Dieses Blog durchsuchen

Mittwoch, 28. Juli 2021

Eine Gustav - Sockenstrickmaschine vor der Restaurierung

 


In einigen Wochen wird die Aufarbeitung abgeschlossen sein, dann strickt der Gustav wieder. Danke Evelin für deine Bilder. 

 



Dienstag, 27. Juli 2021

Kräuter und Heilpflanzen für Frauen: Tees, Tinkturen und Salben aus der Naturmedizin selbst herstellen: Die besten Rezepte für Gesundheit, Schönheit und Wohlbefinden

Ein kleines, gerade mal 128 Seiten umfassendes Büchlein liegt in meinen Händen. Darin abgehandelt alle Beschwerden eines Frauenlebens, die man selbst behandeln kann. Das Ganze ist kurz und knapp beschrieben, so dass frau prompt die Informationen findet die sie braucht und diese auch sofort umsetzen könnte.

Selbstverständlich enthält das Buch eine Einleitung zu pflanzlichen Inhaltsstoffen und ihren Wirkungen, beschreibt die Hormone der Frau, wie man Heilpflanzen und Kräuter sammelt, konserviert und aufbewahrt. 

Es gliedert sich in die verschiedenen Lebensalter der Frau, ihrer Menstruation und deren Begleiterscheinungen, möglichen Hilfestellungen bei Problemen. Anschließend wird der unerfüllte Kinderwunsch und die verschiedenen Erkrankungen der Organe abgehandelt, immer mit  Blick auf die natürliche Behandlung. Die weibliche Brust, die Schilddrüse, die Psyche und das Klimakterium, Haut und Haar, Knochen und Gelenke und deren Bedürfnissen über die Jahre werden in den folgenden Kapiteln dargestellt. 

Das hübsch gestaltete Büchlein habe ich nun schon verschenkt, denn es ist kompakt, erschlägt nicht mit Wissen. Es ist eine Einladung sich selbst zu helfen, zu beobachten, ohne das frau sich dazu nun sofort in umfangreiches Studium stürzen müsste. Es ist perfekt für Neuankömmlinge, die gerade erst die Heilkraft der Natur entdecken. 

Autor: Larena Lambert
Bassermann Verlag; Originalausgabe Edition (17. Mai 2021)
Broschiert, 128 Seiten, ISBN‎ 978-3809443292
Preis 9,99 Euro

Rosen-Sirup nach alter Art „Mariendorn-Sirup“

 Oh, ich bin restlos begeistert, die Farbe haut mich jetzt wirklich um. Wunderschön. Und saulecker.

So wirds gemacht:

Drei Doppelhände voll sortierte Rosenblätter ohne Getier und Grünzeug werden in einem großen Gefäß mit dem Saft einer Biozitrone überträufelt, die Schale der Zitrone grob abreiben und mit in das Gefäß geben, alles vermischen.
Nun einen Liter lauwarmes Wasser hinzugeben, 2 Kilogramm Zucker, umrühren und abgedeckt einige Tage stehen lassen. Es muss mindestens so lange stehen, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat. Durch die Zitrone fängt der Sirup ein wenig zu gären an – das ist so gewollt. Immer mal wieder umrühren, die Blätter werden obenauf schwimmen.
Nach vier bis fünf Tagen abseihen, die Blätter gut ausdrücken. Den Sirup durch einen Dauerfilter laufen lassen um eine ganz klare Flüssigkeit zu erhalten. Kurz aufkochen und in vorbereitete Flaschen füllen.

Rosenlimonade: Auf ein Glas eiskaltes Wasser einen Teelöffel Sirup geben, umrühren, fertig. Wer es prickelnd mag nimmt Mineralwasser. Oder ein bisschen Natron hinzu – aber dann wird die Limonade nicht mehr roséfarben sein sondern bläulich schimmern. Schmecken tuts trotzdem 🙂.

Kalte Heimat - Buchbesprechung

Andreas Kossert Kalte Heimat Die Geschichte der deutschen Vertriebenen nach 1945
Im Zuge der Ahnenforschung begann ich mich wiederholt verstärkt mit der Herkunft meiner Großeltern zu befassen. Ich stieß auf noch mehr Widersprüchlichkeiten, auf Ungereimtheiten, fehlende Fakten, die stets einen kleinen Rest Fremdheit und Unverständnis zwischen mir und meinen Großeltern stehen ließen und mich schon als Kind in Teilen beschäftigt hatten. Herr Kosserts Buch „Kalte Heimat“ habe ich regelrecht verschlungen. Es half mir die Geschichte meiner Großeltern von Flucht und Vertreibung zu verstehen, zu begreifen warum von uns als Kindern gewisse Verhaltensmuster erwartet wurden, warum immer und immer wieder die gleichen Sätze wiederholt wurden.

