PMS

Also irgendwie ist es doch jeden Monat der gleiche Ablauf. Rauf und runter mit der Stimmung, Fressanfälle, Wassereinlagerungen, Gewichtszunahme, Kopfweh, dämliche Pickel die auf einmal über Nacht wie Pilze aus der Epidermis sprießen um nur einige wenige Symptome zu nennen. Jede Frau kennt das, mehr oder weniger stark. Die meisten Frauen und Mädchen die ich kenne und befragt habe, singen das gleiche Lied. Eine Bemerkung meiner Hebamme machte mich stutzig. Sie erzählte mir, dass sie auf Ihren Reisen mit ihrem Mann, der passenderweise Gyn war, in Nepal, China und Mongolei Frauen entbunden habe, die sich wirklich leicht taten, das soll wohl die Mehrzahl von ihnen gewesen sein. Auch hätten sie nicht so stark mit PMS zu kämpfen wie beispielsweise Europa. Verantwortlich für PMS sind, so die Wissenschaft, Hormonschwankungen, die vermehrte Anzahl der Zyklen im Leben einer Frau und die wenigen Schwangerschaften. Dazu  noch die ständig anhaltende Reizüberflutung im Alltag kommen, kaum Rückzugsmöglichkeiten Ruhephasen,  welche die Beschwerden verschärfen. Untermauert werden soll diese These durch Beobachtungen die man bei den so genannten Naturvölkern machte. Da gibt es mehr Schwangerschaften und weniger menstruierende Frauen. Klingt logisch, wenn man schwanger ist, kann man nicht an PMS leiden. Aber soll das schon alles sein? Dann müssten ja solcherlei Erscheinungen bei Frauen, die z. B. die Pille nehmen oder mit Hormonspirale verhüten gar nicht bzw. vermildert auftreten. Wenn man sich aber nun umhört, dann erzählen die Meisten trotzdem, dass nicht alles passt. Was, wenn es aber zum größten Teil an unserer Ernährung liegt?  Was, wenn unser Essen daran schuld ist? Oder das, was ihm beigemischt wird, dessen wir uns gar nicht bewusst sind? Zwar gibt es seit 1988 ein Hormonverbot im Futtermittel und seit 2006 sind Antibiotika als Futtermittelzusatzstoff ebenfalls verboten, aber wenn man nun überlegt, dass bereits Ende der 60er Jahre Diskussionen um dieses Thema gab, dann ist ja sonnenklar, dass man so lange schon davon gewusst hat. Skandale gab und gibt es leider immer wieder. Und wer weiß, was man sonst noch im Futter / Essen hat, was da nicht hingehört. Stoffe, die eine hormonähnliche Wirkung auf den Organismus haben nennt, heißen in der Fachsprache "endokrine Disruptoren". Schau mal hier das Video:



Weiterführende Literatur, die hier auch als Quelle für o. g. Fakten genannt wird ist das Buch "Futter fürs Volk" vom Kopp-Verlag. Man kann ja ein kleines Experiment machen und versuchen sich über mehrere Monate bewusst vollwertig zu ernähren, das heißt auch weniger (Tafel)Salz, dafür Meersalz, denn das ist ein Naturprodukt. Der Rest an Vitaminen und Mineralien kommt mit einer gesunden, obst- und gemüsereichen Nahrung fast von alleine. Frauenkräuter bei PMS mit hormonregulierender Wirkung sind z. B. Himbeere, schwarze Johannisbeere und die Hagebutte, welche man am Anfang des Zyklus nehmen kann. In der zweiten Hälfte gibt man Mönchspfeffer, Frauenmantel und Steinsamen. Melisse und Baldrian sind ebenfalls zu empfehlen.

Teemischung von Oma: 

Je einen Teil Kamillenblüten, Mönchspfeffer und Melissenlätter, sowie zwei Teile Frauenmantel und Brennnessel.  Davon 3 mal tägl. 1 Tasse. Mama trank nur den Frauenmantel mit Schafgarbe genommen.
Die Hl. Hildegard hat unter anderem ein Rezept hinterlassen, welches man ruhig mal testen kann:

1 EL Galgantwurzel soll mit einem Glase Wein für drei Minuten gekocht werden.
Dann soll der Wein warm schluckweise getrunken werden. (Quelle: Die Heilkunde der Hildegard von Bingen - Wighard Strehlow).

Ich würde das Ganze eher simmern / köcheln lassen, nach 3 min Kochzeit wird das meiste verdunstet sein. Zum guten Schluss habe ich noch einen kleinen Tipp, der mir auch hilft: ätherisches Muskatellersalbeiöl. In die Duftlampe geben und die Füße mal hoch. Unterwegs einfach auf ein Taschentuch geben und daran schnuppern. 










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