Mittwoch, November 09, 2011

Wie - viel Mutter darf sein?

In Anbetracht einer traurigen Begebenheit mit einer lieben Bekannten heute habe ich mir wieder mal Gedanken um Mutter & Beruf gemacht. Ehrlich Leute, das muß man mal loswerden. Diese ständige Schubladensteckerei. Nur weil eine Frau - ein Paar sich für mehr als 2 oder 3 Kinder entscheidet, kann man sie doch nicht als Assi bezeichnen, oder eine berufstätige Mama als Rabenmutter. Mich stinkt das so was von an, obwohls mir Jacke wie Hose ist, was man sagt und redet:


Arbeitet man nicht und kümmert sich um Kind und Haushalt - dann


  • man liegt dem Mann /Staat auf der Tasche
  • hat nix weiter zu tun
  • ist zu faul zum Arbeiten
  • hat einen Blöden gefunden
Geht man aber einer Arbeit nach, dann ist es auch nicht richtig. 
  • die armen Kinder, die sind so lange in der Kita / Schule
  • die brauchen doch ihre Mama.
  • wenn was schief geht, dann ist auch die böse Mutter schuld, weil die geht ja arbeiten.
Hey, was soll das? Manche Menschen sollten echt mal einen Maulkorb bekommen. Jeder entscheidet doch selber, wie er sein Leben führen möchte. Keiner hat das Recht ungefragt Kritik zu üben - zu gut Deutsch: sich das Maul zu zerreißen. Man legt sich zwar ein dickes Fell zu, aber irgendwann langt es, dann wird auch die liebste Mami mal böse und bissig. Lass die Leute reden, heißt es immer - ja bitte, von Angesicht zu Angesicht, lernen wir uns kennen. Schon mal einen Chef gesehen, der über die Aussage seiner eventuellen Mitarbeiterin: "Ich habe mir bewußt Zeit genommen für meine Kinder." nicht die Stirn kraus gezogen hätte? Ich nur einen bis jetzt. Glückwunsch zu soviel Einsatz, Mut, Kraft, Risikobereitschaft, Loyalität, Ideenreichtum, Witz, Erfindungsgeist, Kriesenbewältigungsmanagement im 24-Stunden-Vollzeitjob! Genau das suchen wir! Das wär doch mal was. Oder? Gebt den Müttern eine Chance. 

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