Sonntag, Juli 01, 2012

Die Bienlein auf der Wiese ....

Honigbiene (Quelle WIKI)
Süß ist lecker, dass wussten schon die Steinzeitmenschen und plünderten wilde Honigstöcke, bestimmt hatten sie eine Technik, die sie vor den Bienenstichen etwas schützte. Ich denke da an ausräuchern mit gewissen Pflänzchen vielleicht, dickes Fell überwerfen , Wasser ect.  Schon 6000 Jahre vor Christus jedenfalls wurde die sogen. Waldimkerei betrieben und im antiken Rom war die Biene ein Haustier geworden, dass in eigens für sie hergestellten Häuslein aus Rinde, Ton, Schilf, Weide wohnte. Man brauchte das Wachs der Bienen für Kerzen und der Honig war ein wertvolles - einziges- Süßungsmittel. Was ihn so wertvoll mach sind seine Inhaltsstoffe: neben Vitamin C, B, H und Enzymen enthält er Spurenelemente, Aminosäuren, Inhibine, Hormonen, Aromen, Fruchtzuckern, Wasser. Der Kirchenvater Augustinus nannte den Honig ein Sinnbild für die Güte und Zärtlichkeit Gottes. Bloß schade, dass der Honig mit der Zeit doch recht fest und undurchsichtiger wird :-)))))

Und die Bienen sind so fleißig: für 100g Honig sind über 1000.000 Blütenbesuche notwendig, die kleinen Summer transportieren während des Fluges ca. 1/3 ihres Körpergewichts an Pollen und bis zum Abend an guten Tagen hat eine Biene das 100fache ihres Gewichts in de Bau getragen. Wichtig ist sie auch: 80% unserer bestäubungsfähigen Pflanzen werden von Bienen befruchtet. Nicht minder fleißig ist eine Königin, diese kann an einem einzigen Tage bis zu 2.000 Eier legen, das sind 10.0000 pro Saison. Und noch etwas kann sie: Die ersten beiden Wochen Ihres Lebens verbringt die Jungkönigin auf Hochzeitsreise, dabei legt sie einen Samenvorrat in ihrem Hinterleibe an, den sie bis zu 5 Jahre frisch hält, das Männchen - die Drohne - hat da schon lange sein Leben ausgehaucht. Während die Königin nun etwas länger lebt, schafft es eine Arbeitsbiene nur auf ungefähr sechs Wochen, allerdings gibt es noch die Bienlein, die im Spätsommer schlüpfen, diese überwintern im Stock und leben bis März / April des Folgejahres. Das Massensterben ist für das Volk überlebensnotwenig, nur die Hälfte eines Staates 10.000 -15.000 Winterbienen verbleibt im Stock. Hier halten sie eine konstante Temperatur von 35°C im Zentrum und auch sonst sinkt die Temperatur nicht unter 9°C. Damit das so bleibt arbeiten die Tiere: Flügelschlagen und Hinterleib schütteln den ganzen Winter lang. Mit dem Frühjahrsbeginn sterben die Winterbienen und die frisch geschlüpften Sommerbienen bauen das neue Volk  von bis zu 50.000 Tieren auf. Sie sind einem 3 x 21 Tage Rhythmus unterworfen:
21 Tage, so lange dauert es, bis aus dem Ei die Biene schlüpft. Wieder 21 Tage lebt und arbeitet die Biene im Nest und die nächsten 21 Tage sucht sie Nektar und entfernt sich dabei bis 3km vom Nest. Wenn Sie dann die hoffentlich blühenden Wiesen besucht, sollte sie auch nicht von der Mahd gestört werden, denn wenn man mit dem Traktor daher fährt und mäht, dann fliegt das so gestörte Tier auf und setzt sich nur ein wenig weiter auf die nächste Blüte, allerdings nicht weit genug  für die breiten Mähbalken.



Deshalb hier eine kleine Bitte an die Bauern: Mäht doch bitte erst nach der Hauptblüte und bitte lasst auch am Wiesenrand einen Streifen stehen, dass hilft der Biene und somit uns allen.  

Bienenwaben (Quelle WIKI)
Entdeckeln (Quelle WIKI)
Damit sie den Pollen transportieren kann, hat die Natur die Biene mit "Höschen" ausgestattet. Mittels Pollenkamm und Pollenschieber füllt sie diese mit Nektar. Das ist noch nicht alles: Damit sie Honigtau - das sind die Ausscheidungen der auf den Fichten lebenden Rindenläuse - einsammeln kann, hat sie einen Rüssel, mit dem sie den Tau aufsaugt und in der Honigblase sammelt. Zu Hause angekommen, würgt die Biene alles wieder aus, die Stockbienen nehmen den Tau auf und geben ihn ihrerseits wieder weiter. Dadurch werden Drüsensekrete hinzugefügt, die zur Honigreifung unabdingbar sind. Und wen der Honig reif ist, wird die Wabe mit Wachs verschlossen und konserviert. Dann kommt er Imker und erntet den Honig. Dazu nimmt er die Holzrahmen mit den Waben heraus, öffnet die Waben, dann wird kalt ausgeschleudert, dannach geseiht und abgeschäumt, in Vorratsbehälter eingefüllt und bei beginnender Kristallisation  täglich umgerührt. So wird er feincremig und schmeckt uns auf dem Sonntagssemmel. 

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