Montag, Oktober 10, 2011

Grün ja grün und knusperbraun - mit lila lecker anzuschaun

Nachdem bei uns nun schon mal die Berge weiß gepudert sind, wars mir irgendwie halbweihnachtlich zumute, deshalb gab´s am Wochenende etwas Gehaltvolles: Bio-Ente, grüne Klöße und Blaukraut.


Und weil aus der Tüte eben nicht lecker ist: hier das Rezept:


Die Ente wird sauber gewaschen und geputzt, dann innen gesalzen und gepfeffert, etwas Beifuß dazu und mit Äpfel gestopft. Eine Rouladennadel hält das Ganze zusammen. Eine für Vorne: Hautfalten übereinander schlagen und feststecken, das Gleiche Hinten. Dann außen salzen, pfeffern und mit der Brust nach oben in den Bräter setzen. 3 cm hoch Wasser einfüllen, etwas Beifuß aufstreuen und bei 200 Grad ins Rohr schieben. Deckel auflegen. Nach einer Weile fängt es an zu duften, dann ist es Zeit, mal nach zuschauen. Man sieht dann schön, ob sich was an der Haut tut, wenn sie vor sich hin brutzelt immer mal begießen. Das ganze Prozedere dauert je nach Gewicht ca. 3,5 Stunden. Wenn die Ente dann fertig ist, lass ich sie über Nacht stehen, dann zieht alles gut durch und am nächsten Tag kann man sich der Sauce und Kloß und Kraut widmen. 


Das Kraut
Das habe ich auf Vorrat und werden es nur noch in einem Topf mit einer Messerspitze Nelkenpulver erhitzen, einen geraspelten Apfel dazu, umrühren und den Saft einreduzieren lassen. Wenn der Saft fast weg ist, binde ich ihn nur noch mit etwas Kartoffelmehl, dass in wenig kalten Wasser angerührt wird. 


Die Klöße
Bereiten wir als "halb & halb" nach Omas alten Rezept mit 2 kg guten Kartoffeln. Das gibt 10 Klöße in ordentlicher Größe. (Übrigens kann man übrig gebliebene am nächsten Tag noch in Scheiben geschnitten gebraten essen - mit einem leichten Salat z. B.)


1 kg Kartoffeln schälen und in Würfel schneiden. Mit wenig Wasser und etwas Salz gar kochen, dann das Kochwasser abgießen und aufheben. Die Kartoffeln durch die Quetsche drücken und warm stellen.


Das zweite kg Kartoffeln gebe ich ich geschält und gewaschen in den Entsafter (Krupps Zentrifuge), dieser raspelt in Windeseile und ich bekomme ganz trocken rohe Kartoffeln. Den austretenden Saft auffangen.

Wer keine hat, nimmt eine Küchenmaschine mit Rohkostscheibe oder die Hände und eine Rohrostreibe. Damit muß man die Kartoffeln blitzschnell reiben, sonst werden sie braun. Dann die Masse in eine Kloßsack geben, wer den nicht hat, nimmt ein sauberes, nicht weich gespültes, festes Geschirrtuch. Den Saft gehörig ausdrücken und ihn in einer Schüssel auffangen. Die rohen ausgedrückten krümeligen Kartoffeln  zu den gekochten geben. In der Saftschüssel setzt sich unten die Stärke ab. Nun vorsichtig den Saft aus der Schüssel gießen und die Stärke zu den Kartoffelgemisch geben, etwas salzen und verkneten, Knödel formen. Innen kann man noch 2-3 Semmelwürfel einfügen. (altbackene Semmel in Würfel schneiden, in wenig Butter anbrutzeln und etwas salzen. abkühlen lassen).



Die fertigen Klöße in in einen großen Topf mit Salzwasser geben und zugedeckt ca. 25 min leicht kochen (nicht sprudelnd) kochen lassen. Die Oberfläche der Klöße sieht dann anders aus, fasseriger, dann sind sie perfekt. 


Zwischen drinn die Gerätschaften abspülen :-).


Etwas fehlt noch:


Die Sauce:


Die Ente aus der Sauce heben, noch mal von allen Seiten begrillen. Die Sauce entfetten, etwas Beifuß dran geben und aufkochen. Kosten - abschmecken mit Pfeffer und Salz. Man kann die Sauce nun noch andicken, wer mag nimmt Soßenbinder, oder Sahne, oder Mehlschwitze...


Guten Hunger.

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