Samstag, April 14, 2012

Das Honigkraut der Guaranay-Indianer


Fast jeder mag Süßes, manche mehr, manche weniger. Und manche sind richtige "Süßguschen" wie meine Tante in Sachsen zu sagen pflegte, wenn wir als Kinder wieder mal die Finger in der Zuckerdose hatten oder die Krümelchen vom Puderzucker beim backen mit feuchter Fingerkuppe aufsammelten. Dabei ist - das weiß jeder das Zuckerzeug nicht gesund, Mutter Natur hat natürlich was für uns: Stevia. Die Alternative? Ende letzten Jahres jedenfalls war’s soweit: die EU-Kommission hat nun "Steviolglycoside", das aus den Blättern der Steviapflanze gewonnen wird in Europa endlich zugelassen, so ist nun für uns etwas zugänglich, was die Guaranay-Indianern seit vielen hundert Jahren kennen und nutzen.


[EDIT: es gibt Neuigkeiten, man muss sich seine eigene Meinung bilden: E960 soll nicht natürlich sein, und dass weil bei der Herstellung dann gewisse Schritte notwendig sind, aha. Die Ganze Story kann man hier lesen. Ich bleib beim Fluid zum Backen und bei Kraut für den Tee, wenn ich welches erwische, denn dem fehlt immer noch die Zulassung. Besser als Zucker ist es allemal.]


So neu ist das Ganze übrigens gar nicht, bereits im 16. Jhd.  berichteten die spanischen Eroberer von der Süßkraft der Pflanzen und im 19. Jhd. folgten erste wissenschaftliche Untersuchungen. Außerhalb Europas konsumierte man Stevia schon lang - Die EU nimmt es ganz genau und unterzog den Zuckerersatzstoff einer Menge Tests. Nun ist es amtlich: Stevia ist unbedenklich. So findet man neuerdings Nevella Stevia, als Pulver z. B. mit Maltodextrin im Supermarkt um die Ecke. Wer es pur mag greift zum Fluid. 300-mal süßer als Zucker soll es sein, kaum Kalorien haben. Sehr angenehm ist das keinerlei Beeinflussung auf den Blutzuckerspiegel stattfinden, somit ist zumindest das Fluid für Diabetiker geeignet. Und die Zähne danken es uns auch: Stevia ist nicht kariogen.

Voriges Jahr gab es gar Steviapflanzen im Baumarkt. Mein Exemplar erreichte eine stattliche Höhe von 1,50 m aber der Blattwuchs ließ zu wünschen übrig. Ich werde es diesen Sommer noch einmal versuchen, dann wollen wir doch mal sehen, ob der obligatorische Minze-Tee mit einem Steviablatt immer noch lecker ist. Stevia hat neben dem süßen auch einen leicht bitteren Geschmack, wobei ich finde, wenn man es nicht übertreibt, geht alles. Eigentlich soll man ja Heil- und Kräutertees ungesüßt trinken, eigentlich bin ich auch immer noch eine Süßgusche :-).



                        Nevella Stevia Pulver                  Xylitol                 Fabrikzucker           Rohrzucker




Buch zum Thema:

Presseinformation Aus der Reihe „Gartenzeit“:  

Monika und Peter Klock Trend-Pflanzen – Stevia, Goji, Indianerbanane - Anbau, Ernte, Verwendung

Lange galt die aus China stammende Goji-Pflanze als giftig. Seit bekannt ist, dass sie über außerordentlich gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe verfügt, ist geradezu ein Run auf Goji-Beeren und Goji-Saft entstanden, was den Preis enorm in die Höhe getrieben hat. Die Autoren zeigen, wie man Goji im eigenen Garten anbaut und erntet. Auch die in Nordamerika heimische PawPaw-Pflanze, Indianerbanane genannt, ist nicht nur wegen ihres hohen Vitamingehalts sehr gesund, sondern sie schmeckt auch ausgezeichnet und ist in unserem Klima winterhart.
Besondere Beachtung findet die Stevia, die seit Jahrzehnten in vielen Staaten der Welt als Süßmittel eingesetzt wird. Diese südamerikanische Pflanze kann sehr einfach am Balkon, auf der Fensterbank oder im Garten angebaut werden. Die Gewinnung des Süßstoffes ist sehr einfach und in jedem Fall gesünder als herkömmlicher Zucker. Besonders Diabetiker profitieren von diesem natürlichen Süßmittel. Rezepte und Hinweise, wie die wertvollen Inhaltsstoffe aus den Pflanzen gewonnen werden können, runden das Buch ab. Dabei verraten die Autoren so manches Geheimnis aus ihrer jahrzehntelangen Erfahrung im Umgang mit diesen Pflanzen.

Aus dem Inhalt:
·         Stevia erobert die Welt
·         Kultur von Stevia, Ernte, Überwinterung
·         Goji, eine uralte Nutzpflanze
·         Die Indianerbanane
·         Rezepte: Stevia, Goji und Indianerbanane in der Küche

Über die Autoren:
Monika und Peter Klock betreiben eine Spezialbaumschule für Wintergartenpflanzen, Kübelpflanzen und Obstgehölze. Gemeinsam haben sie zahlreiche Fachbücher veröffentlicht, so „Ginseng – das Geheimnis des grünen Goldes“ und „Der wahre Teebaum“.

Bibliographische Daten

Monika und Peter Klock

Trend-Pflanzen – Stevia, Goji, Indianerbanane­ Anbau, Ernte, Verwendung

80 Seiten, 17 x 24 cm, durchgehend farbige Abbildungen, broschiert
avBUCH 2011, ISBN: 978-3-8404-7904-5
Preis: EUR 10,95   CHF 17,50

Informationen zum Thema XYLITOL finden Sie hier: Xylitol – Die süße Rettung?

1 Kommentar:

  1. Ich verwende auch lieber Stevia Blätter.

    Meine letzten habe ich bei steviakaufen.com gekauft!

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