
Eins sucht doch wirklich jedes Jahr Mitteleuropa heim, die Influenza, die
Grippe. Wer schon mal eine hatte der weiß wie sich das anfühlt. Mich hat es
2018 erwischt und ich habe ewig gebraucht mich davon zu erholen, gleichwohl ich
kein hohes Fieber hatte und irgendwie auch nicht so die direkten Symptome einer
Influenza. Aber es war eine wie man durch Abstrich unzweifelhaft nachweisen
konnte. Und nun kraucht noch eine weitere Pestilenz scheinbar unaufhaltsam über
den Erdball, ganz egal wie sie sich nennt und wer sie erschuf: Corona ist in
aller Munde. Und wie ich so darüber nachdachte und auch über das Wort Pestilenz
(ich mag das irgendwie), da fiel mir das Vier-Diebe-Öl auch Thievesöl ein,
dessen Rezeptur angeblich aus dem Mittelalter stammt. Es besteht aus 4,
optional 5, hochwirksamen ätherischen Ölen, die zusammengenommen ein
unglaubliches Wirkspektrum aufweisen. Nachdem das fertige Ölgemisch ja nun
nicht gerade günstig ist, habe ich diverse Literatur gewälzt um Rezepturen zu
vergleichen. Schlussendlich habe ich mir für 60 € ätherische Öle beim Händler
meines Vertrauens bestellt und nun 9 Flaschen a 50 ml herausgebracht. Das Ganze
hat unheimlich Spaß gemacht, die ganze Wohnung riecht wunderbar nach Nelken und
Zimt, Rosmarin, Eukalyptus und Zitrone.
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Achtung: Die folgenden Informationen ersetzen keinesfalls den Besuch bei Arzt. Sie stellen auch keine Beratung dar sondern dienen ausschließlich informativen Zwecken. |
Im Herbst nun geisterten diverse Schlagzeilen über das Aus der Antibiotika
durch die Gazetten, es trat eigentlich genau das ein was Herr Buhner schon vor
Jahren gesagt, wovor so viele naturheilkundlich interessierte, der Mutter Erde
zugewandte Menschen schon seit Jahren warnen: die Büchse der Pandora ist offen
und der Rezeptblock bleibt im jungfräulichen Rosa, es gibt nichts Neues mehr so
heißt es. Und während nun die einen versuchen krampfhaft alle Nachrichten
irgendwie so hin zu biegen, das keine allgemeine Panik ausbricht, wundern sich
die Anderen über den Aufwand der betrieben wird und das Virus einzudämmen.
Kehren wir zurück zum Vier-Diebe-Öl und schauen uns einmal die Zusammensetzung
an.
Zum Ersten wäre da
Eukalyptus, der Baum, dessen Ursprungsland Australien
ist. Er ist der höchste Laubbaum der Erde, in seinen Wäldern ist die Luft so
rein und Klar als Atme man pure Erdmagie. Schon die Spanier legten damit während
der Kolonialzeit Sumpfgebiete trocken und gedachten so der Malariamücke die
Lebensgrundlage zu entziehen. Es gibt etwa 500 verschiedene Arten, sein Holz
ist recht hart, seine blaugrünen Blätter duften aromatisch. Die Wuchshöhe
beträgt bis zu 150m. Eukalyptus wirkt
keimtötend und
entzündungshemmend
auf die Atemwege, außerdem
schleimlösend und
fiebersenkend. Durch
das Einatmen werden die roten Blutkörperchen aktiviert, Eukalyptus belebt und
steigert die Konzentration. Er harmoniert gut mit Lavendel, Melisse und
Zitrone.
Innerlich angewendet wird der Teeaufguss der Blätter oder ein bis
zwei Tropfen in eine Tasse warmen Wasser zusammen mit einem Teelöffel Honig.
Zur
Desinfektion der Raumluft versprüht man eine 2 prozentige Emulsion, diese
tötet bis zu 70% der in der Raumluft schwebenden Staphylokokken!
