oder zu Pasten verarbeitet, als Tee, als Gewürz, als Tinktur angesetzt, in Alkohol ausgezogen oder in Essig eingelegt, auf herkömmliche Art eingeweckt, auch mit Zucker versüßt, ja könnten wir das noch?

Wie das funktioniert, was wann verfügbar sein müsste zusammen mit unzähligen Rezepten, all das steht im Buch. Natürlich nicht ohne das der Autor einmal kräftig mit der Art zu leben in diesen Tagen ins Gericht geht. Er hat ja in Teilen sicherlich Recht – und wem der Schuh passt, der zieht ihn sich an. Ich mir in diesem Fall festes Schuhwerk und gehe hinaus, bewaffnet mit Korb und guter Laune, um es dem Autor gleich zu tun. Ursprünglicher und unbelasteter geht es nicht, das Suchen und Finden, das Auf und Ab erfreut Muskeln und Gelenke, das Experimentieren erhellt den Geist und nicht zuletzt ist dies Tun sinnvoll. Vielen Dank für dieses wunderbare Buch.

Autoren: Elisabeth Mauthner, Michael Machatschek 
Speisekammer aus der Natur - Bevorratung und Haltbarmachung von Wildpflanzen
Verlag: Böhlau Wien; 2015. Deutsch, 288 Seiten. 
ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3205796565
Preis: 33,00 EUR

Donnerstag, 19. August 2021

Du bist nicht allein mit deinen Gedanken – es ist vollkommen normal kritisch zu sein, zu fragen, darüber nachzudenken, mal drüber zu schlafen!

Wichtig ist vor jeder Entscheidungsfindung verschiedene Sichtweisen zu beleuchten, nachzudenken, die Perspektive zu wechseln. Das kann man nur, wenn man keine Fakten vorenthalten bekommt, wenn man nicht belogen wird, und bei gefundenen Widersprüchlichkeiten sich selbst aufmacht und nach Fakten, Warheiten sucht.

Ich bin kein Arzt, doch habe ich während meiner Ausbildung entsprechende Inhalte vermittelt bekommen und mich ein ganzen Leben mit den Pflanzen beschäftigt. Ich bin der Meinung, dass das Wichtigste für uns alle und unser Immunsystem Bewegung, frische Luft, ausreichend Schlaf und eine ausgewogene Ernährung sind. Ganz wichtig auch ist ein ausgewogenes Seelenleben – und das ist wirklich schwierig.

Statt dafür Sorge zu tragen o. g. Grundbedingungen zu schaffen wird – so scheint es – alles getan, die Menschen in Angst zu halten. Dabei ist Angst ein absolut schlechter Ratgeber. Es tut mir leid, ich habe kein Vertrauen mehr, mir genügen schon die großen und kleinen Skandale. Jener um die minderwertigen Masken hat mir wirklich das letzte bisschen Achtung vor den Akteuren genommen, ach, ich will mich gar nicht in Bewertungen verlieren.

Eigentlich müsste man gar nichts weiter wissen darüber und sich selbst fragen was in den letzten Jahren passiert ist:

Haben die, die die Strippen ziehen dafür Sorge getragen:

  • dass wir gescheite Nahrungsmittel bekommen, ohne unzählige Zusatzstoffe, Belastungen mit Chemikalien (bestes Beispiel Glyphosat),
  • dass die Umwelt wirklich effektiv geschützt wird,
  • dass der Weg freigemacht wird für freie Energie und
  • eine Medizin die die Ganzheitlichkeit des Menschen in den Vordergrund stellt?
  • Werden die Menschen in ihrer Lebensplanung so unterstützt, dass sie eben nicht 3, 4, 5 Jobs haben müssen?
  • Haben mittlerweile alle Kinder aus allen Bevölkerungsschichten faire Bildungschancen, die ihren in die Wiege gelegten Fähigkeiten entsprechend sie fördern- oder ist die wirklich gute Bildung für die Kinder der sogenannten Eliten vorbehalten, vielleicht damit diese unter sich bleiben und alles so geordnet bleiben kann wie es ist?
  • Haben sie sich bemüht Frieden in Länder zu tragen aus denen sich nun Flüchtlingsströme ergießen oder haben sie lieber interveniert, unter dem Deckmantel der Humanität und der Bekämpfung eines diktatorischen Systems?
  • Haben sie nicht versucht Demokratien in Gesellschaftssysteme zu tragen, die dafür noch gar nicht reif sind- oder vielleicht gar nicht so leben wollen wir in Mitteleuropa? Und warum haben sie das getan, ganz sicher nicht um den Menschen vor Ort zu helfen, da sind ganz andere Interessen dahinter, da geht es einfach nur um Ressourcen, Bodenschätze – schlicht ums Geld verdienen. Macht.
  • Sind Entscheidungen transparent, oder werden Akten unter Verschluss gehalten – wenn ja – da muss man sich ja doch auch wieder fragen aus welchen Gründen!
  • Wird sachlich und fundiert berichtet oder wird polarisiert und einseitig Stimmung gemacht?

Wer nichts zu verbergen hat, der wird sich sicherlich freudig einer Diskussion stellen und seine Meinung ehrlich kundtun. Es wäre doch so einfach sogenannte Verschwörungstheorien aus der Welt zu schaffen, indem man sie öffentlich widerlegt und zwar zusammen mit denen die gegensätzlicher Meinung sind. Und dann wird man ja sehen wie weit man kommt.

Am Ende erinnert mich das doch sehr an das vielgescholtene im Mittelalter:

Rüttel nicht an der gottgegebenen Ordnung, akzeptiere es und arbeite und nimm das was du von ihnen bekommst, die Brosamen ihrer Tafel, denn mehr hast du nicht verdient. Du bist ja bloß ein Angestellter, Bauer, ein Arbeiter, einer der sich ein Leben lang abrackert um gewissen ‚Eliten‘ ihren Lebensstandard zu ermöglichen. Und während du buckelst und knechtest, deinen Mund hältst weil die Allmacht des Staates nun weit in dein Privatleben hinein reicht und du ja nicht auffällig werden willst – immerhin hat man ja nur dieses eine Leben und möchte es doch irgendwie halbwegs sinnvoll verbringen, da sitzen sie und verpacken die nächste bittere Pille in bunte Glasur und verkaufen es dir als Bonbon. Wie krank das alles ist.

