Freitag, Februar 01, 2013

Schwanger - na und :-) Teil 1: Rund um die Brust / Stillzeit

Lange lange ist es her, die Erinnerung aber ist wacher denn je, viele Fragen der Jüngeren bewirken dies. Aber wie ist das noch, wenn man schwanger ist - fast automatisch wird man, wenn man bisher sich selten bis gar nicht bei den Ärzten blicken ließ, zum therapierbaren Individium, obwohl alles ganz von selber gehen könnte, wenn man es denn ließe. Zumindest ging es mir so. Freilich gibt es eine schier unendliche Liste von Büchern, in jedem steht alles ein bisschen anders. So habe ich mir gedacht, hier an dieser Stelle für die typischsten Beschwerden natürliche Mittel wieder zugeben, die unseren Großeltern noch geläufig waren.

Eins möchte ich noch vorwegschicken: Die nachfolgenden Texte erheben keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit, bin ja kein Therapeut. Auch muss jede werdende Mami selber entscheiden, ob sie das Eine oder Andere testen mag.

Es gibt einige ätherische Öle, die man in der Schwangerschaft unbedingt meiden sollte, da sie gebärmutterwirksam sind. Diese sind u. a.: Basilikum, Zimtrinde, Poleiminze, Ysop, Myrrhe, Bohnenkraut, Salbei, Thymian, Oregano.

Das man sich gesund ernährt, nicht raucht und ungebührlich Alc zu sich nimmt setze ich voraus. Daher gehe ich darauf an dieser Stelle nicht ein. Allerspätestens könnte man nun damit aufhören. Zu den typischsten Anzeichen einer Schwangerschaft gehören z. B. Spannen der Brust, Geruchsempfindlichkeit, Übelkeit und Erbrechen. All diese Erscheinungen haben ihren Sinn, schließlich soll Frau ja wissen, was Sache ist. Bis auf die Speierei, da kann man wirklich drauf verzichten :-), alles andere lässt sich ertragen. Die hormonellen Veränderungen sind Auslöser hierfür. Fangen wir beim Brustspannen an. Beachte: wenn du Fiber bekommst und die Lymphdrüsen der Achsel druckempfindlich sind, suchst du besser deine Hebi bzw. einen Doc auf. Überhaupt ist eine gute Hebamme immer gern für Dich da, wenn du Fragen hast.

Rund um die Brust - In der Schwangerschaft

  • Ätherisch:
Auflage aus Lavendelöl: Dazu in 3/4 l Wasser 2 Tropfen Lavendelöl geben, ein sauberes Mulltuch einweichen und auswringen, auflegen.
  • Homöophatisch:
Conium D6 (bei Brustbeschwerden, verursacht durch die Vergrösserung)
Bryonia D6 (bei harten, gespannten Brüsten)
Belladonna D6 (harte und gespannten Brüsten, mit roten Steifen

Dosierung: 3-mal täglich 3 Globuli vor dem Essen unter die Zunge legen.

  • Massageöl: 
In 100 ml Ringelblumenöl (Das Öl bzw. den Auszug = Mazerat kannst du dir selber herstellen: aus voll erblühten Ringelblumenblüten die Blättchen zupfen und in ein sauberes Marmeladenglas einlegen und mit Maiskeimöl auffüllen. Gut verschließen. Für 4 Wochen ausziehen lassen) gib 20 Tropfen Lavendel fein und 10 Tropfen römische Kamille. Gut schütteln. Von der Brustwarze weg ganz sanft massieren.

Nach der Geburt / Stillzeit


Nicht umsonst heißt es "Stille Zeit". In dieser Zeit muss man sich Ruhe gönnen, es ist am Partner, Aufregung und Streß von der Mutter genauso wie in der Schwangerschaft nun auch in der Stillzeit fernzuhalten. Dazu gehört auch, dass man der Schwiegermutter und sonstigen angeheirateten Individuen im Notfall zeigt, was "ne Harke ist". Wer nervt fliegt raus. Punkt.


Stillen ist und bleibt das Beste für das Baby, das hat Mutter Natur schon so eingerichtet wie es richtig ist. Die meisten Frauen können es, wer es möchte: Herzlichen Glückwunsch zu so viel Mutterliebe und Verstand. Wer nicht möchte, der soll es lassen, aber bitte die Mamas in Ruhe lassen, die es tun. Auch wenn es über das vermeintliche "übliche" Maß weit hinausgehen sollte. Das Wichtigste ist, dass sich Mutter und Kind wohlfühlen. Es spielt überhaut gar keine Rolle, was irgendwer dazu zu plappern hat. Es ist völlig egal, was die Werbung suggeriert und für was irgendwer mit seinem Namen steht. Lasst euch bloß nicht ins Boxhorn jagen, hört auf euer Bauchgefühl.

Einige Zeit nach der Geburt kommt es zum Milcheinschuss, dieser kann unter Umständen recht schmerzhaft sein. Die Brust wird warm, groß und rund, sehr fest und tut dann doch etwas weh. Je nach Temprament und Kraft des Kindes kann das Stillen doch gerade am Anfang etwas zwicken. Die Hebamme zeigt gern, wie das Baby gehalten und angelegt wird. Kann sein, du hast einen ungeduldigen Schreihals :-) dann bleib selbst ruhig und gefasst, immer dran denken, jeder fängt mal an, in einigen Tagen bist du Profi. Das wird schon, du schaffst das, denn du bist nun eine Mama. Um den Milchfluss zu erleichtern, mach dir warme Umschläge mit einem großem Mulltuch. Die Wärme tut gut.