Nicht damit genug, dass die Menschen aus Böhmen, Mähren, Schlesien, Pommern und so weiter ihre Heimat, alles was lieb und vertraut war, verloren hatten, viele Anverwandte in Folge der Strapazen und durch Gewalteinwirkung zu Tode kamen. Bei der Verteilung der Vertriebenen kam es zu einer ungeheuerlichen Unmenschlichkeit, die viele Familien für Jahrzehnte auseinanderriss und bis dato gewachsene soziale Strukturen, vorsätzlich und wissentlich zerstörte. Vor den anrückenden Sowjets und durch die wilden Vertreibungen waren 14 Millionen Menschen auf der Flucht, eine unvorstellbare Zahl.

Willkommen waren die „Neubürger“ nicht.  In der neuen zugewiesenen Heimat als Fremde, als Eindringlinge, als "Rucksackdeutsche“, „Flüchtlingspack“ und „Polacken“,  schlimmstenfalls als „Untermenschen“ aus dem Osten bezeichnet, hallt das kollektive Erlebnis der Vertriebenen in den nachfolgenden Generationen nach. Das Hauptaugenmerk der sowjetischen Besatzer lag in der vollständigen, unauflösbaren Assimilation der Flüchtlingen, die hier ein Viertel der  in die Stammbevölkerung ausmachten. Der große Bruder war nicht zu kritisieren, er war plötzlich der Freund und Befreier. Kossert schreibt, dass den den Vertriebenen in der DDR per se der Opferstatus abgesprochen wurde. Heimattreffen waren ebenso verboten wie die Pflege von Tradition und Brauchtum, wozu auch das Singenden der altbekannten Lieder und Weisen gehörte. 

In der westlichen Besatzungszone trachtete man danach die Vertriebenen möglichst schnell in neue Behausungen zu bringen, die Einquartierungen der unwillkommenen Menschenmassen geschah notfalls mit Waffengewalt. Die hinterletzten Kammern wurden geräumt, die gute Stube aber nicht, was auch irgendwie verständlich ist, es sind ja völlig Fremde, Deutsche ja, dennoch anders. Es gab auf dem Land in so gut wie jedem Dorf Bemühungen die sich gegen die Neuankömmlinge richteten. Die schiere Masse aber „sprengte alte verkrustete Strukturen“ und war wie Kossert sagt „wie Hefe im sozialen und wirtschaftlichen Gefüge Nachkriegsdeutschlands.“

Die verantwortlichen Alliierten, als auch die spätere Politik der BRD ließen die Menschen lange in der Hoffnung, dass eine Rückkehr möglich wäre, diese wurde mit der späteren Anerkennung der nach dem Krieg gezogenen Grenzen nachhaltig und unmissverständlich vernichtet. Natürlich forderten die Vertriebenen dies ein und auch heute noch ist die Heimat oft die Alte. Dafür wiederum wurden sie als Nationalisten beschimpft, als ewig Gestrige, das Totschlagargument Nummer Eins - es funktioniert immer noch. Es war ja nicht so, dass die Deutschen einfach so in gewissen Gebieten siedelten. Sie wurden von der Obrigkeit gerufen, um sich ihre Fähigkeiten zu bedienen, lebten dort über viele Jahrhunderte im bunten Völkergemisch.

Ich habe durch Andreas Kosserts Buch einen ganz großen Teil von mir selbst gefunden, einen noch größeren meiner Familie und wichtige Fakten ihrer Geschichte. Es ist ein Trauma das endlich aufgearbeitet werden muss, denn es ist eines das generationsübergreifend vorhanden, im Nebel der Zeit verblassend zwar – doch immer noch präsent ist. Über der Tür zum Schlafzimmer meiner Großeltern hing jedenfalls bis zu ihrem Ableben das Bild ihres Heimatortes. Auch nach so vielen Jahren in der neuen Heimat, nach der Gründung neuer Familien, dem Bau eines Hauses war doch das Sehnen und Trachten in einigen Teilen der Familie nach der alten Heimat bis zum Lebensende vorhanden. Ich kann mir nicht helfen – aber ist es uns doch in die Wiege gelegt, woher denn sonst die Rührung, das Glücksgefühl als ich das erste Mal im Riesengebirge war? Welches unfassbare Leid so vielen Menschen durch die Wahnhaftigkeit einiger Weniger zugefügt wird – unfassbar. Reichen wir uns alle zum Bund die Hände, machen wir einen Frieden, wie es ihn noch nie gab. Ich wünsche es mir so sehr.

Andreas Kossert - Kalte Heimat
Die Geschichte der deutschen Vertriebenen nach 1945

Paperback - € 16,00 [D] inkl. MwSt. / ISBN: 978-3-570-55101-1 / Erschienen am  09. November 2009

Montag, 26. Juli 2021

Eine Detex - Sockenstrickmaschine

 Die Firma Detex kannte ich bisher noch nicht. Vielen lieben Dank für die Erlaubnis die Bilder hier zeigen zu dürfen. Wer sie kaufen möchte, hier der Link zur Anzeige, den zu setzen ich versprach.