Natürlich passiert das nicht ohne dir vorher richtig Angst zu machen, immer schön auf dich einhämmern, überall, immer, bei allem was du tust. Und wenn die ganzen „Aluhutträger“ Recht haben, dann bald auch noch wenn du schläfst.

Frag dich doch mal selbst: Was hält Menschenmassen auf Linie bis das Fass überläuft und sich die ganze Angst, die Wut und die Frustration in einem gewaltigen großen Knall entlädt: Angst. Was fürchtest du?

Eigenverantwortung, Selbstbestimmung, Augenmaß tut not. Und ein bisschen Liebe zu seinem Mitmenschen, ob er nun hustet oder nicht. Ja, ich glaube, es ist Zeit, alles hinwegzufegen und einen Frieden zu machen, wie es noch keinen gab. Mensch, Pflanze, Tier, der ganze Erdball - im Miteinander und nicht gegeneinander.

Seid gesegnet!

Landerun

Mittwoch, 4. August 2021

Nahrhafte Landschaft Bände 1-4, Michael Machatschek / Buchbesprechung

Der Umgang mit der Landschaft, mit ihren Ressourcen hat sich im Laufe der Zeit grundlegend
gewandelt, nicht unbedingt zum Besseren. Das vielfach verloren gehende Wissen hat der Autor zur nunmehr vier Bänden zusammengetragen, die sich alle ein bisschen wie eine Erzählung lesen, gerade so als wandere man mit ihm durch Wald und Flur. Alle vier Bände enthalten das gesammelte Wissen von Menschen, die ihre Umgebung noch zu nutzen verstanden. Es ist ursprünglich, überliefert von einer Generation zur Nächsten, vielfach erprobt, selbstverständlich von Herr Machatschek selbst. Einiges war mir geläufig, anderes ist völliges Neuland. Die Bücher sind reich illustriert, es finden sich Fotos von den Pflanzen in Großaufnahme und auch von einzelnen Zubereitungsschritten. Der Autor gibt neben Impulsen auch detaillierte Rezepturen vor, die der eigenen Experimentierfreude Raum geben. Die Pflanzen werden dann genau beschrieben: es ist genauso wie ich das gerne hätte: die botanischen Namen, die volksmundliche Benennung, Beschreibung, Standort und ihre vergessen und neu entdeckten Verwendungsmöglichkeiten sowie immer der Verweis zu möglichen heilkundlichen Verwendungen.

Band Eins behandelt nach einem Exkurs in die Nachhaltigkeit der Landschaftspflege einiges an Wissen über altbekannte Pflanzen die von Anbeginn der Zeiten an für die Ernährung und Heilung von Menschen und Vieh genutzt wurden. Der Autor spinnt den Faden altbekannte Pflanzen wie Ampfer, Kümmel, Löwenzahn, Rapunzel, Rapotik, Nachtkerze, Waldgeißbart, Hopfen, Thymianweiter zu einigen Bäumen wie Rotbuche, Eiche, Ahorn, Linde, Schwarzpappel, Balsam Pappel, Fichte, einige Futterlaubsorten, schließlich Hagebutten, Kornelkirschen, Lampionblume. Nachfolgend wird die Verwendung von Pilzen flechten und Farnen als Mineralstofflieferant und Würzmittel dargelegt. Hierbei erklärt der Autor ganz genau wie man trocknet, dörrt, röstet, einmacht, einlegt. Im Buch eingestreut sind stets die Hinweise auf die mögliche Verwendung als Viehnahrung

Der zweite Band knüpft da an wo der Erste endete und teilt sich in die vier Jahreszeiten.

  • Der Frühling beschäftigt sich mit Schneerosen, Schlüsselblumen, Sanikel, Bärlauch, Waldmeister sowie der Herstellung von Essigansätzen und Kapernersatz.
  • Im Sommer geht es um Brennnessel, Wiesen-Knöterich, Gundelrebe, Mädesüß Wasserlinse, Rotklee und Meisterwurz.
  • Den Herbst versüßen uns Heidekraut, Heidelbeeren, Mahonie, Mispel, Schopftintlinge, Totentrompete.
  • Austernseitlinge und Keulenbärlapp beschließen den Winter. Zusätzlich sind Vogelbeere und Eberesche sowie die Walnuss und Zirbe beschrieben.

 

Band drei gliedert sich genauso auf wie Band 2, wobei der Autor hierüber die Nutzung der

  • Birke der Vogelmiere und des Wiesenschaumkrautes im Frühling erzählt,
  • der Sommer Fetthenne, Rosenwurz, Springkräuter, Holunder und Silberwurz vorbehalten ist.

Ein ganz eigenes Kapitel ist "delikates Wildgemüsepfandl für die schnelle Küche". Es ist sehr erstaunlich an was man alles vorüber geht das doch da in rauen Mengen wächst und nur gepflückt werden musste. 

  • Im Herbst schließlich kommen Hohlzahn, Berberitze, Brombeere, Nelkenwurz und Eicheln auf den Tisch, und im
  • Winter u.a. Judasohr.

 Das Buch Nummer 4 ist eine Abhandlung über die Verwendung und Wertigkeit von Ziegenmilch in Abhängigkeit von der Haltung und deren Heilwirkung enthalten, die man jeden anempfehlen könnte wo der Darm Probleme macht. Außerdem berichtet es vom Wiesenknopf, Sprossen und Spargel Gemüse, Geißfuß, Leimkraut, Weidenröschen, Faulbaum, Ferkel Kräuter, Ruchgras, Malven, Seegras, Haselnuss und Birne. Es erzählt von allerlei pflanzlichen Antibiotika und dem scheinbar aus der Mode gekommenen Würzen des Kaffees.