Medela
Stillhütchen
  • Milchbildungstee: 
je 10 g von Kümmel, Eisenkraut, Basilikum, Fenchel und je 5 g von Anis, Taubnessel, Gänsefingerkraut, isländ. Moos, sowie 15 g Zinnkraut

Pro Tag 2 gestrichenen EL mit 1/2 l kochenden Wasser übergießen, 5 -10 min ziehen lassen. Kann bis auf einen Liter gesteigert werden.


  • Massageöl zur Milchbildung: 
in 100 ml gutes Mandelöl gib bitte je 1 Tropfen folgender ätherischen Öle: Rose marok. Abs., Fenchel, Karottensamen, Koriandersamen und je 2 Tropfen folgender ätherischen Öle: Lavendel extrafein, Anis, Kreuzkümmel

Gut verschütteln. 2-3 mal täglich nach dem Stillen massiere die Brust damit, aber nicht die Brustwarze. Das Öl vorher in den Händen anwärmen. Reste abwischen. Sparsam sein. 

Medela
Brustwartzenschutz

Wunde Brustwarzen: 

  • Nach dem Stillen die Brustwarzen mit etwas Muttermilch an der Luft trocknen lassen. Die Muttermilch unterstützt die Heilung. (auch bei wunden Babypo). Beim Stillen nicht verkrampfen, atme den Schmerz weg. 
  • Brusthütchen verwenden, wenn es arg schlimm sein sollte von Medela z. B. gibt es aus Silikon welche, die werden einfach aufgelegt und man kann weiter Stillen. 
  • Das Baby mal anders anlegen, wie einen Baseball an der Talie vorbei, ein (Still- oder Seitenschläfer-) Kissen erleichtert das Halten des Kindes.  
  • Massageöl bei wunden Brustwarzen: 1 Tr. Rose auf 20 ml süßes Mandelöl nach dem Stillen sanft auftragen.
  • Manche Hebamme schwört auf gereinigtes Wollfett = Lanolin, ob es hilft muß man selber testen.

Abstillen


Das Abstillen geschieht eigentlich automatisch, wenn man der Natur ihren Lauf lässt. Da man sowieso stillt nach Bedarf ist Mamas Busen auf Anpassen trainiert. Wie lange du stillst und wann Schluss damit ist, entscheidest du zusammen mit deinem Baby. Bloß kein Theater und klein schlechtes Gewissen, freu dich, wenn es lange und reichlich fließt. Wenn du dich entschlossen hast: Pfefferminze und Salbei unterstützen beim dich Abstillen, falls es nötig sein sollte. Den Aufguß bereitest du so: Auf 1 TL Kräuter  250 ml kochendes Wasser geben, zugedeckt 5-10 min ziehen lassen. Ein maximal zwei mal pro Tag eine Tasse trinken für 3 - Wochen. Auch hier gilt: in der Ruhe liegt die Kraft. Es dauert seine Zeit, bis die stille Zeit zu Ende geht. 

So und noch was: ich bin das Paradebeispiel dafür, dass Langzeitstillen eben nicht schadet, dass das Kind pumperlgesund ist, sich prächtig entwickelt hat. So wie es sein soll. Wer Fragen dazu hat und nicht gehippt werden will, der wende sich an lalecheliga. Hier geht es nur ums Stillen. Die Pro´s fürs Stillen liegen auf der Hand. 

Als Contra wird z. B. angeführt: 
Medela
Milchauffangschalen
  • Mama wird wieder unabhängiger, das Baby kann auch mal jemand Anderer betreuen: Pump halt ab, dass geht auch, wenn Baby dann aus der Flasche trinken mag. 
  • Mama weiß wie viel das Baby getrunken hat. Wenn es denn sein muß, kannst du es wiegen, vorher und nachher. Dann weißt du es auch. 
  • Papa kann in die Mahlzeiten einbezogen werden und fühlt sich nicht ausgegrenzt. Es gibt auch noch andere Aufgaben rund um die Kinderpflege. Da kann der Papa auch helfen, Bäuerchen machen z. B. oder bei Blähungen auf Papas großer Schulter liegen, baden, Fingerspiele nach Alter, in den Schlaf wiegen...  
  • Das Kind nimmt schneller zu. Da frag ich mich: Muss es dass denn? Kann es nicht zunehmen, wie es Mutter Natur vorgesehen hat? 
  • Mama kann normal essen und auch mal Alkohol trinken und rauchen. Man kann sich doch auch so normal ernähren und auf Alc &Co verzichtet man doch bestimmt gern - oder nicht?
  • In der Stillzeit keine Diät. Aha, Stillen ist die schönste Art Gewicht zu verlieren finde ich. 
  • Keine auslaufenden Brüste und nasse Pullover. Es gibt Still -BH und Stilleinlagen bzw. Milchauffangschalen, da heilt sogar noch eine wunde Warze ab.  
  • Keine Brustentzündungen / Schmerzen beim Anlegen. Brustentzündungen haben verschiedene Ursachen. Es bekommt doch nicht jede Frau automatisch eine Entzündung. Das Anlegen ist nicht schmerzhaft, wenn man es richtig macht. 
  • Brustwachstum wird durch Nichtstillen angehalten, daher keine (weiteren) Dehnungsstreifen. Von wegen, bei vielen Frauen gibt es mit Schwangerschaftsbeginn und / oder noch (mehr) mit dem Milcheinschuß den Vergrößerungsschub. Dehnungsstreifen begegnet man am Besten von vornherein mit guter Pflege. 


    Weiter im Teil 2 (folgt noch)
Bezugsquellen für ätherische Öle & Co: z. B.





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