Das nächste Öl ist das der
Nelke, welches per Wasserdampfdestillation
aus den Zweigen und Blüten hergestellt wird. Die Chinesen kannten Gewürznelken
schon vor 2000 Jahren. Sie sind
außergewöhnlich stark keimtötend, was
nach einschlägiger Literatur schon damals bekannt gewesen sein soll. So wurde Nelkenöl
gegen Cholera, Diphtherie, Tuberkulose und Milzbrand eingesetzt. Es wirkt auch
sehr gut gegen Streptokokken, Staphylokokken und Colibakterien. Es wirkt auch
stimulierend
bei Schwächezuständen, in jedem Fall
desinfizierend und eignet sich zur
Verräucherung und in der Duftlampe - auch im freien - denn es hält zuverlässig
Insekten fern.
Eine weitere Inkredenz, wenn auch in manchen Rezepten als optional
angeführt, wäre das
Rosmarinöl, welches ebenfalls per
Wasserdampfdestillation des blühenden Krautes hergestellt wird. Rosmarin ist
ein immergrüner buschig verzweigter Halbstrauch, es wirkt
anregend auf
Herz und Kreislauf und bei Erschöpfungszuständen, es stärkt das Nervenkostüm
und fördert die Konzentration, es wirkt
entzündungshemmend und
krampflösend
und ist von daher ein gutes Mittel bei allen Erkrankungen der Atemwege, auch
bei Influenza und Asthma. Es wird sowohl innerlich (als Tee bei Herzschwäche
Verdauungsstörungen und Kopfschmerzen, sowie für Leber- und Gallenstärkung) als
äußerlich (als Massageöl, Badezusatz, und Einreibung bei Durchblutungsstörung,
Nervenschmerzen und rheumatischen Beschwerden) angewendet.
Es soll nicht
während der Schwangerschaft eingenommen und bei Epilepsie gemieden werden.
Zimtrindenöl gewinnt man aus dem Zimtbaum, welcher auf Sri
Lanka, in China und Indien immergrün bis zu 10 m hoch aufstrebt. Für unser Öl
brauchen wir unbedingt das der Zimtrinde, nicht das Öl der Blätter. Die Öle
unterscheiden sich grundsätzlich in der Zusammensetzung und damit auch in der Wirkungsweise.
Das Rindenöl regt Herz und Kreislauf an, ist
sehr stark antiseptisch und
tötet sogar die Erreger von Typhus in hoher Verdünnung noch ab. Es wirkt
krampflösend
und
zusammenziehend,
verdauungsfördernd und
magenstärkend.
Es
stimuliert und er
wärmt. Es verströmt einen angenehmen süßen
warmen Duft, wirkt leicht
anregend und verschafft bei Erkältungskrankheiten
und Influenza schnell Linderung. Es harmoniert sehr gut mit allen Ylanh Ylang,
Sandelholz Jasmin, Lemongras und auch Bergamotte. Angewendet wird es äußerlich
für Massagen, Kompressen bei krampfartigen Magenschmerzen und schmerzhafter
Menstruation, als Badezusatz und natürlich bei Grippe und Erkältung. Innerlich
ein bis zwei Tropfen auf einen Teelöffel Honig in einer Tasse Wasser aufgelöst
ein bis zweimal täglich trinken.
Nicht überdosieren da das Kopfschmerzen und
Müdigkeit auslösen kann.
Das letzte Öl ist das der
Zitrone, was wir von jeher mit Sauberkeit verbinden,
da Reinigungsmittel (synthetisch) mit Zitrone beduftet werden. Freilich kann
man diesen Geruch nicht gleichsetzen mit dem, des per Kaltpressung der Fruchtschalen
hergestellten ätherischen Öles. Zitronen sind etwa 5 m hohe immergrüne Bäume,
die faszinierenderweise fast ganzjährig blühen und ständig Früchte
nachproduzieren. Auch das Zitronenöl wirkt
sehr stark antiseptisch und
bakterizid. Der Saft ist so stark, dass er in kurzer Zeit so viele Keime
abtötet, dass sogar abgestandenes Wasser wieder genießbar werden soll. Zitrone
desinfiziert
sowohl Flächen als auch die Raumluft. Es wirkt
erfrischend bei Schwächezuständen,
entzündungshemmend und
stärkend und unterstützt so die
körpereigenen Abwehrkräfte. Äußerlich kann es angewendet werden als Massageöl, in
Duschgels und als Badezusatz. Da ist auch auf der Haut seine wohltuenden
Eigenschaften entfaltet, wirkt es natürlich alleen entzündlichen Prozessen wie
z. B. Akne entgegen. Juckende Insektenstiche geben Ruhe bedröpfelt man sie mit
Zitrone. Bei Schnupfen und Stirnhöhlenvereiterung bringt ein kleiner Wattebausch
mit Zitrone beträufeln und in das Nasenloch gestopft doch recht schnell
Abhilfe. Den Meisten von uns wird die heiße Zitrone als Mittel bei Erkältungen
geläufig sein, bei Halsschmerzen auf eine Tasse warmes Wasser den Saft der
frischen Zitrone geben und damit gurgeln. So beugt sie vielen Infektionskrankheiten
vor und hilft - oh Wunder - auch bei übersäuertem Magen.