Es ist so traurig, dass das `Überkommene` so wenig Anklang findet, erlebe es ja selbst immer wieder. Dabei ist es höchste Zeit den Einkaufswagen gegen einen Sammelkorb zu tauschen. Das was wir zum Konsumieren angeboten bekommen – kann das noch gesund sein mit einen ungezählten Bearbeitungsschritten, Zusatzstoffen, Beimischungen? Ist denn es notwendig Salat oder Somthie zum Mitnehmen zu haben, ein Toastschnitzel oder ein Hühnchen als Snack? Herr Machatschek geht hart ins Gericht mit der dem Zeitgeist leider immer noch entsprechenden exzessiven Ausbeutung von Land, Getier und Pflanze. Diese Traurigkeit, Weh-Mut schwingt im Tenor aber mit, es muss, es wird und es soll bitte endlich besser, gerechter werden. Es ist keine Nostalgie, sondern eine unumkehrbare Notwenigkeit grundlegend etwas zu ändern. Mit dem Wissenden stürbe das Wissen, schriebe es niemand auf. Es sagt ja keiner, dass man sich nun ausschließlich von der Wiese ernähren kann oder soll, das wird in den wenigsten Fällen möglich sein. Doch begönne der Leser nach der Lektüre mit der Umsetzung, so würde solches Tun nicht nur kulinarisch bereichern. Jeder ist sind eingeladen, sich selbst zu beschenken.

Mittwoch, 28. Juli 2021

Eine Gustav - Sockenstrickmaschine vor der Restaurierung

 


In einigen Wochen wird die Aufarbeitung abgeschlossen sein, dann strickt der Gustav wieder. Danke Evelin für deine Bilder. 

 



Dienstag, 27. Juli 2021

Kräuter und Heilpflanzen für Frauen: Tees, Tinkturen und Salben aus der Naturmedizin selbst herstellen: Die besten Rezepte für Gesundheit, Schönheit und Wohlbefinden

Ein kleines, gerade mal 128 Seiten umfassendes Büchlein liegt in meinen Händen. Darin abgehandelt alle Beschwerden eines Frauenlebens, die man selbst behandeln kann. Das Ganze ist kurz und knapp beschrieben, so dass frau prompt die Informationen findet die sie braucht und diese auch sofort umsetzen könnte.

Selbstverständlich enthält das Buch eine Einleitung zu pflanzlichen Inhaltsstoffen und ihren Wirkungen, beschreibt die Hormone der Frau, wie man Heilpflanzen und Kräuter sammelt, konserviert und aufbewahrt. 

Es gliedert sich in die verschiedenen Lebensalter der Frau, ihrer Menstruation und deren Begleiterscheinungen, möglichen Hilfestellungen bei Problemen. Anschließend wird der unerfüllte Kinderwunsch und die verschiedenen Erkrankungen der Organe abgehandelt, immer mit  Blick auf die natürliche Behandlung. Die weibliche Brust, die Schilddrüse, die Psyche und das Klimakterium, Haut und Haar, Knochen und Gelenke und deren Bedürfnissen über die Jahre werden in den folgenden Kapiteln dargestellt. 

Das hübsch gestaltete Büchlein habe ich nun schon verschenkt, denn es ist kompakt, erschlägt nicht mit Wissen. Es ist eine Einladung sich selbst zu helfen, zu beobachten, ohne das frau sich dazu nun sofort in umfangreiches Studium stürzen müsste. Es ist perfekt für Neuankömmlinge, die gerade erst die Heilkraft der Natur entdecken. 

Autor: Larena Lambert
Bassermann Verlag; Originalausgabe Edition (17. Mai 2021)
Broschiert, 128 Seiten, ISBN‎ 978-3809443292
Preis 9,99 Euro

Rosen-Sirup nach alter Art „Mariendorn-Sirup“

 Oh, ich bin restlos begeistert, die Farbe haut mich jetzt wirklich um. Wunderschön. Und saulecker.

So wirds gemacht:

Drei Doppelhände voll sortierte Rosenblätter ohne Getier und Grünzeug werden in einem großen Gefäß mit dem Saft einer Biozitrone überträufelt, die Schale der Zitrone grob abreiben und mit in das Gefäß geben, alles vermischen.
Nun einen Liter lauwarmes Wasser hinzugeben, 2 Kilogramm Zucker, umrühren und abgedeckt einige Tage stehen lassen. Es muss mindestens so lange stehen, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat. Durch die Zitrone fängt der Sirup ein wenig zu gären an – das ist so gewollt. Immer mal wieder umrühren, die Blätter werden obenauf schwimmen.
Nach vier bis fünf Tagen abseihen, die Blätter gut ausdrücken. Den Sirup durch einen Dauerfilter laufen lassen um eine ganz klare Flüssigkeit zu erhalten. Kurz aufkochen und in vorbereitete Flaschen füllen.

Rosenlimonade: Auf ein Glas eiskaltes Wasser einen Teelöffel Sirup geben, umrühren, fertig. Wer es prickelnd mag nimmt Mineralwasser. Oder ein bisschen Natron hinzu – aber dann wird die Limonade nicht mehr roséfarben sein sondern bläulich schimmern. Schmecken tuts trotzdem 🙂.

Kalte Heimat - Buchbesprechung

Andreas Kossert Kalte Heimat Die Geschichte der deutschen Vertriebenen nach 1945
Im Zuge der Ahnenforschung begann ich mich wiederholt verstärkt mit der Herkunft meiner Großeltern zu befassen. Ich stieß auf noch mehr Widersprüchlichkeiten, auf Ungereimtheiten, fehlende Fakten, die stets einen kleinen Rest Fremdheit und Unverständnis zwischen mir und meinen Großeltern stehen ließen und mich schon als Kind in Teilen beschäftigt hatten. Herr Kosserts Buch „Kalte Heimat“ habe ich regelrecht verschlungen. Es half mir die Geschichte meiner Großeltern von Flucht und Vertreibung zu verstehen, zu begreifen warum von uns als Kindern gewisse Verhaltensmuster erwartet wurden, warum immer und immer wieder die gleichen Sätze wiederholt wurden.

