"Das sicherste Mittel gegen die Fallen des Bösen

ist die Fröhlichkeit des Herzens" sagte einst Franz von Assissi. Na, da bin ich aber froh, dass ich nun endlich von Herzen froh und von einer Last befreit bin, die durch die Maske des ehrbar´ Guten zu mir kam und mich zu erdrücken versuchte. Wenn es nur immer so offensichtlich sein würde, kein Grau, kein Gemisch, nur gnadenlose Ehrlichkeit. Das wär´ doch das Mindeste, was man erwarten könnte. Statt dessen Ausflüchte, Andeutungen, Halbwahrheiten. Zu Kotzen finde ich das. Ist es denn so verflucht schwer jemanden ist Gesicht zu sagen, was man fühlt? Man muß ja nicht sagen, dass der Andere ein Armleuchter ist. Es würde doch schon ein Klares "Ich komm nicht mit Deiner Art klar" ausreichen. Statt dessen dümpelt man vor sich hin, erträgt es. Ich will das aber nicht, mach nicht mit. Und nun? Nun ist es so wie immer, wenn man Intoleranz, bewusster Provokation, Dummheit und Ignoranz, gepaart mit verkorksten Ansichten, begegnet. Man greift sich an die Rübe - Himmel hilf, denkt man, und erwartet keine wirkliche Hilfe. Nun, Brüder und Schwestern im Geiste: Umart Euern Lieblingsbaum, freut Euch und frohlocket. Wir sind genau richtig so wie wir sind. Und wir bleiben ganz gewiss nicht so, wir entwickeln uns weiter, sagen was wir denken, denn nicht nur die Gedanken sind frei. Wir tragen Früchte, manche beschmeißen wir damit, wie der Kastanienbaum, der mir heute so freigiebig seine Früchte schenkte, der Wind half ihm dabei und schüttelte eine ganze Menge herunter, von denen einige an meinen Schädel flogen. Und weil er mich so schön beworfen hat, habe ich einen ganzen Beutel seiner Früchte nach Hause getragen und werde einen Auszug daraus machen. Noch immer ist Erntezeit, aber das Ende rückt näher, Laub fällt. Bald geht die Natur zur Ruhe, ich mit ihr, nur ein wenig, es ist wieder Zeit für kleine Experimente. Seife sieden z. B., gestern habe ich Ziegenmilchseife gesiedet, nun heißt es warten, auch die Seife muss reifen, wie alles was wirklich gut werden soll. Und gut kann es nur werden, wenn die Zutaten stimmen, keine Falsche darf dabei sein, kein Alternative. Augen auf, sag ich nur, die Vorzeichen stehen so oft auf Sturm, es ist nicht der Glaube an das Gute in jedem Menschen, der aus dem Sturm eine laue Briese macht, sondern die eigene Fähigkeit zum Vergeben, und der Wind der Worte lieber Freunde, die den Weg freiblasen und das, was wirklich wichtig ist, erkennen helfen. Danke I. W.  Danke R. C. 


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