Dieses Gemisch ätherischer Öle hat eine ausgesprochen starke Wirkung gegen
Viren und Bakterien. Doch wie wendet man es aber nun an?
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Zur Desinfektion der Raumluft könnte man es
vernebeln bzw. in der Duftlampe verdunsten lassen. Man könnte auch ein kleines Taschentuch
mit ein paar wenigen Tropfen auf die Heizung legen.
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Zur Desinfektion von Böden und Flächen einige Tropfen ins Wischwasser geben.
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Da in der Küche die größte Bakterienschleuder
meist Schwämme, Bürsten und Lappen sind, die man sowieso regelmäßig ersetzen
muss, schadet etwas Öl auch hier nicht.
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Ich habe die Toilettenrolle innen auf der
Pappe etwas betropft, so verduftet sich das Öl in Toilettennähe und
entfaltet auch dort seine wohltuende Wirkung.
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Einige Tropfen in der Waschmaschine und
in der Geschirrspülmaschine wirken auch hier desinfizieren und beugen
schlechten Gerüchen vor.
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Mit etwas Alkohol verdünnt und in die Schuhe
gesprüht wird sicherlich wie eine Verjüngungskur auf diese, man denke nur
an die Zimtsohlen. Alkohol deshalb, weil diese zuverlässig trocknet.
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Als Badezusatz und zur Inhalation
bei Erkältungskrankheiten einige Tropfen ins Wasser geben.
Verdünnte Anwendung auf der Haut: Bitte auf ein Schnapsglas Trägeröl
3 bis 5 Tropfen Thievesöl geben. Als Trägeröle kommen in Frage: Olive, Mandel,
Sonnenblume, Jojobaöl, Traubenkern,
auch
Kokus, welches man vorher erst aufschmelzen muss.
Anwendung des verdünnten Thievesöls:
Es kommt zum Einsatz:
- als Massageöl bei Rückenschmerzen oder bei
Gelenkschmerzen verwenden. Es ist hier wohltuend, schmerzlindernd und
wärmend.
- Bei Erkältungen Brust, Rücken und Fußsohlen einreiben.
- Pickelchen,
entzündliche Prozesse auch bei Haustieren können ebenfalls mit dem verdünnten
Öl betupft werden.
- Zur Pflege von Zahn und Zahnfleisch kann es zum Gurgeln und spülen
verwendet werden. Wer es mag und wem es
nicht zu scharf ist kann auch seine Zahnpasta damit präparieren. Ein
Rezept für ein selbstgemachtes Zahngel findet sich hier. Auch dies kann
mit Thievesöl sinnvoll ergänzt werden.
- Schließlich darf ein kleines Fläschchen in die Handtasche wandern und wann
immer man seiner desinfizierenden Wirkung bedarf ein nützlicher Helfer sein.
Der Duft des Öles hält lästige Insekten fern und schützt unsere Zimmerpflanzen
vor und bei parasitären Befall.
Das Vier- Diebe-Öl ist ein wahrer Tausendsassa in seiner Kombination und
riecht wunderbar nach Weihnachten.