Nicht damit genug, dass die Menschen aus Böhmen, Mähren, Schlesien, Pommern und so weiter ihre Heimat, alles was lieb und vertraut war, verloren hatten, viele Anverwandte in Folge der Strapazen und durch Gewalteinwirkung zu Tode kamen. Bei der Verteilung der Vertriebenen kam es zu einer ungeheuerlichen Unmenschlichkeit, die viele Familien für Jahrzehnte auseinanderriss und bis dato gewachsene soziale Strukturen, vorsätzlich und wissentlich zerstörte. Vor den anrückenden Sowjets und durch die wilden Vertreibungen waren 14 Millionen Menschen auf der Flucht, eine unvorstellbare Zahl.

Willkommen waren die „Neubürger“ nicht.  In der neuen zugewiesenen Heimat als Fremde, als Eindringlinge, als "Rucksackdeutsche“, „Flüchtlingspack“ und „Polacken“,  schlimmstenfalls als „Untermenschen“ aus dem Osten bezeichnet, hallt das kollektive Erlebnis der Vertriebenen in den nachfolgenden Generationen nach. Das Hauptaugenmerk der sowjetischen Besatzer lag in der vollständigen, unauflösbaren Assimilation der Flüchtlingen, die hier ein Viertel der  in die Stammbevölkerung ausmachten. Der große Bruder war nicht zu kritisieren, er war plötzlich der Freund und Befreier. Kossert schreibt, dass den den Vertriebenen in der DDR per se der Opferstatus abgesprochen wurde. Heimattreffen waren ebenso verboten wie die Pflege von Tradition und Brauchtum, wozu auch das Singenden der altbekannten Lieder und Weisen gehörte. 

In der westlichen Besatzungszone trachtete man danach die Vertriebenen möglichst schnell in neue Behausungen zu bringen, die Einquartierungen der unwillkommenen Menschenmassen geschah notfalls mit Waffengewalt. Die hinterletzten Kammern wurden geräumt, die gute Stube aber nicht, was auch irgendwie verständlich ist, es sind ja völlig Fremde, Deutsche ja, dennoch anders. Es gab auf dem Land in so gut wie jedem Dorf Bemühungen die sich gegen die Neuankömmlinge richteten. Die schiere Masse aber „sprengte alte verkrustete Strukturen“ und war wie Kossert sagt „wie Hefe im sozialen und wirtschaftlichen Gefüge Nachkriegsdeutschlands.“

Die verantwortlichen Alliierten, als auch die spätere Politik der BRD ließen die Menschen lange in der Hoffnung, dass eine Rückkehr möglich wäre, diese wurde mit der späteren Anerkennung der nach dem Krieg gezogenen Grenzen nachhaltig und unmissverständlich vernichtet. Natürlich forderten die Vertriebenen dies ein und auch heute noch ist die Heimat oft die Alte. Dafür wiederum wurden sie als Nationalisten beschimpft, als ewig Gestrige, das Totschlagargument Nummer Eins - es funktioniert immer noch. Es war ja nicht so, dass die Deutschen einfach so in gewissen Gebieten siedelten. Sie wurden von der Obrigkeit gerufen, um sich ihre Fähigkeiten zu bedienen, lebten dort über viele Jahrhunderte im bunten Völkergemisch.

Ich habe durch Andreas Kosserts Buch einen ganz großen Teil von mir selbst gefunden, einen noch größeren meiner Familie und wichtige Fakten ihrer Geschichte. Es ist ein Trauma das endlich aufgearbeitet werden muss, denn es ist eines das generationsübergreifend vorhanden, im Nebel der Zeit verblassend zwar – doch immer noch präsent ist. Über der Tür zum Schlafzimmer meiner Großeltern hing jedenfalls bis zu ihrem Ableben das Bild ihres Heimatortes. Auch nach so vielen Jahren in der neuen Heimat, nach der Gründung neuer Familien, dem Bau eines Hauses war doch das Sehnen und Trachten in einigen Teilen der Familie nach der alten Heimat bis zum Lebensende vorhanden. Ich kann mir nicht helfen – aber ist es uns doch in die Wiege gelegt, woher denn sonst die Rührung, das Glücksgefühl als ich das erste Mal im Riesengebirge war? Welches unfassbare Leid so vielen Menschen durch die Wahnhaftigkeit einiger Weniger zugefügt wird – unfassbar. Reichen wir uns alle zum Bund die Hände, machen wir einen Frieden, wie es ihn noch nie gab. Ich wünsche es mir so sehr.

Andreas Kossert - Kalte Heimat
Die Geschichte der deutschen Vertriebenen nach 1945

Paperback - € 16,00 [D] inkl. MwSt. / ISBN: 978-3-570-55101-1 / Erschienen am  09. November 2009

Montag, 26. Juli 2021

Eine Detex - Sockenstrickmaschine

 Die Firma Detex kannte ich bisher noch nicht. Vielen lieben Dank für die Erlaubnis die Bilder hier zeigen zu dürfen. Wer sie kaufen möchte, hier der Link zur Anzeige, den zu setzen ich versprach. 

    




Freitag, 18. Juni 2021

Rosen-Essig für Haut & Haar


Auf eine Handvoll Rosenblätter gib 750ml Bio-Apfelessig naturtrüb, verschließe das Gefäß und lass es
vier Wochen stehen, immer mal wieder schütteln nicht vergessen. Danach wird das Ganze abgeseiht, die Blätter ausgedrückt und weggeworfen. Die so gewonnene Flüssigkeit gib in eine dekorative Flasche, etikettieren nicht vergessen, fertig.

