Von Klofrau bis zum Kanzler

Abschrift aus: Zeitzer Zeitung vom Montag, 24. Juni 1996Von Klofrau bis zum Kanzler20. Mühlengespräche sahen eine illustre Teilnehmerschar - Das Filmstudio lud ein

Von unserem Redakteur UWE GA.JOWSKI

Bockwitz/MZ. Eng und enger wurde es am Sonnabend in der Bockwitzer Windmühle zur 20. Auflage der Mühlengespräche hatte sich - wie in jedem Jahr - eine illustre Runde zusammengefunden „Von der Klofrau bis um Bundeskanz1er haben wir hier alle Berufsgruppen vertreten“ machte Helmut Pöschel vom Würchwitzer Filmklub alle Anwesenden mit einander bekannt. Der Kanzler erntete bei seiner Erwähnung Pfiffe, doch Lehrer Pöschel, den alle eh nur „Humus“ nennen, beruhigte: ‚Der ist nicht da, den hätten wir ohnehin nicht durch die Mühlentür bekommen.“ In diesem Jahr war die Runde zusammengekommen, um ‚Die Problemchen der Welt zur Jahrtausendwende“ zu diskutieren. Und das tat man ausgiebig. Aufgelockert mit Film- und Videoeinspielen plauderte Humus über die Geschichte der Mühlengespräche, zu denen man sich 1976 das erste Mal traf. Klaus Dörre, von der DEFA-Gruppe „Dokument“, die damals den Kleefestfestfilm über Würchwitz drehte, war am Sonnabend genauso mit dabei wie Bodo, ein Lebenskünstler, der etliche Jahre seines Lebens in Burma und Thailand verbrachte.

Im Mittelpunkt des Interesses auch der Würchwitzer Bürgermeister Karl-Friedrich Steinbach. Dessen per Diabetrachter vorgeführten Kinder- und Jugendbilder regten zur Heiterkeit an. „Früher, da war das gemütlicher, da saßen wir noch auf den Säcken“, merkte Steinbach an. Und etliche in der Runde, die am Ende der Gespräche mit weißem Hintern nach Hause gingen, nickten zustimmend, Natürlich spielt auch der Filmstreifen über den Würchwitzer Milbenkäse bei den ‚Gästen aus mehreren Ländern eine Rolle.

Überhaupt war das mehrstündige lockere Programm gespickt mit kulturellen Kostbarkeiten. So der Flötensolo von Cornelia Toaspern, die Darbietung von Stetfis Tanzmäusen, das Probehäppchen der Leipziger Pfeffermüller. Aber auch aus der Mühle gab es neues zu berichten, Im nächsten Jahr, so Windmüller Eberhard Oertel, sollen sich die Flügel der Mühle wieder drehen. . .

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