Und so wird es gemacht: (ich habe die sechzig-fache Menge hergestellt)
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2 ml (entspr. 40 Tropfen) ätherisches Nelkenöl
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2 ml (entspr. 40 Tropfen) ätherisches Zitronenöl
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1,75 ml (entspr. 35 Tropfen) ätherisches Zimtrindenöl
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0,75 ml (entspr. 15 Tropfen) ätherisches Eukalyptusöl
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0,75 ml (entspr. 15 Tropfen) ätherisches Rosmarinöl
Die Öle miteinander in eine saubere dunkle Glasflasche füllen. Braunglasflaschen aus der Apotheke sind hier bestens geeignet. Nimm solche mit Tropfeinsatz. Beschriften nicht vergessen!
Dosierung ätherischer Öle und Ölmischungen:
- Für Körper- und Massageöle: 25 Tropfen auf 50 ml
- Für die Inhalation in einer großen Schüssel: 8 bis 10 Tropfen, 10 Minuten
lang, zwei bis dreimal täglich.
- Für Vollbäder 3 bis 6 Tropfen
- Bademilch: 100 ml pflanzliche Milch mit drei bis sechs Tropfen vermischen
- Kompresse: eine Schüssel warmes Wasser und zwei Tropfen Öl, gut umrühren
damit sich ein Ölfilm bildet. Nun ein zusammen gefaltetes Leinen- oder Taschentuch
oberflächlich eintauchen, nicht vollständig hinein drücken!. So entsteht ein
gleichmäßiger dünner Film auf dem Tuch. Dieses mit der feuchten Seite zur Haut auflegen,
mit einem Wolltuch, Handtuch o. ä. abdecken. Lassen Sie es zwischen 15 Minuten
und einer Stunde liegen.
So wie das selbstgemachte
Zahngel mit vier Diebe Öl versetzt werden kann, so
können Sie auch eine
keimtötende Creme damit herstellen. Alles was Sie
brauchen sind 30g lanolinfreie Salbengrundlage, diese erhalten Sie in der
Apotheke. Lassen Sie sich die Salbengrundlage gleich in so genannte Unguatorkruken
abfüllen. Das sind Salbengefäße mit beweglichem Boden und einer kleineren
Öffnung zusätzlich im Deckel. Dadurch ist das Dosieren sehr einfach und es muss nicht immer mit den Finger hineingelangt werden.
Für das Flaschenetikett:
Thieves-Öl / 4-Diebe-Öl
Antibakteriell, antiseptisch, antiviral, immunstärkend, krampflösend,
erfrischend durchblutungsfördernd, schmerzstillend.
Zutaten: Eukalyptus radiata, Gewürznelke (Syzygium aromaticum), Rosmarin
(Rosmarinus officinalis), Zimt (Cinnamomum verum), Zitrone (Citrus limon).
Hergestellt am xxxyyyy0, Kühl & dunkel lagern
Verdünnen
in Ölivenö(o.ä.) 3-5 Tr. auf 1 TL. Innerlich das schon verdünnte Öl mit
pflanzlicher Milch mischen – 1Tr. auf 120ml.
ANWENDUNG: Erkältung verdünnt auf oberen
Rücken Brustkorbmitte auftragen, Fußsohlen einreiben. Inhalieren. Hals- & Kopfweh: 1 verdünnter Tr. mit 1 EL Wasser
gurgeln & schlucken. Zähne / Zahlfleisch – verdünnt in Zahnpasta verwenden, 1 Tr. Zw. 2 Finger Zahnseide durchziehen.
Akne: verdünnt auf die betroffenen Stellen
auftragen. Massageöl: einige Tr. in Basisöl.(olive,
Sonnenblume, Kokus…) Fußpilz: Zehen / Füße mit verdünnten
Öl einreiben. Insektenstiche: verdünnt auftragen.
Im Haushalt: Duftlame zur Luftreinigung &
Konzentrationssteigerung. Desinfektion: einige Tropfen in
den Geschirrspüler geben, solo in Waschmaschine, ins Wischwasser.
Haustiere: verdünnt auf Wunden
auftragen, zum Reinigen von Käfig, Katzenklo. Pflanzen: 10 Tropfen mit 1/2
Tasse Wasser mischen, Pflanzen besprühen um Insekten abzuhalten. Unterwegs: verdünntes Öl auf Reisen als
antibakteriellen Schutz verwenden – Hände damit desinfizieren, einige Tropfen
auf einem Papiertuch auf den Heizkörper legen.