Dieser liebliche Essig, der den Duft und heilende Eigenschaften der Rose mit dem des Apfelessig wunderbar vereint lässt sich vielseitig anwenden. Er wirkt desinfizierend und hilft bei unreiner Haut, vergrößerten Poren, trockene Haut wird beruhigt. Natürlich muss der Rosenessig für diese Art der Anwendung als Gesichtswaschung verdünnen. Auf Pickelchen kann man ihn pur mit einem Wattebausch auftragen. Im Verhältnis 1:5 gemischt ein sauberes Leinentuch befeuchten und 10 Minuten auf das Gesicht legen, Augen zu. Danach abwaschen und trocken tupfen. Ein Schuss Rosenessig in das Haarspülwasser schenkt wunderbaren Glanz, entfernt Schuppen und beruhigt die Kopfhaut und wirkt der Neubildung von Schuppen entgegen. Unter der Dusche einfach ein bisschen Rosenessig in die Hand geben und über den Körper reiben. Nicht abspülen. Der Essiggeruch verfliegt und es bleibt nichts als Rose. Angeblich hilft der Rosenessig auch bei Insektenstichen, das werden wir bei Gelegenheit selbstverständlich ausprobieren. Kulinarisch passt Rosenessig zu Blatt- und Obstsalaten. 

Freitag, 11. Juni 2021

Wilde Heidelbeere - Eine Heilpflanze voller kosmischer Intelligenz

Es sind die kleinen Dinge die zu unseren Füßen wachsen, unscheinbar, manchmal in einer schier
unglaublichen Fülle, manchmal weniger bis fast nichts. So auch bei den Heidelbeeren, die an meinen Heimatort an vielen versteckten Stellen gedeihen. Das sie gut schmecken wissen Groß und Klein, schließlich sind viele Rezepte für Saft, Sirup, Brotaufstrich und andere Leckereien überliefert. Weniger bekannt ist wahrscheinlich, dass die Pflanze auch in der Heilkunde vielfach Anwendung findet. Getrocknete Heidelbeeren wirken z. B. wunderbar bei Durchfall, die Blätter und Wurzeln können bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Halsentzündungen, Hämorrhoiden und vielem mehr Linderung verschaffen. Die kleinen dunkellila Beeren enthalten viele verschiedene Vitamine und Mineralien in recht hohen Konzentrationen und sind somit unglaublich gesund. Wie sie wirken, in welcher Dosierung welcher Pflanzenteil angewendet werden muss, darüber berichtet dieses kleine niedliche Büchlein. Um sich der Urkraft der Beeren zu bedienen, müssen Sie sammeln gehen (bitte nicht mit einem Kamm), denn die Früchte aus dem Supermarkt sehen zwar hübsch aus, das war es aber dann auch schon. Die wunderbaren Eigenschaften der wilden Beeren gingen den Kulturheidelbeeren durch Züchtung auf Größe und Haltbarkeit zusammen mit ihrer Färbekraft verloren. Je dunkler desto wirksamer und köstlicher ist das Credo. Die Autorin hat etliche Rezepte hinzugefügt, die stimmungsvollen Fotos machen Appetit auf Bowle, Smoothie, Grütze, Eis, Sorbet, Muffins und Käsekuchen. Absolut genial sieht das blaue Heidelbeer-Risotto aus oder das Risotto mit Pfifferlingen, ich werde es definitiv diesen Sommer probieren. Im Übrigen kann man sich die heilkräftige Wirkung der Beeren auch für die Hautpflege Mittels Peeling oder Maske zunutze machen. Natürlich sind detaillierte Anleitungen vorhanden. Fast tut es mir leid das Gabriela Schwarz das Buch geschrieben hat, manches hängt besser nicht an „der großen Glocke“. Wer weiß, welche Massen dann wieder in die Wälder pilgern, mit Erntekamm und Eimer bewaffnet alles rupfend und niedertrampelnd was da wächst

Wilde Heidelbeere - Gabriela Schwarz
12,99 €, Kopp Verlag, ISBN  978-3864458125

Mittwoch, 2. Juni 2021

Das CDL-Handbuch, Gesundheit in eigener Verantwortung, mit Corona_update

Gilt Paracelsus’ Grundsatz noch: „Alle Dinge sind Gift und nichts ist ohne Gift; allein die Dosis
macht, dass ein Ding kein Gift ist
“? Und was ist mit dem Satz des Hippokrates: „Wer heilt, tut Recht?“ Bis heute tobt ein Feldzug gegen MMS und seine Weiterentwicklung CDL – aber warum eigentlich? Ja, es sind chemische Mittel – das ist Paracetamol, das in dauernden oder zu hohen Dosen nachweislich nierenschädigend ist, auch. Oder Arsen, welches zerebrale Krämpfe und gastrointestinale Beschwerden auslöst, aber in homöopathischer Verdünnung gegen Angst, Ruhelosigkeit und Beschwerden des Magen-Darm-Traktes Anwendung findet. Warum also dieser unmögliche Gebaren? Weil es keine wissenschaftlichen Studien gibt? Warum werden dann keine anberaumt? Angesichts der seit Jahren wachsenden Erfolgsberichte ist das tatsächlich die große Frage.

Die nüchternen Fakten hält dieses Buch nun schon in der 7. Auflage fest. CDL ist eine Weiterentwicklung des aus den gleichen Komponenten bestehenden MMS – nur wird das bei MMS entstehende Chlordioxid hier an Wasser gebunden, sodass eine bereits aktivierte ca. 0,3-prozentige wässrige Lösung entsteht. Die lässt sich nach der bebilderten Anleitung im Buch auch wunderbar selbst herstellen. Der Vorteil: Der dem MMS eigene chlorige Geschmack und der intensive Geruch geht der Lösung vollständig ab, sodass die Einnahme weniger problematisch ist. Die Wirkung von CDL ist ähnlich und kann mit DMSO verstärkt werden.

