Pilze - wieder mal.

Nachdem der Oktober uns doch noch ordentlich verwöhnt hat, war meiner einer mal wandern, bietet sich ja an. Was man fand waren Unmengen Pilze, von denen ich leider die wenigsten bestimmen konnte. So ein Ärger aber auch, dem werde ich Abhilfe schaffen. Was bin ich als Kind durch die Wälder gestreift, habe quasi mein Essen selbst zusammen gesucht, habe meinen Vater genervt, er kann den Geruch heute noch nicht ab, jaja schlechte Erfahrungen. Dabei hab ich die wichtigsten Speisepilze sicher bestimmen können, meine Mutter betrachtete mein Treiben immer mit etwas Sorge, unterstützte mich aber immer in allen Dingen, so dass ich ausprobieren konnte, wonach mir in dieser Hinsicht der Sinn stand. Man kennt dann die wichtigsten Fundstellen und diese werden auch nicht verraten, ins vielgehütete Pilzbuch, was mein ständiger Begleiter war, wurden ein paar vage Hinweise eingetragen, geheimnisvoll tat ich damit :-). In diesen Tagen nun lasse ich die Fruchtkörper stehen, andere Sorten wachsen hier auch, jede Gegend hat ihre Eigenen. Dabei sind die Pilzgeflechte selber oft viele hundert Jahre alt, komplex, dicht gewebt, wie ein feines Netz, verbinden sie alles was auf der Erde wächst, leben in Symbiose mit den Pflanzen, ja sie verbinden sich mit den Wurzelzellen der Pflanzen. Durch die so geschaffenen Verbindungen können Nährstoffe ausgetauscht werden, damit sind Pilze wichtig für den geregelten Kreislauf der Natur. So etwas nennt der Fachmann "Vergesellschaftung". Wolf Dieter Storl bezeichnet in seinem Buch "Pflanzendevas" diese Geflechte "als das Hirn der Vegetation", Wurzeln, so sagt er, seinen ein Ausdruck vegetativer Intelligenz. Mittels unzählbarer, ständig sich neu bildender Haarwurzeln durchtasten Pflanzen wahrnehmend den Erdboden.... Sie spüren Spurenelemente, Wassermoleküle und andere physio-chemische Informationen auf. Diese Wurzelenergien wurden von Hellsehern als Heinzelmännchen und Gnomen wahrgenommen. In den Märchen werden diese Wichtel auch als entsprechend klug, aufmerksam und weise dargestellt.»Wie Recht er doch hat. Einen wunderbaren Film mit geballten Wissen, unbedingt sehenswert:


Teil 2 - 5 kann man auf Youtube anschauen.

Mit Kartoffelpuffern
Panierte Champiköpfchen
Wenn man nun nicht sammeln kann, oder will, dann kann man sich ja wenigstens die Champis kaufen. Appetit auf Pilze hatten wir gestern, kurz vor Ladenschluß - also schnell hingesaust, das letzte Paket Bio-Champis und ein Packerl normale Pilze hatten sie noch. Und wirklich, der Biopilz roch bei weiten viel stärker und aromatischer. Daraus haben wir leckere Pilzsauce gemacht, dazu Kartoffelpuffer. Sauce: Pilze putzen, kleinschneiden, in Butter anschwenken, 1 Frühlingszwiebel mit anschmoren. Peffer und Salz nicht vergessen, mit Sahne aufgießen. Fertig. Oder man paniert kleine Köpfchen und ißt sie zu grünem Salat.


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