Die Autorin Dr. med. Antje Oswald ist Ärztin, hat MMS und CDL selbst ausprobiert und konnte so die gemachten Beobachtungen bei sich selbst und anderen Menschen einordnen und bewerten. Die Indikationsliste ist beachtlich: Nach eigener Aussage hat sie unter anderem bei allen Arten von Infektionen, auch bei Lebensmittelvergiftungen, bei Allergien, Blasen- und Augenentzündungen, Bronchitis, Borrelien, Herpes, Pilzbefall, selbst bei Heuschnupfen, Schlafapnoe, bei Entzündungen des Zahnfleisches und Parodontose signifikante Besserung und Ausheilung beobachten können. Auch Risiken und Nebenwirkungen – ja auch diese gibt es – werden detailliert aufgezeigt. Lassen Sie besondere Vorsicht walten bei Leber- und Nierenerkrankungen, bei Überempfindlichkeit oder Allergie auf Chlor, bei Erkrankungen des Herzens und bei der Einnahme von Blutverdünnern.

Die 7. Auflage des Buches enthält zudem ein Update zum Coronavirus, wobei hier das Hauptaugenmerk auf der Stärkung des Immunsystems und der Psyche liegt. Dr. Oswald beschreibt, wie CDL vorbeugend eingenommen werden könnte und was bei der Individualisierung der Verabreichung in die Entscheidungsfindung einfließen muss. Was im Fall einer Covid-Erkrankung zu tun wäre, wird ebenfalls ausführlich beschrieben. Leider enthält das Buch an dieser Stelle keinen Hinweis auf die vielversprechenden Studien der Universität El Alto in Bolivien, laut denen sich Chlordioxid als äußerst wirksam gegen Covid-19 erwiesen hat. Es wurde bereits im September 2020 als einsatzfähiges Mittel bestätigt und wird dort in großen Mengen hergestellt.

Womit wir wieder bei der Ausgangsfrage sind: Warum werden hierzulande keine Studien anberaumt? Eine Antwort könnte die sein, die schon Entdecker Jim Humble geliefert hat: Richtig angewendet, sind die üblichen Neben- und Wechselwirkungen von Medikamenten so gut wie ausgeschlossen, und zudem ist eine Resistenzbildung gegen CDL/MMS so gut wie ausgeschlossen. Das Mittel könnte ein einfacher, viel zu günstiger und nicht patentierbarer Deckel zu Pandoras offener Keimkiste und die Antwort auf die monströse Verschwendung von Antibiotika sein.

Das CDL-Handbuch, 7. Aufl. mit Corona-Update, Dr. med. Antje Oswald, Daniel-Peter-Verlag, 262 Seiten

ISBN: 978-3-9819954-4-2, € 24,-

Sonntag, 30. Mai 2021

Maiwipferl-Kräutersirup

Mutter Natur beschenkt uns immer reichlich, besonderes im Frühjahr. Zeit für mich einen Maiwipferlsirup
herzustellen, den ich natürlich – wie immer – frei Schnauze angesetzt habe. Ziel war etwas für die angekratzte Lunge meines Bruders zu kreiren, in der Hoffnung das es ihm gut täte.

So geht´s:

2 Handvoll Fichtenspitzen (von der Seite und nicht länger als 2 cm) werden zusammen mit
1 Handvoll Huflattichblätter und Blüten, (frisch)
1 Handvoll getrockneter Kamillenblüten und ebenso viel
Spitzwegerichkraut, frisch
Melissenkraut, getrocknet,
Pfefferminzkraut, getrocknet
2 Esslöffel Fenchelsamen – die vorher etwas angequetscht werden können,
1/2 Handvoll Wiesensalbei, frisch1/2 Handvoll Heublumen vermischen und in so viel heißes Wasser geben, dass die Kräuter knapp bedeckt sind. Ggf. muss man ein wenig Wasser nachgießen, denn die trockenen Kräuter saugen das Wasser auf

2 Tage stehen lassen, Wasserstand kontrollieren, immer mal wieder am Gefäß rütteln. Anschließend seihen, den Kräuterrückstand gut ausdrücken, ich hab es mit der Tinkturenpresse ausgedrückt. Die so gewonnene Flüssigkeit habe wird zu einem Sirup eingekocht. Fertig ist ein wirklich leckere Kräutersirup. Davon gebe ich ein ganz klein bisschen in ein Glas eiskaltes Wasser oder später im Jahr in der Erkältungszeit in heißes Wasser.


Generation Maske - Buchbesprechung

Machen Sie sich Sorgen um ihre / unsere Kinder? Ist das Ergebnis Ihrer Überlegungen auf sie hinsichtlich
der Auswirkungen des Pandemiegeschehens verstörend? Wenn Sie sich Ihren Befürchtungen stellen und einen anderen Blickwinkel wagen möchten, der das ganze Drama aus der Sicht der Kinder und Jugendlichen sieht, dann sei Ihnen Prof. Stefan Hockertz Buch anempfohlen. Als Pharmakologe, Toxikologe und Immunologe ist er befähigt die sozialen und gesundheitlichen Wechselwirkungen sachlich in Relation zu setzen.

Es ist erschreckend: was er beschreibt sehe ich in Teilen in meinem Umfeld. Schau so oft in leere, traurige, fragende Augen, auch bei meinen Eigenen sehe ich hin und wieder diesen Blick, immer die Frage: Wann wird’s mal endlich wieder richtig Leben? Stumpfe Augen, da wo früher lebendiges Funkeln und Neugier war. Resignation weicht Entdeckungslust, Lebensfreude Melancholie.

Mittlerweile gibt es unzählige Studien, die den Ausführungen von Dr. Hockertz Recht geben, die gerade angesagte Maxime ad absurdum führen. Doch die Kinder leiden weiter, mehr oder weniger laut, je nach Naturell und Veranlagung, sie haben keine Lobby. Es vermehren sich Entwicklungs- und Angststörungen, Verhaltensausfälligkeiten – das kann man doch nicht wirklich wollen?! Der Vergleich mit Kriegskindern hinkt, hier handelt es sich um eine unsichtbare Bedrohung, die, wie wir nach einem Jahr gesehen haben, in Gänze gottlob doch nicht ganze Landstriche ausgerottet hat. Doch von Anfang an wurde von den furchtbarsten Szenarien hysterisiert – frage sich jeder selber warum. Selbstverständlich trug man die ersten auferlegten Maßnahmen geduldig mit, man wusste ja nicht was kommt. Man arrangierte sich, hoffte, das ganze Übel wäre bald vorbei.

Doch nach einem Jahr darf man konstatieren, dass Kinder unter dieser Irrlichterei, mit Ausgrenzung, Isolation, Angst und Druck traktiert, nur schwer zu den Charakteren heranreifen können, deren Anlagen sie in sich tragen. Sie werden in einer Art und Weise stigmatisiert, die einer angeblich so hochentwickelten Gesellschaft wie der Unseren unwürdig ist. Wir sind weder in der Lage unseren Kindern Sicherheit zu bieten, noch sie zu schützen. Als Staat nicht und als Eltern nicht. Möge der Himmel Kinderseelen vor Angst und Irrsinn und uns alle vor bewusst panischen Schlagzeilen und Möchtegern-Expertenrunden schützen. Bitte: Reden wir miteinander, alle. Kehren wir zurück zu einem sachlichen, fundierten Dialog, unserer Kinder und um unseres Seelenfriedens wegen. Möge das Buch helfen aufzurütteln, Zusammenhänge zu erkennen, möge es helfen zu einer Stärke zu finden, die unsere Schutzbefohlenen so dringend an uns benötigen. Möge es helfen neue Wege zu beschreiten, die den Bedürfnissen der nachwachsenden Generation Rechnung tragen. Mögen es helfen, das was zu tun ist zu tun und es sei getan nicht um der 30 Silberlinge wegen.

Generation Maske: Corona: Angst und Herausforderung

Autor Stefan Hockertz,
ISBN 9783864458194

Samstag, 8. Mai 2021

Haferflocken-Gemüseauflauf mit Kräutersauce

  •  120g frisch gepresste Haferflocken,
  • 6 Esslöffel heißes Wasser,
  • 200g fein geriebene Möhre,
  • 2 Eigelb,
  • 2 Eischnee,
  • 50g Butter,
  • Salz, frische, gehackte Petersilie,
  • eine kleine Zwiebel.

Die Haferflocken werden im heißen Wasser 10 Minuten eingeweicht, dann in die schaumig gerührte Butter gegeben, Eigelb, Salz, Petersilie, fein gehackte Zwiebel und die Möhren dazu, alles gut verrühren, zuletzt den Eischnee unterziehen.

Die Masse in eine gebutterte und mit Haferflocken ausgestreut Auflaufform geben und eine halbe Stunde bei Mittelhitze backen.

Für die Kräutersoße:

In 40 g Butter eine kleine, fein gehackte Zwiebel anbraten,
40 g Hafermehl hinzufügen und eine helle Einbrenne herstellen.
In 1/4 Liter Sahne ein Sträußchen Gartenkräuter (Brennnessel, Giersch, Wiesenschaumkraut, Löwenzahn, Gänseblümchen, Schnittlauch..) fein wiegen und zu der Sahne geben.
Ein 1/4 Liter Gemüsebrühe oder Wasser unter die Einbrenne ziehen, gut verquirlen, dann die Sahne mit den Kräutern hinzufügen, einmal aufwallen lassen.
Mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken.

Donnerstag, 8. April 2021

Pandemie: Gefährdet eine Seuche die Welt? - Buchbesprechung

Ich finde den Titel unglücklich gewählt, denn er erzeugt eine falsche Erwartungshaltung, die viele
davon abhalten könnte, das Buch überhaupt in die Hand zu nehmen. Dabei ist es perfekt geeignet für alle, die sich noch nie damit beschäftigt haben, was Gesundheit eigentlich ist und wie ihre Abwesenheit mit Medikamenten und Ernährung in Zusammenhang steht.

Obwohl das Buch also von weit mehr handelt, ist die aktuelle Lage natürlich der Aufhänger. Beschrieben werden die den Menschen begleitenden Seuchen und der Weg zum gefeierten Allheilmittel, der Impfe. Anschließend geht es um Biowaffen, die beileibe keine moderne Erfindung sind, gefolgt von einem Gedankenspiel, ob das Covid-19-Virus nicht aus einem Labor entschlüpft sein könnte.

Dann aber, und zwar schon ab Seite 52, geht es um übergreifende Dinge, nämlich die faszinierende Welt der Mikroorganismen und ihr Zusammenleben mit uns. Sie sind lebenswichtig für viele Abläufe auf dem wunderschönen blauen Planeten. Vieles ist noch verborgen, nicht entschlüsselt – doch sicher ist, dass sie uns hinsichtlich ihrer Überlebensstrategien weit überlegen sind. Eindrucksvoll wird aufgezeigt, dass sehr wohl verbesserte Hygiene, nicht aber eine hemmungslose Desinfizierung unserer Umwelt zu unserer Gesundung beitragen kann und wird. Es ist der Auftakt zur Passage, in der es ums Eingemachte zum Thema Impfen geht. Ich wusste zum Beispiel nicht, dass der Arzt Edward Jenner die Pockenimpfung an seinem eigenen sechs Monate alten Säugling ausprobiert hat und dieser dann schwerst geistig behindert war. Diese und viele andere Dinge werden einfach verschwiegen, man erfährt sie auch nicht an der Schule. Somit fehlt ein wichtiger Teil der Wahrheit, der hier auf den folgenden Seiten zusammengefasst nachgelesen werden kann. Ungeheuer wichtig und hochaktuell: Sie erfahren, wie der mRNA-Impfstoff funktioniert … Ganz ehrlich: Mich gruselt es da.

Der Großteil des Buchs handelt aber nicht vom leidlichen, die Medien beherrschenden Thema. Es geht um eine Erfindung der Natur, die mich jedes Mal ehrfürchtig staunen lässt, wenn ich über sie lese: das Immunsystem. Wie es funktioniert, uns gesund erhält und wie es unterstützt werden kann, davon handeln die restlichen 200 Seiten. Kompakt und mit Quellen belegt findet sich hier alles Wichtige, um sich selbst zu helfen. Das geht bei gesunder Ernährung los: Was ist in Soja, Milch und Milchprodukten drin? Warum ist moderner Weizen nicht sonderlich gesund? Was veranstaltet Gluten im Darm? Was bewirkt zu viel bzw. der falsche Zucker? Was richten Zusatzstoffe wie beispielsweise Glutamat und Nitritpökelsalz an? Was ist Übersäuerung und Verschlackung, welchen Einfluss haben Stress, Erschöpfung und dauernde Sorgen auf das Immunsystem? Was hat das alles mit der Magensäure, einem krankhaften Darm, Allergien und Lebensmittelunverträglichkeiten zu tun?

Erfreulicherweise fußen die aufgezeigten Lösungsansätze auf dem Prinzip der Ganzheitlichkeit. Damit führt es den Leser, will er die Ratschläge beherzigen und umsetzen, zurück in die Anbindung an die Erde, zu einem bewussteren Umgang mit sich selbst und damit auch ein gutes Stück zur eigenen Gesundheit.

Im Grunde ist das Buch also ein kompaktes Einsteigerbuch, das man jedem Menschen offerieren kann, der willens ist, bei der Problemlösung die Perspektive zu wechseln.

Brigitte Hamann

Kopp Verlag

330 Seiten

ISBN: 978-3-864457-85-2

€ 19,99

Kokostherapie für Haustiere - Buchbesprechung

Zugegeben, ich hätte mir nie Gedanken darüber gemacht, was in der Tiermedizin so veranstaltet wird,
wenn wir nicht selbst eine schottische Faltohrkatze im Alter von neun Monaten übernommen hätten. Als dann die ersten Termine beim Tierarzt fällig waren, fing ich an, den Status quo zu hinterfragen, und machte mich auf die Suche nach Alternativen. Dass dieses Buch mich fand, möchte ich als glücklichen Zufall bezeichnen – wer schaut schon in Richtung Kokosöl?

Bruce Fives Ratgeber enthält zahlreiche Erfahrungsberichte von Haustierhaltern, die erfolgreich Kokosfett bei diversen Leiden ihrer Lieblinge angewendet haben. Ich wusste zum Beispiel nicht, dass Parasiten wie Flöhe und Würmer, ja selbst Zecken einen großen Bogen um Kokosöl zu machen scheinen. Auch den positiven Effekt auf Zähne und Zahnfleisch – und damit auf Mundgeruch – konnten viele Anwender beobachten. Wenn Sie einmal selbst eine Weile die eigenen Zähne oder die Ihres Haustieres (sofern es sich das gefallen lässt) mit Kokosöl putzen, dann werden Sie feststellen, dass hier eine signifikante Besserung bei etwaigen Problemen eintritt. Weißer, fester, gesünder. Berichtet wird außerdem, dass Wunden schneller abheilen, das Fell glänzender und weicher wird und selbst bei Demenz und alters­bedingten Erkrankungen gewisse Fortschritte erzielt wurden.

Eigentlich hätte ich darauf vorbereitet sein müssen, dass es in der Tiermedizin und in der Tierernährung nicht viel anders sein kann als bei uns. Studien über die Schädlichkeit gewisser Zusatzstoffe und Rezepturen gibt es zuhauf, dennoch ist es bis heute eine Odyssee, das richtige Futter zu finden. Auch hier gibt das Buch Hilfestellung: Es beschäftigt sich ausführlich mit der Frage, warum unsere Haustiere überhaupt krank werden und wie ihnen mit entsprechender Ernährung zu helfen bzw. dem ganzen Geschehen vorzubeugen ist.

Hätte man das alles vorher gewusst, dann hätten die zwei Boxer meiner Freundin sicherlich nicht eingeschläfert werden müssen: Sie hatten schwere Allergien – egal was sie probiert hat, es wollte und wollte nicht besser werden. Am Ende hing ihnen das Fell in Fetzen herunter und es blieb nur die erlösende Spritze. Dass mit der Tiermedizin, mit Tiernahrung und allerhand Popanz Unsummen von Geld verdient werden, dürfte klar sein. Hier ist es wie überall: Das Wohl der Kreatur steht nicht über dem Wohl des Geldbeutels gewisser Leute.

Unserer Mydhi jedenfalls geht es blendend. An manchen Tagen hatte sie eine gewisse Bewegungsunlust und man hatte den Eindruck, dass ihr die Knochen wehtun. Das mag stimmen, titulieren diverse Blogs im Internet diese Rasse doch als Qualzucht. Die geknickten Öhrchen, mit denen sie übrigens sehr gut hört, sind jedenfalls nicht die einzigen Körperteile, in denen unzureichend Knorpel vorhanden sein sollen. Um diesen Mangel auszugleichen, haben wir bei der Auswahl des Futters darauf geachtet, nur hochwertige Nahrung ohne Zucker und Getreide zu kaufen. Doch da sie jegliche andere Gabe von knorpelstärkenden Substanzen verweigert, waren wir etwas hilflos. Also starteten wir nach der Lektüre des Buches einen Versuch. Jetzt bekommt sie seit acht Wochen regelmäßig Kokosfett. Manchmal nimmt sie es, manchmal nicht – insgesamt ist sie aber wesentlich agiler und sprungfreudiger geworden.

Die Kosten für das Mittel halten sich in Grenzen, es schadet nichts – wenn Sie also Ihrem Tier helfen möchten, gesünder oder gar gesund zu werden, sollten Sie es unbedingt ausprobieren.

Bruce Fife
Kopp Verlag

336 Seiten
ISBN: 978-3-864457-97-5
€ 14,99